Ein Nachmittag mit Überraschungen

Das Wetter an diesem Sonntag war besser als ich erwartet hatte und nachdem ich meinen Sohn nach Hause gebracht hatte und auch die Formel1 im Fernsehen langweilig ohne Ende war, habe ich kurzentschlossen noch eine Stippvisite an den Baldeneysee nach Essen gemacht. Eigentlich wollte ich nur ein bisschen spazieren gehen, aber zu meiner Überraschung fand an diesem Nachmittag ein Kanupoloturnier vor der Regattatribühne statt. Also habe ich, sportlich wie ich bin 😀 , dort ein paar Minuten zugesehen. Weiterlesen →

Glückssonntag zwischen Halde und Flugplatz

Der letzte Sonntag war wieder mal so ein Tag, der Erinnerungen weckte. Erinnerungen an längst vergangene Urlaube in der Eifel, in der Rhön oder im Harz, bei denen sich die Möglichkeit ergab, Berge zu erklimmen und von Aussichtspunkten in die Ferne zu blicken. Zu Hause im Ruhrgebiet war das früher ja eher selten möglich und auch der Niederrhein, von Natur aus eher flach, bietet da wenig Gelegenheiten. Über diverse Haldenbesuche habe ich an dieser Stelle schon berichtet und jedes Mal kommt wieder das Gefühl von früher. Weiterlesen →

Camera Obscura

kalender-2017

Es gibt diese Momente, da kommt man an Stellen zurück, an denen man das letzte Mal vor über 25 Jahren war. Als ich noch in Oberhausen wohnte, war Mülheim/Ruhr nur einen Steinwurf entfernt, so daß ich Ende der 80’er Jahre dort z.B. die Kinos im Forum (wobei ich mir nicht sicher bin, ob das damals schon Forum hieß) aufgesucht habe. Es gab da vorm Bahnhof so einen kleinen unbebauten Platz, der gerne als kostenloser Park-/Stellplatz genutzt wurde. Es dürfte irgendwo am Nordausgang des Mülheimer Bahnhofs unweit der Eppinghofer Str. gewesen sein. Ich meine ihn im Vorbeifahren wiedererkannt zu haben. Bebaut schien er immer noch nicht, aber ich sah eine Baugrube. Weiterlesen →

Wenn das Wetter so „na ja“ ist

Heute war das Wetter ja weiterhin nur so „na ja“ und immer wenn das Wetter so „na ja“ ist, hat man Zeit mal was abzuarbeiten, was schon kürzer oder länger auf der Liste steht. Außerdem kann man ein bisschen vorgucken und sich dann das eine oder andere Ziel für schönerers Wetter wieder auf die ToDo Liste setzen.

KorteKlippe

Also ab dafür, zunächst in Richtung Baldeneysee. Schon länger hatte ich nach einer Möglichkeit gesucht, den See mal von oben zu betrachten. Die Villa Hügel liegt gut, bietet aber nur wenig Sicht, die Villavue, das Restaurant von Mirja Boes käme in Frage, liegt aber westlich des Stauwehrs und dann las ich auf einem meiner Lieblingsblogs den Bericht von der Korte Klippe. Jepp das ist es, was ich gesucht hatte. Ausgeschildert ist der Aussichtspunkt ja nicht gerade gut, genauer garnicht. Man muß schon wissen, wo er ist, aber vom Parkplatz am Jagdhaus läßt sich das Ziel mit Geschick in wenigen Minuten finden. Nach dem „Na-ja-Wetter“ komme ich auf jeden Fall bei Sonne nochmal wieder (und ich kenne da noch jemand 😉 ).

CafeEinhorn

Danach wollte ich nach Mülheim/Ruhr, denn mein Ruhrgebietskalender hat für jeden Tag einen (mehr oder weniger) tollen Tipp parat. Der vom Donnerstag empfahl das Cafe Einhorn auf der Duisburger Str. 127 in Mülheim/Ruhr. Warum das Cafe so heißt? Weil es in der alten Einhorn Apotheke beheimatet ist. Wie geil ist das denn? Original Glasamphoren in den original Regalen verraten, was in alter Zeit in diesen Räumlichkeiten verkauft wurde. Jetzt gibt es Frühstücksbuffet, Kaffee, Tee, Kuchen uvm. Neugierig? Schaut mal auf die Homepage oder auf die Facebookseite. Die Umgebung vor der Türe sieht momentan etwas nach Baustelle aus, aber wen interessierts, denn dafür ist’s drinnen total gemütlich und die „Apothekerin“ total nett 😉 . Ich muß da bei Gelegenheit unbedingt nochmal frühstücken.

Zeche Rheinpreussen

Ein weiterer Punkt auf meiner immer offenen ToDo Liste wollte in Moers abgearbeitet werden. Unweit der A40 mitten zwischen Hornbach, real & Co. ragt hier noch der Förderturm der Zeche Rheinpreußen in die Höhe. Die gleichnamige Halde (die mit dem Geleucht) habe ich ja schon häufiger besucht, aber daß hier noch soviel Zeche steht wußte ich nicht. Natürlich sind die Gebäude längst anderen Firmen gewidmet, so ließen die offenen Fenster ein Fitnessstudio o.ä. vermuten .. 1, 2, 1, 2 und immer wieder sind es die selben Lieder … :-D. Ältere Moerser werden jetzt vielleicht vermuten, daß ich nie im PM war und was hammse? Recht hammse. Die Disco scheint am, im oder unterm Förderturm zu sein (oder es war nur Werbung dort). Auch das Fördermaschinengebäude war verschlossen, aber in den Sommermonaten (Mai – Oktober) ist das Industriedenkmal sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Liebe Zeche und Schacht IV der Termin ist an einem sonnigen Sonntag fest reserviert.

Ein paar zusätzliche „Na ja Wetter“ Bilder in den üblichen Alben bei Flickr und Google+ folgen kurzfristig sind online.

Kameramuseum und Steinschlag am Schloß Broich

IMG_2987Vielleicht erinnert sich der eine oder andere, daß ich 2010 schon mal im Müga Park (in Mülheim/Ruhr) und in dem kleinen aber feinen Museum im Broicher Wasserturm war. Das Museum mit dem Namen Camera Obscura zeigt die Geschichte des Films und wie die Bilder laufen lernten. Neben dem kleinen Museumsshop und der Cafeteria in Parterre zeigt das Museum auf zwei Etagen erstaunliche Exponate, z.T. Einzelstücke, für die selbst Sammler, wie ich hörte, schon hohe Summen geboten haben. Da das Museum aber der Stadt Mülheim an der Ruhr gehört, ist ein Verkauf der Exponate natürlich ausgeschlossen.

Bilder fürs Internet20Schon damals hatten es mir die Bilder angetan, die stark verzerrt dargestellt nur dann sichtbar werden, wenn man sie vor einen zylindrisch gewölbten Spiegel hält (Anamorphose). Ein Beispiel ist an der Decke des Broicher Wasserturms angebracht. Desweiteren kann man Knöpfchen drücken und Bilder in Leuchtkästen erstrahlen lassen, an Prismen drehen, an überdimensionalen Daumenkinos spielen uvm. Während ich noch so darüber nachdenke, was ich euch noch so schreiben könnte, stolpert am Sonntag ein Link durch meine Facebook Timeline zu genau diesem Museum.

Bilder fürs Internet19Tja was soll ich sagen, besser als in diesem Beitrag hätte ich es kaum weiter beschreiben können. Die Camera Obscura selbst habe ich mir dieses Mal nicht vorführen lassen, denn die hatte ich ja bereits beim letzten Mal gesehen. Stattdessen bin ich durch den jahreszeitlich bedingt noch etwas kahlen MüGa Park spaziert und habe mich gegenüber im Schloß Broich noch etwas umgesehen. Vier Verzerrspiegel aus Metall helfen euch auf dem Weg dahin eurer Idealfigur näher zu kommen 🙂 . Ihr könnt mal groß, klein, dick oder dünn … ich will so bleiben wie ich bin … sein 😀 .

IMG_2926Ihr könntet aber auch einfach irgendwo auf einer der zahlreichen Bänke platznehmen, nix tun und auf den Frühling warten. Es gab schon spannendere Locations. Nur im Bambuswäldchen komme ich mir kurzzeitg vor wie im Dschungel. Ich bin ein Star, holt … öhm … ach ne. Rund um das Schloß wird’s dann ziemlich gefährich. Kaum auf dem Schloßhof angekommen, erwarten mich bereits erste Hinweisschilder auf Steinschlag.

IMG_2879Huch, das Schloß scheint in Renovierung begriffen zu sein, überall stehen dezente Bauzäune herum und ich habe keinen Helm dabei. Ich spare mir daraufhin die weitere Erkundung und mache mich auf den Rückweg. Alles in allem ist der Müga Park gut für einen Sonntagnachmittagsspaziergang, nicht mehr und nicht weniger (Fotos bei Flickr und Google+ (Picasaweb)).

Essen Kettwig – Mülheim und zurück

1

Die RuhrTopCard bietet u.a. eine Fahrt mit der „Weißen Flotte“ auf der Ruhr von Mülheim Wasserbahnhof nach Essen Kettwig oder umgekehrt. Da man für den Rückweg aber bezahlen müßte, habe ich nach einem anderen Weg gesucht. Die Lösung wäre eine Strecke mit dem Fahrrad zu fahren. Wenige Meter von beiden Anlegestellen entfernt gibt es Leihräder der MetropolradRuhr. Also ab auf’s Rad und die rd. 10 km auf fast ebenerdigen und geteertem Weg abstrampeln. Wer zügig fährt, schafft die Strecke in ca. 40-45 Minuten, wer es lieber gemütlich mag, braucht vielleicht eine Stunde. Einzig an der Mendener Brücke endet der Radweg entlang des Ufers unvermittelt. Man muß hinauf auf die Straße, über die Brücke und am linken Ruhrufer den Rest des Weges fahren.

2

Ich habe das Leihrad gewählt, weil ich dieses am Zielort einfach abstellen kann und die Rückfahrt dann eben mit dem Schiff machen kann. Auf dem Weg besonders beeindruckend ist die Autobahnbrücke der A52, die im Mülheimer Ortsteil Mintard das Ruhrtal überspannt. Laut Wikipedia ist sie mit 1830 Metern die längste Straßenbrücke aus Stahl, bestehend aus 18 Hohlpfeilern, mit einer Fahrbahnhöhe von 65 Meter über der Ruhr. Man macht sich garkeine Gedanken über die Außmaße der Brücke, wenn man einfach nur oben drüber fährt. Einige Bilder habe ich schon vor ein paar Wochen gemacht, da blühte gerade der Raps, goldgelb und unübersehbar. Es kann übrigens nicht mehr weit sein, bis wieder die Drachenboote ihr nächstes Rennen veranstalten, denn das erste Team war bereits im Trainingsmodus und selbst die Wickinger waren auf dem Fluß unterwegs. Wickie habe ich allerdings nicht erblicken können.

3

Apropo, wer einmal in Kettwig ist, sollte sich unbedingt die Altstadt rund um die weithin sichtbare Kirche mal etwas genauer ansehen. Kaum zu glauben, daß das auch ein Ortsteil von Essen ist. Beschaulich, still, fast wie auf dem Dorf. Die Altstadt ist nicht groß, wer aber trotzdem eine keine Übersicht haben möchte klickt mal hier. Vielleicht nehmt ihr euch die Zeit für einen Kaffee oder ein Eis, bevor es dann wieder an den Ausgangspunkt zurückgeht. Für den Anwohner sicherlich nervend, für den Besucher eher überraschend ist der rege Flugverkehr über Kettwig. Die Flugzeuge auf dem Weg nach Düsseldorf haben hier allem Anschein nach ihre direkte Einflugschneise und mancher „Vogel“ fliegt so niedrig, daß man ohne Probleme die Aufschriften lesen kann.

4

Wer sich jetzt noch ein eigenes Bild von Essen Kettwig machen möchte, hier ist eine Auswahl von Bildern, bei Flickr, Sevenload und Picasaweb (Google+).

Vom Innenhafen in die Ruhrauen

Habe ich euch eigentlich schon mal Bilder aus dem Duisburger Innenhafen gezeigt? In meinen Fotoalben ja, aber einen Blogbeitrag? Der Hafen hat eine lange Geschichte, aber erst in den 90’er Jahren des letzten Jahrhunderts wandelte sich der Hafen im Rahmen des Strukturwandels. Heute erlebt man dort Arbeit und Wohnen aber auch Kultur und Freizeit und das direkt am Wasser.

1

Da es nur wenige hundert Meter bis zur Ruhr sind, habe ich mir mitten im Innenhafen (Yitzhak-Rabin-Platz) ein Fahrrad ausgeliehen und eine kleine Tour entlang der Ruhr unternommen. Leider ist der Weg unmittelbar entlang der Ruhr ziemlich uneben, mehr ein Spazierweg für Hundehalter als ein Fahrradweg, dafür bekommt man einen Einblick in den alten Ruhrarm, der hier in den Ruhrkanal mündet. Ein paar Kanuten kommen vorbei und auch die Drachenboote testen hier ihr Können. Etwa 3 Kilometer vom Innenhafen entfernt kommt in den Ruhrauen die Brückenlandschaft Ruhraue.

2

Über die Ruhrauen habe ich letztes Jahr hier mal kurz berichtet. Neben Füßgängerbrücken, der A40 und der A3, kreuzen binnen weniger 100 Meter noch eine Güterstrecke und weitere 7 Bahnbrücken die Ruhr. Es wird richtig laut, wenn der ICE knapp über den eigenen Kopf hinwegrattert während gleichzeitig unten auf der Ruhr die Trommeln zu hören sind. Die Drachenboote trainieren nach wie vor für den nächsten Einsatz.

3

Auf dem Rückweg noch einen Abstecher ans andere Rheinufer mit Blick auf die Rheinorange bei Kilometer 780. Dieses Mal erfolgt der Blick auf die Ruhrmündung aus Richtung Duisburg Homberg. Auch über die Ruhrmündung (Rheinorange) habe ich bereits im letzten Jahr hier mal kurz berichtet. Wer dem Ruhrdeich statt in Richtung Ruhrauen in die andere Richtung folgt, kann die Rheinorange ebenfalls in rd. 3 Kilometern vom Innenhafen aus per Fahrrad erreichen.

Fotos im „Ruhr 2011“ Album … Flickr, Sevenload, Picasaweb.