Lieber Zoo statt Parkplatzstreß

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Da bin ich doch heute, 4 Samstage vor Weihnachten, tatsächlich auf die verrückte Idee gekommen, mit dem Auto nach Düsseldorf zu fahren. Klar hätte ich den ÖPNV nehmen können, aber ich hatte halt die Idee das Auto zu nehmen (und noch 8,50 Euro Parkguthaben). Ich wollte mir die neue U-Bahn Station Schadowstr. ansehen (Wehrhahnlinie), mal über den Weihnachtsmarkt bummeln und zum Riesenrad am Burgplatz.

Das erste Parkhaus (Ratinger Tor) sollte lt. App noch 74 freie Parkplätze haben, war jedoch voll, das zweite und dritte war lt. App bereits belegt und selbst in der Tiefgarage Altstadt Rheinufertunnel (über 800 Parkpätze) ging nichts mehr vorwärts (an den Rheinterassen übrigens auch nicht). Da hatte ich die Faxen dicke, habe im Parkhaus umgedreht (noch vor der Schranke) und habe die Flucht ergriffen.

Es gibt nichts, was ich mehr hasse, als Parkplatzsuche, während man darauf achten muß, daß einem unterdessen kein anderer in die Karre fährt. Da sind Staus, die es übrigens weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt gab, noch entspannend. Also habe ich mich stattdessen entschlossen eine Stunde im Krefelder Zoo zu verbringen und die war wesentlich entspannter. Ich wünsche euch einen entspannten 1. Advent, ihr könnt sicher sein, ich werde den Sonntag auf der Couch verbringen :-).

Dampflok, Lovelyn, wo ist mein Auto

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Ich gehöre ja eher zu denen, die versuchen kostenfrei am Straßenrand zu parken. Irgendwo findet sich fast immer ein Plätzchen, selbst wenn man dann mal 10 Minuten bis in die Innenstadt laufen muß. Und wenn ich dann in der Innenstadt bin, kann ich, für manche unvorstellbar ;-), shoppen gehen ohne etwas zu kaufen. Doch am Samstag war ich in Duisburg, habe statt am Straßenrand lieber in einem preisgünstigen Parkhaus geparkt, bin eine Runde durch die Innenstadt geschlendert und habe sogar eine Kleinigkeit gekauft. Ein Sweatshirt für 15,- € habe ich mitgenommen, aber das heißt für euch vermutlich nicht unbedingt shoppen :-D.

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Apropos günstiges Parkhaus, es gibt noch Parkhäuser, mit Preisen von 70 bzw. 80 ct. für die ersten beiden Stunden und 1,50 € für jede weitere Stunde, aber irgendwie sind das Parkhäuser, die haben ihre beste Zeit auch schon hinter sich. In der 2. Etage sieht man noch sowas wie Fensterrahmen, aber keine Scheiben mehr darin, die Stellplätze so eng, daß man die Türen kaum mehr als eine Handbreit aufbekommt und in Höhe der Einfahrt weiße Kacheln die eher an ein Schwimmbad als an ein Parkhaus erinnern. Demnächst probiere ich mal das Parkhaus unter dem „Forum“, dem Shoppingcenter von Duisburg. Das kostet zwar 1,50 € die Stunde (von der ersten Stunde an), soll aber großzügiger und heller sein.

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Und da ich nun mal in der Stadt mit dem größten Binnenhafen Europas und dem Landschaftspark war, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen in letzterem noch einen Blick auf den Ruhrtriennale Film „In the Land of Drought“ zu werfen, in dem weiß gekleidete Personen durch Wüsten und Felsenlandschaften laufen oder wie es offiziell heißt „[…] in meditativen Kamerafahrten folgt der Berliner Filmkünstler den Fluchtlinien einer globalisierten Welt und dekonstruiert das Verhältnis von Mensch und Umwelt, von Kultur und Natur“. Mhmm … ja, im Land der Dürre eben. Nach 5-10 Min. hatte ich genug Dürre und habe lieber wieder die Sonne vor der Türe bewundert.

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Außerdem wollte ich auf die Einfahrt der nostalgischen Dampflok warten, die an diesem Samstag vom Eisenbahnmuseum Bochum bis in den Landschaftspark Duisburg Nord fuhr. Der Zug rollte dann auch mit einer knappen 3/4 Stunde Verspätung auf dem Bahnsteig des Landschaftsparks ein. Es ist ja nicht so, als ob ich noch nie eine Dampflok gesehen hätte (zumal der Zug am anderen Ende zusätzlich von einer Diesellok begleitet wurde), aber im Landschaftspark war es dann doch wieder etwas besonderes. Was dabei raus gekommen ist, könnt ihr den Bildern in diesem Beitrag entnehmen.

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Zum Tagesabschluß stand dann noch ein kurzer Abstecher ins CentrO nach Oberhausen auf dem Plan. Ich wollte nur kurz einen Blick in den neu renovierten Kaufhof werfen, was mir gleich eine Piccoloflasche Sekt einbrachte :-). Drinnen veranstaltete der Kaufhof gerade eine Modenschau, mit allem was man im Herbst / Winter so drüber und drunter trägt. Ehrlich ich vermisse etwas die bunten Farben, alles in dunkelgrün, braun, blau … :-(. Auf dem Weg zurück ins Parkhaus blieb ich dann noch an einer Modebühne im CentrO selbst hängen, auf der gerade Lovelyn aus GNTM herumturnte. Ehrlich gesagt, auch wenn ich GNTM ab und zu gucke, ich konnte mich an die Gewinnerin aus 2013 schon kaum mehr erinnern. Aber ich bin da wohl auch nicht das Zielpublikum ;-).

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Eigentlich wollte ich ja auf dem Rückweg auch mal wieder einen überteuerten Kaffee bei Starbucks trinken und dieses Mal per App bezahlen. Ihr wißt ja, ich mag diese neuen Spielereien. Aber leider funktioniert die App unter iOS 9.x nicht mehr und Starbucks scheint auch keine Eile zu haben selbige zu reparieren, jedenfalls erfolgte auf diverse Hinweise in den Sozialen Medien keine Reaktion. Also lieber keinen Starbucks Kaffee, Geld gespart. Stattdessen zurück ins Parkhaus und beinahe mein Auto nicht wiedergefunden. Das passiert mir auch relativ selten, aber ich hatte mir gemerkt, daß ich direkt an der Treppe geparkt hatte. Was ich jedoch vergessen hatte, nicht gegenüber der Treppe sondern mit 180 Grad Wende hinter der Treppe. Es hat gute 5 Minuten gedauert, bis ich das gerafft hatte. Puuuhh … :-D.

Parkgebühren zahlen per SMS?

Geld Es ist ja schon verrückt, da kurve ich durchs Ruhrgebiet, besuche mal Hamburg und mal Berlin, aber bis nach Düsseldorf (von Krefeld keine 30 km) schaffe ich es nur selten. Gut könntet ihr jetzt sagen, warum auch, denn Krefeld hat bestimmt auch schöne Töchter Geschäfte. Und damit wären wir bereits halb beim Thema, wer Stadtbummel sagt, denkt auch gleich an Parkgebühren. Es soll ja nicht kleinlich klingen, aber ich überlege mir schon, ob ich für einen Bummel entlang des Rheins 2,- €/Std. und mehr ausgeben möchte. Drei Stunden sind schließlich schnell vorbei und 2016 sollen die Parkgebühren in Düsseldorf sogar noch um 1,- € pro Stunde steigen. Kann man denn was sparen? Wäre es nicht schön, wenn man statt mit einem Berg Kleingeld, Parkgebühren mit dem Handy bezahlen könnte? Gibt’s dafür ’ne App?

Bezahlen per Mobiltelefon
Auto_5 Ja gibt’s, aber leider nicht einheitlich. Jeder Parkhausbetreiber kocht sein eigenes Süppchen und die Stadt Düsseldorf mit Parkautomaten wieder ein anderes. Ganz zu schweigen davon, daß man das gleiche System im Umland nicht auch nutzen kann. Parkhauspreise findet man übrigens (für verschiedene Städte) bei Parkopedia, allerdings würde ich mich nicht 100%ig auf die Aktualität verlassen. Gut, sortieren wir mal die Möglichkeiten am Beispiel von Düsseldorf.

Zunächst ist es nur schwer vorauszusagen, was das Parken kostet, denn es gibt, wie in vielen anderen Städten auch, drei Parkzonen und zusätzlich noch verschiedene Tarife der Parkhausbetreiber. Grundsätzlich kann man sagen, je näher es an die Altstadt heran geht, umso teurer wird’s. Dabei soll es entlang der Königsallee abends und am Wochenende sogar möglich sein kostenlos zu parken (was ich weder bestätigen noch verneinen kann) und Kurzparker können auch mit unter 1,- € für die erste halbe Stunde wegkommen. Aber was sind schon 30 Minuten 😉 ?

Parkscheinautomat
IMG_7605 Erste Möglichkeit in der Innenstadt ist der berühmte Parkschein, den man am Parkscheinautomaten zieht. Hier muß man sich i.d.R. vorab entscheiden, wie lange man parken möchte, Kleingeld einwerfen und fertig. Wer sich bei der Parkzeit nicht festlegen möchte oder kein Kleingeld zur Hand hat, dem bietet sich als erstes SMS Parken an. Mittels Handy sendet man eine SMS mit Kennzeichen und gewünschter Parkdauer an die Nr. die am Parkscheinautoamten steht, vorausgesetzt natürlich, die Straße in der man steht bietet diese Bezahlmethode an. Vorteil, die Parkzeit läßt sich später per SMS auch noch bis zur Höchstparkzeit erweitern, ohne daß man zwischendurch zum Auto zurückkehren muß. Das ist praktisch, aber mit zusätzlichen Kosten durch SMS und Serviceentgelt verbunden. Abgerechnet wird alles später über die Handyrechnung bzw. über das Prepaidguthaben. Prepaid Handys ohne Guthaben dürften den Zahlungsversuch demnach ablehnen.

P_TraviPay Wem das zu kompliziert ist, der wählt die App TraviPay (SMS&Park) von Sunhill Technologies, die ähnliches tut, einem aber die SMS Gebühr spart (Handy Datentarif oder naher WLAN Hotspot vorausgesetzt). Abgerechnet wird ebenso über die Handyrechnung, über das Prepaidguthaben oder per Bankeinzug, wenn man sich vorher anmeldet und seine Kontodaten hinterlegt. Erinnerungsfunktion und spätere Verlängerung der Parkzeit sind auch hier möglich.

Per SMS Parken
P_QPark Die gleiche Firma (Sunhill Technologies) bietet auch eine App unter dem Namen Q-Park an und kooperiert hier mit rd. 10 Parkhäusern. Die App selbst enthält aber nur ergänzende Informationen, Wegbeschreibungen usw., denn hier ist die Kombination zw. der Karte aus der Schranke an der Einfahrt und dem Handy notwendig. Man muß die Nummer der Parkkarte via SMS verschicken, um genau diese Parkkarte mit dem eigenen Kundenkonto zu verknüpfen. [Update: Alternativ kann die Verknüpfung auch über die App TraviPay stattfinden.] Dadurch spart man sich später den Weg zum Automaten und wird mit Verlassen des Parkhauses automatisch ausgebucht und abgerechnet.

Parken ohne Parkschein per RFID
P_Evopark Wieder anders, bei z.T. gleichen Parkhäusern, geht die Firma Evopark vor. Das Startup Unternehmen verschickt einmalig eine Karte mit RFID Chip, welche dann die Schranke von selber öffnet und so mitbekommt, wann man gekommen und wieder weggefahren ist. Wenn die Technik zuverlässig funktioniert eine tolle Sache. In Düsseldorf funktioniert das bis jetzt in sechs Parkhäusern. Mit der Karte entfällt die Überlegung, wie lange möchte ich wohl parken und der Parkvorgang ist bis auf die reinen Parkgebühren kostenfrei. Ich denke das ist mal einen Test wert, daher habe ich mir eine Karte angefordert (und eine App gibt’s auch dazu).

Private Parkplätze anmieten
P_ParkU Neue Wege geht auch die Firma ParkU. Auch hier sind z.T. Parkhäuser beteiligt, aber auch Privat- oder Firmenparkplätze, die tagsüber leer stehen. Man kann seinen Parkplatz bereits mehrere Tage im Vorhinein via App reservieren, mittels Handy die (sofern vorhanden) Schranke öffnen (QRCode am Parkhauseingang) und die Parkzeit auch noch verlängern, wenn nicht jemand anderes nach einem den gleichen Parkplatz reserviert hat. Großer Vorteil, die Abrechnung erfolgt ¼ Stundenweise. Mit einer (kostenlosen) Vignette zeigt man, daß man ParkU Kunde ist und abgebucht wird über Paypal oder Kreditkarte. Ich habe das gestern mal ausprobiert, 1 ¾ Stunde für 2,28 €. Nachteil natürlich, man muß zur (reservierten) Parkzeit da sein und man muß (da warte ich noch auf Bestätigung) mindestens 10,- € als PrePaid Guthaben anlegen. [Update: Wenn ihr per Kreditkarte zahlt, wird nur genau die Parkgebühr (bei mir 2,28 €) abgebucht]. Ach ja und Handyempfang ist zwingend notwendig, weil der gelesene QRCode an die Schranke zurückgemeldet werden muß (hat bei mir ein paar Sekunden gedauert). War was für euch dabei? Dann wünsche ich fröhliches Parken 🙂 .