Das Ruhrgebiet ist stolz auf seine Halden

Was meint ihr, kann das Ruhrgebiet stolz sein auf seine Halden? Ich finde ja, denn sie werden uns noch in vielen Jahren zeigen, daß es einmal Bergbau gab, auch wenn 2018 die letzte Zeche geschlossen wird. Ich glaube, daß in den Halden noch Potential steckt, denn wenn ich am Niederrhein von meinen Ausflügen auf eine Halde erzähle, ernte ich häufig ungläubige Blicke. Da, wo es im Allgemeinen recht flach ist, kann man sich gar nicht vorstellen, daß man auf einem Berg aus Bergematerial herumlaufen kann. Klar ist der Anstieg, je nach Halde, schon mal etwas anstrengend, dafür ist der Ausblick vom höchsten Punkt meist einmalig schön. Weiterlesen →

Halde Haniel – 1000 Gedanken im Kopf

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Der Blick ging noch einmal hinter auf den Förderturm der Zeche Prosper Haniel. Kaum zu glauben, irgendwo da unten sind die letzten Bergleute dabei Steinkohle zu fördern. 1960 waren es 146 Zechen, jetzt ist diese Zeche die letzte, welche noch bis 2018 Steinkohle im Ruhrgebiet fördert. Kein Steinwurf entfernt stehe ich am letzten Samstag mal wieder auf der Halde Haniel. Immer wenn ich hoch über dem Ruhrgebiet stehe, gehen mir 1000 Gedanken durch den Kopf. Geht es euch eigentlich auch so, daß ihr da, oder anderswo auf einer Halde, über so viele Dinge nachdenkt? Man lebt in den Tag, in die Woche, hat seine Termine und Verpflichtungen, geht meist früh aus dem Haus und kommt später wieder heim (oder umgekehrt je nach Job) und ehe man sich versehen hat, ist schon wieder ein Jahr rum. Weiterlesen →

Haldenwetter

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Was meint ihr, können Ruhrgebietshalden das Wetter beeinflußen? Man spricht ja schon mal von einer Wetterscheide, aber von einer Wetterhalde habe ich noch nie gehört. Aber ihr kennt das, kaum geht man vor die Türe ziehen Wolken auf und vermiesen einem den Tag. Ich glaube daran, daß sich das Wetter immer dann, wenn ich eine ganz bestimmte Halde besteige, urplötzlich ändert.

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Im Jahr 2012 war ich dort und wo war die dickste Wolke? Ganau 🙂 . 2013 hatte ich die aberwitzige Idee, mitten in der Woche einen Sonnenuntergang zu fotografieren und kurz bevor die Sonne ihrem Tiefststand erreicht zogen was auf? Genau. Einige Zeit später in 2013 gab es diese Ballonaktion (ihr erinnert euch). Kaum hatten wir uns auf den Weg gemacht, zogen Wolken auf und es began es zu regnen. Ich war nicht mehr so naß seit ich drei war 😉 .

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Vorletzte Woche sollte es laut Wetterbericht, nach einem himmelblauen Samstag, einen ähnlich sonnigen Sonntag geben, ratet, wann die Wolken aufzogen. Das kann doch kein Zufall mehr sein. Welche Halde ich meine? Die Halde Haniel in Oberhausen/Stadtgrenze zu Bottrop (oder umgekehrt). Nun habe ich dem Wetter den Mittelfinger rausgestreckt, mich einfach an der höchsten Stelle zwischen die Totems gesetzt, ein kleines Picknick eingelegt und abgeschaltet. Könnte ich übrigens stundenlang machen, da sitzen und gucken meine ich. Solltet ihr mal bedeckten Himmel benötigen meldet euch bei mir, ich bringe die Wolken mit (vorausgesetzt, ihr wohnt nahe der genannten Halde 🙂 ). Anderswo funktioniert das noch nicht zuverlässig, aber ich arbeite daran 😉 .

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Und weil nur gucken auch wieder langweilig ist habe ich noch ein paar Bilder mitgebracht, für alle, die noch nie dort oben waren, klickt auf Google+ oder Flickr.

Gehse mit aufe Halde Haniel?

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Bereits 2010 und 2011 habe ich euch von der Halde Haniel berichtet. Geändert hat sich an der Halde nichts (wieso auch), aber ebenso wie der Besuch des Nordsternturms vor ein paar Tagen, hat man von hier einen tollen Blick über das westliche Ruhrgebiet und weit darüber hinaus. Leider war die Sicht nicht ganz so gut, wie vor ein paar Tagen, aber in der Ferne schweift der Blick von Duisburg bis nach Gelsenkirchen, von Essen bis nach Düsseldorf. Im Norden sieht man ganz viel Grün und Richtung Süden … ich bin mir nicht sicher … vielleicht kann mich mal jemand aufklären, bis wohin der Blick wirklich geht.

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Die Halde an der Fernewaldstraße zwischen Oberhausen und Bottrop ist bekannt auf Grund des Kreuzwegs (mit Prozession am Karfreitag) und des Bergtheaters (Amphitheater mit 800 Plätzen). Regelmäßige Veranstaltungen „bevölkern“ im Sommer die Halde. So ist z.B. für den Juni 2013 „The Rocky Horror Show“ angekündigt. Außerdem ziert die Installation von Agustín Ibarrola bestehend aus 100 Eisenbahnschwellen seit 2002 die Haldenspitze. Ich könnte stundenlang in knapp 160 m Höhe über das Land gucken, wenn da nur mal 1-2 Sitzbänke ständen 🙂 . Die Halde Haniel ist meines Wissens die höchste begehbare Abraumhalde des Ruhrgebiets. Ich begehe die Halde i.d.R. von der Fernewaldstraße aus, aber auch von der Kirchhellener Straße (Höhe Chinarestaurant) soll es einen Aufstieg geben. Last but not least, kann man auch am Ende der Kleekampstraße parken (und somit den Weg von der Fernewaldstraße um ca. 5-10 Minuten verkürzen).

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Wer’s gemütlich will nimmt die Serpentinen, wer’s etwas eiliger hat krabbelt zwischen den Büschen hindurch und schafft die Halde damit doppelt so schnell (vorausgesetzt man wird nicht von einem Mountenbiker überrollt, der die Abkürzung gerade in umgekehrter Richtung – downhill – nutzen will). Aktuelle Bilder in den Ruhr 2012 Alben … Flickr, Sevenload oder Picasaweb (Google+).

P.S.: Ich fand es übrigens garnicht nett, daß das ganze Ruhrgebiet in Sonne erstrahlte, nur über der Halde Haniel hing für 10-15 Minuten die dickste Wolke ever. Da bleibt nur Kragen hoch und abwarten …

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