Geismühle – Die Windmühle an der Autobahn

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Sonntagnachmittag, die Sonne hat sich hinter eine Wolkendecke geschoben, der Kalender zeigt fast Mitte September und der Spätsommer legt eine kleine Pause ein. Manchmal kommt man ganz schön rum, hat aber das, was vor der Haustüre liegt, noch nie gesehen. Die Autobahn A57 kenne ich, schließlich hat Krefeld ja drei Anschlußstellen und alle drei habe ich schon benutzt. Nicht benutzt habe ich jedoch die Raststätte, denn warum sollte ich wenige Kilometer vor zu Hause eine Rast einlegen. Auch daß zumindest die Raststätte auf der Westseite (Richtung Köln) eine Burger King Filiale hat, konnte mich bisher nicht dazu bewegen. Weiterlesen →

Die Schönheit der großen Straße

A40_3Sie hat eine lange Geschichte hinter sich, die heutige B1|A40. Die uralte Handelsroute von der belgischen Nordseeküste bis in die russische Stadt Nowgorod. Heute ist die B1 Teil von verschiedenen Autobahnen und bildet als A40 den sogenannten Ruhrschnellweg. Wer im Ruhrgebiet groß geworden ist, dem werden Begriffe wie „Ruhrschnellweg“ oder „Spagettiknoten“ bekannt vorkommen. Als Kind fand ich den Begriff „Spagettiknoten“ immer äußerst lustig, aber Autobahnkreuz sagte damals kaum einer. Wer schon mal durchs Ruhrgebiet gefahren ist, der dürfte mit Sicherheit auch schon mal durch das Autobahnkreuz Duisburg Kaiserberg gefahren sein und wer im oder um das Ruhrgebiet herum wohnt, für den ist die A40 und der Spagettiknoten die Heimat.

Wie bereits zum Kulturhauptstadtjahr 2010 findet auch 2014 entlang der A40 wieder die Kunstaktion „B1|A40 Die Schönheit der großen Straße“ statt. Kunst auf der Autobahn? Na nicht ganz, aber zumindest im Umfeld der Autobahn. Die verschiedenen Veranstaltungen zwischen Duisburg und Dortmund kann man dem Programmheft entnehmen und wenn ihr zwischen Bochum und Dortmund zu Hause seid, dürft ihr den Bericht gerne fortsetzen.

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DUISBURG AUTOBAHNKREUZ KAISERBERG – „Die Zukunft der Landschaft“

Nun klingt es etwas verrückt, wenn ich erzähle, daß ich im Autobahnkreuz Kaiserberg herumgelaufen bin, aber trotzdem war’s so. Es gibt sogar einen Kaiserberg Wanderweg. Also das Auto unweit davon auf der Dörnerhofstraße abgestellt und zu Fuß auf den Weg gemacht. Das erste was ich im vorbeifahren prompt übersehen habe, war die Wanderausstellung „Trampelpfade“, eine Michschung aus Bau- und Planwagen. Im Inneren des Wagens lassen sich drei Rollen, ähnlich einem Glückspielautomaten, drehen. Auf jeder Rolle befinden sich Informationen über das Ruhrgebiet und das Umfeld A40/Kaiserberg. Warum ich das so genau weiß, obwohl ich’s übersehen habe? Weil ich, schlau wie ich bin, auf dem Rückweg so dachte was’n das für’n Wagen und warum stehen da Leute drumherum. Tja, gerade noch mal rechtzeitig ausgestiegen :-).

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Etwas weiter die Dörnerhofstraße rein steht das Kunstwerk „Überplanungen“ und erklärt die Wege und Leitungen auf, über und unter dem Autobahnkreuz auf verschiedenen Karten. Die coolste „Karte“ war das Autobahnkreuz komplett in Metall. Wer sich vielleicht an diesen Blogbeitrag erinnert (etwas scrollen), der wird wissen, daß neben dem Autoverkehr auch noch mehrere Eisenbahnlinien den Bereich rund um das Autobahnkreuz durchschneiden. Auch über die Dörnerhofstraße gehen zwei Bahnlinien, wovon eine nur gerade mal 3,60 m über dem Kopf langläuft. Ich sage euch, als der erste Zug da mit Tempo drüber rauschte, habe ich mich gehörig erschrocken. Die Züge haben, obwohl gerade erst in Duisburg Hauptbahnhof losgefahren, schon ordentlich Tempo drauf. Am 6. September ist übrigens großes Finale rund um das AK Kaiserberg mit Reibekuchen, Musik und der Wanderausstellung “Trampelpfade” (Kolkerhofweg 130, Mülheim/Ruhr).

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ESSEN FRILLENDORF – „Heimat Autobahn“

Ein paar Tage nach meinem Besuch im Autobahnkreuz war ich mal wieder auf dem Weg nach Essen und verlasse die Autobahn wie so häufig an der Anschlußstelle Essen Frillendorf. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich dort noch nie näher umgesehen. Wer die Ausfahrt kennt wird wissen, daß sie eigentlich auch nicht wirklich dazu einläd. Also um so mehr ein Grund dort nach dem nächsten Kunstobjekt „O.T.“ Ausschau zu halten. Die Frillendorfer Straße muß dort, um die Autobahn zu unterqueren, in die Tieflage gehen. Dafür findet sich, auch ziemlich einmalig in Deutschland, die Bushaltestelle auf dem Mittelstreifen der Autobahn, wo der Bus in einer Betonspur fährt. Genau diese Busspur steht momentan auf der Kippe, weil zu teuer und anfällig für Reparaturen.

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Bei soviel Skurilität ist auch „O.T.“ skuril, denn neben eine Menge Street Art in Form von Graffiti (welche hier an den Wänden prangen) hat der Künstler an verschiedenen Stellen schwarzweiß Foto überzogene Holzfiguren aufgestellt, die den Anschein machen, als gehörten Sie nicht wirklich hierher. Während die eine Figur mit einem Karton über dem Kopf an der Treppe steht (Achtung jetzt kommt ein Karton 🙂 ), steckt an einer anderen Stelle jemand seinen Kopf in den Sand (respektive den Bürgersteig). Oben im Gebüsch steht, gleich neben der Autobahnausfahrt, ein ausgewachsener Tiger. Man muß schon genau hingucken, um alles zu entdecken.

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Wer in diesem Umfeld mit einem Fotoapparat herumläuft fällt zwangsläufig auf. Daher wurde ich auch von Erik (nebst Begleitung) aus Berlin (E. Göngrich) angesprochen, der mit dem Fahrrad unterwegs war und sich ebenfalls der sehr speziellen Kunst widmete. Erik, auch wenn ich selbst mittlerweile meine Wahlheimat außerhalb des Ruhrgebiets habe, trag die Info ruhig nach Berlin „Im Pott is schön“ … irgendwie … auf eine ganz bestimmte Art, vielleicht auch ein bisschen unmittelbar neben der großen Straße 🙂 .

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Wer möchte, das sind die weiteren Punkte, um die ihr euch kümmern könnt:
MÜLHEIM U-BHF EICHBAUM – „Moment und Kontinuität“
BOCHUM DÜCKERWEG – „Roadmovie Ruhr reloaded“
BOCHUM HAMME – „Kulturelle Kreuzungen“
DORTMUND SCHÖNAU – „Rekonstruktion einer Landschaft“

Und jetzt geht’s wieder ab auf die Autobahn, genießt die Schönheit der großen Straße 🙂 . Bilder … kennt ihr oder? Gibt’s bei Google+ bzw. Flickr (bisschen scrollen, weil zu verschiedenen Terminen aufgenommen).

Träume sind Schäume

IMG_3188 Ein Blog erzählt ja in erster Linie persönliches, daher muß ich euch noch etwas zum letzten Blogbeitrag nachtragen. Ich war, wie bereits berichtet, in Herten, habe mir die Reste der Zeche Ewald angesehen und bin dann rauf auf die Halde Hoheward. Wer noch nie auf der Halde Hoheward war, dem muß man erklären, daß die Halde sowohl in der Höhe wie auch in der Ausdehnung so groß ist, daß mittlerweile richtige (nicht öffentliche) Straßen darüber führen, auf denen sogar die Reisebusse mit den Läufern für „Speed of Light“ fuhren.

Als wir (etwa 50 und mehr Fotografen) da so seit einer Stunde standen, begannen meine Beinmuskeln zu zucken, als ob mir kalt wäre. Vielleicht war es aber auch die Aufregung vor dem Event, dabei mußte ich ja nichts weiter tun als dazustehen. Als die Show endlich losging und mich total begeistert hat, war mein Körper mit Adrenalin regelrecht aufgeputscht.

Dann ging es zurück zum Auto verbunden mit dem anschließend kurz entschlossenen Schwenk, statt nach Hause doch noch nach Bochum zu fahren. Dort habe ich mir den zweiten Teil der Show angesehen und war froh, daß ich mich dazu entschlossen hatte, denn die Show war noch um Längen besser als der erste Durchgang. Ich glaube, auch wenn ich äußerlich ruhig da stand, ich war jetzt erst Recht aufgeputscht. Unter Umständen lag es auch an den begleitenden Personen ;-).

Nullzeit

Als ich dann gegen kurz vor 23.00 Uhr wieder im Auto saß, dudelte wie immer das Autoradio und auf dem zufällig laufenden 1LIVE begann gerade das Hörspiel „Nullzeit“ (ein Begriff aus der Tauchersprache). Ich höre gerne Hörspiele, weil das Kopfkino angekurbelt wird und tue das in letzter Zeit viel zu selten. Früher waren es übrigens Durbridge Krimis, die immer am Samstag Vormittag liefen. Nun also „Nullzeit“ nach dem gleichnamigen Buch von Juli Zeh.

Ob das Buch was taugt weiß ich nicht, aber der „Klappentext“ des Hörspiels sagt „Eigentlich ist die Schauspielerin Jola mit ihrem Lebensgefährten Theo auf die Insel gekommen, um sich auf ihre nächste Rolle vorzubereiten. Als sie Sven kennenlernt, entwickelt sich aus einem harmlosen Flirt eine fatale Dreiecksbeziehung […] Sven hat Deutschland verlassen und sich auf der Insel eine Existenz als Tauchlehrer aufgebaut […]“.

Und so entwickelt sich eine Geschichte einer jungen Frau, die ihren Lebensgefährten am liebsten durch einen Tauchunfall erledigen möchte und mit deutlicher (Erzähl-)Sprache an den Tauchlehrer ranmacht. Während ich auf der rechten Spur der weitgehend leeren Autobahn mit den zugelassenen 80 km/h dahinfahre fallen im Hörspiel sinngemäße Sätze wie „… sie streckte mir den Po ihres Tauchanzugs entgegen, daß er unweigerlich meinen Penis berührte …“ oder „… ich hätte ohne weiteres in sie eindringen können, aber ich habe es nicht getan, schließlich war Theo nur 100 Meter entfernt …“. Meine Ohren wurden größer, die Geschichte immer spannender und ich mußte mich aufs Autofahren konzentrieren :-).

IMG_3194Als ich um kurz vor Mitternacht zu Hause am Comuter saß, um die Bilder (also die von „speed of light ruhr“ :-D) zu betrachten, war an Schlafen nicht zu denken. So wurde es kurz vor 2.00 Uhr, als ich endlich die Augen schloß und derartigen Unfug geträumt habe, daß ich daraus alleine ein Buch schreiben könnte (ein kleines zumindest). Ein Teil davon kann ich hier unmöglich erzählen, aber es ging um Bettgeschichten, Leuchtanzüge und um einen entlaufenen Affen. What the hell, fragt mich nicht 😀 … bitte es war nur ein Traum. Am nächsten Morgen war eine Kopfschmerztablette, eine heiße Dusche und ein großer Pott Kaffee fällig, um mich wieder in die Spur zu bringen. Träume sind nicht immer erklär- aber manchmal durchaus herleitbar :-).

Tödlicher LKW Unfall auf der Autobahn

AutobahnHeute gab es wieder mal einen tödlichen Unfall auf der A40 kurz vorm Kreuz Kaiserberg. Einer von vielen Unfällen, die man täglich im Fernsehen zu sehen bekommt. Seit die A52 (Ruhrtalbrücke) gesperrt ist und der Verkehr über die A3 / A40 geführt wird ist rund um und vor dem Autobahnkreuz Kaiserberg noch mehr Verkehr als eh schon. Ich habe während meines Urlaubs mehrmals zu unterschiedlichen Uhrzeiten erlebt, daß bereits 1 km vor dem Autobahnkreuz der Verkehr auf der A40 ins Stocken geriet. Genau das dürfte heute der Grund gewesen sein, daß ein unachtsamer LKW Fahrer einen PKW unter einen vorausfahrenden LKW geschoben hat.

Natürlich kann man LKW Fahrer nicht pauschal verteufeln, denn jeder von uns möchte seine amazon Lieferung möglichst noch gestern haben, wünscht, daß der Supermarkt ständig gefüllt ist usw. Warum mir dieser Unfall aber trotzdem nahe geht, ohne daß ich die verstorbenen Insassen kannte? Ich wollte genau diese Strecke heute Morgen fahren. Um 10.00 Uhr wollte ich in Krefeld aufbrechen, um 10.20 Uhr währe ich an der Stelle gewesen, um kurz vor 10.00 Uhr hörte ich in den Verkehrsnachrichten von der Autobahnsperrung und der Landung eines Rettungshubschraubers. Glücklicherweise nicht zur falschen Zeit am falschen Ort.

Bild: WDR Lokalzeit Ruhr

Bild: WDR Lokalzeit Ruhr

So bin ich (gezwungenermaßen) von Krefeld in Richtung Essen über die Ausweichroute über das AK Breitscheid A524 / A3 / A40 gefahren. Bereits mehrere Kilometer vor dem AK Kaiserberg ist die A3 als Umleitungsstrecke von 3 via gelber Markierung auf 4 Spuren erweitert und die Geschwindigkeit auf 80 km/h heruntergesetzt. Ich war auf der zweiten Spur mit ca. 85 km/h und konnte im Rück- und Außenspiegel sehen, wie ein riesiger LKW auf der rechten Spur immer näher kam (also schneller als 85 km/h fuhr). Ca. 1 km vor dem AK Kaiserberg mußte ich auch nach rechts, weil ich ja weiter auf dei A40 wollte. Ich fuhr mitlerweile knapp 90 km/h und hatte den LKW nach wenigen hundert Metern keine Wagenlänge entfernt auf der Stoßstange hängen.

Liebe LKW Fahrer ich bin kein ängstlicher Autofahrer und weiß ja, daß ihr genötigt seit, eure Termine einzuhalten, aber wenn ihr jemanden totfahrt, hängt euch das ein Leben lang nach. Ich bin kein Unschuldsengel und liege bei „leerer“ Autobahn auch mal 10 km/h über dem Limit, aber ich weiß, warum ich bei starkem Autobahnverkehr so gut wie nie auf der rechten Spur fahre oder bei stockendem Verkehr locker eine LKW Länge zum vor mir fahrenden LKW lasse. Lieber habe ich einen quengeligen BMW, Porsche, Mercedesfahrer (beispielhaft genannt) hinter mir als einen dicken Brummi.

Lebensader A 40

Sie ist die Lebensader des Ruhrgebiets, auf ihr stand im Kulturhauptstadtjahr 2010 die längste Picknicktafel der Welt (Still-Leben) und ich kenne sie auch unter dem Namen Ruhrschnellweg. Gemeint ist eine der meistbefahrensten Autobahnen, die Autobahn 40 – kurz A40. Dieser Autobahn ist jetzt ein Buch gewidmet worden „Lebensader A 40 – Die Magistrale der Metropole Ruhr“.

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich das Buch beschreiben soll. Es startet mit der Geschichte der Autobahn, die früher mal eine ganz normale Straße war, dann zur Bundesstraße wurde und erst sehr viel später zur Autobahn umgewidmet wurde. Bis in die späten 60’er Jahre gab es sogar Radwege entlang der Bundesstraße 1, wie sie damals noch hieß. Erst am 1. Januar 1977 wurde die B1 schließlich zur Bundesautobahn 430 und dann 1992 zur A40. Höhepunkt war im Jahr 2010 das Still-Leben. Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich die Zusammenstellung zwischen Beiträgen und Geschichten der Autoren auf der einen und redaktionellen Beiträgen von Firmen entlang der Autobahn auf der anderen Seite. Die Firmenvorstellungen, i.d.R. jeweils eine Buchseite, ziehen sich durch das gesamte Buch.

Nach der reich bebilderten Geschichte der Autobahn geht es dann auf eine Reise von Dortmund bis nach Duisburg. Jede einzelne Ausfahrt wird namentlich genannt und anschließend wird der jeweilige Stadtteil vorgestellt. Das kann mal eine einzelne Seite oder auch eine ausführliche Vorstellung sein. Letzteres meistens dann, wenn kulturrelevante Ziele wie Zechen, Museen o.ä. in der Nähe liegen. Dazwischen immer wieder Firmenpräsentationen vom Friseur bis zum Zahnarzt und last but not least thematisch zusammengefaßte Sonderseiten zum Thema Sport, Wirtschaft und Kultur entlang der Metropole Ruhr. Ob ich das Buch empfehlen würde? Ich weiß noch nicht genau, ich glaube, ich muß mich noch ein wenig einlesen. Ach ja was kostet das Buch eigentlich? Für mich nur einen BOL Gutschein, den ich noch hatte, für euch 24,95 Euro.

Vom Innenhafen in die Ruhrauen

Habe ich euch eigentlich schon mal Bilder aus dem Duisburger Innenhafen gezeigt? In meinen Fotoalben ja, aber einen Blogbeitrag? Der Hafen hat eine lange Geschichte, aber erst in den 90’er Jahren des letzten Jahrhunderts wandelte sich der Hafen im Rahmen des Strukturwandels. Heute erlebt man dort Arbeit und Wohnen aber auch Kultur und Freizeit und das direkt am Wasser.

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Da es nur wenige hundert Meter bis zur Ruhr sind, habe ich mir mitten im Innenhafen (Yitzhak-Rabin-Platz) ein Fahrrad ausgeliehen und eine kleine Tour entlang der Ruhr unternommen. Leider ist der Weg unmittelbar entlang der Ruhr ziemlich uneben, mehr ein Spazierweg für Hundehalter als ein Fahrradweg, dafür bekommt man einen Einblick in den alten Ruhrarm, der hier in den Ruhrkanal mündet. Ein paar Kanuten kommen vorbei und auch die Drachenboote testen hier ihr Können. Etwa 3 Kilometer vom Innenhafen entfernt kommt in den Ruhrauen die Brückenlandschaft Ruhraue.

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Über die Ruhrauen habe ich letztes Jahr hier mal kurz berichtet. Neben Füßgängerbrücken, der A40 und der A3, kreuzen binnen weniger 100 Meter noch eine Güterstrecke und weitere 7 Bahnbrücken die Ruhr. Es wird richtig laut, wenn der ICE knapp über den eigenen Kopf hinwegrattert während gleichzeitig unten auf der Ruhr die Trommeln zu hören sind. Die Drachenboote trainieren nach wie vor für den nächsten Einsatz.

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Auf dem Rückweg noch einen Abstecher ans andere Rheinufer mit Blick auf die Rheinorange bei Kilometer 780. Dieses Mal erfolgt der Blick auf die Ruhrmündung aus Richtung Duisburg Homberg. Auch über die Ruhrmündung (Rheinorange) habe ich bereits im letzten Jahr hier mal kurz berichtet. Wer dem Ruhrdeich statt in Richtung Ruhrauen in die andere Richtung folgt, kann die Rheinorange ebenfalls in rd. 3 Kilometern vom Innenhafen aus per Fahrrad erreichen.

Fotos im „Ruhr 2011“ Album … Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Brücken am Gasometer

Da es letzte Woche wunderbar sonnig war, bin ich im Anschluß an meinen Gasometerbesuch noch die wenigen Meter zum Rhein-Herne-Kanal gelaufen. Der Rhein-Herne-Kanal ist reich an Brücken und wie man von oben bereits sehen konnte, gehen gleich hinter dem Gasometer mehrere Brücken über den Rhein-Herne-Kanal, über die Emscher und gleich noch über die A42. Das wollte ich mir mal näher ansehen. Zunächst wäre da die eigene Trasse des ÖPNV. Hier fahren Busse und Straßenbahnen vom Oberhausener Norden in den Süden und umgekehrt und bedienen damit unmittelbar das Centro im Minutentakt.

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Daneben eine Fußgängerbrücke (natürlich auch für Radfahrer) und diagonal über beide Brücken hinweg eine Eisenbahnbrücke (ich nehme an für den Güterverkehr). Ganz unten bewegt sich selbstverständlich noch der Schiffsverkehr. Kein Vergleich mit der Brückenlandschaft in den Ruhrauen zw. Mülheim und Duisburg, aber es sind ein paar ausgefallene Bilder entstanden. Wer übrigens am Nordende auf die andere Seite der ÖPNV Trasse möchte, findet am Ende der Fußgängerbrücke noch eine Art Steg, der alle Brücken unterquert. Gleich neben der idyllisch gelegenen Skaterbahn, welche unweit der Emscher und nur etwa 50 Meter von der A42 entfernt liegt. Hier wird sich keiner so schnell über Skaterlärm beschweren 😀 .

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Die Fotos im „Ruhr 2011“ Album werden langsam mehr … Flickr, Sevenload, Picasaweb (ans Ende scrollen).