Nur ein kurzer Hinweis (weil der neue Blogbeitrag noch auf sich warten läßt 🙂 ). Im letzten Jahr habe ich euch, für den Fall daß ihr im Sommer in Berlin seid, hier eine Multimediaprojektion mit dem Titel „Dem deutschen Volke“ empfohlen. An der Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses läuft die halbstündige OpenAir Show und erklärt euch 130 Jahre parlamentarische Demokratie. Die Show ist meiner Meinung nach ein echter Hingucker, Geschichte erleben in 30 Minuten. Da die Show auch 2015 wieder stattfindet, schaut sie euch an, wenn ihr bis zum 3. Oktober 2015 in Berlin seid. Mehr Informationen findet ihr auf der Seite des Deutschen Bundestages bzw. hier (als PDF Flyer). Der Eintritt ist natürlich frei.
Die Hexe und Wind in meinen Ohren
Manchmal kletter ich auf ’ne Halde und freue mich, wenn mir der Wind in die Ohren pustet. Ich stehe dann einfach nur da, gucke in die Ferne und erfreue mich an den Wolkenformationen. Und warum mache ich das? Weil ich es kann? Nein, der Grund liegt schon länger zurück.
Es war nämlich vor langer langer Zeit, da traf ich im tiefen düsteren Wald eine ziemlich häßliche Hexe. Es war ein verfluchter Wald und es kam wie es kommen mußte, die Hexe kam schnurstracks auf mich zu (auf wen auch sonst ich war ja der einzige da). Sie fragte „Findest du mich schön“?
Ich war etwas verdattert und murmelte sowas wie „Häääh“? Sie aber, die sie wohl schon häufiger als häßlich bezeichnet wurde, verstand sowas wie „Näää“! Und weil Hexen dann üblicherweise irgendwelche Flüche ausstoßen, legte sie auch einen Fluch über mich. Der Fluch sollte mein Hörvermögen einschränken, nur merkte ich das zu Anfang nicht.
Erst als damals alle in meinem Haushalt wach waren, bevor ich meinen Wecker endlich auch mal hörte, wurde der Fluch langsam Wirklichkeit. Auch mein Hexenfluchaustreiber Hans Norbert Ohnenamen (kurz HNO) wußte nicht wirklich weiter. Einige Jahre gingen so ins Land und mal ging’s den Ohren besser und mal wieder schlechter.
Seit ein paar Tagen macht sich der Fluch wieder häufiger bemerkbar. Das sind dann die Tage, an denen ich gerne mal auf die Halde Norddeutschland in Neukirchen Vluyn kletter. Die Halde ist nur rd. 15 km von Krefeld entfernt und weil das Plateau relativ flach ist’s da oben fast immer windig.
Was das jetzt mit der Hexe Schrumpeldei Tinitus zu tuen hat? Der Wind der an meinen Ohren vorbeiströmt ist lauter, als die Töne die nur ich höre und überdeckt das dumpfe Gefühl, das ich ansonsten empfinde. Dann könnte ich wieder mal stundenlang da stehen, die Wolkenformationen beobachten, während die Hexe irgendwo im nächsten Baum sitzt und sich ins Fäustchen lacht.
Extraschicht 2015
Da stand ich nun ich armer Tor und bin … huch ihr seid ja schon da. Ich überlege mir gerade noch den Einstieg in diesen Beitrag. Vielleicht so … Da stand ich nun am großen Tor und zeigte brav mein Bändchen vor 🙂 gekommen mit den großen Bussen, so dicht gedrängt ich könnt sie ku… ach ne das reimt sich nicht 😀 . Seid umschlungen liebe Leserinnen und Leser zum Extraschichtbericht 2015.
Es war Samstagnachmittag, mit Bändchen, 100 seitigem Veranstaltungsplan und einem Programm, mit dem andere einen ganzen Monat füllen stand ich bereit. Ich freute mich darauf den Abend draußen zu genießen, in vollen Shuttlebussen zu stehen und mich überraschen zu lassen. 225.000 Menschen sollten an diesem Abend ähnliches tun und 10% davon sind später alleine in meinem Shuttlebus 😉 . Es war wieder einmal Extraschicht im Ruhrgebiet.
Wenn irgendwann im Frühjahr das neue Programm der Extraschicht rauskommt, beginnt die Vorfreude und die lohnt sich, denn eine Nacht zwischen Kunst und Industriekultur ist einmalig im Ruhrgebiet. Die 225.000 Besucher haben dieses Jahr 45 Spielorte besucht und rd. 2.000 Künstlern zugesehen und das bereits zum 15. Mal. Bis zur nächsten Extraschicht sind es jetzt wieder 53 lange Wochen, denn für die nächsten Jahre könnt ihr euch merken: Die Extraschicht findet immer am letzten Samstag im Juni statt!
Ich habe meine Tour mit einem Vorspiel gestartet, denn wie durch Zufall hat die MS Wissenschaft an diesem Wochenende im Duisburger Innenhafen festgemacht. Die MS Wissenschaft ist ein umgebautes Binnenschiff, das dieses Jahr der Frage „Wie sehen unsere Städte in der Zukunft aus?“ nachgeht. Eine bunte Mischung aus Exponaten, Experimenten und Wissensvermittlung für die Stadt der Zukunft wechseln sich in der Ausstellung ab. Diese Ausstellung geht übrigens noch weiter, die Tourdaten des Schiffs findet ihr hier.
Im Rahmen der Extraschicht habe ich mich dieses Jahr entschlossen Gelsenkirchen (Nordsternpark) und Essen (Zeche Zollverein) zu besuchen. Das Auto wurde daher etwas abseits des Nordsternturms in Gelsenkirchen geparkt und nach kurzem Fußmarsch ging es mit dem kostenlosen Shuttlebus (ES8) zunächst nach Essen. Das erste Abenteuer fand im Kreisverkehr statt (ja ich hatte Kreisverkehr 😀 ). Ich war mir nicht sicher, ob der Bus die erste oder die zweite Ausfahrt aus dem Kreisverkehr wieder raus muß. Die erste … nicht, die zweite … nicht, die dritte, das wäre die Autobahn, … nicht. Hat der Bus sich verfahren? Wir kommen wieder an den Anfang. Die erste … nicht, die zweite … wir drehten allen Ernstes 2 ½ Runden im Kreisverkehr. Ehrlich, kein Scherz, so bekloppte Busfahrer gibbet wohl nur im Pott 😀 .
Das Ziel Essen doch erreichend, hatte ich mir vorgenommen dieses Jahr unbedingt Dundu kennen zu lernen und das G.O.P Varietetheater zu sehen. Das G.O.P zeigte neben fliegenden Tischchen einen fingerfertigen Spielkartenspieler, eine junge Dame an der Vertikalstange und einen atemberaubenden Balance Act. Keine Frage sehr kurzweilig. Danach schnell zurück in den Ehrenhof der Zeche Zollverein, denn dort kündigte sich Dundu an. Dundu ist eine 5 Meter große, voll bespielbare Großfigur des Puppenspielers Tobias Husemann.
Es ist total faszinierend zu sehen, welche Magie diese Puppe ausübt. Während ältere Leute, die von der Puppe angespielt wurden, eher auf die Puppenspieler achten, gucken Kinder vollkommen unvoreingenommen der Puppe in die nicht vorhandenen Augen und hielten bereitwillig ihren Luftballon hin, wenn Dundu danach fragte. Eben noch steht die Puppe und guckt sich um, als sie plötzlich anfängt zu laufen und die Menschenmenge, die eben noch drum herum stand, strebt auseinander, flieht regelrecht, um den Weg frei zu machen. Schade, daß es noch hell war, denn beleuchtet ist die Großpuppe nochmal so schön.
Als die Uhr kurz nach 21.00 Uhr zeigte, ging es zurück zum Shuttlebus. Der ES8, der gerade losfahren wollte war bereits randvoll, aber 15 Minuten später ging’s dann wieder in Richtung Gelsenkirchen. Der WDR hatte sich entschlossen, dieses Jahr zum ersten Mal in 15 Jahren Extraschicht eine eigene Liveshow aus dem Amphitheater im Nordsternpark in Gelsenkirchen zu senden, schließlich tut man das bei anderen Ereignissen in NRW auch. Das war also mein zweiter Programmpunkt für diesen Abend. Die Show startete mit einem rasanten Feuerwerk und dem ersten Auftritt von Stoppok.
Zunächst fand ich die Idee in Gelsenkirchen zu sitzen und von dort in die anderen Spielorte reinschauen zu können ganz reizvoll, aber die anderen Spielorte waren nur in einiger Entfernung auf einer Videowand zu sehen, während sich im Amphitheater wenig bis nichts tat. Gut 40 programmlose Minuten mit nur zwei kurzen Zwischentakes führten bei einem Teil der Besucher zu Unmut, der in Zwischenrufen mündete und später zum großflächigen Abwandern führte. Ich bin mir sicher, daß der Unmut beim WDR nicht unbemerkt geblieben ist und in einer Nachbesprechung mündet, während die Show für den Fernsehzuschauer vermutlich ganz unterhaltend war.
Damit wir uns nicht mißverstehen, der Einstieg in die Show, das Wasserski Showteam mit brennenden und Feuerwerk abschießenden Rucksäcken sowie die Feuer- und Lasershow am Ende waren super und auch der Talkgast Ralf Richter war als Fotomotiv schwer umlagert, aber der Leerlauf war halt für diejenigen, die eigentlich wegen Stoppok gekommen waren, ein Grund zu gehen. Es juckt mir in den Fingern eine Ideensammlung zu starten oder den WDR dabei zu unterstützen, bei der 16. Extraschicht eine noch bessere Show auf die Beine zu stellen. Mal sehen was sich so ergibt. Als die letzte Rakete verschossen war hatte ich kurz gezögert, ob ich die zweite Show mit Stoppok noch abwarten soll, bin dann aber, als es gegen 0.20 Uhr anfing zu regnen, doch lieber los. Mußte reichen, ich brauche schließlich Schönheitsschlaf 😉 . Außerdem war ich froh, daß das Wetter bis Mitternacht gehalten hatte.
Bis zum 28. Juni können Besucher übrigens an einem Fotowettbewerb der Extraschicht teilnehmen und wenn ihr sehen wollt, was ich so zusammengeknipst habe, schaut dieses Mal in das Extraschichtalbum bei Flickr oder Google Fotos, in dem sich auch schon ältere Fotos der letzten Extraschichten befinden. Man sieht sich 2016 zur 16. Extraschicht.
Schulabschluß
Es ist jetzt 34 Jahre her, daß ich meinen Schulabschluß an der Realschule erleben durfte. Mein Gott ist das eine lange Zeit. Manchmal wird mir das erst dann wieder deutlich, wenn ich einen Grund habe, darüber nachzudenken. Der Grund war letzte Woche gegeben, weil unsere Große ihre Schule mit der 10. Klasse beendet hat. Erinnert ihr euch noch an euren Schulabschluß? Klar werden einige von euch sagen, die erst vor kurzem ihren Abschluß gemacht haben. Aber auch, wenn der Abschluß schon zig Jahre zurück liegt? War’s ein großes Fest oder mehr klein und unscheinbar? Die Schule unserer Großen hatte einen Saal gemietet, für den wir als Eltern dann Eintritt zahlen durften. Dafür gab es aber auch eine kleine Show, denn jede 10. Klasse (in dem Fall ihrer fünf) hatte etwas einstudiert.
Dazwischen wurde einer Klasse nach der anderen, nach amüsanten wie auch süffisanten Worten der jeweiligen Klassenlehrer(-innen), die Zeugnisse überreicht. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich noch die Einschulung unserer Großen mit ihrer Schultüte 🙂 . Während ich also da so saß, dachte ich an meine Schulzeit zurück. Wir hatten eine Schulaula in der, soweit ich mich dunkel erinnere, die Schulband spielte. Der Schuldirektor hat damals ein paar Worte an uns gerichtet und wir hatten weder einen Anzug noch hatten die Mädchen … ach ne, Mädchen hatten wir ja gar keine. Ja das gab’s damals in Oberhausen. Wir waren in der Jungen- gegenüber war die Mädchenschule. Erst zwei Jahre nach meiner Einschulung dort wurden die neuen Klassen gemischt. Da nützte auch 1 x sitzenbleiben leider nichts 😮 . Also nochmal zurück, wir hatten keinen Anzug an, sondern sind in Alltagskleidung am letzten Schultag dort aufgelaufen. Nach kurzem Programm, an das ich mich nicht mehr im Detail erinnere, ging’s meines Wissens in den Klassenraum. Dort überreichte uns der Klassenlehrer das Abschlußzeugnis, fertig.
Beim Abschluß der Großen hatten die ersten beiden Klassen einen Klassenlehrer und nahmen ihre Zeugnisse, wie bei uns, mit einem Handschlag entgegen. Dann kamen die Klassen mit Klassenlehrerin. Hier umarmte (fast) jeder Schüler und jede Schülerin seine/ihre Lehrerin, teilweise so herzhaft, daß man Angst um die Lehrkraft bekam 😉 . Sowas hätte ich mir früher niemals vorstellen können. Die Lehrer waren uns niemals so nahe, daß wir sie hätten umarmen wollen. Nach rd. 2 1/2 Stunden ging die „Show“ schließlich dem Ende zu. Danach ging’s zum Abendessen, an dem alle Schüler, Eltern und natürlich die Klassenlehrerin teilnehmen durften. Bei uns gab’s früher ausnahmsweise ein Gläschen Sekt (Piccolo), ein bisschen Smalltalk, sonst nichts was mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben wäre. Keine Abschluß Sweatshirts, keine Abschlußfahrt, keine Lehrerscherze, keine Jahrgangsbücher, nichts von allem. Irgendwann gegen Mittag löste sich die Veranstaltung bei meinem Schulabschluß auf und ich habe nie wieder einen Mitschüler von damals getroffen. Ehrlich gesagt, ich hatte auch keinen wirklichen Bedarf danach.
Manchmal denke ich, daß es schon schade ist, daß wir so ohne jegliche Erinnerung auseinander gegangen sind, vor allem wenn ich sehe, mit welcher Herzlichkeit die Klasse unserer Großen das Schuljahr beendet hat. Letztens habe ich tatsächlich mal die Homepage meiner damaligen Schule aufgerufen, um zu sehen ob ich etwas wiedererkenne. Zwei, drei Lehrernamen kamen mir noch bekannt vor, aber sonst nichts mehr. Ich wünsche allen Klassen, die in diesen Wochen ihren Abschluß gemacht haben, daß sie sich vielleicht irgendwann nochmal über den Weg laufen. Dank Internet, SocialMedia u.v.m. könnte das heute ja durchaus machbar sein.
P.S.: Die Bilder sind noch Nachträge aus dem Botanischen Garten und haben mit dem Schulabschluß nichts zu tun ;-).
WDR – Ein Tag Live (in Essen)
Na, wer erinnert sich noch an meinen Blogbeitrag aus 2013, in dem ich euch die Fernsehwelt erklärt habe? Damals habe ich die Männchen und Weibchen aus der Düsseldorfer Fernseh WG besucht. Ja was glaubt ihr denn, die wohnen dort alle gemeinsam in einem Funkhaus. Dieses Jahr hab ich das Funkhaus gewechselt und bin nach Essen gereist. Ihr glaubt es nicht, da haben die auch so kleine Männchen und Weibchen, die da im Fernseher rumlaufen und für einen Tag mal raus durften.
Der WDR lädt nämlich auch in diesem Jahr wieder zu „Ein Tag Live“ ein. Ein Tag lang können die Zuschauer (also z.B. ich … und noch ein paar andere 🙂 ) hinter die Kulissen gucken und die kleinen Männchen und Weibchen aus dem Fernseher mal wieder in groß erleben. Allerdings wird der WDR dieses Jahr nicht in jedem Studio einen Live Tag veranstalten, ob’s wohl an den Kosten liegt?
Der WDR hat NRW-Studios in folgenden Städten …
Studio Aachen
Studio Bielefeld
Studio Bonn
Studio Dortmund <– 05.09.2015
Studio Düsseldorf
Studio Duisburg
Studio Essen <– 13.06.2015
Studio Köln
Studio Münster
Studio Siegen
Studio Wuppertal
… und dieses Jahr findet „Ein Tag Live“ in Essen (am letzten Wochenende) und in Dortmund (am 05. September 2015) statt. Auch wenn die Deko so ähnlich aussieht wie im letzten Jahr, hat sich das Konzept etwas verändert. Auf der Bühne gibt es nicht mehr nur Gäste aus dem jeweiligen Landesstudio, hier also aus Essen, sondern auch überregionale Gäste.
Diesen Samstag war die wunderbare Catherine Vogel aus der Aktuellen Stunde zu Gast und die nicht minder wunderbare Steffi Neu. Die muß sich übrigens noch kleiner machen, denn die muß sogar ins Radio passen und wenn ihr wüßtet, was ich für ein kleines Radio habe …. 🙂 . Dann war da noch der besserwisssende allwissende Uwe Schulz (ebenfalls aus dem Radio) auf der Bühne, dazu die Mausshow, mit André Gatzke, die 1Live Moderatoren Oli Briesch und Michael Imhof mit den 1Live O-Ton Charts, die Sprecherin der Regionalnachrichten aus dem Studio Essen Maria de Lucio sowie Wolfram Zbikowski als Redakteur.
Manometer, daß die alle in mein Radio passen … aber einige sind ja bei 1Live andere bei WDR2, ich glaube die haben da getrennte Zimmer in der Funkhaus WG. Und weil es ja Spaß machen soll auch mal selber Programm zu machen, ging es in einem Zuschauerwettbewerb darum einen Nachrichtentext, wie er morgens zur 1/2 Stunde läuft, möglichst fehlerfrei zu sprechen. Kompliment, ich glaube zu erahnen wie schwer das ist und die Kandidat(inn)en haben das top gemacht. Ach ja, die Moderatorinnen und Moderatoren der Lokalzeit Essen durften natürlich nicht fehlen.
(Désirée Rösch) – Wenn ich hier links abbiege müßte ich nach Duisburg kommen.
(Lars Tottmann) – Wieso macht der jetzt Fotos, der WDR Fotograf sah doch anders aus.
(Julia Kleine) – Wenn ich den erwische, der mir den Eiswürfel in das Shirt gesteckt hat.
Auf die Studiotour habe ich dieses Jahr übrigens verzichtet, wenn ihr trotzdem mal gucken wollt, klickt doch mal auf meinen Besuch aus dem letzten Jahr und wenn’s aktuelle Fotos sein sollen, die gibt’s im Ruhr 2015 Album bei Google+ und bei Flickr. Und jetzt zurück ans Radio oder an den Fernseher 😉 .
Schönhausenpark Krefeld
Dieser Blogbeitrag liegt schon ein paar Tage hier, wurde aber auf Grund aktueller Ereignisse immer wieder verschoben. Das ist auch der Grund, warum die Bäume auf den Bildern noch keine Blätter haben. Jetzt ist es aber endlich so weit, ich stelle euch den Schönhausenpark in Krefeld vor.
Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah … sollte man denken, wenn ich schon geschätzte 527 x am Krefelder Schönhausenpark vorbeigefahren bin, aber bisher niemals wußte was für ein Kleinod da gegenüber des Zoos zu finden ist. Gut man kann sich nicht darin verlaufen, denn so groß ist er nun auch wieder nicht, aber Rom ist bekanntlich in der kleinsten Hütte … 😉 oder so ähnlich. So richtig knuffig für einen Spaziergang am Sonntagnachmittag.
Der Schönhausenpark liegt an der Uerdinger Straße und darf nicht verwechselt werden mit dem Schönwasserpark, der sich neben dem Botanischen Garten befindet, was zwar nicht weit entfernt, aber doch wieder ganz woanders ist. Der zentrale Punkt ist das Haus Schönhausen, das heute die Deutsche Sportlotterie beherbergt. Rund um das Haus befindet sich der Park mit kleinen Wasserflächen, hübschen Brücken und einem schönen Baumbestand. Das Haus selbst kann meines Wissens nicht betreten werden.
Entstanden ist der Park bereits 1865 mit dem Bau der Villa Schönhausen und des Wirtschaftsgebäudes für den Textilfabrikanten Carl Hügel, umfassend saniert wurde der Park 2002/2003. Alleine die Wasserfläche hat eine Größe von 5.200 Quadretmetern. Einzig die sogenannten Aussichtshügel sind ein bisschen mickrig geraten, aber immerhin mit einer Bank ausgestattet 😉 . Was man im Park machen kann? Kopfstand, Handstand, laut singen, sich seiner Kleidung entledigen … u.v.m. Bevor aber die Männer mit den weißen Jacken kommen solltet ihr fertig sein und vielleicht doch einfach nur ein bisschen spazieren gehen.
Für die Fotos, die schon länger online stehen, müßt ihr auf Flickr, Google+ (oder neu Google Fotos) klicken und etwas weiter zurückscrollen.
Ruhr Games, Gruga und Todsünden im Gasometer
Ja, ich bekenne ich habe eine Todsünde begangen und ein Riesensitzkissen im Gasometer mißbraucht. Wie das? Habt Geduld ich komme gleich darauf zurück. Zunächst geht’s hier aber um die RuhrGames, die an diesem Wochenende stattfanden.
Gelesen hatte ich von den Ruhr Games bereits vor längerem, konnte mir aber nicht so recht vorstellen, was sich dahinter verbirgt. Vielleicht wollte ich es mir auch nicht vorstellen, denn Michael und Sport sind ungefähr so dicke miteinander wie Blumenkohl und Vanillesoße. Mögen tue ich beides, aber miteinander ist’s irgendwie keine Liebe 🙂 . Obwohl ich laufe regelmäßig bis in de 3. Stock meiner Wohnung, bis in den 4. Stock meines Büros und am Wochenende auf’e Halde o.ä. und das ohne den Wunsch nach einem Sauerstoffzelt 😀 .
Da schriftliche Info zu den Ruhr Games, mangels Abstechern ins Ruhrgebiet meinerseits, auch Mangelware war, habe ich mich im Internet schlau gemacht. Dort lese ich „Die Ruhr Games sind ein Jugend-, Kultur- und Sportfestival, das in fünf Städten (Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Bottrop und Gladbeck) stattfindet„. Jugend .. öhm .. ja, sagt jetzt nichts .. auch nicht giggeln. Sport nichts für mich, Jugend liegt schon länger zurück, jepp also bin ich wie gemacht für dieses Festival 😉 . Das was ich gesehen habe war sehr professionell, aber mein persönlicher Eindruck war, daß sich die Anzahl der Teilnehmer bei diesem Sport Event doch noch in Grenzen hielt.
Wohlgemerkt das ist mein persönlicher Eindruck, aber beim MTB Slopestyle genauso wie beim BMX waren keine 10 Teinehmer die dort (am Donnerstag Nachmittag) zu sehen waren, beim Judo (am Freitag Vormittag) gab’s was zu sehen, aber Judo ist ja so gar nicht meins und Wakeboard fand am Freitag Vormittag anscheinend gar nicht erst statt 😦 . Dafür haben diejenigen die dabei waren ihr bestes gegeben und ich gebe zu Freitag Vormittag ist ja bei jungen Leuten sowas wie bei mir 6.00 Uhr Morgens. Eine unchristliche Zeit um aufzustehen 😉 . Ha ha, nein entschuldigt, das war nicht so gemeint, es ging halt nur nicht 100%ig nach dem Plan, sondern et kam halt wie et kam. Trotzdem sollen, wie ich lesen konnte, 5.000 Sportler dabei gewesen sein. Die Schätzung der Zuschauerzahlen ging weit auseinander, man hörte aber von über 100.000. Vermutlich war ich nur zur falschen Zeit am falschen Sport-(schau-)platz.
Ein paar gute Fotos sind, wie ich finde trotzdem entstanden, dieses Mal habe ich den Sportmodus meiner Kamera mal ausgereizt. Kurze Belichtung und Dauerfeuer, solange wie man den Knopf Auslöser gerückt hält. Bei Fahrrädern, pardon Mountenbikes noch easy machbar, bei MotorCross Maschinen, die einen ganz schönen Anzug haben (also nicht den Zwirn mehr die Geschwindigkeit) muß man schnell sein. Start, Rampe, Sprung, Flug. Landung alles in (gefühlt) nicht mehr als 5 Sekunden. Gerne hätte ich noch mehr gesehen, war mir aber nicht sicher, ob es sich lohnt die Anfahrt 3 x an einem Wochenende in Angriff zu nehmen. Ich bin sicher eine neue Auflage 2017 wird bestimmt noch besser, die Extraschicht (übrigens am 20. Juni) hat auch mal klein angefangen.
Nebenbei habe ich die beiden Tage genutzt und gleich noch zwei andere Ziele abgeklappert. Am Donnerstag Vormittag habe ich mal wieder Rast im Grugapark gemacht und Kraft gesammelt. Gruga geht immer, denn ich liebe diesen Park und bei 4,- € (mit RuhrTopCard 1 x frei) kann man nicht über den Eintrittspreis meckern, denn zu fast jeder Jahreszeit gibt es etwas Blühendes zu sehen. Dieses Mal, und ich hätte sie beinahe verpaßt, weil ich ausnahmsweise mal einen anderen Weg gegangen bin, blühten die Pfingstrosen (und tun sie vermutlich auch noch in den nächsten Tagen).
Ach ja, da waren ja auch noch diese süßen Schwanenküken und eine ganze Hand voll Gänse, die allerdings überall da, wo sie auftauchten, eine ganze Menge Mist zurückließen 😦 . In Krefeld ist deßhalb ein ganzer Badesee keiner mehr (aber das ist ein anderes Thema).
Am Freitag war ich nochmal im Oberhausener Gasometer, obwohl ich die Ausstellung „Der schöne Schein“ schon im letzten Jahr gesehen habe. Ich wollte, neben einem Abstecher auf’s Dach (bei 30 Grad war’s selbst da oben fast schon zu warm), mal probieren, ob die Spiegelreflex bessere Bilder von der Lichtinstallation hin bekommt, als meine G9. Was soll ich sagen … es geht so. Entdeckt habe ich eine schöne Funktion „Nachtaufnahme ohne Stativ“. Hier macht die Kamera bei hoher ISO Zahl 4 Aufnahmen am Stück und rechnet die zu einem Gesamtbild zusammen. Das Ergebnis, nachdem ich es nochmal durch Picasa gedreht habe, seht ihr unten. Wenn’s aus Kamerasicht allerdings zu dunkel ist, löst sie gar nicht aus, da nützt auch die tollste Funktion nichts 😮 .
Wer schon mal im Gasometer war weiß, daß es diese Riesenkissen gibt, auf denen man sich lang machen kann. Nachdem meine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erspähte ich ein freies Kissen, zog es von der Treppe an den Rand(!) des Innenraums (wollte ja niemand mit meinem Rumgeknipse nerven) und kaum daß ich drauf saß stand auch schon die Aufsicht neben mir. Wieder mal war ich aufgefallen … gnarf … und es ergab sich folgendes Gespräch …
Aufsicht: „Kissen dürfen nicht in den Innenraum“.
Ich: „Warum, ich bring’s ja gleich zurück“.
Aufsicht: „Nein in der Dunkelheit sind sie eine Stolpergefahr“.
(Ich komme mir ein bisschen vor wie Baby „Ich habe nur die Wassermelone getragen“)
Ich: „Ich sitze doch drauf“.
Aufsicht: „Aber andere kommen dann auch auf die Idee. Geht leider nicht“.
Ich (leicht generft): „Nehmen Sie das Kissen dann bitte wieder mit“.
Aufsicht (etwas überrumpelt nach kurzer Denkpause): „….. öhm ja“ … nahm das Kissen und ging seines Weges.
Manometer Gasometer, ich dachte ihr seit nicht so spießig wie andere Museen, wo die Aufsichten immer um einen herumschwänzeln, als wollte man sich gleich die nächste Vitrine unter den Arm klemmen und aus dem Museum rennen. Also, immer schön leise sein, nix anfassen und bloß keine Riesensitzkissen von den Treppen entfernen .. weil Todsünde! Ach ja, sich selbst mitten in den Raum legen ist gestattet, gut daß ich nicht über diese Besucher gestolpert bin 😮 .
Die Bilder des Blogbeitrags und mehr gibt’s bei Google+ und bei Flickr.
Kommt jetzt der Sommer?
Manchmal bin ich von mir selbst beeindruckt. Mein Kopf fragt „Was hast du in den letzten vier Wochen so gemacht“? Dann frage ich meinen Blog und der sagt, du warst auf der Halde Hoheward (nebst Wittringen und Westerholt), du warst in Berlin und 2 x in Bochum und letzte Woche warst du auf dem Flachsmarkt. Dann staune ich kurz über mich selbst und schwupp die wupp schon wieder ist der Monat rum.
Ich bin auch ein bisschen stolz auf mich, denn ich war den ganzen Monat pünktlich gegen 07.10 Uhr (oder früher) im Büro, was entweder frühen Feierabend hieß oder Zuwachs bei den Gleitzeitstunden (kann man ja brauchen, wenn es wieder mal auf Reisen geht), dann hatte ich Pfingstmontag mal wieder ein fast taubes Ohr (gepaart mit einem nervenden Pfeifen) und gestern hätte ich beinahe eine Dame beim Rücksetzen auf dem Parkplatz angefahren (was läuft die auch während ich rückwärts setze genau hinter meinem Auto lang). Läuft bei mir 😮 .
Vor 4 Wochen habe ich an dieser Stelle vom „Tanz in den Mai“ geschrieben und euch ein paar Frühlingsblumen gezeigt. Ich hätte noch ein paar weitere aus den letzten Wochen und die zeige ich euch heute, in der Hoffnung endlich nicht mehr im Pullover auf dem Sofa sitzen zu müssen, denn in 3 Wochen ist (kalendarischer) Sommeranfang. Mal sehen, was der Juni so bringt, denn bis zu den nächsten Reisen dauert es noch bis in die zweite Hälfte Juli. Nebenbei, war jemand von euch schon mal beim „Festival of Lights“ in Berlin? Ich überlege, ob ich im Oktober nochmal hinfahre, das letzte Mal war ich 2008 dabei. Bis dahin habt ein entspanntes Wochenende.
Ritter, Schmuck und Bänkelsänger – Flachsmarkt auf Burg Linn
Samstag kurz nach 7.00 Uhr, der Wecker klingelt. Was zum Teufel hat mich geritten so früh aufstehen zu wollen? Ach richtig, es ist wieder Pfingstwochenende und damit Flachsmarktzeit in Krefeld. Ich zücke mein Handy und nutze mal wieder das Handyticket für den ÖPNV, denn der Bus hält vor meiner Haustüre und die Straßenbahn, in die ich umsteigen muß, genau vor der Burg Linn. Der Flachsmarkt, der dieses Jahr immerhin schon zum 40. Mal rund um die Burg Linn in Krefeld stattfand, ist bei mir ja so eine Sache. Als ich vor gut 25 Jahren nach Krefeld gezogen bin, wußte ich (verständlicherweise) nichts von traditionellen Veranstaltungen in dieser schönen Stadt. Dann war ich das erste Mal in Linn und erinnere mich an Regenwetter, was im Mai ja vorkommen soll. Die Wiesen rund um die Burg waren matschig, wir trugen hübsche Gummistiefel und gehörten zu den wenigen, die trockene Füße hatten 🙂 .
Dann war ich viele Jahre nicht mehr dort und kann euch nicht wirklich sagen warum. Seit ein paar Jahren bin ich wieder regelmäßig(er) dort und das glücklicherweise an trockenen Tagen, meist sogar bei Sonne. Ein großes Dankeschön an die Veranstalter für die viele Arbeit, die dort im Vorfeld sicherlich anfällt. Die sonst brachliegenden Wiesen rund ums Ritterlager sind frisch gemäht, da wo es etwas uneben und bei Regen matschig werden könnte ist Schotter aufgeschüttet und für den Notfall ist alles bereit gestellt bis hin zur Meldestelle für „verloren“ gegangene Kinder. Leider wird es von Jahr zu Jahr schwerer, entsprechende Handwerker zu finden, so daß sich dieses Jahr (gefühlt) auch ein paar, aber nur kleine, Lücken ergaben.
Zum 40. Jubiläum gab es übrigens ein Stückchen Seife mit der Prägung 40 Jahre Flachsmarkt. Die Version in hell (Duftnote Geißblatt) darf jetzt mein Bad beduften. Was allerdings ein Geißblatt ist, mußte ich zu Hause auch erstmal googeln 😀 . Die Rosen auf dem nachfolgenden Bild duften garantiert nicht, sind aber nicht minder schön.
Habt ihr bei solchen Märkten eigentlich ein Ritual? Sagt jetzt nicht nein, jeder hat ein Ritual. Bei mir ist es der erste Weg auf den Burginnenhof, bevor die Brücke auf Grund des Besucherandrangs vorübergehend gesperrt wird, bei anderen ist es der Becher frisch gepresster Orangensaft (ist vermutlich wie mit dem Tomatensaft im Flugzeug 🙂 ), oder der Sturm auf die Schmuckstände. Letzere sind übrigens fast immer fest in Frauenhand. Männer sieht man dort seltener … kann ich gar nicht verstehen ;-). Wer den Nachwuchs dabei hat, wird einen der Stände ansteuern, an dem Kinder Glaskunstwerke erstellen, töpfern, malen, drechseln, marmorierte Halstücher gestalten oder Ritter spielen können.
Wie immer ist es interessant zu sehen, wie die Kunstwerke entstehen, die dem Volk gleich nebenan angeboten werden, auch wenn ich persönlich mit den Dingen weniger anfangen kann, aber ihr dürft mich da auch nicht als Maßstab sehen. Ich bin ja mehr auf der Jagd nach Fotomotiven, um z.B. den Blog hier zu bebildern. Die großen bunten Motive genauso wie die kleinen unscheinbaren, die man manchmal nur so nebenbei entdeckt.
Die meisten Standbesitzer lassen mich da auch agieren bis auf die Künstler/Handwerker, die innerhalb der Burgmauern sitzen. Hier wurde ich meines Wissens im letzen Jahr und auch dieses Mal freundlich aber bestimmt gebeten nicht zu fotografieren 😦 . Pffft … dann eben nicht, dann seid ihr eben nicht in meinem Blog 😮 .
Der Programmplan hift dabei, die Veranstaltungen des Marktes im Auge zu behalten. Neben den, an unterschiedlichen Orten stattfindenden Musik- und Künstlergruppen (Bänkelsängern), verfolge ich sehr gerne das Ritterturnier, das mit sehr viel Liebe und immer ein bisschen Ironie vorgetragen wird sowie die kleine Falkner Flugshow. Sehr schön auch wie die Kinder bei der Flugshow eingebunden werden. Manche können es gar nicht abwarten den Vogel von der Falknerin auf den Arm gesetzt zu bekommen 😀 . Last but not least gibt es ausreichend Stände, an denen etwas für das leibliche Wohl angeboten wird.
Einziger eventueller Kritikpunkt, die Anbieter die regelmäßig auf dem Flachsmarkt sind, stehen auch fast immer an der gleichen Stelle, was ich verstehe, wenn der Händler z.B. ein Handwerk vorführt und dafür Platz benötigt, aber nach ein paar Jahren weiß ich so genau, an was zumindest ich vorbeigehen kann. Nach rd. 5 Stunden, einem Stück Kuchen und vielen gemachten Fotos tut der Rücken weh und ich bin froh über einen Sitzplatz in der Straßenbahn (bin ja schon was älter 😉 ). Auf der Rückfahrt bin ich, obwohl ich nur selten mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahre, in der Straßenbahn gleich auch kontrolliert worden. Das gewählte Handyticket wurde gescannt und als gültig erkannt 😉 .
Eine Auswahl weiterer Bilder des diesjährigen Flachsmarktes bei Google+ und bei Flickr.
Dampf im Kessel und Steampunk
Ich schulde euch noch einen Bericht vom Dampffestival in Bochum vor 2 Wochen. Er war nicht vergessen, aber der Berlinbeitrag ging in dem Fall vor. Eigentlich sollte es ja Regen geben und beim Dampf Festival war ich auch schon zweimal, was also soll es da neues geben? Aber irgendwie war es dann doch ganz nett am Himmel und so bin ich kurz entschlossen los. Dieses Jahr sollte zusätzlich zu den Dampfmaschinen auch ein Steampunkfestival stattfinden. Ich war neugierig und Asche auf mein Haupt, aber dank euch und der Ausstellung „Jugendliche Subkulturen im Ruhrgebiet“ weiß ich seit dem letzten Jahr auch was „Steampunk“ ist 🙂 .
Da Bochum ein paar Kilometer von mir entfernt ist, habe ich einen Becher Kaffee sowie die Zeitung eingepackt und bin so zeitig los, daß ich staufrei durchkomme und noch einen Stellplatz auf dem kleinen Parkplatz vor der Zeche Hannover bekomme. Die restliche Wartezeit bis zur Eröffnung überbrücke ich … genau mit Kaffee und der Tageszeitung. Kurz nach 10.00 Uhr ging’s dann los, Dampfmaschinen, Holzspalter, Sägemaschinen … für 6,- € Eintritt gab es „40 Dampfmaschinen aus 100 Jahren“. Immer wieder aufs Neue interessant zu sehen, wie Dampfmaschinen über Ketten und Zahnräder gelenkt werden, wie Kohle nachgefüllt wird, so wie früher bei Oma im Kohleofen oder wie eine Dampfmaschine mit kleinem Kran dabei behilflich ist, einen Baumstamm auf die Sägemaschine zu transportieren, die wiederum auch mit Dampf angetrieben wurde.
Ihr meint vermutlich, das wäre so ein Männerding mit der Dampfmaschine. Stellen wir uns mal ganz dumm … ja das können wir :-). Vermutlich habt ihr Recht, das Ding mit der Dampfmaschine hatte einen Männerüberschuß im Publikum und nur die Dampfmaschinen wären auch nach kurzem durch gewesen. Aber dann ging es zum Vaporium Ruhr, dem Steampunk-Event im Malakowturm der Zeche Hannover. Ich habe ja keine große Ahnung davon, aber die Dinge die dort ausgestellt wurden und zum Teil auch gekauft werden konnten waren einfach Klasse.
Nachdem Clown Zimbo vor der Zeche die kleinen Besucher begeistert hat wurde es dann interessant, denn auf dem Außengelände startete der Steampunk Tribal Dance mit der Gruppe “Wild Tribe” (ich hoffe ich habe das so richtig geschrieben). Nicht nur die Damen auch die Darbietung war aller Ehren wert und das Publikum bestätigte das auch mit großem Applaus.
Last but not least gab es dann noch ein Gruppenbild aller Steampunkfans, die bereit waren sich in Gruppe ablichten zu lassen. Leider war der Andrang der Fotografen so groß, daß mir die ca. 2 Min. vorkamen wie 2 Sekunden, also nicht viel Zeit mal kurz auf den Auslöser zu drücken und ein paar Bilder zu machen. Ihr wollt die Fotografen sehen? Während diese nämlich beschäftigt waren, wurden sie selbst (wie man hier sieht) fotografiert 🙂 .
P.S.: Bei dem Blick auf’s Impressum der Seite http://www.vaporium-ruhr.de mußte ich doch laut lachen, denn ich war in Bochum, Vaporium Ruhr war in Bochum und wo sitzt der Seitenbetreiber der Seite? Yeah, in Krefeld. Keine 10 Min. von mir, fahre ich auf dem Weg zur Arbeit täglich daran vorbei. So klein ist die Welt 😀 . Was ich sonst an Fotos gemacht habe, wie immer bei Google+ oder Flickr.
P.P.S.: In der Zeche Hannover läuft übrigens bis Mitte Juli auch noch die Ausstellung „Wanderarbeit Mensch – Mobilität – Migration„. Der Eintritt dahin ist wie immer (mit Ausnahme von Festen wie z.B. dem Dampffestival) frei.























































