Jetzt ihr, wo sieht man sich eventuell?

Gasometer

Das Ruhrgebiet bei Nacht oder Batman im Ruhrpott oder den Rhein-Herne-Kanal mal ganz anders erleben. Wäre das nicht Gelegenheit, mal andere Blogger zu treffen, von denen man hier immer nur liest? Ich habe mir mal drei Termine (neben vielen anderen, die es hier zu sehen gibt) angekreuzt, an denen man das arrangieren könnte.

Am 09.08 startet das TheaterPicknick im Emscher Landschaftspark genauer im Landschaftspark Duisburg Nord. Mit der Episode „Batman hält die Welt in Atem“ präsentiert das „Rottstr. 5 Theater!“ zwischen den Picknickdecken intensives Schauspiel und Live-Geräusche.

Am 16.08. feiert das Gasometer Geburtstag und öffnet bis 22.00 Uhr mit einer HappyHour und einer Dach Bar. Gelegenheit das Ruhrgebiet mal im Dunkeln von oben zu erleben. Hier sollte man nicht allzuviele „Freunde“ einladen, denn das Dach fast nur eine begrenzte Anzahl Personen (180). Außerdem kostet der Gasometer Eintritt, es sei denn ihr habt noch alte Eintrittskarten (siehe Foto). Pssst …. Geheimtipp .

Last but not least schließt am 30.08 der Rhein-Herne-Kanal für einen Tag alle Schleusen etc. für den Schiffsverkehr und zum 100-jähriges Jubiläum findet im Nordsternpark an diesem Tag ein StrandPicknick im Emscher Landschaftspark statt.

Selbstverständlich braucht man für alle drei Termine gutes Wetter, so mußte im letzten Jahr z.B. der Picknicktermin auf Grund eines angesagten Gewitters/Unwetters ersatzlos gestrichen werden. Aber vielleicht wird es ja dieses Jahr etwas.

So und jetzt ihr, wo sieht man sich eventuell?

Extraschicht 2014

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Es dürfte gefühlt 7-8 Jahre her sein, daß ich einen TV Bericht über tapfere Menschen im Ruhrgebiet gesehen habe, die bei Regen mit Regencape und Schirm bewaffnet eine ganze Nacht durchs Ruhrgebiet laufen. Damals habe ich auf dem Sofa gesessen und darüber geschmunzelt. Jetzt ein paar Jahre später dürft ihr raten, was ich am Samstag gemacht habe 🙂 .

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Kunst, Kultur, eine Nacht, 20 Städte, 50 Spielorte und 2000 Künstler starteten am Samstag in eine neue „Nacht der Industriekultur“. Kurz gesagt, es war wieder Zeit für die Extraschicht. Für alle die bisher noch nie bei einer Extraschicht dabei waren sei gesagt, in der Zeit zwischen 18.00 und 2.00 Uhr sind i.d.R. rund 150.000 – 200.000 Kulturliebhaber mit Bus und Bahn durch das Ruhrgebiet unterwegs und genießen Musik, Artistik, Feuerwerk, Theater, Führungen, Mitmachaktionen u.v.m.

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Gleichzeitig hatte dieses Jahr der Landschaftspark Duisburg Nord sein 20 jähriges Jubiläum, also ein weiterer Grund sich auch dort mal umzuschauen. Ehrlich gesagt war ich etwas unentschlossen, ob ich 2014 überhaupt wieder an der Extraschicht teilnehmen soll, denn leider habe ich dieses Jahr keinerlei Unterstützung erfahren dürfen und außerdem verkündete der Wetterbericht wie oben schon beschrieben nichts Gutes. Last but not least muß ich in der Nacht auch wieder zurück nach Krefeld.

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Aber zu Hause hocken? Nö, ist auch Mist. Also habe ich mich entschlossen zunächst dem Landschaftspark in Duisburg einen Besuch abzustatten (noch vor der eigentlichen Extraschicht) und dann ein spielortbezogenes Ticket auf Zeche Zollverein zu erwerben. Für 10,- € gab es keine vollen Busse und Bahnen (mit schon mal sehr engem Körperkontakt 🙂 ) sondern nur das Gelände auf Zollverein. Dummerweise war das mit der Anreise so eine Sache, weil der Weg von der Autobahn kommend zunächst in einer Reihe von Sackgassen landete und die Parkplätze an Zollverein nur für Besucher mit gesondertem Parkschein zu befahren waren. Mit 30 Minuten Verspätung habe ich es dann doch in einer Nebenstraße geschafft zu parken.

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Auf dem Ehrenhof tummelte sich eine Herde seltsamer Röhren und ein Schäfer, der versuchte diese Röhrenwesen zu bändigen, im „Archiv des Weltensammlers“ konnte man unter komische überdimensionale Hüte klettern und bekam in jedem „Hut“ eine andere Ausstellungswelt auf ganz kleinem Raum zu sehen. Während gerade noch Klavierklänge des „Klavierzaubers“ zu hören waren, lief plötzlich ein Elefant über den Ehrenhof. Zwei Künstler auf Stelzen steckten in „Jumbo“ und erweckten die Illusion zum Leben.

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Einige Programmpunkte waren auf Grund des Wetters kurzerhand in die Hallen verlegt worden, so z.B. auch der „Circo Black and White“ mit Seiltanz, Musik und Hundedressur, der kurzweilige 20 Minuten bescherrte. Eine Reihe weiterer Programmpunkte, die man zum Teil nur so nebenbei wahrgenommen hat, bespielten weite Teile des Geländes und trotzten zum Teil dem feuchten Wetter. Ganz große Hochachtung z.B. den jungen Künstlern und Straßenmusikern, die auch mal nur vor 5-6 Leuten musizierten.

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Die Museum und Ausstellungen hatten lange Warteschlangen, dafür strickten, pardon häkelten ein paar Leute etwas abseits eine Europakarte und auch im hinteren Teil der Kokerei, wo die RAG seit einiger Zeit ihren Firmensitz hat, stand eine Bühne, die aber am frühen Abend nur eine handvoll Zuschauer im Regen erfreute. Zwischen der Zeche und der Kokerei klaffte, vielleicht wetterbedingt, ein Unterhaltungsloch. Ob später noch mehr Gäste dorthin gefunden haben, kann ich nicht sagen. Zum Wetter paßt zumindest das obige Bild, daß ich am Straßenrand aufgenommen habe 🙂 . Mein Abend endete mit der Show von „Mister M“, der wieder mal (ich kannte ihn bereits aus dem Vorjahr) mit Geschick und Humor mit Feuerkeulen jonglierte, während er auf einem drei Meter hohen Einrad saß.

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Mehr Bilder bei Flickr und Google+ im Album „Extraschicht“ (dort auch Bilder aus den Vorjahren).

Die Wandersprosse und andere exotische Lebensformen

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Zum Landschaftspark Duisburg Nord, einem alten Hüttenwerk, das vor 20 Jahren in einen Landschaftspark umgestaltet wurde, muß ich euch nichts erklären oder? Viel Platz um spazieren zu gehen, Industriearchitektur zu bestaunen oder um auf einen echten Hochofen zu klettern. Am 28.06.2014 lädt der Landschaftspark nicht nur wieder zur Extraschicht ein, sondern ab 12.00 Uhr auch zum 20-jährigen Jubiläum und damit zum großen Jubiläums-Familienfest.

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In der letzten Woche war ich allerdings dort, um mir das „Kunst.WERK 2014 – REFUGIEN II – Von den Beziehungsgef(l)echten zwischen Mensch und Natur“ zu betrachten (etwas sperriger Name). In den Vorratsbunkern 2-5 stehen und hängen merkwürdige Kreaturen und Kunstwerke, teilweise zwischen Pflanzen versteckt, teilweise an Fäden aufgehängt. REFUGIEN II erzählt, ich zitiere mal, „… von den dauernden Versuchen des Menschen, gestaltend und regulierend Einfluss auf seine (Um)Welt zu nehmen“.

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Während in einem Blumenbeet eine Wandersprosse (Stirps vagans muelleri) – ein biomorpher Neophyt – seine Arme bedrohlich ausstreckt (ihr könnt selber mal danach googeln 😉 ), verstecken sich im Gestrüpp entlang des Bunkerstegs in der Erzbunkeranlage weitere exotische Lebensformen und pflanzliche Invasoren. Ist das da vorne nicht ein Herz? Ja, aber es schlägt nicht mehr. Unterdessen läuft im dunklen Teil des Erzbunkers eine Filminstallation (Knopf drücken).

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Die Kunstwerke der Ausstellung REFUGIEN II – Von den Beziehungsgef(l)echten zwischen Mensch und Natur von Corinna Kuhn und Detlef Kelbassa (Kelbassa´s Panoptikum) sind manchmal witzig, manchmal rätselhaft und erwecken manchmal den Eindruck, sie entstammten einem Bastelnachmittag im Kindergarten. Geöffnet ist die Ausstellung in den Erzbunkeranlagen in der Zeit vom 04. Mai bis 05. Oktober 2014 täglich (Montag bis Donnerstag) von 08:00 – 22:30 Uhr und Freitag bis Sonntag sogar von 08:00 – 01:00 Uhr. Wichtig, es kostet keinen Eintritt.

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Allez hopp, die Katze macht (Achtung Wortspiel) einen Katzensprung während hinter dem Rücken das „eiskalte Händchen“ über einem schwebt. Besonders interessant erscheint die Faden-/Kunstwerkkonstruktion, wenn die Sonne in den Erzbunker scheint, denn dann ergeben sich zum Teil interessante Schattenspiele an den Bunkerwänden. Ich empfehle nach dem Betreten der Bunker von unten, auch mal in die erste Etage zu klettern und sich das Kunstwerk von oben anzusehen. Bis Oktober habt ihr ja noch Zeit, vielleicht auch am Tag des Jubiläums-Familienfests. Mehr Bilder? Auf zu Google+ oder Flickr.