Und was plant ihr so für 2013?

ZecheDas Internet ist schon eine feine Sache. Während der Frühling noch fern ist suche ich im Netz nach Veranstaltungen in und um das Ruhrgebiet. Keine Konzerte oder Musicals, auch keine Wanderungen bei Mondlicht (obwohl … 😉 ), sondern Veranstaltungen wie z.B. Zechen-, Museums- oder Haldenfeste, Oldtimertreffen usw. Gerade las ich sogar etwas von einer „Safari im Welterbe Zollverein“ (am 30.06.). Die daraus erstellte Liste nutze ich dann das Jahr über, wenn ich wieder mal auf Ruhrpott Tour gehe.

Hinzu kommt dann noch die RuhrTopCard, eine Plastikkarte, die gegen einmaligen Kaufpreis kostenlosen oder IMG_5681vergünstigten Eintritt in diverse Museen, Ausstellungen, Zechenführungen, Zoos bis hin zur Extraschicht (50%) gewährt. Ebenso in der Tasche habe ich meistens die CityPowerCard. Wer Strom bei einem regionalen Versorger zw. Niederrhein und Gelsenkirchen bezieht bekommt die CityPowerCard kostenlos beim Energieversorger. Die Karte ermäßigt bundesweit den Eintritt in verschiedene Museen, Zoos u.ä. im Schnitt um 10%.

Wer dann noch mehr (NRW weite) Termine haben möchte, dem empfehle ich das Buch „Hits zum Wochenende“ (5,95 Euro). Das Buch erscheint jährlich im April/Mai und enthält neben vielen Terminen auch eine Reihe von Gutscheinen, die wiederum vergünstigten Eintritt gewähren (meist auch um die 10%).

zooSo kommen eine ganze Reihe von Terminen zusammen, mal ganz abgesehen von den Besuchen auf Zeche Zollverein, auf verschiedenen Halden und Landmarken, am Baldeneysee oder entlang der Ruhr oder der Emscher, was ja keinen Eintritt kostet. Natürlich spielt das Wetter nicht immer mit, so daß der eine oder andere Termin schon mal sprichwörtlich ins Wasser fällt, aber ich hätte da schon mal ein paar (wie ich finde) interessante Termine gesammelt (ein Auszug und ohne Gewähr 😉 ).


– Parkleuchten Essen Gruga 08.02.-17.03.
– BigAir Package Gasometer Oberhausen 15.03.-30.12.
– „Glanzlichter“ 3. Bochumer Börse für Grubenlampen und Bergbaugeschichte 17.03.
– Henrichshütte Hattingen, jeden 1. Sa. im Monat und jeden So. Führung durch den Luftschutzstollen 2,- € (zuzüglich Eintritt)
– Oldtimertreffen Kokerei Zollverein Essen, jeden 1. So. im Monat von April bis Oktober
– Eisenbahnmuseum Bochum – Museumstage 20./21.04. + 14./15.09.
– Zeche Hannover Dampf-Festival 04./05.05.
– Museumsfest Schiffshebewerk Henrichenburg 05.05.
– GreifvogelFlugshow Gruga 09.05. / 30.06. / 29.09
– Flachsmarkt Krefeld 18.-20.05.
– Drachenboot FunRegatta Duisburg 15./16.06.
– Emscherkunst 22.06.-06.10.
– Drachenboot Baldeneysee 29./30.06.
– E x t r a s c h i c h t 06.07.
– Grugaparkfest 19.-21.07.
– Drachenfest Moers (Halde Rheinpreussen) 17.-18.08.
– Drachenshow Oberhausen (OlgaPark) 14./15.09.
– Zechenfest Zollverein 28./29.09.
– Urbanatix Bochum 15.-24.11.

Außerdem vielleicht mal mit dem Schienenbus durchs Ruhrtal, ins Freilichtmuseum Hagen, Tetraeder Bottrop, Halde Hoheward, Zeche Zollern, Westfalenpark Dortmund, Zoo Duisburg, Weiße Flotte, LaPaDu … u.v.m.

Glück_aufOb ich die Ausflüge alleine mache? Ja meistens schon, aber ich habe damit wenig Probleme, denn so kann ich ich problemlos auch mal ein 1/2 Stündchen damit zubringen ein Fotomotiv auszukundschaften ohne jemanden zu langweilen, schließlich will gut Ding Foto ja Weile haben 😉 . Wenn euch jetzt aber einer der o.g. Termine zusagt macht euch via Kommentar bemerkbar, vielleicht läuft man sich ja mal über den Weg. Bis dahin ein „Glück auf“.

Ein Sonntag mit Oldtimer und Drachenboot

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Manchmal gibt es Tage, da finden an jeder Ecke Veranstaltungen statt, die es lohnen könnte zu besuchen. Letztes Wochenende war so ein Tag. Ich war mal wieder im Krefelder Stadtwald (genauer an der Rennbahn) zum Oldtimertreff und anschließend in Duisburg zum Innenhafenfest incl. Drachenbootrennen.

Die Sonne zeigte sich an diesem Sonntag bereits früh am Morgen, Zeit also den Oldie aus der Garage zu holen. Die Oldtimerfans kamen wieder mal in Scharen an die Krefelder Rennbahn. Der Parkplatz war bereits um 10.30 Uhr gut gefüllt und füllte sich zusehens weiter.

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Leider standen ein paar neue Autos (vermutlich noch vom Vorabend) auf dem Parkplatz, so daß die Stellplätze für Oldtimer um so knapper waren. Auch dieses Mal waren wieder ein paar Schätzchen dabei, ein (restaurierter) Ford von 1903 genauso wie ein Porsche Speedster, ein Renault R4 oder ein Opel Kadett genauso wie ein Renault Alpine oder ein VW KarmanGhia. Ich glaube der Treff spricht sich langsam rum, denn selbst aus dem Ruhrgebiet waren Kennzeichen zu sehen. Fotos gibt’s wieder bei Flickr, Sevenload oder Google+ (Picasaweb).

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Danach ging’s nach Duisburg. Einmal im Jahr ist der Innenhafen nicht nur Liegeplatz von privaten Booten sondern Ziel der Drachenboote. Und neben den Drachenbootrennen gab es dieses Mal auch noch Einzelrennen in Auslegerkanus (ich hoffe man nennt die so). Rundherum hatte die Gastronomie alles aufgeboten, was sich an so einem Sonntag eben aufbieten läßt. Vom Bratwurststand bis zum Restaurant gleich an, um nicht zu sagen auf der Rennstrecke (auf Schwimmpontons). Etwas später am Nachmittag gab es dann noch ein (Gummi-)Entenrennen für einen guten Zweck. Unter den Käufern je eines Loses und einer Ente gab es eine Reise nach Griechenland zu gewinnen. Na ja, für meine Bedürfnisse kein Grund ein Los zu kaufen 🙂 .

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Der Veranstalter behauptet übrigens, daß es sich um die größte Drachenboot-Fun-Regatta Deutschlands mit 170 Mannschaften und 3.500 Teilnehmern in ausgefallenen Kostümen handelt. Also bitte, ich kann es nicht wiederlegen. Die Bilder hierzu liegen im „Ruhr 2012“ Album bei Flickr, Sevenload und Picasaweb (Google+).

Essen Kettwig – Mülheim und zurück

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Die RuhrTopCard bietet u.a. eine Fahrt mit der „Weißen Flotte“ auf der Ruhr von Mülheim Wasserbahnhof nach Essen Kettwig oder umgekehrt. Da man für den Rückweg aber bezahlen müßte, habe ich nach einem anderen Weg gesucht. Die Lösung wäre eine Strecke mit dem Fahrrad zu fahren. Wenige Meter von beiden Anlegestellen entfernt gibt es Leihräder der MetropolradRuhr. Also ab auf’s Rad und die rd. 10 km auf fast ebenerdigen und geteertem Weg abstrampeln. Wer zügig fährt, schafft die Strecke in ca. 40-45 Minuten, wer es lieber gemütlich mag, braucht vielleicht eine Stunde. Einzig an der Mendener Brücke endet der Radweg entlang des Ufers unvermittelt. Man muß hinauf auf die Straße, über die Brücke und am linken Ruhrufer den Rest des Weges fahren.

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Ich habe das Leihrad gewählt, weil ich dieses am Zielort einfach abstellen kann und die Rückfahrt dann eben mit dem Schiff machen kann. Auf dem Weg besonders beeindruckend ist die Autobahnbrücke der A52, die im Mülheimer Ortsteil Mintard das Ruhrtal überspannt. Laut Wikipedia ist sie mit 1830 Metern die längste Straßenbrücke aus Stahl, bestehend aus 18 Hohlpfeilern, mit einer Fahrbahnhöhe von 65 Meter über der Ruhr. Man macht sich garkeine Gedanken über die Außmaße der Brücke, wenn man einfach nur oben drüber fährt. Einige Bilder habe ich schon vor ein paar Wochen gemacht, da blühte gerade der Raps, goldgelb und unübersehbar. Es kann übrigens nicht mehr weit sein, bis wieder die Drachenboote ihr nächstes Rennen veranstalten, denn das erste Team war bereits im Trainingsmodus und selbst die Wickinger waren auf dem Fluß unterwegs. Wickie habe ich allerdings nicht erblicken können.

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Apropo, wer einmal in Kettwig ist, sollte sich unbedingt die Altstadt rund um die weithin sichtbare Kirche mal etwas genauer ansehen. Kaum zu glauben, daß das auch ein Ortsteil von Essen ist. Beschaulich, still, fast wie auf dem Dorf. Die Altstadt ist nicht groß, wer aber trotzdem eine keine Übersicht haben möchte klickt mal hier. Vielleicht nehmt ihr euch die Zeit für einen Kaffee oder ein Eis, bevor es dann wieder an den Ausgangspunkt zurückgeht. Für den Anwohner sicherlich nervend, für den Besucher eher überraschend ist der rege Flugverkehr über Kettwig. Die Flugzeuge auf dem Weg nach Düsseldorf haben hier allem Anschein nach ihre direkte Einflugschneise und mancher „Vogel“ fliegt so niedrig, daß man ohne Probleme die Aufschriften lesen kann.

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Wer sich jetzt noch ein eigenes Bild von Essen Kettwig machen möchte, hier ist eine Auswahl von Bildern, bei Flickr, Sevenload und Picasaweb (Google+).

Zwischen Rhein und Ruhr

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Tja, eigentlich wollte ich euch ja schon vor 14 Tagen von meinem Besuch auf der Halde Rheinelbe berichten, aber die neuen Bilder sind mangels Sonne so langweilig wie Schneeflocken im Nebel. Richtig, ich war mal wieder in Gelsenkirchen und habe meinen Besuch aus dem Sommer 2010 wiederholen wollen, aber schöner und heißer als beim letzten Mal konnte es ja kaum noch werden. Also habe ich die Halde flott wieder verlassen und den Tag in Essen fortgesetzt. Ich wollte mir unbedingt mal die Ringpromenade rund um Zeche und Kokerei Zollverein ansehen. Seit dem vergangenen Herbst kann man mit dem Fahrrad (oder jedem anderen nicht motorisierten Fahrzeug) auf einer gut ausgebauten Strecke einmal um das ganze Gelände fahren. Auf diese Weise bekommt man die Kokerei endlich mal von hinten zu sehen. Ganz ehrlich? Die Vorderfront gefällt mir besser ;-).

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Am letzten Wochenende war uns der Sonnengott dann besser gesonnen und somit habe ich mal wieder einen Abstecher in den Düsseldorfer Nordpark gemacht. Nachdem ich letztes Mal die Blütezeit knapp verpaßt habe, waren die Gärtner dieses Mal fleißig und haben einige tausend Stiefmütterchen gepflanzt. Für Tulpen war es aber noch zu früh und auch im japanischen Garten war noch Winterruhe. Also nehme ich mir den Nordpark nach Ostern nochmal vor. Trotzdem erste bunte Fotos „Düsseldorf 2012“ sind an dem Samstag entstanden. Ihr wollt auch hin? Sucht nach AquaZoo, Kaiserswerther Str. 380, der Nordpark ist gleich nebenan. Die Bilder aus dem Nordpark findet ihr hier bei Flickr, Sevenload oder Picasaweb (Google+).

Parkleuchten (Grugapark) 2012

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Wie im letzten Jahr habe ich auch in diesem Jahr einen regenfreien Abend genutzt und bin durch den bunt beleuchtetet Grugapark in Essen spaziert. Erneut sind bis zum 18. März (täglich außer Rosenmontag bis 21 Uhr, freitags und samstags bis 22 Uhr) große Teile des Grugaparks bunt beleuchtet. Ich muß gestehen, daß der Aha-Effekt des ersten Besuchs sich nicht mehr ganz so eingestellt hat, weil man natürlich schon einiges kannte und kritisch mit dem Vorjahr verglichen hat.

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Aber es gab auch Neues z.B. der Gruselwald. Hexen und Zwerge kichern aus versteckten Lautsprechern, Pilze wachsen plötzlich kniehoch im Koniferenwald und nahe des Rhododendrontals ziehen dichte Nebelschwaden über den Weg (dachte schon das Wetter schlägt um, aber es war nur eine Nebelmaschine), Diskokugeln lassen Lichtblitze durch die Bäume glitzern und aus dem Lautsprecher ertönte Ravels Bolero … Gänsehaut trotz +5 Grad. Mein Eindruck war, daß dieses Jahr etwas weniger beleuchtet wurde, aber vielleicht war es auch nur anders verteilt. Die Wasserflächen waren durchweg noch gefroren, was auch schöne Lichteffekte ergab, so daß die Springbrunnen und Wasserfontänen allesamt außer Betrieb waren. Außerdem habe ich in der Baumallee die wechselnde Beleuchtung des Vorjahres vermißt. Letztes Jahr wurden die Bäume mal in rot, mal in blau oder mal in grün angestrahlt. Dieses Jahr war die Farbe gleichbleibend weiß und blau.

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Übrigens, wenn ihr nur feste Wege geht, reicht sicherlich leichtes Schuhwerk, aber nach der Frostperiode taut jetzt alles links und rechts des Wegs auf und da kann es schon mal etwas weich und matschig werden. Insbesondere unterhalb des Alpinums standen größere Wasserpfützen in denen man im halbdunklen leicht mit den Schuhen versinken konnte. Da ich für ein gutes Foto natürlich auch in die letzte Ecke krieche mußte ich zur Strafe heute erstmal Stiefel putzen 😀 . Mehr Fotos? Guckt ihr hier … Flickr, Sevenload, Picasaweb. Und wie im letzten Jahr schon erwähnt, Fotos können nur einen kleinen Eindruck vermitteln.

Vom Innenhafen in die Ruhrauen

Habe ich euch eigentlich schon mal Bilder aus dem Duisburger Innenhafen gezeigt? In meinen Fotoalben ja, aber einen Blogbeitrag? Der Hafen hat eine lange Geschichte, aber erst in den 90’er Jahren des letzten Jahrhunderts wandelte sich der Hafen im Rahmen des Strukturwandels. Heute erlebt man dort Arbeit und Wohnen aber auch Kultur und Freizeit und das direkt am Wasser.

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Da es nur wenige hundert Meter bis zur Ruhr sind, habe ich mir mitten im Innenhafen (Yitzhak-Rabin-Platz) ein Fahrrad ausgeliehen und eine kleine Tour entlang der Ruhr unternommen. Leider ist der Weg unmittelbar entlang der Ruhr ziemlich uneben, mehr ein Spazierweg für Hundehalter als ein Fahrradweg, dafür bekommt man einen Einblick in den alten Ruhrarm, der hier in den Ruhrkanal mündet. Ein paar Kanuten kommen vorbei und auch die Drachenboote testen hier ihr Können. Etwa 3 Kilometer vom Innenhafen entfernt kommt in den Ruhrauen die Brückenlandschaft Ruhraue.

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Über die Ruhrauen habe ich letztes Jahr hier mal kurz berichtet. Neben Füßgängerbrücken, der A40 und der A3, kreuzen binnen weniger 100 Meter noch eine Güterstrecke und weitere 7 Bahnbrücken die Ruhr. Es wird richtig laut, wenn der ICE knapp über den eigenen Kopf hinwegrattert während gleichzeitig unten auf der Ruhr die Trommeln zu hören sind. Die Drachenboote trainieren nach wie vor für den nächsten Einsatz.

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Auf dem Rückweg noch einen Abstecher ans andere Rheinufer mit Blick auf die Rheinorange bei Kilometer 780. Dieses Mal erfolgt der Blick auf die Ruhrmündung aus Richtung Duisburg Homberg. Auch über die Ruhrmündung (Rheinorange) habe ich bereits im letzten Jahr hier mal kurz berichtet. Wer dem Ruhrdeich statt in Richtung Ruhrauen in die andere Richtung folgt, kann die Rheinorange ebenfalls in rd. 3 Kilometern vom Innenhafen aus per Fahrrad erreichen.

Fotos im „Ruhr 2011“ Album … Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Bootstour auf dem Baldeneysee

Was gibt es schöneres als einen sonnigen Samstag? Einen sonnigen Samstag auf dem Sonnendeck eines Ausflugsschiffs. Wir haben am Samstag mal ein paar Euro in eine Rundfahrt auf dem Baldeneysee investiert und wie es der Zufall wollte, war an diesem Wochenende auch noch Ruderregatta. Gut mit Sonnenschutz eingecremt ging es auf die zweistündige Rundfahrt (9,50 Euro für Erwachsene, 4,50 Euro für Kinder) ab Anlegestelle Hügel. Ein guter Ausgangspunkt, da i.d.R. genügend Parkraum vorhanden ist. Na gut an diesem Samstag war der Parkplatz den Regattafreunden vorbehalten, aber stattdessen durfte man entlang der Straße parken.

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Je nach Wochentag startet die Bootstour (zwei-)stündlich ab 11.10 Uhr und wenn man einen gut gelaunten Kapitän an Bord hat sind die zwei Stunden verflogen wie nichts. Ein paar unterhaltsam erklärende Worte lassen Platz für weitere interessante Ausflüge z.B. zur Villa Hügel, zur Hespertalbahn (einer Museumseisenbahn in Essen-Kupferdreh) oder einfach mal eine Fahrradtour. Fahrräder der Metropolradruhr stehen am Parkplatz Hügel bereit. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann den Sommertag auch am Seaside Beach Baldeneysee verbringen. Das ehemalige Schwimmbad wurde zu einem großen Strand umgebaut und bietet Volleyball, Liegestühle und kühle Cocktails (bei 3,- Euro Eintritt) mit direktem Blick auf den See.

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Ob die Bergleute der Zeche Carl Funke auch die Sicht auf den See genossen haben weiß ich nicht, schließlich gibt es den Baldeneysee in seiner heutigen Form erst seit Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, aber am Ufer sieht man heute, als letzte Überreste, noch den Förderturm der Zeche Carl Funke. Diese hat ihren Ursprung bereits im 18. Jahrhundert. Wenn ihr auch mal sehen wollt, wie sich Ausflugsboote, Regattaboote und Segelboote den See teilen, den kompletten Fahrplan (auch zu vielen anderen Zielen entlang der Ruhr) gibts hier.

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Und wer wissen will wie spät es ist, muß am Regattaturm genau hinschauen, denn dort befindet sich noch ein großer Teil der Uhren aus dem Ruhr.2010 Projekt „Time“ (alle Uhren zeigen eine andere Zeit). Ebenso liegen noch die Inseln des Projektes Ruhratoll im Hafen und warten auf Käufer.

Bilder: Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Auf der Halde Haniel

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Im letzten Jahr habe ich schon einmal über die Halde Haniel berichtet. Damals, zum ersten Mal dort, war ich fasziniert von der Umgebung. Also ein Grund nochmal hinzugehen und ich war am Sonntag nicht der einzige 😀 . Die Halde ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie und genau auf der Stadtgrenze zwischen Bottrop und Oberhausen mit 159 m Höhe eine der höchsten Halden des Ruhrgebiets. Oben bietet sich daher ein toller Rundumblick und außerdem ist die Installationen der bunten „Totems“ des baskischen Malers und Bildhauers Agustín Ibarrola nach wie vor ein einmaliges Motiv. Leider beginnt die Farbe langsam etwas zu bröckeln.

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Jogger, Fahrradfahrer, Modellflugfreunde oder einfach nur Wanderer, die Halde ist ein Ausflugsziel für jedermann. Vom großen Parkplatz am Fuß der Halde geht ein leicht ansteigender Weg in Serpentienen nach oben. Dort findet ihr am Wegesrand auch eine Auswahl von Bergbaumaschinen und Geräten. Wer mutig ist, nimmt die Abkürzungen quer durchs Gebüsch. Aber Achtung, da wo ihr mühsam die Abkürzung nach oben erklimmen wollt, sind die Radfahrer u.U. auf dem Weg nach unten 😮 .

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Informationen über die genaue Adresse, Anfahrt usw. findet ihr im Revier Magazin, mehr Bilder wie immer hier, „Ruhr 2011“ bei Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Auf dem Alsumer Berg

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Nachdem ich vor ein paar Tagen auf der Halde Rheinpreussen war und mein Blick wieder mal Richtung Duisburg ging, habe ich den Entschluß gefaßt, endlich auch mal die andere Rheinseite zu besuchen. In Duisburg Bruckhausen befindet sich der Alsumer Berg, mal keine Halde mit Abraumgestein aus dem Bergbau, sondern eine Art Deponie für Schutt und Kriegstrümmer.

Internetseiten zum Alsumer Berg gibt es schon eine ganze Reihe (u.a. die der Metropole Ruhr), daher erspare ich mir hier noch einmal alles zu wiederholen. Vielleicht nur soviel, da wo heute ein kleiner Berg bestiegen werden kann, lag früher das Schiffer- und Fischerdörfchen Alsum. Alsum drohte, nachdem es im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört worden war, nun auch noch durch Bergsenkungen im Rhein zu versinken. Das bewegte den Rat der Stadt Duisburg 1954 dazu, den Bereich mit Schutt zu verfüllen und ihn zur Anlage einer Halde zu nutzen. Vom begrünten Gipfel bietet sich ein interessanter, langsam zuwachsender, Rundblick über das Ruhrgebiet.

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Wenn ich mal eine andere Internetseite zitieren darf, lässt sich nirgendwo im Ruhrgebiet so viel „Industrie pur“ erleben wie am Alsumer Berg und ich glaube die Aussage stimmt. Daher ist dieser Berg auch beliebter Fotostandort mit Blick auf das Stahlwerk und die Kokerei Schwelgern (Hamborner Ofengruppe), auf das Stahlwerk Bruckhausen (ThyssenKrupp), zum Kraftwerk Duisburg-Walsum sowie auf die Werksanlagen von Fritz Schupp. Interessant soll die Sicht auch sein, wenn es dunkel geworden und die Industriekulisse hell erleuchtet ist.

Unmittelbar vor dem Alsumer Berg fließt der Rhein vorbei, was die Stelle auch bei Hochwasser interessant machen dürfte. Bei Niedrigwasser (so wie im Augenblick) ist vor dem Rheindeich ganz viel Platz für Hund und Herrchen. Den Alsumer Berg erreicht man über die Straße „Alsumer Steig“ (früher die Zufahrt zur Fähre), dort befindet sich auch ein kleiner Parkplatz.

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Wenige 100 Meter entfernt verläuft die (alte) Matenastraße unter dem Industriegelände hindurch. Die, auf den ersten Blick unscheinbare, Straße wurde, um die Industriegeländeteile besser zu verbinden, in den 30’er Jahren des letzten Jahrhunderts überbaut und ist dadurch so eine Art in die Jahre gekommener Tunnel (Matenatunnel). Bekannt sein dürfte der Tunnel, weil er u.a. in Schimanskifilmen zum Dreh genutzt wurde.

Alles weitere kennt ihr, „Ruhr 2011“ bei Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Parkleuchten (Grugapark)

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Vielleicht ist es nicht jedermanns Sache durch dunkle Parks zu laufen, aber in diesem Fall kann ich ruhigen Gewissens dazu raten. Der Grugapark in Essen (oder sagt man die Gruga) läd erneut zum Parkleuchten ein oder wie die Gruga Seite sagt „Nächtliche Illuminationen – Fast wie im Märchen“.

Noch bis zum 20. März (täglich außer Rosenmontag 17 bis 21 Uhr, freitags und samstags bis 22 Uhr) ist ein großer Teil des Parks wieder bunt beleuchtet. Die Illuminationen sind weitestgehend über feste Wege zu erreichen (es sei denn ihr wollt mit der Digitalkamera näher ran 😉 ), festes Schuhwerk kann trotzdem nicht schaden.

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Diskokugeln mitten im Wald? Michael Jackson in eindeutiger Pose? Spiegel mitten auf dem Weg zeigen dich plötzlich in bunte Streifen gehüllt? Im Musikgarten sieht der Boden aus, als wäre er mit bunter Kreide bemalt und du stehst mitten drin. War die Hose nicht eben noch einfarbig? Jetzt ist sie so bunt als wärest du Teil des Ganzen.

Wohin führen die Himmelsleitern? Auf den Stühlen wird doch wohl keiner sitzen wollen. Nein die stehen ja kopfüber. Und wer den Türrahmen aufgestellt hat war bestimmt kein Zimmermann 😉 .

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Was rauscht denn da? Eine Wasserfontäne? Ja, und auch sie ist Leinwand für das bunte Spektakel. Bei den Bäumen hat es mir der „Wunschbaum“ angetan. Über und über ist der Baum mit Glasfaserlichtleitungen durchzogen. Und natürlich die Baumallee, die alle paar Minuten in neuem (bunten) Licht erscheint.

Mehr Fotos (so als Einstimmung)? Guckt ihr hier … Flickr, Sevenload oder Picasaweb. Aber am Besten ihr seht euch die Vorstellung vor Ort an, denn Fotos können nur einen kleinen Eindruck vermitteln.

Das schreibt übrigens „Der Westen“ zum Parkleuchten.