Wunder der Natur

Heute empfehle ich euch, trotz aktuellen Besuchs, einen Blogbeitrag aus dem letzten Jahr. Wunder der Natur heißt eine Ausstellung, die bereits seit 2016 im Oberhausener Gasometer läuft, und die ich mir am letzten Wochenende nochmal angesehen habe. Warum? Weil sie sehenswert ist. Nicht nur die großformatigen Fotos, wovon mir einige auch nicht gefallen, sondern die Projektion der Erde auf eine riesige, von der Decke hängende Kugel (Durchmesser 20 Meter) begeistert mich. Weiterlesen →

#Urbanana

urbanana_1

Schon mal von #Urbanana gelesen? Unter dem Hashtag #Urbanana läuft seit Mitte Januar eine neue Kampagne der Tourismus NRW gemeinsam mit Partnern aus Köln, Düsseldorf und der Metropole Ruhr. #Urbanana will mit Kunst, Kreativität und Unbekanntem punkten sowie touristisches gegen Geheimtipps tauschen (solange es Geheimtipps sind). Wie der Name entstand? Verbindet mal das Ruhrgebiet auf einer Karte NRW’s in einer geschwungenen Linie mit Düsseldorf und Köln. Na? Genau Banane 😉 . Nun heißt es, einer Metropole wie z.B. Berlin das Wasser zu reichen, denn Wasser, um mal beim Stichwort zu bleiben, haben wir in NRW schließlich auch. Weiterlesen →

Jahresrückblick 2016

jahresrueckblick_2016_krefeld

Das Jahresende naht in großen Schritten und für mich heißt das wieder Jahresrückblick. Nein fragt nicht warum jetzt schon, wie jedes Jahr blicke ich in der zweiten Novemberhälfte auf das (fast) abgelaufene Jahr zurück. So kann ich mit Recht sagen „Ich bin der erste“ ;-). Ich hoffe das #BestOfEichental in den letzten Tagen hat etwas gefallen, jetzt geht’s ans abgelaufene Kalenderjahr 2016.

jahresrueckblick_2016_ruhrgebietv

Allerdings waren dieses Jahr auch einige Beiträge dabei, in denen ich euch nur was von mäßigem Wetter, bunten Blumen und stürmischen Halden vorgestöhnt habe. Im Nachhinein betrachtet, frage ich mich bei einigen Blogbeiträgen sogar, was hat mich geritten euch das zu schreiben 🙂 ? Bitte verzeiht manch wirres Zeug, zum Beispiel als ich euch fragte, ob ihr auch nach Fuchur am Himmel Ausschau haltet, als ich erzählte, daß ich Tulpen fotografiert habe, aber sonst nichts zu erzählen hatte, daß ich Ausflüge gemacht habe, über die ihr vermutlich schon alles wißt oder daß ich euch kurz vor meinem Geburtstag fragte Halden oder Park (nochmaliges Lesen auf eigene Gefahr 😉 ). Weiterlesen →

Wunder der Natur

IMG_7761

Und plötzlich blieb die Erde stehen. Glaubt ihr nicht? So könnte aber der Untertitel dieses Blogbeitrags lauten, denn heute nehme ich euch mit in die neue Ausstellung des Gasometers in Oberhausen. Während ich an der Kasse etwa 10 Minuten warte, erkläre ich euch, was der Gasometer eigentlich ist oder besser war. Früher wurde der Behälter zur Speicherung von Gichtgas (Abfallprodukt der Hochöfen) und später von Kokereigas genutzt, heute ist er mit 117 Meter Höhe und 68 Meter Durchmesser die höchste Ausstellungshalle Europas. In seinem Inneren läd seit wenigen Tagen die Ausstellung „Wunder der Natur“ zum Besuch ein. Mittlerweile habe ich den Kassenbereich hinter mich gebracht und kann mich auf dem Gelände des Gasometers frei bewegen. Weiterlesen →

Ruhr Games, Gruga und Todsünden im Gasometer

Ja, ich bekenne ich habe eine Todsünde begangen und ein Riesensitzkissen im Gasometer mißbraucht. Wie das? Habt Geduld ich komme gleich darauf zurück. Zunächst geht’s hier aber um die RuhrGames, die an diesem Wochenende stattfanden.

IMG_8343

Gelesen hatte ich von den Ruhr Games bereits vor längerem, konnte mir aber nicht so recht vorstellen, was sich dahinter verbirgt. Vielleicht wollte ich es mir auch nicht vorstellen, denn Michael und Sport sind ungefähr so dicke miteinander wie Blumenkohl und Vanillesoße. Mögen tue ich beides, aber miteinander ist’s irgendwie keine Liebe 🙂 . Obwohl ich laufe regelmäßig bis in de 3. Stock meiner Wohnung, bis in den 4. Stock meines Büros und am Wochenende auf’e Halde o.ä. und das ohne den Wunsch nach einem Sauerstoffzelt 😀 .

IMG_8156

Da schriftliche Info zu den Ruhr Games, mangels Abstechern ins Ruhrgebiet meinerseits, auch Mangelware war, habe ich mich im Internet schlau gemacht. Dort lese ich „Die Ruhr Games sind ein Jugend-, Kultur- und Sportfestival, das in fünf Städten (Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Bottrop und Gladbeck) stattfindet„. Jugend .. öhm .. ja, sagt jetzt nichts .. auch nicht giggeln. Sport nichts für mich, Jugend liegt schon länger zurück, jepp also bin ich wie gemacht für dieses Festival 😉 . Das was ich gesehen habe war sehr professionell, aber mein persönlicher Eindruck war, daß sich die Anzahl der Teilnehmer bei diesem Sport Event doch noch in Grenzen hielt.

IMG_8201

Wohlgemerkt das ist mein persönlicher Eindruck, aber beim MTB Slopestyle genauso wie beim BMX waren keine 10 Teinehmer die dort (am Donnerstag Nachmittag) zu sehen waren, beim Judo (am Freitag Vormittag) gab’s was zu sehen, aber Judo ist ja so gar nicht meins und Wakeboard fand am Freitag Vormittag anscheinend gar nicht erst statt 😦 . Dafür haben diejenigen die dabei waren ihr bestes gegeben und ich gebe zu Freitag Vormittag ist ja bei jungen Leuten sowas wie bei mir 6.00 Uhr Morgens. Eine unchristliche Zeit um aufzustehen 😉 . Ha ha, nein entschuldigt, das war nicht so gemeint, es ging halt nur nicht 100%ig nach dem Plan, sondern et kam halt wie et kam. Trotzdem sollen, wie ich lesen konnte, 5.000 Sportler dabei gewesen sein. Die Schätzung der Zuschauerzahlen ging weit auseinander, man hörte aber von über 100.000. Vermutlich war ich nur zur falschen Zeit am falschen Sport-(schau-)platz.

IMG_8305

Ein paar gute Fotos sind, wie ich finde trotzdem entstanden, dieses Mal habe ich den Sportmodus meiner Kamera mal ausgereizt. Kurze Belichtung und Dauerfeuer, solange wie man den Knopf Auslöser gerückt hält. Bei Fahrrädern, pardon Mountenbikes noch easy machbar, bei MotorCross Maschinen, die einen ganz schönen Anzug haben (also nicht den Zwirn mehr die Geschwindigkeit) muß man schnell sein. Start, Rampe, Sprung, Flug. Landung alles in (gefühlt) nicht mehr als 5 Sekunden. Gerne hätte ich noch mehr gesehen, war mir aber nicht sicher, ob es sich lohnt die Anfahrt 3 x an einem Wochenende in Angriff zu nehmen. Ich bin sicher eine neue Auflage 2017 wird bestimmt noch besser, die Extraschicht (übrigens am 20. Juni) hat auch mal klein angefangen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nebenbei habe ich die beiden Tage genutzt und gleich noch zwei andere Ziele abgeklappert. Am Donnerstag Vormittag habe ich mal wieder Rast im Grugapark gemacht und Kraft gesammelt. Gruga geht immer, denn ich liebe diesen Park und bei 4,- € (mit RuhrTopCard 1 x frei) kann man nicht über den Eintrittspreis meckern, denn zu fast jeder Jahreszeit gibt es etwas Blühendes zu sehen. Dieses Mal, und ich hätte sie beinahe verpaßt, weil ich ausnahmsweise mal einen anderen Weg gegangen bin, blühten die Pfingstrosen (und tun sie vermutlich auch noch in den nächsten Tagen).

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ach ja, da waren ja auch noch diese süßen Schwanenküken und eine ganze Hand voll Gänse, die allerdings überall da, wo sie auftauchten, eine ganze Menge Mist zurückließen 😦 . In Krefeld ist deßhalb ein ganzer Badesee keiner mehr (aber das ist ein anderes Thema).

Am Freitag war ich nochmal im Oberhausener Gasometer, obwohl ich die Ausstellung „Der schöne Schein“ schon im letzten Jahr gesehen habe. Ich wollte, neben einem Abstecher auf’s Dach (bei 30 Grad war’s selbst da oben fast schon zu warm), mal probieren, ob die Spiegelreflex bessere Bilder von der Lichtinstallation hin bekommt, als meine G9. Was soll ich sagen … es geht so. Entdeckt habe ich eine schöne Funktion „Nachtaufnahme ohne Stativ“. Hier macht die Kamera bei hoher ISO Zahl 4 Aufnahmen am Stück und rechnet die zu einem Gesamtbild zusammen. Das Ergebnis, nachdem ich es nochmal durch Picasa gedreht habe, seht ihr unten. Wenn’s aus Kamerasicht allerdings zu dunkel ist, löst sie gar nicht aus, da nützt auch die tollste Funktion nichts 😮 .

IMG_8511

Wer schon mal im Gasometer war weiß, daß es diese Riesenkissen gibt, auf denen man sich lang machen kann. Nachdem meine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erspähte ich ein freies Kissen, zog es von der Treppe an den Rand(!) des Innenraums (wollte ja niemand mit meinem Rumgeknipse nerven) und kaum daß ich drauf saß stand auch schon die Aufsicht neben mir. Wieder mal war ich aufgefallen … gnarf … und es ergab sich folgendes Gespräch …

Aufsicht: „Kissen dürfen nicht in den Innenraum“.
Ich: „Warum, ich bring’s ja gleich zurück“.
Aufsicht: „Nein in der Dunkelheit sind sie eine Stolpergefahr“.
(Ich komme mir ein bisschen vor wie Baby „Ich habe nur die Wassermelone getragen“)
Ich: „Ich sitze doch drauf“.
Aufsicht: „Aber andere kommen dann auch auf die Idee. Geht leider nicht“.
Ich (leicht generft): „Nehmen Sie das Kissen dann bitte wieder mit“.
Aufsicht (etwas überrumpelt nach kurzer Denkpause): „….. öhm ja“ … nahm das Kissen und ging seines Weges.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Manometer Gasometer, ich dachte ihr seit nicht so spießig wie andere Museen, wo die Aufsichten immer um einen herumschwänzeln, als wollte man sich gleich die nächste Vitrine unter den Arm klemmen und aus dem Museum rennen. Also, immer schön leise sein, nix anfassen und bloß keine Riesensitzkissen von den Treppen entfernen .. weil Todsünde! Ach ja, sich selbst mitten in den Raum legen ist gestattet, gut daß ich nicht über diese Besucher gestolpert bin 😮 .

Die Bilder des Blogbeitrags und mehr gibt’s bei Google+ und bei Flickr.

Jetzt ihr, wo sieht man sich eventuell?

Gasometer

Das Ruhrgebiet bei Nacht oder Batman im Ruhrpott oder den Rhein-Herne-Kanal mal ganz anders erleben. Wäre das nicht Gelegenheit, mal andere Blogger zu treffen, von denen man hier immer nur liest? Ich habe mir mal drei Termine (neben vielen anderen, die es hier zu sehen gibt) angekreuzt, an denen man das arrangieren könnte.

Am 09.08 startet das TheaterPicknick im Emscher Landschaftspark genauer im Landschaftspark Duisburg Nord. Mit der Episode „Batman hält die Welt in Atem“ präsentiert das „Rottstr. 5 Theater!“ zwischen den Picknickdecken intensives Schauspiel und Live-Geräusche.

Am 16.08. feiert das Gasometer Geburtstag und öffnet bis 22.00 Uhr mit einer HappyHour und einer Dach Bar. Gelegenheit das Ruhrgebiet mal im Dunkeln von oben zu erleben. Hier sollte man nicht allzuviele „Freunde“ einladen, denn das Dach fast nur eine begrenzte Anzahl Personen (180). Außerdem kostet der Gasometer Eintritt, es sei denn ihr habt noch alte Eintrittskarten (siehe Foto). Pssst …. Geheimtipp .

Last but not least schließt am 30.08 der Rhein-Herne-Kanal für einen Tag alle Schleusen etc. für den Schiffsverkehr und zum 100-jähriges Jubiläum findet im Nordsternpark an diesem Tag ein StrandPicknick im Emscher Landschaftspark statt.

Selbstverständlich braucht man für alle drei Termine gutes Wetter, so mußte im letzten Jahr z.B. der Picknicktermin auf Grund eines angesagten Gewitters/Unwetters ersatzlos gestrichen werden. Aber vielleicht wird es ja dieses Jahr etwas.

So und jetzt ihr, wo sieht man sich eventuell?

Der schöne Schein

IMG_9893

Wie fange ich denn diesen Blogbeitrag jetzt an? Schreibe ich was über großformatige Meisterwerke oder über die “320°” Lichtproduktion oder erkläre ich euch was der Gasometer ist? Also ich glaube den Gasometer kennt ihr (sonst klickt ihr hier). Fangen wir also mit den Meisterwerken an. Bilder für die man sonst nach Berlin (Nationalgallerie) nach New York (MoMa) oder in den Pariser Louvre reisen müßte, Bilder aus London oder Florenz sind allesamt vereint in einer Ausstellung, die sich im Gasometer auf zwei Ebenen befindet. Nicht die Originale versteht sich, sondern vergrößerte Reproduktuionen sind Teil der Ausstellung „Der schöne Schein„.

DerSchöneSchein_1

DerSchöneSchein_2

Wenn ich ehrlichbin, mit Bildern habe ich es nicht so. Nur die wenigsten davon würde ich mir ins Wohnzimmer hängen, aber wenn ihr „Nofretete“, die „Venus von Milo“, die Frau mit den zwei Vornamen („Mona Lisa“), Caspar David Friedrichs „Mondaufgang am Meer“ oder van Goghs „Sternennacht“ sehen wollt, dann seid ihr hier richtig. Zum Glück sind es „Meisterwerke“ der Kunstgeschichte, oder was wäre sonst der Grund freizügige Jünglinge, Frauen oben ohne oder die Geburt der Venus zu zeigen 😉 ? Außerdem Gipsabgüsse von Frauen mit appe Arme, von Männern mit appem Geschlechtsteil oder Personen mit apper Haut :-D. Wenn ihr also Kunst sehen wollt, die (Achtung Wortspiel) unter die Haut geht und für die ihr sonst um die halbe Welt reisen müßtet, kommt in diese Ausstellung.

IMG_9702

Gut gefallen, hat mir die Idee ein Fresco kopfüber an die Decke zu hängen und selbiges unter zu Hilfenahme eines riesigen Bodenspiegels zu betrachten. Doch Höhepunkt der Ausstellung ist die Installation “320° Licht” der Bremer Künstlergruppe URBANSCREEN. Nehmt euch eines der Sitzsack Kissen und macht es euch auf der Treppe oder auf dem Boden der zweiten Ebene bequem. Die Augen müsse sich zunächst an die Dunkelheit des Raums gewöhnen, bevor man die Installation genießen kann. Die rd. 100 Meter zwischen der ehemaligen Gasruckscheibe und dem Dach verschwimmen mit der Installation zu einem einzigartigen Gesamtbild.

IMG_9781

IMG_9871

Leider ist die Illumination für Fotos etwas lichtschwach (zumindest ohne professionelles Equipment), aber ich habe trotzdem einige Versuche unternommen und das Ergebnis seht ihr in diesem Blog und bei Google+ oder Flickr. Wohlgemerkt das menschliche Auge hat eindeutig Vorteile gegenüber der Kamera. Die Ausstellung läuft noch bis 30.12.2014. Ach ja, nicht vergessen nach der Ausstellung auf’s Dach zu fahren und das Ruhrgebiet aus 117 Metern Höhe zu betrachten. Es gibt kaum einen besseren Aussichtspunkt dafür.

P.S.: Urbanscreen.com zeigt, wie das mit der Aufnahme funktioniert, wenn man die richtige Kamera besitzt.