Rhine Side Gallery

Erinnert ihr euch noch an meinen Bericht über die Wood Art Gallery vor zwei Jahren? Es ging um Kunst auf einer alten Industriebrache in Krefeld Hüls. Jetzt gibt es ein neues Projekt, wieder eine Industriebrache, dieses Mal in Krefeld Uerdingen, unweit des Zollamtes direkt am Rhein. Endlich möchte man sagen hat auch Krefeld eine, wenn auch zeitlich begrenzte, Strandbar mit Blick auf den Rhein. Weiterlesen →

Hamburg – MiWuLa, Elphi und Schokolade (II)

Willkommen zum 2. Teil von „Hamburg – MiWuLa, Elphi und Schokolade“. Ihr habt den ersten Teil verpaßt? Macht nichts, klickt einfach hier.

Mittlerweile ist es später Nachmittag, am Abend möchte ich noch in den Park Planten un Bloomen. Auf dem großen See unterhalb des Fernsehturms startet von Mai bis September jeden Abend um 22.00 Uhr (September 21.00 Uhr) ein tolles und für Zuschauer kostenfreies Wasserlichtkonzert. 30 Minuten wechseln Wasserfontänen passend zu Licht und Musik. Heute geht es um Filmmusik. Es macht Spaß zuzuschauen und ich kann den Besuch uneingeschränkt empfehlen. Die 30 Minuten verfliegen wie gefühlte 10 und kaum ist der letzte Ton verklungen schallt Applaus über den See. Ich begebe mich in Richtung Ausgang, genauer in Richtung U-Bahn gleich vor den Toren von Planten un Bloomen. Weiterlesen →

Hamburg – MiWuLa, Elphi und Schokolade (I)

Wenn ihr mir bei Instagram folgt, habt ihr vielleicht schon gesehen, daß ich Anfang des Monats in Hamburg war. Ich kann gar nicht glauben, daß es schon wieder 2 Jahre her ist, daß ich das letzte Mal hier war. Wieso rennt die Zeit eigentlich so davon? Es hat sich einiges getan in dieser Zeit, daher lade ich euch heute ein, mit mir Italien zu besuchen, über die längste Rolltreppe in die Elbphilharmonie zu fahren, Street Art zu suchen und mal zu gucken wie eigentlich Schokolade hergestellt wird. Last but not least habe ich am Ende noch den feuchten Einstieg in den Hafengeburtstag miterleben dürfen. Weiterlesen →

Köln – Altstadt, Dom und Veedel (II)

Willkommen zum 2. Teil von „Köln – Altstadt, Dom und Veedel“. Ihr habt den ersten Teil verpaßt? Macht nichts, klickt einfach hier.

Der erste Tag näherte sich langsam den Ende, aber mein Spickzettel verriet mir, daß es vom Chlodwigplatz nur ein paar Stationen mit der Straßenbahn bis zum Rudolfplatz waren. Dort steht die Hahnentorburg und noch eine Ecke weiter auf dem Willy-Millowitsch-Platz sitzt die Figur, die ich auf dem Eisenmarkt vergeblich gesucht habe. Wenn euer Reiseführer noch Eisenmarkt behauptet, streicht es durch. Willy Millowitsch, der Volksschauspieler, an den ich mich noch gut zurückerinnere, gehört zu den wenigen, die bereits zu Lebzeiten ein Denkmal bekommen haben und das steht jetzt auf dem Platz, der seinen Namen trägt. Weiterlesen →

Köln – Altstadt, Dom und Veedel (I)

Es war ein ruhiger Morgen, der Kalender zeigt Karfreitag und für einen Feiertag war ich außergewöhnlich früh auf. Aber ich hatte ja auch eine Mission 😉 . Der erste Kaffee lief in meinen neuen Mehrwegkaffeebecher, während ich meine sieben Sachen zusammensuchte. Gegen 08.10 Uhr ging’s dann in Richtung Bahnhof. Es mag ein bisschen ungewöhnlich klingen, wenn ich schreibe, daß ich auf dem Weg nach Köln war, aber ich war mittlerweile schon x-mal in Hamburg und Berlin, aber in Köln allenfalls mal im Zoo. Heute startet also die Mission „Ein Niederrheiner erklärt euch Köln“. Mit dem Zug (übrigens pünktlich 😉 mit National Express) sind es aus dem Düsseldorfer Umfeld nur rd. 45 Minuten. Weiterlesen →

Urban-Art-Festival Düsseldorf

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Was haben Graffityspayer und Gustav Gründgens in Düsseldorf gemeinsam? In der letzten Woche war es der nicht gerade attraktive (nach Gustav Gründgens benannte) Platz vor dem Schauspielhaus. Manche sagen auch es wäre die Mauer die dort eine alte Tankstelle verdeckt und, weil denkmalgeschützt, erhalten werden soll. Eine Mauer denkmalgeschützt? Wäre es nicht cool, wenn man sich als Künstler und Grafitysprayer an dieser Mauer erstmal künstlerisch austoben könnte? Und wenn man das angrenzende Haus mit einbeziehen würde? Ach was, wo wir gerade dabei sind coole Gedankenspiele zu spielen, nehmen wir doch gleich beide angrenzenden Häuser.

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Alte Bürogebäude, die außer einem Vodafone Shop im Erdgeschoß längst keine Mieter mehr haben. Alle Räume vollmalen, besprayen und bearbeiten von innen und außen? Yeah! Genau das war das Ziel des Urban Art Festival in der vergangenen Woche. Eigentlich habe ich nur zufällig davon erfahren, weil ich in der Lokalzeit Düsseldorf (WDR) einen Bericht über die umstrittene Mauer gesehen habe. Was habe ich letzte Woche erzählt, ich war schon länger nicht mehr in Düsseldorf? Da mußte ich hin.

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Ich hatte ja erstmal wieder keine Ahnung warum das alles, aber bereits von weiten ist ein riesiges Graffiti vom 2. bis zum 5. Stock an der Außenfassade zu sehen. Sowas habe ich noch nie gesehen. Als ich näher komme ist die Haustüre darunter offen, also einfach mal rein. Der typische Duft von Farbspaydosen kommt mir entgegen. Ich weiß gar nicht wo ich zuerst hingucken soll.

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Hier wurde jede, aber auch jede Treppenstufe, jede Türe und fast jedes zweite Fenster einfach so besprüht, bemalt und mit Farbe und anderen Materialien versehen. Teilweise sind richtig kleine (und große) Kunstwerke dabei, die über Graffiti weit hinausgehen. In einem Raum wurde ein Spiegel in hundert keine Stücke zerbrochen und neu zusammengepuzzelt, in einem anderen Raum wurde Wand, Decke und sogar der Teppichboden künstlerisch mit einbezogen. Leere Bierflaschen zeugen von einem Fest der Farben 😉 und in einem Raum wurden die Flaschen gleich mit eingearbeitet.

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Auch im Coolibri gab es einen Bericht, was ich aber erst in der Recherche danach entdeckt habe. Und warum das ganze? Weil diese Häuser irgendwann dem KöBogen (II) weichen sollen. Jetzt wird mir einiges klar. Daß ich in letzter Zeit nicht so häufig in Düsseldorf war liegt u.a. daran, daß die neue Wehrhahnlinie, eine neue U-Bahn quer durch die Stadt gebaut wird. Dafür stehen gefühlt an allen Ecken Bauzäune, Brunnen wurden gegen Baucontainer ausgetauscht und bis vor etwa zwei Jahren wurde der KöBogen (I) direkt an den Hofgarten angrenzend gebaut.

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Mit anderen Worten, der Teil der Stadt glich einer Großbaustelle mit ständig wechselnden Verkehrswegen. Während der Verkehr früher nämlich über eine Hochstraße („Tausendfüßler“ genannt) lief, wurde er bei der Gelegenheit gleich unter die Erde verbannt und in ca. 1/2 Jahr will man auch mit der U-Bahn soweit sein. Bleibt noch der KöBogen. Der KöBogen (I) ist ja seit einiger Zeit fertig und eröffnet …

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… aber weil ein KöBogen alleine halt ein bisschen einsam ist kommt bald der KöBogen (II), gleich gegenüber des Schauspielhauses, wenn … ja wenn man sich denn einig darüber wird, ob man die häßliche Mauer entfernen darf auf der sich jetzt erstmal Künstler verewigt haben. Bis man sich in der Politik einig wird, kann erfahrungsgemäß noch ein bisschen Zeit vergehen und solange kann man die Kunstwerke auf und rund um den Gustav Gründgens Platz vermutlich noch betrachten.

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Ob die bemalten Gebäude weiterhin offen stehen kann ich nicht sagen, vielleicht versucht ihr euer Glück einfach mal. Die beiden Eingänge sind nicht zu verfehlen. Ich habe wie immer ein paar Eindrücke gesammelt und wenn ihr Lust versprüht .. äh .. verspürt weitere Bilder zu sehen, dann klickt ihr hier für Flickr oder GooglePhotos.

Düsseldorf zw. Street Art und Medienhafen

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Wer schon länger Bilder in meinen virtuellen Fotoalben verfolgt, der wird ein paar Bilder sicher wiedererkannt haben, denn letzte Woche habe ich mich in Düsseldorf mal zwischen Street Art und Medienhafen rumgetrieben. Ich habe den ÖPNV genutzt, aber auch DriveNow ausprobiert, ich habe eine Teilstrecke mit den Fahrrad von Nextbike zurückgelegt und ich habe einen Abstecher in den neuen „IN“ Stadtteil Flingern gemacht, weil die Sendung „Wunderschön“ im WDR darüber berichtet hat. Aber der Reihe nach …

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Zunächst wollte ich mir nochmal ein paar sehr sehenswerte Street Art Kunstwerke auf der Ackerstraße und der Kiefernstraße ansehen. Die Häuser der Kiefernstraße sind auf einer Straßenseite (rd. 180 – 200 Meter lang) komplett bemalt und das mit unterschiedlichsten Motiven. Es lohnt sich die Straße mal zu begehen, wenn man in der Nähe ist. Bilder davon? Klar gibt es bei Flickr, Sevenload, Picasa (Google+).

Ebenfalls lohnenswert ist der Besuch einer Unterführung in der Nähe des Hauptbahnhofs. Hier wurde im Juli 2011 während eines Straßenfestes die komplette Unterführung entlang der Ellerstraße mit Street Art Kunstwerken versehen. Nicht alles gefällt, aber die Mischung machts. Danach war ich in Flingern, ein Ortsteil, der nicht unbedingt in jedem Reiseführer steht, der aber mehr und mehr Zulauf bekommt. Kleine Cafes, Sitzgelegenheiten für ein Bier an der Straßenecke, nichts aufregendes aber gemütlich.

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Anderes Thema. Vor einigen Wochen habe ich euch vom CarSharing via Car2Go berichtet, dieses Mal habe ich einen Wagen aus dem Hause DriveNow ausporbiert. Die Wegstrecke war etwas kürzer und auch Mini bin ich bisher noch nie gefahren, aber nach kurzer Eingewöhnungsphase verlief die Fahrt reibungslos. Es handelte sich um einen Mini mit Schaltegetriebe, so daß ich kurz gucken mußte, wo sich der Rückwärtsgang befindet. Auch die Klimaanlage war drigend notwendig, denn die Sonne erwärmte bereits die Luft an diesem Frühlingstag auf ca. 27 Grad, vom Innenraum des Autos ganz zu schweigen. Schlüssel sucht man in den Wagen von DriveNow auch vergeblich, das Auto wird über einen Knopf gestartet und schaltet sich bei Ampelstops selbstständig ab, was mich etwas irritierte.

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Mit dem Fahrrad ging es dann schließlich in den Medienhafen und an die Rheinuferpromenade, die sich bereits für die bevorstehende Jazz Rally rüstete. Sonnige Nachmittage entlang der Rheinpromenade sind immer überraschend, denn überall gibt es etwas zu sehen. Die große Treppe am Burgplatz ist Sitzmöbel und Tribüne zugleich. Während man auf der Treppe mal die Beine ausstreckt und die Füße pausieren dürfen, überraschen einen am Fuß der Treppe immer wieder mal Künstler (und solche die es werden wollen). Am dem Nachmittag war es z.B. eine Breakdancetruppe. Apropo Treppe, wenn eine Treppe aussieht wie eine Treppe muß es längst keine sein. Im Medienhafen habe ich rund um das neue Hotel Hyatt Regency eine Treppe gefunden, die ließ sich hochklappen und darunter hervor kam ein zweiter Eingang. Hier wäre das Sitzen auf der Treppe wohl eher ungemütlich.