Slinky Springs im Schnee (Brücke 316a)

SlinkyBrücke

Wider Erwarten hatte ich heute einen freien Samstag und bis Mittag sollte die Sonne zu sehen sein hatte der Wetterfrosch im Radio gesagt (anscheinend hatte er auch Recht, genau um 12.00 Uhr war’se weg 😮 ). Morgen soll es wieder Eis regnen (frage mich noch welche Sorte und ob ich Eiswaffeln bereithalten soll) und ab Montag soll die Winterpracht ins Schmelzen gebracht werden. Also heute nochmal raus und ein paar Winterbilder machen. Komme mir mehr denn je vor wie in ein Sumoringer. Zwei Hosen, zwei Hemden, Pullover, Schal, Jacke, Mütze … das ganze Programm, aber man will ja nicht frieren 🙂 .

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Also schaue ich mir heute mal die Slinky Brücke (moment wie hieß die noch komplett .. öhm richtig „Slinky Springs to Fame“) im Schnee an. Schlaui Zwischenfrage, warum heißt die so? Genau wegen dem Ding, das die Treppe runtergehen kann Spielzeug. Die ersten 10 Meter Brücke waren von Schnee geräumt, danach hatte der Slinky Brücken Schneeräumer wohl keine Lust mehr 😀 . Ein gewisser Reiz geht ja verloren, wenn man die Farben der Brücke nur erahnen kann, dafür kommt der Reiz des Schnees dazu. Aber ich habe die Farben zurückentdeckt.

IMG_2398Hier war blau … 🙂

IMG_2426Hier war rot … 🙂

IMG_2395Hier war Brückenmitte … 🙂

… und da mehren sich die Schlösser an Brücke 316a. Ob die passenden Schlüssel alle im Rhein-Herne-Kanal darunter landen? Ich hatte ja mal überlegt, ob die ganzen Schlösser nicht irgendwann zu schwer werden, aber wenn ich die Schneemengen sehe, brauche ich mir wohl keine Gedanken zu machen 🙂 . Der Rhein-Herne-Kanal selbst war übrigens frostfrei. Im letzten Jahr war ich ein wenig weiter östlich und habe Aufnahmen von Eisschollen gemacht. Na ja, die Schifffahrt wird’s freuen.

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Dafür waren die Sonnenbänke aus irgendeinem Grund heute frei. Ich habe erst einmal die Schakkeline ihre Tasche hingestellt und dann mein Handtuch draufgelegt, hoffe die Reservierung hält bis Mai 😉 . Nach knapp zwei Stunden wurde es dann aber trotz dicker Montour frisch, die Nase war rot gefroren und selbst das Brötchenähnliche Gebäck in meiner Tasche wurde langsam hart. Nur dem Pfau, der sich aus dem benachbarten Kaisergarten auf den Weg gemacht hatte, ging es anscheinend gut. Also ab zurück ins Auto, Sitz- und Lenkradheizung an und ab nach Hause. Bilder … wie immer … Flickr, Google+ (Picasaweb) … zu Sevenload lade ich nichts mehr hoch (aus Gründen).

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Ruhr Magazin und Emschertreffen zur Emscherkunst

RuhrAlso als erstes mußte ich heute nach Feierabend zum nächsten größeren Zeitungskiosk um die druckfrische Ausgabe des Monopol Magazins zu besorgen. Ich kannte zwar die Zeitschrift nicht, aber eine Sonderausgabe zum Thema „Ruhr“ paßt genau in meine Planung für 2013. Ja, ich gebe unumwunden zu, ich bin kein Gallerie Typ. Öl gehört auf den Salat und nicht mit Farbe auf Karton 😉 . Daher sind bestimmt auch ein paar Seiten in dem Kultur Magazin nicht für mich gemacht, aber im großen und ganzen scheint das Heft lesenswert.

Daneben war ich heute ganz hibbelig, als ich auf der Emscherkunst Seite den Flyer zur Emscherkunst.2013 entdeckt habe. Soviele tolle Fotomotive, die sich da ab Juni bieten und zu meiner Freude nicht nur tief im Osten des Ruhrpotts sondern auch hier im Westen bis hoch nach Dinslaken. Das ist Kunst zum Anfassen, zum Liebhaben, zum Fotografieren.

3Ansonsten muß ich ma meckern. Entweder ich bin jetzt sauer oder ihr seid feige. Ich will aber nicht sauer sein, also bleibt … gut lassen wir das. Ich hatte euch vor ein paar Tagen gefragt, was ihr so dieses Jahr für Unternehmungen plant oder was ihr mir für zusätzliche Tipps geben könnt. Entweder ihr plant nichts (weil ihr keine Planer(innen) seid) oder ich bin einfach zu früh dran.

Dann machen wir das eben anders herum, ich erzähle euch demnächst vor einem planungsreichen Wochenende wo ich mich so rumtreibe und ihr guckt, ob ihr mir über den Weg laufen wollt. Sollte sich die Erde so drehen, daß sich eventuell unter ganz bestimmten Umständen unser Weg kreuzt, erwarte ich aber ein zackiges „Hallo“ 😉 . Und wo wir gerade bei der Planung sind, wenn die Emscherkunst vom 22.06.2013 – 06.10.2013 entlang der Emscher tobt, 4muß man da entweder zu Fuß ran (das Auto reicht nur in den seltensten Fällen bis direkt an die Kunstwerke) oder man leiht sich ein Fahrrad und tourt damit entlang der Emscher. Und dieses Jahr möchte ich nicht wieder alleine radeln. So und jetzt ihr, sagt mir bis Juni wenn ihr los wollt, wir machen ein Blog/Facebook/Google/Twitter/Radlertreffen draus (Räder kann man leihen) ;-).

Ich werde mir höchstpersönlich eine harte Strafe ausdenken, wenn Petrus wieder mal so einen Fisselsommer aus der Tasche zieht, denn entlang der Emscher kann man da eine regelrechte MehrGanztagestour draus machen. Auf dem Foto in der Mitte rechts seht ihr übrigens “Warten auf den Fluss”, was auch 2013 wieder aufgebaut wird und sogar zur Übernachtung am Fluß einläd. Jemand Lust? Ach jaaaa, ich schwelge schon wieder in Gedanken im Sommer bei momentan -3 Grad 😀 .

Halden bei Schneefall

Halden im Schnee

Willommen zu einer neuen Folge Schweine im Weltall … äh .. Halden bei Schneefall 🙂 . Sacht ma, warum vergeht eigentlich die Zeit immer so schnell? Ich war im April das letzte Mal am Tetraeder, aber irgendwie ist der Blogbeitrag dazu irgendwo unter den Tisch gefallen. Irgendwann habe ich’s gemerkt und gedacht nu ist auch zu spät. Also habe ich die Serie „Halden im Schnee“ von Anfang Dezember heute fortgesetzt und ein paar Winterbilder am Tetraeder geschossen. „Schakkeline“ war natürlich auch dabei 😉 .

Ich hatte ja vermutet, daß man garnicht rauf kann auf den Tetraeder (Wintersperre und so), aber die Türe am unteren Ende der Treppe war offen. Der Zutritt war nur per Schild bei „Schneefall und Eis“ verboten aber Eis(verkäufer) habe ich keine gesehen und Schnee fiel auch grad nicht 😉 . Also nichts wie rauf, bevor jemand kommt und sich das anders überlegt. Ist auch garnicht mehr so schlimm, wenn man auf Ebene zwei steht und jemand hüpft die Treppe runter, so daß man sich vorkommt wie auf ’nem Schiff bei Windstärke 8. Außerdem war ja drum herum (auch beim Blick nach unten) alles weiß verschneit. Da kommt einem die Höhe garnicht mehr so hoch vor.

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Die Sonne versteckte sich hinter Wolken (das feige Ding) und kam erst hervor, als ich fast wieder am Auto angekommen war. Das nächste Mal bin ich bestimmt wieder bei „Sonne am Tetraeder“ 🙂 . Dafür habe ich auf der Zufahrtsstraße, die bei gutem Wetter auch vom Bus befahren wird, einen Skifahrer getroffen. Warum in der Skihalle bezahlen, wenn der Schnee auf der Nachbarhalde kostenlos rumliegt 🙂 . Ein gaaaanz klein bisschen Frühling war auch schon zu sehen.

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Apropo „Schweine im Weltall“, ich glaube ich muß mal wieder die DVD’s der Muppet Show rausholen. Aber das wäre dann wieder ein ganz anderes Thema. „Schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein, wenn Sie Dr. Bob sagen hören wollen: Sehen wir es von der guten Seite. Wenn er es nicht schafft, wissen wir wenigstens die genaue Zeit wann er hinüber gegangen ist“ 😉 .

Apropo apropo, hier noch die (neuen) Links zu den Fotoalben für 2013 … Flickr, Sevenload, Google+ (Picasaweb).

Und was plant ihr so für 2013?

ZecheDas Internet ist schon eine feine Sache. Während der Frühling noch fern ist suche ich im Netz nach Veranstaltungen in und um das Ruhrgebiet. Keine Konzerte oder Musicals, auch keine Wanderungen bei Mondlicht (obwohl … 😉 ), sondern Veranstaltungen wie z.B. Zechen-, Museums- oder Haldenfeste, Oldtimertreffen usw. Gerade las ich sogar etwas von einer „Safari im Welterbe Zollverein“ (am 30.06.). Die daraus erstellte Liste nutze ich dann das Jahr über, wenn ich wieder mal auf Ruhrpott Tour gehe.

Hinzu kommt dann noch die RuhrTopCard, eine Plastikkarte, die gegen einmaligen Kaufpreis kostenlosen oder IMG_5681vergünstigten Eintritt in diverse Museen, Ausstellungen, Zechenführungen, Zoos bis hin zur Extraschicht (50%) gewährt. Ebenso in der Tasche habe ich meistens die CityPowerCard. Wer Strom bei einem regionalen Versorger zw. Niederrhein und Gelsenkirchen bezieht bekommt die CityPowerCard kostenlos beim Energieversorger. Die Karte ermäßigt bundesweit den Eintritt in verschiedene Museen, Zoos u.ä. im Schnitt um 10%.

Wer dann noch mehr (NRW weite) Termine haben möchte, dem empfehle ich das Buch „Hits zum Wochenende“ (5,95 Euro). Das Buch erscheint jährlich im April/Mai und enthält neben vielen Terminen auch eine Reihe von Gutscheinen, die wiederum vergünstigten Eintritt gewähren (meist auch um die 10%).

zooSo kommen eine ganze Reihe von Terminen zusammen, mal ganz abgesehen von den Besuchen auf Zeche Zollverein, auf verschiedenen Halden und Landmarken, am Baldeneysee oder entlang der Ruhr oder der Emscher, was ja keinen Eintritt kostet. Natürlich spielt das Wetter nicht immer mit, so daß der eine oder andere Termin schon mal sprichwörtlich ins Wasser fällt, aber ich hätte da schon mal ein paar (wie ich finde) interessante Termine gesammelt (ein Auszug und ohne Gewähr 😉 ).


– Parkleuchten Essen Gruga 08.02.-17.03.
– BigAir Package Gasometer Oberhausen 15.03.-30.12.
– „Glanzlichter“ 3. Bochumer Börse für Grubenlampen und Bergbaugeschichte 17.03.
– Henrichshütte Hattingen, jeden 1. Sa. im Monat und jeden So. Führung durch den Luftschutzstollen 2,- € (zuzüglich Eintritt)
– Oldtimertreffen Kokerei Zollverein Essen, jeden 1. So. im Monat von April bis Oktober
– Eisenbahnmuseum Bochum – Museumstage 20./21.04. + 14./15.09.
– Zeche Hannover Dampf-Festival 04./05.05.
– Museumsfest Schiffshebewerk Henrichenburg 05.05.
– GreifvogelFlugshow Gruga 09.05. / 30.06. / 29.09
– Flachsmarkt Krefeld 18.-20.05.
– Drachenboot FunRegatta Duisburg 15./16.06.
– Emscherkunst 22.06.-06.10.
– Drachenboot Baldeneysee 29./30.06.
– E x t r a s c h i c h t 06.07.
– Grugaparkfest 19.-21.07.
– Drachenfest Moers (Halde Rheinpreussen) 17.-18.08.
– Drachenshow Oberhausen (OlgaPark) 14./15.09.
– Zechenfest Zollverein 28./29.09.
– Urbanatix Bochum 15.-24.11.

Außerdem vielleicht mal mit dem Schienenbus durchs Ruhrtal, ins Freilichtmuseum Hagen, Tetraeder Bottrop, Halde Hoheward, Zeche Zollern, Westfalenpark Dortmund, Zoo Duisburg, Weiße Flotte, LaPaDu … u.v.m.

Glück_aufOb ich die Ausflüge alleine mache? Ja meistens schon, aber ich habe damit wenig Probleme, denn so kann ich ich problemlos auch mal ein 1/2 Stündchen damit zubringen ein Fotomotiv auszukundschaften ohne jemanden zu langweilen, schließlich will gut Ding Foto ja Weile haben 😉 . Wenn euch jetzt aber einer der o.g. Termine zusagt macht euch via Kommentar bemerkbar, vielleicht läuft man sich ja mal über den Weg. Bis dahin ein „Glück auf“.

Manchmal läuftet nicht rund oder die Eisbahn auf Zollverein

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Liebet Ruhrgebiet, es gibt Tage da läuft et irgendwie eckig, um nicht zu sagen et läuft nicht rund. Mein Weg vom Niederrhein zu dir liebet Ruhrgebiet erfolgt i.d.R. über die A524 und die A52. Wie et der Zufall will, kuck‘ ich Samstag auf’m Smartphone den WDR Verkehrsbericht und wat seh‘ ich? A524 in Höhe Duisburg gesperrt. Ich will nach Essen, also stattdessen die A57, A40, A59 und A42 (macht ja nix, fahre ich auch schon fast im Schlaf). In Höhe Oberhausen gibbet rote Bremslichter und Stauwarnungen am Straßenrand *gnarrf*. Also OB Zentrum vonne Bahn und über A516 und A2 weiter. Die Gelegenheit endlich mal mein Handy und die neue Halterung als Navi auszuprobieren. Klappt bestens, bis ich auf der B224 bin. Wieder Stau anne Ampel, trotzdem verzettelt, irgendwann die Heßlerstraße Richtung Halde Schurenbach erreicht. Fast das Ziel, noch 800 Meter, doch wat ist dat? Oh mann, ich krich Plaque, die Heßlerstraße ist auch gesperrt, Kanalbauarbeiten irgendwas, das Handynavi rotiert. Nach 1 Stunde bin ich irgendwann doch noch an der Halde Schurenbach angekommen. Puh …

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Sacht ma, am Niederrhein lag Samstag richtig viel Schnee, habt ihr hier in Essen aber nicht gehabt, oder? Aber die Halde hatte doch noch einen Teil unberührte Schneefläche. Während die Halde Schurenbach ja sonst die „schwarze“ Halde schlechthin ist, weil man hier die Inhalte der „hochgeklappten Löcher“ 😉 naturbelassen aufgeschüttet hat, isse jetzt in ein weißes Kleid gehüllt. Meint ihr, daß Außerirdische hier mal landen würden? Neben der Halde Hoheward wäre diese Bramme da in der Mitte ein weithin erkennbaret Zeichen. Schaut mal auf diese Zeichen im Schnee, die sind doch bestimmt nicht von dieser Welt 😮 .

Spuren_im_Schnee

Egal, nachdem ich den Schnee ausführlich eingeatmet genossen habe bin ich dann weiter zur Zeche. Watt’n für ne Zeche? Na zu „der“ Zeche in Essen, oder genauer zu „der“ Kokerei neben „der“ Zeche. Und warum? Weil ich et kann 😉 … nein natürlich weil die Eisbahn eröffnet wurde. Seit Jahren versuche ich dort ein paar Bilder zu machen, aber jedesmal kam was dazwischen. Ob ich Schlittschuhe dabei hatte? Seid ihr wahnsinng? Ich würde auf Schlittschuhen den größten anzunehmenden Unfall verursuchen und mir vermutlich noch wat kaputt machen. Ich war also nur einer vonne Zuschauer, aber es ist eine tolle Kulisse. Dieset Jahr haben die vonne Kokerei die Eisfläche noch grader gemacht als sonst, hat der Moderator erzählt (stimmt auch im Sommer hammse da asphaltiert, also unter dem Eis versteht sich).

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Und damit dat auch ein paar tolle Fotos für de Zeitung gibt, hammse den Sid vonnet Ice Age (also Eis äitsch) eingeladen ne tolle Show abzuziehen. Hat der auch gemacht, aber danach durften dann doch die Eisläufer aufe Fläche laufen. Die waren schon ganz nervös und bei dem tollen Sommer .. äh .. Sonnenwetter war dat auch richtig voll. Wie ich später im WDR gesehen habe, waren da sogar Besucher auser Gegend um Osnabrück. Extra von da zu hier nache Zeche gekommen. Dat soll wohl wat heißen. Wenn ihr also auch Kufen unterschnallen wollt, die Bahn ist geöffnet vom 8. Dezember 2012 bis 6. Januar 2013. Zu lesen gibbet auch wat aufe Seiten vonne Zeche.

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Und meine Bilderkes, kennter ja schon … im Album Ruhr 2012 bei Flickr, Sevenload, Picasaweb.

P.S.: Klar war auch die „Schakkeline“, meine neue Tasche, auf’n Ausflug mit dabei. Immer wenn ihr die seht, bin ich zukünftig nicht weit oder umgekehrt .. na ihr wißt schon 😉 .

Seit drei Jahren durch den Pott

1advent Seit 3 Jahren toure ich jetzt regelmäßig durchs Ruhrgebiet und bin immer wieder erstaunt, was es zu entdecken gibt. Alte Zechengebäude die man selbstständig erkunden kann, Museen die einem die Welt erklären oder Halden und Landmarken auf die man raufkrakselt, als wären sie der Mount Everest. Oben hißt man dann die Flage und verkündet, es wäre ein kleiner Schritt für den Menschen, aber ein großer für die Menschheit (na ja oder so ähnlich). Außerdem hält einen das Internet immer auf dem Laufenden. Das gab’s früher alles nicht. Früher wißt ihr … früher … wir hatten ja nichts 😉 . Das erste Kennenlernen mit der Materie Zeche und Kohle fand bei mir 1997 im Nordsternpark in Gelsenkirchen statt. Ich kann mich dunkel an die Bundesgartenschau erinnern, die damals dort stattfand. So richtig los ging’s aber erst 2010 zum Jahr der Kulturhauptstadt. Bücher, Webseiten, Facebooktipps, alles wurde aufgesogen, gespeichert und nach und nach abgelaufen und das obwohl meine Wahlheimat seit über 20 Jahren der Niederrhein ist.

Mittlerweile drei RuhrTopCards und viele Haldenbesteigungen später kann ich immer noch nicht genug bekommen, dabei sind Halden doch nur ein 1000 Meter tiefes Loch, das man nach oben geklappt hat 😀 . Vielleicht ist es die Aussicht, die ich von da oben genieße, denn die ist echt Klasse. So viele nach oben geklappte Löcher. Ich habe mich daher in den letzten Tagen durch meinen eigenen Blog geklickt (ich bin da auf Sachen gestoßen, von denen ich selbst nicht mehr wußte, daß ich mal da war), um zum Ende des Jahres eine Art „Best Of Haldentouren und Zechenbesuche“ zusammenzustellen. Klickt euch durch, sofern ihr es nicht das Jahr über schon getan habt. Vielleicht ergibt sich ja noch eine Tour im Winter, denn Winterbilder fehlen mir noch. Und um auch zu Hause immer eine Halde im Blick zu haben, hängt für 2013 bereits der passende Kalender „Landmarken im Ruhrgebiet“ (ISBN 978-3-8375-0755-3) aus dem Klartextverlag an der Wand (ich schrieb bereits davon).

Und weil ich gerade nichts besseres zu tuen hatte, habe ich noch eine Ruhrpottgallery bei Flickr, Sevenload, Picasaweb und Facebook gestartet, welche Fotos aus meiner Bilder Bastelstube beinhaltet. Eigentlich kann ich es garnicht abwarten, daß der Frühling wieder kommt. Im Gasometer gibt’s 2013 wieder neues von Christo, die Emscherkunst geht in ein neues Jahr und vieles mehr. Aber das dauert noch soooo laaaaange 😮 . Bis dahin wünsche ich euch daher erstmal eine schöne und hoffentlich entspannte Vorweihnachtszeit und wenn ihr eine gute Übersicht der Ruhrgebietshalden sucht, schaut mal hier.

Ach ja, fast vergessen, hier noch eine Auswahl älterer Haldenbeiträge:
Stürmisch auf Rheinpreussen
Halde Rheinelbe (das Wetter paßt)
Halde Hoheward hat Herbst
Drachenfest (Halde Rheinpreussen)
Kreuzweg zur Halde Haniel
Schachtzeichen (Halde Hoheward)
Auf der Halde Haniel
Zeche Ewald + Haldentour
Gehse mit aufe Halde Haniel?
Zeche Nordstern, Emscherkunst und Rungenberg
Wintertage entlang der A42
Sonne am Tetraeder
Kurzabstecher in Oberhausen
Himmelstreppe zum Hallenhaus
Rheinelbe und Rhein-Herne(-Kanal)
Rheinpreussen und die Lampe
Auf dem Alsumer Berg

RuhrTopCard 2013

In den letzten drei Jahren war sie mein treuer Begleiter und wie jedes Jahr muß ich mich Ende Dezember von ihr verabschieden. Wovon die Rede ist? Von der RuhrTopCard Ab sofort gibt’s die Ausgabe für 2013. Viele Attraktionen zum halben Preis und über 90 Zoos, Museen und Freizeitbäder mit freiem Eintritt. Man kann sparen, jede Menge Mücken, Zaster, Kies, Kohle, bleibt nur die Frage: „Lohnt sich der Kauf“? Apropo Kohle, wer im Ruhrgebiet wohnt und die angebotenen Attraktionen besuchen möchte, für den lohnt es sich auf jeden Fall. Für 49,90 € (Kinder 33,90 €) gibt’s soviel zu sehen, daß man aus dem Besuchen garnicht mehr raus kommt. Wer bereits eine Karte besitzt (oder ADAC Mitglied ist) bekommt sogar nochmal 5,- € Rabatt. Was aber, wenn man sich schon die Hacken wund gelaufen und fast alles davon besucht hat? Lohnt es sich dann immer noch? Ich begebe mich mal ans Nachrechnen, denn der Sonderpreis gibt nur bis zum Jahresende und den Erlebnisführer für alle die neugierig geworden sind gibt’s hier. Bin dann mal rechnen …

Stürmisch auf Rheinpreussen

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Kennt ihr das, wenn einem der Wind ins linke Nasenloch hineinpustet und durchs rechte wieder raus ohne daß man bewußt atmet. Heute war irgendwie so ein Tag, aber ich konnte mich nicht entschließen drinnen zu bleiben, ich mußte einfach raus an die Luft. So habe ich heute zum wiederholtem Mal die Halde Rheinpreussen besucht und dort war es eben ziemlich windig. Wieviel Besuche sind eigentlich notwendig, daß einem ein Stück der Halde gehört 😉 ? Einige Sonntagsausflügler hatten ihre Lenkdrachen mitgebracht und die Kaputze an meiner Jacke flatterte derart im Wind, daß ich mir fast selbst vorkam wie ein Lenkdrachen. Wie bitte? Ich kann nicht abheben? Hat da jemand „dick“ gesagt? Hallo!?! Ja, vielleicht ein bischen zu schwer 😀 .

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Aber es hat gut getan, schließlich soll es ab nächste Woche ja langsam winterlicher werden. Soll es ruhig, die Winterschluppen am Auto sind ja schon drauf. Da ich das „Geleucht“ mittlerweile von allen erdenklichen Seiten fotografiert habe, haben sich wenig neue Bilder ergeben. Könnte die RAG vielleicht mal ein paar neue Halden aufschütten und weitere Halden für den Besuch freigeben? Schließlich muß man doch Perspektiven für 2013 haben 😉 . Wer übrigens die Halde Rheinpreussen noch nicht kennt, der sollte bei der nächsten Fahrt über die Rheinbrücke der A42 (Höhe Duisburg Bearl) mal nach links auf den Hügel hinter der Rheinbrücke gucken. Ist nicht zu übersehen.

Bevor sich das Jahr zu Ende neigt, landen die Bilder nochmal im Album Ruhr 2012 bei Flickr, Sevenload, Picasaweb. Da sind irgendwie ganz viele Haldenbilder aus 2012 gelandet, weiß auch nicht warum 😀 .

Lebensader A 40

Sie ist die Lebensader des Ruhrgebiets, auf ihr stand im Kulturhauptstadtjahr 2010 die längste Picknicktafel der Welt (Still-Leben) und ich kenne sie auch unter dem Namen Ruhrschnellweg. Gemeint ist eine der meistbefahrensten Autobahnen, die Autobahn 40 – kurz A40. Dieser Autobahn ist jetzt ein Buch gewidmet worden „Lebensader A 40 – Die Magistrale der Metropole Ruhr“.

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich das Buch beschreiben soll. Es startet mit der Geschichte der Autobahn, die früher mal eine ganz normale Straße war, dann zur Bundesstraße wurde und erst sehr viel später zur Autobahn umgewidmet wurde. Bis in die späten 60’er Jahre gab es sogar Radwege entlang der Bundesstraße 1, wie sie damals noch hieß. Erst am 1. Januar 1977 wurde die B1 schließlich zur Bundesautobahn 430 und dann 1992 zur A40. Höhepunkt war im Jahr 2010 das Still-Leben. Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich die Zusammenstellung zwischen Beiträgen und Geschichten der Autoren auf der einen und redaktionellen Beiträgen von Firmen entlang der Autobahn auf der anderen Seite. Die Firmenvorstellungen, i.d.R. jeweils eine Buchseite, ziehen sich durch das gesamte Buch.

Nach der reich bebilderten Geschichte der Autobahn geht es dann auf eine Reise von Dortmund bis nach Duisburg. Jede einzelne Ausfahrt wird namentlich genannt und anschließend wird der jeweilige Stadtteil vorgestellt. Das kann mal eine einzelne Seite oder auch eine ausführliche Vorstellung sein. Letzteres meistens dann, wenn kulturrelevante Ziele wie Zechen, Museen o.ä. in der Nähe liegen. Dazwischen immer wieder Firmenpräsentationen vom Friseur bis zum Zahnarzt und last but not least thematisch zusammengefaßte Sonderseiten zum Thema Sport, Wirtschaft und Kultur entlang der Metropole Ruhr. Ob ich das Buch empfehlen würde? Ich weiß noch nicht genau, ich glaube, ich muß mich noch ein wenig einlesen. Ach ja was kostet das Buch eigentlich? Für mich nur einen BOL Gutschein, den ich noch hatte, für euch 24,95 Euro.

Halde Rheinelbe (das Wetter paßt)

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Als ich das letzte Mal auf der Halde Rheinelbe war, war es so diesig, daß ich die Treppenstufen kaum gefunden habe und obwohl ich Sonne bestellt hatte, war weit und breit nichts von ihr zu sehen. Man könnte sagen sie hat sich komplett verweigert. Im Jahr davor war es genau umgekehrt. Es war so heiß, daß ich glaubte, es brutzelt mir die Haare vom Kopf. Irgendwie hatte ich das mit den sogenannten „brennenden Halden“ anders vestanden 😀 . Aber ich wollte der Halde noch eine Chance geben. Dieses Jahr habe ich es endlich mal geschafft, bei „normalem“ Wetter dort oben zu stehen.

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Sonnenschein, ein paar Wolken, um die 10 Grad Celcius. Und ich war nicht der einzige, der an diesem Sonntag dorthin gefunden hat. Ich möchte fast sagen, es war regelrecht voll. Kletterer suchten sich einen möglichen Weg durch die Himmelstreppe, Eltern kletterten mit Ihren Kindern mal die Treppe mal den Hügel hinauf und Radfahrer nutzten den sonnigen Tag, einfach weil sie es können (denn die Wege lassen es durchaus zu, eine Tour über die Halde zu machen). Ihr möchtet jetzt noch Fotos sehen, guckt ihr hier … Flickr, Sevenload oder Picasaweb (Google+).

P.S.: Auf dem Rückweg habe ich noch einn Abstecher im Ruhrgebietsladen in Mülheim/Heißen gemacht. Ein netter kleiner Laden, etwas versteckt, unweit der Ausfahrt Mülheim/Heißen an der A40. Ich habe mich mit ein bisschen Kohle eingedeckt 😉 , viellecht habt ihr das Foto ja schon bei Facebook, Google+ oder Instagram gesehen. Steckt in den Beutel etwas Geld, bevor ihr ihn verschenkt, dann paßt das Wortspiel „Kohle“ zu „Kohle“, aber achtet darauf, daß die Kohle separat verpackt ist, sonst gibt’s Schwarzgeld 😉 .