Flachsmarkt 2016

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Wie jedes Jahr, war es auch 2016 wieder soweit. Das Mittelalter lebte auf und rd. 45.000 Besucher kamen an den drei Pfingsttagen nach Krefeld Linn. Auch ich habe mich für einen Samstag früh aus dem Bett gewagt, denn den Vormittag über sollte es trocken bleiben sagte der Wetterbericht. Nun ja, vielleicht hatte er nicht Krefeld Linn gemeint, denn ich war, nach einem ausreichenden Frühstück um 10.15 Uhr kaum auf den Festwiesen angekommen, als es einen kräftigen Schauer gab. Also mußte der gar nicht so mittelalterliche Schirm herhalten. Aber das war’s dann auch, den Rest des Tages jagte der Wind die dicken Wolken über den Himmel und ab und zu kam sogar die warme Sonne zwischen ihnen hervor. Weiterlesen →

Vom Münsterland (Schloß Anholt) an den Niederrhein nach Rees

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Es war ein schöner Samstagmorgen, das Frühstück lag hinter mir und ich dachte darüber nach, wie ich diesen Sonnentag wohl verbringen sollte. Manchmal werde ich gefragt, wie ich an meine Ausflugsziele komme und manchmal frage ich mich das selbst. Mal finde ich etwas, weil ich darüber in der Zeitung lese, häufiger jedoch wenn ich fernsehe. Mit ein bisschen Glück merke ich mir dann zumindest ein Stichwort und erinnere mich einige Tage später daran. Diesmal war es ein Bericht über das Schloß Anholt in der einen Sendung und über die Stadt Rees in einer anderen. Bei der Recherche fällt mir auf, daß die beiden Orte nicht weit voneinander entfernt liegen und so ist ein Samstag mit einem neuen Ausflugsziel am Niederrhein gefüllt. Das heißt Moment, während Rees natürlich noch zum Niederrhein gehört, liegt Anholt (gehört zu Isselburg) ganz knapp außerhalb der Niederrheinregion am südwestlichen Zipfel des Münsterlandes. Weiterlesen →

Wolkenformationen

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Seid ehrlich, ihr habt als Kind im Sommer auch auf der Wiese gelegen, die Wolken beobachtet und euch vorgestellt, ob die dicke Wolke da links nicht vielleicht ein Hund sein kann. Oder die große da rechts, die sieht doch aus wie Fuchur der Drache aus der unendlichen Geschichte :-). Stunden konnte man so zubringen, weil einen der Ernst des Lebens noch nicht erfaßt hatte. Und heute? Auch heute könnte ich manchmal einfach nur so dasitzen und den Wolken bei Vorbeiziehen zusehen. Manchmal denke ich darüber nach, ob uns evt. die Fantasie abhanden gekommen ist. Weiterlesen →

Halde Norddeutschland

Haben sich eure Weihnachtswünsche erfüllt? Kann ich noch irgendwo helfen 😉 ? Heute war der Tag, an dem alle frische Luft nach dem Fest brauchten. Zumindest habe ich es an der mir am nächsten gelegenen Halde in Neukirchen Vluyn, die mit den 359 Stufen :-), selten so voll erlebt. Und weil die Sonne sich spontan versteckte, kaum daß ich dort war, wurde es auch nur eine Stunde frische Luft. Einmal durchpusten lassen, bevor es morgen nochmal ins Büro geht (ja ihr dürft mich bemitleiden, aber nur ein bisschen 😉 ).

Halde Norddeutschland

Oldtimertreffen zw. Krefeld und Herten

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Der Picknickkorb steht auf dem Rücksitz des Rolls Royce, so als käme die feine Gesellschaft gleich zurück um ihn zu ab zu holen. Er fährt, genauso wie der Ford, mit Köfferchen auf dem Trittbrett, heute ohne Verdeck. Es ist September, die Sonne scheint bereits auf herbstlicher Sparflamme und trotzdem haben wieder einige Old- und Youngtimer den Weg zum Parkplatz an der Krefelder Rennbahn gefunden. Obwohl der Parkplatz sich schnell füllt, sind die Stellplätze nicht ausgebucht. Noch drei Tage bis Herbstanfang. Die Rolls Royce und Ford aus dem letzten Jahrhundert werden sicher bald wieder eingemottet, präsentieren sich heute aber nochmal von ihrer schönsten Seite.

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Woran merkt man, abgesehen von Sonne auf herbstlicher Sparflamme, daß der Herbst naht? An bunten Blättern? Daß es wieder früher dunkel wird? Ja, alles richtig, aber auch daran, daß sich die Oldtimertreffen für dieses Jahr dem Ende zu neigen. Krefeld hatte am vergangenen Sonntag seinen letzten Termin in diesem Jahr, das, wenn ich ehrlich bin, wieder verflogen ist wie nichts (also das Jahr, nicht das Treffen 🙂 ). Im hinteren Teil des Platzes steht ein Anbieter von Kunststoffteilen, der aushelfen kann, wenn mal ein Ersatzteil nicht mehr lieferbar ist. Moderne Technik ist manchmal doch nützlich, denn heutzutage kann man Teile vermutlich aus dem 3D Drucker fertigen.

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Während ich auf der Suche nach schönen Fotomotiven bin, fachsimpeln die Fachleute an der offenen Motorhaube. Das ältere Ehepaar klappt die Campingstühle auf und macht es sich neben dem eigenen Schätzchen aus Chrom und Blech gemütlich. Kennt ihr das Ehepaar Flönz aus der Wiwaldi-Show (WDR) 😀 ? Ich bin froh, daß wir ein solches Treffen hier in Krefeld haben, dennoch sind Autos für mich Fortbewegungsmittel, schön anzusehen und eben Fotomotive :-). Unterdessen kämpft der Blogger (also ich) an der Rennbahn, weil etwas abseits der Wohnbebauung, immer wieder mit dem Problem Handyempfang. Gerade noch 4G, dann wieder nur noch EDGE.

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Apropos Problem, wie ich bereits mehrfach erwähnt habe, ist das andere große Oldtimertreffen an der Zeche Zollverein dieses Jahr den Bauarbeiten auf dem Zechengelände zum Opfer gefallen, aber ein neuer Treff zeichnet sich in Herten an der Zeche Ewald ab. Ein erster und für 2015 gleichzeitig letzter Termin findet am ersten Oktobersonntag (10.00 – 15.00 Uhr) statt, weitere dann vermutlich im nächsten Jahr. Außerdem wird die Zeche Ewald, wie kürzlich verkündet wurde, ab irgendwann in 2016 zur „MOTORWORLD ZECHE EWALD RUHR“. Erste Impressionen des Konzeptes finden sich hier.

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Das könnte ein neuer Treffpunkt für Oldtimerfans im Ruhrgebiet werden, ähnlich der Classic Remise in Düsseldorf, aber auf altem Zechengelände und damit vor historischer Kulisse und viel Platz drumherum. Ich bin schon gespannt auf das kommende Jahr, allerdings ist die Zeche Ewald für mich leider nicht gleich um die Ecke. Bis es soweit ist, genieße ich die Treffen im hiesigen Stadtwald (oder bei Mo’s Bikertreff an der Kleinewefersstraße), die für Besucher und Teilnehmer am Sonntagvormittag eine Mischung aus Sonntagsspaziergang und Picknick, aus Fachsimpeln und Benzinduft schnuppern sind. Noch ein paar Fotos? Hier entlang zu Google Fotos oder Flickr.

Der Sommer geht langsam zu Ende

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Die Bayern haben ja gerade erst zwei Wochen Sommerferien, während in NRW diese Woche schon wieder die Schule begonnen hat und nachdem auch mein Urlaub an der See wieder Geschichte ist, geht mein Blick irgendwie schon so Richtung Sommerende. Moment, wir haben doch gerade erst Mitte August, aber der Sommer ist mir dieses Jahr so als Achterbahnsommer im Gedächtnis geblieben. Entweder 18 oder 38 Grad, fast so wie das Pendeln des Benzinpreises an der Tankstelle. Apropo Achterbahn (Mörderüberleitung), da war ich vor ein paar Wochen auch wieder mal, so wie ich überhaupt des Öfteren mal hier und mal dort war, aber für einen Soloblogbeitrag hier im Blog hat’s nie gereicht.

_Tiger & Turtle

Was soll ich euch das X-te mal vom Haldenbesuch in A oder vom Zoobesuch in B erzählen. Darum zeige ich euch heute mal so eine kleine Sammlung verschiedener Ziele der letzten Monate und vielleicht ist ja was dabei, das ihr doch noch nicht kennt. Ihr dürft den Tipp dann gerne hier ausschneiden und in euren eigenen Veranstaltunsgkalender für den Spätsommer kleben. Die begehbare Achterbanhn namens Tiger & Turtle, für mich aus Krefeld in ca. 20 Min zu erreichen, ist immer wieder aufs neue wert fotografiert zu werden, denn je nachdem wie das Wetter ist und die Wolken ziehen, ergibt sich immer wieder ein neues Bild (Tiger & Turtle, Ehinger Str. 117, 47249 Duisburg, auch von der Berzeliusstraße/Kaiserswerther Str. zu begehen).

_LaPaDu

Dann war ich auch mal wieder im Landschaftspark Duisburg Nord (landläufig LaPaDu von machen auch LaPaNo (für Nord) genannt). Ein altes Hüttenwerk, das zum spazieren, zum klettern aber auch zum Sport treiben einlädt. Und genau das passierte, als ich das letzte Mal ganz spontan dort war. Das 24 Stunden Mountenbiking stand vor der Türe, das Gelände war bereits zum Teil abgesperrt und überall standen Campingwagen und Zelte. Da soll noch einer sagen, man kann unter einem Hochofen nicht übernachten :-). Was man aber auf jeden Fall kann, ist den Hochofen besteigen und da solltet ihr, wenn ihr noch nie dort gewesen seid unbedingt mal hin, es sei denn ihr seid nun so gar nicht schwindelfrei (Landschaftspark Duisburg-Nord, Emscherstraße 71, 47137 Duisburg).

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Am Kilometerstand meines Autos habe ich bemerkt, daß ich in diesem Jahr erstmals keine 15.000 km gefahren bin (incl. der Fahren zur Arbeitsstelle und zurück versteht sich). Aber die Wochenenden waren 2015 etwas ruhiger … manche sagen ja dem Alter entsprechend ;-). Aber im Ernst, da dieses Jahr kein Oldtimertreffen auf Zollverein stattfand (ich schrieb darüber bereits hier), fielen einige Kilometer alleine dadurch weg. Aber auch Krefeld hat schöne Ecken und schöne Treffen und davon habe ich hier ein paar Bilder mitgebracht (Oldtimerfreunde Egelsberg, An der Rennbahn 4, 47800 Krefeld und Mo’s Bikertreff Niederrheinhalle, Kleinewefersstraße 160, 47803 Krefeld). Ihr denkt an den Saisonabschluß des Oldtimertreff Ruhr? Am 04. Oktober 2015 an der Zeche Ewald in Herten

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Na ja und wann immer es sich ergab habe ich meine Jahreskarte für den Krefelder Zoo natürlich weiterhin genutzt. Ich kenne die Tiere mittlerweile persönlich und sie mich auch ;-). Nein natürlich nicht, aber Krefeld hat wirklich einen schönen Zoo. Das neue Pinguingehege, das Regenwald- und das Schmetterlingshaus, der Gorillagarten und demnächst das neue Nashorngehege sind nur ein paar Stichworte, die es mit anderen Zoos aufnehmen können. Als ich an einem warem Sommertag dort war, hatten die Elefanten einen fest installierten Wasserschlauch in Betrieb und wenn Zuschauer kamen, hielt einer der Elefanten den Rüssel in den Strahl, so daß es überall hin spritzte. Ich könnte schwören er hat dabei gegrinst (Zoo Krefeld, Uerdinger Straße 377, 47800 Krefeld).

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Ach ja, dann war da noch die Geschichte mit dem Pfeil auf dem Rücken. Erinnert ihr euch, daß ich in Berlin das Aufsichtspersonal auf den Plan gerufen habe (Quader des Mahnmals betreten)? Und wer hat im Zoo die Fotohand über die Umrandung gestreckt, um der spiegelnden Scheibe zu entgehen? Na? Na? Und wer hat wieder mal das Aufsichtspersonal auf den Plan gerufen und wurde deshalb ermahnt? Na? Na? Auf meinem Shirt steht vermutlich „Hier ganz schlimmer Finger, möchte gerne angemeckert werden“. Ich hab’s schon nicht leicht …. 😦 (an dieser Stelle bitte bedauerndes Ooooh ausstoßen).

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Zum Abschluß noch eine Schnappschußcollage, die ich am Rhein bei Krefeld Uerdingen gemacht habe. Die neue Rheinufer- … nein Promenade kann man dazu wohl nicht sagen … der neu gemachte Rheindeich läd seit einiger Zeit immerhin zum sitzen und gucken ein und auch wenn die Ecke nicht die schönste des Rheins ist, bei Gewitterwetter gibt’s zumindest einen sehenswerten Himmel. Damit hätte ich alles abgearbeitet, wer mehr Bilder sehen will … ihr kennt das ja schon hier ein paar Links (evt. müßt ihr ein bischen scrollen, weil die Bilder nach Datum abgespeichert und z.T. ja schon was älter sind).

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Ruhr 2015 (Tiger&Turtle, LaPaDu) bei Flickr / GooglePhotos
Krefeld (Zoo, Rhein/Uerdingen) bei Flickr / GooglePhotos
Rhein und Ruhr (Oldtimer) bei Flickr / GooglePhotos

Von Ärzten, Luft und Seifenblasen

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Es soll ja Tage geben, da wäre man besser gar nicht erst aufgestanden. Der Wecker klingelt um 7.00 Uhr und das obwohl ich Urlaub habe :-(. Schon beim Aufstehen merke ich, daß der Wecker bis zum Anschlag röchelt, ich aber nix höre, weil ich auf dem linken Ohr wieder dieses Taubheitsgefühl habe. Der HNO meinte ich sollte die Nase zuhalten und Luft durchpressen, so wie man es macht, wenn man im Aufzug steht und einen Druck auf dem Ohr verspürt :-/. Der Grund, daß ich so früh aufstehe, ist aber ein anderer Arzttermin. Das begann vor 14 Tagen. Es war sehr warm und ich lief seit langem mal wieder barfuß rum, sogar auf dem Balkon. Während ich so da sitze, denke ich, warum ist dein linker Fuß dicker als der rechte. Da fragste doch mal lieber Herrn Hausarzt. 2 Tage später guckt Herr Hausarzt sich den Fuß an, macht sich aber keine großen Sorgen, sondern möchte gerne eine Blutabnahme, 24 Std. Blutdruck und so Sachen.

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Nun bin ich in der letzten Woche ja bekanntlich erstmal in Hamburg gewesen und gestern also sitze ich um 8.00 Uhr nüchtern im Wartezimmer. Nüchtern! Im Urlaub, ohne Kaffee! Ich prangere das an. Der Fuß ist mittlerweile wieder besser, aber der Rest kann ja nicht schaden. Picks, Blutabnahme. Dann dieses Blutdruckmessgerät. Ich bekomme so ein kleines Kästchen umgehängt, und eine Manschette an den Arm. Die bläst sich alle 15 Min. auf und mißt. Meistens dann, wenn man es gar nicht brauchen kann. Machste gerade was zu essen … bbrrrrrrrmmmmmm … Arm ruhig halten, sonst geht die Messung in die Hose und nach 1 Minute noch einmal neu los. Ich schreibe gerade diese Zeilen … bbrrrrrrrmmmmmm … und das bis morgens früh, dann muß ich nochmal hin.

Ich gönne mir nach dem Arztbesuch in der nahen Bäckerei erstmal ein Urlaubsfrühstück mit Kaffee und zwei Brötchen. Das wollte ich schon länger machen, mal direkt in der Bäckerei frühstücken und mit 3,75 € auch bezahlbar. Ich soll zu dem Blutdruckmeßgerät einen Zettel ausfüllen, was ich so gemacht habe. Ich denke Urlaub, 8 Std. Sofa macht sich auf dem Zettel nicht so gut. Also, gehste trotz bescheidenen Wetters ’ne Runde aufe Halde, hat das Gerät auch was zu messen. Ab nach Moers, rein ins Auto, kaum drei Ecken weiter … bbrrrrrrrmmmmmm … :-D.

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Oben auf der Halde angekommen nehme ich den Fotoapparat aus dem Rucksack, stelle letzteren neben mich und kann auch gleich hinterher rennen, denn der Wind ist schon recht heftig. Fegt den Rucksack samt Papiere und 1/2 Liter Wasser mal kurz bei Seite. Ich bin anscheinend ganz alleine oben auf der Halde. Also packe ich mein länger gehortetes Pustefix (Seifenblasen) aus und will ein paar Fotos machen. Zwei, drei schaffe ich auch, der Wind nimmt mir das Blasen ab, dann wieder … bbrrrrrrrmmmmmm … :-).

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So jetzt aber, ich klammere mich an den Rucksack, oder er sich an mich, während es plötzlich an meiner Wade kribbelt und das obwohl ich eine recht enge Jeans an habe. Während ich die Hose berühre weiß ich was da kribbelt, es war eine Wespe und zack hat sie mich in die Wade gestochen. Es soll ja Tage geben, da wäre man besser gar nicht erst aufgestanden. Ich fluche, jongliere mit Fotoapparat und Pustefix, ziehe die Hose hoch, die Wespe fällt raus, ich fluche abermals. Ne Zwiebel wäre jetzt gut, hatte ich aber gerade nicht dabei. Die Wade ziept, ich schmiere Pustefix drauf. War das gut? Ich habe keine Ahnung, wenn ich jetzt hier umkippe hilft nur noch die 112.

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Ich ziehe beleidigt ein Stückchen weiter, die Wespe, etwas drömelig anscheinend auch. Es bildet sich so ein kleines Bluttröpfchen an der Wade, ich wende mich wieder den Seifenblasen zu, finde es aber bei dem Wind irgendwie ungemütlich. Nach gut 1 Std. verschwinde ich wieder, soll das Blutdruckmeßgerät doch messen was es will. Ist vermutlich eh alles in Ordnung. Auf dem Weg zum Auto halte ich mir wieder die Nase zu und presse Luft. Pressen … jaaaa gut … ach ne das war ne andere Geschichte.

Die Hexe und Wind in meinen Ohren

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Manchmal kletter ich auf ’ne Halde und freue mich, wenn mir der Wind in die Ohren pustet. Ich stehe dann einfach nur da, gucke in die Ferne und erfreue mich an den Wolkenformationen. Und warum mache ich das? Weil ich es kann? Nein, der Grund liegt schon länger zurück.

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Es war nämlich vor langer langer Zeit, da traf ich im tiefen düsteren Wald eine ziemlich häßliche Hexe. Es war ein verfluchter Wald und es kam wie es kommen mußte, die Hexe kam schnurstracks auf mich zu (auf wen auch sonst ich war ja der einzige da). Sie fragte „Findest du mich schön“?

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Ich war etwas verdattert und murmelte sowas wie „Häääh“? Sie aber, die sie wohl schon häufiger als häßlich bezeichnet wurde, verstand sowas wie „Näää“! Und weil Hexen dann üblicherweise irgendwelche Flüche ausstoßen, legte sie auch einen Fluch über mich. Der Fluch sollte mein Hörvermögen einschränken, nur merkte ich das zu Anfang nicht.

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Erst als damals alle in meinem Haushalt wach waren, bevor ich meinen Wecker endlich auch mal hörte, wurde der Fluch langsam Wirklichkeit. Auch mein Hexenfluchaustreiber Hans Norbert Ohnenamen (kurz HNO) wußte nicht wirklich weiter. Einige Jahre gingen so ins Land und mal ging’s den Ohren besser und mal wieder schlechter.

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Seit ein paar Tagen macht sich der Fluch wieder häufiger bemerkbar. Das sind dann die Tage, an denen ich gerne mal auf die Halde Norddeutschland in Neukirchen Vluyn kletter. Die Halde ist nur rd. 15 km von Krefeld entfernt und weil das Plateau relativ flach ist’s da oben fast immer windig.

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Was das jetzt mit der Hexe Schrumpeldei Tinitus zu tuen hat? Der Wind der an meinen Ohren vorbeiströmt ist lauter, als die Töne die nur ich höre und überdeckt das dumpfe Gefühl, das ich ansonsten empfinde. Dann könnte ich wieder mal stundenlang da stehen, die Wolkenformationen beobachten, während die Hexe irgendwo im nächsten Baum sitzt und sich ins Fäustchen lacht.

Schönhausenpark Krefeld

Dieser Blogbeitrag liegt schon ein paar Tage hier, wurde aber auf Grund aktueller Ereignisse immer wieder verschoben. Das ist auch der Grund, warum die Bäume auf den Bildern noch keine Blätter haben. Jetzt ist es aber endlich so weit, ich stelle euch den Schönhausenpark in Krefeld vor.

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Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah … sollte man denken, wenn ich schon geschätzte 527 x am Krefelder Schönhausenpark vorbeigefahren bin, aber bisher niemals wußte was für ein Kleinod da gegenüber des Zoos zu finden ist. Gut man kann sich nicht darin verlaufen, denn so groß ist er nun auch wieder nicht, aber Rom ist bekanntlich in der kleinsten Hütte … 😉 oder so ähnlich. So richtig knuffig für einen Spaziergang am Sonntagnachmittag.

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Der Schönhausenpark liegt an der Uerdinger Straße und darf nicht verwechselt werden mit dem Schönwasserpark, der sich neben dem Botanischen Garten befindet, was zwar nicht weit entfernt, aber doch wieder ganz woanders ist. Der zentrale Punkt ist das Haus Schönhausen, das heute die Deutsche Sportlotterie beherbergt. Rund um das Haus befindet sich der Park mit kleinen Wasserflächen, hübschen Brücken und einem schönen Baumbestand. Das Haus selbst kann meines Wissens nicht betreten werden.

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Entstanden ist der Park bereits 1865 mit dem Bau der Villa Schönhausen und des Wirtschaftsgebäudes für den Textilfabrikanten Carl Hügel, umfassend saniert wurde der Park 2002/2003. Alleine die Wasserfläche hat eine Größe von 5.200 Quadretmetern. Einzig die sogenannten Aussichtshügel sind ein bisschen mickrig geraten, aber immerhin mit einer Bank ausgestattet 😉 . Was man im Park machen kann? Kopfstand, Handstand, laut singen, sich seiner Kleidung entledigen … u.v.m. Bevor aber die Männer mit den weißen Jacken kommen solltet ihr fertig sein und vielleicht doch einfach nur ein bisschen spazieren gehen.

Für die Fotos, die schon länger online stehen, müßt ihr auf Flickr, Google+ (oder neu Google Fotos) klicken und etwas weiter zurückscrollen.

Perspektivwechsel – Gipfelstürmertag

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Daß ich auf verschiedenen Halden im Ruhrgebiet hoch hinaus klettere wißt ihr, aber wie wäre es, wenn es mal vor der Haustüre hoch hinaus ginge? Dann lese ich in der Zeitung vom Krefelder Gipfelstürmertag. Was’n das? Krefelder genauso wie Gäste sollten sich Krefeld mal aus ungewöhnlichen Perspektiven ansehen. An Stellen, an denen sonst die Türen verschlossen sind, mal ganz ebenerdig, mal ganz von oben. „Gipfelstürmertag – Krefeld von oben“ z.B. von einem Kirchturm oder aus dem 20. Stock eines Hochhauses.

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Nachdem dann das Wetter auch noch gutes verhieß, bin ich pünktlich nach dem Frühstück los. Das erste Ziel (gleich bei mir um die Ecke) war das Hochhaus am Bleichpfad (wegen seiner Bauweise auch gerne Mississippidampfer genannt). Vor der Türe hatte sich bereits eine Gruppe von ca. 40 Personen versammelt und nach kurzer Wartezeit ging’s per Aufzug nach oben. Wir durften in eine leere Wohnung im 20. Stock. Schon das erste Highlight, denn die Aussicht war Klasse. Einmal ging der Blick durchs Fenster in Richtung Osten (huhu da unten wohne ich, aber ich bin gar nicht zu Hause 😉 ), dann auf den Balkon und frei Sicht in Richtung Westen. Wie ich las, waren binnen 4 Stunden insgesamt 400 Personen zu Gast im Hochhaus.

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Ich hatte viel mehr Wartezeit eingeplant, war aber gar nicht notwendig, also auf zum nächsten Ziel, die Friedenskirche am Luisenplatz. Insgesamt wären drei Kirchen in Frage gekommen, aber das war die nächste für mich. Und es sollte sich lohnen, wenn man keine Höhenangst hat. Im unteren Teil geht es eine gemauerte Wendeltreppe hoch (Drehwurmgefahr), aber noch nicht schwierig. Man erhascht einen Blick auf Kirchenfenster und auf das Uhrwerk der Kirche. Vom ersten Zwischenboden geht es dann über eine offene Treppe weiter (huaaa bloß nicht runtergucken), vorbei an den Glocken (zum Greifen nahe) wird es noch ein bisschen enger und irgendwann leuchtet einem der Himmel entgegen. Die Kirchturmspitze der Friedenskirche wurde übrigens 1943 zerstört und danach nicht wieder neu errichtet.

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Gerade will ich die letzten Stufen nehmen, als die Glocke unter mir zur viertel Stunde schlägt. Doooong …. und ich krich fast ’n Herzkasper 😮 . Dafür werde ich mit einem grandiosen Rundumblick belohnt. Das Wetter ist klar und der Blick geht von Neurath (Kohlekraftwerke) über Neuss nach Düsseldorf, der Krefelder Stadtwald, der Hülser Berg und die Industriekulisse am Rhein bei Duisburg ist zu erkennen. Bisher zu Fuß unterwegs, ging es nach dem Abstieg von der Friedenskirche zunächst zurück nach Hause, um dann mit dem Auto weiter zu reisen.

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Das Garden Hotel lud als nächstes mit der Hotelterrasse in der 10. Etage und Blick auf das Stadion und den samstäglichen Trödelmarkt. Leider zeigte der Balkon nur an zwei Seiten Ausblick, eine dritte Seite konnte man durch Fenster betrachten. Immerhin habe ich so auch mal das Hotel kennengelernt. Weiter ging’s in den Krefelder Hafen. Hier geht’s allerdings nicht hoch hinaus, sondern es gab Aussicht auf den Rhein und die Rheinbrücke zw. Krefeld und Duisburg, über die ich schon ganz oft gefahren bin. Ein paar Wölkchen am blauen Himmel sorgten zum Tagesabschluß für schöne Fotos am Rhein.

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Alles in allem ein außergewöhnlicher Tag, der seine Highlights eindeutig am Vormittag mit Hochhaus und Kirche hatte. Den Burgturm der Burg Linn, der auch auf dem Plan der möglichen Ziele gestanden hätte, habe ich übrigens im letzten Jahr im Rahmen eines Museumstages besucht. Jetzt lade ich noch ein paar Bilder ins Krefelder Album hoch, die ihr dann wieder bei Flickr oder Google+ sehen könnt.