Die größte Sandburg der Welt

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Mama, die haben da eine Kugel reingeworfen. Nein, die Kugel ist auch aus Sand – Darunter steht ja ein Männchen da auf dem Balkon – Über die Erdkugel fliegt sogar ein Flugzeug – Die Sandfrau, die sich da sonnt, sich aus wie du :-D. Ich weiß nicht ob letzteres ein Kompliment war, aber das waren einige beispielhafte Sätze, die mir am letzten Samstag zu Ohren kamen. Wo ich war? Ich war am Duisburger Strand ;-). Nein im Ernst, ich war im Duisburger Landschaftspark, denn da steht noch bis zum 18. September 2016 die höchste Sandburg der Welt. Ich liebe Sandkunst, seit ich sie der erste Mal vor vielen Jahren am Strand von Travemünde erleben durfte. 13,97 Meter galt es zu übertreffen, denn da liegt der derzeit aktuelle Sandburg (Höhen-)Weltrekord. Weiterlesen →

Lichtinstallation im LaPaDu

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Ich war mir nicht sicher, ob ich schon wieder etwas über den Landschaftspark Duisburg schreiben soll, denn den habt ihr von mir ja schon ein dutzend mal präsentiert bekommen. Klar, er ist immer einen Ausflug wert und zumindest ich kenne ihn fast schon im Schlaf, aber bei einer Suche in meinem Blog habe ich festgestellt, daß mein letzter Abstecher dorthin bei Dunkelheit schon Jahre zurück liegt. Im Dunklen wird der Ausflug nämlich wieder interessant. Warum? Weil der Landschaftspark Duisburg freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen eine tolle Lichtinstallation hat (montags bis donnerstags läuft nur ein Minimalprogramm). Außerdem muß man dafür gar nicht früh aus dem Bett ;-). Weiterlesen →

Landschaftspark Duisburg im Herbst

LaPaDu (III)

Heute will ich euch gar nicht viel erzählen. Eigentlich war ich im Landschaftspark in Duisburg, weil an diesem Wochenende Heißluftballons von dort starten sollen. Vielleicht haben sie das ja auch noch getan, aber gesehen habe ich nichts. Dafür hat der Herbst Einzug gehalten im LaPaDu. Sogar die Blätter des Windrades liegen zur Zeit auf dem Boden. So langsam wird es Zeit wieder mal einen Rückblick auf 2015 vorzubereiten. Aber bis es soweit ist, zeige ich euch einfach den Herbst. Genießt die nächsten Tage, auch wenn es nach der Zeitumstellung ab Montag wieder früher dunkel ist.

Dampflok, Lovelyn, wo ist mein Auto

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Ich gehöre ja eher zu denen, die versuchen kostenfrei am Straßenrand zu parken. Irgendwo findet sich fast immer ein Plätzchen, selbst wenn man dann mal 10 Minuten bis in die Innenstadt laufen muß. Und wenn ich dann in der Innenstadt bin, kann ich, für manche unvorstellbar ;-), shoppen gehen ohne etwas zu kaufen. Doch am Samstag war ich in Duisburg, habe statt am Straßenrand lieber in einem preisgünstigen Parkhaus geparkt, bin eine Runde durch die Innenstadt geschlendert und habe sogar eine Kleinigkeit gekauft. Ein Sweatshirt für 15,- € habe ich mitgenommen, aber das heißt für euch vermutlich nicht unbedingt shoppen :-D.

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Apropos günstiges Parkhaus, es gibt noch Parkhäuser, mit Preisen von 70 bzw. 80 ct. für die ersten beiden Stunden und 1,50 € für jede weitere Stunde, aber irgendwie sind das Parkhäuser, die haben ihre beste Zeit auch schon hinter sich. In der 2. Etage sieht man noch sowas wie Fensterrahmen, aber keine Scheiben mehr darin, die Stellplätze so eng, daß man die Türen kaum mehr als eine Handbreit aufbekommt und in Höhe der Einfahrt weiße Kacheln die eher an ein Schwimmbad als an ein Parkhaus erinnern. Demnächst probiere ich mal das Parkhaus unter dem „Forum“, dem Shoppingcenter von Duisburg. Das kostet zwar 1,50 € die Stunde (von der ersten Stunde an), soll aber großzügiger und heller sein.

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Und da ich nun mal in der Stadt mit dem größten Binnenhafen Europas und dem Landschaftspark war, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen in letzterem noch einen Blick auf den Ruhrtriennale Film „In the Land of Drought“ zu werfen, in dem weiß gekleidete Personen durch Wüsten und Felsenlandschaften laufen oder wie es offiziell heißt „[…] in meditativen Kamerafahrten folgt der Berliner Filmkünstler den Fluchtlinien einer globalisierten Welt und dekonstruiert das Verhältnis von Mensch und Umwelt, von Kultur und Natur“. Mhmm … ja, im Land der Dürre eben. Nach 5-10 Min. hatte ich genug Dürre und habe lieber wieder die Sonne vor der Türe bewundert.

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Außerdem wollte ich auf die Einfahrt der nostalgischen Dampflok warten, die an diesem Samstag vom Eisenbahnmuseum Bochum bis in den Landschaftspark Duisburg Nord fuhr. Der Zug rollte dann auch mit einer knappen 3/4 Stunde Verspätung auf dem Bahnsteig des Landschaftsparks ein. Es ist ja nicht so, als ob ich noch nie eine Dampflok gesehen hätte (zumal der Zug am anderen Ende zusätzlich von einer Diesellok begleitet wurde), aber im Landschaftspark war es dann doch wieder etwas besonderes. Was dabei raus gekommen ist, könnt ihr den Bildern in diesem Beitrag entnehmen.

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Zum Tagesabschluß stand dann noch ein kurzer Abstecher ins CentrO nach Oberhausen auf dem Plan. Ich wollte nur kurz einen Blick in den neu renovierten Kaufhof werfen, was mir gleich eine Piccoloflasche Sekt einbrachte :-). Drinnen veranstaltete der Kaufhof gerade eine Modenschau, mit allem was man im Herbst / Winter so drüber und drunter trägt. Ehrlich ich vermisse etwas die bunten Farben, alles in dunkelgrün, braun, blau … :-(. Auf dem Weg zurück ins Parkhaus blieb ich dann noch an einer Modebühne im CentrO selbst hängen, auf der gerade Lovelyn aus GNTM herumturnte. Ehrlich gesagt, auch wenn ich GNTM ab und zu gucke, ich konnte mich an die Gewinnerin aus 2013 schon kaum mehr erinnern. Aber ich bin da wohl auch nicht das Zielpublikum ;-).

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Eigentlich wollte ich ja auf dem Rückweg auch mal wieder einen überteuerten Kaffee bei Starbucks trinken und dieses Mal per App bezahlen. Ihr wißt ja, ich mag diese neuen Spielereien. Aber leider funktioniert die App unter iOS 9.x nicht mehr und Starbucks scheint auch keine Eile zu haben selbige zu reparieren, jedenfalls erfolgte auf diverse Hinweise in den Sozialen Medien keine Reaktion. Also lieber keinen Starbucks Kaffee, Geld gespart. Stattdessen zurück ins Parkhaus und beinahe mein Auto nicht wiedergefunden. Das passiert mir auch relativ selten, aber ich hatte mir gemerkt, daß ich direkt an der Treppe geparkt hatte. Was ich jedoch vergessen hatte, nicht gegenüber der Treppe sondern mit 180 Grad Wende hinter der Treppe. Es hat gute 5 Minuten gedauert, bis ich das gerafft hatte. Puuuhh … :-D.

Der Sommer geht langsam zu Ende

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Die Bayern haben ja gerade erst zwei Wochen Sommerferien, während in NRW diese Woche schon wieder die Schule begonnen hat und nachdem auch mein Urlaub an der See wieder Geschichte ist, geht mein Blick irgendwie schon so Richtung Sommerende. Moment, wir haben doch gerade erst Mitte August, aber der Sommer ist mir dieses Jahr so als Achterbahnsommer im Gedächtnis geblieben. Entweder 18 oder 38 Grad, fast so wie das Pendeln des Benzinpreises an der Tankstelle. Apropo Achterbahn (Mörderüberleitung), da war ich vor ein paar Wochen auch wieder mal, so wie ich überhaupt des Öfteren mal hier und mal dort war, aber für einen Soloblogbeitrag hier im Blog hat’s nie gereicht.

_Tiger & Turtle

Was soll ich euch das X-te mal vom Haldenbesuch in A oder vom Zoobesuch in B erzählen. Darum zeige ich euch heute mal so eine kleine Sammlung verschiedener Ziele der letzten Monate und vielleicht ist ja was dabei, das ihr doch noch nicht kennt. Ihr dürft den Tipp dann gerne hier ausschneiden und in euren eigenen Veranstaltunsgkalender für den Spätsommer kleben. Die begehbare Achterbanhn namens Tiger & Turtle, für mich aus Krefeld in ca. 20 Min zu erreichen, ist immer wieder aufs neue wert fotografiert zu werden, denn je nachdem wie das Wetter ist und die Wolken ziehen, ergibt sich immer wieder ein neues Bild (Tiger & Turtle, Ehinger Str. 117, 47249 Duisburg, auch von der Berzeliusstraße/Kaiserswerther Str. zu begehen).

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Dann war ich auch mal wieder im Landschaftspark Duisburg Nord (landläufig LaPaDu von machen auch LaPaNo (für Nord) genannt). Ein altes Hüttenwerk, das zum spazieren, zum klettern aber auch zum Sport treiben einlädt. Und genau das passierte, als ich das letzte Mal ganz spontan dort war. Das 24 Stunden Mountenbiking stand vor der Türe, das Gelände war bereits zum Teil abgesperrt und überall standen Campingwagen und Zelte. Da soll noch einer sagen, man kann unter einem Hochofen nicht übernachten :-). Was man aber auf jeden Fall kann, ist den Hochofen besteigen und da solltet ihr, wenn ihr noch nie dort gewesen seid unbedingt mal hin, es sei denn ihr seid nun so gar nicht schwindelfrei (Landschaftspark Duisburg-Nord, Emscherstraße 71, 47137 Duisburg).

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Am Kilometerstand meines Autos habe ich bemerkt, daß ich in diesem Jahr erstmals keine 15.000 km gefahren bin (incl. der Fahren zur Arbeitsstelle und zurück versteht sich). Aber die Wochenenden waren 2015 etwas ruhiger … manche sagen ja dem Alter entsprechend ;-). Aber im Ernst, da dieses Jahr kein Oldtimertreffen auf Zollverein stattfand (ich schrieb darüber bereits hier), fielen einige Kilometer alleine dadurch weg. Aber auch Krefeld hat schöne Ecken und schöne Treffen und davon habe ich hier ein paar Bilder mitgebracht (Oldtimerfreunde Egelsberg, An der Rennbahn 4, 47800 Krefeld und Mo’s Bikertreff Niederrheinhalle, Kleinewefersstraße 160, 47803 Krefeld). Ihr denkt an den Saisonabschluß des Oldtimertreff Ruhr? Am 04. Oktober 2015 an der Zeche Ewald in Herten

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Na ja und wann immer es sich ergab habe ich meine Jahreskarte für den Krefelder Zoo natürlich weiterhin genutzt. Ich kenne die Tiere mittlerweile persönlich und sie mich auch ;-). Nein natürlich nicht, aber Krefeld hat wirklich einen schönen Zoo. Das neue Pinguingehege, das Regenwald- und das Schmetterlingshaus, der Gorillagarten und demnächst das neue Nashorngehege sind nur ein paar Stichworte, die es mit anderen Zoos aufnehmen können. Als ich an einem warem Sommertag dort war, hatten die Elefanten einen fest installierten Wasserschlauch in Betrieb und wenn Zuschauer kamen, hielt einer der Elefanten den Rüssel in den Strahl, so daß es überall hin spritzte. Ich könnte schwören er hat dabei gegrinst (Zoo Krefeld, Uerdinger Straße 377, 47800 Krefeld).

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Ach ja, dann war da noch die Geschichte mit dem Pfeil auf dem Rücken. Erinnert ihr euch, daß ich in Berlin das Aufsichtspersonal auf den Plan gerufen habe (Quader des Mahnmals betreten)? Und wer hat im Zoo die Fotohand über die Umrandung gestreckt, um der spiegelnden Scheibe zu entgehen? Na? Na? Und wer hat wieder mal das Aufsichtspersonal auf den Plan gerufen und wurde deshalb ermahnt? Na? Na? Auf meinem Shirt steht vermutlich „Hier ganz schlimmer Finger, möchte gerne angemeckert werden“. Ich hab’s schon nicht leicht …. 😦 (an dieser Stelle bitte bedauerndes Ooooh ausstoßen).

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Zum Abschluß noch eine Schnappschußcollage, die ich am Rhein bei Krefeld Uerdingen gemacht habe. Die neue Rheinufer- … nein Promenade kann man dazu wohl nicht sagen … der neu gemachte Rheindeich läd seit einiger Zeit immerhin zum sitzen und gucken ein und auch wenn die Ecke nicht die schönste des Rheins ist, bei Gewitterwetter gibt’s zumindest einen sehenswerten Himmel. Damit hätte ich alles abgearbeitet, wer mehr Bilder sehen will … ihr kennt das ja schon hier ein paar Links (evt. müßt ihr ein bischen scrollen, weil die Bilder nach Datum abgespeichert und z.T. ja schon was älter sind).

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Ruhr 2015 (Tiger&Turtle, LaPaDu) bei Flickr / GooglePhotos
Krefeld (Zoo, Rhein/Uerdingen) bei Flickr / GooglePhotos
Rhein und Ruhr (Oldtimer) bei Flickr / GooglePhotos

Street-Food-Festival im LaPaDu

StreetFoodFestival

Ich meine letztens im Radio gehört zu haben, daß das, was wir als „Aprilwetter“ bezeichnen in den Niederlanden „Märzwetter“ heißt. Ich hoffe das stimmt liebe Niederländer, denn kaum hatte ich mich heute auf den Weg zum Street-Food-Festival nach Duisburg gemacht, da fing es derart an zu schütten, daß ich den Landschaftspark schon als Land_unter_Park gesehen habe. Glücklicherweise hatte ich mich entschlossen den großen Schirm mitzunehmen. Es gab nämlich lecker was zu essen, beim Stree-Food-Festival. Ein Teil der Stände hatte sich unter dem Glasdach versammelt, daß im Sommer auch für das Open Air Kino im LaPaDu genutzt wird. Diejenigen, die ihr Zelt / ihren Wagen im nicht überdachten Bereich hatten taten mir zu dem Zeitpunkt ein bisschen leid.

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Und was gab’s leckeres zu essen? Das kann man kaum alles aufzählen, denn die Auswahl war schon riesig. Etwas abenteuerlich war es mit dem Schirm zu hantieren und sich gleichzeitig die Finger nach den Köstlichkeiten zu lecken. Großes Plus, dieser Markt kostete keinen Eintritt, (wie manch anderer Markt) sondern man konnte ganz unbefangen probieren was immer einem in die Hände fiel. Ich wollte mich nicht satt essen, aber ein 1/2 Pasty von „The Tasty Pasty Company“, ein vegetarischer Oreo-Cupcake von „SchnellVeg“ aus Düsseldorf und ein Hamburger aus dem „Snack’n Roll Food Truck“ waren lecker und durchaus zu empfehlen. Zugegeben so etwas süßes frittiertes hätte mich auch interessiert, aber da nehme ich ja schon beim hingucken zu 😉 .

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Und als dann die Sonne für eine halbe Stunde rauskam, habe ich die gerade gefutterten Kalorien dadurch abtrainiert (habe ich mir zumindest eingeredet 😀 ), daß ich noch einen Abstecher auf den Hochofen gemacht habe. Eigentlich dachte ich ja ich bekomme ein Foto von oben auf den Markt, war aber nicht wirklich so. Kaum wieder unten angekommen fielen auch schon wieder Tropfen aus den nächsten Märzwolken des ersten Frühlingswochenendes und für mich Zeit mich wieder auf den Rückweg zu machen.

Krupp Park und weitere herbstliche Ziele

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Habt ihr die letzten fast sommerlichen Wochenenden genießen können? Als ich am Sonntag früh aufwachte pochte es schon in meinem Kopf, aber bei dem angekündigt schönen Wetter mußte ich einfach raus. Dummerweise hatten sich das, aus unerfindlichen Gründen, auch 1 Mio. andere gedacht 😮 . Außerdem trug die frische Luft auch nicht unbedingt dazu bei, die Kopfschmerzen zu vertreiben und Tabletten hatte ich keine mitgenommen. Aber was soll’s ich hatte mir vorgenommen mal den Krupp Park in Essen in Augenschein zu nehmen. Also eine der umliegenden Straßen ins Navi eingegeben und los.

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Unweit der ehemaligen Zeche Amalie erstrecken sich kleine Berge und ein See, ein Kinderspielplatz, ein Bolzplatz und verschiedene Aussichtshügel. Für mich als ortsfremden war es trotz Navi gar nicht so einfach den Park zu finden. Obwohl ich keine 200 Meter entfernt geparkt hatte, habe ich den Park zuerst mal übersehen. Gut, so habe ich noch ein paar Graffiti entdeckt und bin dann einmal um den sprichwörtlichen Pudding gefahren. Als ich den Park dann gefunden hatte, gab es keine Parkplätze und als ich einen Parkplatz in Augenschein genommen hatte, kam ich fast wieder an der Stelle aus, an der ich gut 10 Minuten vorher losgefahren bin (Pferdebahnstraße/Helenenstraße). Kurz mal laut geflucht, dann das Auto abgestellt und zu Fuß die nächste Treppe hoch.

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Durch die vielen Hügel, der Park ist noch in seiner weiteren Bauphase, kann man spazieren gehen und wird dennoch nicht vom fließenden Verkehr, der am Sonntag sowieso kaum vorhanden war, belästigt. Ein wahres Paradies für Kinder, Skateboarder und Modellschiffer am nahen See. Ja gut, es ist nur ein Park, aber schön anzusehen vor der Kulisse der eingangs erwähnten Zeche Amalie (die übrigens kein Teil des Parks ist, aber in Sichtweite auf der anderen Straßenseite liegt). Der See war an diesem Sonntag von unzähligen Modellbootbegeisterten gesäumt, die dort ihre kleinen Boote fahren ließen. Tanker, Sport- und Segelboote schipperten über das Wasser.

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Da es jetzt kein Café oder ähnliches dort gab, wollte ich noch ein paar Meter weiter an den Baldeneysee. Leider hatte ich auch hier nicht bedacht, daß sich der Rest des Ruhrpotts das gleiche Ziel gesetzt hatte. Der Parkplatz am Regattaturm und das Umfeld drumherum war schon restlos zugeparkt, so daß ich mich zum Bootsanleger nach Heisingen (Lanfermannfähre) aufgemacht habe. Zwar war es auch hier nicht minder voll, aber zumindest bekam ich da noch einen Parkplatz. Irgendwie habe ich es dann also doch noch geschafft, den fast blauen Himmel am Wasser zu genießen. Also habe ich mich auf die Suche nach einer freien Bank gemacht und diese für die nächsten Minuten gegen alle Feinde verteidigt 🙂 .

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Bevor jetzt die stürmischeren Herbsttage kommen und wir am Sonntag auch wieder die Uhr um eine Stunde zurückstellen, lohnt es sich vielleicht, die an den Tagen davor gemachten herbstlich, sonnigen und perspektivisch ungewöhnliche Fotos aus Duisburg anzusehen. Schaut mal auf die Bildershow. Ich war mal wieder im Angerpark (Tiger & Turtle) und im Landschaftspark Duisburg Nord, der ja bekanntlich immer einen Ausflug wert ist. Letzterer hat jetzt auch einen neuen bequemeren Zugang zum Hochofen 5 bzw. zur ersten Etage des Hochofens. Eine neue Treppe (vom Haupteingang aus gesehen rechts vom Hochofen) lädt zum Aufstieg ein (nach der Treppe mit den blauen Gittern Ausschau halten). Mehr Bilder? Dann klickt auf Flickr oder Google+.

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Melt – So klang das Hochofenwerk

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Ach herrlich, diese Ruhe. Ist es bei euch zu Hause auch so schön ruhig? Der einzige Krach ertönt, wenn ihr euren Gummibaum anschreit? Kein Gummibaum? Gut … Ihr wohnt abseits der großen Straße (kleines Wortspiel, denn „Über die Schönheit der großen Straße“ schreibe ich auch noch was)? Ihr wollt Krach und Licht und Kunst? Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal 😀 . Sollt ihr haben, ihr müßt aber nach Duisburg kommen, genauer in den Landschaftspark Duisburg Nord. Dort hat heute (16.08.2014) im Rahmen der Ruhrtriennale „Melt“ eröffnet. Melt? What the hell is Melt? Melt soll euch das Leben und die Arbeit im Hochofenwerk näher bringen.

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Außerdem könnt ihr so richtig ausflippen (wenn ihr das wollt) und coole, verrückte, abgedrehte Fotos machen. Aha! Und was macht so’n Melt werdet ihr euch jetzt fragen. Ich haue erstmal ein paar Zahlen raus. Die Installation besteht aus 50 Aluminiumplatten, 1.800 Sprungfedern ist 3 Meter breit und 70 Meter lang und das zusammen ergibt das Kunstwerk „Melt“. Die polierten Aluminiumplatten (die nach einiger Zeit auf Grund der Fußabdrücke nicht mehr durchgängig spiegeln) neigen sich auf Grund der Federn und eurem Körpergewicht mal nach links, mal nach rechts, mal nach vorne und bringen so Leben in die Bude.

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Und weil die Aluminiumplatten an den Kanten aufeinander liegen und gerade Kinder gerne über die Plattenkonstruktion hüpfen, kommt Melt gehörig in Schwingung und verursacht einen ohrenbetäubenden Lärm. Man stelle sich eine Metallrutsche vor, auf der früher die Kohlen, das Koks, was auch immer in den Hochofen gerutscht sind, dieses Geräusch soll mit der Installation nachgebildet werden. Melt ist übrigens nur wenige Zentimeter hoch, also keine Angst, wer halbwegs geradeaus laufen kann, kann das Kunstwerk betreten. Außerdem kann man jederzeit rechts oder links von den Platten wieder absteigen.

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Zwischendrinn sind die Aluminiumplatten von oben beleuchtet, so daß sich je nach Bewegung und Regentropfen, die das Kunstwerk z.T. auch treffen, eine flackernde Beleuchtung an der Decke der Hochofenstraße ergibt. Das brasilianische Künstlerduo cantoni crescenti laden euch noch bis zum 28. September in den Landschaftspark Duisburg Nord zu „Melt“ ein. Dort ist das Kunstwerk täglich von 10.00 – 23.00 Uhr frei zugänglich. Die Hochofenstraße ist links am Büdchen vorbei kaum zu verfehlen … einfach immer dem Geräusch nach 🙂 . Zu laut für euch? Dann kommt einfach, wenn weniger Leute im Park sind, dann könnt ihr euch langsam rantasten.

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P.S.: So wie es aussieht, bekommt der begehbare Hochofen demnächst einen weitern und breiteren Zugang (siehe Foto). Weitere Bilder bei Google+ bzw. Flickr.

Jetzt ihr, wo sieht man sich eventuell?

Gasometer

Das Ruhrgebiet bei Nacht oder Batman im Ruhrpott oder den Rhein-Herne-Kanal mal ganz anders erleben. Wäre das nicht Gelegenheit, mal andere Blogger zu treffen, von denen man hier immer nur liest? Ich habe mir mal drei Termine (neben vielen anderen, die es hier zu sehen gibt) angekreuzt, an denen man das arrangieren könnte.

Am 09.08 startet das TheaterPicknick im Emscher Landschaftspark genauer im Landschaftspark Duisburg Nord. Mit der Episode „Batman hält die Welt in Atem“ präsentiert das „Rottstr. 5 Theater!“ zwischen den Picknickdecken intensives Schauspiel und Live-Geräusche.

Am 16.08. feiert das Gasometer Geburtstag und öffnet bis 22.00 Uhr mit einer HappyHour und einer Dach Bar. Gelegenheit das Ruhrgebiet mal im Dunkeln von oben zu erleben. Hier sollte man nicht allzuviele „Freunde“ einladen, denn das Dach fast nur eine begrenzte Anzahl Personen (180). Außerdem kostet der Gasometer Eintritt, es sei denn ihr habt noch alte Eintrittskarten (siehe Foto). Pssst …. Geheimtipp .

Last but not least schließt am 30.08 der Rhein-Herne-Kanal für einen Tag alle Schleusen etc. für den Schiffsverkehr und zum 100-jähriges Jubiläum findet im Nordsternpark an diesem Tag ein StrandPicknick im Emscher Landschaftspark statt.

Selbstverständlich braucht man für alle drei Termine gutes Wetter, so mußte im letzten Jahr z.B. der Picknicktermin auf Grund eines angesagten Gewitters/Unwetters ersatzlos gestrichen werden. Aber vielleicht wird es ja dieses Jahr etwas.

So und jetzt ihr, wo sieht man sich eventuell?

Extraschicht 2014

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Es dürfte gefühlt 7-8 Jahre her sein, daß ich einen TV Bericht über tapfere Menschen im Ruhrgebiet gesehen habe, die bei Regen mit Regencape und Schirm bewaffnet eine ganze Nacht durchs Ruhrgebiet laufen. Damals habe ich auf dem Sofa gesessen und darüber geschmunzelt. Jetzt ein paar Jahre später dürft ihr raten, was ich am Samstag gemacht habe 🙂 .

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Kunst, Kultur, eine Nacht, 20 Städte, 50 Spielorte und 2000 Künstler starteten am Samstag in eine neue „Nacht der Industriekultur“. Kurz gesagt, es war wieder Zeit für die Extraschicht. Für alle die bisher noch nie bei einer Extraschicht dabei waren sei gesagt, in der Zeit zwischen 18.00 und 2.00 Uhr sind i.d.R. rund 150.000 – 200.000 Kulturliebhaber mit Bus und Bahn durch das Ruhrgebiet unterwegs und genießen Musik, Artistik, Feuerwerk, Theater, Führungen, Mitmachaktionen u.v.m.

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Gleichzeitig hatte dieses Jahr der Landschaftspark Duisburg Nord sein 20 jähriges Jubiläum, also ein weiterer Grund sich auch dort mal umzuschauen. Ehrlich gesagt war ich etwas unentschlossen, ob ich 2014 überhaupt wieder an der Extraschicht teilnehmen soll, denn leider habe ich dieses Jahr keinerlei Unterstützung erfahren dürfen und außerdem verkündete der Wetterbericht wie oben schon beschrieben nichts Gutes. Last but not least muß ich in der Nacht auch wieder zurück nach Krefeld.

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Aber zu Hause hocken? Nö, ist auch Mist. Also habe ich mich entschlossen zunächst dem Landschaftspark in Duisburg einen Besuch abzustatten (noch vor der eigentlichen Extraschicht) und dann ein spielortbezogenes Ticket auf Zeche Zollverein zu erwerben. Für 10,- € gab es keine vollen Busse und Bahnen (mit schon mal sehr engem Körperkontakt 🙂 ) sondern nur das Gelände auf Zollverein. Dummerweise war das mit der Anreise so eine Sache, weil der Weg von der Autobahn kommend zunächst in einer Reihe von Sackgassen landete und die Parkplätze an Zollverein nur für Besucher mit gesondertem Parkschein zu befahren waren. Mit 30 Minuten Verspätung habe ich es dann doch in einer Nebenstraße geschafft zu parken.

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Auf dem Ehrenhof tummelte sich eine Herde seltsamer Röhren und ein Schäfer, der versuchte diese Röhrenwesen zu bändigen, im „Archiv des Weltensammlers“ konnte man unter komische überdimensionale Hüte klettern und bekam in jedem „Hut“ eine andere Ausstellungswelt auf ganz kleinem Raum zu sehen. Während gerade noch Klavierklänge des „Klavierzaubers“ zu hören waren, lief plötzlich ein Elefant über den Ehrenhof. Zwei Künstler auf Stelzen steckten in „Jumbo“ und erweckten die Illusion zum Leben.

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Einige Programmpunkte waren auf Grund des Wetters kurzerhand in die Hallen verlegt worden, so z.B. auch der „Circo Black and White“ mit Seiltanz, Musik und Hundedressur, der kurzweilige 20 Minuten bescherrte. Eine Reihe weiterer Programmpunkte, die man zum Teil nur so nebenbei wahrgenommen hat, bespielten weite Teile des Geländes und trotzten zum Teil dem feuchten Wetter. Ganz große Hochachtung z.B. den jungen Künstlern und Straßenmusikern, die auch mal nur vor 5-6 Leuten musizierten.

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Die Museum und Ausstellungen hatten lange Warteschlangen, dafür strickten, pardon häkelten ein paar Leute etwas abseits eine Europakarte und auch im hinteren Teil der Kokerei, wo die RAG seit einiger Zeit ihren Firmensitz hat, stand eine Bühne, die aber am frühen Abend nur eine handvoll Zuschauer im Regen erfreute. Zwischen der Zeche und der Kokerei klaffte, vielleicht wetterbedingt, ein Unterhaltungsloch. Ob später noch mehr Gäste dorthin gefunden haben, kann ich nicht sagen. Zum Wetter paßt zumindest das obige Bild, daß ich am Straßenrand aufgenommen habe 🙂 . Mein Abend endete mit der Show von „Mister M“, der wieder mal (ich kannte ihn bereits aus dem Vorjahr) mit Geschick und Humor mit Feuerkeulen jonglierte, während er auf einem drei Meter hohen Einrad saß.

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Mehr Bilder bei Flickr und Google+ im Album „Extraschicht“ (dort auch Bilder aus den Vorjahren).