Unterwegs im Ruhrgebiet

In den letzten Tagen hatte ich ein wenig Zeit und zum Glück auch gutes Wetter, so daß ich angefangen habe ein bischen durchs Ruhrgebiet zu reisen. Den Start habe ich auf der Halde Schurenbach in Essen gemacht. Wer immer schon mal wissen wollte wie es auf dem Mond aussieht hat hier die beste Gelegenheit dieses Gefühl kennenzulernen. Nach einem Aufstieg über eine lange Treppe erreicht man die Kuppe und alles was man sieht ist die „Bramme für das Ruhrgebiet„.

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Die Bramme (Bramme = Block aus gegossenem Stahl, Aluminium oder Kupfer) für das Ruhrgebiet ist eine minimalistische Skulptur des amerikanischen Künstlers Richard Serra. Die Aussicht von der Halde geht jedoch weit hinein ins Ruhrgebiet. Kokerei Zollverein, Gasometer Oberhausen, Tetraeder Bottrop, VeltinsArena auf Schalke oder Halde Hoheward sind nur einige Punkte die man sehen kann (wenn das Wetter mitspielt).

Danach war ich im Umspannwerk in Recklinghausen und habe mir die Ausstellung „Elektrisierend – Werbung für Strom 1890 – 2010“ angesehen. Man kann dort nachverfolgen wie der elektrische Strom in deutsche Haushalte und Firmen Einzug hielt. Der erste Fernkopierer ist genauso zu sehen wie der erste Videorekorder (beides riesige Kisten), abenteuerliche Firseurutensilien genauso wie der erste Volksempfänger, irrwitzige Bettwärmer (Drahtspiralen, die mit einem Fön erwärmt wurden) und einen Elektrisierer, der für 10 Reichspfennige Strom durch den eigenen Körper schickte, weil es der Gesundheit zuträglich sein sollte („Ein Weg zu Kraft und Schönheit“ 😀 ).

Eine eigene Abteilung zeigt dann Werbeplakate zum Thema Strom vom Beginn des 20. Jahrhunderts über die 1930’er Jahre bis in die Neuzeit. In den 30’er und 40’er Jahren schien die Frau bevorzugte Zielperson der Werbung zu sein.

Mutter hat jetzt Zeit für uns, denn Sie kocht elektrisch“ oder „Jede Frau ist froh am elektrischen Heißwasserkocher und am elektrischen Herd„.

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Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es dann noch auf die Halde Hoheward (bei Recklinghausen). Diese Halde, an ihrer höchsten Stelle 152 Meter hoch, ist regelrecht touristisch erschlossen, denn Wege führen von verschiedensten Seiten auf die Halde (und das, obwohl die Halde noch aktiv genutzt wird und wächst). Wer es lieber schnell mag, der nimmt den direkten Weg über die Treppen, ich würde sagen gefühlt über 500 Stufen. Dafür lohnt sich der Aufstieg auf jeden Fall. Nicht nur die Aussicht ist berauschend auch das Horizontobservatorium und die Horizontalsonnenuhr ist einmalig (vorausgesetzt die Sonne scheint und die Reparatur des Observatoriums ist abgeschlossen).

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Bilder der beiden Halden gibt’s im Album „Halden im Ruhrgebiet“ bei Flickr, Sevenload bzw. Picasaweb oder im Album „Ruhr2010“ (Flickr, Sevenload, Picasaweb).

Im nächsten Blog erzähle ich euch dann von meinem Besuch in der Villa Hügel und warum man in Mülheim einen fahrenden ICE fast mit der Hand berühren kann.

6 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Marx,

    vermutlich verstosse ich mit diesem Kommentar nun gegen die „Blog-Etikette“. Da ich leider aber auf anderem Weg keine E-mail Adresse von Ihnen finden konnte, muss ich diesen Weg wählen. Es ist zwar sehr freundlich dass Sie nicht nur auf dieser Seite fleißig Werbung für unser Museum machen, ich möchte Sie aber darauf hnweisen, dass Sie beim Ihrem Besuch in unseem Haus eine Fotoerlaubnis unterschrieben haben, die ausrücklich die Veröffentlichung von Fotos im Internet auch zu privaten Zwecken ausschließt.
    Ich möchte Sie daher bitten, die Bilder aus dem Umspannwerk Recklinghausen an dieser Stelle und auch an den anderen Orten, an denen Sie unser Bildmaterial veröffentlich haben zu entfernen.

    Mit freundlichem Gruß

    Hanswalter Dobbelmann
    Museumsleiter Umspannwerk Recklinghausen
    Uferstr. 2-4
    45663 Recklinghausen

    Antwort

    1. Sehr geehrter Herr Dobbelmann,

      die e-mail Möglichkeit hätte es im Reiter „… und sonst“ gegeben. Davon abgesehen hatte ich Ihre Fotoerlaubnis so verstanden, daß ich keine Werbeplakate in voller Größe veröffentlichen darf bzw. Produkte, auf denen ein Markenname zu sehen ist. Wenn Sie es wünschen, werden die Fotos aber selbstverständlich von der Seite und aus den Fotoalben gelöscht.

      Antwort

  2. Mitlerweile sind die Unklarheiten bezügl. der Fotos beseitigt. Es wurde mir gestattet im Blog das eine oder andere Foto aus dem Umspannwerk zu veröffentlichen. Dafür nochmals vielen Dank. Ich habe mich zur Auflockerung des Beitrags für o.g. Bild („Grüner Stecker“) entschieden.

    Antwort

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