#heute1914

Heute 1. Stunde Geschichte … boooaaaa wat habe ich mich damals gelangweilt, wenn wieder mal von Karl dem Großen und Pipin dem Kleinen (oder so ähnlich) erzählt wurde. Unsere Geschichtslehrer war so‘ absoluter Zahlenfanatiker und man stand immer gut bei ihm, wenn man alles auswendig gelernt hatte. 1780 Kartoffelkrieg oder war’s 1920, keine Socke braucht das heute, es sei denn er ist Kartoffelverkäufer 🙂 . Aber mal im Ernst, das Interesse für geschichtliche Dinge kam erst viel später, denn der 2. Weltkrieg wurde meines Wissens im 10. Schuljahr im Schweinsgalopp durchgepaukt, Hauptsache mal erwähnt. Und der 1. Weltkrieg, ja den gab’s auch mal.

heute1914

Nun haben wir zum 2. Weltkrieg in den letzten Jahren vieles in TV Dokumentationen gesehen und gehört aber 1914 …? Neben der Ausstellung „1914 Mitten in Europa“ (auf Zeche Zollverein in Essen) hat nun das ZDF (im Internet) eine Reihe gestartet, die noch bis Ende 2014 laufen wird. #heute1914 in 100 Sekunden. Der Weltkrieg in 100 Sekunden? Nein, aber Nachrichten und Bilder von damals, im Stil der 100 Sekunden Nachrichtenformate, wie man sie heute im Netz findet. Die ersten Folgen sind schon online und soweit man das über Krieg sagen kann, die 100 Sekunden Nachrichten sind gut gemacht. Insgesamt sollen bis zu ca. 30 Folgen im Laufe des Jahres folgen. Die ersten Folgen verpaßt (wie ich auch)? Hier gibt‘ alle Folgen zu sehen.

Erdbeben

Schon wieder ein Erdbeben. Nur wenige Wochen nach den schrecklichen Bildern aus Haiti dringen schon wieder Bilder von zerstörten Häusern und Straßen zu uns in die Wohnzimmer. Dieses Mal hat es Chile erwischt. Für den gesamten pazifischen Raum wurde eine Tsunami-Warnung herrausgegeben.

Während die Meldung „Erdbeben“ früher nur eine unter vielen in den Nachrichten war, ist jetzt dank Internet, Satelitentelefon und weltumspannendem Nachrichtennetz selbst aus der kleinsten Ecke der Welt die Nachricht ruck zuck in unseren Wohnzimmern. Manchmal frage ich mich, ob uns das wirklich gut tut. Wir können spenden und einige von uns, die entsprechend ausgebildet sind, können auch helfen. Aber der große Rest steht machtlos da.

Wir in Deutschland leben, außer vielleicht in der (süd-)westlichen Ecke, relativ sicher, weil der Teil Europas nicht zu den erbebengefährdeten Gebieten gehört, aber nach jedem neuen Beben wird mir wieder klar, daß wir nur ein ganz kleines Rädchen sind, dieser Naturgewalt weitestgehend schutzlos ausgeliefert. Das klingt pathetisch, oder? Aber vielleicht sollte man sich das mal vor Augen halten, wenn man das nächste Mal wieder um Nichtigkeiten kämpft (in der Politik wie auch privat).