Halde Hoheward hat Herbst

Knapp 30 Grad, ich bin eingecremt um vor Sonnenbrand geschützt zu sein, auf gings auf die Halde Hoheward. Ihr meint es gab in letzter Zeit keine 30 Grad? Und Recht habt ihr, ich war in Gedanken noch bei meinem letzten Besuch im Juni 2011, der mir vorkommt als wäre er gerade 6 Wochen her. Jetzt, Mitte Oktober 2012 war es immerhin noch knapp 20 Grad und ich habe dieses Mal an der ehemaligen Zeche Recklinghausen geparkt. Ursprünglich wollte ich nochmal zur Zeche Zollern, aber wenn gleichzeitig die A42 zwischen Gelsenkirchen und Herten gesperrt ist und auf der A40 bei Bochum weiterhin das unterste nach oben gegraben wird ist im Ruhrgebiet Stillstand angesagt.

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Also klettere ich mal wieder auf eine meiner Lieblingshalden. Auf zur Drachenbrücke, die ihr ja schon aus den letzten Berichten kennt (WikiWissen: Die Drachenbrücke ist ohne den Drachenkopf 165 Meter lang). Die Bäume haben schon deutliche Herbstfarben angenommen, der Himmel ist noch bewölkt. War nicht Spätsommerwetter vorhergesagt worden? Auf geht’s die Serpentinen sind auch für Ungeübte problemlos begehbar, durchweg gepflastert und führen allenfalls zu leichtem Schweißausbruch 🙂 . Als gebürtiger Ruhrgebietler, der jetzt am Niederrhein lebt, brauche ich euch sicher nicht darüber aufklären, daß die Halde Hoheward gemeinsam mit der Halde Hoppenbruch die größte Haldenlandschaft des Ruhrgebiets bildet, aber ich kann euch erzählen, daß mir die Halde immer wieder ausgesprochen gut gefällt. (WikiWissen: Während die höchste Stelle mit 152,5 m ü. NN bereits erreicht ist, wird an der Westflanke bis voraussichtlich 2012 weiterhin Bergematerial aufgeschüttet).

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Auf dem Plateau angekommen erlebe ich in Wortfetzen eine Haldenführung, weiter hinten die Modellflugpiloten mit ihren ferngesteuerten Fliegern und am Horizont das immer noch abgestützte Horizontobservatorium. Es ist ja so schade, daß sich da nichts bewegt. Angeblich soll bis Ende 2012 eine Entscheidung über die Schuld des Baumangels fallen (was ja nicht heißt, daß er auch beseitigt wird). In Richtung Westen, war im letzeten Sommer noch einiges abgesperrt, mitlerweile kann man ganz nah ran, an die schwatten Hügel, welche die Halde weiter wachsen lassen. Gleich da unten liegt steht die Zeche Ewald, die ich ja auch beim letzen Mal besucht habe. Wer noch nie hier war, dem kann man kaum vermitteln, daß ein künstlicher Berg so eine Anziehungskraft ausüben kann, aber 150 Millionen Tonnen Material (andere Quellen nennen 180 Millionen Tonnen) wollen erwandert werden.

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Wieder einmal versuche ich den Obelisken zu verstehen und bin froh, daß ich eine Uhr dabei habe, obwohl es ja eigentlich ganz einfach ist, die richtige Uhrzeit vom Boden abzulesen, man muß je nach Jahreszeit nur ein wenig rechnen. Wenn die Außerirdischen jemals bei uns landen, dann bestimmt hier. Ich komme auf jeden Fall wieder her, wie wären denn mal ein paar Bilder im Winter? Na mal sehen, sonst eben wieder sobald das Thermometer auf 30 Grad klettert. P.S.: Wußtet ihr übrigens, daß unter der Halde ein Tunnel der Zechenbahn verlaufen soll, der gebaut wurde bevor die Halde darüber aufgeschüttet wurde. Jetzt wißt ihr es, dieser Tunnel kam sozusagen vor dem Berg 🙂 .

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Herbstliche Bilder in den Ruhr 2012 Alben … Flickr, Sevenload oder Picasaweb (Google+).

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