Revierfolklore (Zeche Hannover)

Seit die neue Ausstellung „Revierfolklore“ auf der Zeche Hannover in Bochum läuft, frage ich mich, ob ich bei Folklore überhaupt mitreden kann. Bis zu meinem 25. Lebensjahr habe ich im Ruhrpott gewohnt und trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, ich hätte etwas verpaßt. So manchen Sommertag kam ich zwar auch potte dreckig vom Spielen heim, Bergbau und Kohle waren mir jedoch fremd, denn die letzten Zechen in Oberhausen schlossen vor meiner Grundschulzeit. Ob beim Revierderby Dortmund oder Schalke gewonnen hat, ich wußte es nicht und selbst das Steigerlied habe ich nicht bewußt wahrgenommen. Weiterlesen →

Höllenhunde am Tetraeder

„Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde“ hätte Kapitän Haddock (den kennt ihr doch noch aus Tim und Struppi) vermutlich gesagt, stattdessen sagte er „Hier bläst es ja wie auf einem Fischtrawler vor den Lofoten, nur daß es nicht so schwankt“. Wer? Kapitän Haddock? Nein nicht der, sondern der ältere Herr, der mir vom Tetraeder in Bottrop entgegen kam und er sollte Recht behalten. Weiterlesen →

Glückauf – Das Ende des Steinkohlebergbaus

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten und nur noch wenige Monate bis zum Ende des Steinkohlebergbaus Ende 2018. Natürlich bleibt die Zeit nicht stehen, wenn ich z.B. sehe was in unserem Büroumfeld alles digitalisiert wird, aber das Ende des Steinkohlebergbaus ist doch ein gehöriger Einschnitt für das Ruhrgebiet. Unter dem Namen „Glueckauf-Zukunft.de“ gibt es schon etwas länger eine Webseite der RAG-Stiftung, die auf Termine und Veranstaltungen im kommenden Jahr hinweist. Weiterlesen →

Goldener Oktober

Man stelle sich einmal vor, wir könnten das Wetter beeinflussen. Nie mehr zu warm, zu naß, zu kalt, zu trocken. Zum Glück ist die Technik soweit noch nicht, obwohl unser Verhalten natürlich auch dazu beiträgt, wie sich das Klima entwickelt. Das goldene Oktoberwetter vom Wochenende haben wir verrückter Weise einem Sturm auf dem Atlantik zu verdanken. Er schaufelte warme Luft aus dem Mittelmeerraum zu uns nach Deutschland. Weiterlesen →

Glückssonntag zwischen Halde und Flugplatz

Der letzte Sonntag war wieder mal so ein Tag, der Erinnerungen weckte. Erinnerungen an längst vergangene Urlaube in der Eifel, in der Rhön oder im Harz, bei denen sich die Möglichkeit ergab, Berge zu erklimmen und von Aussichtspunkten in die Ferne zu blicken. Zu Hause im Ruhrgebiet war das früher ja eher selten möglich und auch der Niederrhein, von Natur aus eher flach, bietet da wenig Gelegenheiten. Über diverse Haldenbesuche habe ich an dieser Stelle schon berichtet und jedes Mal kommt wieder das Gefühl von früher. Weiterlesen →

Malakoffturm auf Zeche Prosper II

Es war das Jahr 2010, Kulturhauptstadtjahr im Ruhrgebiet. Unweit der Halde Beckstraße, vielen vermutlich besser bekannt als die Halde mit dem Tetraeder, war eines meiner Ziele der Malakoffturm der Zeche Prosper II in Bottrop. Wer um alles in der Welt war dieser Malakoff (oder Malakow) und warum hatte man den Turm einer Schachtanlage nach ihm benannt? Ich bemühte das Internet und fand heraus, daß der Name Malakoff auf die Bezeichnung des „Fort Malakow“ im Krimkrieg zurückgeht und für Stärke, Monumentalität, Massigkeit, Größe und Belastbarkeit stand. Ich stand also vor diesem mächtigen Turm, einem der aufwändigsten Malakofftürme, die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts gebaut wurden. Weiterlesen →

Das Ruhrgebiet ist stolz auf seine Halden

Was meint ihr, kann das Ruhrgebiet stolz sein auf seine Halden? Ich finde ja, denn sie werden uns noch in vielen Jahren zeigen, daß es einmal Bergbau gab, auch wenn 2018 die letzte Zeche geschlossen wird. Ich glaube, daß in den Halden noch Potential steckt, denn wenn ich am Niederrhein von meinen Ausflügen auf eine Halde erzähle, ernte ich häufig ungläubige Blicke. Da, wo es im Allgemeinen recht flach ist, kann man sich gar nicht vorstellen, daß man auf einem Berg aus Bergematerial herumlaufen kann. Klar ist der Anstieg, je nach Halde, schon mal etwas anstrengend, dafür ist der Ausblick vom höchsten Punkt meist einmalig schön. Weiterlesen →