Oldtimer an der Halde Hoheward

Mögt ihr Wolkenfotos? Ich liebe blauen Himmel und dicke weiße Wattewolken. Schon als Kind habe ich auf der Wiese gelegen und einfach nur in den Himmel geguckt. So betrachtete ich die großen dunklen Wolken, die sich über der Halde Hoheward zusammenzogen, mit leichter Besorgnis, als ich von der Zeche Ewald aus die Halde bestieg. Im Regen zu stehen ist nicht schön und außerdem hatte ich das an gleicher Stelle schon einmal. Bevor ich jedoch mal wieder den Weg auf die zweithöchste (frei begehbare) Halde des Ruhrgebiets einschlug, besuchte ich das Oldtimertreffen an der Zeche Ewald.

Es war das erste Treffen nach der Sommerpause und gleichzeitig auch schon wieder das letzte für dieses Jahr. Es ist ein Kompromiss, den man schon zu Jahresanfang mit den Anwohnern eingehen mußte, denn die Straßen und Plätze rund um die Zeche Ewald sind beliebt für offizielle Treffen (Oldtimer, Youngtimer), aber auch für private Rennen mitten in der Nacht. Das ist auch der Grund, warum man die Straße hinter der Zeche mittlerweile durch dicke Betonsperren und Eisenpoller abgetrennt hat, die nur bei offiziellen Veranstaltungen teilweise geöffnet werden.

Der Sonntagmorgen war erstaunlich sonnig, so daß sich eine ganze Reihe Oldtimerfreunde aufgemacht hatten, den Platz hinter der Zeche zu füllen. Wie ihr vielleicht wisst, fotografiere ich die Fahrzeuge mehr nach Optik, soll heißen ausgefallene Formen und Farben wirken bei mir mehr als das Alter eines Fahrzeugs. Hinzu kommt, daß die Fahrzeuge, die sich heute schon Oldtimer nennen dürfen, i.d.R. also älter als 25 Jahre sind, noch jünger sind als mein Führerschein 😮 . Die großen Mercedes Schlachtschiffe waren noch nie mein Ding und den VW Golf I bin ich, als mein erstes eigenes Auto, selbst noch gefahren.

Also lasse ich den Blick schweifen und versuche (schwarze Autos eignen sich dafür besonders) die Überbleibsel der Zeche im Spiegelbild des Blechkleides einiger Fahrzeuge abzulichten. Es qualmt kurz, die Türe des Delorean öffnet sich und heraus steigt … ach doch nur sein normaler Besitzer. Der Qualm kam von der Bratwurstbude nebenan. Der Besuch des Oldtimertreffens kostet die Oldtimerbesitzer übrigens 1,- € pro Rad. Da hat das Dreirad, das aussieht wie ein rollender Einkaufswagen ja Glück gehabt. Drei Räder = 1,- € gespart 🙂 . Erstaunlich auch, daß das gleiche Zitronengelb sowohl für einen Kadett Kombi als auch mal für einen Porsche herhalten mußte. Beide Fahrzeuge fallen zumindest auf.

Nach 1 ½ Stunden wollte ich mir, wie erwähnt, noch ein bisschen die Wolken angucken und schlug den Weg auf die Halde Hoheward ein. Tatsächlich kamen mir von oben ein paar schon ziemlich dunkle Wolkenexemplare entgegen, aber man soll ja positiv denken. Und … Glück gehabt, sie zogen über die Halde hinweg. Oben angekommen reicht der Blick fast über das ganze Ruhrgebiet. So konnte ich beobachten, wie sich der Regen über Bochum und südöstlich davon aus den Wolken entleerte, während zu mir die Sonne zurückkehrte.

Ich war unentschlossen, sollte ich noch rübergehen zum Horizontobservatorium oder gar bis zum Obelisken? Ach was, alles schon mal gesehen, also ich blieb einfach stehen und genoß die Aussicht, blickte dem Modellsegelflieger hinterher und entdeckte ganz weit hinten am Horizont Luftschiff Theo beim Aufstieg, während über mir die ersten Besucher ihre Drachen steigen ließen. Auch so ein untrügliches Zeichen, daß der Herbst in greifbare Nähe rückt. Windig genug war es ja, zum Glück, denn nur so waren die Regenwolken an mir vorübergezogen.

Lust auf noch ein paar Fotos? Dann hier entlang – Oldtimer bei Flickr und GooglePhotos – Oldtimer plus Haldenwolken bei Flickr und GooglePhotos.

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