Höllenhunde am Tetraeder

„Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde“ hätte Kapitän Haddock (den kennt ihr doch noch aus Tim und Struppi) vermutlich gesagt, stattdessen sagte er „Hier bläst es ja wie auf einem Fischtrawler vor den Lofoten, nur daß es nicht so schwankt“. Wer? Kapitän Haddock? Nein nicht der, sondern der ältere Herr, der mir vom Tetraeder in Bottrop entgegen kam und er sollte Recht behalten.

Der Wind blies tatsächlich heftig über das Plateau, aber ich war trotz der eisigen 0°C mit dickem Pullover, Schal, Mütze und Handschuhen gut gerüstet. Ich weiß was ihr jetzt sagen wollt und ihr habt Recht, wer will denn bei der Kälte auf eine Halde klettern? Ja natürlich, ich hätte es auch gerne 20 Grad wärmer gehabt, aber so einen sonnigen Wintertag kann man doch nicht drinnen verbringen.

Wenn ich eines am Winter gar nicht mag, dann sind es graue, triste, sonnenlose Tage. Helle, sonnige und kalte Tage ziehen mich hingegen vor die Türe, auch wenn ich ein bisschen frösteln muß. Ich mußte erstmal googeln wo denn diese höllisch windigen Lofoten eigentlich liegen (und wie schreibt man eigentlich Fischtrawler). Die Lofoten sind eine Inselgruppe vor der Küste Nordnorwegens, bestehend aus etwa 80 Inseln, unter anderem (aber das sprecht ihr bitte selber aus) Austvågøya, Skrova, Gimsøy, Vestvågøy, Flakstadøy, Moskenesøy, Værøy und Røst.

Zurück zum Thema, ich war mal wieder auf der Halde Beckstraße (wieso hat diese Halde eigentlich keinen richtigen Namen) in Bottrop, weil ich weiß, daß die Wege hier fest sind und weil man dort oben einen hervorragenden Rundumblick hat, auch wenn es so windig ist, wie auf diesen Inseln. Immerhin habe ich es geschafft eine gute Stunde dort oben zu verbringen und wenn ihr noch nie dort gewesen seid, Hagel und Granaten, dann kann ich euch die Halde nur empfehlen.

Ich hoffe ihr seid todesmutig genug auf den Tetraeder zu klettern, schwindelfrei und nicht überängstlich. Ich will kein Klagen hören, nicht daß ich euch nicht gewarnt hätte. Bevor ihr den Fuß auf die unterste Stufe setzt, wendet euren Blick nach links. Hier stehen zwei Eisenrohre mit einem langen Schlitz und wenn da der Wind durchweht klingt das in der Tat wie heulende und jaulende Höllenhunde.

Habt ihr Lust noch mehr aktuelle Fotos zu sehen? Folgt den Dampfwolken der Kokerei Prosper zum Album „Ruhr 2018“ bei Flickr oder Google Photos 😉 .

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