Hach, manchmal muß ich einfach kräftig durchatmen. Zum einen um mal tief Luft zu holen zum anderen, weil man das doch so macht, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, oder? Hach beim Hinsetzen, hach beim Aufstehen oder weil’s einfach gut tut, ein bisschen durch den Wald zu laufen und mit den Füßen durch das Laub zu schluffen.
Klar ist der Montag der unbeliebteste Tag der Woche, schließlich geht die neue Arbeitswoche los und man sehnt, wenn man nicht eh im Schichtdienst arbeitet, den Freitag herbei. Und kaum hat man ein paar Tage gearbeitet ist schon wieder Wochenende. So vergeht Woche für Woche und der Monat ist vorbei, ehe man sich richtig daran gewöhnt hat. Geht euch das auch manchmal so? Nachdem sich die Sonne hier im Westen NRWs im Oktober rar gemacht hat, war ich auch gar nicht viel draußen unterwegs.
Wenn ich zu Besuch bei meinen Eltern bin, geht’s vorher oft mal am Haus Ripshorst vorbei. Erstens weil es fast auf dem Weg liegt und zweitens weil man hier entweder am Rhein-Herne-Kanal entlangschlendern kann oder sich mal wieder im Gehölzgarten umsehen kann. Es ist nur ein kleines unscheinbares Stückchen Wald, aber mit einer schönen Mischung verschiedenster Baumarten. Last but not least ist natürlich auch der tanzende Strommast, ein Kunstwerk aus der Zeit der Emscherkunst (heute Emscherkunstweg), namens „Zauberlehrling“ ein Foto wert.
Es war der 11. November des vergangenen Jahres, als mein letzter Jahresrückblick erschien und das war auch ungefähr der Moment, als es anfing zu regnen. Den Rest des Novembers, des Dezembers, des Januars … und viele Wochen danach. Selbstverständlich nicht durchgängig, aber der Schirm gehörte im letzten Winter zur Standardausrüstung, was die Ausflugsplanung äußerst schwierig machte. Auch danach war es anspruchsvoll, denn Straße und Schiene waren dieses Jahr geprägt von Baustellen. Um so überraschter war ich beim Durchzählen, denn übers Jahr sind dann doch 51 Blogbeiträge zusammen gekommen und ich habe sogar noch ein paar unveröffentlichte Bilder vom Krefelder Egelsberg und von der Halde Rheinpreußen in Moers übrig behalten, die es in keinen Beitrag geschafft haben. Hier sind sie …
Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, daß ich hier am Hardenbergufer des Baldeneysees in Essen stand. Letztes Jahr um diese Zeit waren die Blätter noch leicht grün, dieses Jahr ist der Herbst bereits etwas weiter fortgeschritten. Genau richtig, um am Haus Scheppen die berühmtesten Platanen des Ruhrgebiets zu besuchen. Und ich war, wie zu erwarten, nicht alleine, denn der Fotohotspot ist mittlerweile weit über die Grenzen des Baldeneysees bekannt. Wie ich hörte, soll Essen 2025 sogar das angesagteste Reiseziel in Deutschland werden. Na wenn’s so ist, habe ich hier den passenden Blogbeitrag dazu.
Am Samstag kamen die Winterreifen wieder ans Auto und die Uhr wurde auf MEZ zurückgestellt. Ein deutliches Zeichen, daß das Jahr langsam dem Ende zugeht. Trotzdem war am Samstag nochmal so ein richtig schöner Spätsommertag. Zum Glück fiel mir ein, daß der Hülser Berg in Krefeld da immer ein buntes Schauspiel bietet. Vorausgesetzt man ist schwindelfrei genug, um auf den 30 Meter hohen Aussichtsturm (Johannesturm, 163 Stufen) zu klettern.
Ja ich gebe zu, es sind schon wieder Bilder von der Burg Linn, das Gemäuer ist aber auch ein schönes Fotomotiv, insbesondere im Herbst. Bevor es also bald mit dem Jahresrückblick in die (kleine) Winterpause geht, habe ich noch ein paar Herbstbilder für euch gemacht. Ich habe dazu zwei Anläufe benötigt, denn nach jeweils gut einer Stunde kam das Naß von oben.
Die weiße Flotte ist Mitte des Monats in die Winterpause gegangen, der Oktober hat von 25 auf 12 Grad runter gedreht, die ersten Bäume sind bereits kahl, ein untrügliches Zeichen, daß der Herbst ins Haus steht. Natürlich, wir haben ja auch seit gut 4 Wochen kalendarischen Herbst, aber zum Monatswechsel war es noch spätsommerlich warm. Jetzt startet wieder die Zeit, in der ich kalte Hände, eine tropfende Nase, aber dank Winterzeit eine Stunde mehr Schlaf habe.
Wie so oft nach dem Jahresrückblick, einen Blogbeitrag habe ich noch. Da der Spätsommer immer noch anhielt, war ich Anfang des Monats nochmal im Landschaftspark Duisburg. Also nochmal ein paar sonnige Bilder, bevor es jetzt in die eher dunkle Jahreszeit geht. Dezember, Januar, Februar sind bekanntlich nicht so meine Monate, andererseits kann man an verregneten, grauen Wochenenden ohne schlechten Gewissens einfach mal nichts machen.
Ich kann es kaum glauben, aber es ist schon wieder Mitte November. Ihr wißt was das heißt? Ich gucke zurück auf mein 2022. Insgesamt gab es 49 Blogbeiträge, von ganz weit weg oder auch von ganz nah dran, sozusagen gleich um die Ecke. Einige Ausflüge habe ich noch gut in Erinnerung, andere sind gefühlt schon wieder Ewigkeiten her und so gerne ich ja unterwegs bin, es gab zum ersten Mal Wochenenden, wo mich die Lust verlassen hat. Ich hatte keine Kraft, kein Ziel und an manchem Wochenende habe ich so faul in der Sonne gelegen, wie der Jaguar hier im Krefelder Zoo.
Ich schaue für mich selbst total gerne auf das Jahr zurück, ich habe aber auch Verständnis, wenn euch der Rückblick zu lang ist. Am Ende des Beitrags gibt’s eine Galerie aller Bilder, scrollt gerne vor, wenn ihr nur Bilder gucken möchtet.