Rund um den Baldeneysee

Ich mache Sport, nicht häufig aber regelmäßig, so 2-3 x im Jahr (O-Ton Torsten Sträter). Dem kann ich mich prinzipiell anschließen, aber schon seit langem wollte ich mal eine Fahrradrunde um den Baldeneysee drehen. 14 km steht am Stauwehr soll eine Runde lang sein. Ich weiß, einige von euch laufen die 14 km mal eben nach Feierabend, aber ich …?! Also habe ich mir am letzten Samstag ein Fahrrad der Metropolradruhr (also Nextbike) ausgeliehen und bin los.

Erste Erfahrungen hatte ich ja schon, als ich mal vom Regattaturm bis Heisingen gefahren bin, da kann der Rest ja nicht so wild sein. Bis auf die ersten Meter habe ich dieses Mal auch darauf geachtet, daß ich nicht wieder auf den reinen Fußwegen unterwegs bin, denn das wird entlang des Sees nicht gerne gesehen. Mein erster Weg führt mich Richtung Stauwehr, an dem ich mein Rad über eine dünne Metallschiene die Treppen hoch und auf der anderen Seite wieder runterschiebe.

Damit ist der schwierigste Teil der Strecke gemeistert, den Rest geht es nur noch geradeaus. Nein ernsthaft, nur in Heisingen geht es ein paar hundert Meter über eine Wohnstraße, allerdings eine Sackgasse. Außer Fahrrädern und Skatern war da nur ein einziges Auto, das mich überholt hat. Ich starte also auf einem breiten Weg vom Stauwehr in Essen Werden immer am Ufer entlang in Richtung Haus Scheppen.

Es folgen sonnige genauso wie schattige Abschnitte, alles in allem sehr angenehm zu fahren. An Haus Scheppen, bekannter Bikertreff im Stadtteil Fischlaken, wird es kurz etwas voller, aber schon wenige Meter weiter, kehrt wieder Ruhe ein. Alle paar hundert Meter muß ich zwecks Fotostopp kurz halten, denn ihr wollt ja schließlich ein paar Bilder sehen. Hier am hinteren Ende des Baldeneysees war ich bisher nur 1 x während ich auf einem Schiff der Weißen Flotte saß.

Nun nähere ich mich der Brücke in Kupferdreh, die mir die Möglichkeit gibt, wieder zurück ans andere Ufer des Sees zu gelangen. Gefühlt war das schon über die Hälfte der Strecke. Am anderen Seeufer geht der Weg für Radfahrer geradeaus und für Fußgänger links ab. Ich bin ganz kurz irritiert, denn der See liegt links von mir nicht mehr in unmittelbarer Sichtweite. Zwischen Weg und See liegt ein Campingplatz o.ä., aber nach einigen 100 Metern kommt der Baldeneysee wieder in Sicht.

Als ich auf die eingangs erwähnte Wohnstraße fahre, erinnere ich mich, hier schon mal mit dem eigenen Auto auf der Suche nach der Zeche Carl Funke gewesen zu sein. Gleich links der Anleger „Heisingen“ der Weißen Flotte und 5-6 Fahrminuten später auch besagter Förderturm der ehemaligen Zeche. Rad- und Fußweg laufen parallel, aber schön getrennt, so daß man sich nicht in die Quere kommt. Für Autos ist hier am Förderturm generell Schluß. Jetzt ist es für Radfahrer nur noch ein Katzensprung.

Nach unterfahren einer kleinen Brücke zweige ich nochmal kurz nach links von der Strecke ab. Unmittelbar neben dem SeaSideBeach befindet sich der neue Anleger der Weißen Flotte namens „Strandbad“. Die letzten knapp 1 km und ich bin wieder am Regattaturm. 2 Stunden und 10 Minuten stehen hinterher auf der Abrechnung von Metropolradruhr/Nextbike, was mich letztendlich 5,- € kostet. Die Zeit ist auch nur zusammengekommen, weil ich verschiedene Fotostopps eingelegt habe.  

Geübte Radler schaffen die reine Strecke vermutlich in einer guten Stunde. Ob mit oder ohne eigenem Rad, die Strecke ist auch für ungeübte Radfahrer wie mich locker zu bewältigen und wer noch ein Picknick macht oder ein Cafe irgendwo in unmittelbarer Umgebung besucht, macht sicher nichts falsch. Die Bilder der Fotostopps die hier keine Erwähnung fanden gibt’s bei Flickr oder GooglePhotos.

Wenn rund um den Regattaturm Veranstaltungen sind, wird es mit dem parken meist eng, dann heißt es der Freiherr-vom-Stein-Straße folgen und weiter hinten parken. Parkt nicht außerhalb der Parkbuchten am Straßenrand oder ihr riskiert ein Knöllchen. Wer sein eigenes Rad mitbringt kann natürlich beliebig starten z.B. am Haus Scheppen, denn auch hier gibt’s Parkplätze an der Straße Pörtingsiepen.

6 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Fotos und die Inspiration, den Baldeneysee mit dem Leih-Rad zu erkunden.

    Ich drücke mir die Daumen, dass ich an Pfingsten dort auch eine Runde drehen kann, Du hattest mich vergangene Woche bereits auf Facebook damit angefixt 🙂

    Antwort

      1. Es hat alles perfekt geklappt. Kostenlos am S-Bahnhof Werden geparkt und zwei Nextbike-Räder ergattert.

        Wir sind die Route in umgekehrter Richtung gefahren und waren absolut begeistert von der Strecke.

  2. Von der Eisenbahnbrücke vielleicht 100 m ruhraufwärts hättest du noch Essens über 14 Mio. Euro teuren neuesten Stolz von schleich bergmann partner anschauen können.

    Antwort

      1. Oder du wartest bis nächstes Jahr, dann ist die neue Kampmannbrücke vielleicht endlich fertig. Momentan ist November diesen Jahres angepeilt, aber man weiß ja nie…
        Aber wiederkommen lohnt sich bestimmt, da gibt es ja auch noch die Hespertalbahn

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