Baldeneysteig

„Heute habe ich Wandertag“ steht auf dem Beutel den alle Wanderer an diesem Samstag bekommen. Und es sind viele gekommen, die einen Beutel zur offiziellen Eröffnung des Baldeneysteigs in Empfang nehmen. Beinahe wäre ich zu spät dran, denn ich mußte noch einen Parkplatz in Essen Werden suchen. Gerade noch rechtzeitig erreiche ich den Sammelpunkt, an dem auch die Volunteers der Veranstaltung wieder helfend unter die Arme greifen.

Kurz nach 13.30 Uhr starten die beiden geführten Wanderungen, einmal über ca. 6 km und einmal über ca. 12 km. Warum bin ich früher niemals am Baldeneysee gewandert? Überhaupt wandern im Ruhrgebiet? Klar, einen kleinen Ausschnitt des Baldeneysteigs auf der nördlichen Seite bin ich sogar, ohne es zu wissen, im Juni 2017 schon mal gelaufen.

Während ich aber seinerzeit den bequemen Weg eingeschlagen habe, geht der Baldeneysteig zum Teil ausgefallene Wege, schließlich ist es ein Wandersteig und kein Wanderweg. Geschätzt ca. 80 weitere z.T. singende Wandergäste jeder Altersklasse (incl. dreier Nonnen, dem Oberbürgermeister und der Presse) waren dabei, den 6 km langen Weg zwischen Essen Werden und dem Haus Scheppen zu erkunden. Immer dem Wanderzeichen nach, das sich grafisch und farblich am Logo der Grünen Hauptstadt orientiert.

Das Zeichen wurde in weiten Teilen vom sauerländischen Gebirgsverein angebracht und bedurfte im Vorfeld wohl einiger Genehmigungswege. Der Weg war, auch wenn es nur ein Ausschnitt war, durchaus anspruchsvoll. Mal ging es durch den Wald, mal 100 Meter über die Straße, mal ging es an Feldern und Wohngebieten vorbei dann wieder steil einen Abhang bergauf, was nach Regenwetter durchaus schon mal rutschig sein kann. Die Wegführung (27 km insgesamt) orientiert sich dabei ausschließlich an bestehenden Wegen.

Festes Schuhwerk würde ich daher in jedem Fall empfehlen und ein Helfer mit fester Hand könnte hier und da durchaus nützlich sein. Sagt später nicht, ich hätte euch nicht gewarnt. Nach knapp 2 Stunden endete die Schnuppertour an der Mole der weißen Flotte. Die Organisatoren der grünen Hauptstadt belohnten die Teilnahme mit einer Bratwurst und einem Getränk bevor es dann mit dem neuen Methanol-Schiff der Weißen Flotte, der MS innogy, wieder zurück ging an den Schiffsanleger in Essen Werden.

Nebenbei, die MS innogy hat neben dem umweltfreundlichen Antrieb einen weiteren Vorteil. Mit einem Rampen-Einstieg am Bug und einem Tiefgang von nur 60 Zentimetern kann sie mühelos an Ufern ohne Steg anlegen, was sie an der Mole unter Beweis stellen konnte. Jetzt heißt es nur noch die kostenlose Wanderkarte besorgen und selber wandern. Bleibt zu hoffen, daß die Wanderzeichen dauerhaft dort bleiben wo sie hingehören bzw. bei Verlust ersetzt werden. Ein paar weitere Fotos findet ihr bei Flickr oder GooglePhotos.

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