NRW Tag 2016 – 70 Jahre NRW

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Das letzte August Wochenende stand für mich ganz unter dem Motto „NRW Tag 2016 – 70 Jahre NRW“. Für mich war es mein erster NRW Tag den ich miterleben durfte und das bei einem Wetter, das schon fast zu viel des Guten war. Ich war noch nie bei einem Fest, bei dem ich es selbst an zwei Tagen nicht geschafft habe alles zu sehen. Zum Glück habe ich den Rat beherzigt, mich einfach treiben zu lassen. Ein paar Punkte standen auf meinem „Wunschzettel“, allem voran ein Besuch im Düsseldorfer Landtag. Dann ein Abstecher zum WDR, den Festumzug wollte ich sehen und den Tag mit einem Besuch der Gourmetmeile auf der Kö abzuschließen. Am Ende des Tages sollte ich wenig gegessen aber 4,5 Liter getrunken und bei Temperaturen weit über 30 Grad, fast so viel wieder ausgeschwitzt haben ;-). Weiterlesen →

Kettwig – Auch das ist Ruhrgebiet

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Was macht man denn so, wenn man einen sonnigen Samstag vor sich hat? Man könnte in eine Großstadt fahren oder in eine Stadt mit dörflichem Charakter oder man fährt ans Wasser. Und wenn man alles zusammen will? Nein, das wären ja gleich drei Dinge auf einmal, das geht nun wirklich nicht. Doch, geht wohl 😉 . Und das sogar mitten im Ruhrgebiet. Die Reise geht nämlich nach Essen Kettwig. Essen ist eine Großstadt und war 2010 Kulturhauptstadt. Essen kann aber auch ganz klein und beschaulich. Und … (Trommelwirbel) Essen Kettwig liegt an der Ruhr. Weiterlesen →

Essen Kettwig – Mülheim und zurück

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Die RuhrTopCard bietet u.a. eine Fahrt mit der „Weißen Flotte“ auf der Ruhr von Mülheim Wasserbahnhof nach Essen Kettwig oder umgekehrt. Da man für den Rückweg aber bezahlen müßte, habe ich nach einem anderen Weg gesucht. Die Lösung wäre eine Strecke mit dem Fahrrad zu fahren. Wenige Meter von beiden Anlegestellen entfernt gibt es Leihräder der MetropolradRuhr. Also ab auf’s Rad und die rd. 10 km auf fast ebenerdigen und geteertem Weg abstrampeln. Wer zügig fährt, schafft die Strecke in ca. 40-45 Minuten, wer es lieber gemütlich mag, braucht vielleicht eine Stunde. Einzig an der Mendener Brücke endet der Radweg entlang des Ufers unvermittelt. Man muß hinauf auf die Straße, über die Brücke und am linken Ruhrufer den Rest des Weges fahren.

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Ich habe das Leihrad gewählt, weil ich dieses am Zielort einfach abstellen kann und die Rückfahrt dann eben mit dem Schiff machen kann. Auf dem Weg besonders beeindruckend ist die Autobahnbrücke der A52, die im Mülheimer Ortsteil Mintard das Ruhrtal überspannt. Laut Wikipedia ist sie mit 1830 Metern die längste Straßenbrücke aus Stahl, bestehend aus 18 Hohlpfeilern, mit einer Fahrbahnhöhe von 65 Meter über der Ruhr. Man macht sich garkeine Gedanken über die Außmaße der Brücke, wenn man einfach nur oben drüber fährt. Einige Bilder habe ich schon vor ein paar Wochen gemacht, da blühte gerade der Raps, goldgelb und unübersehbar. Es kann übrigens nicht mehr weit sein, bis wieder die Drachenboote ihr nächstes Rennen veranstalten, denn das erste Team war bereits im Trainingsmodus und selbst die Wickinger waren auf dem Fluß unterwegs. Wickie habe ich allerdings nicht erblicken können.

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Apropo, wer einmal in Kettwig ist, sollte sich unbedingt die Altstadt rund um die weithin sichtbare Kirche mal etwas genauer ansehen. Kaum zu glauben, daß das auch ein Ortsteil von Essen ist. Beschaulich, still, fast wie auf dem Dorf. Die Altstadt ist nicht groß, wer aber trotzdem eine keine Übersicht haben möchte klickt mal hier. Vielleicht nehmt ihr euch die Zeit für einen Kaffee oder ein Eis, bevor es dann wieder an den Ausgangspunkt zurückgeht. Für den Anwohner sicherlich nervend, für den Besucher eher überraschend ist der rege Flugverkehr über Kettwig. Die Flugzeuge auf dem Weg nach Düsseldorf haben hier allem Anschein nach ihre direkte Einflugschneise und mancher „Vogel“ fliegt so niedrig, daß man ohne Probleme die Aufschriften lesen kann.

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Wer sich jetzt noch ein eigenes Bild von Essen Kettwig machen möchte, hier ist eine Auswahl von Bildern, bei Flickr, Sevenload und Picasaweb (Google+).

Rundgang durch Hattingen

Mein letzter Ausflug der vergangenen Woche ging nach Hattingen, also in den südöstlichen Teil des Ruhrgebiets. Ich habe mich entschieden die A52 bereits in Essen zu verlassen und entlang der Ruhr statt über die vielbefahrene A40 zu fahren. Ich wußte garnicht, daß es im Randgebiet zu Essen so bergig ist 😀 .

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Das erste Ziel war die Henrichshütte, genauer gesagt das LWL Industriemuseum. Dort läuft noch bis Ende Oktober die Ausstellung „Helden„. Eine große Spannweite vom antiken Heldenmythos bis zum TV-Helden in der Neuzeit, von den Anfängen europäischer Kultur bis zu den Helden des Ruhrgebietes.

Die Auswahl ist reichhaltig. Helden der Antike, Helden des Krieges, Helden der Arbeit (wobei Hattigen und der Kampf um Arbeitsplätze in der Stahlhütte vor 20 Jahren ein Thema ist), Helden des Sports aber auch Helden aus Comic und Film sind ein Thema. Was ich nicht verstehen kann, warum die Helden der Security (vor Ort) immer Angst haben, man könnte ihnen etwas wegfotografieren 😦 .

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Auf der Fläche hinter dem Museum bekommt der Besucher dann einen Eindruck vom Weg der Rohstoffe in den Hochofen der Henrichshütte. Auf ausgeschilderten Wegen (kind- oder erwachsenengerecht) wird man durch die verschiedenen Industrieteile geführt, darf über Treppen durch Erzbunker klettern und als Höhepunkt den Hochofen hinaufsteigen. Wer es bequemer mag nutzt den Glasaufzug in die dritte Etage 😀 .

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Etwa 15-20 Minuten zu Fuß sind es von der Henrichshütte zur Altstadt (Innenstadt) Hattingens. Ein Weg den man auch bequem zu Fuß schaffen kann. Wer sich vorher im Internet kundig gemacht hat, wird sich vor Ort sicher bei einem kleinen Stadtrundgang zurechtfinden. Die meisten historischen Häuser sind aber auch noch einmal mit entsprechenden Tafeln gekennzeichnet. Überall stehen Tische und Stühle draußen und bei schönem Wetter ergibt es alle paar Meter erneut die Frage in welchem der Straßencafés man sich niederlassen möchte.