Alsumer Berg, Kokerei und Mäuseturm

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Ich gebe zu, das hübscheste Fleckchen Erde ist das nicht gerade, wenn man am Alsumer Berg aus dem Auto steigt, denn man steht praktisch mitten in einer aktiven Industriekulisse. Der Alsumer Berg, zu erreichen über einen kleinen Parkplatz am „Alsumer Steig“ und einem Fußweg von ca. 800 Meter ist eine alte Schuttdeponie in Duisburg, die unmittelbar am Rhein liegt. Wie ihr hier lesen könnt, war ich bereits vor drei Jahren einmal auf dieser begehbaren Deponie und schon damals dachte ich schön ist anders. Aber was nicht schön ist, kann trotzdem interessant sein, also bin ich letztens nochmal hin. Zum einen gibt es von oben einen schönen Blick über den Rhein und zum anderen kann man unmittelbar auf die Kokerei Schwelgern gucken.

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Wer schon mal von der Halde Rheinpreußen in Moers auf den Rhein hinutergeguckt hat, hatte die Kokerei Schwelgern und den Nasslöschturm bestimmt schon mal im Fokus des Fotoapparates, denn die Wasserdampfwolke ist von dort und vielen weiteren Stellen im Ruhrgebiet gut zu sehen. Bei meinem ersten Besuch am Alsumer Berg habe ich mir nichts dabei gedacht, außer da wird was heißes mit viel Wasser „kalt gemacht“ und dabei qualmt’s halt 😉 . Erst mit der Führung „Durch Koksofen und Meistergang„, die ich 2012 auf der (stillgelegten) Kokerei Zollverein mitgemacht habe, habe ich den Kokereivorgang in der Theorie kennengelernt.

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Die Kokerei Schwelgern bietet jetzt die Arbeitsschritte live und vom Aussichtspunkt auf dem Alsumer Berg kann man ein bisschen hineinsehen ins Arbeitsgeschehen. Das war mir beim letzten Besuch 2011 nicht wirklich klar. Dieses Mal hatte ich das große Glück, daß der südliche Nasslöschturm in Betrieb war, so konnte ich ganz gut sehen, wie alle 10 Minuten ein brennender Koksblock in den Kühlturm fuhr und dann mit Unmengen Wasser abgelöscht wurde. Die Kokerei Schwelgern besteht aus zwei Batterien mit jeweils 70 Koksöfen und benötigt (lt. einem Artikel der Rheinischen Post) alle zehn Minuten 28 Kubikmeter Wasser. Zurück am Parkplatz, habe ich mir das ganze sogar noch (durch den Zaun) aus der Nähe ansehen können.

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*** Wolkenfantasie_on *** Manchmal kann man ganz tolle Sachen entdecken. Die Wolke da oben sieht doch aus wie ein Engel, oder 😉 ? *** Wolkenfantasie_off ***

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Aber der Alsumer Berg und die Kokerei ist nicht das einzige was man an diesem Fleckchen Erde sehen kann. Man kann, wenn nicht gerade Hochwasser ist, vom Rheindeich runter an den Rhein und findet dort sogar sowas wie einen kleinen Strand vor. Dort wo sich die Wassergewinungsanlage von Tyssen Krupp befindet kann man unmittelbar am Wasser stehen und beobachten, wovor immer gewarnt wird. Das Wasser ist rund 2 Meter von mir weg, der Sand um mich herum ist feucht, ein großes Schiff mit entsprechendem Sog fährt rheinabwärts vorbei. Plötzlich geht das Wasser 2-3 Meter zurück bevor ich meinen Platz im Sand schleunigst räumen muß, weil das Wasser plötzlich meine Füße umspült.

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Daß das Wasser solche Wellen verursacht hat mich daran erinnert, daß der Rhein kein Spielplatz ist. Was mich aber überhaupt vom Rheindeich runtergetrieben hat, ist ein etwas versteckt zwischen den Büschen liegendes Gebäude, das meine Neugierde geweckt hat. Was kann das sein? Ich kann keine Erläuterung finden und muß zu Hause danach googeln. Das Gebäude mit zwei schweren Stahltüren und einem kleinen turmartigen Ausguck soll sich Duisburger Mäuseturm nennen und eine ehemalige Zollstation am Rhein sein. Mit anderen Worten eine frühe Mautstelle (Maut = Maus) für Schiffe, welche den Rhein schon damals als Transportweg nutzten. Wißt ihr ob das stimmt? Ansonsten schreibt mir, wenn ihr eine andere Geschichte dazu kennt. Jetzt noch schnell was aus der Rubrik Kurriose Fundstücke.

1. Was ist das hier, kann man da den Stöpsel aus dem Rhein ziehen 😀 ?
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2. Wie kommt Kohle (oder ist das Koks) an den Strand des Rheins?
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3. Warum habe ich auf meiner Toilette keine so tolle Aussicht?
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Noch mehr Bilder? Dann gibt’s die bei Google+ und Flickr.

Sonniges Wochenende

Pattberg

Noch ist es hier am Niederrhein bewölkt, aber am Samstag und Sonntag soll der (Vor-)Frühling mit Sonne ins Wochenende starten und den Winter vertreiben. Zeit also die nächsten Wochen zu planen, Termine habe ich ja schon genug gesammelt (siehe rechts auf dieser Seite). Auch nach Hamburg und Berlin möchte ich mal wieder und dieses Mal nicht beruflich sondern privat. Unter dem Namen „Bahnhit Hamburg“ und „Bahnhit Berlin“ (rechts auf der jeweiligen Seite) habe ich zwei interessante Möglichkeiten entdeckt, für einen akzeptablen Preis eine Bahnanreise plus Hotel und Frühstück sowie im Fall von Hamburg eine ÖPNV Karte inclusive zu buchen. Vielleicht ist das ja auch was für euch.
[Update 26.03.2014] Die Onlinebuchung für Berlin macht z.Zt. Probleme, aber telefonisch geht’s auch.

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Während ihr letzte Woche dem Karneval gefröhnt habt, habe ich bereits die ersten Sonnenstrahlen genossen. Es war noch ein wenig frisch, um sich irgendwo länger hinzusetzen, aber das soll ja an diesem Wochenende anders werden. Ich habe die Frühlingshaldensaison im Westen auf der Halde Pattberg (Moers) gestartet. Beim letzten Mal bin ich eine Autobahnausfahrt zu weit, dieses Mal eine zu früh abgefahren, dabei liegt die Halde praktisch am Fuß der A57/A42. Nächstes Mal klappt es bestimmt 🙂 . Außerdem war ich mal wieder im Rheinpark in Duisburg. Letzteren hatte ich euch vor 14 Tagen in diesem Blogbeitrag empfohlen. Hier liegen vergangene Industriekulisse und moderne Rheinpromenade unmittelbar nebeneinander. Wer es sich traut, stellt sich auf der (offiziell begehbaren) Hochfelder Eisenbahnbrücke mal knapp neben die Bahngleise (Fußweg). Man bekommt so ein gutes Gefühl für Geschwindigkeit.

Rheinpark

Noch keine Ahnung wo es euch am Wochenende hintreibt? Ich bin ehrlich gesagt auch noch unentschlossen, vor allem weil ich am Sonntag vermutlich nicht alleine bin (aber das ist eine andere Geschichte). Schaut für Anregungen doch mal in die bekannten Fotoalben bei Flickr und Google+ (oder in die Gesamtübersicht für ältere Alben Flickr / Google+). Ich wünsche euch ein schönes und sonniges Wochenende.

Krefeld Rheinhafenbrücke

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Vor knapp zwei Jahren habe ich euch schon mal mit in den Krefelder Hafen genommen, aber damals war es nur ein Abstecher. Berichte über die historische Drehbrücke in der Tageszeitung sorgten dafür, daß ich mich mal wieder mit der Kamera dort umschaue. Für die einen ist es nur eine Brücke in den Hafen, für die anderen ist es eine in Deutschland einmalige Brückenkonstruktion, die letzte ihrer Art.

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Wer zw. Krefeld Linn und dem Rheinufer unterwegs ist, wird die Drehbrücke aus dem Jahr 1906 sicher schon mal gesehen haben. Original Drehtechnik sorgt ca. 150 mal im Jahr dafür, daß Schiffe in den Hafen fahren können und das, dank Baujahr 1908, nun schon seit 106 Jahren. Die Straße wird dann jeweils gesperrt und die Brücke wird um 90 Grad auf dem Mittelpfeiler gedreht. Leider habe ich den Drehvorgang auch noch nie miterleben dürfen, aber alleine die Optik (Jugendstil) und die hunderte von Nieten sind es schon wert gesehen zu werden.

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Der Schwerlastverkehr hat zugenommen, hier wie überall anders auch und eine Brücke, die nur eine einspurige Befahrung zuläßt ist nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem, die Brücke soll und muß erhalten bleiben. Zeigt mir mal etwas, was nach 106 Jahren noch so funktioniert wie am ersten Tag. Bevor ich lange rede lasse ich lieber Bilder sprechen. Eine Auswahl hier und mehr im Krefelder Album von Flickr und Google+.

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Von Tiger&Turtle an den Rhein

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Ich liebe ja Halden und ich liebe Landmarken, ich liebe aber auch Wasser. Was also tun, um die drei Elemente zusammenzubringen? Halde ans Meer verfrachen? Landmarke an den Baldeneysee stellen (könnte ja auch mal jemand drauf kommen 😉 ) oder einfach einen Ausflug zu Tiger & Turtle an den Rhein ausweiten. Über die Landmarke im Süden Duisburgs habe ich euch ja schon des öfteren was erzählt, aber so langsam wird’s ein wenig eintönig. Wer schon mal auf der Achterbahn stand wird mit Sicherheit den Rhein gesehen haben. Wäre es da nicht toll, wenn man gleich mal rüberhüpfen könnte? Dachte ich mir auch und habe ein wenig im Netz gesucht. Und siehe da, man kann.

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Über den Rheinpark berichtete ich ja bereits vor einem guten halben Jahr. Er ist rd. 10 Autominuten von Tiger & Turtle entfernt und liegt direkt am Rhein. Etwas näher liegt der Duisburger Ortsteil Wanheim. Keine 5 Autominuten entfernt findet man eine schöne, kleine aber feine Promenade, die es erlaubt einen Sonntagsspaziergang, einen Blick auf den Rhein und einem Besuch in den Rheinlust-Terrassen zu verbinden. Ein kleiner Parkplatz am Eingang der Kalkumer Straße wäre dazu ein guter Treffpunkt.

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Ob die Rheinlust-Terrassen etwas taugen weiß ich noch nicht, werde ich aber mal testen, wenn wieder Terassenwetter ist. Vielleicht kann ich dann auch herausfinden, warum man die Kanus hier auf Stangen lagert 😉 ? Am erwarteten Hochwasser kann es nicht liegen, denn dann wäre der Papierkorb daneben überflüssig. 5 Autominuten sind euch zu weit? Dann hätte ich noch eine Idee. Gleich neben dem Angerpark (Heimat von Tiger & Turtle) befindet sich der Angerbachweg, der so heißt, weil er dem Angerbach folgt.

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Und das könnt ihr auch tun, denn der befestigte Weg führt durch einen Tunnel unter der Straße und unter den Eisenbahnschienen hindurch in wenigen Minuten zur Mündung des Angerbachs in den Rhein. Dank ausreichender Beschilderung (gut versteckt unterhalb der Brücke) ist der Weg ja nicht zu verfehlen 🙂 . Gut ein Weltereignis erwartet einen hier nicht, aber der Aussichtsstieg neben dem historischen Haus Angerort bietet mehr, als ich in dem Industriefleckchen erwartet hätte. Und er ist Hochwassersicher, eher läuft der Angerbach über.

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Das Haus Angerort liegt auf dem Firmengelände der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) und kann nicht betreten werden. Bliebe als Highlight noch die Entladung eines Containerschiffs zu beobachten, wenn denn mal eines vor dem „DuisPort“ ankert. Wie man hier und hier lesen kann, werden von diesen Terminals Audi Teile nach Südostasien verschifft. Daß der Aussichtsstieg dem Bug der Titanic ähnelt ist vermutlich reiner Zufall 😉 … Wenn also sonst nichts los ist an diesem Fleckchen Erde stellt euch ganz vorne hin und brüllt sowas wie „Ich bin der König der Welt“! 😀

Tiger, Turtle und Terminkalender

regenschirmDer erste Monat ist bereits rum und so langsam füllt sich der Terminkalender für 2014. Bis auf’s Wochenende verbringe ich momentan allerdings 9 bis 10 Stundentage im Büro und schlage mich mit Anpassungen zum Thema SEPA rum. Die langen Bürotage wirken, sich „positiv“ auf mein Gleitzeitkonto aus, die Tage verfliegen hingegen wie der Wind. Bitte entschuldigt, wenn ich z.Zt. auch wenig in euren Blogs lese und kommentiere. Irgendwann kommt hoffentlich der Frühling, meine Nase kündigt bereits den Pollenflug an, und dann ist auch wieder mehr Zeit für Blog’s und Ausflüge.

Zurück zum Terminkalender, in den ihr bestimmt ganz andere Termine eintragt als ich in meinen, aber wenn ihr die eine oder andere Anregung benötigt, nachfolgend (und jederzeit wieder da rechts außen) findet ihr eine Auswahl interessanter Veranstaltungen, Ausstellungen oder Termine für freie Museumseintritte in 2014.

Wenn ihr mehr wissen wollt klickt auf einen Termin. Es werden auch Google Funktionen wie GoogleMaps unterstützt, so daß derjenige, der sich nicht so genau auskennt gleich ’ne Karte auf Mausklick dazu bekommt. Termine, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, (z.B. die Landesgartenschau in Zülpich, 100 Jahre Rhein-Herne-Kanal u.ä.) tauchen an jedem Tag im Kalender auf. Ihr habt noch andere interessante Termine? Dann ab damit in die Kommentare.

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An diesem Wochenende startet u.a. auch wieder das Parkleuchten im Grugapark in Essen, aber so wie es aussieht, wird der Auftakt wohl ins Wasser fallen 😦 , dafür konnte man am letzten Wochenende nicht über das zeitweise sonnige Winterwetter klagen und daher habe ich mal wieder die Halde im Duisburger Angerpark besucht und für einen Winterspaziergang genutzt. Gefühlt haben das ungefähr 1.000 andere Besucher auch gemacht. Aber die Halde liegt halt fast vor meiner Haustüre 🙂 , da machste nix.

Düsseldorf um einen (Kö)Bogen reicher

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Ich frag mich ja manchmal, warum ich so selten in Düsseldorf bin. In diesem Jahr vielleicht 2 x, dabei ist es von Krefeld nach Düsseldorf ja gar nicht weit. Einmal über den Rhein gefallen und schon ist man da. Und es gibt nichts schöneres als bei schönem Wetter an der Rheinuferpromenade entlang zu laufen und Leute zu beobachten (und falls ich mal ohne Auto da bin auch ’n Alt zu trinken, oder zwei oder drei ;-)). Also war ich am Dienstag mal wieder in Düsseldorf und habe …, ja eigentlich zuerst mal was ganz anderes besucht. Nämlich den neuen KöBogen über den ihr vielleicht schon etwas in der Zeitung gelesen habt.

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Ein neuer Prestigebau direkt am Hofgarten, der den Nebeneffekt hat, daß der Autoverkehr entlang des Hofgartens unter die Erde verlegt wird. So kann man jetzt vom grünen Hofgarten direkt in die City spazieren und auf Kö und Schadowstraße einkaufen (ein Schelm der böses dabei denkt :-)). Wenn der Umbau irgendwann fertig ist, kann das sogar ganz gut aussehen. Einziges Problem ist z.Zt. noch der U-Bahnbau rund um die Schadowstraße. Dort tobt noch das Chaos auf Fuß- und Fahrweg. Autos knubbeln sich, jeder darf mal seine Hupe ausporbieren und selbst für Fußgänger ist ein Durchkommen nicht einfach.

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Zum anderen hat der KöBogen zwar eröffnet, aber bis jetzt nur mit dem Haus Breuninger (von dem ich garnicht so genau weiß, was da verkauft wird) und einer Espresso Bar. Vielleicht habt ihr von dem Brandanschlag in der Zeitung gelesen, der dazu führte, daß sich die Kompletteröffneung noch etwas hinauszögert. Dafür ist das Gebäude selbst architektonisch einfach toll und bietet viele neue Fotomotive, abhängig vom Stand der Sonne, die sich in den Glasscheiben spiegelt.

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Besonders schön finde ich persönlich, daß man in Richtung Hofgarten große Treppenstufen angelegt hat mit Sitzgelegenheiten und Grünflächen ähnlich der Hafencity in Hamburg. An diesem Dienstag wuselten allerdings die Bauarbeiter, die Besucher (mit und ohne Plastiktüten) sowie die Fotografen alle wild durcheinander. Man mußte aufpassen, nicht vom Bagger überrollt zu werden. Ich schätze mal in 4-6 Wochen (auf jeden Fall noch vor Weihnachten) dürfte der Rest fertiggestellt sein und wenn es dann im Frühjahr wieder sonnig wird, dürften sich die Treppen dort füllen.

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Danach bin ich dann zurück ans Rheinufer und an den Burgplatz. Dorst steht jetzt wieder (bis ins neue Jahr, genauer bis zum 26.01 2014) das transportable Riesenrad. Die Gondeln sind übrigens geschlossen und (wenns kalt wird) beheizt. Wenn’s mal wieder länger dauern soll, kann man sogar eine 1 stündige Sonderfahrt buchen. Wie wäre es z.B. mit einer Exklusivfahrt inkl. Foodbox für bis zu 6 Personen (ich habe mal nachgefragt, was das kostet, der Preis steht aber noch nicht fest). Das klingt nach einem einstündigen Picknick in luftiger Höhe (1 Woche Vorbestellungsfrist).

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Ach ja, da ich mit dem Auto vor Ort war habe ich selbiges am Tonhallenufer geparkt (das ist der große Parkplatz gleich unten am Rhein, zwischen Tonhalle und Rheinufertunnel). Dort kostet das Parken noch bescheidene 1,40 €/Std. Wenn ihr noch einen anderen/besseren Tipp zum parken habt, bitte laßt es mich wissen. Es sollte aber ein Platz sein, die immer ereichbar ist und bis zur Fertigstellung der U-Bahn den Bereich Königsallee / Schadowstraße großzügig ausspart. Wie sind eure Tipps?

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Die Bilder (auch der oben gezeigten Collagen) gibt’s in groß im Album Düsseldorf 2013 bei Google+ und bei Flickr.

Emscherkunst (Teil 3)

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Nach soviel Extraschicht in den letzten Tagen heute mal wieder was zum anderen Thema mit „E“ – Ex .. ähm .. Emscherkunst. Wenn ihr mir auf Instagram folgt habt ihr vielleicht schon gesehen, daß ich mittlerweile ein paar Randbezirke der Emscherkunst mit dem Auto abgegrast habe. Ich erwähnte schon, ein bisschen Fußweg gehört einfach dazu, aber alles was im Rahmen von 10 – 15 Minuten liegt gilt als mit dem Auto erreichbar. Nehmt Platz und wartet mit mir, denn unter anderem war ich bei „Warten auf den Fluß“, einem Kunstwerk, daß bereits 2010 aufgebaut wurde und jetzt an neuer Stelle steht. Eine Brücke, die im übertragenen Sinne auf die Umleitung der renaturierten Emscher wartet.

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Im Zickzack geht’s über den breiten Steg entlang an drei Pavillons, wovon zwei zu einer Übernachtung einladen. Der dritte Pavillon ist das Bad mit Toiletten und Waschbecken, was schon ein bisschen an Camping extrem erinnert, denn es gibt zwar irgendwie Wasser aber keinen Strom und erst recht kein Abwasser auf dieser Brücke. Trotzdem sollen zumindest die Wochenenden schon weitgehend ausgebucht sein. Na dann gute Nacht beim Warten auf den Fluß. Aber auch wer nicht übernachten will, darf sich hinsetzen, Löcher in die schöne Landschaft drumherum gucken, sich lang machen für ein Nickerchen oder der Jamsession lauschen, die an dem Sonntag stattfand, als ich dort war.

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Weitere Jamsessions folgen, dazu klickt ihr hier. (Und jetzt alle 3 x ganz schnell Jamsession, Jamsession, Jamsession :-)). Ach ja, genauere Ortsangaben wo sich die Kunstwerke befinden gibt’s jetzt auch in PDF Form und zwar hier.

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Ein paar Tage später zog es mich dann, bei schönstem Wetter an die Emschermündung, wie gemacht für eine Radtour, ich aber schon wieder per Pedes. Kunstwerk Nr. 1 direkt an der Mündung der Emscher, hat auch damit zu tun und heißt „Fluß wird Wolke“ (nein da fehlt kein Wort ;-)). Mit Hilfe einer Wolkenwassererhitzungsmaschine wird ab und zu Wasser der Emscher in wolkenbildenden Dampf umgewandelt. Die hierfür benötigte Energie kommt direkt aus dem Fluss (das Wasser übrigens auch). Die Webseite schreibt „Dies ruft übernatürliche Konnotationen hervor … „. Huch ist das wat Schlimmes? Ich würde sagen „Die Wolke macht sich durch lautes Zischen bemerkbar“ oder weil’s ja die Emscher ist „Mit jeder Klospülung ein Zischen“ (oder so ähnlich) ;-).

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Neben der Wolkenmaschine gab es dann noch eine begehbare, kugelförmige, seifenblasenähnliche Station, die mich an Raumschiff Orion erinnerte. Diese Skulptur kann tagsüber besucht werden und bietet in der Nacht für bis zu zwei Gäste eine Schlafgelegenheit mit Blick auf den Rhein. Sehr idyllischer „Rücksturz zur Erde“ :-D. Gleich daneben ein weiteres gelbes Fernrohr, daß dieses Mal aber keinen Blick auf irgendetwas freigibt sondern selbst die Blicke auf sich ziehen soll. Ein Motor dreht den Guckmechanismus (also das da oben drauf) um sich selbst. Um in die Ferne zu gucken müßt also selbst ein passendes Rohr oder Glas mitbringen.

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Etwa 500 Meter entfernt ist das nächste Ziel auszumachen. Kunstwerk Nr. 2 „The Settlement“ nennt sich das Modell des Stelzendorfs mitten auf dem Acker. Die Skulptur besteht aus 20 kleinen Modellhäusern, die miteinander verbunden und in einem flachen Wasserbassin platziert sind. Ich hatte ja gedacht, man könnte die Gebäude betreten, aber da muß ich wohl noch etwas schrumpfen. Dummerweise hatte ich meine Zaubermelone gerade nicht dabei ;-). In ihrer Bauweise erinnert die Modellsiedlung an Pfahlbauten und Stelzendörfer aus der Karibik oder den Philippinen (sagt wiederum die Webseite).

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Ich war noch nie dort, kann also nicht sagen ob’s stimmt. Ein wirklich tolles Modell ist es auf jeden Fall, denn jedes Detail wurde handgemacht. Auf Grund der grauen Hintergrundwand, kann man fototechnisch ein kleines Dorf fotografieren und mit ein bisschen Abstand kommt dann der Himmel und das Steinkohlekraftwerk in Voerde in den Fokus. Man hat so ein bisschen den Eindruck, gleich kämen die Puppen der Augsburger Puppenkiste um die Ecke. Komm’se aber nicht. Schade keine Mupfel :-).

Ihr wollt nochmehr Bilder? Dann surft hier zu Flickr oder Google+. Die Kunstreise entlang der Emscher wird fortgesetzt, im Urlaub (übernächste Woche) bestimmt auch mal per Fahrrad. Wolltet ihr nicht auch?

Rheinpark Duisburg

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Manchmal liegt das Gute ja so nahe, daß man es es trotz offener Augen nicht sieht oder nichts davon weiß. So wurde ich in Kommentaren zwar schon das eine oder andere Mal auf den Rheinpark Duisburg aufmerksam gemacht, aber ich wußte nichts damit anzufangen. Mein Pech? Jepp, so isset wohl, aber man kann ja auch nicht alles kennen. Blitz und Donner über mein Haupt.

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Als ich letztens wieder mal so durchs Internet blätterte, auf der Suche nach einem älteren Artikel der WAZ, stolperte ich wieder über den Rheinpark und als schlaues Kerlchen habe ich jetzt mal gelesen, was der Rheinpark eigentlich ist. Eine unmittelbar an den Rhein angrenzende, bisher industriell genutzte Fläche des Stadtteils Duisburg Hochfeld. Wie schön wäre es einen Spaziergang entlang des Rheins zu machen, denn ich finde eine Stadt am Rhein braucht auch eine Rheinpromenade und ein so gebeuteltes Ruhrpottstädtchen wie Duisburg sowieso. Aber nicht jede Stadt ist so mutig (und reich) wie Düsseldorf. Oder doch?

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Zack dachte sich Duisburg vor einigen Jahren und hat mit dem Projekt Rheinpark das rund 60 ha große Areal entsprechend umgebaut und im ersten Bauabschnitt bereits im Mai 2009 fertig gestellt. Keine 10 Autominuten (ca. 5 km) nördlich von der begehbaren Achterbahn Tiger & Turtle (Berzeliusstraße), kann man hier (Liebigstraße) ganz gemütlich sitzen und den Schiffen beim vorbeischiffen .. äh .. -fahren zusehen. Dazu kommen eine Skateranlage, die bereits Schauplatz der Deutschen Meisterschaft war, weitläufige Wiesenflächen für drauf rumzuliegen oder Drachen steigen zu lassen, verschiedene Spielbereiche für Kinder und komische Brücken ins Nichts.

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Die großen, teilweise bis zu 8 Meter hohe Mauerreste der ehemaligen Sinteranlage wurden erhalten, für zum (legalen) Graffiti drauf gestalten. Bis hierher dachte ich na ja, Mauern eben, aber als ich dann vor Ort die tollen StreetArt Graffitis sah, die sich zu genialen Fotomotiven wandelten konnte ich die DigiCam garnicht mehr von den Wänden abwenden. Ich kann euch hier nur eine Auswahl zeigen, aber in den Alben von bei Flickr und Google+ gibt’s noch mehr. Ich habe die Bilder übrigens neu sortiert, die neuesten stehen jetzt ganz oben.

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Aber auch die Uferpromenade kann sich mit über 1,4 Kilometer Länge auf jeden Fall sehen lassen. Sogar einen kleinen Strand mit Liegen findet man hier. Auch die Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke ist Teil des Areals und ob ihr es glaubt oder nicht, die Eisenbahnbrücke habe ich mit dem Regionalexpress schon einige Male überquert. Daß sich darunter der Rheinpark befindet, war mir bis heute nicht bewußt. Auf der rheinabwärts gerichteten Seite (Nordseite) der Eisenbahnbrücke befindet sich sogar ein breiter Fußweg, der auch von Radfahrern genutzt wird und nach Duisburg Rheinhausen führt. Als Fotojunkie wie gemacht, um mitten über dem Rhein zu stehen und Schiffe, Züge, Rhein, Duisburg, mich selbst einfach alles zu fotografieren was nicht bei drei unter der Brücke verschwunden ist.

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Und wenn sich der kleine Hunger meldet? Unmittelbar an der Promenade befindet sich der Ziegenpeter, eine Gastronomie der Duisburger Wekstatt für Menschen mit Behinderung. Egal ob mit Müsli in den Tag, mit Stullen, Salaten, kleinen Küchlein, Flammkuchen über den Mittag oder mit Cappuccino und Kuchen über den Nachmittag, die Auswahl auf der Speisekarte ist reichlich und nicht das übliche Schnitzel/Pommes Gedöns. Hier schaut selber. Ihr müßt nur noch entscheiden ob ihr lieber drinnen gemütlich wie im Wohnzimmer oder draußen im Liegestuhl am hauseigenen Strand sitzen möchtet. Leider hatte ich keine Zeit mehr den Ziegenpeter zu testen, wird aber bald mal nachgeholt.

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Ein paar Treppen später rauf und runtergedackelt fand ich noch diese Herde voll mit komischen Außerirdischen auf wackeligen Beinen und ohne Augen ;-). Ich hab in verschiedenen Sprachen probiert sie anzumachen anzusprechen … mok mok, jabba jabba, miep miep … aber keine Reaktion erhalten. Vielleicht waren es ja doch nur Holz- … ähm … -schafe, -flöhe, -ziegen … mana mana …?!? 😀 Schakkeline ist jedenfalls drauf geritten (seht ihr in den Fotoalben).

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Wenn ihr also das nächste Mal in Duisburg unterwegs seid und wieder mal denkt, boa ist dat nicht schön hier, ab dafür in den Rheinpark damit’et noch viel schönerer wird (um nicht das von mir kreierte Wort Tolligkeit zu verwenden). Am besten vergleichbar ist der Rheinpark vielleicht mit dem Westpark in Bochum, hier aber mit direktem Anschluß an den Rhein. Eine Treppe führt sogar zur Geröllaufschüttung direkt ans Wasser. Ich werde auf jeden Fall nochmal wiederkommen, ein bisschen Zeit mitbringen und den Park mit mehr Ruhe genießen, um nicht zu sagen einfach mal so ohne Grund auf den Wiesen rumliegen.

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Ein Tag im Düsseldorfer Nordpark

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Schon aus dem Fenster geguckt? Nicht überall ist heute Feiertag, aber in einigen Bundesländern ist langes Wochenende. Und was wünscht man sich dann? Bestimmt keinen Regen. Blenden wir doch einfach mal 3 Wochen zurück. Da war auch Feiertag und anders als erwartet ein schöner sonniger Tag. Also habe ich mal wieder einen kleinen Abstecher nach Düsseldorf in den Nordpark gemacht. Erstens ist der Park immer toll gepflegt und mit jahreszeitlich passenden Blumen bepflanzt und zum zweiten ist der Flughafen nur einen Steinwurf entfernt.

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Wie man der Seite www.dus.com/dus/flugrouten entnehmen kann starten und landen Flugzeuge i.d.R. gegen den Wind und da der hauptsächlich aus westlichen Richtungen kommt, werden ca. 80% aller Starts und Landungen in Richtung Westen durchgeführt. Mit anderen Worten: die meisten Landeanflüge finden über Ratingen statt, der Großteil der Starts über Düsseldorf-Lohausen (das spiegelt übrigens auch wieder, daß man relativ viele Landeanflüge über dem Baldeneysee in Essen und über Essen Kettwig beoachten kann). Um zum Punkt zu kommen, wenn man Glück hat, kann man aus dem Nordpark neben wunderschönen Pflanzen auch viele große Flieger beobachten ohne am Flughafen stehen zu müssen.

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Und wer dann bei sonnigem Wetter noch von der Ferne träumt muß aufpassen, daß er die Höchstparkzeit auf dem Parkplatz zum Nordpark nicht überschreitet. Da muß man nämlich leider bezahlen (Parkplatz am Aquazoo), während der Park natürlich keinen Eintritt o.ä. kostet. Solltet ihr auch mal im Nordpark zu Besuch sein nicht vergessen den japanischen Garten im hinteren Teil zu besuchen, aber ich glaube das erwähne ich auch jedes Mal wieder 😉 . Und wenn man genug Blumen gesehen hat (geht das eigentlich) und auch der letzte Flieger gestartet ist, kann man über eine kunstvoll geschwungene Brücke auch noch einen kurzen Abstecher bis an den Rhein machen.

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Noch ein paar weitere Bilder aus Düsseldorf 2013? Na klar, bitte sehr … klickt auf Flickr oder Google+.

Stürmisch auf Rheinpreussen

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Kennt ihr das, wenn einem der Wind ins linke Nasenloch hineinpustet und durchs rechte wieder raus ohne daß man bewußt atmet. Heute war irgendwie so ein Tag, aber ich konnte mich nicht entschließen drinnen zu bleiben, ich mußte einfach raus an die Luft. So habe ich heute zum wiederholtem Mal die Halde Rheinpreussen besucht und dort war es eben ziemlich windig. Wieviel Besuche sind eigentlich notwendig, daß einem ein Stück der Halde gehört 😉 ? Einige Sonntagsausflügler hatten ihre Lenkdrachen mitgebracht und die Kaputze an meiner Jacke flatterte derart im Wind, daß ich mir fast selbst vorkam wie ein Lenkdrachen. Wie bitte? Ich kann nicht abheben? Hat da jemand „dick“ gesagt? Hallo!?! Ja, vielleicht ein bischen zu schwer 😀 .

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Aber es hat gut getan, schließlich soll es ab nächste Woche ja langsam winterlicher werden. Soll es ruhig, die Winterschluppen am Auto sind ja schon drauf. Da ich das „Geleucht“ mittlerweile von allen erdenklichen Seiten fotografiert habe, haben sich wenig neue Bilder ergeben. Könnte die RAG vielleicht mal ein paar neue Halden aufschütten und weitere Halden für den Besuch freigeben? Schließlich muß man doch Perspektiven für 2013 haben 😉 . Wer übrigens die Halde Rheinpreussen noch nicht kennt, der sollte bei der nächsten Fahrt über die Rheinbrücke der A42 (Höhe Duisburg Bearl) mal nach links auf den Hügel hinter der Rheinbrücke gucken. Ist nicht zu übersehen.

Bevor sich das Jahr zu Ende neigt, landen die Bilder nochmal im Album Ruhr 2012 bei Flickr, Sevenload, Picasaweb. Da sind irgendwie ganz viele Haldenbilder aus 2012 gelandet, weiß auch nicht warum 😀 .