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Beiträge von Michael

Geboren im Ruhrgebiet, wohnhaft am Niederrhein und unterwegs zwischen Dortmund und Köln (meist jedoch zwischen Krefeld, Düsseldorf und Essen).

Museen, Fisch und ganz viel Sonne – Hamburg 2015 (Teil 1)

Da sitze ich also und überlege, wie ich am besten in den Beitrag einsteige und wie ausführlich ich euch von meinem Hamburg Trip erzähle. Andererseits würde ich euch gerne so viele Tipps wie möglich weiterreichen. Also verzeiht mir vorab, wenn’s mal wieder länger wird :-).

Hamburg -1-

Der Wecker klingelte an meinem ersten Urlaubstag nicht ganz so früh, die Bahn streikte nicht mehr, die Reiseunterlagen sind trotz Poststreik noch eingetroffen, also stand der Reise nach Hamburg nichts mehr im Weg. Wer die letzten Reiseberichte gelesen hat, wird wissen, daß ich mich i.d.R. nicht langweile, Speicherstadt und Hafencity, Miniatur Wunderland oder Alster wurden genauso besucht wie auf den Michel geklettert oder Blankenese erforscht. Ob’s bei all den hübschen Fotos auch schon mal Ziele gab, die nicht so eingeschlagen sind? Na klar, z.B. der Besuch der Kirche St. Nikolai, die zwar einen schönen Ausblick bieten soll, aber auf Grund von Renovierungen komplett eingerüstet ist, so daß der Ausblick fast gleich Null war. Oder dieses Jahr mein Abstecher ins Schanzenviertel. Bestimmt eine tolle Location, wenn man abends mit Freunden draußen sitzen, essen, klönen und sich ein Bierchen trinken will. Morgens um kurz vor 10.00 ist es allerdings auch nur ein Viertel wie jedes andere. Warum ich trotzdem da war? Weil ich beim Umstieg von S-Bahn in U-Bahn einfach mal um die Ecke gucken wollte.

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Schließlich ist da noch das Wetter, das einem einen Strich durch die Rechnung machen kann, daher hatte ich mich für dieses Jahr entschlossen, der Hansestadt im Sommer einen Besuch abzustatten. Und wenn alle Stricke reißen gibt es ja Museen. So hatte ich für dieses Jahr auch wieder einen ganzen Zettel voller Ziele, die ich besuchen wollte und da ich nach ausgiebigem Hotelfrühstück nicht auch noch ein ausgiebiges Mittagessen einnehme, standen stattdessen ein paar Cafe’s auf dem Wunschzettel. Kaum zu zu glauben, dieses Jahr hatte ich Sonne pur. Selbst an der Elbe (rund um die Landungsbrücken) war es trotz leichten Windes warm. Die Anreise, die mittels DB dieses mal in der 1. Klasse erfolgte, startete mit der Regionalbahn und setzte sich dann ab Dortmund mit dem ICE fort. Die 1. Klasse bietet einen kostenlosen WLAN Zugang, den ich umgehend getestet habe. Ich darf verkünden, bis auf einen Hakler kurz vor Harburg, konnte ich durchgängig mit dem Tablet online gehen. App Updates, RadioStream (nur kurz angetestet), Social Networks, alles lief super. Wenn das jetzt noch kostenlos in die 2. Klasse kommt wäre das wirklich ein Grund mehr die Bahn zu nehmen.

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Dieses Mal hatte ich mir vorgenommen Planten und Bloomen mal wieder zu besuchen, schließlich war das Hotel (Baseler Hof, Esplanade 11) gleich um die Ecke und die Speicherstadt genauer unter die Lupe zu nehmen. D.h. dieses Mal kein Besuch des Miniatur Wunderlandes, denn dort war ich schon so oft, daß ich jetzt erstmal die Neueröffnung des Italienabschnitts dort abwarte. Die Speicherstadt ist so voll schöner Museen, daß 3 Tage kaum ausreichen, alle zu besuchen. Ob ich auch eine Hafenrundfahrt gemacht habe? Mhmm … ich bin ja nicht so seefest und bin daher immer davor zurückgeschreckt. Lediglich die Hafenfähren nutze ich gerne, denn die kann man ja praktisch wie einen offenen Bus ansehen.

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Nun müßt ihr wissen, daß ich zwar einen Zettel voll mit Stichworten, Adressen etc. mitführe, aber keinen festen Tagesablauf. Also Hotel bezogen, kurz das kostenlose Hotel WLAN gestestet und dann auf den Weg in den ersten Nachmittag begeben. Erst ein paar Tage vorher habe ich gelesen, daß die Elbphilharmonie (Eröffnung bekanntlich 2017) endlich ohne störende Kräne dasteht. Also los zu einem Spaziergang durch die Hafencity. Mitlerweile ist es etwas grüner dort geworden, überall kleine Treppen, Grünflächen auf denen die Menschen den Nachmittag genießen. Das Eiscafe hat ein paar Liegestühle rausgestellt, auf dem Wasser fahren Ausflugsschiffe vorbei. Dahinten ist die Elbphilharmonie zu sehen. Sie macht schon was her. Während ich noch versuche die ersten Bilder zu schießen kommt die Hafenfähre, die Philharmonie und Landungsbrücken verbindet. Dank Hamburg Card kann man die Fähre genauso nutzen wie Bus, S- oder U-Bahn. Also rauf, denn das ist die 1a Gelegenheit, die Elbphilharmonie von der Wasserseite abzulichten und zu den Landungsbrücken wollte ich sowieso.

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Ich hatte mittlerweile etwas Hunger und mehrfach wurden die Fischbrötchen auf Brücke 10 empfohlen. Die Hafenfähre braucht nach einem kurzen Abstecher ans gegenüberliegende Elbufer (für eine weitere Haltestelle) rd. 10 Minuten bis an die Landungsbrücken. Da die Brücke 10 am hintersten Ende liegt geht’s zu Fuß weiter. Von rechts schallt einem der Werberuf der Hafenrundfahrer entgegen „Jetzt einsteigen, letzte Hafenrundfahrt, danach ist Sommerpause“ … :-), ja ne is klar, dann läuft einem ein Clown über den Weg und puschelt einem mit dem Staubwedel hinterher (verrückte Hamburger eben 😉 ). Irgendwann erreiche ich Brücke 10 und entscheide mich spontan für ein Bismarckbrötchen auf die Hand. Eine Bank eine Etage höher ist Ruheplatz. Ich weiß nicht wie die Brötchen an den anderen Brücken schmecken, aber das von Brücke 10 ist in der Tat zu empfehlen.

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Die Sonne scheint weiterhin, Zeit also durch den alten Elbtunnel (gleich an den Landungsbrücken) auf die gegenüberliegende Elbseite nach Steinwerder zu laufen. Von hier gibt’s bekanntlich den schönsten Blick auf die Skyline Hamburgs. Für Autos ist der Tunnel nur zu bestimmten Zeiten, für Radfahrer und Fußgänger aber jederzeit geöffnet (Personenaufzug benutzen). Der Elbtunnel ist ein einmaliges Erlebnis, auch wenn man wie ich jetzt bereits zum wiederholten Mal da unten ist. Man läuft knapp 500 Meter, 21 Meter unter der Elbe lang und kann gerade am Abend die einfallende Sonne auf Landungsbrücken, Michel und Elbphilharmonie ablichten.

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Seit Jahren wollte ich schon zu den Wasserlichtspielen im Park Planten un Bloomen, doch da diese nur in den Sommermonaten stattfinden war ich bisher entweder zu früh im Jahr oder zu spät und als ich einmal in den Sommermonaten in Hamburg weilte wurde die Anlage renoviert :-(. Dieses Jahr sollte es endlich mal passen. Jeden Abend startet um Punkt 22.00 Uhr eine rd. 30 minütige Show zu klassischer Musik (alle paar Wochen wechselndes Programm). Na gut dachte ich so bei mir, wenn du um 21.40 Uhr da bist, wird das wohl ausreichen und da mein Hotel nicht weit von Planten un Bloomen entfernt lag, bin ich gegen 21.20 Uhr losmarschiert. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, daß das Wasserlichtkonzert ein kleines Happening zu sein schien. Die Wiesen rund um den See waren bevölkert mit Menschen auf Picknickdecken, Wolldecken, Sitzkissen und die Bänke und Umrandungen von Blumenrabatten bis zum letzen Platz belegt.

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Ich habe daraufhin die Seeseite gewechselt, auch wenn ich dann nicht mehr direkt in Richtung der Lautsprecher stand und habe von dort zugesehen. Wirklich eine tolle Veranstaltung und vollkommen kostenfrei. Ach ja ich stand natürlich ein, zwei Fußbreiten abseits des Wegs unter einem Baum und wer wurde daraufhin vom Parkpersonal angemeckert? Sagt nichts, ich ziehe sowas an. Egal, ich hatte ein paar Fotos bereits gemacht. Zwei Tage später habe ich mir die Show ein zweites Mal angesehen, dieses Mal war ich bereits gegen 21.20 Uhr vor Ort und durfte sogar sitzen :-). Wenn ihr auch mal hinwollt, hier gibt’s den Parkplan, die Wasserlichtorgel ist da, wo die orange -2- ist.

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Der nächste Tag startete mit einem Dufterlebnis, denn das erste Museum dieses Kurzurlaubs sollte das Gewürzmuseum „Spicy’s“ sein. Bereits beim Betreten des Speicherstadt Gebäudes strömte einem eine undefinierbare Mischung aus Pfeffer, Nelken und Curry entgegen. Das Museum befindet sich im 2. Boden eines altes Speicherstadtgebäudes und beherbergt eine Sammlung verschiedenster historischer Gerätschaften, Verpackungen, Werbeartikel und die Geschichte verschiedener Gewürze. Schautafeln erklären, daß einige der Geräte noch bis vor kurzem in Betrieb waren. Natürlich gibt’s auch gefüllte Jutesäcke, so als wären sie gerade angeliefert worden, prall gefüllt mit verschiedensten Gewürzen. An allen kann man mal riechen und die Gewürze in den Schälchen auch mal anfassen. Insgesamt braucht mal rd. 1 Stunde und als Andenken gibt’s ein Päckchen schwarzen Pfeffer, das als „Eintrittskarte“ dient.

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Wo ich oben die Kirche St. Nikolai erwähnte, es gibt Leute, die besuchen gerne Kirchen, kann man machen, muß man aber nicht. Es gibt Leute die besuchen gerne Aussichtspunkte in großer Höhe, muß man nicht machen, kann man aber. Und wenn jetzt beides zusammenfällt (Kirche + Aussichtspunkt), dann sollte man das machen und da hochklettern. St. Michaelis (oder kurz der Michel )? Ja, da auch, aber den Turm meine ich nicht. Nein, St. Petri in der Nähe des Rathausmarktes bietet den Fitnesskurs par excellence. Leute ich sag’s euch, ich bin ja gewohnt Treppen zu laufen (Büro 4. Etage, Wohnung 3. Etage), aber das sprengt alles bisher erlebte. Ey man, ich bin alt und überhaupt nicht sportlich, aber ich hab’s in Angriff genommen und geschafft. Bis ganz nach oben und es hat sich gelohnt, der Ausblick aus 123 Metern Höhe ist klasse, toll, aber auch anstrengend. Stellen Sie Ihre Tasche in das Schließfach, oben ist es warm hat die Dame an der Kasse noch gesagt. Ich wollte es nicht glauben, aber außer dem Fotoapparat brauchte ich ja nichts. Also Tasche ins Fach, gute Idee (I).

St.Petri Hamburg

Nach 330 Stufen kommen die ersten Bullaugen für zum Rausgucken und ein paar Stühle davor, bei gefühltem Puls von 180 die gute Idee (II). Bis in die Spitze sind es schließlich 544 Stufen. Den Anfang macht eine steinerene, das Ende eine offene Wendeltreppe (dazwischen Holztreppenstufen). Kurz vor Drehwurm erreicht man den obersten Boden, der gerade noch Platz für drei Stühle bietet. Jetzt will ich bei eurem nächsten Hamburg Besuch eure Fotos von da oben sehen. Eintritt übrigens 3,- €, geöffnet ab 11.00 Uhr morgens.

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Nach soviel Treppen brauchte ich erstmal eine kleine Erfrischung. Obwohl es draußen gar nicht so warm war, fühlte ich mich durchgeschwitzt wie nach einem 1000 Meter Lauf. Also Zwischenstation im Hotel, frisch machen, umziehen und dann auf den Weg zu einer kleinen Stärkung machen. Gleich um die Ecke von Hamburgs Einkaufsstraße (Mönkebergstraße) befindet sich das Haferland. Haferland? Kennt ihr nicht? Aber ihr kennt Kölln, die Firma für Haferflocken und Müsliartikel. In Hamburg hat Kölln 🙂 einen eigenen Laden und der bietet Kaffee, Cappuccino, Müsli und an dem Tag leckere Müslijoghurtthaler. Hier gibt’s alle Artikel zum Kauf oder ihr stellt euch eine selbst zusammengestellte Müsliration zusammen. Dazu gibt’s ein paar bequeme Plätze zum ausruhen. Außerdem hat der Laden ein Telekomhotspot, womit wir beim nächsten Thema wären.

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Hamburg ist eine der ersten Städte, die jedem mit Handy, Tablet etc. die Möglichkeit bietet 1 Std. am Tag kostenlos ins Internet zu gehen. Man wählt dazu an verschiedenen touristischen Highlights (oder eben im Haferland) lediglich „Telekom“ als WLAN Einstellung, öffnet eine beliebige Webseite, gibt dort seine Mobilfunknummer an (egal welches Netz man selber hat) und erhält umgehend eine SMS mit einem Freischaltcode. Einzige Bedingung, die Stunde läuft am Stück, nach 60 Min. ist Schluß.

Hier endet auch der erste Teil, aber Teil zwei ist coming soon … ich erzähle euch morgen vom Meßmer Momentum, vom Internationalen Maritimen Museum, vom Automuseum Prototyp, von der Kaffeerösterei in der Speicherstadt und vieles mehr. Viel mehr Bilder gibt’s auch noch und zwar in den Hamburg 2015 Alben bei Flickr oder Google Fotos (Teil 1 der Fotos, Teil 2 folgt kurzfristig).

Auf dem Weg nach Hamburg

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Und was packt ihr so ein, wenn ihr auf Reisen seid? Drei paar Socken, euer Schmusetier, ’n Pfund Butter … ach ne, aber auf jeden Fall das Smartphone. Dann habt ihr sicher auch einen Flatratetarif fürs Internet. Mit 500 MB oder 1 GB? Aber wie schnell sind die verbraucht, wenn man ein paar Bilder, Reiseberichte u.ä. hochläd. Ich habe mittlerweile 3 GB und damit komme ich i.d.R. auch aus. Erste Bedingung auf Reisen ist aber ein Hotel mit WLAN, ohne nur noch in Ausnahmefällen. Bis hierher alles gut.

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Dieses Jahr werde ich auf meinem Trip nach Hamburg aber noch zwei weitere WLAN Netze ausprobieren. 1. Meine Anreise mit der Bahn findet dieses Mal (ab Dortmund) in der 1. Klasse statt, denn in den Sommermonaten ist die Buchung mit Bahnhit Hamburg in der 1. Klasse gleich teuer wie die 2. Klasse bzw. war dank meiner frühen Buchung im Januar sogar noch knapp günstiger. Warum erzähle ich euch das, weil man in der 1. Klasse kostenlos im Netz der Telekom surfen kann (wenn der Hotspot denn funktioniert).

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2. Hamburg gehört zu den ersten Städten in Deutschland, die zur HotSpotCity ausgebaut wurde. D.h. die Telekom öffnet ihre (WLAN)HotSpots dahingehend, daß man pro Tag 1 Stunde (leider nur am Stück) kostenlos surfen kann. Landungsbrücken, Hafencity, Jungfernstieg, ich bin gespannt wie weit das Netz ausgebaut ist. Nach Anmeldung (Handynummer angeben, SMS mit PIN entgegennehmen) soll der Zugriff für eine Stunde freigeschaltet sein. Ich werde euch ab 20. Juli über Twitter/Facebook/Google+ (und später im Blog) erzählen wie’s funktioniert.

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Ich packe jetzt mal langsam den Koffer, mit dabei eine Hand voll Ladekabel, drei paar Socken … was man halt so braucht 🙂 . Drückt mal die Daumen, daß der Regen dieses Mal ein bisschen wärmer ist, denn ich werde Hamburg schließlich mal im Sommer besuchen. Mein Spickzettel enthält das Maritime Museum, Gewürzmuseum, Meßmer Momentum, Haferland, Automuseum Prototyp, Speicherstadt, Hafencity und mehr …

Baldeneysee – Essen im Grünen

Es war Samstag und draußen zogen noch ein paar Wolken über den Himmel. Ich konnte das Samstagsfrühstück mit frischen Brötchen, einem Kaffee und der Zeitung also in aller Ruhe genießen. Was könnte ich denn heute mal unternehmen?

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Habt ihr auch so einen Ort, an den ihr immer wieder gerne zurückkehrt? Trotz diverser Ausflüge auf Halden, zu Zechen oder in Parks zieht es mich in gewissen Abständen immer wieder ans Wasser. Während ich bis vor einigen Jahren wiederholt Urlaub an der Ostsee gemacht habe, ist selbige für einen Kurztrip vom Niederrhein doch ein paar Stunden zu weit entfernt. Aber einen anderen See kann ich in gut einer ½ Stunde von Krefeld aus erreichen, den Baldeneysee in Essen. Manchmal vergeht mehr als ein ½ Jahr, bis ich wieder mal dort bin, aber sobald ich aus dem Auto steige, vorausgesetzt man bekommt an schönen Tagen einen Parkplatz, fühle ich mich irgendwie wie zu Hause. Fehlt nur noch die passende Unterkunft in Seenähe 🙂 .

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Der Baldeneyseee, eigentlich ja ein Stückchen aufgestaute Ruhr, ist mit 2,64 km² der größte Ruhrstausee und wurde ursprünglich mal als Absetzbecken für Schwebstoffe eingerichtet. Heute ist er Trinkwasserspeicher und produziert mit zwei Turbinen durchschnittlich 28 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Das war mir garnicht so bewußt. Es hat schon Besuche meinerseits gegeben, da habe ich nur auf der Zuschauertribüne an der Regattabahn gesessen (oder gelegen) und auf den See hinaus geblickt oder die Flugzeuge im Anflug auf Düsseldorf am Himmel beobachtet.

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Diesen Samstag habe ich mal etwas für die Figur getan 😀 und bin in Richtung Stauwehr, über selbiges hinweg und dann am gegenüberliegenden Ufer in östliche Richtung gelaufen. Wenn man den Fahrplan der Weißen Flotte Essen im Kopf hat, wäre z.B. ein Fußmarsch Spaziergang bis zum Haus Scheppen möglich (vom Regattaturm lt. Google Maps rd. 4,5 km) und von dort eine Fahrt zurück mit dem Schiff. Ich hatte mir jedoch vorgenommen einfach nur zu laufen, solange ich Lust habe und sich Fotomotive ergeben und anschließend kehrt zu machen.

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Am Ufer gegenüber thront gut sichtbar die Villa Hügel und als ich gerade fototechnisch ungünstig unter einem Baum entlanglaufe höre ich relativ laut ein weiteres Flugzeug über mich hinwegfliegen. Erst in letzter Sekunde erspähe ich die A380 der Emirat Airlines (auf dem Flugzeugbild unten links). Wenn ich meinen ungefähren Wendepunkt auf Google Maps einkreise, würde ich sagen ich bin ca. 3 km hin und (Überraschung 😉 ) genauso viel zurück gelaufen. Eine schöne Strecke für einen Samstagnachmittag. Begleitet wurde ich dabei von einer Entenfamilie mit zwei größeren und vier ganz jungen Enten(küken) sowie einer Blesshuhnfamilie, eine Hand voll Windsurfern, zwei Ruderbooten, verschiedenen Segelbooten und einer Hand voll Standup Paddlern 😀 .

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Na gut, die waren nicht ausschließlich wegen mir dort, im Gegenteil Blesshuhn und Ente hatten ein sehr wachsames Auge darauf, daß ich ihrem Nachwuchs nicht zu nahe kam, aber irgendwie gibt es an so einem See immer was zu sehen. Wenn ich so mal wieder am Baldeneysee entlang schlendere, kann ich mich nur schwer wieder lösen. Am liebsten wäre ich dort unendlich lange sitzengeblieben, um den Sonnenuntergang zu genießen, aber meine 1,5 Liter Wasser gingen langsam zur Neige und ein bisschen Müdigkeit überkam mich. Also riß mich doch wieder los und übergab meinen PKW Parkplatz an den nächsten, der schon wartete. Wenn ich mal im Lotto gewinne miete ich mir für ein Wochenende die Villa Hügel, kann doch nicht die Welt kosten 😉 . Mehr Fotos bei Flickr oder Google Fotos

Mein heißer Tag im Zoo Duisburg

Wenn ihr mal fast alleine im Zoo sein wollt, dann müßt ihr entweder Tierpfleger werden und einfach ganz früh morgens in den Zoo kommen oder, was das wahrscheinlichere ist, ihr kommt an einem heißen Sonnentag, sagen wir mal Wochenende, bei 38 Grad. Genau so etwas Verrücktes habe ich gemacht. Verrückt? Sagen wir mal so, ich war auch schon bei 35 Grad auf der Halde Rheinelbe, warum also nicht in den Zoo (auch wenn mir der Brillenbär die Zunge rausstreckt 😀 )?

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Ob ich bei dem Wetter nicht schwitze? Doch klar, aber ich gehöre nicht gerne zu denen, die 3 Stunden im Stau stehen, um dann an einen See oder in einem Freibad zwischen Menschenmassen in der prallen Sonne zu liegen. Im Zoo gibt’s sonnige und schattige Stellen im Wechsel und an sich liebe ich warme Sommertage sowieso mehr als usselige Regentage. Also habe ich mir vorgenommen einen heißen Samstag im Duisburger Zoo zu verbringen und an manchen Gehegen war ich fast alleine 🙂 .

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Außer ein paar Fotofreaks mit dickem Teleobjektiv kamen später auch noch ein paar Kinderwagen (nebst Familie hinten dran), aber selbst als ich wieder nach Hause fuhr, standen auf dem rückwärtigen Parkplatz (Nebeneingang Carl-Benz-Str.) gerade mal 25 Autos. Der rückwärtige Parkplatz ist übrigens mein bevorzugter Parkplatz, denn er ist groß genug und gut erreichbar, unmittelbar am Autobahnkreuz Kaiserberg (Ausfahrt Kaiserberg) gelegen. Natürlich bereite ich so einen Tag etwas vor, d.h. zu einem Ausflug gehört bei dem Wetter eine Kleinigkeit zu essen und mindestens 2 Liter zu trinken und die waren nach den 4 Stunden auch retzeputz leer.

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Während die großen Raubtiere (Löwen) bei der Wärme auch eher im Schatten dösten und die Koalas beleidigt im Baum saßen, weil ihre geliebte Eukalyptusladung nicht rechtzeitig in Düsseldorf gelandet war, herrschte bei den Erdmännchen geschäftiges Treiben. Diesen kleinen Kerlchen (mit spitzen Zähnen) könnte ich den ganzen Tag zusehen. Ich freue mich daher schon auf die Anlage, die irgendwann auch im Krefelder Zoo entstehen soll.

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Ebenso badete der männliche Elefant in seiner Wasserkuhle, weil ihm wohl auch sichtlich zu warm war, schob aber anschließend einen Riesenfindling aus dem Wasser und durch die Gegend, daß jeder Baggerfahrer neidisch geworden wäre. Die Elefantendamen auf der anderen Seite ließen es hingegen etwas gemütlicher angehen. Eine Überraschung erlebte ich im Seelöwenbecken, denn dort schwammen, neben zwei Seelöwinnen, drei Taucher und winkten ihren Begleiterinnen zu, die im Gehege am Ufer standen. Mal sehen wie sich diese Tiergattung „Taucher“ dort weiterentwickelt. Habe ich ein oik oik gehört? Was fressen die eigentlich? Fisch?

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Ansonsten ist der Duisburger Zoo mal wieder im Umbruch, denn zurzeit wird das Tigergehege umgebaut. Nachdem der Zoo seit vielen Jahren keinen Wal und kein Walarium mehr hat, wird der etwas verlorene Platz dem Tigergehege zugeschlagen. Das neue Gehege soll, wie ich erst jetzt gelesen habe, im Sommer fertiggestellt werden und dem Zoo am (von mir bevorzugten) Nebeneingang ein neues Schmuckstück bescheren. Wo der Tiger unterdessen ist? Das habe ich mich auch gefragt und mußte etwas die Suchmaschinen belästigen. Für ein Jahr wurde er in eine „Ferienwohnung“ in Emmen in der niederländischen Provinz Drente ausquartiert, danach kommt er zurück nach Duisburg.

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Ein weiterer Grund, den Duisburger Zoo mal wieder zu besuchen, war das neu eröffnete Aquarium. Natürlich sind die Räumlichkeiten die gleichen geblieben, aber die Becken erschienen mir jetzt viel heller, mit bunten Fischen bestückt und vor allem die großen Fische und auch der Flußdelphin haben jetzt nebenan, durch eine Zwischentüre erreichbar, eigene Räumlichkeiten. Wenn ihr den zweiten Raum betretet, haltet mal Ausschau nach den Rothandtamarin. Evt. müßt ihr dazu die kleine Empore hochklettern.

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Die Rothandtamarin laufen frei herum und sind super putzig anzusehen. Aber Achtung, sie können beißen (sagt das Schild). Rothandtamarin sind eine Primatenart aus der Gattung der Tamarine, die zur Familie der Krallenaffen gezählt wird. So wißter dat auch. Vor allem schienen mir die Kleinen sehr neugierig, denn als ich mir an dem heißen Tag mit meinem Cap etwas Luft zufächelte ging das Köpfchen der Tiere in gleichem Rhythmus hin und her 🙂 . Getraut sie zu streicheln habe ich mich dann aber doch nicht.

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Mehr Bilder? Flickr Freunde bitte hier entlang und Google Foto Freunde bitte da entlang.

Oldtimertreffen

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Na ist euch heiß 😉 ? Vor 14 Tagen war’s im Büro noch kalt, jetzt haben wir Sommer. Von 16 auf 36 Grad innerhalb von 10 Tagen ist schon heftig und im Büro (keine Klimaanlage) könnte es jetzt auch gerne etwas kühler sein, aber ich mag den Sommer. Gestern gab’s für jeden eine persönliche Glasflasche für den dienstlichen Wassersprudler in der Kaffeeküche, so daß das Trinkwasser nicht knapp werden dürfte. Erzählen wollte ich euch aber eigentlich noch etwas anderes.

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Ist euch aufgefallen, daß ich dieses Jahr an der Stelle noch kaum etwas über Oldtimertreffen erzählt habe? Das von mir so häufig besuchte Treffen an der Kokerei Zollverein in Essen findet dieses Jahr leider nicht statt. Grund sind Bauarbeiten auf dem Gelände der Kokerei und eine Ersatzlocation war kurzfristig nicht verfügbar. Gerade letzte Woche haben die Veranstalter aber bekanntgegeben, daß man zumindest für den Saisonabschluß am 04. Oktober 2015 nochmal einen passenden Ort gefunden hat. Treffen wird dann an der Zeche Ewald in Herten sein. Vielleicht sieht man sich ja dort.

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Für mich gibt’s hier in Krefeld noch das Treffen im Stadtwald (an der Pferderennbahn), daß aber immer erst im Mai zum ersten Mal stattfindet und neu entdeckt habe ich ein Treffen, daß ich bisher unter dem Namen Mo’s Bikertreff kannte. An den Viehauktionshallen (Kleinewefersstr. 160) findet an jedem 4. Sonntag im Monat ein offenes Treffen von Oldtimern, Youngtimern, Bikes und US-Cars statt. Eine bunte etwas andere Mischung. Diesen Sonntag war ich zum ersten Mal dort und mußte mich erstmal etwas umgucken. Der vordere Parkplatz war als ich kam noch leer, denn das eigentliche Treffen ist weiter hinten auf dem Gelände zu finden (an den Bikern vorbei). Erst als ich ging, standen auch auf dem vorderen Parkplatz ein paar (ausgefallene) Fahrzeuge.

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Wenn ihr zu letzterem Treffen kommt, parkt auf dem Gelände links (Besucherparkplatz) oder auf den reichlich vorhandenen Parkplätzen entlang der Kleinewefersstraße. Gleich nebenan befindet sich der Königspalast (Veranstaltungshalle und Eishockeystadion), vielleicht seid ihr da ja schon mal da gewesen. Eine Auswahl der zwischen Mai und Juli gesammelten Bilder findet ihr bei Flickr und Google Fotos und für den 4. Oktober hoffe ich mal auf gutes Wetter, denn die Zeche Ewald ist mal wieder eine ganz neue Foto Location (für mich und die Oldtimer). Das nächste Treffen in Krefelder Stadtwald ist übrigens am 19. Juli (nicht, daß ich nichts gesagt hätte 😉 ).

Dem deutschen Volke (Reisetipp Berlin)

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Nur ein kurzer Hinweis (weil der neue Blogbeitrag noch auf sich warten läßt 🙂 ). Im letzten Jahr habe ich euch, für den Fall daß ihr im Sommer in Berlin seid, hier eine Multimediaprojektion mit dem Titel „Dem deutschen Volke“ empfohlen. An der Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses läuft die halbstündige OpenAir Show und erklärt euch 130 Jahre parlamentarische Demokratie. Die Show ist meiner Meinung nach ein echter Hingucker, Geschichte erleben in 30 Minuten. Da die Show auch 2015 wieder stattfindet, schaut sie euch an, wenn ihr bis zum 3. Oktober 2015 in Berlin seid. Mehr Informationen findet ihr auf der Seite des Deutschen Bundestages bzw. hier (als PDF Flyer). Der Eintritt ist natürlich frei.

Die Hexe und Wind in meinen Ohren

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Manchmal kletter ich auf ’ne Halde und freue mich, wenn mir der Wind in die Ohren pustet. Ich stehe dann einfach nur da, gucke in die Ferne und erfreue mich an den Wolkenformationen. Und warum mache ich das? Weil ich es kann? Nein, der Grund liegt schon länger zurück.

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Es war nämlich vor langer langer Zeit, da traf ich im tiefen düsteren Wald eine ziemlich häßliche Hexe. Es war ein verfluchter Wald und es kam wie es kommen mußte, die Hexe kam schnurstracks auf mich zu (auf wen auch sonst ich war ja der einzige da). Sie fragte „Findest du mich schön“?

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Ich war etwas verdattert und murmelte sowas wie „Häääh“? Sie aber, die sie wohl schon häufiger als häßlich bezeichnet wurde, verstand sowas wie „Näää“! Und weil Hexen dann üblicherweise irgendwelche Flüche ausstoßen, legte sie auch einen Fluch über mich. Der Fluch sollte mein Hörvermögen einschränken, nur merkte ich das zu Anfang nicht.

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Erst als damals alle in meinem Haushalt wach waren, bevor ich meinen Wecker endlich auch mal hörte, wurde der Fluch langsam Wirklichkeit. Auch mein Hexenfluchaustreiber Hans Norbert Ohnenamen (kurz HNO) wußte nicht wirklich weiter. Einige Jahre gingen so ins Land und mal ging’s den Ohren besser und mal wieder schlechter.

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Seit ein paar Tagen macht sich der Fluch wieder häufiger bemerkbar. Das sind dann die Tage, an denen ich gerne mal auf die Halde Norddeutschland in Neukirchen Vluyn kletter. Die Halde ist nur rd. 15 km von Krefeld entfernt und weil das Plateau relativ flach ist’s da oben fast immer windig.

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Was das jetzt mit der Hexe Schrumpeldei Tinitus zu tuen hat? Der Wind der an meinen Ohren vorbeiströmt ist lauter, als die Töne die nur ich höre und überdeckt das dumpfe Gefühl, das ich ansonsten empfinde. Dann könnte ich wieder mal stundenlang da stehen, die Wolkenformationen beobachten, während die Hexe irgendwo im nächsten Baum sitzt und sich ins Fäustchen lacht.

Extraschicht 2015

Da stand ich nun ich armer Tor und bin … huch ihr seid ja schon da. Ich überlege mir gerade noch den Einstieg in diesen Beitrag. Vielleicht so … Da stand ich nun am großen Tor und zeigte brav mein Bändchen vor 🙂 gekommen mit den großen Bussen, so dicht gedrängt ich könnt sie ku… ach ne das reimt sich nicht 😀 . Seid umschlungen liebe Leserinnen und Leser zum Extraschichtbericht 2015.

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Es war Samstagnachmittag, mit Bändchen, 100 seitigem Veranstaltungsplan und einem Programm, mit dem andere einen ganzen Monat füllen stand ich bereit. Ich freute mich darauf den Abend draußen zu genießen, in vollen Shuttlebussen zu stehen und mich überraschen zu lassen. 225.000 Menschen sollten an diesem Abend ähnliches tun und 10% davon sind später alleine in meinem Shuttlebus 😉 . Es war wieder einmal Extraschicht im Ruhrgebiet.

Wenn irgendwann im Frühjahr das neue Programm der Extraschicht rauskommt, beginnt die Vorfreude und die lohnt sich, denn eine Nacht zwischen Kunst und Industriekultur ist einmalig im Ruhrgebiet. Die 225.000 Besucher haben dieses Jahr 45 Spielorte besucht und rd. 2.000 Künstlern zugesehen und das bereits zum 15. Mal. Bis zur nächsten Extraschicht sind es jetzt wieder 53 lange Wochen, denn für die nächsten Jahre könnt ihr euch merken: Die Extraschicht findet immer am letzten Samstag im Juni statt!

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Ich habe meine Tour mit einem Vorspiel gestartet, denn wie durch Zufall hat die MS Wissenschaft an diesem Wochenende im Duisburger Innenhafen festgemacht. Die MS Wissenschaft ist ein umgebautes Binnenschiff, das dieses Jahr der Frage „Wie sehen unsere Städte in der Zukunft aus?“ nachgeht. Eine bunte Mischung aus Exponaten, Experimenten und Wissensvermittlung für die Stadt der Zukunft wechseln sich in der Ausstellung ab. Diese Ausstellung geht übrigens noch weiter, die Tourdaten des Schiffs findet ihr hier.

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Im Rahmen der Extraschicht habe ich mich dieses Jahr entschlossen Gelsenkirchen (Nordsternpark) und Essen (Zeche Zollverein) zu besuchen. Das Auto wurde daher etwas abseits des Nordsternturms in Gelsenkirchen geparkt und nach kurzem Fußmarsch ging es mit dem kostenlosen Shuttlebus (ES8) zunächst nach Essen. Das erste Abenteuer fand im Kreisverkehr statt (ja ich hatte Kreisverkehr 😀 ). Ich war mir nicht sicher, ob der Bus die erste oder die zweite Ausfahrt aus dem Kreisverkehr wieder raus muß. Die erste … nicht, die zweite … nicht, die dritte, das wäre die Autobahn, … nicht. Hat der Bus sich verfahren? Wir kommen wieder an den Anfang. Die erste … nicht, die zweite … wir drehten allen Ernstes 2 ½ Runden im Kreisverkehr. Ehrlich, kein Scherz, so bekloppte Busfahrer gibbet wohl nur im Pott 😀 .

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Das Ziel Essen doch erreichend, hatte ich mir vorgenommen dieses Jahr unbedingt Dundu kennen zu lernen und das G.O.P Varietetheater zu sehen. Das G.O.P zeigte neben fliegenden Tischchen einen fingerfertigen Spielkartenspieler, eine junge Dame an der Vertikalstange und einen atemberaubenden Balance Act. Keine Frage sehr kurzweilig. Danach schnell zurück in den Ehrenhof der Zeche Zollverein, denn dort kündigte sich Dundu an. Dundu ist eine 5 Meter große, voll bespielbare Großfigur des Puppenspielers Tobias Husemann.

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Es ist total faszinierend zu sehen, welche Magie diese Puppe ausübt. Während ältere Leute, die von der Puppe angespielt wurden, eher auf die Puppenspieler achten, gucken Kinder vollkommen unvoreingenommen der Puppe in die nicht vorhandenen Augen und hielten bereitwillig ihren Luftballon hin, wenn Dundu danach fragte. Eben noch steht die Puppe und guckt sich um, als sie plötzlich anfängt zu laufen und die Menschenmenge, die eben noch drum herum stand, strebt auseinander, flieht regelrecht, um den Weg frei zu machen. Schade, daß es noch hell war, denn beleuchtet ist die Großpuppe nochmal so schön.

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Als die Uhr kurz nach 21.00 Uhr zeigte, ging es zurück zum Shuttlebus. Der ES8, der gerade losfahren wollte war bereits randvoll, aber 15 Minuten später ging’s dann wieder in Richtung Gelsenkirchen. Der WDR hatte sich entschlossen, dieses Jahr zum ersten Mal in 15 Jahren Extraschicht eine eigene Liveshow aus dem Amphitheater im Nordsternpark in Gelsenkirchen zu senden, schließlich tut man das bei anderen Ereignissen in NRW auch. Das war also mein zweiter Programmpunkt für diesen Abend. Die Show startete mit einem rasanten Feuerwerk und dem ersten Auftritt von Stoppok.

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Zunächst fand ich die Idee in Gelsenkirchen zu sitzen und von dort in die anderen Spielorte reinschauen zu können ganz reizvoll, aber die anderen Spielorte waren nur in einiger Entfernung auf einer Videowand zu sehen, während sich im Amphitheater wenig bis nichts tat. Gut 40 programmlose Minuten mit nur zwei kurzen Zwischentakes führten bei einem Teil der Besucher zu Unmut, der in Zwischenrufen mündete und später zum großflächigen Abwandern führte. Ich bin mir sicher, daß der Unmut beim WDR nicht unbemerkt geblieben ist und in einer Nachbesprechung mündet, während die Show für den Fernsehzuschauer vermutlich ganz unterhaltend war.

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Damit wir uns nicht mißverstehen, der Einstieg in die Show, das Wasserski Showteam mit brennenden und Feuerwerk abschießenden Rucksäcken sowie die Feuer- und Lasershow am Ende waren super und auch der Talkgast Ralf Richter war als Fotomotiv schwer umlagert, aber der Leerlauf war halt für diejenigen, die eigentlich wegen Stoppok gekommen waren, ein Grund zu gehen. Es juckt mir in den Fingern eine Ideensammlung zu starten oder den WDR dabei zu unterstützen, bei der 16. Extraschicht eine noch bessere Show auf die Beine zu stellen. Mal sehen was sich so ergibt. Als die letzte Rakete verschossen war hatte ich kurz gezögert, ob ich die zweite Show mit Stoppok noch abwarten soll, bin dann aber, als es gegen 0.20 Uhr anfing zu regnen, doch lieber los. Mußte reichen, ich brauche schließlich Schönheitsschlaf 😉 . Außerdem war ich froh, daß das Wetter bis Mitternacht gehalten hatte.

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Bis zum 28. Juni können Besucher übrigens an einem Fotowettbewerb der Extraschicht teilnehmen und wenn ihr sehen wollt, was ich so zusammengeknipst habe, schaut dieses Mal in das Extraschichtalbum bei Flickr oder Google Fotos, in dem sich auch schon ältere Fotos der letzten Extraschichten befinden. Man sieht sich 2016 zur 16. Extraschicht.

Schulabschluß

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Es ist jetzt 34 Jahre her, daß ich meinen Schulabschluß an der Realschule erleben durfte. Mein Gott ist das eine lange Zeit. Manchmal wird mir das erst dann wieder deutlich, wenn ich einen Grund habe, darüber nachzudenken. Der Grund war letzte Woche gegeben, weil unsere Große ihre Schule mit der 10. Klasse beendet hat. Erinnert ihr euch noch an euren Schulabschluß? Klar werden einige von euch sagen, die erst vor kurzem ihren Abschluß gemacht haben. Aber auch, wenn der Abschluß schon zig Jahre zurück liegt? War’s ein großes Fest oder mehr klein und unscheinbar? Die Schule unserer Großen hatte einen Saal gemietet, für den wir als Eltern dann Eintritt zahlen durften. Dafür gab es aber auch eine kleine Show, denn jede 10. Klasse (in dem Fall ihrer fünf) hatte etwas einstudiert.

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Dazwischen wurde einer Klasse nach der anderen, nach amüsanten wie auch süffisanten Worten der jeweiligen Klassenlehrer(-innen), die Zeugnisse überreicht. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich noch die Einschulung unserer Großen mit ihrer Schultüte 🙂 . Während ich also da so saß, dachte ich an meine Schulzeit zurück. Wir hatten eine Schulaula in der, soweit ich mich dunkel erinnere, die Schulband spielte. Der Schuldirektor hat damals ein paar Worte an uns gerichtet und wir hatten weder einen Anzug noch hatten die Mädchen … ach ne, Mädchen hatten wir ja gar keine. Ja das gab’s damals in Oberhausen. Wir waren in der Jungen- gegenüber war die Mädchenschule. Erst zwei Jahre nach meiner Einschulung dort wurden die neuen Klassen gemischt. Da nützte auch 1 x sitzenbleiben leider nichts 😮 . Also nochmal zurück, wir hatten keinen Anzug an, sondern sind in Alltagskleidung am letzten Schultag dort aufgelaufen. Nach kurzem Programm, an das ich mich nicht mehr im Detail erinnere, ging’s meines Wissens in den Klassenraum. Dort überreichte uns der Klassenlehrer das Abschlußzeugnis, fertig.

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Beim Abschluß der Großen hatten die ersten beiden Klassen einen Klassenlehrer und nahmen ihre Zeugnisse, wie bei uns, mit einem Handschlag entgegen. Dann kamen die Klassen mit Klassenlehrerin. Hier umarmte (fast) jeder Schüler und jede Schülerin seine/ihre Lehrerin, teilweise so herzhaft, daß man Angst um die Lehrkraft bekam 😉 . Sowas hätte ich mir früher niemals vorstellen können. Die Lehrer waren uns niemals so nahe, daß wir sie hätten umarmen wollen. Nach rd. 2 1/2 Stunden ging die „Show“ schließlich dem Ende zu. Danach ging’s zum Abendessen, an dem alle Schüler, Eltern und natürlich die Klassenlehrerin teilnehmen durften. Bei uns gab’s früher ausnahmsweise ein Gläschen Sekt (Piccolo), ein bisschen Smalltalk, sonst nichts was mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben wäre. Keine Abschluß Sweatshirts, keine Abschlußfahrt, keine Lehrerscherze, keine Jahrgangsbücher, nichts von allem. Irgendwann gegen Mittag löste sich die Veranstaltung bei meinem Schulabschluß auf und ich habe nie wieder einen Mitschüler von damals getroffen. Ehrlich gesagt, ich hatte auch keinen wirklichen Bedarf danach.

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Manchmal denke ich, daß es schon schade ist, daß wir so ohne jegliche Erinnerung auseinander gegangen sind, vor allem wenn ich sehe, mit welcher Herzlichkeit die Klasse unserer Großen das Schuljahr beendet hat. Letztens habe ich tatsächlich mal die Homepage meiner damaligen Schule aufgerufen, um zu sehen ob ich etwas wiedererkenne. Zwei, drei Lehrernamen kamen mir noch bekannt vor, aber sonst nichts mehr. Ich wünsche allen Klassen, die in diesen Wochen ihren Abschluß gemacht haben, daß sie sich vielleicht irgendwann nochmal über den Weg laufen. Dank Internet, SocialMedia u.v.m. könnte das heute ja durchaus machbar sein.

P.S.: Die Bilder sind noch Nachträge aus dem Botanischen Garten und haben mit dem Schulabschluß nichts zu tun ;-).

WDR – Ein Tag Live (in Essen)

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Na, wer erinnert sich noch an meinen Blogbeitrag aus 2013, in dem ich euch die Fernsehwelt erklärt habe? Damals habe ich die Männchen und Weibchen aus der Düsseldorfer Fernseh WG besucht. Ja was glaubt ihr denn, die wohnen dort alle gemeinsam in einem Funkhaus. Dieses Jahr hab ich das Funkhaus gewechselt und bin nach Essen gereist. Ihr glaubt es nicht, da haben die auch so kleine Männchen und Weibchen, die da im Fernseher rumlaufen und für einen Tag mal raus durften.

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Der WDR lädt nämlich auch in diesem Jahr wieder zu „Ein Tag Live“ ein. Ein Tag lang können die Zuschauer (also z.B. ich … und noch ein paar andere 🙂 ) hinter die Kulissen gucken und die kleinen Männchen und Weibchen aus dem Fernseher mal wieder in groß erleben. Allerdings wird der WDR dieses Jahr nicht in jedem Studio einen Live Tag veranstalten, ob’s wohl an den Kosten liegt?

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Der WDR hat NRW-Studios in folgenden Städten …

Studio Aachen
Studio Bielefeld
Studio Bonn
Studio Dortmund <– 05.09.2015
Studio Düsseldorf
Studio Duisburg
Studio Essen <– 13.06.2015
Studio Köln
Studio Münster
Studio Siegen
Studio Wuppertal

… und dieses Jahr findet „Ein Tag Live“ in Essen (am letzten Wochenende) und in Dortmund (am 05. September 2015) statt. Auch wenn die Deko so ähnlich aussieht wie im letzten Jahr, hat sich das Konzept etwas verändert. Auf der Bühne gibt es nicht mehr nur Gäste aus dem jeweiligen Landesstudio, hier also aus Essen, sondern auch überregionale Gäste.

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Diesen Samstag war die wunderbare Catherine Vogel aus der Aktuellen Stunde zu Gast und die nicht minder wunderbare Steffi Neu. Die muß sich übrigens noch kleiner machen, denn die muß sogar ins Radio passen und wenn ihr wüßtet, was ich für ein kleines Radio habe …. 🙂 . Dann war da noch der besserwisssende allwissende Uwe Schulz (ebenfalls aus dem Radio) auf der Bühne, dazu die Mausshow, mit André Gatzke, die 1Live Moderatoren Oli Briesch und Michael Imhof mit den 1Live O-Ton Charts, die Sprecherin der Regionalnachrichten aus dem Studio Essen Maria de Lucio sowie Wolfram Zbikowski als Redakteur.

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Manometer, daß die alle in mein Radio passen … aber einige sind ja bei 1Live andere bei WDR2, ich glaube die haben da getrennte Zimmer in der Funkhaus WG. Und weil es ja Spaß machen soll auch mal selber Programm zu machen, ging es in einem Zuschauerwettbewerb darum einen Nachrichtentext, wie er morgens zur 1/2 Stunde läuft, möglichst fehlerfrei zu sprechen. Kompliment, ich glaube zu erahnen wie schwer das ist und die Kandidat(inn)en haben das top gemacht. Ach ja, die Moderatorinnen und Moderatoren der Lokalzeit Essen durften natürlich nicht fehlen.

IMG_8828(Désirée Rösch) – Wenn ich hier links abbiege müßte ich nach Duisburg kommen.

IMG_8802(Lars Tottmann) – Wieso macht der jetzt Fotos, der WDR Fotograf sah doch anders aus.

IMG_8903(Julia Kleine) – Wenn ich den erwische, der mir den Eiswürfel in das Shirt gesteckt hat.

Auf die Studiotour habe ich dieses Jahr übrigens verzichtet, wenn ihr trotzdem mal gucken wollt, klickt doch mal auf meinen Besuch aus dem letzten Jahr und wenn’s aktuelle Fotos sein sollen, die gibt’s im Ruhr 2015 Album bei Google+ und bei Flickr. Und jetzt zurück ans Radio oder an den Fernseher 😉 .