Nur mal gucken

Augenzwinkern

Nur mal gucken wie et früher im Pott so war? Nur mal ein kurzer Museumsbesuch? Und nur mal keinen Eintritt zahlen? Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal. Trotzdem kein Problem. Wenn ihr bis zum 3. Mai 2015 in Oberhausen entlang der Slinky Springs to Fame Brücke am Rhein-Herne-Kanal oder im Kaisergarten seid, schaut doch mal in das „Kleine Schloß“ der Ludwiggalerie. Das kleine Schloß ist gegenüber dem Haupteingang und beherbergt den Shop der Ludwiggalerie. Rechts und links davon findet zur Zeit die Ausstellung „Augenzwinkern“ von Rudolf Holtappel statt. Ein paar Bilder zeigen das Ruhrgebiet der 60’er Jahre, andere zeigen Einblicke in die Theaterwelt und wieder andere Ortsschilder der Ruhrgebietsstädte. Der Eintritt ist frei und man braucht, je nach dem wie intensiv ihr die Bilder betrachtet, ca. 15-30 Minuten.

Och wat war dat gestern schön …

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Nä wat war dat gestern schönet Wetter. Habt’er dat gesehen, gefühlt, gerochen? Dat waren neben ein paar Wolken definitiv die ersten Frühlingssonnenstrahlen, ich bin mir da ganz sicher. Et hat mir regelrecht inne Nase gekribbelt (und fracht nicht wo sonst noch 🙂 ). Der Boden aufm Weg zur Halde Haniel war von der Sonne aufgeweicht, die Schuhe vom Spaziergang leicht gezeichnet, aber wat sollet. Auch aufe Halde hatten se den Frühling eingeläutet. Et war schließlich Valentinstag und „ihr“ Geschenk war wohl sich aufe Halde inne Dessous (oder Unterwäsche) fotografieren zu lassen. Mäntelken aus und der junge Fotograf machte dat beste draus. Ob dat nicht doch ’n bissken kalt war?

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Na egal, ich hatte ja die Totems zum fotografieren ;-). Wie getz, ihr meint dat wär nicht so adäquark dat selbe? Na wat sollte ich denn machen? Ich hab mich stattdessen anne Sonne ergötzt und bin annet Haldenmeer. Meer? Ja habter richtig gelesen, da schien dat Sönnsche so toll, dat man glatt gedacht hat, man währe annet Meer vonne Halde, war aber dann doch nur ne riiiiesen große Pfütze. Aber habter dat schon mal innen Reisekatalog gelesen? Machense doch ma wieder Urlaub anne riiiiesen große Pfütze 😉 . Sehter … deshalb also Meer ;-).

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Gut auf Halde Haniel hat sich seit den letzten Besuch jetzt nicht so direkt … eigentlich hat sich da nix getan, aber ich war diesma mitte neue Canon Kamera oben, also die letzte, nicht mehr ganz so neue und da muß ich mit üben und dafür wiederum waren die Totems da so richtig praktisch. Ich will ma so sagen, die stehen nämlich einfach so da rum, bewegen sich nicht vonne Stelle und man kann selbst umse drumherumlaufen. Wat da draus geworden ist guckter hier (oder beim Flickr und beim Google+). Wat dat Mädel da vom Anfang für ihren Freund geschenkt hat, kann ich euch leider nicht zeigen, aber wenn ihr (weibl.) euch … ich meine … ich wäre bereit, ich hätte Zeit ;-).

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Morgen mach‘ ich dann ma ein auf Karneval und guck umme Ecke, wenn hier der Umzug vorbeizieht, dann muß aber auch gut sein, denn ich habbet nicht so mitte Jecken. Ich platziere euch getz noch so’n Ohrwurm und bin weg. Machtet jut und bis die Tage 😀 .

Nä, wat wor dat dann fröher en superjeile Zick,
mit Träne in d´r Auge loor ich manchmol zurück.
Bin ich hück op d´r Roll nur noch half su doll,
doch hück Naach weiß ich nit wo dat enden soll.

Rückschau auf 2014

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Soll ich diesen Blogbeitrag genauso beginnen wie die „Rückschau 2013“? Nee wa, wäre ja langweilig, aber trotzdem neigt sich das Jahr wieder dem Ende zu (365 Tage und so 🙂 ). Bei dem usseligen Wetter blättere ich heute mal (virtuell) durch meine Fotos des abgelaufenen Jahres. Ihr meint das Jahr wäre noch garnicht rum? Öhm … ja Recht habt’er, aber die Lebkuchen gibt’s ja auch schon im August im Laden. Gefühlt würde ich sagen, ich war 2014 nicht so viel unterwegs, vielleicht aber waren die Touren auch nur nicht so weit von der Wahlheimat weg. 2014 hat eher im näheren Umfeld zu Krefeld stattgefunden … dachte ich, aber als ich durch die Fotos geguckt und nochmals durch die Blogbeiträge geblättert habe, mußte ich feststellen, daß dem gar nicht so war. Ausgenommen der September, aber erstmal der Reihe nach.

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– Im Januar war ich bereits auf Halde Norddeutschland (Neukirchen-Vluyn) sowie Halde Rheinpreussen (Moers) und habe einen Winterspaziergang entlang des Rhein-Herne-Kanals gemacht (dieses Mal ohne Eisschollen wie im Jahr zuvor).

– Im Februar war ich zum alljährlichen Parkleuchten im Grugapark und war das erste von mehrern Malen in Duisburg bei Tiger&Turtle, weil die Landmarke im Angerpark fast bei mir um die Ecke liegt (ca. 20 Min. mit dem Auto).

– Der März fand dann tatsächlich im näheren Umfeld statt, denn ich war auf der Halde Pattberg (Moers), in Duisburg im Rheinpark, an der Zeche (Kempen-)Tönisberg sowie das erste von unzähligen Malen im Botanischen Garten in Krefeld.

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– Der April startete mit dem ersten Oldtimertreffen und meinem Aprilscherz zur Haldenmaut ;-). Dann ging es nach Dortmund und rund um Dortmund herum (Zeche Zollern, Halde Schwerin u.a.). Die Zeche Hannover (Bochum) zog mich mit der Ausstellung „Jugendliche Subkulturen“ an, die Halde Haniel war fällig und das Eisenbahnmuseum in Bochum (diesmal nicht im Schneeregen wie 2013). Ach und im schönen Hamburg war ich 2014 auch für 3 Tage, leider bei eher mäßigem typisch norddeutschem Wetter, gefallen hat’s mir trotzdem.

– Der Mai war dann wieder im 50 km Umfeld, Gasometer (Oberhausen), Freilichtmuseum Grefrath, LaPaDu (Duisburg), Botanischer Garten, Burg Linn, Rheinorange (Ruhrmündung in den Rhein) … ach und stimmt ja im Schiffshebewerk Waltrop war ich ja auch. Seht ihr ich nehme alles zurück mit Nahbereich.

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– Der Juni ist in wenigen Worten erzählt … Landesgartenschau (Zülpich), Flachsmarkt (Krefeld), Römerfest (Xanten) Extraschicht (Essen). In Zülpich war’s richtig sonnig und warm, zur Extraschicht eher nicht.

– Der Juli stand im Zeichen der Vorfreude auf den Hauptstadtbesuch, einen goldenen Sommertag am Baldeneysee, und auf weitere Oldtimertreffen. Ansonsten ging es eher ruhig zu. Muß ja auch mal sein.

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– Ende Juli/Anfang August ging es dann für 3 Tage nach Berlin und ich hatte gleich zwei Blogbeiträge, in denen ich euch davon erzählt habe. Dann war ich in der Ausstellung „1914“ auf Zollverein (Essen), mal wieder auf bekannten Halden und im Zoo, habe den 100. Geburtstag des Rhein-Herne-Kanals gefeiert und meinen eigenen (halb so alt) an einem sonnigen Dienstag in der Gruga zugebracht. Der LaPaDu hatte „Melt“ ausgestellt, die Zeche Zollverein lud zum Gourmet Festival und rund um die A40 durfte man „Die Schönheit der großen Straße“ begutachten. Man beachte, das alles im August (hatte wohl mehr als 31 Tage 😉 ).

– Im September brauchte ich erstmal etwas Ruhe, habe lange ausgeschlafen und war nur zu wenig zu bewegen. Trotzdem war ich nochmal am Rhein-Herne-Kanal (bei Regen), habe euch HandyTicket, CarSharing und mein Leid mit dem DSL Anschluß nähergebracht.

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– Im Oktober gab’s einen Rückblick auf 5 Jahre Touren durchs Ruhrgebiet, einen Besuch auf Halde Hoheward und bei Tante Ju (auf dem Flugplatz Mülheim/Essen), einem weiteren Tag in der Gruga, meinem „App Tag“ in Düsseldorf, einer Auswahl an Herbstfotos und der Besuch alter Bekannter (Tiger&Turtle, LaPaDu, Baldeneysee (mit Kopfweh 😦 )) und dem erstmaligen Besuch des Krupp Parks in Essen.

– Jetzt haben wir November. Wir sind mit 20 Grad und weiteren Herbstbildern gestartet, wenden uns aber gefühlt bereits dem Weihnachtsfest zu. Wenn ich euch mit diesem Beitrag auf die eine oder andere Idee (für’s kommende oder den Rest dieses Jahres) gebracht habe, klickt rechts im Blog unter „Mein Blogarchiv“ auf den entsprechenden Monat, dort könnt ihr alle Beiträge noch einmal nachlesen.

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Ich wollte ja nicht schreiben, daß auch diese Jahr wieder verflogen scheint wie nichts, aber ich sehe gerade, daß meine Grubenfahrt auf Zeche Auguste Victoria auch schon wieder gut 11 Monate her ist. Mensch das war doch erst vorgestern. Hallo Leben, kannst du mal kurz anhalten und mich hier absetzen? Danke! Ich versuche unterdessen aus den Bildern, die ihr oben seht, 24 Bilder für zwei neue Kalender auszusuchen. Ich fürchte, das wird schwer :-o. Unterdessen könnt ihr alle 2014’er Bilder als Flickr Bildershow genießen (wenn ihr wollt). Holt euch vorab ein Heißgetränk, es könnte etwas länger dauern :-).

Ruhr2014 / Laga2014 / Hamburg / Berlin / Düsseldorf / Xanten Römerfest / Krefeld

100 Jahre Rhein-Herne-Kanal

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Acht Jahre, vom 05. April 1906 bis 17. Juli 1914, haben sie gegraben bis er fertig war. Am letzten Wochenende wurde sein 100jähriges gefeiert. Eigentlich das ganze Jahr, aber an diesem Wochenende, war er frei von Schiffen, zumindest von den Großen. Wovon ich rede? Ach so, vom Rhein-Herne-Kanal. Er verbindet den Rhein mit dem Dortmund-Ems-Kanal (ich schrieb davon, als ich dieser Tage vom Schleusenbesuch berichtete). Gut ein Schifffahrtskanal sagen die einen, die Riviera des Ruhrgebiets sagen die anderen (oder wie der WDR vor kurzem titelte „Riviera im Pott„).

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Es ist schon verrückt, denn ich habe als Kind nur rund 3 km vom Kanal entfernt gewohnt, aber trotzdem kann ich mich nicht erinnern jemals dort gewesen zu sein. Die Riviera lag damals mitten in einem Industriegebiet, da wo heute das Einkaufszentrum „Centro“ zum Flanieren einlädt, verliefen damals dicke Rohre und säumten Kühltürme die Straße. Keine einladende Gegend für einen 12-15 jährigen, der seine Wege mit dem Fahrrad absolvierte. Im grünen Hexbachtal haben wir uns herumgetrieben (ich wüßte heute gar nicht mehr wie man da hinkommt), aber in Industrievierteln, auf die Idee wäre ich damals wohl nicht gekommen. Natürlich waren damals keine Rad- und Wanderwege entlang des Kanals, es war eben ein Schifffahrtskanal und kein Ausflugsziel (im eigentlichen Sinn). Aber ich schweife ab, ich wollte euch ja vom vergangenen Wochenende erzählen, denn der Rhein-Herne-Kanal feierte ja sein 100jähriges Bestehen.

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Das Wetter war nicht gerade zum Feiern, denn knapp 20 Grad und bewölkter Himmel ließen wenig Platz für ein Badevergnügen. Trotzdem gab es Tohuwabohu und zwar musikalisch an der Schleuse Gelsenkirchen mit der Tohuwabohu Marching Band. Aber der Reihe nach. Meine erste Station war in Oberhausen. Ich dachte ich schaue mich mal unterhalb des Gasometers um, vielleicht entdecke ich ja ein paar Ruderboote oder ein paar Schwimmer. Aber es war nix los, auch wenn die WAZ berichtet es wären rund 20.000 Menschen am Samstag auf den Beinen gewesen, hier war nix los, aber sowas von nix. Auf der Slinky springs to fame Brücke schlummerten die Liebesschlösser in leichtem Nebel, unten ruderte mal ein einsames Boot vorbei. Am Rand des Kanals lagen noch die letzten Tropfen auf den Pflanzen.

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Also bin ich weiter nach Gelsenkirchen, am Nordsternpark waren zumindest schon ein paar Buden und Infostände aufgebaut, die Feuerwehr hatte ihren Platz bezogen und ein einsamer Musikant spielte auf der wenig besuchten Bühne. Die Graffitiwand wurde gerade einem neuen Anstrich unterzogen und am Wasser gab’s eine handvoll Wagemutiger die sich beim Stand up Paddling versuchten oder im Inneren eines Wasserballs strampelten. Ja, hier war mehr los als in Oberhausen, aber der große Ansturm ließ bei einsetzendem Nieselregen auch hier zu wünschen übrig. Eigentlich schade für die Organisatoren, die sich Mühe gegeben hatten, aber für ein Strandpicknick war nun wahrlich nicht das Wetter.

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Also bin ich noch ein paar Meter weiter an die Schleuse nach Gelsenkirchen. Wenige Meter neben der Stelle, wo im letzten Jahr die Kanalbesichtigung des neuen Emscherkanals stattfand, war am Samstag Tag der offenen Türe an der Schleuse. Die Feuerwehr zeigte auch hier ihr Können, ein Binnenschiff konnte besichtigt werden und eine Schleusenkammer war trockengelegt, so daß man ihr bis auf den Grund schauen konnte. Vor der Schleuse zeigte ein Taucher sein Können, bei der Bergung eines Ferraris 🙂 aus dem Rhein-Herne-Kanal. Mittlerweile hatte der Regen wieder aufgehört, aber der Wind der übers Wasser blies, fühlte sich irgendwie herbstlich an. Ich denke der Kanal hätte mehr verdient gehabt, aber an diesem Wochenende sah das Wetter irgendwie nicht nach Geburtstag aus.

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Trotzdem habe ich ein paar Fotos gemacht, die ihr wie immer bei Flickr oder Google+ zu sehen bekommt. Zum Tagesabschluß ging es dann noch auf das besagte Binnenschiff namens „Willi“, daß schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Gebaut wurde es 1909, außer Dienst gestellt 1983, seitdem war es als Museumsschiff in verschiedenen Händen und seit 2004 nun in Besitz des „Vereins historische Binnenschifffahrt„. Der nächste große Termin im Ruhrgebiet ist übrigens der Day of Song am 27. September 2014 nicht nur, aber bestimmt auch irgendwo an der Riviera des Ruhrgebiets.

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Von Plateaus, Brötchen und Ruhrpottzielen

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Manchmal fallen mir einleitende Worte für einen neuen Blogbeitrag ein, während ich gerade inner Küche stehe oder unter der Dusche oder während ich im Auto sitze und wenn ich dann wieder am Rechner bin, sind se mir wieder entfallen oder mir gefällt die Formulierung plötzlich doch nicht mehr. Eigentlich wollte ich euch in den letzten Wochen immer mal wieder von dem einen oder anderen Ausflug berichten, aber die Ziele waren alle schon mal Thema im Blog und dem Blog mangelte es auch nicht an anderen Themen. Also wollte ich euch nicht langweilen, schließlich erzähle ich ja auch nicht jeden Tag was ich beim Bäcker kaufe. Heute waren es übrigens zwei Brötchen …, gestern auch, allerdings war eins davon so’n Sonnenblumenkernbrötchen (die kaufe ich seltener, weil der Name so lang ist 😉 ) … und vorgestern … aber wer will das schon wissen 🙂 ?

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Es war also wieder mal Samstagvormittag. Ich liebe Samstagvormittage, Brötchen zum Frühstück, eine Zeitung, so richtig die aus Papier, die man umblättern kann und in der immer eine Kinderseite mit einem Käpt’n Blaubär Comic steckt 😉 . Aber ich schweife ab. Der Samstag ist einerseits der Tag an dem ich ausschlafen kann, andererseits würde ich den Tag auch gerne früh beginnen. Wenn man allerdings bis Nachts um 1.00 am Rechner sitzt um z.B. diesen Blogbeitrag zu schreiben beißt sich das zeitlich irgendwie. Warum ich Nachts am Rechner sitze? Vielleicht weil ich ein Nachtmensch bin. Dafür weckt mich nichts und niemand auf, wenn ich dann mal schlafe. Nun schien aber wieder die Sonne, womit wir beim nächsten Dilemma wären, denn wenn die Sonne lacht, muß ich raus. Raus auf den Balkon? Eine Möglichkeit, für den Blog aber eher mäßig interessant.

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So war ich letzte Woche also mal wieder in Oberhausen, habe einen Abstecher zur Zeche Sterkrade gemacht, an der ich noch nie war und habe mich (nochmal) im Gleispark Frintrop (Nähe Haus Ripshorst) umgesehen. Kinners ich sachet euch, da findet ihr Aussichtsplateaus, da weiß auch nur der Erbauer, was man da sehen soll. Bei ein Plateau gibbet nix zu sehen außer Wiese, das zweite geht immerhin zwischen die Bäume innen Wald um ausnahmsweise da mal nix zu sehen und dat dritte, dat ist richtig interessant, denn unten isset bunt bemalt und man kann vor ein paar Bäume gucken. Zwischendrin gibbet dann noch mal hier und da ne Mauer im Wald, auf die du noch nichtmal’n Bier oder so abstellen kannst und in den Wald drin, da liegen jede Menge nummerierte Birkenstämme, also kleine Stücke davon. Ich nehme mal an, dat se hier noch am Bauen dabei sind, so eine Art Birke von Ikea. Also der Gleispark ist schon Klasse. Gleise? Ja die gibbet auch, aber da rauschen einem die Güter- und Regionalzüge über die Füße, da sollteste mal schnell von weg bleiben.

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Und wo war ich sonst noch so? Zum x-ten Mal zur Achterbahn „Tiger & Turtle“, zum wiederholten Besuch im Rheinpark und den Aussichtsturm am Wolfssee habe ich auch erstürmt. Kennt ihr aber alles schon, oder? Also werde ich eine Auswahl Bilder in die Alben von „Ruhr2014“ hochladen und zeige euch hier nur ein paar Collagen. Was ich euch aber auf jeden Fall ans Herz legen darf sind die Tierbilder aus dem Duisburger Zoo oder die Blütenbilder aus dem Essener Grugapark. Über die Ausstellung „1914 Mitten in Europa“, welche ich am letzten Sonntag in der Mischanlage der Kokerei Zollverein besucht habe, gibt es einen eigenen Beitrag, wenn ich die Bilder gesichtet habe.

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Und jetz viel Vergnügen beim Stöbern im „Ruhr2014“ Album bei Google+ bzw. Flickr. Die Tierbilder finden sich im Album „Duisburg“ bei Google+ bzw. Flickr.

Jetzt ihr, wo sieht man sich eventuell?

Gasometer

Das Ruhrgebiet bei Nacht oder Batman im Ruhrpott oder den Rhein-Herne-Kanal mal ganz anders erleben. Wäre das nicht Gelegenheit, mal andere Blogger zu treffen, von denen man hier immer nur liest? Ich habe mir mal drei Termine (neben vielen anderen, die es hier zu sehen gibt) angekreuzt, an denen man das arrangieren könnte.

Am 09.08 startet das TheaterPicknick im Emscher Landschaftspark genauer im Landschaftspark Duisburg Nord. Mit der Episode „Batman hält die Welt in Atem“ präsentiert das „Rottstr. 5 Theater!“ zwischen den Picknickdecken intensives Schauspiel und Live-Geräusche.

Am 16.08. feiert das Gasometer Geburtstag und öffnet bis 22.00 Uhr mit einer HappyHour und einer Dach Bar. Gelegenheit das Ruhrgebiet mal im Dunkeln von oben zu erleben. Hier sollte man nicht allzuviele „Freunde“ einladen, denn das Dach fast nur eine begrenzte Anzahl Personen (180). Außerdem kostet der Gasometer Eintritt, es sei denn ihr habt noch alte Eintrittskarten (siehe Foto). Pssst …. Geheimtipp .

Last but not least schließt am 30.08 der Rhein-Herne-Kanal für einen Tag alle Schleusen etc. für den Schiffsverkehr und zum 100-jähriges Jubiläum findet im Nordsternpark an diesem Tag ein StrandPicknick im Emscher Landschaftspark statt.

Selbstverständlich braucht man für alle drei Termine gutes Wetter, so mußte im letzten Jahr z.B. der Picknicktermin auf Grund eines angesagten Gewitters/Unwetters ersatzlos gestrichen werden. Aber vielleicht wird es ja dieses Jahr etwas.

So und jetzt ihr, wo sieht man sich eventuell?

Der schöne Schein

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Wie fange ich denn diesen Blogbeitrag jetzt an? Schreibe ich was über großformatige Meisterwerke oder über die “320°” Lichtproduktion oder erkläre ich euch was der Gasometer ist? Also ich glaube den Gasometer kennt ihr (sonst klickt ihr hier). Fangen wir also mit den Meisterwerken an. Bilder für die man sonst nach Berlin (Nationalgallerie) nach New York (MoMa) oder in den Pariser Louvre reisen müßte, Bilder aus London oder Florenz sind allesamt vereint in einer Ausstellung, die sich im Gasometer auf zwei Ebenen befindet. Nicht die Originale versteht sich, sondern vergrößerte Reproduktuionen sind Teil der Ausstellung „Der schöne Schein„.

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Wenn ich ehrlichbin, mit Bildern habe ich es nicht so. Nur die wenigsten davon würde ich mir ins Wohnzimmer hängen, aber wenn ihr „Nofretete“, die „Venus von Milo“, die Frau mit den zwei Vornamen („Mona Lisa“), Caspar David Friedrichs „Mondaufgang am Meer“ oder van Goghs „Sternennacht“ sehen wollt, dann seid ihr hier richtig. Zum Glück sind es „Meisterwerke“ der Kunstgeschichte, oder was wäre sonst der Grund freizügige Jünglinge, Frauen oben ohne oder die Geburt der Venus zu zeigen 😉 ? Außerdem Gipsabgüsse von Frauen mit appe Arme, von Männern mit appem Geschlechtsteil oder Personen mit apper Haut :-D. Wenn ihr also Kunst sehen wollt, die (Achtung Wortspiel) unter die Haut geht und für die ihr sonst um die halbe Welt reisen müßtet, kommt in diese Ausstellung.

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Gut gefallen, hat mir die Idee ein Fresco kopfüber an die Decke zu hängen und selbiges unter zu Hilfenahme eines riesigen Bodenspiegels zu betrachten. Doch Höhepunkt der Ausstellung ist die Installation “320° Licht” der Bremer Künstlergruppe URBANSCREEN. Nehmt euch eines der Sitzsack Kissen und macht es euch auf der Treppe oder auf dem Boden der zweiten Ebene bequem. Die Augen müsse sich zunächst an die Dunkelheit des Raums gewöhnen, bevor man die Installation genießen kann. Die rd. 100 Meter zwischen der ehemaligen Gasruckscheibe und dem Dach verschwimmen mit der Installation zu einem einzigartigen Gesamtbild.

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Leider ist die Illumination für Fotos etwas lichtschwach (zumindest ohne professionelles Equipment), aber ich habe trotzdem einige Versuche unternommen und das Ergebnis seht ihr in diesem Blog und bei Google+ oder Flickr. Wohlgemerkt das menschliche Auge hat eindeutig Vorteile gegenüber der Kamera. Die Ausstellung läuft noch bis 30.12.2014. Ach ja, nicht vergessen nach der Ausstellung auf’s Dach zu fahren und das Ruhrgebiet aus 117 Metern Höhe zu betrachten. Es gibt kaum einen besseren Aussichtspunkt dafür.

P.S.: Urbanscreen.com zeigt, wie das mit der Aufnahme funktioniert, wenn man die richtige Kamera besitzt.

Haldenwetter

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Was meint ihr, können Ruhrgebietshalden das Wetter beeinflußen? Man spricht ja schon mal von einer Wetterscheide, aber von einer Wetterhalde habe ich noch nie gehört. Aber ihr kennt das, kaum geht man vor die Türe ziehen Wolken auf und vermiesen einem den Tag. Ich glaube daran, daß sich das Wetter immer dann, wenn ich eine ganz bestimmte Halde besteige, urplötzlich ändert.

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Im Jahr 2012 war ich dort und wo war die dickste Wolke? Ganau 🙂 . 2013 hatte ich die aberwitzige Idee, mitten in der Woche einen Sonnenuntergang zu fotografieren und kurz bevor die Sonne ihrem Tiefststand erreicht zogen was auf? Genau. Einige Zeit später in 2013 gab es diese Ballonaktion (ihr erinnert euch). Kaum hatten wir uns auf den Weg gemacht, zogen Wolken auf und es began es zu regnen. Ich war nicht mehr so naß seit ich drei war 😉 .

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Vorletzte Woche sollte es laut Wetterbericht, nach einem himmelblauen Samstag, einen ähnlich sonnigen Sonntag geben, ratet, wann die Wolken aufzogen. Das kann doch kein Zufall mehr sein. Welche Halde ich meine? Die Halde Haniel in Oberhausen/Stadtgrenze zu Bottrop (oder umgekehrt). Nun habe ich dem Wetter den Mittelfinger rausgestreckt, mich einfach an der höchsten Stelle zwischen die Totems gesetzt, ein kleines Picknick eingelegt und abgeschaltet. Könnte ich übrigens stundenlang machen, da sitzen und gucken meine ich. Solltet ihr mal bedeckten Himmel benötigen meldet euch bei mir, ich bringe die Wolken mit (vorausgesetzt, ihr wohnt nahe der genannten Halde 🙂 ). Anderswo funktioniert das noch nicht zuverlässig, aber ich arbeite daran 😉 .

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Und weil nur gucken auch wieder langweilig ist habe ich noch ein paar Bilder mitgebracht, für alle, die noch nie dort oben waren, klickt auf Google+ oder Flickr.

Ruhrpott ist …

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… wenn einem mitten auf einer Brücke ein Unbekannter einen „guten Tach“ wünscht. Gut nicht irgendeine Brücke, es war die „Slinky Springs to Fame“ Brücke über den Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen, trotzdem etwas, das man nicht überall erlebt. Aber der Reihe nach, das neue Jahr hatte gerade begonnen als ich feststellen durfte, daß ich noch einen Tag (Rest-)Urlaub aus 2013 übrig habe. Der wo mein Geld zahlt möchte, daß man Resturlaub spätestens im Januar genommen haben muß und so hatte ich, nach Studieren des Weterberichts, mitten in der Woche einen freien (Sonnen-)Tag. An 4 Tage Wochen mit eingeschlossener Pause kann man sich gewöhnen (wenn nicht am nächsten Tag die dopplete Arbeit warten würde) 😉 .

Krefeld

Also habe ich die Gelegenheit genutzt, auch mal im Winter den botanischen Garten in Krefeld zu besuchen, denn die Öffnungszeiten sind in den Wintermonaten arbeitnehmer(un)freundlich nur von 9.00 – 15.00 Uhr. Und sogar das Gewächshaus hat werktags nur von 9.00 – 12.00 Uhr geöffnet. Als sich die Sonne pünktlich nach dem Frühstück verabschiedet, das richtige Ziel für ein paar Winterpflanzenbilder. Und während ich so’n bisschen vor mich hinknipse, die Kakteen im Gewächshaus bestaune und leise Flüche auf Grund der Wolken ausstoße, kommt auch der blaue Himmel wieder zum Vorschein.

Oberhausen

Der Verkehrshinweis verkündet an diesem Mittwoch Staus auf allen großen (und kleinen) Autobahnen im Ruhrgebiet (Normalzustand also). A40 rund um Duisburg, vor Essen, hinter Bochum oder umgekehrt, A42 kurz vor Oberhausen nur die A59 war überschaubar leer. Also hasenmäßig im Zickzack bis nach Oberhausen, denn ich wollte ins RUHR.VISITORCENTER am CentrO und wo ich einmal dort war, bot sich ein kleiner Spaziergang am Rhein-Herne-Kanal an. Dieses Mal habe ich auch endlich an die Butterkekse gedacht, die schon seit einiger Zeit in der Küche schlummern. Die guten Vollkornbutterkekse 😉 .

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Nach ein paar Fotos an der Brücke, die an diesem Mittag relativ leer ist, kommt ein Schwanenpaar auf mich zugeschwommen. Also die Kekse ausgepackt und zum Schwanenpicknick niedergelassen. Eine(r) der beiden war sogar mutig genug, die Kekshälften aus der Hand zu nehmen. Nun ist es etwas schwierig, gleichzeitig zu füttern, sich nicht in die Finger picken zu lassen und dazu noch ein paar Fotos zu schießen, aber ich hatte ja Zeit (ein seltenes Gut in letzter Zeit). Wie schon gesagt, so ein Tag Auszeit mitten in der Woche, daran könnte man sich gewöhnen 😉 .

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Ein paar mehr Bilder gibt’s bei Flickr oder Google+

Hair! Das Haar in der Kunst

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Haare, lang oder kurz, offen oder als Zopf, gefärbt oder Natur? Alles eine Frage der Mode. Und weil Mode und Kunst nahe beieinander liegt, liegt auch nichts näher, als eine Ausstellung zu dem Thema Haare zu machen. „Hair! Das Haar in der Kunst“ lautet daher der Titel der aktuellen Ausstellung in der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen. Eine Ausstellung über Haare? Was wird denn da wohl gezeigt? Zopfflechtkünste oder das schüttere Haupthaar von Telly Savalas ;-)? Na ja so ähnlich. Eine ganze Reihe von Bildern, mal fotografiert, dann wieder gemalt, mal mit Bleistift und mal im Siebdruck. Immer haben sie irgendwas mit Frisur oder Haar zu tun.

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Nun ist das mit Bildern bei mir ja so’ne Sache. Ein schöner Akt und eine tolle Landschaft können mich begeistern, aber eine künstlerische Zeichnung sieht für mich machmal so aus wie eben ’ne Zeichnung aussieht. Was will uns der Künstler damit sagen, hat es eine Bedeutung, daß da das vorne rechts …. egal wer will das schon wissen? Wenn ich mal eines der wenigen längeren Telefongespräche führe, kritzel ich auch schon mal musteriges auf’s Blatt. Ist das dann auch schon Kunst ;-)?

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Wie dem auch sei, ich laufe an einigen Zeichnungen achtlos vorbei (tut mir ja auch ehrlich leid *hüstel), während mich Installationen, Firguren, Dinge halt die ich (be-)greifen kann öhm … könnte, was im Museum natürlich strengstens untersagt ist, wesentlich mehr interessieren. So gibt es z.B. eine frei im Raum schwebende Papierkunstdarstellung eines Friseursalons aus Büttenpapier oder ein Nagelbild, welches die Schrift statt mit einem Faden mit Pferdehaar hervorzaubert.

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Dann sind da diese stark behaarten Körperteile, die es einem ermöglichen einen weiblichen Körper nur unter Zuhilfenahme der Haare zu formen, das Klo, das komplett mit Haaren bedeckt ist (ich möchte gleich das Kehrblech auspacken), der Oberkörper von einem gewissen (Han) Solo 🙂 und last but not least das Highlight die Frau ohne Gesicht. Sie sitzt in einem Sessel, hat den Arm auf’s Bein gestützt und dreht den Kopf weg vom Betrachter … immer, auch wenn man ihren Sessel umrundet. Das finde ich originell. Ich habe Hair! mit der RuhrTopCard besucht, so daß mich der Ausflug nichts weiter gekostet hat, ob die Ausstellung was für euch ist müßt ihr selber wissen. Ich war in ca. 1 Stunde durch.

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Jetzt ein ganz hater Schnitt (ha ha kleines Frisuren Wortspiel ;-)), denn wenn ihr schon mal in der Ecke seid, in Duisburg liegt (noch nicht öffentlich begehbar) seit kurzem das U-Boot aus der Ruhr2010 Aktion „RuhrAtoll“. Vom Baldeneysee ist es in den Duisburger Innenhafen umgezogen und soll in absehbarer Zeit besichtigt werden können. Es ist wohlgemerkt ein Kunstwerk, kein echtes U-Boot, aber vielleicht schneidet ihr euch die Info einfach hier aus und legt sie euch schon mal auf Halde (muahaha noch’n Wortspiel) :-D.

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