Berlin 2018 – Deutsches Technikmuseum

Wie es der Zufall will, war ich in diesem Jahr an dem Samstag in Berlin, an dem auch erstmals das öffentliche re:publica Netzfest im Gleisdreieck Park stattfand. Im Anschluß an die re:publica gab es digitales auf der Bühne und in Workshops für alle Berliner und Berlinbesucher. Nach dem Einstieg am frühen Morgen habe ich mich ins Deutsche Technikmuseum zurückgezogen (Eintritt mit WelcomeCard 5,- €). Vorab, wer alles sehen will braucht im Technikmuseum mindestens einen ganzen Tag.

Im Hauptgebäude ist soviel zu sehen, daß es mir schwer fällt, mich für irgendetwas zu entscheiden. Alleine Schifffahrt und Luftfahrt nehmen auf Grund der Größe der (Original-)Objekte gehörig viel Raum ein. Mehrere Schiffe stehen im Tiefgeschoß, mehrere Flugzeuge hängen an der Decke und eine Original Ju52 steht im Obergeschoß. Im angrenzenden Lokschuppen stehen u.a. mehrere Lokomotiven und der Nachbau eines S-Bahn Führerstands und im Außengelände schließlich eine Wasser- und zwei Windmühlen. Ich habe nicht geschafft alle Objekte zu sehen.

Wer kennt noch eine Pferdetreppe? Eines der letzten Exemplare befindet sich, etwas versteckt, im Hauptgebäude. Die Treppe hat ganz flache Stufen, weil früher die Pferdeställe noch in der 1. Etage lagen. In der wenige Meter weiter gelegenen sogenannten Ladenstraße (einmal um den Block, im Eintrittspreis enthalten) gibt es wechselnde Ausstellungen, z.Zt. Oldtimer aus der Ausstellung „Umgeparkt – Autos aus dem Museumsdepot“. Ich entdecke u.a. ein Fahrzeug namens Gutbrod Atlas 800, aus dem Jahr 1950, das verlassen an der Berliner Stadtautobahn gefunden wurde. Gutbrot? Noch nie gehört. Das Technikmuseum hatte das Glück, das Fahrzeug zu ersteigern.

In der dahinter liegenden Dauerausstellung „Das Netz – Menschen, Kabel, Datenströme“ blicke ich mit staunenden Augen auf ein Telefon, das eine genaue Anleitung für die Wählscheibe besitzt. Wählscheibe? Was war das noch gleich? 🙂 Daneben die Telefontechnik eines Selbstwählers, die ersten Handys und Modems sowie ein Bildscanner für Korrespondenten, der noch bis 1985 benutzt wurde. Mein erster Gedanke, 1985 ist doch noch nicht so lange … bis mir schlagartig bewußt wird, das ist über 30 Jahre her. Menschenskinder, wo ist die Zeit geblieben. Das denke ich mir auch nach einigen Stunden im Museum und streife zum Abschluß nochmal über das mittlerweile gut besuchte Netzfest. Ausklingen lasse ich den Tag im Park am Gleisdreieck.

Zum Schluß noch was zum Thema Berlin und Partylocation. Vor einiger Zeit habe ich eine Radiodiskussion verfolgt, in der es darum ging, daß in bestimmten Kiezen mittlerweile täglich Party ist. Die Anwohner sind darüber not amused, weil sie es schließlich sind, die um 06:00 Uhr wieder raus müssen. Ich bin ja zu alt für Party 😉 , aber wie haltet ihr das? Hauptstadt gleich Partystadt? Vielleicht schreibt ihr mal in die Kommentare. Ich bin weg, bis zum nächsten Mal in Berlin. Für weitere Bilder … aber das kennt ihr ja schon … Flickr oder GoogleFotos.

Teil 1 – Berlin 2018 – Sonnenuntergang
Teil 2 – Berlin 2018 – Heute geht’s nach Spandau

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