5 Jahre Touren durchs Ruhrgebiet und Besuch auf Halde Hoheward

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Noch ist 2014 ja nicht rum, aber wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt toure ich bereits seit 5 Jahren mal kreuz und mal quer durchs Ruhrgebiet. Ich weiß noch genau, wie ich 2010 (man erinnere sich, es war das Jahr der Kulturhauptstadt) mit Hilfe von Reiseführern, verschiedenem Prospektmaterial und Google Maps versucht habe herauszufinden, wo die einzelnen Zechen, Häfen, Brücken und Halden lagen und wie man sie am besten erreichen konnte. Das Ruhrgebiet ist ja meine „alte“ Heimat, aber als ich 1989 dort weg und an den Niederrhein gezogen bin, gab’s das Meiste noch garnicht (also zumindest nicht öffentlich zugänglich). Ob ich einen Favoriten habe? Schwer zu sagen.

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Nie vorher war ich in Herne oder Recklinghausen, in Gelsenkirchen ja da war ich mal, weil 1997 die Bundesgartenschau auf dem Gelände der Zeche Nordstern stattfand, aber von Zechen und Halden, da kannte ich nichts. Ich erinnere mich noch wie heute an meinen ersten Besuch auf Halde Hoheward. Damals hatte ich herausgefunden, daß es einen Treppenaufstieg mit irgendwas um die 500 Stufen gab (und immer noch gibt). An der Herner Str. 198 in Herten, gleich neben dem Lokal „Zum Handweiser“, habe ich damals meine Tour begonnen. Erst viel später habe ich den doch etwas bequemeren Aufstieg an der Cranger Straße, auf Höhe der ehemaligen Zeche Recklinghausen (II) entdeckt (zu erkennen an der markannten Drachenbrücke).

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Natürlich gibt’s auch noch die Möglichkeit von der Zeche Ewald aufzusteigen, den Weg bin ich aber bisher nur einmal in umgekehrter Richtung korrekt gelaufen, auf dem Hinweg habe ich mich irgendwie verfranst und bin dann quer Feld ein, aber das ist eine andere Geschichte (klickt mal „hier„). Na jedenfalls ist die Halde Hoheward für mich eine der schönsten Halden im Ruhrgebiet und immer wenn sich ein sommerlicher Tag ergibt und ich die Anreise von rd. 65 km bewältigt habe, spaziere ich dort rauf.

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Das Ruhrgebiet liegt einem dort oben zu Füßen und man kann den Alltagsgeräuschen des Straßenverkehrs dort oben entfliehen. Außerdem gibt es fast immer etwas zu sehen. Und wenn gerade mal nicht, dann sitzt man einfach nur da und denkt an die anderen lohnenswerten Ziele. Es ist, wenn man nicht vor Ort wohnt und wöchentlich dort oben ist, immer so ein bisschen wie zurückkommen an einen bekannten Urlaubsort. Und da letzte Woche so ein sonniger Spätsommertag war, bin ich nochmal „zurückgekommen“. Das einzige was mir noch fehlt ist ein Besuch bei Schnee. Mal sehen, vielleicht diesen Winter.

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Also nicht daß ich mir jetzt Schnee wünsche, aber am Tetraeder war ich auch schon mal bei Schnee oder auf der Brücke am Oberhausener Kaisergarten (Slinky Springs to Fame). Klickt dazu mal hier. Momentan bin ich dabei meine vielen 100 Bilder nochmal auf eine zweite Festplatte zu sichern. Man weiß ja nie, sicher ist sicher. Jetzt aber erstmal ein paar Spätsommerbilder von diesem Ausflug bei Google+ bzw. Flickr … und natürlich hier im Blog … (etwas scrollen, da zeitlich vor dem Grugaparkbesuch).

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P.S.: Die Absperrung des Horizontobservatoriums besteht nun schon so lange, daß die Firma „Hundertmark“ mittlerweile eigentlich „Fünfzigeuro“ heißen müßte (sorry der mußte sein) ;-).

Herbstanfang und ein Besuch bei Tante Ju

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Wer hätte gedacht, daß es zu Oktoberbeginn noch mal so sonnig wird. Das hätte sich mancher von uns Ende August gewünscht. Genau richtig für eine Woche Urlaub. Und wat is? Ich muß wohl ein gehöriges Hühnchen mit dem Wettergott rupfen. Ey hömma du Wettergott, so hamwer getz aber nicht gewettet. Mit Sonne antäuschen und dann die ganze Urlaubswoche „leichter Regen“. Wo gibbet dat denn? Paß auf ich zeig dir getz mal, wat man an so einem Sonnentach machen kann. Außerdem hab ich mehrere Hashtags auf einen Schlach erledigt.

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Erstens wollte ich mir und euch den Herbst zeigen (#halloherbst14), zweitens wollte ich auf ein Top tippen (#toptipping) und last but noch least wollte ich mir die Sonne in einem Park auf die Nase scheinen lassen (#gruga). Alles zusammen könnt ihr bei Instagram finden. Ihr meint das wären ja gleich drei Dinge auf einmal? Bei Oma und Opa ihre Rente, ihr habt Recht. Und darum gibbet heute ein paar sonnig, herbstliche Fotos, die ich am Samstag bei mir selbst geschossen hab.

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Ich könnte ja Stunden im Grugapark verbringen, die Tiere beobachten, die Menschen beobachten und mich selbst beobachten, beim Sitzen inne Sonne. Erntedankfest war übrigens auch und während ich auf’e Wiese so vor mich hin am dösen war, blies 200 Meter entfernt plötzlich der Blaskapellenverein von Essen seine Lieder inne Instrumente. Eben noch waret so ruhig, aber wat willste machen. Also habbich aus Protest ein Stück Apfelkuchen aus dem Bäckerzelt zu mein Erntedank erklärt und bin schleunigst das Weite suchen gegangen.

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Gott sein Dank, waren die Hummel und die Schmetterlinge unbeeindruckt davon und haben weiterhin ihre Rüssel inne Blumen versenkt. Außerdem war am Vormittag, als ich kam, noch der eine oder andere Tautropfen auf den Blüten, so daß ich ein paar schöne Fotokes erspielt habe. Tja und wat soll ich euch sagen, sogar den Grugaturm habe ich weg … top tipp gedingst. 3 .. 2 .. 1 .. meins (siehe ganz oben). Ich glaube die Leute haben gedacht ihr hätte einen an der Klattsche, als ich mit dem Handy in der Hand da rumgehampelt habe und mein linker Arm irgendwo in der Luft rumfuchtelte :-D.

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Während ich also rumfuchtel, fliegt bereits zum zweiten oder dritten Mal die gute Tante Ju über den Grugapark hinweg. Ob die Ju52 evt. vom Flughafen Mülheim/Essen aus startet? Ihr müßt wissen, das ist ein ganz kleiner Flughafen (mehr ein Verkehrslandeplatz), bei dem man als Besucher bis zu einer Absperrung direkt ans Flugfeld darf. Mit dem Flugzeug auf du und du (sozusagen). Also Abstecher auf’m Rückweg.

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Und da stand sie, die Junkers Ju52. Der Tankschlauch reingehängt, als wenn’s ein Auto wäre und eine Trittleiter für den Einstieg. Also habe ich so’n 1/4 Stündchen gewartet, vielleicht waren es sogar 30 Min. Ehrlich gesagt ich habe nicht auf die Uhr geachtet. Und dann durften Sie Fluggäste einsteigen und die Tante startete, so gemütlich, daß ich mit dem Kameraschwenk schon fast zu schnell war 🙂 .

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Fotos aus dem Grugarpark und vom Flughafen in Mülheim/Essen bei Flickr (hier oder hier) oder bei Goolge+(hier oder hier).

Von alten Autos und neuen Handy Apps

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Bei mir läuft’s zur Zeit etwas ruhiger, weil ich krankheitsbedingt ein paar Tage aussetzen durfte. Unter anderem war ich zu einer Untersuchung im Krankenhaus und durfte feststellen, wie weit meine Daten selbst dort gespeichert sind. Sie hatten meine alte Adresse im Computer, obwohl ich selbst in Krefeld noch nie im Krankenhaus war. Aber Familienangehörige und da ist man dann als Bezugsperson …. na ja. Aber das gehört hier nicht in allen Einzelheiten hin, zumindest z.Zt. noch nicht. Stattdessen ein kleiner Rückgriff auf letztes Wochenende.

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Am Sonntag war ich mal wieder in und um Essen herum unterwegs. Zuerst zum Oldtimertreffen an der Kokerei Zollverein und anschließend seit langem mal wieder auf der Halde Schurenbach. Das Oldtimertreffen Anfang September ist traditionell das erste Treffen nach den Sommerferien und, wenn das Wetter stimmt, gut besucht. So war es auch dieses Mal wieder. Die Parkplätze für Oldtimer wurden knapp und die Besucher nutzen den Sonntag für einen ausgiebigen Fotospaziergang. Ein paar schöne Fahrzeuge waren ja dabei oder würdet ihr einen Mercedes 300 SL verstoßen 😉 ? Ich lade am Wochenende noch ein paar Bilder in die bekannten Fotoalben.

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Anschließend habe ich nach längerer Zeit, weil fast um die Ecke, mal wieder einen Abstecher zur Halde Schurenbach gemacht. Ich hätte ja das Umfeld beinahe nicht wiedererkannt. Sind dort auch Bäume dem Sturm im Frühjahr zum Opfer gefallen? Der Eingang, sonst unter Bäumen, lag gänzlich im freien Feld und auch entlang der Treppe, die langsam anfing zuzuwuchern war rechts und links alles gerodet, was sich sonst Gestrüpp nannte. Nur im oberen Teil der Halde wuchs alles wie gewohnt. Aufgefallen ist mir die neue Aufschrift auf der Bramme „Dani’s weightloss Journey“. Sie (oder er) scheint es schon mehrfach an die Spitzte der Halde geschafft zu haben. Viel Glück Dani beim Abnehmen ;-).

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Am Samstag hatte ich schließlich noch etwas Zeit und habe mich mal mit dem Thema Handy Ticket beschäftigt. Das Handy Ticket ermöglicht einem den Kauf von Tickets des VRR (also Bus, Straßenbahn, Regionalbahn, S-Bahn etc.) mit wenigen Tastendrücken und Abrechnung über Girokonto oder Kreditkarte. Als ich am Dienstag vom Krankenhaus zurückfuhr habe ich das gleich mal ausprobiert. Ich würde nämlich im nächsten Urlaub gerne mal einen Handy App Tag verbringen, also möglichst viel mittels Handy organisieren, bezahlen usw. Aber davon ein anderes Mal mehr. Der Ticketkauf (Einzelfahrt innerhalb Krefelds) verlief übrigens reibungslos.

100 Jahre Rhein-Herne-Kanal

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Acht Jahre, vom 05. April 1906 bis 17. Juli 1914, haben sie gegraben bis er fertig war. Am letzten Wochenende wurde sein 100jähriges gefeiert. Eigentlich das ganze Jahr, aber an diesem Wochenende, war er frei von Schiffen, zumindest von den Großen. Wovon ich rede? Ach so, vom Rhein-Herne-Kanal. Er verbindet den Rhein mit dem Dortmund-Ems-Kanal (ich schrieb davon, als ich dieser Tage vom Schleusenbesuch berichtete). Gut ein Schifffahrtskanal sagen die einen, die Riviera des Ruhrgebiets sagen die anderen (oder wie der WDR vor kurzem titelte „Riviera im Pott„).

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Es ist schon verrückt, denn ich habe als Kind nur rund 3 km vom Kanal entfernt gewohnt, aber trotzdem kann ich mich nicht erinnern jemals dort gewesen zu sein. Die Riviera lag damals mitten in einem Industriegebiet, da wo heute das Einkaufszentrum „Centro“ zum Flanieren einlädt, verliefen damals dicke Rohre und säumten Kühltürme die Straße. Keine einladende Gegend für einen 12-15 jährigen, der seine Wege mit dem Fahrrad absolvierte. Im grünen Hexbachtal haben wir uns herumgetrieben (ich wüßte heute gar nicht mehr wie man da hinkommt), aber in Industrievierteln, auf die Idee wäre ich damals wohl nicht gekommen. Natürlich waren damals keine Rad- und Wanderwege entlang des Kanals, es war eben ein Schifffahrtskanal und kein Ausflugsziel (im eigentlichen Sinn). Aber ich schweife ab, ich wollte euch ja vom vergangenen Wochenende erzählen, denn der Rhein-Herne-Kanal feierte ja sein 100jähriges Bestehen.

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Das Wetter war nicht gerade zum Feiern, denn knapp 20 Grad und bewölkter Himmel ließen wenig Platz für ein Badevergnügen. Trotzdem gab es Tohuwabohu und zwar musikalisch an der Schleuse Gelsenkirchen mit der Tohuwabohu Marching Band. Aber der Reihe nach. Meine erste Station war in Oberhausen. Ich dachte ich schaue mich mal unterhalb des Gasometers um, vielleicht entdecke ich ja ein paar Ruderboote oder ein paar Schwimmer. Aber es war nix los, auch wenn die WAZ berichtet es wären rund 20.000 Menschen am Samstag auf den Beinen gewesen, hier war nix los, aber sowas von nix. Auf der Slinky springs to fame Brücke schlummerten die Liebesschlösser in leichtem Nebel, unten ruderte mal ein einsames Boot vorbei. Am Rand des Kanals lagen noch die letzten Tropfen auf den Pflanzen.

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Also bin ich weiter nach Gelsenkirchen, am Nordsternpark waren zumindest schon ein paar Buden und Infostände aufgebaut, die Feuerwehr hatte ihren Platz bezogen und ein einsamer Musikant spielte auf der wenig besuchten Bühne. Die Graffitiwand wurde gerade einem neuen Anstrich unterzogen und am Wasser gab’s eine handvoll Wagemutiger die sich beim Stand up Paddling versuchten oder im Inneren eines Wasserballs strampelten. Ja, hier war mehr los als in Oberhausen, aber der große Ansturm ließ bei einsetzendem Nieselregen auch hier zu wünschen übrig. Eigentlich schade für die Organisatoren, die sich Mühe gegeben hatten, aber für ein Strandpicknick war nun wahrlich nicht das Wetter.

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Also bin ich noch ein paar Meter weiter an die Schleuse nach Gelsenkirchen. Wenige Meter neben der Stelle, wo im letzten Jahr die Kanalbesichtigung des neuen Emscherkanals stattfand, war am Samstag Tag der offenen Türe an der Schleuse. Die Feuerwehr zeigte auch hier ihr Können, ein Binnenschiff konnte besichtigt werden und eine Schleusenkammer war trockengelegt, so daß man ihr bis auf den Grund schauen konnte. Vor der Schleuse zeigte ein Taucher sein Können, bei der Bergung eines Ferraris 🙂 aus dem Rhein-Herne-Kanal. Mittlerweile hatte der Regen wieder aufgehört, aber der Wind der übers Wasser blies, fühlte sich irgendwie herbstlich an. Ich denke der Kanal hätte mehr verdient gehabt, aber an diesem Wochenende sah das Wetter irgendwie nicht nach Geburtstag aus.

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Trotzdem habe ich ein paar Fotos gemacht, die ihr wie immer bei Flickr oder Google+ zu sehen bekommt. Zum Tagesabschluß ging es dann noch auf das besagte Binnenschiff namens „Willi“, daß schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Gebaut wurde es 1909, außer Dienst gestellt 1983, seitdem war es als Museumsschiff in verschiedenen Händen und seit 2004 nun in Besitz des „Vereins historische Binnenschifffahrt„. Der nächste große Termin im Ruhrgebiet ist übrigens der Day of Song am 27. September 2014 nicht nur, aber bestimmt auch irgendwo an der Riviera des Ruhrgebiets.

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Die Schönheit der großen Straße

A40_3Sie hat eine lange Geschichte hinter sich, die heutige B1|A40. Die uralte Handelsroute von der belgischen Nordseeküste bis in die russische Stadt Nowgorod. Heute ist die B1 Teil von verschiedenen Autobahnen und bildet als A40 den sogenannten Ruhrschnellweg. Wer im Ruhrgebiet groß geworden ist, dem werden Begriffe wie „Ruhrschnellweg“ oder „Spagettiknoten“ bekannt vorkommen. Als Kind fand ich den Begriff „Spagettiknoten“ immer äußerst lustig, aber Autobahnkreuz sagte damals kaum einer. Wer schon mal durchs Ruhrgebiet gefahren ist, der dürfte mit Sicherheit auch schon mal durch das Autobahnkreuz Duisburg Kaiserberg gefahren sein und wer im oder um das Ruhrgebiet herum wohnt, für den ist die A40 und der Spagettiknoten die Heimat.

Wie bereits zum Kulturhauptstadtjahr 2010 findet auch 2014 entlang der A40 wieder die Kunstaktion „B1|A40 Die Schönheit der großen Straße“ statt. Kunst auf der Autobahn? Na nicht ganz, aber zumindest im Umfeld der Autobahn. Die verschiedenen Veranstaltungen zwischen Duisburg und Dortmund kann man dem Programmheft entnehmen und wenn ihr zwischen Bochum und Dortmund zu Hause seid, dürft ihr den Bericht gerne fortsetzen.

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DUISBURG AUTOBAHNKREUZ KAISERBERG – „Die Zukunft der Landschaft“

Nun klingt es etwas verrückt, wenn ich erzähle, daß ich im Autobahnkreuz Kaiserberg herumgelaufen bin, aber trotzdem war’s so. Es gibt sogar einen Kaiserberg Wanderweg. Also das Auto unweit davon auf der Dörnerhofstraße abgestellt und zu Fuß auf den Weg gemacht. Das erste was ich im vorbeifahren prompt übersehen habe, war die Wanderausstellung „Trampelpfade“, eine Michschung aus Bau- und Planwagen. Im Inneren des Wagens lassen sich drei Rollen, ähnlich einem Glückspielautomaten, drehen. Auf jeder Rolle befinden sich Informationen über das Ruhrgebiet und das Umfeld A40/Kaiserberg. Warum ich das so genau weiß, obwohl ich’s übersehen habe? Weil ich, schlau wie ich bin, auf dem Rückweg so dachte was’n das für’n Wagen und warum stehen da Leute drumherum. Tja, gerade noch mal rechtzeitig ausgestiegen :-).

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Etwas weiter die Dörnerhofstraße rein steht das Kunstwerk „Überplanungen“ und erklärt die Wege und Leitungen auf, über und unter dem Autobahnkreuz auf verschiedenen Karten. Die coolste „Karte“ war das Autobahnkreuz komplett in Metall. Wer sich vielleicht an diesen Blogbeitrag erinnert (etwas scrollen), der wird wissen, daß neben dem Autoverkehr auch noch mehrere Eisenbahnlinien den Bereich rund um das Autobahnkreuz durchschneiden. Auch über die Dörnerhofstraße gehen zwei Bahnlinien, wovon eine nur gerade mal 3,60 m über dem Kopf langläuft. Ich sage euch, als der erste Zug da mit Tempo drüber rauschte, habe ich mich gehörig erschrocken. Die Züge haben, obwohl gerade erst in Duisburg Hauptbahnhof losgefahren, schon ordentlich Tempo drauf. Am 6. September ist übrigens großes Finale rund um das AK Kaiserberg mit Reibekuchen, Musik und der Wanderausstellung “Trampelpfade” (Kolkerhofweg 130, Mülheim/Ruhr).

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ESSEN FRILLENDORF – „Heimat Autobahn“

Ein paar Tage nach meinem Besuch im Autobahnkreuz war ich mal wieder auf dem Weg nach Essen und verlasse die Autobahn wie so häufig an der Anschlußstelle Essen Frillendorf. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich dort noch nie näher umgesehen. Wer die Ausfahrt kennt wird wissen, daß sie eigentlich auch nicht wirklich dazu einläd. Also um so mehr ein Grund dort nach dem nächsten Kunstobjekt „O.T.“ Ausschau zu halten. Die Frillendorfer Straße muß dort, um die Autobahn zu unterqueren, in die Tieflage gehen. Dafür findet sich, auch ziemlich einmalig in Deutschland, die Bushaltestelle auf dem Mittelstreifen der Autobahn, wo der Bus in einer Betonspur fährt. Genau diese Busspur steht momentan auf der Kippe, weil zu teuer und anfällig für Reparaturen.

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Bei soviel Skurilität ist auch „O.T.“ skuril, denn neben eine Menge Street Art in Form von Graffiti (welche hier an den Wänden prangen) hat der Künstler an verschiedenen Stellen schwarzweiß Foto überzogene Holzfiguren aufgestellt, die den Anschein machen, als gehörten Sie nicht wirklich hierher. Während die eine Figur mit einem Karton über dem Kopf an der Treppe steht (Achtung jetzt kommt ein Karton 🙂 ), steckt an einer anderen Stelle jemand seinen Kopf in den Sand (respektive den Bürgersteig). Oben im Gebüsch steht, gleich neben der Autobahnausfahrt, ein ausgewachsener Tiger. Man muß schon genau hingucken, um alles zu entdecken.

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Wer in diesem Umfeld mit einem Fotoapparat herumläuft fällt zwangsläufig auf. Daher wurde ich auch von Erik (nebst Begleitung) aus Berlin (E. Göngrich) angesprochen, der mit dem Fahrrad unterwegs war und sich ebenfalls der sehr speziellen Kunst widmete. Erik, auch wenn ich selbst mittlerweile meine Wahlheimat außerhalb des Ruhrgebiets habe, trag die Info ruhig nach Berlin „Im Pott is schön“ … irgendwie … auf eine ganz bestimmte Art, vielleicht auch ein bisschen unmittelbar neben der großen Straße 🙂 .

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Wer möchte, das sind die weiteren Punkte, um die ihr euch kümmern könnt:
MÜLHEIM U-BHF EICHBAUM – „Moment und Kontinuität“
BOCHUM DÜCKERWEG – „Roadmovie Ruhr reloaded“
BOCHUM HAMME – „Kulturelle Kreuzungen“
DORTMUND SCHÖNAU – „Rekonstruktion einer Landschaft“

Und jetzt geht’s wieder ab auf die Autobahn, genießt die Schönheit der großen Straße 🙂 . Bilder … kennt ihr oder? Gibt’s bei Google+ bzw. Flickr (bisschen scrollen, weil zu verschiedenen Terminen aufgenommen).

Gourmet Meile Zollverein

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Normalerweise brauche ich ja ein paar Tage nachdem ich irgendwo war, um einen passenden Blogbeitrag draus zu schneidern und der letzte Beitrag zum Thema Rhein-Herne-Kanal ist auch immer noch aktuell, aber da die Gourmet Meile ja nur an diesem Wochenende stattfindet muß ich mich ein bisschen sputen. Im letzten Jahr konnte ich mich nicht so recht entscheiden, aber dieses Jahr habe ich mir bereits im Vorfeld im Netz angesehen, was es so gibt und mich spontan für „Himmel und Ääd vom Restaurant Mintrops Stadt Hotel entschieden. Himmel und Ääd ist gebratene Blutwurst (ich weiß nicht jedermanns Sache 🙂 ) und dazu gab es karamellisierte Apfelspalten, Kartoffelpüree und Röstzwiebeln.

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Zum Nachtisch habe ich mich für eine Portion Topfenknödel von Nelson Müllers Restaurant Schote entschieden. Zu den Topfenknödeln gab es Zwetschgen, Zimteis und Pistaziencreme. Ja ich weiß, von diesen Gerichten wird man jetzt nicht pappsatt, aber dafür schmeckt es ausgesprochen gut. Beim ersten Essen kauft man für 1,- Euro ein Besteck, das man dann an allen weiteren Ständen wiederverwenden kann. Wenn ihr Lust habt, bis Sonntag geht die Gourmet Meile noch auf Zeche Zollverein in Essen.

P.S.: Dieser Beitrag ist nicht gesponsert, alle Gerichte wurden selbst bezahlt, selbst verzehrt und selbst für äußerst lecker lecker lecker befunden ;-).

Rhein-Herne-Kanal

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Daß der Rhein-Herne-Kanal (als Verbindung zwischen Rhein und Dortmund-Ems-Kanal) in diesem Jahr 100 Jahre alt wird habt ihr sicher schon gehört, daß der 30. August mit „KanalLeben“ der Höhepunkt des Jubiläumsjahres werden wird, hat sich vermutlich auch schon rumgesprochen, denn an dem Tag wird der Rhein-Herne-Kanal von Duisburg bis Waltrop ganztägig für die motorisierte Schifffahrt gesperrt und zahlreiche Veranstaltungen z.B. das StrandPicknick im Nordsternpark Gelsenkirchen sollen euch an den Kanal locken. Was genau passiert könnt ihr z.B. hier und hier lesen.

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Wie aber erfolgt die Schifffahrt über den Rhein-Herne-Kanal habe ich mich vor längerem schon mal gefragt, als ich an der Schleuse in Gelsenkirchen stand und gibt es weitere Schleusen? Klar gibt es die (Karte von „NordNordWest“) und eine davon ist in Oberhausen nur unweit der A42. Komisch, daß ich hier noch nie war. Warum eigentlich nicht? Nun ist es an Schleusen so, daß es nur interessant wird, wenn auch Schiffe kommen, denn eine Schleuse ohne Schiffe ist wie ein Wurstbrot ohne Wurst und als ich mal in Gelsenkirchen stand fehlte die Wurst … äh … fehlten die Schiffe. Außerdem ist „interessant“ natürlich auch so eine Frage der Sichtweise. Vermutlich ist eine Schleuse mehr so’n Männerding, oder? Nur Schiffe, Technik, nicht mal ein Andenken Shop (das könnte ne Marktlücke sein, so’n Kiosk anner Schleuse .. mhmm .. 😉 ).

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Wie dem auch sei, in Oberhausen hatte ich Glück und es kamen auch ein paar Schiffe … und was für welche. Als das Tankschiff in die Schleuse einfährt, paßt da aber rechts und links kein Buch mehr zwischen Bord- und Schleusenwand. Aber der Käpt’n des Riesenkolosses hatte da wohl keine Probleme mit und das obwohl er in die nördliche Schleusenkammer eingefahren ist. Es wäre mir mit bloßem Auge nicht aufgefallen, aber lt. Wikipedia wäre die südliche Kammer nochmal 11cm breiter gewesen als die nördliche. An Höhe wird in beiden Kammern „nur“ 4,10 m überwunden, andere Schleusen heben oder senken da mehr. Wenn ihr also mal in der Nähe seid, A3 Abfahrt OB Lirich oder A42 Abfahrt OB Buschhausen und von da zur Rosenstraße. Die letzten Meter sind Spielstraße, da geht’s dann zu Fuß. Wenn’s Wetter mitspielt bin ich am 30. August bestimmt irgendwo zwischen Oberhausen und Gelsenkirchen (Nordsternpark) unterwegs.

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Last but not least stelle ich gleich noch ein paar Bilder bei Google+ bzw. Flickr ein.

Melt – So klang das Hochofenwerk

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Ach herrlich, diese Ruhe. Ist es bei euch zu Hause auch so schön ruhig? Der einzige Krach ertönt, wenn ihr euren Gummibaum anschreit? Kein Gummibaum? Gut … Ihr wohnt abseits der großen Straße (kleines Wortspiel, denn „Über die Schönheit der großen Straße“ schreibe ich auch noch was)? Ihr wollt Krach und Licht und Kunst? Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal 😀 . Sollt ihr haben, ihr müßt aber nach Duisburg kommen, genauer in den Landschaftspark Duisburg Nord. Dort hat heute (16.08.2014) im Rahmen der Ruhrtriennale „Melt“ eröffnet. Melt? What the hell is Melt? Melt soll euch das Leben und die Arbeit im Hochofenwerk näher bringen.

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Außerdem könnt ihr so richtig ausflippen (wenn ihr das wollt) und coole, verrückte, abgedrehte Fotos machen. Aha! Und was macht so’n Melt werdet ihr euch jetzt fragen. Ich haue erstmal ein paar Zahlen raus. Die Installation besteht aus 50 Aluminiumplatten, 1.800 Sprungfedern ist 3 Meter breit und 70 Meter lang und das zusammen ergibt das Kunstwerk „Melt“. Die polierten Aluminiumplatten (die nach einiger Zeit auf Grund der Fußabdrücke nicht mehr durchgängig spiegeln) neigen sich auf Grund der Federn und eurem Körpergewicht mal nach links, mal nach rechts, mal nach vorne und bringen so Leben in die Bude.

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Und weil die Aluminiumplatten an den Kanten aufeinander liegen und gerade Kinder gerne über die Plattenkonstruktion hüpfen, kommt Melt gehörig in Schwingung und verursacht einen ohrenbetäubenden Lärm. Man stelle sich eine Metallrutsche vor, auf der früher die Kohlen, das Koks, was auch immer in den Hochofen gerutscht sind, dieses Geräusch soll mit der Installation nachgebildet werden. Melt ist übrigens nur wenige Zentimeter hoch, also keine Angst, wer halbwegs geradeaus laufen kann, kann das Kunstwerk betreten. Außerdem kann man jederzeit rechts oder links von den Platten wieder absteigen.

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Zwischendrinn sind die Aluminiumplatten von oben beleuchtet, so daß sich je nach Bewegung und Regentropfen, die das Kunstwerk z.T. auch treffen, eine flackernde Beleuchtung an der Decke der Hochofenstraße ergibt. Das brasilianische Künstlerduo cantoni crescenti laden euch noch bis zum 28. September in den Landschaftspark Duisburg Nord zu „Melt“ ein. Dort ist das Kunstwerk täglich von 10.00 – 23.00 Uhr frei zugänglich. Die Hochofenstraße ist links am Büdchen vorbei kaum zu verfehlen … einfach immer dem Geräusch nach 🙂 . Zu laut für euch? Dann kommt einfach, wenn weniger Leute im Park sind, dann könnt ihr euch langsam rantasten.

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P.S.: So wie es aussieht, bekommt der begehbare Hochofen demnächst einen weitern und breiteren Zugang (siehe Foto). Weitere Bilder bei Google+ bzw. Flickr.

1914 Mitten in Europa

1914Seit ihr eigentlich froh in der Jetztzeit zu leben? Wir schreiben das Jahr 2014 und die Nachrichtensendungen vermelden nur selten wirklich gute Nachrichten. Trotzdem haben wir eine Menge Dinge, an die man vor 50 Jahren nicht einmal gedacht hat, geschweige vor 100 Jahren. Daher blickt das LVR Industriemuseum zusammen mit dem Ruhrmuseum Essen in der Mischanlage der Kokerei Zollverein z.Zt. 100 Jahre zurück. Zurück auf „1914 Mitten in Europa„. So lautet der Name der Ausstellung, welche auf den ersten Weltkrieg zurückblickt. Aber nicht nur auf den Weltkrieg, sondern auch auf die Epoche der Jahrhundertwende auf Wohlstand und technische Innovationen, welche zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits existierten.

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Der Besuch startet im südlich vorgelagerten Wiegeturm (Parkplatz C) mit einer Fahrt der 150 Meter langen Standseilbahn. Man muß sich sogar anschnallen, dann rumpelt es etwas und ehe man sich versieht ist man auch schon in der oberen Ebene der Ausstellung angekommen. Ich dachte es wäre kühl dort drinnen, ihr wißt schon dicke Mauern und so, war es aber nicht, es war wie draußen auch um die 30 Grad, vielleicht 2 Grad kühler. Dafür stand die Türe zum Außenbereich offen. Also schnell mal einen Blick auf die Kokerei und das Werksschwimmbad von oben. Allerdings war der Blick nicht ganz neu, ich stand dort schon mal während der Führung durch die Kokerei.

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Die Ausstellung startet mit einem Überblick über die damaligen Errungenschaften, der Motorwagen, der Ottomotor, Kaisers Kaffee Geschäfte, die ersten Rechenmaschinen (namens „TIM“ = Time is money), einen Schnelltelegrafen, Aspirin oder die Kleidung dieser Zeit, um nur einiges zu nennen. Diese Etage stellt sprichwörtlich den Vorabend des Ersten Weltkriegs dar. Das war die Zeit, in der Züchtigung von Kindern noch empfohlen wurde! Eine Etage tiefer befinden sich dann die Zeichen des Kriegs. Waffen von der Pistole über das Maschinengewehr bis hin zur Kanone. Dazu die Schutzeinrichtungen der Soldaten und die Produktionsstätten der Waffen und Munition in der Rhein-Ruhr-Region. Man erfährt von der Begeisterung, mit der junge Männer damals in den Krieg zogen und dem Start der „plastischen Chirurgie“, wenn die Männer zum Teil schwer verletzt wieder zurückkehrten.

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Im dritten Teil der Ausstellung, zu begehen über die langgezogene Treppe in der Mischanlage, geht es um die Nachwehen des Krieges mit Hunger, Revolution und Besatzung. Aber auch neue Technik von der Hollerithmaschine (Start der Datenverarbeitung) über den Rundfunkempfänger bis zum „Saugling“, einem der ersten transportablen Staubsauger aus den Borsigwerken in Berlin. Im Nachhinein habe ich mir überlegt, ob es sinnvoll gewesen wäre 3,- € zusätzlich für den Audioguide auszugeben, denn an der einen oder anderen Stelle kam ich mir schon etwas verloren vor ohne nähere Erläuterung der Exponate. Andererseits hatte ich mir 2 Std. Besuchszeit vorgenommen und denke, daß der Audioguide einen doch länger bindet. Wenn ihr Interesse habt, hört doch mal hier testweise rein, ob sich der Audioguide für euch lohnt (ZIP Datei mit einer Hand voll MP3’s).

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Letztendlich habe ich mit Fotos machen rund 2 1/2 Stunden in der Ausstellung verbracht. „1914 Mitten in Europa“ läuft noch bis Ende Oktober (26.10.2014). In dem folgenden YouTube Beitrag gibt euch das LVR Industriemuseums noch einen kurzen Einblick in bewegten Bildern. Weitere Fotos gibt’s bei Google+ bzw. Flickr (etwas zurückscrollen weil in der Zeitschiene vor dem Grugaparkbesuch).

Von Plateaus, Brötchen und Ruhrpottzielen

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Manchmal fallen mir einleitende Worte für einen neuen Blogbeitrag ein, während ich gerade inner Küche stehe oder unter der Dusche oder während ich im Auto sitze und wenn ich dann wieder am Rechner bin, sind se mir wieder entfallen oder mir gefällt die Formulierung plötzlich doch nicht mehr. Eigentlich wollte ich euch in den letzten Wochen immer mal wieder von dem einen oder anderen Ausflug berichten, aber die Ziele waren alle schon mal Thema im Blog und dem Blog mangelte es auch nicht an anderen Themen. Also wollte ich euch nicht langweilen, schließlich erzähle ich ja auch nicht jeden Tag was ich beim Bäcker kaufe. Heute waren es übrigens zwei Brötchen …, gestern auch, allerdings war eins davon so’n Sonnenblumenkernbrötchen (die kaufe ich seltener, weil der Name so lang ist 😉 ) … und vorgestern … aber wer will das schon wissen 🙂 ?

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Es war also wieder mal Samstagvormittag. Ich liebe Samstagvormittage, Brötchen zum Frühstück, eine Zeitung, so richtig die aus Papier, die man umblättern kann und in der immer eine Kinderseite mit einem Käpt’n Blaubär Comic steckt 😉 . Aber ich schweife ab. Der Samstag ist einerseits der Tag an dem ich ausschlafen kann, andererseits würde ich den Tag auch gerne früh beginnen. Wenn man allerdings bis Nachts um 1.00 am Rechner sitzt um z.B. diesen Blogbeitrag zu schreiben beißt sich das zeitlich irgendwie. Warum ich Nachts am Rechner sitze? Vielleicht weil ich ein Nachtmensch bin. Dafür weckt mich nichts und niemand auf, wenn ich dann mal schlafe. Nun schien aber wieder die Sonne, womit wir beim nächsten Dilemma wären, denn wenn die Sonne lacht, muß ich raus. Raus auf den Balkon? Eine Möglichkeit, für den Blog aber eher mäßig interessant.

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So war ich letzte Woche also mal wieder in Oberhausen, habe einen Abstecher zur Zeche Sterkrade gemacht, an der ich noch nie war und habe mich (nochmal) im Gleispark Frintrop (Nähe Haus Ripshorst) umgesehen. Kinners ich sachet euch, da findet ihr Aussichtsplateaus, da weiß auch nur der Erbauer, was man da sehen soll. Bei ein Plateau gibbet nix zu sehen außer Wiese, das zweite geht immerhin zwischen die Bäume innen Wald um ausnahmsweise da mal nix zu sehen und dat dritte, dat ist richtig interessant, denn unten isset bunt bemalt und man kann vor ein paar Bäume gucken. Zwischendrin gibbet dann noch mal hier und da ne Mauer im Wald, auf die du noch nichtmal’n Bier oder so abstellen kannst und in den Wald drin, da liegen jede Menge nummerierte Birkenstämme, also kleine Stücke davon. Ich nehme mal an, dat se hier noch am Bauen dabei sind, so eine Art Birke von Ikea. Also der Gleispark ist schon Klasse. Gleise? Ja die gibbet auch, aber da rauschen einem die Güter- und Regionalzüge über die Füße, da sollteste mal schnell von weg bleiben.

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Und wo war ich sonst noch so? Zum x-ten Mal zur Achterbahn „Tiger & Turtle“, zum wiederholten Besuch im Rheinpark und den Aussichtsturm am Wolfssee habe ich auch erstürmt. Kennt ihr aber alles schon, oder? Also werde ich eine Auswahl Bilder in die Alben von „Ruhr2014“ hochladen und zeige euch hier nur ein paar Collagen. Was ich euch aber auf jeden Fall ans Herz legen darf sind die Tierbilder aus dem Duisburger Zoo oder die Blütenbilder aus dem Essener Grugapark. Über die Ausstellung „1914 Mitten in Europa“, welche ich am letzten Sonntag in der Mischanlage der Kokerei Zollverein besucht habe, gibt es einen eigenen Beitrag, wenn ich die Bilder gesichtet habe.

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Und jetz viel Vergnügen beim Stöbern im „Ruhr2014“ Album bei Google+ bzw. Flickr. Die Tierbilder finden sich im Album „Duisburg“ bei Google+ bzw. Flickr.