Komma Pütt kucken

Hach, der Samstag tat mal wieder richtig gut. Endlich wieder raus, ohne Schirm und Mütze. Und im Laufe des Vormittags sogar ohne Schal. Auch wenn sich die Sonne hinter Schleierwolken versteckte, 16 Grad wurden es trotzdem. Es dauert noch ein paar Tage, bis es wirklich wieder Frühling wird, aber erste Krokusse recken bereits ihr Blüten hervor und meine Nase beginnt zu kribbeln 😮 .

Ein Pott Kaffee, zwei frische Brötchen, das muß am Samstag einfach sein und dann ging’s los in die Grüne Hauptstadt Europas. Ihr werdet mich nach der Auftaktveranstaltung im Januar sicher noch öfter in Essen finden, aber diesen Samstag hieß es nach längerer Pause mal wieder „Komma Pütt kucken“.

Da war ich schon so oft in Essen, aber noch nie an der ehemaligen Zeche Bonifacius. Etwas versteckt zwischen einem Opel Händler und einem Lidl stehen an der Rotthauser Straße noch das Fördergerüst über Schacht 1 sowie verschiedene Zechengebäude, die heute eine neue Nutzung gefunden haben. In der Alten Lohnhalle befindet sich z.B. ein Kultur- und Tagungshotel. Sieht echt schick aus, wenn man in die Lobby kommt oder sollte ich besser sagen in die (Lohn-)Halle 🙂 ?

Zeit für ein paar Fotos bei denen sogar kurz die Sonne hervorkommt, bevor es zum zweiten Ziel des Tages gehen sollte. Geht es auch so, daß man denkt, das war doch gerade erst und schwupps sind zwei – drei Jahre rum? Ich habe in den letzten Jahren verschiedenste Halden besucht, aber der letzte Besuch der Halde Schurenbach lag nun auch schon wieder unglaubliche drei Jahre zurück.

Damals hatte man gerade begonnen den Zugang etwas freizulegen, mittlerweile geht eine Brücke über den Schurenbach und auch die Treppe zur Halde liegt wieder frei. Ihr seid doch schon mal auf Halde Schurenbach gewesen, oder? Nein? Dann wird’s aber Zeit. Eine Bramme (ein Block aus gegossenem Stahl), 14,5 m hoch, 4,2 m breit, 13,5 cm dick und 67 Tonnen schwer schmückt die mondähnliche Landschaft oben auf der Halde. Eine Adresse? Versucht es im Navi mal mit Emscherstr. 200, der Parkplatz ist gleich unter der Autobahn.

Zum Abschluß des Tages gab es dann noch etwas Street Food auf die Hand. Nichts gänzlich neues mehr, aber vor der Kulisse der Zeche Zollverein gleich doppelt lecker. Mit einem Cheesburger plus Speck und einem Cannolo (einem sizilianischen Gebäck, aus einer frittierten Teigrolle mit einer süßen cremigen Füllung) ging der Tag zu Ende. Ach übrigens, die Verbindungsbrücke zwischen Schacht 1/2/8 und der Kohlenwäsche ist auf Zeche Zollverein auch wieder zugänglich. Schaut euch das Gelände doch mal von oben an.

Apropos „Grüne Hauptstadt Europas“, diesen Freitag läuft im WDR (20.15 Uhr) im Rahmen der Doku am Freitag „Das Wunder von Essen – Grüne Hauptstadt Europas!„. Lohnt sich bestimmt. Weitere Fotos von meinem Tag in Essen gibt es bei Flickr oder GooglePhotos.

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