Wolkenformationen

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Seid ehrlich, ihr habt als Kind im Sommer auch auf der Wiese gelegen, die Wolken beobachtet und euch vorgestellt, ob die dicke Wolke da links nicht vielleicht ein Hund sein kann. Oder die große da rechts, die sieht doch aus wie Fuchur der Drache aus der unendlichen Geschichte :-). Stunden konnte man so zubringen, weil einen der Ernst des Lebens noch nicht erfaßt hatte. Und heute? Auch heute könnte ich manchmal einfach nur so dasitzen und den Wolken bei Vorbeiziehen zusehen. Manchmal denke ich darüber nach, ob uns evt. die Fantasie abhanden gekommen ist. Weiterlesen →

Halde Haniel – 1000 Gedanken im Kopf

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Der Blick ging noch einmal hinter auf den Förderturm der Zeche Prosper Haniel. Kaum zu glauben, irgendwo da unten sind die letzten Bergleute dabei Steinkohle zu fördern. 1960 waren es 146 Zechen, jetzt ist diese Zeche die letzte, welche noch bis 2018 Steinkohle im Ruhrgebiet fördert. Kein Steinwurf entfernt stehe ich am letzten Samstag mal wieder auf der Halde Haniel. Immer wenn ich hoch über dem Ruhrgebiet stehe, gehen mir 1000 Gedanken durch den Kopf. Geht es euch eigentlich auch so, daß ihr da, oder anderswo auf einer Halde, über so viele Dinge nachdenkt? Man lebt in den Tag, in die Woche, hat seine Termine und Verpflichtungen, geht meist früh aus dem Haus und kommt später wieder heim (oder umgekehrt je nach Job) und ehe man sich versehen hat, ist schon wieder ein Jahr rum. Weiterlesen →

Vom Tetraeder zum Parkleuchten 2016

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Manchmal nehmen Tage eine Wendung, wie man sie am Morgen absolut nicht erwartet hat. Der letzte Samstag war so ein Tag. Nach einer regennassen Woche wollte ich mal wieder an die frische Luft und der Samstag sollte wie gemacht sein dafür. Was sich nach einem tollen Tag anfühlte endete in einer kleinen Katastrophe. Aber von Anfang. Zuerst führte mich mein Weg mal wieder auf eine Halde. Obwohl erst Anfang Februar, roch es ein bisschen nach Frühling. Zeit also sich mal wieder zu bewegen, denn wenn ich meine Sportlichkeit mit einer Zahl zwischen 1 und 10 beziffern müßte, läge sie wohl bei minus 5. Weiterlesen →

Halde Norddeutschland

Haben sich eure Weihnachtswünsche erfüllt? Kann ich noch irgendwo helfen 😉 ? Heute war der Tag, an dem alle frische Luft nach dem Fest brauchten. Zumindest habe ich es an der mir am nächsten gelegenen Halde in Neukirchen Vluyn, die mit den 359 Stufen :-), selten so voll erlebt. Und weil die Sonne sich spontan versteckte, kaum daß ich dort war, wurde es auch nur eine Stunde frische Luft. Einmal durchpusten lassen, bevor es morgen nochmal ins Büro geht (ja ihr dürft mich bemitleiden, aber nur ein bisschen 😉 ).

Halde Norddeutschland

Winterzeit – Tiger & Turtle

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Nun haben wir also wieder Winterzeit, es wird wieder früher dunkel und das nicht nur weil wir die Uhr zurück gestellt haben. Zeit mal wieder den Allerwertesten hoch zu bekommen und Fotos im Dunkeln zu machen (z.B. im Landschaftspark Duisburg, bei Tiger&Turtle oder an der Slinky Springs to Fame Brücke in Oberhausen). Ich hatte mir das bereits zu Jahresbeginn vorgenommen, war dann aber häufig doch zu faul, denn üblicherweise bricht man für solche Aufnahmen ja erst auf, wenn’s langsam dämmert und der Tag sich schon wieder dem Ende zuneigt.

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Der letzte Sonntag war warm wie lange nicht im November, aber nicht sonnig genug, um den Tag auf einer Halde zu verbringen, wie ich es erst geplant hatte. Also habe ich mich mit Wäsche bügeln, Wohnung saugen und ähnlich spannenden Dingen beschäftigt ;-). Schließlich habe ich noch mit der Familie telefoniert und am Jahresrückblick im Blog gebastelt, als überraschend die Sonne wieder hinter den Wolken hervorlugte. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet. Die Uhr zeigte 16.15 Uhr und Siri sagte Sonnenuntergang heute um 16.56 Uhr.

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Rechner aus, Schuhe an und los. Ab ins Auto, zu Tiger & Turtle sind’s von meiner Haustüre rund 20 Minuten, das müßte passen. Als ich vor einer kleinen Ewigkeit (Ende 2011) mal im Dunkeln dort war, war’s nur ein Abstecher, aber jetzt, die Halde bei Sonnenuntergang, das wäre was. Die Fototasche war bereits gepackt, denn ich wollte ja über Tag … na egal. Rein in die Berzeliusstraße, Auto abgestellt und rauf auf die Halde im Duisburger Angerpark. Und ich war nicht alleine, ganz im Gegenteil, es herrschte noch reger Betrieb.

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Ich flitze also wie ein kleiner schlanker Wiesel … was gibt’s denn da zu lachen? Wie ein großer … lassen wir das, ohne große Umschweife stürze ich die erstbeste Treppe von Tiger & Turtle hoch, gerade noch rechtzeitig, den die Sonne verschwand gerade am Horizont. Die besten Bilder gab’s wie ich später merkte, als die Sonne schon nicht mehr zu sehen war, denn der Himmel färbte sich wunderschön rötlich. Rund 170 Fotos in gut 1 1/2 Stunden heißt knapp 2 Fotos pro Minute, allerdings auch gut 40% Ausschuß. Fotoprofis holen da sicherlich mehr raus.

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Mittlerweile war es dunkel, noch ein paar Fotos von der hell erleuchteten Achterbahn und dann hieß es sich auf den Rückweg zu machen. Apropo, seit ich mich einmal auf dem Rückweg von der Halde Rheinpreußen in Moers im stockdunklen wiederfand, habe ich immer eine kleine Taschenlampe dabei, hier war sie allerdings nicht zwingend notwendig. Noch ein paar mehr Fotos gibt’s bei Flickr oder Google Photos.

Spätsommer oder Frühherbst

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Spätsommer oder Frühherbst, wie man es auch nennen möchte, das letzte Wochenende zeigte sich nochmal von der schönen Seite. Klar irgendwann werden die kühlen Herbsttage wohl kommen, aber bis dahin konnten wir die Sonne nochmal genießen. Habe ich auch gemacht, denn ich war am Samstag im Grugapark in Essen und am Sonntag zur Zeche Ewald in Herten. Manches mal wünschte ich, ich könnte statt im Büro zu sitzen den ganzen Tag durchs Grüne laufen und die Natur genießen. Aber der Job ist notwendiges Übel, denn mein Arbeitgeber zahlt mir schließlich das Geld fürs Leben und nebenbei ist das Büro geheizt und trocken ;-).

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Erstaunlicherweise waren einige Bäume noch grüner als ich vermutet hatte, aber ein Spaziergang durch den Grugapark kann man ja fast zu jeder Jahreszeit machen. Da sich das andere wohl auch dachten, war es auch eine gute Idee, zeitig anzureisen, denn gegen 10.30 Uhr waren noch genügend Parkplätze frei. Als ich gegen 15.30 Uhr wieder weg fuhr, war hingegen alles pickepacke voll. Den Parkplatz an den Mustergärten kann ich übrigens empfehlen, kostenfrei und nur zwei Minuten vom Gruga Eingang entfernt.

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Warum ich schon so früh vor Ort war? Weil um 11.00 Uhr wieder einmal die Greifvolgelflugschau aus Hellenthal auf der Tummelwiese zu Gast war. Diese findet 3 x im Jahr dort statt und wenn ihr mal die Gelegenheit habt, schaut doch mal vorbei. Wer über 1,75 m ist, muß allerdings ab und zu den Kopf einziehen, denn Seeadler, Habicht & Co. ziehen einem sonst einen Scheitel ;-). Es ist ganz schön schwierig bei so einer Flugschau gescheite Bilder hin zu bekommen, sofern man nicht mit Profi-Equipment anreist.

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Was Profi-Equipment ist? Das was der „Kollege“ neben mir hatte. Ein Superzoom von der Größe einer Werkzeugtasche und eine Spiegelreflexkamera mit geschätzt 20 Bilderen pro Sekunde. Wenn er auf den Auslöser drückte, ratterte er mit seiner Kamera, als stände ein alter Super8 Projektor neben mir :-). Na egal, zwei gute Schnappschüsse sind mir ja auch gelungen (1/2). Das muß reichen. Wesentlich ruhiger geben sich da die Dahlien, denen ich mich später gewidmet habe. Die Natur kann so schöne Farben fabrizieren und bis in den Oktober gibt’s die noch zu sehen.

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Der Wecker klingelt. Wer hat mich geritten am Sonntag um 8.00 Uhr aufzustehen? Ach richtig ich selbst. Von Krefeld bis nach Herten sind es ca. 60 km, die aber auf ziemlich leerer Autobahn ruck zuck bewältigt wurden. Ziel war, das hier bereits einmal erwähnte Oldtimertreffen auf Zeche Ewald. Da Bauarbeiten auf dem Gelände der Kokerei Zollverein dort 2015 kein Treffen zuließen, war es das erste und gleichzeitig auch das letzte Treffen in diesem Jahr am neuen Standort. Und weil das Wetter ausgesprochen schön war und sich kein Regen ankündigte, kamen die Oldtimer scharenweise. Ich weiß ja, daß auch auf Zollverein die Anzahl der Fahrzeuge schwankend war, aber das was an diesem Sonntag auf das Gelände der Zeche Ewald fuhr ließ selbst die Organisatoren vor Schreck erstarren.

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Nachdem der erste Parkplatz unter dem Förderturm im nullkommanix voll war und auch der zweite Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite sich binnen Minuten füllte, mußte sogar noch ein Schotterplatz geöffnet werden, der sich dann ebenfalls zu 80% füllte. Zwischen meiner Ankunft gegen 10.45 Uhr und ca. 12.00 Uhr rollten die Autos Stoßstange an Stoßstange auf das Gelände. Wenn ich mir mal die Kennzeichen der Fahrzeuge betrachtete, waren neben einer ganzen Reihe von Ruhrgebietskennzeichen (von Moers bis Dortmund) sogar Kennzeichen aus dem Kölner Raum, aus der Eifel (Bitburg) und sogar aus dem Sauerland vertreten. Dazu der Alpha Club und der Mini Club (z.T. auch mit weitgereisten Mitgliedern).

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Die Auswahl an Fahrzeugen war schon fast zu viel, so daß ich nach rd. 2 Stunden einen Schnitt gemacht habe und die Gelegenheit genutzt habe noch einen Abstecher auf die Halde Hoheward zu machen (hätte ich auf jeden Fall gemacht, wenn ich schon mal da bin 😉 ). Weil es nahe liegt, bin ich wieder von der Zeche Ewald aus aufgestiegen und dieses Mal war der Weg auch gefühlt schon gar nicht mehr so weit, wie beim ersten Mal. Übrigens gibt es nun auch am zuletzt aufgeschütteten Teil der Halde Aussichtspalteaus mit Blickrichtung auf die Zeche Ewald. Die Wege wurden gepflastert und für die Mountainbiker wurden, etwas abseits davon, entsprechende Wege mit passender Beschilderung angelegt. Hach schwärm, Halde Hoheward ist doch immer wieder schön.

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Wieder unten angekommen, hatte sich der Parkplatz merklich geleert. Jetzt wartet alles auf neue Termine im Jahr 2016. Zum Oldtimertreff-Ruhr geht’s hier entlang. Wenn ihr mehr Bilder aus der Gruga, vom Oldtimertreffen oder vom Abstecher auf die Halde Hoheward sehen möchtet, schaut doch mal bei Flickr oder GooglePhotos vorbei. Da haben sich mittlerweile auch schon eine ganze Reihe weiterer Fotos aus 2015 angesammelt.

Sommerrodeln in Bottrop

Wenn ihr mir per Instagram, Facebook oder Google+ folgt, erinnert ihr euch vielleicht noch an dieses Bild von Anfang Juni dieses Jahres.

Ich hatte bei der Aktion „Kulturkanal Foto Caching“ (zum Blogbeitrag geht’s hier) u.a. eine Rodelpartie auf der ersten und m.W. einzigen Sommerrodelbahn im Ruhrgebiet gewonnen. Die Rodelbahn befindet sich, angegliedert an das Alpincenter, auf der Halde Prosperstraße in Bottrop. Während der Sommerferien habe ich die gewonnenen 5 Durchgänge weggerodelt :-D. Auch wenn es ruck zuck geht, macht jeder Durchgang enorm viel Spaß. Die schienengeführte Bahn sorgt bei einer Gesamtlänge von 1.000 Metern mit einem kleinen Tunnel, Kurven und einem 360° Panoramakreisel für genügend Adrenalin.

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Zu den fünf gewonnenen Durchgängen kam noch ein weiterer (kostenfreier) Durchgang per RuhrTopCard und drei bezahlte Durchgänge (3,50 €/p.P). Da wir zu dritt unterwegs waren, macht das drei Durchgänge pro Person :-). Die Warteschlangen waren an diesem Samstag Vormittag nur kurz und so dauerte die ganze Sause keine Stunde, machte aber Spaß für drei. Die Bahn startet oben auf der Halde Prosperstraße, aber ihr könnt mit dem Auto bis oben auf die Halde hinauffahren. Dort befindet sich ein großer Parkplatz, der nebenbei auch noch einen tollen Ausblick über das Ruhrgebiet gewährt.

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Der Blick geht, je nach Wetterlage, vom Tetraeder (gleich gegenüber) bis zur Halde Hoheward in Herten. Zum Abschluß haben wir im angeschlossenen und höchsten Biergarten des Ruhrgebiets, trotz Wespen, noch einen Cappuccino bzw. eine Cola getrunken und uns dann wieder auf den Weg gemacht, denn wir waren anschließend in Oberhausen noch zum Mittagessen verabredet :-). (Flickr / Google Photos)

Von Ärzten, Luft und Seifenblasen

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Es soll ja Tage geben, da wäre man besser gar nicht erst aufgestanden. Der Wecker klingelt um 7.00 Uhr und das obwohl ich Urlaub habe :-(. Schon beim Aufstehen merke ich, daß der Wecker bis zum Anschlag röchelt, ich aber nix höre, weil ich auf dem linken Ohr wieder dieses Taubheitsgefühl habe. Der HNO meinte ich sollte die Nase zuhalten und Luft durchpressen, so wie man es macht, wenn man im Aufzug steht und einen Druck auf dem Ohr verspürt :-/. Der Grund, daß ich so früh aufstehe, ist aber ein anderer Arzttermin. Das begann vor 14 Tagen. Es war sehr warm und ich lief seit langem mal wieder barfuß rum, sogar auf dem Balkon. Während ich so da sitze, denke ich, warum ist dein linker Fuß dicker als der rechte. Da fragste doch mal lieber Herrn Hausarzt. 2 Tage später guckt Herr Hausarzt sich den Fuß an, macht sich aber keine großen Sorgen, sondern möchte gerne eine Blutabnahme, 24 Std. Blutdruck und so Sachen.

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Nun bin ich in der letzten Woche ja bekanntlich erstmal in Hamburg gewesen und gestern also sitze ich um 8.00 Uhr nüchtern im Wartezimmer. Nüchtern! Im Urlaub, ohne Kaffee! Ich prangere das an. Der Fuß ist mittlerweile wieder besser, aber der Rest kann ja nicht schaden. Picks, Blutabnahme. Dann dieses Blutdruckmessgerät. Ich bekomme so ein kleines Kästchen umgehängt, und eine Manschette an den Arm. Die bläst sich alle 15 Min. auf und mißt. Meistens dann, wenn man es gar nicht brauchen kann. Machste gerade was zu essen … bbrrrrrrrmmmmmm … Arm ruhig halten, sonst geht die Messung in die Hose und nach 1 Minute noch einmal neu los. Ich schreibe gerade diese Zeilen … bbrrrrrrrmmmmmm … und das bis morgens früh, dann muß ich nochmal hin.

Ich gönne mir nach dem Arztbesuch in der nahen Bäckerei erstmal ein Urlaubsfrühstück mit Kaffee und zwei Brötchen. Das wollte ich schon länger machen, mal direkt in der Bäckerei frühstücken und mit 3,75 € auch bezahlbar. Ich soll zu dem Blutdruckmeßgerät einen Zettel ausfüllen, was ich so gemacht habe. Ich denke Urlaub, 8 Std. Sofa macht sich auf dem Zettel nicht so gut. Also, gehste trotz bescheidenen Wetters ’ne Runde aufe Halde, hat das Gerät auch was zu messen. Ab nach Moers, rein ins Auto, kaum drei Ecken weiter … bbrrrrrrrmmmmmm … :-D.

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Oben auf der Halde angekommen nehme ich den Fotoapparat aus dem Rucksack, stelle letzteren neben mich und kann auch gleich hinterher rennen, denn der Wind ist schon recht heftig. Fegt den Rucksack samt Papiere und 1/2 Liter Wasser mal kurz bei Seite. Ich bin anscheinend ganz alleine oben auf der Halde. Also packe ich mein länger gehortetes Pustefix (Seifenblasen) aus und will ein paar Fotos machen. Zwei, drei schaffe ich auch, der Wind nimmt mir das Blasen ab, dann wieder … bbrrrrrrrmmmmmm … :-).

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So jetzt aber, ich klammere mich an den Rucksack, oder er sich an mich, während es plötzlich an meiner Wade kribbelt und das obwohl ich eine recht enge Jeans an habe. Während ich die Hose berühre weiß ich was da kribbelt, es war eine Wespe und zack hat sie mich in die Wade gestochen. Es soll ja Tage geben, da wäre man besser gar nicht erst aufgestanden. Ich fluche, jongliere mit Fotoapparat und Pustefix, ziehe die Hose hoch, die Wespe fällt raus, ich fluche abermals. Ne Zwiebel wäre jetzt gut, hatte ich aber gerade nicht dabei. Die Wade ziept, ich schmiere Pustefix drauf. War das gut? Ich habe keine Ahnung, wenn ich jetzt hier umkippe hilft nur noch die 112.

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Ich ziehe beleidigt ein Stückchen weiter, die Wespe, etwas drömelig anscheinend auch. Es bildet sich so ein kleines Bluttröpfchen an der Wade, ich wende mich wieder den Seifenblasen zu, finde es aber bei dem Wind irgendwie ungemütlich. Nach gut 1 Std. verschwinde ich wieder, soll das Blutdruckmeßgerät doch messen was es will. Ist vermutlich eh alles in Ordnung. Auf dem Weg zum Auto halte ich mir wieder die Nase zu und presse Luft. Pressen … jaaaa gut … ach ne das war ne andere Geschichte.

Die Hexe und Wind in meinen Ohren

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Manchmal kletter ich auf ’ne Halde und freue mich, wenn mir der Wind in die Ohren pustet. Ich stehe dann einfach nur da, gucke in die Ferne und erfreue mich an den Wolkenformationen. Und warum mache ich das? Weil ich es kann? Nein, der Grund liegt schon länger zurück.

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Es war nämlich vor langer langer Zeit, da traf ich im tiefen düsteren Wald eine ziemlich häßliche Hexe. Es war ein verfluchter Wald und es kam wie es kommen mußte, die Hexe kam schnurstracks auf mich zu (auf wen auch sonst ich war ja der einzige da). Sie fragte „Findest du mich schön“?

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Ich war etwas verdattert und murmelte sowas wie „Häääh“? Sie aber, die sie wohl schon häufiger als häßlich bezeichnet wurde, verstand sowas wie „Näää“! Und weil Hexen dann üblicherweise irgendwelche Flüche ausstoßen, legte sie auch einen Fluch über mich. Der Fluch sollte mein Hörvermögen einschränken, nur merkte ich das zu Anfang nicht.

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Erst als damals alle in meinem Haushalt wach waren, bevor ich meinen Wecker endlich auch mal hörte, wurde der Fluch langsam Wirklichkeit. Auch mein Hexenfluchaustreiber Hans Norbert Ohnenamen (kurz HNO) wußte nicht wirklich weiter. Einige Jahre gingen so ins Land und mal ging’s den Ohren besser und mal wieder schlechter.

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Seit ein paar Tagen macht sich der Fluch wieder häufiger bemerkbar. Das sind dann die Tage, an denen ich gerne mal auf die Halde Norddeutschland in Neukirchen Vluyn kletter. Die Halde ist nur rd. 15 km von Krefeld entfernt und weil das Plateau relativ flach ist’s da oben fast immer windig.

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Was das jetzt mit der Hexe Schrumpeldei Tinitus zu tuen hat? Der Wind der an meinen Ohren vorbeiströmt ist lauter, als die Töne die nur ich höre und überdeckt das dumpfe Gefühl, das ich ansonsten empfinde. Dann könnte ich wieder mal stundenlang da stehen, die Wolkenformationen beobachten, während die Hexe irgendwo im nächsten Baum sitzt und sich ins Fäustchen lacht.

Halde Hoheward … der Weg ist das Ziel

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Von der größten Haldenlandschaft und für meine Begriffe der schönsten Halde des Ruhrgebiets, der Halde Hoheward, habe ich an dieser Stelle schon häufiger berichtet. Was also gäbe es neues zu erzählen? Zwei Dinge, erstens, daß ich dieses Mal nicht von der Drachenbrücke sondern von der Zeche Ewald aus hinaufgestiegen bin, und zweitens daß dieses Mal nicht ausschließlich die Halde selbst sondern der Weg das Ziel war. Aber von Anfang. Da gucke ich letztens die WDR Lokalzeit und der Reporter steht vor Schloß „Schießmichtot“ … aber als ich die Bilder sehe, kommt sofort der Wunsch den Namen dieses Schlosses zu erfahren. Ich laufe hektisch auf und ab und dann fällt das Stichwort „Schloß Wittringen“. Wo liegt denn das? Gladbeck? Klingt interessant, gleich mal vorgemerkt für die nächste Tour zur Halde Hoheward.

Ein paar Tage später eine ähnliche Begebenheit mit dem Alten Dorf Westerholt und als ich die drei Punkte Schloß Wittringen, Westerholt und Zeche Ewald mit dem Edding auf meinem Bildschirm verbinde, stelle ich fest, daß der nicht wieder abgeht … ach ne, daß das ein schönes Ausflugsdreieck ergibt. Früher, also so vor mehr als 25 Jahren war die Verbindung der B224 und der A52 ein Geheimtipp, wenn man auf die A43 Richtung Norden wollte. Ich erinnere mich an Sonntagabende auf dem Weg zum Bundeswehrstandort in Oldenburg, als auf dem Teilstück nach 22.00 Uhr keine 10 Autos fuhren. Heute erlebt man allenfalls an Feiertagen wie dem 1. Mai oder Karfreitag, daß man selbst auf der A40 (Ruhrstauweg Nr. 1) um die 100 km/h fahren kann ohne im Stau zu stehen, aber das ist wieder ein anderes Thema.

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Nun fuhr ich also schon x-mal über die B224 und hatte keine Ahnung, daß gleich nebenan das Wasserschloß Wittringen liegt. Ein wunderschönes Ziel, wenn man ein bisschen spazieren gehen und anschließend im Schloß einkehren möchte. Als erstes verlangt der Parkplatz nach Kopfrechnen, denn das Parken kostet 0,05 € pro 6 Min. Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht … ich entscheide mich für 60 Min. und werfe demnach genau 0,50 € in den Automaten. Während ich mir das Schloß von außen anschaue, zieht eine Hochzeitsgesellschaft ins Schloß ein.

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Auf dem kleinen Teich in der Nähe des Schloßes liegen Tretboote vor Anker, eine Ecke weiter an einem weiteren See gibt es einen großen Springbrunnen und einem Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Ich fotografiere schnell noch ein paar ausgefallene Türen, stelle mich kurz einer Gans vor und zack ist die bezahlte Stunde auch schon rum. Gerne wäre ich noch länger geblieben und hätte auch etwas gegessen, aber der geplante Tag war zu voll um zu verweilen.

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Mein nächstes Ziel, die Stadt Westerholt, genauer das Alte Dorf Westerholt, lt. Navigationsgerät und dem Ruhrgebiets Gesetz von 1975 ein Teil von Herten. Alles ganz schön kompliziert. So lotste mich das Navi auch zur gewählten Mühlenkampstraße, welche sich bei Ankunft als Sackgasse herausstellte. Kurz wähnte ich mich falsch, bis ich die Kirche und einen keinen Parkplatz vor mir sah. Der Ortskern von Westerholt hatte es mir angetan und so gab es in der Tat einige schöne, restaurierte Fachwerkhäuser die ebensoviele Fotos wert waren. Das Dorf hatte sich regelrecht fein gemacht, obwohl von seinen Bewohnern nur wenig zu sehen war. Und auch Westerholt hat ein Schloß, das aber gleichzeitig ein Hotel und auch ein Treffpunkt für Golfer ist. Demnach war der dazugehörige Parkplatz gut gefüllt.

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Viele Bewohner des Dorfes hatten sich die Mühe gemacht, Fensterbrett und Vorgärten mit bunten Frühlingsblühern zu schmücken, was fototechnisch ganz gut rüber kam. Das einzige was ich vermisst habe, war ein kleiner Bäcker oder ein Café, ich hätte gerne ein Stück Kuchen, einen Kaffee o.ä. zu mir genommen. Eigentlich schade :-(. Nach einer ersten Runde wurde beim zweiten Rundgang auch mal in die Lücken zw. den Häusern geguckt und manches Dekostück entdeckt, das einem sonst nicht aufgefallen wäre. Schließlich endete der Rundgang wo er begonnen hatte, am kleinen Parkplatz.

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Weiter ging es zur Zeche Ewald. Merker für’s nächste Mal, wenn das Navi sowas wie „In 300 Metern rechts abbiegen“ sagt, nicht direkt abbiegen :-). Egal ich bin trotzdem hingekommen. Dank der RuhrTopCard wollte ich mir im Besucherzentrum der Zeche Ewald die Ausstellung „NEUE HORIZONTE – Auf den Spuren der Zeit“ ansehen. Die Ausstellung wurde in der Lohn- und Lichthalle der Zeche Ewald installiert und ist m.E. besonders für Kinder und Jugendliche interessant, denn an Hand von Beispielen werden die vier Jahreszeiten, der Tag- und Nachtrythmus der Erde und u.a. die Funktionsweise der Sonnenuhr und des Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward erklärt.

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Dazu gibt es einen virtuellen Kohlebackautomaten in dem entweder Torf, Steinkohle oder noch mehr entsteht, wenn die richtige Mischung von Wasser, Pflanzen, Druck und Zeit gemischt wird. Ergänzt durch verschiedene weitere Experimente, an denen man drücken und drehen kann, ist die Ausstellung interaktiv nutzbar. Auf drei Ebenen geht es zu Fuß von Etage zu Etage oder, wenn man möchte, mit einem Miniaufzug nach oben. Ihr meint das war’s? Nein, nach so viel Theorie ging es zum Tagesabschluß auf die Halde selbst. Bisher bin ich i.d.R. von der Drachenbrücke losgestiefelt, was ein recht überschaubarer Weg war, dieses Mal habe ich, einmal an der Zeche Ewald, den Weg von dort eingeschlagen.

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Die Strecke zieht sich ganz schön, nach der langen Treppe und einem kleinen Schotterweg kommt man auf der Zufahrtsstraße aus und folgt dieser eine ganze Weile, bis das Horizontobservatorium langsam näher kommt. Die Halde ist, das kann man aus dieser Richtung ganz gut erkennen, immer noch in Gestaltung. Die dunkle Aufschüttung des Bergematerials wurde weiträumig mit einer Lehm- oder Sandschicht überdeckt, so daß der Teil der Halde momentan aussah wie ein riesiger Sandkasten. Kleine Gräben, z.T. bereits mit Steinen ausgekleidet, sollen zukünftig vermutlich das abfließende Regenwasser aufnehmen. Durchgeschwitzt und etwas aus der Puste nehme ich gleich noch den Weg zum Obelisken und parke meinen Hintern dort erst einmal auf der nächstgelegenen Bank.

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Hier könnte ich ja jetzt stundenlang sitzen bleiben, fotografieren und dabei Leute beobachten, wenn ich nicht zugesagt hätte, zu einer bestimmten Zeit wieder zu Hause zu sein und so mache ich mich nach kurzer Ruhrphase langsam auf den Rückweg. Wer so’ne lange Reise macht, der hat auch einiges zu zeigen. Klickt euch doch einfach mal rein bei Flickr oder Google+.