Ich liebe es, denn es ist immer so ein bisschen wie Schnitzeljagd. Wo haben die Bauern rund um Grevenbroich die Tulpen in diesem Jahr versteckt. Gibt es überhaupt welche, denn wie ich hörte, hat einer der größten Betriebe „Blumenzwiebeln Degenhardt“ aus Neuss den Betrieb Ende 2025 abgewickelt. Genauso wie einige Gärtnereibetriebe hier in Krefeld, haben auch hier die fehlende Nachfolge und das Alter der Inhaber dazu geführt. So gibt es also immer weniger Betriebe, aber ich habe doch noch ein Feld gefunden.
Wenn ich eines am Frühling mag, dann sind es, neben den angenehmeren Temperaturen, die bunten Farben, die das Wintergrau vertreiben. So bin ich in den letzten 14 Tagen überall da stehengeblieben, wo mir eine Tulpe, eine Kirschblüte oder ein Rapsfeld begegnet ist. Fangen wir an im Botanischen Garten meiner Heimatstadt Krefeld. Da noch kalte Nächte zwischen den sonnigen Tagen liegen, sind die Tulpen noch nicht alle geöffnet, aber einige haben es bereits geschafft.
Wäre der Blog ein Film, wäre jetzt der Moment, an dem ich die Outtakes zeigen könnte. Hier muß ich aber leider passen. Stattdessen laufe ich mit euch gedanklich nochmal durch mein Blogjahr. Nochmal durch die letzten 12 Monate, den einen oder anderen Ausflug neu erleben, nochmal an Dinge erinnern, die ich fast schon wieder vergessen hatte. 52 Blogbeiträge, davon 2 als Nachtrag aus 2024, sind seit dem letzten Jahresrückblick zusammengekommen. Zum Ausklang aus 2024 gehörte das Global Gate, ein aus mehreren Schiffcontainern gebautes Tor, an der Zeche Zollverein und mein BestOfNine, die meistgeklickten Instagrambilder.
Und dann waren da noch die unveröffentlichten Bilder aus 2025 auf meiner Festplatte. Ich hab sie gemacht, aber keiner hat sie gesehen, ein bisschen rot und grün gab’s da zu sehn. Ich war im Mai in Düsseldorf rund um die Königsallee, im September zum letzten Oldtimertreffen (für dieses Jahr) im Krefelder Stadtwald und Anfang Oktober nochmal am OpenAir Kunstobjekt „Windzeichnung“ von Danuta Karsten auf der Halde Norddeutschland.
Während meines Urlaubs (ihr habt vielleicht schon Bilder bei Instagram gesehen) war ich a.G. des schönen Wetters einige Kilometer mit dem Rad unterwegs. Eine gar nicht mal so lange Tour ging nach Hohenbudberg (bzw. bis nach Friemersheim) hier auf der linken Rheinseite. Hohenbudberg gehört im Prinzip noch zu Krefeld, Friemersheim schon zu Duisburg. Das tut aber jetzt gar nichts zur Sache. Während des Frühstücks scrolle ich durch Facebook und sehe ein Bild einer Schafsherde vor dem Hohenbudberger Wasserturm.
Noch besser wäre ja der Titel Raps und rote Rosen gewesen, aber ich kann lediglich noch mit ein paar Tulpenbildern aus dem Botanischen Garten Krefeld dienen. Der ist am kommenden Wochenende (3.+4. Mai 2025) wieder Ziel von „Art of Eden“ einer Art Kunstausstellung mit Kaufmöglichkeit sozusagen „Kunst in der Natur“ (dann allerdings auch wieder zwei Tage mit Eintritt). Ich kann leider nichts zum Thema Empfehlung sagen, denn bei der Veranstaltung „Art of Eden“ war ich noch nie, aber die Tulpen sind schön. Nachfolgend also nochmal die maximale Farbenpracht und ein bisschen Bärlauch, dann weiter mit dem Buchstaben R – wie Raps.
Es war der 11. November des vergangenen Jahres, als mein letzter Jahresrückblick erschien und das war auch ungefähr der Moment, als es anfing zu regnen. Den Rest des Novembers, des Dezembers, des Januars … und viele Wochen danach. Selbstverständlich nicht durchgängig, aber der Schirm gehörte im letzten Winter zur Standardausrüstung, was die Ausflugsplanung äußerst schwierig machte. Auch danach war es anspruchsvoll, denn Straße und Schiene waren dieses Jahr geprägt von Baustellen. Um so überraschter war ich beim Durchzählen, denn übers Jahr sind dann doch 51 Blogbeiträge zusammen gekommen und ich habe sogar noch ein paar unveröffentlichte Bilder vom Krefelder Egelsberg und von der Halde Rheinpreußen in Moers übrig behalten, die es in keinen Beitrag geschafft haben. Hier sind sie …
Als, nach dauerndem Regen, Anfang letzter Woche die Sonne überraschend schien, dachte ich mir, das ist die Gelegenheit, auf die ich schon länger gewartet habe. Entlang der B288, das ist die Verbindung zwischen Krefeld und Duisburg und Zubringer zur A524, gibt es eine ganze Reihe von Feldern und die sind dieses Jahr vielfach mit Raps bepflanzt. Allerdings gibt es entlang der Bundesstraße prinzipiell keine Möglichkeit mit dem Auto zu halten, geschweige denn zu parken. Aber es gibt ja Mündelheim, den südwestlichen Teil Duisburgs.
Es geht euch doch auch so, oder? Egal wo man sich gerade befindet, außer vielleicht auf der Autobahn, sobald die Rapsblüte ins Sichtfeld kommt, muß man anhalten und fotografieren. Zwar ist meine Fotoausrüstung bei soviel gelber Farbe auf einem Bild manchmal etwas überfordert, aber für ein paar Bilder reicht es auf jeden Fall. Diese vier hier unterhalb sind aus Krefeld Traar. Heute gehört Raps zu den weltweit am meisten angebauten Feldfrüchten, nur die Sojabohne ist eine noch häufiger anzutreffende und ertragreichere Öllieferantin.
Ich weiß ja, einige von euch stört der Regen oder schmuddeliges Wetter nicht, es darf ruhig mal kühl und naß sein, schließlich gibt es ja passende Kleidung. Andere, und dazu gehöre ich, mögen es eher sonnig und haben gerne auch wieder Temperaturen über 20 Grad. Ich wiederhole mich ungern, aber ich brauche nach dem nassesten Winterhalbjahr (Oktober 2023 bis März 2024) seit immer, zumindest seit Messbeginn im Jahre 1881, endlich mal ein bisschen Frühling. Mal sehen, ob ich morgen positiv überrascht werde.
Natur ist doch etwas wunderbares, wenn man sieht, wie im Frühjahr alles wieder blüht und grünt. Kaum waren die Sommerreifen wieder auf dem Auto, habe ich mich auf den Weg gemacht und die Kamera auf verschiedene Blüten gerichtet. Das entspannt mich, nach einer arbeitsreichen Woche. Bereits am Freitag, auf dem Weg zum Einkauf, habe ich einen Abstecher zum Krefelder Alexanderplatz gemacht.