Hafenrundfahrt Duisburg Ruhrort

Als Kind hatte ich eine Schaukel im Garten und konnte vom Schaukeln gar nicht genug bekommen. Heute wird mir schon beim Gedanken ans Schaukeln schwindelig. Also die beste Voraussetzung für eine kleine Hafenrundfahrt 😉 . Nachdem der Sommer am letzten Wochenende schon seine Abschiedsvorstellung gegeben hat, war dieser Sonntag nochmal schön genug, um in Sweatshirt und Jacke auf dem Außendeck der „Rheinfels“ in Duisburg Ruhrort zu sitzen und sich 2 Stunden durchschaukeln zu lassen.

Ich hatte ja die Befürchtung, daß ich fast alleine wäre, aber weit gefehlt, das Schiff war bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben einer anscheinend gebuchten Reisegruppe hatten neben mir auch andere die Idee, die RuhrtopCard zu nutzen und zu meiner Überraschung hielten nicht nur junge Leute oder Familien dem Bordpersonal die Karte entgegen. Ich hatte einen der letzten Plätze auf dem nicht so riesigen Außendeck erwischt, als das Schiff um Punkt 11.30 Uhr ablegte. Ob das mit der Schifffahrt wirklich eine gute Idee war?

Klar, der Wellengang hält sich im Hafen, selbst bei einer Beschleunigung auf 12 Knoten, in Grenzen 😉 und der Pott Kaffee vor mir wärmte zusätzlich etwas. Die Rundfahrt startet neben der Schifferbörse am Vinckekanal mit zweitem Halt am Eisenbahnbassin in der Nähe des Museums der Deutschen Binnenschiffahrt. Die ersten Informationen gibt es auch gleich bei Durchfahrt des Eisenbahnbassins, das deßhalb so heißt, weil an dieser Stelle früher die Eisenbahnwaggons mittels eines Aufzugs auf Schiffe verladen wurden, um dann über den Rhein ans andere Ufer nach Duisburg Homberg transportiert zu werden.

Danach geht es in den Hafenkanal, vorbei an Öl-, Kohle und Schrottinsel, die so heißen, weil am Ufer der Inselartigen Landstücke mal Öl, mal Kohle und mal Schrott gelagert und weiter transportiert werden. Der Käptain erläutert in aller Ausführlichkeit und mit einem ordentlichen Schuß Humor, warum z.B. auf der Kohleinsel Importkohle gelöscht statt heimische Kohle verladen wird, warum VW seinen Blechschrott hier anliefert und wieviel tausend Seecontainer hier wöchentlich umgeschlagen werden.

Auch wenn es um Kunst im Hafen geht, gibt es humorvolle Geschichten dazu. Kaum zu glauben, daß z.B. dort im Grünen die blauen Eisenträger jährlich von 30-40 Besuchern gefunden werden 😉 . Wir sehen Schiffe, die an Land liegen um repariert zu werden aber auch Schiffe, wie das Theaterschiff, das zwar im Wasser liegt, aber seit Jahren nicht bewegt wurde. Zwischendurch wird der Wasserschutzpolizei, die ihr übrigens offiziell WaschPo nennen dürft, zugehupt und im hinteren Hafenbecken taucht die Brücke der Autobahn A59 im Blickfeld auf.

Die Duisburg-Ruhrorter Häfen gelten übrigens als größter Binnenhafen Europas, in Gesamtbetrachtung aller öffentlichen und privaten Hafenanlagen sogar als größter Binnenhafen der Welt, aber das wußtet ihr sicherlich schon. Und wenn nicht, versucht es doch mal selbst mit der Hafenrundfahrt durch den Ruhrorter Hafen. Lieber noch ein paar Bilder gucken, dann klickt hier auf Flickr oder GooglePhotos.

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