Drachenbrücke – Halde Hoheward

Eigentlich sollte es Ende April zu einem Oldtimertreffen an die Zeche Ewald gehen. Im letzten Jahr war ich nicht dort, so daß meine letzten Besuche bereits von 2022 und 2023 sind. Nach dem Aufstehen habe ich nochmal die Termine gecheckt und als hätte ich es geahnt, das Treffen wurde 2 Tage vorher abgesagt. Seit die Motorworld die Organisation übernommen hat, ist es mit den Oldtimertreffen an der Zeche leider nicht mehr so wie früher. Nun hatte ich mich aber darauf eingestellt, neben der Zeche Ewald auch mal wieder auf die Halde Hoheward zu klettern.

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Sprung über die Emscher

Was sich vielleicht anhört, wie eine sportliche Leistung ist nur der ungewöhnliche Name einer neuen Brücke über besagten Fluß, die Emscher. In Castrop-Rauxel, nahe der Stadtgrenze zu Recklinghausen (NRW) befindet sich das Wasserkreuz des Ruhrgebiets. Hier fließen Rhein-Herne-Kanal (oben) und Emscher (unten) über bzw. untereinander her. Während der Rhein-Herne-Kanal eine wichtige Schifffahrtsstraße für die Binnenschiffer ist, war die Emscher über Jahrzehnte der Abwasserfluß des Ruhrgebiets.

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Zeche Ewald und Oldtimertreffen

Am (vor-)letzten Sonntag war wieder Oldtimertreffen in Herten, also war ich ausnahmsweise mal früh unterwegs. Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen, wenn ich wieder mal an der Zeche Ewald bin. Über die A57, die A42 und die A2 erreiche ich das ehemalige Zechengelände von Krefeld aus (knapp 70 km) in rund 50 Minuten. Der letzte Besuch (nach coronabedingter Pause zwischen 2019 und 2021) war letztes Jahr im August. Ich erwische gegen 10:30 Uhr einen schattigen Parkplatz unter der Autobahn.

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Emscherkunst 2016 (Teil 1)

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Mit der Kunst ist das ja so eine Sache. Manche interessieren sich dafür, andere haben gar kein Verständnis. Einer ohne Verständnis war es wohl, der letzte Woche fragte „Was soll denn der Scheiß“? Dabei war die Frage durchaus nah am Thema, denn die Kunstwerke entlang der Emscher sind ja Kunstwerke an und in einem Abwasserkanal, in dem auch … na ja ihr wißt schon was schwimmt. Das besagte Kunstwerk besteht aus drei (leider schon wieder beschädigten 😮 ) Fernglas ähnlichen Gestellen, durch die man einen „Rückblick“, einen „Seitenblick“ und einen „Ausblick“ auf den Emscherumbau tätigen kann. Sprich wie war es früher, wie ist es heute und was bringt die Zukunft. Dazu erzählt eine lautstarke Stimme aus dem Lautsprecher, was alles in der Emscher schwimmt. Brom, Kadmium, Blei, Arsen … das ganze Programm eben. Diese Stimme war deutlich vernehmbar und der o.g. Herr Nachbar war wohl davon genervt. Weiterlesen →

5 Jahre Touren durchs Ruhrgebiet und Besuch auf Halde Hoheward

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Noch ist 2014 ja nicht rum, aber wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt toure ich bereits seit 5 Jahren mal kreuz und mal quer durchs Ruhrgebiet. Ich weiß noch genau, wie ich 2010 (man erinnere sich, es war das Jahr der Kulturhauptstadt) mit Hilfe von Reiseführern, verschiedenem Prospektmaterial und Google Maps versucht habe herauszufinden, wo die einzelnen Zechen, Häfen, Brücken und Halden lagen und wie man sie am besten erreichen konnte. Das Ruhrgebiet ist ja meine „alte“ Heimat, aber als ich 1989 dort weg und an den Niederrhein gezogen bin, gab’s das Meiste noch garnicht (also zumindest nicht öffentlich zugänglich). Ob ich einen Favoriten habe? Schwer zu sagen.

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Nie vorher war ich in Herne oder Recklinghausen, in Gelsenkirchen ja da war ich mal, weil 1997 die Bundesgartenschau auf dem Gelände der Zeche Nordstern stattfand, aber von Zechen und Halden, da kannte ich nichts. Ich erinnere mich noch wie heute an meinen ersten Besuch auf Halde Hoheward. Damals hatte ich herausgefunden, daß es einen Treppenaufstieg mit irgendwas um die 500 Stufen gab (und immer noch gibt). An der Herner Str. 198 in Herten, gleich neben dem Lokal „Zum Handweiser“, habe ich damals meine Tour begonnen. Erst viel später habe ich den doch etwas bequemeren Aufstieg an der Cranger Straße, auf Höhe der ehemaligen Zeche Recklinghausen (II) entdeckt (zu erkennen an der markannten Drachenbrücke).

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Natürlich gibt’s auch noch die Möglichkeit von der Zeche Ewald aufzusteigen, den Weg bin ich aber bisher nur einmal in umgekehrter Richtung korrekt gelaufen, auf dem Hinweg habe ich mich irgendwie verfranst und bin dann quer Feld ein, aber das ist eine andere Geschichte (klickt mal „hier„). Na jedenfalls ist die Halde Hoheward für mich eine der schönsten Halden im Ruhrgebiet und immer wenn sich ein sommerlicher Tag ergibt und ich die Anreise von rd. 65 km bewältigt habe, spaziere ich dort rauf.

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Das Ruhrgebiet liegt einem dort oben zu Füßen und man kann den Alltagsgeräuschen des Straßenverkehrs dort oben entfliehen. Außerdem gibt es fast immer etwas zu sehen. Und wenn gerade mal nicht, dann sitzt man einfach nur da und denkt an die anderen lohnenswerten Ziele. Es ist, wenn man nicht vor Ort wohnt und wöchentlich dort oben ist, immer so ein bisschen wie zurückkommen an einen bekannten Urlaubsort. Und da letzte Woche so ein sonniger Spätsommertag war, bin ich nochmal „zurückgekommen“. Das einzige was mir noch fehlt ist ein Besuch bei Schnee. Mal sehen, vielleicht diesen Winter.

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Also nicht daß ich mir jetzt Schnee wünsche, aber am Tetraeder war ich auch schon mal bei Schnee oder auf der Brücke am Oberhausener Kaisergarten (Slinky Springs to Fame). Klickt dazu mal hier. Momentan bin ich dabei meine vielen 100 Bilder nochmal auf eine zweite Festplatte zu sichern. Man weiß ja nie, sicher ist sicher. Jetzt aber erstmal ein paar Spätsommerbilder von diesem Ausflug bei Google+ bzw. Flickr … und natürlich hier im Blog … (etwas scrollen, da zeitlich vor dem Grugaparkbesuch).

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P.S.: Die Absperrung des Horizontobservatoriums besteht nun schon so lange, daß die Firma „Hundertmark“ mittlerweile eigentlich „Fünfzigeuro“ heißen müßte (sorry der mußte sein) ;-).