Höllenhunde am Tetraeder

„Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde“ hätte Kapitän Haddock (den kennt ihr doch noch aus Tim und Struppi) vermutlich gesagt, stattdessen sagte er „Hier bläst es ja wie auf einem Fischtrawler vor den Lofoten, nur daß es nicht so schwankt“. Wer? Kapitän Haddock? Nein nicht der, sondern der ältere Herr, der mir vom Tetraeder in Bottrop entgegen kam und er sollte Recht behalten. Weiterlesen →

Vom Tetraeder zum Parkleuchten 2016

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Manchmal nehmen Tage eine Wendung, wie man sie am Morgen absolut nicht erwartet hat. Der letzte Samstag war so ein Tag. Nach einer regennassen Woche wollte ich mal wieder an die frische Luft und der Samstag sollte wie gemacht sein dafür. Was sich nach einem tollen Tag anfühlte endete in einer kleinen Katastrophe. Aber von Anfang. Zuerst führte mich mein Weg mal wieder auf eine Halde. Obwohl erst Anfang Februar, roch es ein bisschen nach Frühling. Zeit also sich mal wieder zu bewegen, denn wenn ich meine Sportlichkeit mit einer Zahl zwischen 1 und 10 beziffern müßte, läge sie wohl bei minus 5. Weiterlesen →

Novembersonne am Tetraeder

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Wie ich letztens schon erwähnte rennt die Zeit momentan schneller als … die Welt sich drehen kann. Daher dachte ich auch, es wäre noch gar nicht so lange her, daß ich das letzte Mal auf der Halde Beckstraße, also am Tetraeder in Bottrop war. War aber doch schon August 2013. Egal, ein sonniger Novembertag reizte mich einfach mal wieder hochzukrakseln. Die Wintermütze habe ich bereits nach wenigen 100 Metern in den Rucksack entsorgt, den Schal vorsichtshalber anbehalten, obwohl ich ins Schwitzen kam. Der Hinweg über die Treppe bringt mich unsportlichen Menschen schon kräftig außer Puste. Aber da ich in mein Büro in der 4. Etage auch grundsätzlich zu Fuß gehe, bin ich nicht mehr an ein Sauerstoffzelt gebunden, wenn ich oben ankomme (im Büro und an der Halde).

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Schon vor längerem habe ich mir eine neue Kamera gekauft (Canon 100D), aber bislang immer noch meine alte Kamera zusätzlich benutzt. Vielleicht ist es euch aufgefallen, die letzten Herbstfotos sind parallel alt und neu entstanden und dieses Mal habe ich beim Haldenbesuch konsequent nur die neue Kamera benutzt. Ohne Übung keinen Meister (oder wie hieß das Sprichwort gleich 🙂 ). Ob ich schwindelfrei bin? Nicht zu 100%, aber laßt euch gesagt sein, wenn man zum X-ten Mal auf den Tetraeder klettert, kommt es einem vor, wie die Treppe in Treppenhaus. Wie eure Treppen haben keine Lochgitter und keine Lücken zwischen den Stufen. Ach papelapap :-). Aber im Ernst, ich habe Verständnis, wenn man da nicht rauf will und die Halde lohnt sich auch so zum spazieren gehen und zum auf der Bank sitzen.

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Als ich bereits den Rückweg eingeschlagen hatte kam ein kleines Sportflugzeug mit einer riesigen Schleppe hinten dran. Aufschrift „Willst Du Mich Heiraten?“ … nein nicht ich, aber ich habe meine Kamera kurz hoch, einen Schnappschuß gemacht und bei Facebook veröffentlicht. Am selben Abend meldete sich noch der Pilot und vermeldete ein erfolgreiches Ende für den Auftraggeber und zeigte umgekehrt Luftaufnahmen. Auf dem ersten war ich eindeutig (ha ha natürlich nicht 😀 ) zu sehen. Schon verrückt, auf welche Weise man via Internet zusammenkommt.

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Zum Abschluß bin ich noch eine Ecke weiter. Vielleicht habt ihr gelesen, daß wenige Meter vom Tetraeder entfernt, an der ehemaligen Zeche Prosper II Anfang 2015 das Grusellabyrinth eröffnet. Weil die Nachmittagssonne den nebenliegenden Malakowturm der Zeche so schön beleuchtete und dieser auch wieder vom Renovierungsgerüst befreit ist, habe ich noch einen Abstecher dorthin gemacht. In dem Falle aber tatsächlich nur für ein paar Fotos. Eine wunderschöne Location, ich bin schon gespannt auf das Grusellabyrinth.

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Eine Auswahl weiterer Bilder? Klickt ihr auf Flickr oder Google+. (Anm.: Da Yahoo z.Zt. ein paar Probleme zu haben scheint, kann sich das auch zeitweise auf Flickr auswirken).

Haldenfetisch (II)

Samstags, halb Zehn in Deutschland, zunächst einmal Zeit für ein Frühstückchen. Nachdem ich die Bedienung beim Bäcker meines Vertrauens mit 2 für 1 Gutscheinen verwirrt habe und der erste Kaffee hinter mir liegt, mache ich mich auf nach Oberhausen. Ich habe mir vorgenommen noch einen kleinen Abstecher ins Centro zu machen, bevor es dann zu den Außerirdischen geht. Vor kurzem habe ich Produkte von „Rituals“ kennengelernt und im Centro gibt’s den passenden Laden.

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Danach geht’s einen Steinwurf weiter nach Bottrop zur Halde Beckstraße. Dort sollen z.Zt. die Außerirdischen wohnen. Wie wir letzte Woche lernen durften, ist selbst die berühmte Area51 nicht mehr als ein schnöder Testflughafen für Drohnen und andere geheime Flugapparate im kalten Krieg. Also schaun wir mal, was der Künstler Fred Fischer für fremde Lebensformen präsentiert. Er bespielt seit 2009 die Halde am Tetraeder. Nach anfänglichen Wiederständen, schließlich ist auch der Tetraeder und das Drumherum ein Kunstwerk, wird seine temporäre Installation mittlerweile geduldet. Und nicht nur das, man einigte sich mit dem Tetraeder Künstler auf ein temporäres Nutzungsrecht.

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Die Medien gaben sich letzte Woche die Klinke in die Hand, zuerst die Zeitung, später sogar die Lokalzeit des WDR und diesen Samstag auch ich ;-). Aus Recyclingmaterial zusammengebaut stehen die Aliens lebensgroß, aufrecht stehend und gut verzurrt wie gerade gelandet in Mitten des Steinemeers. Davon abgesehen glaube ich ja, daß Aliens ganz anders aussehen, als wir denken, z.B. so wie der Haldenbewohner unterhalb des Treppenaufgangs (auf dem Bild oben) :-D.

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Da das Wetter war an diesem Morgen noch etwas zaghaft war, war der Antrieb nicht so groß, die Halde gleich wieder zu verlassen. Also habe ich mich auf die zweite Etage des Tetraeders gestellt, ein paar „#Fromwhereistand“ Fotos gemacht und die todesmutigen Besucher beobachtet, die der wackeligen und nur duch Lichtgitter gesicherten Konstruktion „Tetraeder“ nicht wirklich trauten :-D. Irgendwann entschloß ich mich dann aber doch weiterzureisen, um auch noch meine Lieblingshalde in Herten/Recklinghausen zu besuchen. Auf nach Hoheward.

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Bitte? Nein ich sagte Hoheward nicht Mullewapp. Wollt ihr etwa behaupten ihr wäret Johnny Mauser oder Franz von Hahn und ich der dicke Waldemar :-)? Die Entscheidung weiter zur Halde Hoheward zu fahren war goldrichtig, denn unterwegs riss der Himmel auf und die Sonne kam hervor. Die Drachenbrücke in Sichtweite, Auto geparkt und ab aufe zweite Halde. Die Schüttung scheint beendet, die letzen Berge mit Material, die beim letzten Besuch noch da lagen waren verteilt. Man konnte bis an den Rand gehen und fast direkt auf die Zeche Ewald hinunterblicken.

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An der Westflanke war’s dafür mächtig windig, so sehr, daß ich mein Cap festgehalten habe (sicher ist sicher) und auch der Kragen des Poloshirts flatterte lustig im Wind. Vor meinen Füßen entdeckte ich ein Stückchen Kohle. Das ist doch Kohle, oder? Vielleicht auch nur ein Stein mit Kohleschicht drumherum, ich hab’s mal mitgenommen, man weiß ja nie was noch kommt.

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Das Hironzontobservatorium ist nach wie vor gesperrt, soll jetzt aber an den Schweißnäten untersucht werden, der Oeblisk zeigt nach wie vor die Jahreszeit und das Sternzeichen an und der Ausblick von der Halde ist wie immer grandios, insbesondere wenn dann auch noch fast blauer Himmel und tolle Wolkenformationen zu sehen sind. Während ihr diese Zeilen lest, dürften die Vorbereitungen für das Sunset Picknick am kommenden Samstag (24.08.2013) in vollem Gange sein, letzten Samstag war es hingegen ausgesprochen ruhig dort oben.

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Hab ich schon mal erwähnt, daß ich stundenlang dort sitzen könnte ;-)? Für’s nächste Mal habe ich dann auch so ein Akkuzusatzladegerät dabei, damit das Handy noch länger durchhält. Und wenn ihr noch nie dort gewesen seid, nehmt euch Zeit mit. Das mit den zusätzlichen Bildern kennt ihr ja. Klickt auf Flickr oder Google+.