Ein Nachmittag am Baldeneysee

Natürlich kann man den Baldeneysee komplett umrunden, vorzugsweise mit dem Fahrrad, wie ich das z.B. 2019 gemacht habe, aber eine Teilstrecke zu Fuß und dann mit dem Schiff zurück, das wäre auch eine Möglichkeit. Ich hatte mir dieses Mal einen Wochentag für meinen Abstecher nach Essen ausgesucht, weil es da rund um den See wesentlich ruhiger zugeht. Die Uhr zeigte 13.00 Uhr, als ich den Parkplatz erreiche. Weiterlesen →

Berlin 2018 – Deutsches Technikmuseum

Wie es der Zufall will, war ich in diesem Jahr an dem Samstag in Berlin, an dem auch erstmals das öffentliche re:publica Netzfest im Gleisdreieck Park stattfand. Im Anschluß an die re:publica gab es digitales auf der Bühne und in Workshops für alle Berliner und Berlinbesucher. Nach dem Einstieg am frühen Morgen habe ich mich ins Deutsche Technikmuseum zurückgezogen (Eintritt mit WelcomeCard 5,- €). Vorab, wer alles sehen will braucht im Technikmuseum mindestens einen ganzen Tag. Weiterlesen →

Schiffsparade (Kulturkanal)

Der Sonntag begann ziemlich bedeckt, der Himmel zugezogen, vereinzelt Regenschauer. Ich hatte mich fast schon auf einen Nachmittag auf dem Sofa eingestellt. Dabei ist der letzte Sonntag im April im Ruhrgebiet traditionell der Startschuß für die Sommersaison auf dem Rhein-Herne-Kanal. Und was soll ich sagen, wie bestellt zogen gegen 14.30 Uhr die Wolken beiseite und die Sonne kam hervor. Weiterlesen →

MS Wissenschaft – Meere und Ozeane

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Auch 2016/2017 fährt das Binnenschiff MS Jenny als Event und Ausstellungssschiff im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung über deutsche Flüsse und Kanäle und präsentiert als „MS Wissenschaft“ dieses Mal die Ausstellung „Meere und Ozeane“. Los ging’s bereits am 3. Mai in Norddeutschland und bis zum 6. September geht’s noch durch Mitteldeutschland. Z.Zt. durch’s Ruhrgebiet, an den Niederrhein und weiter in den Köln/Bonner Raum. Den Tourplan gibt’s hier. Ich habe mir die aktuelle Ausstellung am Samstag in Oberhausen angeguckt. Der Eintritt ist übrigens frei. Weiterlesen →

Binnenschiff, Flaschenpost, Schimanski

Binnenschifffahrt

Ursprünglich war ich an diesem etwas trüben Samstag aufgebrochen, um mir die neue RuhrTopCard für 2016 zu besorgen und bei der Gelegenheit auch gleich die 2015’er Ausgabe nochmal im Binnenschifffahrtsmuseum einzusetzen. Dort läuft z.Zt. die Ausstellung „Tausend und eine Flaschenpost“ zum Thema Flaschenpost (ach was 😀 ). Bedauerlicherweise verkauft das Binnenschifffahrtsmuseum aber gar keine RuhrTopCards mehr. Na ja, halb so schlimm, bin ich eben anschließend noch kurz nach Rheinhausen in die „Bücherinsel“ einem kleinen Bücherladen kombiniert mit einem WAZ Leserladen. Dort gab’s dann auch die 2016’er Ausgabe, mit der ich in wenigen Tagen ins neue Ausflugsjahr starten kann.

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Aber zurück zum Binnenschifffahrtsmuseum. Der letzte Besuch dort liegt, ich habe nachgesehen, auch schon wieder 4 Jahre zurück. Mitten in Duisburg Ruhrort, in Sichtweite zum Rhein, hat dort eine Landratte wie ich, die Gelegenheit sich mit der Schifffahrt auseinanderzusetzen. Ich zitiere mal von der Webseite „Schifffahrtsgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart als multimediales Erlebnis auf drei Etagen mit detailgetreuen Modellen und zahlreichen Exponaten zum Anfassen.“ Man kann die Ausstellung in rd. 1 Stunde durchquert haben, man kann aber auch gut die doppelte Zeit einplanen.

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Wem das Gebäude beim Betreten etwas komisch vorkommt, der hat Recht, denn das Gebäude war früher mal eine Badeanstalt (heute würde man wohl Schwimmbad sagen). Vor dem Krieg waren die Becken für Männer und Frauen getrennt, später konnten sie dann gemeinsam genutzt werden. Nach der Schließung 1986 erfolgte 1998 die Neueröffnung als Museum. Die ehemaligen Schwimmbecken sind noch gut zu erkennen, wurden seitlich aufgetrennt, und können an der tiefsten Stelle durchlaufen werden. Im Becken der Eingangshalle, nicht zu übersehen, „schwimmt“ dann auch gleich ein großes Segelschiff, die Tjalk “Goede Verwachting”, ein Lastensegler aus dem Jahre 1913.

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Ob ihr euch den Bau eines Schiffes früher und heute anseht, einem Schiffdiesel mal ganz nahe rückt oder die Schiffsglocke läutet, das bleibt ganz euch überlassen. Ich gebe zu, ich lese auch nicht jede Erläuterung, sondern genieße eher den Gesamteindruck eines solchen Museums, aber ich weiß jetzt warum an manchen Flüssen der Leinpfad entlang läuft. Früher hatten Schiffe noch keinen Motor, sondern wurden von Menschen oder Pferden an langen Leinen stromaufwärts gezogen.

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Wer Lust und Zeit hat, kann sich unweit des Museums, im Seitenarm des Rheins, noch die zugehörigen echten Museumsschiffe angucken. In den Wintermonaten ist eine Besichtigung allerdings nicht möglich. Ich habe euch die Schiffe im Blogbeitrag zum Ruhrorter Hafenfest vorgestellt. Nebenbei läuft z.Zt. die bereits erwähnte Sonderausstellung „Tausend und eine Flaschenpost“ zum Thema … genau ihr wißt schon. Der Kölner Künstler Joachim Römer fischte dazu Flaschenposten (ist das die Mehrzahl von Flaschenpost?) aus dem Rhein, entzifferte und registrierte die Textinhalte, reinigte die Flaschen und verschloß sie wieder. Seit 1998 sind so 1001 Flaschenposten zusammengekommen.

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Wie ich von anderen Besuchern hörte, gibt es wohl einen Katalog (zu kaufen oder zu leihen) in dem die einzelnen Flaschen beschrieben sind. Nun ja, ganz so tief einsteigen wollte ich dann doch nicht in das Thema, dennoch war ich erstaunt, was man alles so in den Rhein werfen kann. Vom Flachmann über das Marmeladenglas oder die Weinflasche ist bis zur Wasserflasche oder der bekannten PET-Einwegflasche alles dabei. Sogar der eine oder andere GeoCach ist in der Ausstellung dabei (hoffentlich vermißt den keiner). Einige Flaschen enthielten gleich Briefmarke oder Rückumschlag, andere nur einen Brief, eine Karte, Kleingeld, Sand oder was der Mensch sonst so gerade entbehren kann (Kondom, Strumpfhose usw.). Die Ausstellung läuft noch bis zum 16.05.2016. Vielleicht gönne ich mir nochmal einen zweiten etwas ruhigeren Durchgang im kommenden Jahr.

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Und noch etwas interessantes gab es zu sehen, nämlich Schimanskis Jacke. In der Zeit vom 19. Oktober bis 31. Januar 2016 wird die Schimmi Jacke aus der Folge „Loverboy“ im Binnenschifffahrtsmuseum ausgestellt. Wie ich gelesen habe, wollen Burkhard Eick und Frank Skrube, die das Kleidungsstück aus der Insolvenzmasse des Planet Hollywood bekommen haben, selbiges in Duisburg an wechselnden Orten ausstellen und den Zuschlag als ersten Ausstellungsort hat nun das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt bekommen. Wenn ich so darüber nachdenke, ist es schon verrückt, daß ich früher, zu Schimanskis Zeiten, niemals auf die Idee gekommen bin, mir die Drehorte mal in Duisburg anzugucken, von meinem Geburtsort Oberhausen wäre das doch ein Katzensprung gewesen. Aber das sagt sich heute im Zeitalter des Internets natürlich leicht. Ich wußte ehrlich gesagt auch nicht, daß es in Duisburg mal ein Planet Hollywood gab (ich war mal in Paris in einem), aber das wäre wieder eine ganz andere Geschichte.