Jetzt ihr, wo sieht man sich eventuell?

Gasometer

Das Ruhrgebiet bei Nacht oder Batman im Ruhrpott oder den Rhein-Herne-Kanal mal ganz anders erleben. Wäre das nicht Gelegenheit, mal andere Blogger zu treffen, von denen man hier immer nur liest? Ich habe mir mal drei Termine (neben vielen anderen, die es hier zu sehen gibt) angekreuzt, an denen man das arrangieren könnte.

Am 09.08 startet das TheaterPicknick im Emscher Landschaftspark genauer im Landschaftspark Duisburg Nord. Mit der Episode „Batman hält die Welt in Atem“ präsentiert das „Rottstr. 5 Theater!“ zwischen den Picknickdecken intensives Schauspiel und Live-Geräusche.

Am 16.08. feiert das Gasometer Geburtstag und öffnet bis 22.00 Uhr mit einer HappyHour und einer Dach Bar. Gelegenheit das Ruhrgebiet mal im Dunkeln von oben zu erleben. Hier sollte man nicht allzuviele „Freunde“ einladen, denn das Dach fast nur eine begrenzte Anzahl Personen (180). Außerdem kostet der Gasometer Eintritt, es sei denn ihr habt noch alte Eintrittskarten (siehe Foto). Pssst …. Geheimtipp .

Last but not least schließt am 30.08 der Rhein-Herne-Kanal für einen Tag alle Schleusen etc. für den Schiffsverkehr und zum 100-jähriges Jubiläum findet im Nordsternpark an diesem Tag ein StrandPicknick im Emscher Landschaftspark statt.

Selbstverständlich braucht man für alle drei Termine gutes Wetter, so mußte im letzten Jahr z.B. der Picknicktermin auf Grund eines angesagten Gewitters/Unwetters ersatzlos gestrichen werden. Aber vielleicht wird es ja dieses Jahr etwas.

So und jetzt ihr, wo sieht man sich eventuell?

Holla die Waldfee (am Baldeneysee)

Baldeneysee

Holla die Waldfee, oder die Geschichte vom Sommer, der plötzlich wieder da war. Ich glaube es war im März, als ja eigentlich noch Frühling war, als es kurz mal richtig warm wurde, danach regnerisch und seit gestern ist der Sommer zurückgekehrt. Aber sowas von … 34 Grad, 35 Grad, 36 Grad …. und ja, ich hab’s ganz gerne etwas wärmer und Sonne macht mir auch nichts, solange es nicht die tropische Hitze ist. Aber trotzdem muß ich auf meinen Kopp aufpassen, denn wenn der zu lange in der Sonne brutzelt, brutzelt auch mein Hirn, sprich ich krich Kopfweh 🙂 . Aber mein Hirn sagt mir auch … Sonne? Du mußt raus. Also Sonnencreme auf die Stellen die freiliegen und ab dafür. Auf ’ne Halde? Ja habe ich auch schon gebracht, da war ich dann aber morgens um 9.00 Uhr.

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Nein gestern war es schon fast Mittag und ich dachte an den Baldeneysee, dahin kannste ja mal wieder fahren. Nun kenne ich die Regattastrecke ja schon auswendig und die Radfahrer und Rollerskater dort i.d.R. auch. Dieses Mal sollte es eine andere Stelle sein, gleich verbunden mit der Suche nach dem Förderturm der Zeche Carl Funke, dem letzten Überrest der Zeche, den man auch vom Wasser her immer sehen kann. Also Google Maps und mein neues Buch „Auf Zeche“ bemüht, um zu gucken wo ich hin muß. Lanfermannfähre, Essen .. mhmm .. bischen versteckt, aber das Navi kennt den Weg. Die Straße ist ziemlich lang und als es langsam enger wird, die letzten Wohnhäuser hinter mir liegen, stelle ich mein Auto am Straßenrand ab und mache mich auf die Suche.

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Und wat soll ich sagen? Ihr müßt wissen, daß um mich herum alles Bäume standen. Ich konnte es also wirklich nicht sehen, aber vom Auto bis zum Fördergerüst der ehemaligen Zeche Carl Funke waren es geschätzte 50 Meter 🙂 . Ich hatte unmittelbar davor geparkt. Das nennt man wohl Punktlandung. Also ein paar Fotos gemacht und dann entlang des Baldeneysees spaziert. Eine neue Sicht bei schönstem Sonnenwetter. Der Samstag wurde von Radfahrern genauso genutzt wie von einer Truppe junger Frauen. Bauchfrei locker bekleidet, mit Sekfläschchen in der Hand und Musikanlage auf dem Bollerwagen. Schien sowas wie ein Junggesellinnenabschied zu sein und wenn man dann, während man auf der Bank sitzt, locker lässig gedrückt wird weiß man, daß man im Ruhrpott ist 😉 . Wer weiß, wer weiß, vielleicht war das die eingangs erwähnte Waldfee. Ich hätte mir was wünschen sollen 😀 .

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Jetzt brauchte ich ’ne Abkühlung. Auf dem Rückweg habe ich eine abgeflachte Stelle am Ufer gefunden und meine Füße ins kühle Naß gesteckt. Am liebsten wäre ich dort noch länger sitzengeblieben, aber Sonnenbrand auf den Füßen hatte ich auch schon mal und ich sage euch das ist unangenehm. Nach ca. 20 Minuten Füße kühlen bin ich wieder zurück zum Auto und mit Klimaanlage zurück nach Krefeld gezockelt. Der Sommer kann bleiben. Hier geht’s zu den „Ruhr2014“ Alben bei Google+ und Flickr.

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#heute1914

Heute 1. Stunde Geschichte … boooaaaa wat habe ich mich damals gelangweilt, wenn wieder mal von Karl dem Großen und Pipin dem Kleinen (oder so ähnlich) erzählt wurde. Unsere Geschichtslehrer war so‘ absoluter Zahlenfanatiker und man stand immer gut bei ihm, wenn man alles auswendig gelernt hatte. 1780 Kartoffelkrieg oder war’s 1920, keine Socke braucht das heute, es sei denn er ist Kartoffelverkäufer 🙂 . Aber mal im Ernst, das Interesse für geschichtliche Dinge kam erst viel später, denn der 2. Weltkrieg wurde meines Wissens im 10. Schuljahr im Schweinsgalopp durchgepaukt, Hauptsache mal erwähnt. Und der 1. Weltkrieg, ja den gab’s auch mal.

heute1914

Nun haben wir zum 2. Weltkrieg in den letzten Jahren vieles in TV Dokumentationen gesehen und gehört aber 1914 …? Neben der Ausstellung „1914 Mitten in Europa“ (auf Zeche Zollverein in Essen) hat nun das ZDF (im Internet) eine Reihe gestartet, die noch bis Ende 2014 laufen wird. #heute1914 in 100 Sekunden. Der Weltkrieg in 100 Sekunden? Nein, aber Nachrichten und Bilder von damals, im Stil der 100 Sekunden Nachrichtenformate, wie man sie heute im Netz findet. Die ersten Folgen sind schon online und soweit man das über Krieg sagen kann, die 100 Sekunden Nachrichten sind gut gemacht. Insgesamt sollen bis zu ca. 30 Folgen im Laufe des Jahres folgen. Die ersten Folgen verpaßt (wie ich auch)? Hier gibt‘ alle Folgen zu sehen.

Auf nach Berlin (… bald)

Da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, freue ich mich dieses Jahr mal wieder in Berlin zu sein. Mein letzter Besuch ist sage und schreibe 4 Jahre her. Hier findet ihr die Blogbeiträge aus 2010, aus 2009 und 2 x aus 2008 [1]/[2]. Nachdem ich im Frühjahr Hamburg unsicher gemacht habe, sieht mich die Hauptstadt in den Sommerferien wieder. Auch dieses Mal habe ich das „Bahnhit“ Programm genutzt und frühzeitig gebucht. Wer schon mal in Berlin war wird wissen, daß es Ausflugsziele „in Hülle und Fülle“ (oder wie man bei uns sagt „noch und nöcher“) gibt. In diesem Jahr jährt sich übrigens auch zum 25. Mal der Fall der Mauer.

Berlin

Und wie innerhalb Berlins bewegen? Ich werde in den meisten Fällen den ÖPNV wählen, weil der immer noch am bequemsten ist. Alle paar Minuten kommt eine U-Bahn, ein Bus, irgendwas, was den „Kleinstädter“ staunen läßt 🙂 . Bereits beim letzten Mal habe ich mich für eine Mehrtageskarte entschieden, weil sie den großen Vorteil hat, daß man kein Kleingeld mehr benötigt. Einmal abgestempelt gilt die Karte für 48, 72 Stunden oder gleich 5 Tage. Eine dieser Karten ist die WelcomeCard, die neben dem streßfreien Fahrvergnügen noch eine Menge Rabatte incl. hat. Die Karte kostet für den Bereich AB (was den Großteil der Berliner City abdeckt) zwischen 18,50€ und 32,50€ und wenn’s sogar bis nach Potsdam gehen soll für den Bereich ABC zw. 20,50€ und 37,50€.

Berlin

Die Rabatte (meist 25%, bei einigen Partnern aber auch darüber) gelten für ca. 200 Rabattpartner, von Sehenswürdigkeit bis Museum, von Stadttour bis Shopping, bei Partnern in Berlin und Potsdam dazu 4 Wellness Angebote. Und wo bekommt man die WelcomeCard? In den Berlin/Potsdam Tourist Infos, an Verkaufsstellen/Automaten der Berliner Verkehrsunternehmen, an Berliner Flughäfen und online unter berlin-welcomecard.de. Die WelcomeCard habe ich von VisitBerlin zur Verfügung gestellt bekommen. Dafür vorab schon mal vielen Dank. Und jetzt läuft der Countdown, noch 14 Tage.

Unfall, Bergung, Rettungskarte

RettungskarteToi toi toi, daß ihr niemals in einen Autounfall verwickelt werdet. Und wenn doch? Was, wenn der schlimmste Fall eintritt und die Feuerwehr euch mit der Rettungsschere aus dem Auto schneiden muß? Dann wird’s gefährlich und zwar für die Feuerwehr, denn mehr Sicherheitseinrichtung heißt auch mehr Gefahr. Wo ist die Batterie verbaut, wo sind Airbags, wo sind feste verstärkte Stahlteile verbaut?

Zwar gibt es Datenbanken, aus denen die Feuerwehr die Informationen bekommen kann, während eines Rettungsvorgangs kann die Informationsbeschaffung aber wertvolle Rettungszeit kosten. Wäre es da nicht viel einfacher, wenn die Information bereits im Auto wäre? Jetzt kommt ihr ins Spiel. Wie ich erst heute erfahren durfte, gibt es auf der Seite www.rettungskarten.eu (oder beim ADAC www.rettungskarte.de) für jedes gängige Fahrzeug eine solche Rettungskarte zum Download. Wählt euren Hersteller aus (ihr werdet entsprechend weitergeleitet), euren Fahrzeugtyp und druckt euch die Karte im DIN A4 Format (in Farbe!) aus. Anschließend heißt es noch 2 x falten (auf DIN A6) und ab damit hinter die Fahrer-(!)Sonnenblende eures Autos.

Die meisten Feuerwehren suchen, so wurde mir gesagt, wenn sie an die Fahrerseite herankommen, zuerst hinter der Sonnenblende nach Informationen. Ach ja, für Auslandsfahrten bietet es sich an, noch eine zweite Karte in der entsprechenden Landessprache auszudrucken. Ich wünsche euch, sofern ihr bereits jetzt in den Urlaub startet, schöne Ferientage und daß ihr diese Information niemals brauchen werdet.

Extraschicht 2014

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Es dürfte gefühlt 7-8 Jahre her sein, daß ich einen TV Bericht über tapfere Menschen im Ruhrgebiet gesehen habe, die bei Regen mit Regencape und Schirm bewaffnet eine ganze Nacht durchs Ruhrgebiet laufen. Damals habe ich auf dem Sofa gesessen und darüber geschmunzelt. Jetzt ein paar Jahre später dürft ihr raten, was ich am Samstag gemacht habe 🙂 .

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Kunst, Kultur, eine Nacht, 20 Städte, 50 Spielorte und 2000 Künstler starteten am Samstag in eine neue „Nacht der Industriekultur“. Kurz gesagt, es war wieder Zeit für die Extraschicht. Für alle die bisher noch nie bei einer Extraschicht dabei waren sei gesagt, in der Zeit zwischen 18.00 und 2.00 Uhr sind i.d.R. rund 150.000 – 200.000 Kulturliebhaber mit Bus und Bahn durch das Ruhrgebiet unterwegs und genießen Musik, Artistik, Feuerwerk, Theater, Führungen, Mitmachaktionen u.v.m.

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Gleichzeitig hatte dieses Jahr der Landschaftspark Duisburg Nord sein 20 jähriges Jubiläum, also ein weiterer Grund sich auch dort mal umzuschauen. Ehrlich gesagt war ich etwas unentschlossen, ob ich 2014 überhaupt wieder an der Extraschicht teilnehmen soll, denn leider habe ich dieses Jahr keinerlei Unterstützung erfahren dürfen und außerdem verkündete der Wetterbericht wie oben schon beschrieben nichts Gutes. Last but not least muß ich in der Nacht auch wieder zurück nach Krefeld.

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Aber zu Hause hocken? Nö, ist auch Mist. Also habe ich mich entschlossen zunächst dem Landschaftspark in Duisburg einen Besuch abzustatten (noch vor der eigentlichen Extraschicht) und dann ein spielortbezogenes Ticket auf Zeche Zollverein zu erwerben. Für 10,- € gab es keine vollen Busse und Bahnen (mit schon mal sehr engem Körperkontakt 🙂 ) sondern nur das Gelände auf Zollverein. Dummerweise war das mit der Anreise so eine Sache, weil der Weg von der Autobahn kommend zunächst in einer Reihe von Sackgassen landete und die Parkplätze an Zollverein nur für Besucher mit gesondertem Parkschein zu befahren waren. Mit 30 Minuten Verspätung habe ich es dann doch in einer Nebenstraße geschafft zu parken.

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Auf dem Ehrenhof tummelte sich eine Herde seltsamer Röhren und ein Schäfer, der versuchte diese Röhrenwesen zu bändigen, im „Archiv des Weltensammlers“ konnte man unter komische überdimensionale Hüte klettern und bekam in jedem „Hut“ eine andere Ausstellungswelt auf ganz kleinem Raum zu sehen. Während gerade noch Klavierklänge des „Klavierzaubers“ zu hören waren, lief plötzlich ein Elefant über den Ehrenhof. Zwei Künstler auf Stelzen steckten in „Jumbo“ und erweckten die Illusion zum Leben.

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Einige Programmpunkte waren auf Grund des Wetters kurzerhand in die Hallen verlegt worden, so z.B. auch der „Circo Black and White“ mit Seiltanz, Musik und Hundedressur, der kurzweilige 20 Minuten bescherrte. Eine Reihe weiterer Programmpunkte, die man zum Teil nur so nebenbei wahrgenommen hat, bespielten weite Teile des Geländes und trotzten zum Teil dem feuchten Wetter. Ganz große Hochachtung z.B. den jungen Künstlern und Straßenmusikern, die auch mal nur vor 5-6 Leuten musizierten.

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Die Museum und Ausstellungen hatten lange Warteschlangen, dafür strickten, pardon häkelten ein paar Leute etwas abseits eine Europakarte und auch im hinteren Teil der Kokerei, wo die RAG seit einiger Zeit ihren Firmensitz hat, stand eine Bühne, die aber am frühen Abend nur eine handvoll Zuschauer im Regen erfreute. Zwischen der Zeche und der Kokerei klaffte, vielleicht wetterbedingt, ein Unterhaltungsloch. Ob später noch mehr Gäste dorthin gefunden haben, kann ich nicht sagen. Zum Wetter paßt zumindest das obige Bild, daß ich am Straßenrand aufgenommen habe 🙂 . Mein Abend endete mit der Show von „Mister M“, der wieder mal (ich kannte ihn bereits aus dem Vorjahr) mit Geschick und Humor mit Feuerkeulen jonglierte, während er auf einem drei Meter hohen Einrad saß.

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Mehr Bilder bei Flickr und Google+ im Album „Extraschicht“ (dort auch Bilder aus den Vorjahren).

Warnwestenpflicht ab 1. Juli 2014

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Na, habt ihr als Autofahrer schon eine dieser hübschen Warnwesten an Bord? Die Frist läuft, denn ab Dienstag, den 1. Juli besteht Warnwestenpflicht in Deutschland. Aber nicht irgendeine Weste bitte. Warnwesten müssen zwar nicht schön sein, aber der Europäischen Norm EN ISO 20471:2013 entsprechen. Umlaufende, mindestens fünf Zentimeter breite reflektierende Streifen, fluoreszierendes Material in gelb, orange oder rot-orange und ein Klettverschluss muß vorhanden sein. Bei einer Kontrolle keine Weste dabei? Dann heißt’s 15,- € Bußgeld zahlen. Die meisten Quellen schreiben übrigens nur von einer „Mitführpflicht“, ob man sie bei einem Unfall oder einer Panne auch trägt muß jeder selbst entscheiden und man muß z.Zt. auch nur eine Warnweste je PKW mitführen. Mehrere Westen, auch für Mitfahrer können bei Preisen von 3,- bis 5,- € pro Weste aber sicher nicht schaden. Die Weste im Bild ist übrigens ein älteres Geschenk, im Auto liegt eine neu verpackte Weste.

Abschalten oder warum Stille so gut tut

sIst euch schon mal aufgefallen wie ruhig Stille sein kann? Nein im Ernst, unser Alltag ist mal mehr und mal weniger laut und nicht alle Geräusche können wir unterdrücken, insbesondere dann, wenn es vom ausgeübten Beruf abhängt. Aber nicht nur Maschinen, klappernde Tastaturen oder klingelnde Telefone sondern auch Auto- und Flugverkehr beschallen unseren Alltag und selbst Fernseh- und Radiogeräte, MP3Player usw. die wir abstellen könn(t)en, dudeln uns manchmal die Ohren zu. Daher liebe ich es, wenn jetzt wieder die warme Jahreszeit kommt. So rund eine halbe Stunde bevor ich zu Bett gehen möchte, schalte ich immer häufiger sämtliche Geräte ab, bereite mich bereits auf‘s Schlafen gehen vor (was man halt so macht 🙂 ) und setze mich dann nochmal für 20-30 Minuten auf den Balkon.

Vor meinem Balkon steht nur ein riesiger Baum, an dem die Blätter im Wind rascheln, auf der Straße fährt kaum mehr ein Auto und selbst wenn, die Straße liegt auf der anderen Hausseite, was den Schall recht gut abschirmt. In der Umgebung sieht man noch das eine oder andere beleuchtete Zimmer, sonst nichts. Selbst das Zwitschern der Vögel, das mich tagsüber keineswegs stört, ist verstummt. Es ist fast absolut still. Gut, das klappt nur bedingt, wenn man bereits um 22.00 Uhr ins Bett zu gehen gedenkt, aber bei mir gehen die Zeiger da schon eher auf Mitternacht zu.

Mond1Ich bin kein Kind vom Dorf, ich mag es in der Stadt zu wohnen und dank einiger Ohrgeräusche herrscht bei mir seit einigen Jahren niemals vollkommene Stille. Wenn ich nach Hause komme, wird meistens sogar bewußt irgendeine Schallquelle eingeschaltet, weil ich, wenn ich alleine bin, irgendeine Art von „Unterhaltung“ brauchen kann, aber am Abend, so als Vorbereitung für die Nacht, finde ich es sowas von entspannend auf dem Balkon zu sitzen, den Kopf abzuschalten und einfach in die Dunkelheit zu blicken, wobei es in der Stadt ja niemals so richtig dunkel wird.

Mal ist der Himmel klar und man kann die Sterne sehen, mal ist der Himmel bewölkt und in der Ferne sieht man nur die besonders hellen Objekte. Wohlgemerkt ich sitze da nicht in Pullover und dicker Jacke, das fände ich mehr als unbequem, ich sitze da nur, wenn es das warme Wetter erlaubt und dann in leichter Bekleidung. Die nächste Bebauung ist einige Meter entfernt und man müßte sich schon Mühe geben, mich mittels Fernglas zu beobachten, was mir ehrlich gesagt auch egal wäre. Denkt mal darüber nach, oder gerade nicht, schaltet einfach mal alles ab, auch den Kopf, rechtzeitig bevor ihr heute Abend schlafen geht.

Rom liegt ja so nah (Römerfest in Xanten)

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Während momentan vermehrt der Fußball über deutsche TV Bildschirme flimmert, war ich am Samstag letzter Woche, nein nicht in Rom, also jedenfalls nicht so ganz, sondern in Xanten am Niederrhein und da waren die Römer wieder auferstanden. Der Archäologische Park Xanten lud mal wieder zum Römerfest “Schwerter, Brot und Spiele” ein. Ich war spät dran, weil ich nicht so recht wußte, was ich vom Wetter halten soll. Aber so lange es nicht regnet … also los. Parkplätze gibt es auf den frisch gemähten Wiesen rund um den Archäologischen Park in ausreichender Anzahl. Als ich gegen kurz nach 11.00 Uhr kam, füllte sich das historische Amphitheater bereits zu den Gladiatorenkämpfen um 11.30 Uhr.

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Das Team Amor Mortis bot eine beeindruckende Show und der Moderator betone ein ums andere Mal, daß es kein Drehbuch gebe und der Kampf nicht vorher abgesprochen sei. Natürlich würde man nicht den Tod darstellen wollen, sondern die Kampfkünste zur römischen Zeit. Als ich die Show verließ, wurden nur wenige Meter entfernt vom Amphitheater bereits die Reit- und Kampfeskünste der Römischen Reiter zu Pferde präsentiert. Das Team der Timetrotter zeigte in Reitervorführungen mit scharfen und mit stumpfen Waffen, wie früher gekämpft wurde. So mancher Heuballen und Kohlkopf (als Menschenersatz) mußte daran glauben.

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Als ich mich an den Ständen und Zelten der Handwerker umsah und die Feldlager der verschiedenen Römischen Einheiten näher inspizierte, machten sich nach und nach die Soldaten zum Festumzug fertig. Die Römer sind übrigens weitestgehend Freizeitrömer, die aus aller Herren Länder nach Xanten anreisen um dort ihr Lagerleben zu präsentieren. Der Tageshöhepunkt näherte sich und von links und rechts kamen plötzlich kleine und große Truppen im Gleichschritt auf die Wegkreuzung zumarschiert. Nachdem sich der Zug aufgestellt hatte, ging es im großen Festumzug in Richtung Amphitheater, wo der gesamte Festumzug ins große Rund einmarschierte. Zeit also Fotos zu machen, von außen, von innen, von oben und von unten. Da kommt man so richtig in Streß 😉 .

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Als sich die Gladiatorenschau, für alle später Dazugestoßenen, ein zweites Mal wiederholte zog ich mich zurück und betrachtete nochmal den ersten Teil der Timetrotter Vorführung, die ich vorher nicht gesehen hatte. Mittlerweile waren rund 4 Stunden verflogen wie nichts. Eine große Runde durch den Park und noch ein paar Fotos später zog ich mich dann am frühen Nachmittag zurück. Übrigens Kinder haben bei dieser Veranstaltung freien Eintritt und an vielen Ecken gibt es Bastel- und Mitmachangebote. Das nächste Römerfest „Schwerter, Brot und Spiele“ findet voraussichtlich im Juni 2016 statt. Vielleicht seid ihr dann auch mit dabei. Ihr wollt noch weitere Fotos sehen? Dann klickt euch mal zu Flickr oder zu Google+ rüber.

Flachsmarkt 2014

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Pfingsten 2014 soll als das wärmste Pfingsten seit ewig in die Wettergeschichte eingehen und trotzdem (oder gerade deshalb) ließen sich auch 2014 die Besucher nicht davon abhalten gleich zur Kassenöffnung den Flachsmarkt zu entern. Dieses Jahr gab es (meines Wissens) erstmals am Samstag einen Kindertag, was zusätzlich für einen Besucherschub gesorgt haben dürfte. Kinder brauchten nämlich keinen Eintritt zu zahlen. Erwachsene wie im letzten Jahr 8,- Euro.

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Es war 7.30 Uhr mein Wecker klingelt. So früh aufstehen an einem Samstag? Aber ja, denn erstens will man schließlich gut gestärkt in den Tag starten und zweitens gilt es bei dem Wetter noch ein wenig Proviant in den Rucksack zu packen. Mindestens 1,5 Liter Wasser sollten es schon sein, denn die Sonne brannte bereits um 9.30 Uhr in der Frühe vom Himmel. Also los, die Straßenbahn war noch erfreulich leer, dafür waren die Kassen zum Flachsmarkt bereits gegen 9.45 Uhr geöffnet.

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Hinein ins Geschehen und dieses Mal ganz anders als sonst. Einer der ersten Wege führte zwar wie immer in die Burg, denn da ist der Zutritt begrenzt aber danach ging es dieses Mal zuerst auf die Ritterwiese. Die Luft stand still dort und es war bereits unglaublich warm. Da macht es Sinn sich für Ritterrüstungen zu interessieren 🙂 . Die Ritter waren vermutlich noch bei der Morgentoilette, so daß ich nur 1-2 von ihnen zu Gesicht bekommen habe. Zurück zur Burg, denn trotz diverser Besuche auf dem Flachsmarkt, bin ich dieses Jahr zum allerersten Mal zur offiziellen Eröffnung auf der Vorburg mit dabei.

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Der Spielmannszug des Fanfarencorps Korschenbroich marschiert gefolgt von Hornbläsern, dem Kurfürst mit großem Gefolge und dem Schirmherrn Antoin Scholten – Bürgermeister von Venlo – in die Vorburg ein. Als traditionelles und historisches Symbol des Marktes wird das Marktkreuz mit Richtschwert und Siegel aufgerichtet. Danach werden diverse Politiker, Bürgermeister und der Oberbürgermeister begrüßt. Auch hier steht die Luft, ich bewundere die Menschen, die in Tracht in der prallen Sonne aushalten.

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Ich mache mich unterdessen auf den Weg Flachsspinnern, Handwebern, Lehmbauern, Sattlern, Seilern, Rüstungsschmieden, Kettenhemdmachern, Perückenmacherinen und Buttermachern bei der Arbeit zuzuschauen. Dazwischen die üblichen Künstler, Gaukler und Musikanten. Dieses Jahr auch wieder mit dabei eine Falknerin mit ihren Tieren und natürlich der passenden Flugvorführung.

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Wenn ihr Lust bekommen habt, das nächste Pfingsten folgt bestimmt. Genug der Worte, jetzt kommt das mit den Fotos. Klickt für mehr auf das Album „Rund um Krefeld“ bei Google+ oder bei Flickr.