Hamburg, willkommen zurück (II)

Dieser Beitrag enthält Werbung für die Alstertouristik und die Elphilharmonie Plaza. Zum beidem wurde ich durch Hamburg Tourismus eingeladen.

Hallo zum zweiten Teil von „Hamburg, willkommen zurück“. Den ersten Teil verpaßt? Dann klickt mal hier. Nach dem Panoramablick und einer kurzen Pause im Hotel, ist der Tag noch nicht zu Ende. Für den frühen Abend habe ich einen Termin im Miniatur Wunderland. Anfang des Monats flatterte mir der Newsletter des MiWuLa ins Haus, daß es wieder eine begrenzte Anzahl von Tickets gibt und da habe ich mich natürlich nicht zweimal bitten lassen.

Ich muß doch sehen, was sich in Venedig getan hat. Mein letzter MiWuLa Besuch war 2017 (damals wurde Italien frisch eröffnet). Mehr Werbung muß ich gaube ich nicht machen, das MiWuLa ist mit rd. 20,- € Eintritt nicht günstig, aber es lohnt sich. Ich darf allerdings auch ehrlich sein, nachdem ich jetzt zum fünften oder sechsten mal da war, ist ein gewisser Sättigungsgrad erreicht. Zum Tagesabschluß noch ein schöner Sonnenuntergang von der Plaza der Elbphilharmonie, das wäre was gewesen. Die Macht der Wolken war da aber leider anderer Meinung. Dann auf dem Heimweg eben noch einen Blick in die U-Bahn Station Überseequartier der U4.

Gedenkstätte Hannoverscher Bahnhof

Gestern habe ich über den Baakenpark berichtet, heute geht es in den Lohsepark. Wenige Meter neben meinem Hotel ist auch er gleich mit Spiel- und Sportmöglichkeiten ausgestattet worden. Hier solltet ihr aber einen Moment inne halten. 1872 wurde an dieser Stelle der Hannoverscher Bahnhof eingeweiht und zwischen 1940 und 1945 wurden mehr als 8.000 Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma von hier aus deportiert. In einem durch hohe Wände eingefaßten Gang und verbliebene Gleisreste befindet sich im östlichen Teil des Parks die dazugehörende Gendkstätte. Bis 2023 soll ein Dokumentationszentrum, mit einer Fläche von ca. 800 Quadratmetern folgen.

Dockland, Hamburger Balkon und Brücke 10

Mittwochfrüh steige ich auf eine der Hafenfähren und lasse mich zum Dockland bringen. Das Bürogebäude in Form eines Schiffes darf ja bekanntlich über die Außentreppen bestiegen werden. Wieder war es extrem wolkig, so daß ich statt 3-4 Fotos vorsichtshalber mal 10-15 Fotos gemacht habe. Außerdem war mir eine Perspektive im Internet aufgefallen, die ich noch nie gesehen hatte. Das vordere Ende, unterhalb der Schräge, ist von unten verglast, so daß sich das Foto, das ihr unten seht, einfangen läßt. Es ist nicht verkehrt herum, wie Google meinte zu wissen.

Vom Dockland sind es nur gut 10 Minuten, um auf den Altonaer Balkon zu klettern. Einfach die Straße Elbberg hinauf oder über ein paar ziemlich versteckte Treppen. Von hier oben gibt es eine schöne Aussicht über den gesamten Hafenbereich und ein paar Bänke zum ausruhen gibt’s auch. Zurück zur Hafenfähre geht es auf dem umgekehrten Weg und an den Landungsbrücken ist die Brücke 10 ein Muß. Die (Landungs-)Brücken sind bekanntlich durchnummeriert und Brücke 10 ist da, wo die Leute für das Fischbrötchen Schlange stehen.

Hafenmuseum statt Blankenese

Eigentlich wollte ich noch ins Treppenviertel nach Blankenese, aber statt auf den 75 m hohen Sülberg ging es nach Mittag zu einem Besuch ins Hafenmuseum (HHCard nutzen). Im sogenannten 50’er Schuppen, noch etwas abseits der üblichen Touristenströme am Veddeler Damm, wurde bis in die 60’er Jahre der Südamerikaverkehr abgewickelt. Jetzt findet man hier in einem Schaudepot alles, von der Sackkarre bis zur Lotsenstube, von der Bananenkiste bis zum VW Käfer. Vor der Türe auf dem Freigelände kann man die Hafenkräne, die Wagons der Hafenbahn und seit letztem Jahr die Peking in Augenschein nehmen.

Die Peking wurde 2020 feierlich an den Bremer Kai überführt und könnte einen eigenen Beitrag füllen. Wikipedia erzählt die ganze Geschichte des Viermasters, der nach 70 Jahren aus New York in den Heimathafen nach Hamburg zurückkehrte. Travemündeurlauber dürften das Schwesterschiff die Passat kennen. Aktuell kann die Peking noch nicht besichtigt werden, geplant ist das für Herbst 2021. Aber man kann schon mal von außen staunen. Die Fertigstellung des Hafenmuseums steht für 2025 an, der letzte Liegeplatz der Peking soll Am Holthusenkai sein. Der Fußweg von der S-Bahn Station Veddel zum Hafenmuseum dauert ca. 10-15 Min., entlang einer (leider) sehr belebten Straße.

Elbphilharmonie

Der Rückweg war dann etwas streßig, weil durch einen Bombenfund o.ä. die S-Bahn Station Veddel an dem Abend gesperrt war und wir uns in übervolle Busse quetschen mußten. Zur Belohnung habe ich noch einen zweiten Anlauf auf die Plaza der Elbphilharmonie gestartet. Karten gibt’s übrigens kostenlos an der Kasse vor Ort (evt. verbunden mit kleiner Wartezeit) oder für 2,- € (mit Zeitfenster) im Vorverkauf. Für 10,- € gibt’s ein Ticket, das euch irgendwann im Laufe des gebuchten Tages auf die Plaza läßt, dieses Ticket wurde mir freundlicherweise durch Hamburg Tourismus überlassen.

Wußtet ihr übrigens, daß die Handläufe der Rolltreppen zur Elphi, wie sie liebevoll genannt wird, seit August 2020 mit UV-Licht bestrahlt werden und damit nahezu keimfrei sein sollen? Ein Kölner Start-up namens Uvis GmbH ist für die Erfindung verantwortlich. Einen Sonnenuntergang konnte die Elphi auch an diesem Abend nicht bieten, aber ein paar Sonne – Wolken Fotos sind doch noch entstanden. Nebenbei fand auf dem Vorplatz das „Hope ’n‘ Air“ Festival im Rahmen des Kultursommers statt, das hieß automatisch Musikgenuß aus 37 Metern Höhe, wenn das kein sicherer (Corona)Abstand ist.

Oberhafen

Zum Abschluß meiner Reise habe ich am letzten Tag noch eine Runde durch den Oberhafen gedreht. Aus der abgeschiedenen Randlage mit Bahntrasse und aktuell nur einer Zufahrt soll das neue Kultur- und Kreativquartier mit Sportareal entstehen. Die alten Lagerhallen sollen ein Teil davon werden. Das bekannteste und unter Denkmalschutz stehende Gebäude dürfte die Oberhafenkantine sein. Einst Kaffeeklappe für die Hafenarbeiter, später Kultrestaurant.

Auch das alte Zollhaus auf der Ericusspitze gleich gegenüber ist ein Zeichen für das Zusammenwachsen von alt und neu und ein schönes Fotomotiv allemal. Das war’s dann auch für dieses Mal, beim nächsten Besuch in Hamburg gibt’s bestimmt mal wieder etwas aus dem „alten“ Hamburg. Tschüss und bis bald. Die Bilder dieses Beitrag und weitere gibt’s wieder bei Flickr und Google Photos.

2 Kommentare

  1. Inzwischen können GGG im Rahmen von Baustellenführungen auf die Peking, macht dann am Ende mit dem Hafenmuseum auch > 20 €.
    Vermutlich werden die Preise für touristische Attraktionen aufgrund der Einschränkungen durch die Pandemie auch so schnell nicht sinken.

    Antworten

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