Hafenrundfahrt Duisburg Ruhrort

Als Kind hatte ich eine Schaukel im Garten und konnte vom Schaukeln gar nicht genug bekommen. Heute wird mir schon beim Gedanken ans Schaukeln schwindelig. Also die beste Voraussetzung für eine kleine Hafenrundfahrt 😉 . Nachdem der Sommer am letzten Wochenende schon seine Abschiedsvorstellung gegeben hat, war dieser Sonntag nochmal schön genug, um in Sweatshirt und Jacke auf dem Außendeck der „Rheinfels“ in Duisburg Ruhrort zu sitzen und sich 2 Stunden durchschaukeln zu lassen. Weiterlesen →

Besuch im Sauerland – Von Iserlohn nach Altena

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Mit der Ruhrtopcard gibt es bekanntlich eine ganze Reihe von Ausflugszielen, bei denen der Eintritt frei ist. Einige davon liegen fast vor der Haustüre und einige sind etwas weiter entfernt. Schon seit drei Jahren möchte ich einen Ausflug ganz weit in den Osten des Ruhrgebiets machen. Genauer gesagt klopfe ich schon an das Tor zum Sauerland.
In Iserlohn befindet sich nämlich die Dechenhöhle (eine Tropfsteinhöhle) und das Höhlenmuseum, in Altena befindet sich die gleichnamige Burg Altena sowie das Drahtmuseum. Da diese Ziele relativ nah bei einander liegen, habe ich meinen Urlaub in der letzten Woche genutzt und einen Tagesausflug ins Sauerland gemacht. Weiterlesen →

Zoom Erlebniswelt

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Ein sonniger Februarmorgen schaute wie angekündigt durch den Schlafzimmervorhang. Endlich mal wieder ein schönes Wochenende, also zeitig aus dem Bett, auch wenn’s dort gerade so gemütlich war. Nach zwei Tassen Kaffee und frischen Brötchen hatte ich mir für diesen Samstag die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen vorgenommen. War es wirklich schon wieder 4 Jahre her, daß ich das letzte Mal dort war? Sieht ganz so aus. Wer sich dieses Jahr früh für die RuhrTopCard entschieden hat, darf noch bis Ende März kostenlos in die Zoom Erlebniswelt. Und weil das Parksystem zum 1. März umgestellt wurde, durfte ich auch noch kostenlos parken, wie mir an der Kasse mitgeteilt wurde. Bisher kostete das Parken 3,50 €/Tag, zukünftig übrigens 2,- € in der ersten und 1,- € in jeder weiteren Stunde, höchstens aber 6,- €/Tag). Weiterlesen →

Von Hattingen zur Burg Blankenstein

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Im Kulturhauptstadtjahr 2010 war ich das erste und ich glaube auch das einzige Mal in Hattingen und schon seit längerem wollte ich mal einen Abstecher zur Burg Blankenstein machen. Warum nicht beides in 2015 verbinden. Das LWL Museum Henrichshütte ist Teil der RuhrTopCard und damit noch ein Grund mehr nach 5 Jahren nochmal hinzugucken. Also ging’s vor ein paar Tagen nochmal zur Hütte. Früher wurde hier nach Rezept aus Erz, Koks und Kalk Roeisen gemacht, heute kann man in der Übergabestation (der Name ist Programm) sogar heiraten. Ausgerüstet mit dem Lageplan des Parks ging’s an die Erkundung des Geländes. In einem alten Gebäude fallen mir eine Reihe Schaltkästen auf. Einer trägt die Aufschrift „Koksbrecher“. Ob das ein besonders starker Mann war? Ich hoffe ich begegne ihm nicht 😉 . Während unten alte Waggons und anderes Handwerkszeug aus der damaligen Zeit lagert, befindet sich weiter oben der Eingang zu einem Luftschutzbunker in den ich aber nur reingelünkert habe. Ein Schild mahnt den Bunker nur behelmt und mit Führung zu betreten. Beides habe ich nicht.

Henrichshütte Hattingen

Weiter ging’s vorbei an Erzkabinett und Möllergraben (bitte aufzunehmen in die Liste aussterbender Worte) und in den Möllerbunkern befand sich (und befindet sich noch bis 21.6.2015) die Ausstellung „Front 14/18“ (Bilder aus dem ersten Weltkrieg im 3D Format). Die passende rot/grün Brille gab’s vorab am Eingang. Ehrlich gesagt, ich fand es in diesen Bunkern etwas unbehaglich, Wasser tropfte z.T. von der Decke, komische Geräusche kamen aus extra installierten Lautsprechern, hier und da liefen kleine Filme und die 3D Bilder taten ihr übriges. Dann lieber zum absoluten Mußteil des Besuchs, der Aufstieg auf den Hochofen.

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Der Hochofen hat zum Glück einen Aufzug. Einen Aufzug? Tja, der war und ist z.Zt. aber leider defekt. Pippelapup, früher gab’et auch keinen Aufzug auf’n Hochofen 🙂 . Also ist Treppensteigen angesagt. Darin bin ich ja dank Landschaftspark Duisburg bereits geübt. Nach Erklimmen der ersten Treppe suche ich zunächst den weiteren Weg bevor ich merke, daß ich mich nur um 180 Grad hätte drehen müssen. Ich komme mir ein bisschen vor wie im Kaufhaus, wo die weitere Rolltreppe links rum statt rechts rum weiterfährt. Tief durchatmen und weiter geht’s. Irgendwann bin ich endlich oben angekommen und genieße den Ausblick (siehe erstes Bild in diesem Beitrag). Aber die Zeit drängt, ich hatte ja noch mehr vor.

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Wieder unten angekommen mache ich mich auf den Weg eine Ecke weiter nach Blankenstein. Theoretisch könnte man mit dem Auto bis auf den Burghof der Burg Blankenstein fahren, aber als der Weg immer enger wird und eine Sackgasse ohne Wendemöglichkeit sich ankündigt, wende ich und stelle den Wagen doch liebe ein paar hundert Meter weiter weg ab. Ich hatte mit einem kleinen Anstieg gerechnet, wie man das bei einer Burg so erwartet, aber kaum gucke ich um die Ecke, stehe ich überraschend schon kurz vor dem Eingang. Auf dem Burghof geschäftiges Treiben für zukünftige Grillfeste. Hier wird geklopft, da wird geschraubt. Der Burgturm ist offen und kostet keinen Eintritt. Also schon wieder Klettern 😀 . Nach Erklimmen der ersten Treppe wird der Weg langsam enger, ich komme ins keuchen, kämpfe mich aber tapfer nach oben. Schließlich erreiche ich eine Türe und stehe oben auf dem Turm.

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Ein Fliegenschwarm schwirrt um mich herum, im ersten Moment sehe ich einen gefliesten Fußboden mit dem Charm einer Toilette der 70’er und erst drei weitere Stufen höher eröffnet sich mir der Blick auf das Ruhrtal. Hier wäre ich jetzt gerne mit einem Kaltgetränk ausgrüstet stehen geblieben. Gab et aber nicht. Gut, dann eben nicht, mache ich eben geschätzte 67 Fotos und ein paar Selfies. Hatte ich erwähnt, daß ich jetzt eine 32 GB SD Karte in der Kamera habe? Ich kann zukünftig 7.500 Bilder bei einem Ausflug machen 😉 , dieses Mal habe ich mich mit 235 (Rohmasse vor Aussortierung) begnügt und nach all den Treppenstufen gab’s auf dem Rückweg zum Auto noch ein leckeres Eis. Die Eisdiele ist gleich unten am Marktplatz, kaum zu verfehlen, bei schönem Wetter immer den Menschen nach. Und die Bilder? Ich sach nix 😉 … Flickr / Google+.

Ein Tag am Niederrhein

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Manchmal kommt man ja so von Hölzken auf Stöcksken, soll heißen man sucht im Internet nach A, findet aber nur B. B ist aber auch ganz interessant und so stolpert man über C. So ähnlich ging es mir vor einiger Zeit, als ich etwas über die neue Rheinbrücke bei Wesel las und schon gar nicht mehr wußte, welches Hölzken mich auf dieses Stöcksken gebracht hat. Während ich so google und binge 🙂 , sah ich dann Bilder, welche die Überreste der historischen Eisenbahnbrücke bei Wesel zeigt. Die Brücke wurde in den Jahren 1872 bis 1874 von der Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft gebaut und im zweiten Weltkrieg zerstört. Xanten, ja da war ich schon häufiger, aber Wesel, da war ich noch nie, dabei liegt es rechtsrheinisch mit Xanten ungefähr auf gleicher Höhe.

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Als ich dann beim Durchblättern der RuhrTopCard Broschüre etwas über das zu Xanten gehörende Naturforum Bislicher Insel las, war A, B und C komplett. Also bin ich los, um die neue Rheinbrücke zu bestaunen, an den Ruinen der alten Eisenbahnbrücke entlang zu laufen und mir danach die Bislicher Insel zu Gemüte zu führen. Von der Weseler Straße führte mich der Weg auf die Zufahrt, die zur alten (Auto-)Brücke führte. Vor mir der Teer, rechts und links Bäume alles ganz normal aber doch irgendwie anders. Nach ca. 600 – 700 Metern endet die Straße vor einem Zaun, hier geht’s nur noch mit dem Fahrrad oder per Pedes weiter. Bis zu der alten Eisenbahnbrücke ist es gut einen Kilometer. Die Brücke (oder das was davon übrig ist) ist vor 70 Jahren im zweiten Weltkrieg zerstört worden und dümpelt seit dem so vor sich hin. Betreten darf man sie nicht. In der Mitte, da wo ein Bogen ganz zerfallen ist kann man aber *hüstel* ein bisschen klettern (von mir habt ihr das aber nicht). Links davon sieht man übrigens den 320 Meter hohen Sendemast Wesel-Büderich. Zurück am Auto geht es weiter zur Bislicher Insel.

Diese ist eigentlich eine Auenlandschaft und weniger eine Insel, liegt umschlungen von einem Altrheinarm, der im 18. Jahrhundert durch eine Begradigung des Rheins entstanden ist. Bei Sonnenschein kann man entlang der Bislicher Insel meilenweit laufen oder Fahrradfahren. Na ja, kann man … ohne Fahrrad fühlte ich mich jedoch ziemlich verlassen. Der Eyländer Weg, auf den mich mein Navi mit dem Auto schickte, ist mehr sowas wie ein überbreiter Radweg und leider ziemlich weit weg vom Rhein. Zum Glück wußte ich, daß die Erde eine Kugel und keine Scheibe ist, sonst hätte ich Angst bekommen, gleich irgendwo runter zu fallen. Das Navi war weiter der Meinung ich müßte noch 2 km fahren. Irgendwann kam ich dann auch tatsächlich am Naturforum an. Das Haus (Eintritt 3,- €) zeigt auf zwei Etagen an verschiedenen Informationsstationen alles über das Thema Auenlandschaft und Bislicher Insel. Man lernt, welche Tiere hier zu finden sind und was z.B. ein Auenwald ist. Hinter dem Haus befindet sich ein großer Garten mit Apfelbäumen (z.Zt. natürlich ohne Früchte) und ein kleines Biotop. Wenn ich ehrlich bin, alles recht überschaubar.

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Der Besuch des Naturforums war für mich in der RuhrTopCard enthalten und im angeschlossenen Auencafé (Achtung Öffnungszeiten in der Nebensaison nur Sa. – So. von 11.00 – 18.00 Uhr, in der Hauptsaison Di. – So. von 11.00 – 18.00 Uhr, montags Ruhetag) wollte ich noch ein Stück Kuchen und einen Kaffee genießen, mußte aber feststellen, das die Hauptsaison erst im Mai startet 😦 . Also habe ich meine Reise entlang des Eyländer Wegs bis zur Personenfähre über den Rhein fortgesetzt und am dortigen Cafe und Restaurant ein Stück Kuchen gegessen. Bei dem tollen Wetter war es rappelvoll, die Fähre setzte Fußgänger und Radfahrer (keine Autos) über den Rhein und das Cafe schien mir neben Fahrradfahrern ein Geheimtreff für Motorradfahrer(innen). Ob ich Vögel gesehen habe? Ja zwei Störche, die gleich gegenüber des Naturforums nisteten. Weitere Vögel muß es wohl gegeben haben, denn an einer Stelle standen ein paar Beobachter mit Objektiven die vermutlich bis nach Wesel reichten ;-). Ich habe keine (Vögel) gesehen.

Bilder im „Rhein und Ruhr“ Album bei Flickr und Google+.

Terra Zoo und anderswo

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Der Wetterbericht sagte was von bedecktem Himmel mit wenig Sonne. Der Kalender zeigte bereits den letzten Januartag, dabei kommt es mir vor, als hätte ich gerade erst Silvester hinter mich gebracht. In welchem Raumzeitkontinuum habt ihr die letzten 4 Wochen zugebracht? Eins stand fest, ich mußte an diesem Wochenende unbedingt mal wieder vor die Türe. Also nahm ich mir vor, die RuhrTopCard 2015 einzuweihen. Für den Fall, daß es doch tröpfelt entschloß ich mich den Terra Zoo in Rheinberg zu besuchen.

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Ich war bereits 2012 und 2013 dort und der Zoo besteht eigentlich auch nur aus einem großen Raum, aber es lohnt sich fast immer, wenn man ein paar ausgefallene Bilder machen möchte. Ihr findet Warane, Echsen, Leguane, Chamäleon und diverse Schlangen in den Gehegen und bereits wenn ihr reinkommt gibt’s meist eine Überraschung. Während 2012 eine Riesenschildkröte durch die Gänge „flitzte“ ist es z.Zt. ein Pfau.

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Nie vorher habe ich so nah vor einem Pfau gestanden. Ich nehme an, daß es ein weibliches Tier war, denn große bunten Federn waren nicht zu sehen. Außerdem stellte sie sich für ein Fotoshootig bereitwillig in Positur :-). Danach lies mich das Chamäleon nicht los. So ein buntes Exemplar hatte ich bisher nur auf Bildern gesehen, aber jetzt kletterte es vor meinen Augen durch sein Gehege und kam zwischendurch fast bis an die Scheibe, so daß sich ein paar beeindruckende Fotos ergaben. Und wenn ich dann einmal dem Fotofieber verfallen bin, verfliegt die Zeit wie nichts 😀 .

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Nach rd. 2 1/2 Stunden und 450 Bilder später (gut die Hälfte wurde aussortiert) saß ich wieder im Auto. Der Himmel zeigte sich in Bestform und von „bedeckt“ war keine Rede (mehr). Im Gegenteil die Sonne schien vom blauen Himmel bei 5 Grad. Viel zu schade für’s Wohnzimmer, also bin ich noch auf einen Abstecher nach Duisburg in den Landschaftspark (LaPaDu). Der ist schließlich immer einen Besuch wert. Beinahe hätte ich mich entschlossen mal wieder Aufnahmen im Dunkeln zu machen, aber ich hatte kein Stativ dabei, ist aber auf jeden Fall in den nächsten Wochen nochmal vorgemerkt. So nahm der Nachmittag mit einem Sonnenuntergang im Ruhrgebiet ein zufriedenstellendes Ende.

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Noch 6 Wochen bis Frühlingsanfang ;-). Bis dahin gibt’s demnächst sicher noch mehr Bilder, die aus dem Terra Zoo und vom LaPaDu gibt’s bei Flickr und bei Google+. Nächste Woche startet übrigens wieder das Parkleuchten im Grugapark. Ich bin schon ganz gespannt.

Noch einmal (in) Essen

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Nein keine Angst, wer zu Weihnachten mehr als genug gegessen hat, den will ich hier nicht zum Essen verleiten. Ich wollte euch zu meinem (vor-)letzten Ruhrgebietsausflug in diesem Jahr mitnehmen. Ich überlege z.Zt. ob ich mir das 5. Jahr in Folge die RuhTopCard kaufen soll. Sie lohnt sich, ohne Frage (mit 45,- € für Stammkunden habe ich über 90,-€ Eintritt „gespart“), aber mittlerweile habe ich die meisten Museen einige Male durch und Anfang der Woche habe ich die (vor-)letzte Möglichkeit genutzt die 2013’er Karte einzusetzen (am Samstag bin ich dann zum letzten Termin im Planetarium in Bochum). Kurz vor Jahresende hat es mich nochmal auf das Gelände der Zeche Zollverein verschlagen. Hier gibt es gleich mehrere Möglicheiten für die RuhrTopCard.

1. Ruhrmuseum (hier kann man sich einige Stunden beschäftigen) und das Portal der Industriekultur (mit Rundumkino und einem Gang auf’s Dach der Zeche Zollverein)
2. RotDotDesign Museum (mit vielen innovativen und preisgekrönten Alltagsgegenständen, das Museum habe ich in den letzten beiden Jahren besucht)
3. Führung durch die Kokerei Zollverein (habe ich letztes Jahr gemacht, ein tolles Erlebnis)

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Wer dann noch Zeit hat, kann bis in die erste Januarwoche an der Kokerei Zollverein Schlittschuhlaufen (hier müßt ihr einen kleinen Eintritt zahlen). Ich bin ja so garkein Schlittschuhläufer und wollte auch keinen Supergau auslösen 😉 , aber vielleicht habt ihr ja in den Ferien noch etwas Zeit. Am Tag vor Weihnachten war rund um die Zeche Zollverein nicht so viel los, aber die Eisbahn war gut besucht. Wenn ihr den Parkplatz B benutzt, ist es zu allen o.g. Punkten kaum weiter als 10 Minuten zu Fuß, wer nur Schlittschuhlaufen möchte kann auch den Parkplatz C benutzen (alle kostenfrei versteht sich). Ihr wollt noch mehr zum Thema Zollverein erfahren? Dann gebt oben rechts den Suchbegriff „Zollverein“ ein (oder klickt hier 🙂 ).