Berlin – Natur, Kultur und Industrie (II)

Schiffstour auf der Spree
Die im ersten Teil erwähnte Welcome Card habe ich am nächsten Tag genutzt, um den Tag auf einem Schiff zu starten. Am frühen Morgen mit einem Schiff über die Spree schippern und die ersten Sonnenstrahlen genießen kann so entspannend sein. Außerdem habe ich Berlin noch nie von der Spree aus betrachtet und wenn man denkt, man hätte schon alles gesehen, so erhält man einen ganz neuen Blick auf Reichstag, Bundeskanzleramt oder Berliner Dom. Danach ging es mit der U-Bahn weiter in den südöstlichen Teil der Stadt, zu einem touristisch noch nicht so erschlossenen Thema. Ich wollte mich in Berlin einmal dem Thema „Industriekultur“, über das ich ja regelmäßig aus dem Ruhrgebiet erzähle, nähern. Weiterlesen →

Berlin – Natur, Kultur und Industrie (I)

Während andere im Urlaubsflieger sitzen und in die große weite Welt entschwinden, war ich mal wieder in der Hauptstadt unterwegs. Während der ICE in die Licht durchflutete Halle des Hauptbahnhofs einrollt, fällt draußen mal wieder der Regen auf die Scheiben. Dabei wollte ich nach Frühling und Herbst endlich mal wieder ins sommerliche Berlin. Nun ja, am Wetter machste halt nichts. Nach kurzem Abstecher ins Mercure Hotel Berlin City (zwei Tram Stationen vom Hauptbahnhof) führte mich mein erster Weg mit U-Bahn und Regenschirm zum Wittenbergplatz. Thema der Reise war dieses Mal Natur, Kultur und Industrie. Weiterlesen →

Rhein-Herne-Kanal

IMG_4871

Daß der Rhein-Herne-Kanal (als Verbindung zwischen Rhein und Dortmund-Ems-Kanal) in diesem Jahr 100 Jahre alt wird habt ihr sicher schon gehört, daß der 30. August mit „KanalLeben“ der Höhepunkt des Jubiläumsjahres werden wird, hat sich vermutlich auch schon rumgesprochen, denn an dem Tag wird der Rhein-Herne-Kanal von Duisburg bis Waltrop ganztägig für die motorisierte Schifffahrt gesperrt und zahlreiche Veranstaltungen z.B. das StrandPicknick im Nordsternpark Gelsenkirchen sollen euch an den Kanal locken. Was genau passiert könnt ihr z.B. hier und hier lesen.

Blog_Schleuse2

Wie aber erfolgt die Schifffahrt über den Rhein-Herne-Kanal habe ich mich vor längerem schon mal gefragt, als ich an der Schleuse in Gelsenkirchen stand und gibt es weitere Schleusen? Klar gibt es die (Karte von „NordNordWest“) und eine davon ist in Oberhausen nur unweit der A42. Komisch, daß ich hier noch nie war. Warum eigentlich nicht? Nun ist es an Schleusen so, daß es nur interessant wird, wenn auch Schiffe kommen, denn eine Schleuse ohne Schiffe ist wie ein Wurstbrot ohne Wurst und als ich mal in Gelsenkirchen stand fehlte die Wurst … äh … fehlten die Schiffe. Außerdem ist „interessant“ natürlich auch so eine Frage der Sichtweise. Vermutlich ist eine Schleuse mehr so’n Männerding, oder? Nur Schiffe, Technik, nicht mal ein Andenken Shop (das könnte ne Marktlücke sein, so’n Kiosk anner Schleuse .. mhmm .. 😉 ).

Blog_Schleuse1

Wie dem auch sei, in Oberhausen hatte ich Glück und es kamen auch ein paar Schiffe … und was für welche. Als das Tankschiff in die Schleuse einfährt, paßt da aber rechts und links kein Buch mehr zwischen Bord- und Schleusenwand. Aber der Käpt’n des Riesenkolosses hatte da wohl keine Probleme mit und das obwohl er in die nördliche Schleusenkammer eingefahren ist. Es wäre mir mit bloßem Auge nicht aufgefallen, aber lt. Wikipedia wäre die südliche Kammer nochmal 11cm breiter gewesen als die nördliche. An Höhe wird in beiden Kammern „nur“ 4,10 m überwunden, andere Schleusen heben oder senken da mehr. Wenn ihr also mal in der Nähe seid, A3 Abfahrt OB Lirich oder A42 Abfahrt OB Buschhausen und von da zur Rosenstraße. Die letzten Meter sind Spielstraße, da geht’s dann zu Fuß. Wenn’s Wetter mitspielt bin ich am 30. August bestimmt irgendwo zwischen Oberhausen und Gelsenkirchen (Nordsternpark) unterwegs.

IMG_4824

Last but not least stelle ich gleich noch ein paar Bilder bei Google+ bzw. Flickr ein.

Binnenschiffer

Wenn Duisburg schon den größten Binnenhafen Europas hat, was liegt dann näher, als in Duisburg auch das Binnenschifffahrtsmuseum anzusiedeln. Nur ein Steinwurf vom Rhein entfernt befindet sich das ehemalige Hallenbad im Stadtteil Duisburg-Ruhrort. Dieses beheimatet seit 1998 das Binnenschifffahrtsmuseum.

1

Blickfang gleich hinter Kasse ist in der ehemaligen Herrenschwimmhalle die Tjalk „Goede Verwachting“, ein Lastensegler aus dem Jahre 1913 unter vollen Segeln. Rund um diesen Segler erfährt der Besucher an Hand von Modellen und Originalfunden vieles zum Thema Schiffsbau und Binnenschifffahrt. Ein ausführlicher Plan weist den Weg durch das Museum, welches sich über 3 Etagen erstreckt. Im ehemaligen Damenschwimmbad befindet sich der Nachbau eines Binnenschiffs, welches bei Führungen und Kinderbastelnachmittagen genutzt wird. Auch spezielle Kinderführungen werden auf Wunsch angeboten.

2

Wer dem vorgegebenen Weg folgt landet schließlich irgendwann auf seinem Rundweg auch „unter Wasser“. Während oben der Segler in vollen Segeln im Wind liegt, kann man unter der künstlichen Wasseroberfläche einen Taucher beobachten und sehen, was so alles unter Wasser „schlummert“, vom Innenleben einer Matratze bis zur Bombe aus dem letzten Weltkrieg. Je nachdem wie lange man sich an jedem Informationsstand aufhält, eine Stunde im Museum vergeht wie im Fluge.

3

Anschließend kann man bei schönem Wetter entweder noch zu den Museumsschiffen (die aber gesondertern Eintritt kosten) oder über die kleine Brücke (Dammstraße) direkt hinunter an den Rhein. Tische, Bänke und eine Art Kiosk laden zu einer Erfrischung ein. Oder es geht ans Schiffe beobachten, mal sehen, welche Binnenschiffe gerade so vorbeikommen. Bei etwas Glück begegnet man sogar einem Polizeiboot oder der Feuerwehr bei einer Übung.

Mehr Bilder? Ratet mal wo 😀 … Flickr, Sevenload, Picasaweb.