Köln – Flora, Seilbahn, Triangle

Erinnert ihr euch an meinen letzten Besuch in Köln? Wenn nicht, klickt mal hier bzw. hier. Beim letztem Mal hatte ich ja etwas Pech mit dem Wetter, als ich in die Flora bzw. in den Botanischen Garten wollte, daher habe ich meinen Besuch Mitte Juni bei besserem Wetter fortgesetzt. Angereist bin ich dieses Mal mit dem Auto und geparkt habe ich in einem Parkhaus nahe der Glockengasse. Dank Parkkarte kostet mich das Parkhaus dort nur 5,- € am Tag. Heute nehme ich euch mit auf die Deutzer Rheinseite, also die Schäl Sick, wie der Kölner sagt. Der Grund ist zum einen der Rheinboulevard, eine langgezogene Freitreppe die zum Sitzen einlädt und euch die Möglichkeit eröffnet den Dom endlich mal komplett aufs Bild zu bekommen. Weiterlesen →

Eher auf die Halde oder in den Park

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Der Montag war typisch für die letzten Tage. Ich bin erst gegen 8.45 Uhr aufgestanden, hatte nach dem Frühstück ein paar Dinge zu erledigen und als ich damit durch war, schien die Sonne durch mein Wohnzimmerfenster. Es sah nach schönem Wetter aus. Hatte der Wetterbericht im Radio nicht irgendwas von Schauern erzählt? Was soll’s, ich brauche ein bisschen frische Luft und Bewegung. Nachdem ich am Samstag mal wieder im Grugapark war, könnte es heute doch mal wieder auf eine Halde gehen. Eine Halde geht bekanntlich immer, also steige ich ins Auto und fahre in Richtung Moers. Die Halde Rheinpreußen in Moers gehört, neben der Halde Norddeutschland in Neukirchen Vluyn, zu den am nächsten liegenden Halden. Weiterlesen →

Perspektivwechsel – Gipfelstürmertag

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Daß ich auf verschiedenen Halden im Ruhrgebiet hoch hinaus klettere wißt ihr, aber wie wäre es, wenn es mal vor der Haustüre hoch hinaus ginge? Dann lese ich in der Zeitung vom Krefelder Gipfelstürmertag. Was’n das? Krefelder genauso wie Gäste sollten sich Krefeld mal aus ungewöhnlichen Perspektiven ansehen. An Stellen, an denen sonst die Türen verschlossen sind, mal ganz ebenerdig, mal ganz von oben. „Gipfelstürmertag – Krefeld von oben“ z.B. von einem Kirchturm oder aus dem 20. Stock eines Hochhauses.

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Nachdem dann das Wetter auch noch gutes verhieß, bin ich pünktlich nach dem Frühstück los. Das erste Ziel (gleich bei mir um die Ecke) war das Hochhaus am Bleichpfad (wegen seiner Bauweise auch gerne Mississippidampfer genannt). Vor der Türe hatte sich bereits eine Gruppe von ca. 40 Personen versammelt und nach kurzer Wartezeit ging’s per Aufzug nach oben. Wir durften in eine leere Wohnung im 20. Stock. Schon das erste Highlight, denn die Aussicht war Klasse. Einmal ging der Blick durchs Fenster in Richtung Osten (huhu da unten wohne ich, aber ich bin gar nicht zu Hause 😉 ), dann auf den Balkon und frei Sicht in Richtung Westen. Wie ich las, waren binnen 4 Stunden insgesamt 400 Personen zu Gast im Hochhaus.

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Ich hatte viel mehr Wartezeit eingeplant, war aber gar nicht notwendig, also auf zum nächsten Ziel, die Friedenskirche am Luisenplatz. Insgesamt wären drei Kirchen in Frage gekommen, aber das war die nächste für mich. Und es sollte sich lohnen, wenn man keine Höhenangst hat. Im unteren Teil geht es eine gemauerte Wendeltreppe hoch (Drehwurmgefahr), aber noch nicht schwierig. Man erhascht einen Blick auf Kirchenfenster und auf das Uhrwerk der Kirche. Vom ersten Zwischenboden geht es dann über eine offene Treppe weiter (huaaa bloß nicht runtergucken), vorbei an den Glocken (zum Greifen nahe) wird es noch ein bisschen enger und irgendwann leuchtet einem der Himmel entgegen. Die Kirchturmspitze der Friedenskirche wurde übrigens 1943 zerstört und danach nicht wieder neu errichtet.

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Gerade will ich die letzten Stufen nehmen, als die Glocke unter mir zur viertel Stunde schlägt. Doooong …. und ich krich fast ’n Herzkasper 😮 . Dafür werde ich mit einem grandiosen Rundumblick belohnt. Das Wetter ist klar und der Blick geht von Neurath (Kohlekraftwerke) über Neuss nach Düsseldorf, der Krefelder Stadtwald, der Hülser Berg und die Industriekulisse am Rhein bei Duisburg ist zu erkennen. Bisher zu Fuß unterwegs, ging es nach dem Abstieg von der Friedenskirche zunächst zurück nach Hause, um dann mit dem Auto weiter zu reisen.

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Das Garden Hotel lud als nächstes mit der Hotelterrasse in der 10. Etage und Blick auf das Stadion und den samstäglichen Trödelmarkt. Leider zeigte der Balkon nur an zwei Seiten Ausblick, eine dritte Seite konnte man durch Fenster betrachten. Immerhin habe ich so auch mal das Hotel kennengelernt. Weiter ging’s in den Krefelder Hafen. Hier geht’s allerdings nicht hoch hinaus, sondern es gab Aussicht auf den Rhein und die Rheinbrücke zw. Krefeld und Duisburg, über die ich schon ganz oft gefahren bin. Ein paar Wölkchen am blauen Himmel sorgten zum Tagesabschluß für schöne Fotos am Rhein.

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Alles in allem ein außergewöhnlicher Tag, der seine Highlights eindeutig am Vormittag mit Hochhaus und Kirche hatte. Den Burgturm der Burg Linn, der auch auf dem Plan der möglichen Ziele gestanden hätte, habe ich übrigens im letzten Jahr im Rahmen eines Museumstages besucht. Jetzt lade ich noch ein paar Bilder ins Krefelder Album hoch, die ihr dann wieder bei Flickr oder Google+ sehen könnt.

Ruine Neue Isenburg und der bunte Strommast

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Was kann es schöneres geben, wenn die Sonne vom Himmel lacht und der Frühling um die Ecke guckt, als sich auf den Weg zu seiner „Heimlichen Liebe“ zu begeben 😉 . Hi hi, getz abba ma im Ernst. Eigentlich wollte ich bereits im letzten Jahr zur Burgruine „Neue Isenburg“ nach Essen, aber das Strumtief Ela stürzte im Juni 2014 u.a. das Waldgebiet im Essener Süden derart ins Chaos, daß dort lange Zeit kein Durchkommen mehr war. Bereits einmal war ich vergeblich auf der Suche nach einem kleinen Parkplatz in der Nähe der Heisinger Straße. Ein unscheinbarer Abzweig führt in den Drosselanger, aber meine heimliche Liebe war nicht in Sicht 😦 . Dieses Mal wähle ich die Sackgasse namens Baldeney und erreiche tatsächlich den Parkplatz unweit des Cafés/Restaurants, das einige von euch unter dem Namen „Heimliche Liebe“ kennen 🙂 .

Wald in Essen

Allem Anschein nach heißt aber nur noch das Hotel „Heimliche Liebe“ und das Café/Restaurant heißt jetzt „Hüttenzauber„. Zitat der Webseite – „Wo, wenn nicht hier, erleben Sie die echte, unverfälschte Atmosphäre einer alpinen Almhütte“? – Öhm hüstel, eine Almhütte hoch oben im Ruhrgebiet, mitten in Essen? Aaaah ja?!? Egal, ich will ja nicht rein, sondern spazieren, immer schön entlang des Hangs mit Blick auf den Baldeneysee. Ihr könnt auch vom Haus Schellenberg (zwei Straßenecken weiter) starten oder vom Café/Restaurant Schwarze Lene (dazu gleich mehr). Ein schöner, leicht abschüssiger Waldweg, dem man die Folgen des Sturms noch immer ansieht, gibt immer wieder den Blick frei auf den tief unten liegenden See. Hier und da stehen noch ein paar Bäume schief oder stehen Wurzeln aus dem Boden. Ab und an knarzen die stehen gebliebenen Reste. Was der Wind für eine Kraft entfaltet haben muß.

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Nach ca. 15-20 Minuten komme ich an eine Weggabelung. Rechts Neue Isenburg 0,4 km, links auch Neue Isenburg 0,1 km. Ich wähle zunächst die 0,1 km stehe aber vor einem Wohnhaus und bin verwirrt. Gut dann eben die 0,4 km. Ich umwandere die komplette Burgruine. Öhm … jetzt möchte ich aber auch mal rein. Sollte ich den falschen Weg gewählt haben? Hinter einer Kurve taucht das Café/Restaurant „Schwarze Lene“ auf, bis zu dem man sogar mit dem Auto fahren kann. Von hier sind es abermals 0,1 km bis zur Neuen Isenburg. Jetzt aber, ich biege in den Weg ab und … vermutlich ist dies der einzige im Umkreis von 50 km, der noch nicht vom Sturm geräumt war. Also gings ans Klettern, rauf auf den Baumstamm, rüber, wieder runter, der Boden ist matschig. Ich sehe mich und die Kamera schon im Modder, schaffe es aber irgendwie doch wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Ich finde (irgendwann) überall hin, aber gib mir die 50/50 Chance, ich wähle instinktiv den komplizierteren Weg 😉 . Nach weiteren 100 Metern stand ich dieses Mal hinter o.g. Wohnhaus *grrmmff*.

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Guck einer an, nachdem ich den Ruine einmal umrundet habe komme ich zum Eingang, schreite über die renovierte Brücke und komme auf den Burghof. Rechts geht die Treppe in den großen Saal. Ich öffne erstmal das Fenster und laß die Sonne rein. In der Ferne der Sendemast des Senders Langenberg, ganz unten winzig kleine Segelboote. Ich rufe nach dem Buttler, aber keiner erscheint. Burgservice ist auch nicht mehr was er mal war 😉 . Auf dem Rückweg stolpert mir in der Kurve, in der ich erstmals die „Schwarze Lene“ erblicken konnte eine junge Dame mit Hund aus dem Unterholz entgegen *knister_knack_huch* und empfielt mir spontan, dort zwecks guter Fotos auch mal hinzustolpern. Man erreicht einen Felsvorsprung mit toller Aussicht aber auch ohne jegliche Sicherung. Also eher etwas für Lebensmüde ohne Höhenangst (wie mich) 😉 . Ich schieße ein paar Schnappschüsse und krabble auf den Hauptweg zurück. Nach weiteren 10-15 Minuten bin ich dann wieder am Ausgangspunkt.

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Ebenfalls vor längerem habe ich dem berühmten bunten Strommast an der Ruhr mal meine Aufwartung machen wollen. Einmal in der Gegend könnte ich also mal Ausschau danach halten. Nun mußte ich erstmal mein Navi davon überzeugen, daß die Straße „Wichteltal“ (welch hübscher Name), an welcher der Mast steht, nur ein Fuß-/Radweg ist und zweitens, daß ich im ersten Anlauf am falschen Ende des Weges stehe. Aber nachdem ich ein wenig rumgeeiert bin, treffe ich mit der Mönckhoffstraße Ecke Wichteltal eine gute Ausgangsposition. 10 Min. laufe ich bis hinunter an die Ruhr und habe noch ein paar hübsche Fotos gemacht. Gut zu wissen, von hier kommt also der bunte Strom 😉 . Die letztgenannten und weitere Fotos der Neuen Isenburg könnt ihr euch wieder bei Flickr und bei Google+ ansehen.

Krefeld – Ganz oben

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Letztes hätte ich fast einen Höhenkoller bekommen. Ich bin auf 92 Meter hoch. Wo? In Krefeld. Wer hätte gedacht, daß man in Krefeld 92 Meter hoch steigen kann. Der Hülser Berg ist mit sagenumwobenen 63 Metern die höchste natürliche Erhebung der Stadt. Nun wäre der Hügel eigentlich kaum einer weiteren Erwähnung wert, wenn es nicht ganz oben noch den Johannesturm (29 m, 163 Stufen) gäbe. Er gewährt einen weiten Blick über den Niederrhein- und sogar bis ins Ruhrgebiet, vorausgesetzt man klettert rauf. Als ich letztens mal wieder aus dem Ruhrpott auf dem Weg nach Hause war, dachte ich so … blauer Himmel und Sonnenschein – Yeah, das mußt du ausnutzen. Also ab auf’n Turm, Fotos machen! Was da rausgekommen ist, seht ihr auf den nachfolgenden Bildern.

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Ich glaube oben sein fördert das Adrenalin, ich sag nur Lochgitter ;-). In diesem Sinne ein schönes Wochenende und nicht vergessen den Regenschirm einzupacken. Man weiß ja nie, aber vermutlich sind die vereinzelten Schauern wieder immer bei mir ;-).