Frühling

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Nach kurzem Hatschiiii folgt das Jabba-dabba-duuuu, wir haben wieder Frühling 😀 . Endlich möchte man sagen und trotz meiner Allergie, die sich dieses Jahr erfreulich wenig bemerkbar macht, freue ich mich über die neu erblühte Natur. Der Winter ist auch eine schöne Jahreszeit und ein paar Fotos im Schnee sind auch nicht zu verachten, allerdings gab es dieses Jahr äußerst wenig davon, da der wenige Schnee sehr plötzlich kam und tags darauf schon wieder fast verschwunden war. Dunkle Abende und grauer Himmel, im Dezember noch akzeptabel, schlagen mir spätestens im Januar/Februar gehörig auf’s Gemüt. Sobald es nur noch selten Nachtfrost gibt, kommen daher die ersten bunten Frühlingsboten auf den Balkon und wenn dann unser Botanischer Garten seine Pforten wieder länger öffnet, gucke ich die Pflanzen sprichwörtlich aus dem Boden.

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Als erstes blühen im Botanischen Garten die Kirschbäume, dann kommen die Magnolien, meist noch bevor anderswo die Blätter zu sehen sind und ab Mitte April leuchten einem dann die Tulpen entgegen. Obwohl es immer wieder ähnliche Fotos gibt, schließlich ist die Tulpe unter Umständen sogar aus derselben Zwiebel wie im Vorjahr erwachsen, zieht es mich jedes Jahr aufs Neue in die Hocke und ans Blumenbeet. Ob ich den sprichwörtlich grünen Daumen habe? Öhm … laßt mich kurz überlegen … nein, kann man nicht sagen. Im Gegenteil ich freue mich immer, wenn die Balkonpflanzen bei mir halbwegs den Sommer überleben. Aber vielleicht ist das der Grund, daß ich Botanische Gärten und Parks so gerne besuche, denn da schuften andere, um mir zu zeigen, was alles so wachsen und gedeihen kann. Euch Gärtnern unbekannterweise ein herzliches Dankeschön dafür.

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Zumindest habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, meine Pflanzen mal weniger im Super- oder Baumarkt sondern im Pflanzenmarkt oder besser gleich in der Gärtnerei zu kaufen. Nur wenige Meter hinter dem Ortsausgangsschild findet man hier die ersten Gärtnereien und die Preise scheinen sich auch im Rahmen zu halten. Neben den Botanischen Gärten in Krefeld und Duisburg (über Duisburg schrieb ich vor ein paar Tagen) habe ich mir vorgenommen dieses Jahr endlich auch mal wieder den Botanischen Garten in Bochum zu besuchen. Das letzte Mal war ich vor … raschel … ah hier … 2013 dort. Und es wird wieder ein Sonntag oder zumindest ein Wochenende sein, weil die Parkplatzsituation dann wesentlich entspannter ist. Manchmal lernt man sogar noch etwas, so weiß ich z.B. nur durch den Besuch im Park, daß es einen Taschentuchbaum gibt, der letztens sogar Teil einer Quizsendung im Fernsehen war 😀 .

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Ach übrigens, von Freitag den 1. bis Sonntag, den 3. Mai (jeweils 10.00 bis 19.00 Uhr) findet im Botanischen Garten Krefeld wieder die (Verkaufs-)Ausstellung „Art of Eden“ – Kunst und Design im Botanischen Garten statt. Die diesjährige Art Of Eden bietet 30 bis 40 Künstlern und Künstlerinnen aus Deutschland und dem europäischen Umfeld eine Plattform. Während der Botanische Garten Krefeld ansonsten keinen Eintritt kostet, kostet er an dem Wochenende 6,- €, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren sind frei. Bisher habe ich keine Notwendigkeit gesehen, diese Ausstellung zu besuchen, da mein Balkon i.d.R. keine Kunstwerke benötigt, aber vielleicht lasse ich mich dieses Jahr doch mal überreden und sei es nur, um ein paar Bilder der Kunstwerke zu machen.

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Leider sind die Kirschblüten unterdessen schon wieder verblüht und auch die Magnolien waren Mitte letzter Woche in voller Blüte, so daß sie in ein paar Tagen bereits ihre Blütenblätter wieder abgeworfen haben dürften. Da macht es doppelt Spaß die Bilder zu begutachten und wenn euch die Bilder hier nicht ausreichen, geht’s wie immer bei Flickr oder Google+ weiter.

Ein Tag am Niederrhein

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Manchmal kommt man ja so von Hölzken auf Stöcksken, soll heißen man sucht im Internet nach A, findet aber nur B. B ist aber auch ganz interessant und so stolpert man über C. So ähnlich ging es mir vor einiger Zeit, als ich etwas über die neue Rheinbrücke bei Wesel las und schon gar nicht mehr wußte, welches Hölzken mich auf dieses Stöcksken gebracht hat. Während ich so google und binge 🙂 , sah ich dann Bilder, welche die Überreste der historischen Eisenbahnbrücke bei Wesel zeigt. Die Brücke wurde in den Jahren 1872 bis 1874 von der Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft gebaut und im zweiten Weltkrieg zerstört. Xanten, ja da war ich schon häufiger, aber Wesel, da war ich noch nie, dabei liegt es rechtsrheinisch mit Xanten ungefähr auf gleicher Höhe.

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Als ich dann beim Durchblättern der RuhrTopCard Broschüre etwas über das zu Xanten gehörende Naturforum Bislicher Insel las, war A, B und C komplett. Also bin ich los, um die neue Rheinbrücke zu bestaunen, an den Ruinen der alten Eisenbahnbrücke entlang zu laufen und mir danach die Bislicher Insel zu Gemüte zu führen. Von der Weseler Straße führte mich der Weg auf die Zufahrt, die zur alten (Auto-)Brücke führte. Vor mir der Teer, rechts und links Bäume alles ganz normal aber doch irgendwie anders. Nach ca. 600 – 700 Metern endet die Straße vor einem Zaun, hier geht’s nur noch mit dem Fahrrad oder per Pedes weiter. Bis zu der alten Eisenbahnbrücke ist es gut einen Kilometer. Die Brücke (oder das was davon übrig ist) ist vor 70 Jahren im zweiten Weltkrieg zerstört worden und dümpelt seit dem so vor sich hin. Betreten darf man sie nicht. In der Mitte, da wo ein Bogen ganz zerfallen ist kann man aber *hüstel* ein bisschen klettern (von mir habt ihr das aber nicht). Links davon sieht man übrigens den 320 Meter hohen Sendemast Wesel-Büderich. Zurück am Auto geht es weiter zur Bislicher Insel.

Diese ist eigentlich eine Auenlandschaft und weniger eine Insel, liegt umschlungen von einem Altrheinarm, der im 18. Jahrhundert durch eine Begradigung des Rheins entstanden ist. Bei Sonnenschein kann man entlang der Bislicher Insel meilenweit laufen oder Fahrradfahren. Na ja, kann man … ohne Fahrrad fühlte ich mich jedoch ziemlich verlassen. Der Eyländer Weg, auf den mich mein Navi mit dem Auto schickte, ist mehr sowas wie ein überbreiter Radweg und leider ziemlich weit weg vom Rhein. Zum Glück wußte ich, daß die Erde eine Kugel und keine Scheibe ist, sonst hätte ich Angst bekommen, gleich irgendwo runter zu fallen. Das Navi war weiter der Meinung ich müßte noch 2 km fahren. Irgendwann kam ich dann auch tatsächlich am Naturforum an. Das Haus (Eintritt 3,- €) zeigt auf zwei Etagen an verschiedenen Informationsstationen alles über das Thema Auenlandschaft und Bislicher Insel. Man lernt, welche Tiere hier zu finden sind und was z.B. ein Auenwald ist. Hinter dem Haus befindet sich ein großer Garten mit Apfelbäumen (z.Zt. natürlich ohne Früchte) und ein kleines Biotop. Wenn ich ehrlich bin, alles recht überschaubar.

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Der Besuch des Naturforums war für mich in der RuhrTopCard enthalten und im angeschlossenen Auencafé (Achtung Öffnungszeiten in der Nebensaison nur Sa. – So. von 11.00 – 18.00 Uhr, in der Hauptsaison Di. – So. von 11.00 – 18.00 Uhr, montags Ruhetag) wollte ich noch ein Stück Kuchen und einen Kaffee genießen, mußte aber feststellen, das die Hauptsaison erst im Mai startet 😦 . Also habe ich meine Reise entlang des Eyländer Wegs bis zur Personenfähre über den Rhein fortgesetzt und am dortigen Cafe und Restaurant ein Stück Kuchen gegessen. Bei dem tollen Wetter war es rappelvoll, die Fähre setzte Fußgänger und Radfahrer (keine Autos) über den Rhein und das Cafe schien mir neben Fahrradfahrern ein Geheimtreff für Motorradfahrer(innen). Ob ich Vögel gesehen habe? Ja zwei Störche, die gleich gegenüber des Naturforums nisteten. Weitere Vögel muß es wohl gegeben haben, denn an einer Stelle standen ein paar Beobachter mit Objektiven die vermutlich bis nach Wesel reichten ;-). Ich habe keine (Vögel) gesehen.

Bilder im „Rhein und Ruhr“ Album bei Flickr und Google+.

Winterwunderland

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Was ist schöner als an einem freien Sonntag durch frischen Schnee zu stapfen? Genau, an einem freien Samstag durch frischen Schnee zu stapfen. Wie wettertechnisch gestern angekündigt sah die Welt heute früh, nachdem ich den Vorhang im Schlafzimmer aufgezogen hatte, schön weiß aus. Ob ich Spätaufsteher bin? Mhmmm … naja, sofern ich nichts konkretes vorhabe kann es schon mal 9.00 Uhr werden und da lagen bereits die ersten Schneeflocken.

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Während der Kaffee lief verkündeten die Verkehrshinweise bereits 6 km Stau hier und 10 km Stau da und ich fühlte mit euch, wenn ihr hinter einem querstehenden LKW euren heißen Kaffee vermißt habt. Daher habe ich mein Auto auch schön da gelassen, wo ich es am Freitag abgestellt habe, in der Garage. Außerdem habe ich mich am Freitag in die hiesige Waschstraße begeben und da fahre ich doch nicht raus in diesen Matsch ;-).

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Also frische Brötchen vom Bäcker (sowieso zu Fuß), einen heißen Kaffee, Schneeflocken vor dem Fenster, warum kann nicht jeder (Sams-)Tag so anfangen? Während die zweite Tasse Kaffee vor sich hindampft verkündet der Wetterbericht steigende Temperaturen für den Mittag und damit schon wieder dahinschmelzende Schneepracht. Also den Winterdress aus dem Schrank (soll ja schön muckelig sein) und ab in den Krefelder Stadtwald mit knirschendem Schnee auf fast unberührten Wiesen :-). Ich liebe dieses Geräusch.

Dazu ein paar Winterfotos (zu sehen bei Google+ bzw. bei Flickr), um sich an den Wintertag zu erinnern, der morgen vermutlich schon wieder vorbei ist. Eigentlich schade um die weiße Pracht, aber pssst … ich will morgen auf die Autobahn, denn es steht eine Einladung zum Mittagessen, da dürfen die Straßen ruhig wieder frei sein :-D.

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Hallo Herbst 2014

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Da geht er hin der Oktober und der November beginnt wettertechnisch als wäre er der September. Irgendwie ein bisschen irreal, nächste Woche kommen die Winterreifen drauf und an diesem Wochenende sind es mehr als 20 Grad. Ich bin momentan etwas hin und her gerissen, denn ist das Wetter schön, genieße ich das Herbstwetter, ist es bedeckt bin ich dabei neue Technik in Betrieb zu nehmen. Beides mache ich ausgesprochen gerne, wenn nur nicht diese Arbeitswochen dazwischen lägen 🙂 . Sagt mal, geht es euch so, daß die Zeit, insbesondere am Wochenende, irgendwie immer schneller vergeht? Bei der Gelegenheit, in der kommenden Woche jährt sich der Mauerfall zum 25. mal. Das ist mein halbes Leben und eine Menge schnell vergangener Wochenenden.

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Momentan sind die Tage aber auch gut ausgelastet. Nach dem defekten Modem habe ich mittlerweile den erwarteten VoIP (Voice over IP) Anschluß der Telekom bekommen, dann habe ich endlich mal meine neue Kamera, die hier schon gut ein halbes Jahr liegt, richtig in Betrieb genommen und seit letzter Woche steht hier ein neuer PC, den es einzurichten gilt, weil der alte öfters rumzickte. Bevor ihr fragt, nein ich habe nicht im Lotto gewonnen, ich gebe nur mein Weihnachtsgeld immer schon im Oktober/November aus 😉 . Also kämpfe ich jetzt mit Windows 8.

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Ganz wichtig war mir, daß meine ganzen Fotos vom alten Rechner rüber mußten und das incl. der (Hash-)Tags, die ich vergeben hatte. Zum Glück bietet Picasa (Google) da eine ganz praktische Funktion, so daß das ganze eigentlich gar nicht so schwierig war. Dann die CloudDienste wieder installiert, die Browser (mit Synchronisationsfunktion) mit dem Laptop abgeglichen und iCloud installiert (damit ich meinen Fotostream vom Handy am PC angucken kann 😀 ). Außerdem habe ich nach einer einfachen und bequemen Möglichkeit gesucht Instagram Bilder am PC zu sichern. Und jepp, auch da habe ich etwas gefunden. Kennt ihr Instaport? Ihr wählt aus „alle Fotos“ oder einen Zeitraum oder einen Hashtag (höchstens 500 Bilder) und bekommt dann eine ZIP Datei zum Downloaden. So habe ich binnen weniger Sekunden meine #HalloHerbst14 Bilder auf den Rechner bekommen.

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Apropos Herbst, weil ich mit den Herbstfotos dieses Jahr etwas hinterherhinke, war ich gestern nochmal rund um die Burg Linn in Krefeld unterwegs und habe bei besagten 20 Grad ein paar „sommerliche“ Herbstaufnahmen nachgeholt. Es ist auch mal angenehm vor der eigenen Haustüre zu fotografieren und dabei die Gedanken schweifen zu lassen. Jetzt habe ich euch aber genug vollgequatscht, wenn ihr noch ein paar Bilder sehen wollt klickt hier (Flickr) oder hier (Google+).

P.S.: Das hier sind übrigens meine Instagram Bilder mit dem Hashtag #HalloHerbst2014.

Instagram (Herbst)

Tante Emmas Warenwelt

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Das Grefrather Freilichtmuseum ist mit dem in Hagen oder Detmold vielleicht nicht zu vergleichen, hat aber mit der Dorenburg ein schönes Gebäude für Sonderausstellungen. Und auch das Spielzeugmuseum ist immer wieder sehenswert, wenn man Erwachsene sagen hören will „Guck, das hatte ich früher auch“ 😉 . Die Dorenburg, die nur Burg heißt, ansonsten eher einem großen Wohnhaus ähnelt, weil sie um 1630 von einer mittelalterlichen Wehrburg zu einem barocken Herrensitz umgebaut wurde, wird innerhalb des Freilichtmuseums für Sonderausstellungen genutzt. Die aktuelle Sonderausstellung lautet „Tante Emmas Warenwelt“ und zeigt historische Werbung und Verpackungen, Werbeschilder und Plakate aus der Zeit vor 1960.

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Die Objekte stammen zum Großteil aus der Privatsammlung von Petra und Harald Pauw aus Nettetal und weil ja nicht irgendwelche Marken in einem niederrheinischen Freilichtmuseum ausgestellt werden sollen, ist es erstaunlich wieviele Produkte auch am Niederrhein hergestellt wurden. Ob der Magenbitter von Underberg, das Waschpulver Persil von Henkel oder der Teekanne-Tee. Aber auch Wissen wird vermittelt. Wußtet ihr z.B. daß der Name Eduscho, der heute zum Tschibokonzern gehört, ursprünglich von Eduard Schopf, Bremen gegründet wurde?

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Manch ein Produkt, das dort ausgestellt ist, kam mir nicht ganz unbekannt vor. Die kleine Keksdose DIXI von Bahlsen hatte ich auch in meinem Kaufladen und mein Zugang zum Kaffee ging als Jugendlicher über ein Kaffeesurogatextrakt (einer Art Ersatzkaffee aus Getreide) namens Caro. Erstaunlich fand ich, wieviele Produkte ihre Werbung damals auf Aschenbecher gedruckt haben. Selbst Schokoladenhersteller wie Waldbauer oder die heute noch bekannte Eszet Schnitte, hatten Aschenbecher als Werbemittel.

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Aufgefallen ist mir in der Ausstellung auch eine Postkarte aus dem Hause Bahlsen, auf welcher einem Großhändler 1936 eine Lieferabsage übersandt wurde, weil er rechnerisch sonst nur Waren für 2,50 Reichsmarkt erhalten würde. Unterschrieben ist die offizielle Karte mit einem Stempel aus dem Hause Bahlsen mit der Grußformel „Heil Hitler“. So eine Karte hatte ich bisher noch nicht gesehen. Nivea Dosen kennt ihr im bekannten blau, aber Nivea Zahnpasta? Davon hatte ich auch noch nie gehört. Anscheinend war sie leicht schäumend und wundervoll im Geschmack 😉 .

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Überhaupt Persil hatte das „selbsttätige“ Waschmittel, Pril reinigt fettlösend (Küchenmöbel, Fliesen und Fenster) und Dixan reinigte mit „gebremstem Schaum“. Ein verregnetes Wochenende, einfach mal ins Museum und in der Vergangenheit schwelgen. Ein paar bewegte Bilder gibt es in einem Lokalzeitbericht des WDR, eine Auswahl Fotos bei Flickr oder Google+.

Ruhrpott ist …

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… wenn einem mitten auf einer Brücke ein Unbekannter einen „guten Tach“ wünscht. Gut nicht irgendeine Brücke, es war die „Slinky Springs to Fame“ Brücke über den Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen, trotzdem etwas, das man nicht überall erlebt. Aber der Reihe nach, das neue Jahr hatte gerade begonnen als ich feststellen durfte, daß ich noch einen Tag (Rest-)Urlaub aus 2013 übrig habe. Der wo mein Geld zahlt möchte, daß man Resturlaub spätestens im Januar genommen haben muß und so hatte ich, nach Studieren des Weterberichts, mitten in der Woche einen freien (Sonnen-)Tag. An 4 Tage Wochen mit eingeschlossener Pause kann man sich gewöhnen (wenn nicht am nächsten Tag die dopplete Arbeit warten würde) 😉 .

Krefeld

Also habe ich die Gelegenheit genutzt, auch mal im Winter den botanischen Garten in Krefeld zu besuchen, denn die Öffnungszeiten sind in den Wintermonaten arbeitnehmer(un)freundlich nur von 9.00 – 15.00 Uhr. Und sogar das Gewächshaus hat werktags nur von 9.00 – 12.00 Uhr geöffnet. Als sich die Sonne pünktlich nach dem Frühstück verabschiedet, das richtige Ziel für ein paar Winterpflanzenbilder. Und während ich so’n bisschen vor mich hinknipse, die Kakteen im Gewächshaus bestaune und leise Flüche auf Grund der Wolken ausstoße, kommt auch der blaue Himmel wieder zum Vorschein.

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Der Verkehrshinweis verkündet an diesem Mittwoch Staus auf allen großen (und kleinen) Autobahnen im Ruhrgebiet (Normalzustand also). A40 rund um Duisburg, vor Essen, hinter Bochum oder umgekehrt, A42 kurz vor Oberhausen nur die A59 war überschaubar leer. Also hasenmäßig im Zickzack bis nach Oberhausen, denn ich wollte ins RUHR.VISITORCENTER am CentrO und wo ich einmal dort war, bot sich ein kleiner Spaziergang am Rhein-Herne-Kanal an. Dieses Mal habe ich auch endlich an die Butterkekse gedacht, die schon seit einiger Zeit in der Küche schlummern. Die guten Vollkornbutterkekse 😉 .

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Nach ein paar Fotos an der Brücke, die an diesem Mittag relativ leer ist, kommt ein Schwanenpaar auf mich zugeschwommen. Also die Kekse ausgepackt und zum Schwanenpicknick niedergelassen. Eine(r) der beiden war sogar mutig genug, die Kekshälften aus der Hand zu nehmen. Nun ist es etwas schwierig, gleichzeitig zu füttern, sich nicht in die Finger picken zu lassen und dazu noch ein paar Fotos zu schießen, aber ich hatte ja Zeit (ein seltenes Gut in letzter Zeit). Wie schon gesagt, so ein Tag Auszeit mitten in der Woche, daran könnte man sich gewöhnen 😉 .

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Ein paar mehr Bilder gibt’s bei Flickr oder Google+

Ausflug in den Zoo

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Heidewitzka, wenn Krefeld auch sonst nicht viel schafft, am Freitag gab’s hier zumindest den Hitzerekord mit 38,9 Grad. Apropo Hitze, bei dem aktuellen Sommerwetter bin ich zwar häufig draußen und unterwegs, aber die passenden Blogbeiträge stauen sich etwas, weil mein Hirn bei der Wärme auch nicht so recht will. Ich glaube ja, daß das Hirn so ähnlich reagiert wie Schokocreme im Glas (ich bevorzuge die aus dem Becher). Wenn’s zu heiß wird, wird die Schokocreme flüssig und muß dringend in den Kühlschrank. Vielleicht sollte ich den Kopf da auch mal reinstecken (in den Kühlschrank nicht in die Schokocreme) ;-).

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Während ich also mal gucke, ob das Licht wirklich ausgeht, wenn man den Kühlschrank zumacht, könnt ihr euch mal ein paar Schnappschüsse aus meinen letzten Zoobesuchen in Krefeld und Duisburg angucken. Eines steht für mich auf jeden Fall fest, ich werde kein Tierfotograf, auch wenn einige der Schnappschüsse ganz gut gelungen sind. Aber der Ausschuß ist hoch, denn entweder sind die Tiere hinter Gittern und meine DigiCam versucht immer das Gitter und nicht das Tier scharf zu stellen oder die Tiere liegen bei Sonne natürlich im Schatten (was ihnen gegönnt ist) und dunkle Tiere im dunklen Schatten ist so wie schwarze Katzen in der Nacht. Manchmal laufen sie auch einfach so schnell durchs Gehege, daß alter Mann garnicht nach kommt :-D.

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Nur die Giraffen sind langsam genug und super neugierig. Ich glaube am liebsten hätten die mein DigiCam Zoom mal näher betrachtet. Auch gelohnt haben sich die Gorillas, die seit einiger Zeit in Krefeld beheimatet sind und jetzt Nachwuchs haben und auch die Delfine (in Duisburg), deren Haltung zwar nach wie vor umstritten ist, aber auch bei ihnen war ich nach Jahren mal wieder in der Vorstellung (hat dank der RuhrTopCard keinen gesonderten Eintritt gekostet). Besonders komisch finde ich, daß es nach wie vor Leute gibt, die im Delfinarium in der Mitte der Tribüne in den untersten Reihen Platz nehmen. Spätestens, wenn die Delfine (lt. Programm) ihre Bälle mit Kawuppdich aus dem Becken befördern gehen einige Liter Wasser auf die Leute in den unteren fünf Reihen nieder. Na ja bei dem Wetter vielleicht eine gute Abkühlung :-).

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Also habt Spaß mit den Bildern und weitere Blogbeiträge coming soon … z.B. Emscherkunst (Teil 6), Freilichtmuseum Hagen … u.v.m.

Krefeld – Ganz oben

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Letztes hätte ich fast einen Höhenkoller bekommen. Ich bin auf 92 Meter hoch. Wo? In Krefeld. Wer hätte gedacht, daß man in Krefeld 92 Meter hoch steigen kann. Der Hülser Berg ist mit sagenumwobenen 63 Metern die höchste natürliche Erhebung der Stadt. Nun wäre der Hügel eigentlich kaum einer weiteren Erwähnung wert, wenn es nicht ganz oben noch den Johannesturm (29 m, 163 Stufen) gäbe. Er gewährt einen weiten Blick über den Niederrhein- und sogar bis ins Ruhrgebiet, vorausgesetzt man klettert rauf. Als ich letztens mal wieder aus dem Ruhrpott auf dem Weg nach Hause war, dachte ich so … blauer Himmel und Sonnenschein – Yeah, das mußt du ausnutzen. Also ab auf’n Turm, Fotos machen! Was da rausgekommen ist, seht ihr auf den nachfolgenden Bildern.

Ich glaube oben sein fördert das Adrenalin, ich sag nur Lochgitter ;-). In diesem Sinne ein schönes Wochenende und nicht vergessen den Regenschirm einzupacken. Man weiß ja nie, aber vermutlich sind die vereinzelten Schauern wieder immer bei mir ;-).

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Eine Reise von Neukirchen-Vluyn nach Moers …

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… oder die Geschichte über Halden am linken Niederrhein. Auch in dieser Woche gab es sonnige aber nach wie vor kalte Tage, aber wem erzähl ich das. Seit vor Weihnachten sind alle meine Blogbeiträge bei Winterwetter oder sogar im Schnee entstanden. Für mich trotzdem kein Grund drinnen zu bleiben, denn ich friere ja so gerne 🙂 . Nein im Ernst, frieren geht garnicht. Weiterhin dick vermummt verpackt ging es Anfang der Woche auf zwei Halden nach Neukirchen-Vluyn und nach Moers (Luftlinie keine 2 km von einander entfernt).

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Da fragt man mich manchmal, warum ich ständig auf Halden klettere und wenn ich ehrlich bin, so ganz klar ist mir das auch nicht. Ich habe vielleicht einfach ein gutes Gefühl, denn ich bin ansonsten sowas von unsportlich. Außerdem ist die Fernsicht i.d.R. hervorragend, wenn man nicht, wie in der Vorwoche bei diesigem man möchte fast sagen nebligem Wetter da oben steht. Die Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn bietet zudem die Himmelstreppe, eine niemals enden wollende Treppe, die in mehreren Etappen auf den Haldengipfel führt. Man kommt ganz schön ins japsen, wenn man endlich oben angekommen ist. Dort (also oben) steht dann unübersehbar das Hallenhaus, eine Stahlkonstruktion ohne Wände. Kein Wunder, daß es da plötzlich so zieht. Verdammte Hacke, warum macht auch keiner die Türe zu? Trotzdem kommt der Frühling ganz zaghaft.

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Zwei Kilometer Luftlinie entfernt habe ich mir in Moers mal die zweite Moerser Halde nach der Halde Rheinpreussen (die mit dem Geleucht) vorgeknöpft. Dieses Mal sollte es zur Halde Pattberg gehen. Die passende Autobahnausfahrt habe ich schon mal verpaßt, weil die Abfahrt im Autobhankreuz Kamp-Lintfort (A57 und A42) liegt und nicht danach, wie ich dachte. So geht einem das halt ohne Navi 😦 . Die Halde selbst befindet sich unweit des Autobahnkreuzes und hat anderes als viele andere Halden z.Zt. noch keine Landmarke. Lediglich ein Gipfelkreuz ziert das Plateau. Der Zugang liegt etwas versteckt unweit eines Industrieviertels und sieht auf den ersten Blick, neben einem gepflasterten Parkplatz, etwas usselig aus. Im Umfeld des Parkplatzes und auch auf dem Zufahrtsweg wuchert ziemlich viel Gestrüpp und dazwischen verteilt liegt der übliche Müll und Unrat.

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Je höher man dem Zugangsweg aber folgt, um so mehr weicht das Gestrüpp den Bäumen und ganz oben sogar schönen Wegen. Wenn man den Ankündigungen folgt, soll aus dieser Halde irgendwann der Drachenberg werden mit einem Turm als Wahrzeichen und Aussichtspunkt. Der Besucher soll sich hier mit Getränken und Mahlzeiten versorgen können und auch eine Toilette vorfinden. Ganz ehrlich … ich glaube noch nicht daran. Momentan sind viele Bänke verrottet oder ganz ohne Sitzfläche. Sehr einladend, mal abgesehen von der Aussicht in Richtung Duisburg und zur Halde Rheinpreussen, ist es auf der Halde Pattberg zur Zeit nicht. Wenn man die Unschönheiten mal für einen Moment ausblendet, kann man jedoch dort oben gleich neben dem Gipfelkreuz schön sitzen und dank der Nadelbaumbepflanzung kommt es einem so ein bisschen vor wie im Mittelgebirge … so mittel eben 🙂 .

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Ich habe wie immer ein paar Bilder gemacht und die findet ihr hier bei Flickr und Google+.

P.S.: Weil einige gefragt haben, nein ich werde keinen Kochblog starten. Trotzdem gibt’s ab und zu einen (nicht immer ganz Ernst zu nehmenden) Beitrag aus der Küche. Da müßt ihr durch 😉 .

Stürmisch auf Rheinpreussen

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Kennt ihr das, wenn einem der Wind ins linke Nasenloch hineinpustet und durchs rechte wieder raus ohne daß man bewußt atmet. Heute war irgendwie so ein Tag, aber ich konnte mich nicht entschließen drinnen zu bleiben, ich mußte einfach raus an die Luft. So habe ich heute zum wiederholtem Mal die Halde Rheinpreussen besucht und dort war es eben ziemlich windig. Wieviel Besuche sind eigentlich notwendig, daß einem ein Stück der Halde gehört 😉 ? Einige Sonntagsausflügler hatten ihre Lenkdrachen mitgebracht und die Kaputze an meiner Jacke flatterte derart im Wind, daß ich mir fast selbst vorkam wie ein Lenkdrachen. Wie bitte? Ich kann nicht abheben? Hat da jemand „dick“ gesagt? Hallo!?! Ja, vielleicht ein bischen zu schwer 😀 .

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Aber es hat gut getan, schließlich soll es ab nächste Woche ja langsam winterlicher werden. Soll es ruhig, die Winterschluppen am Auto sind ja schon drauf. Da ich das „Geleucht“ mittlerweile von allen erdenklichen Seiten fotografiert habe, haben sich wenig neue Bilder ergeben. Könnte die RAG vielleicht mal ein paar neue Halden aufschütten und weitere Halden für den Besuch freigeben? Schließlich muß man doch Perspektiven für 2013 haben 😉 . Wer übrigens die Halde Rheinpreussen noch nicht kennt, der sollte bei der nächsten Fahrt über die Rheinbrücke der A42 (Höhe Duisburg Bearl) mal nach links auf den Hügel hinter der Rheinbrücke gucken. Ist nicht zu übersehen.

Bevor sich das Jahr zu Ende neigt, landen die Bilder nochmal im Album Ruhr 2012 bei Flickr, Sevenload, Picasaweb. Da sind irgendwie ganz viele Haldenbilder aus 2012 gelandet, weiß auch nicht warum 😀 .