Nachdem uns letzte Woche die Sonne für einen Tag mit frühlingshaften Temperaturen beehrt hat, habe ich heute auch mal wieder einen Beitrag zum Foto der Woche. Für den (unwahrscheinlichen 😉 ) Fall, daß ihr die Aktion Foto der Woche von Juli und Fee noch nicht kennt, schaut unbedingt mal auf ihrer Seite vorbei. Entstanden ist mein Foto der Woche am vergangenen Donnerstag im Botanischen Garten in Krefeld …

Autor / Michael
Schwedische Teller und Botanik
Als ich letztens so meine Teller betrachtete, fiel mir auf, daß diese im Laufe der Zeit einige schwarze Striemen abbekommen haben. Ich beschloß, es wäre mal wieder Zeit für ein paar neue Teller. Nicht zu teuer, aber alltagstauglich eben. Und wo bekommt man die günstig? In Schweden, also in diesem Möbelhaus aus Schweden (das ist der Laden, den die Männer sonst mit Bälleparadies verbinden 🙂 ). Also war ich am Samstag ausnahmsweise in der Porzellanabteilung von Ikea, um mir ein neues Tellerset zuzulegen. Und womit könnte man das verbinden? Mit einem Spaziergang im Botanischen Garten. Vor einiger Zeit habe ich ja vehement einen persönlichen Wetterengel gefordert, allerdings muß es da zu einem Mißverständnis gekommen sein. Sitze ich beim Frühstück scheint die Sonne, ziehe ich mich an und raffe mein Zeug zusammen, scheint die Sonne, aber kaum gehe ich aus dem Haus, ziehen die Wolken auf und steige ich aus dem Auto, fallen die ersten Tropfen 😦 . Ich sehe meinen Wetterengel insgeheim da oben hocken und leise vor sich hinkichern.
Na ja, irgendwas ist bekanntlich immer, ich bin trotzdem kurz durch den Botanischen Garten, denn daß ich das letzte Mal hier war ist auch schon wieder 3-4 Jahre her (wobei Duisburg mindestens zwei botanische Gärten hat). Dieser ist kein Steinwurf von Ikea entfernt, (fast) gleich auf der anderen Straßenseite (Hamborner Str.), unweit der Autobahn A59. Wenn’s also im Möbelkaufhaus mal wieder länger dauert … 😉 . Leider befindet sich der Gaten noch in der Umbauphase (bis Mai 2014) und ist auch nicht so groß, daß man sich verlaufen könnte, aber für einen kleinen Spaziergang lohnt er sich allemal. Momentan war es noch etwas karg dort, aber wenn damnächst alles blüht bin ich bestimmt nochmal da. Die Auswahl an Sitzmöglichkeiten scheint jedenfalls ausreichend und sehr abwechslungsreich 🙂 . Was wollte ich gleich? Ach klar, einfach nur Sitzen 😉 .
P.S.: Hattet ihr des Nachts schon mal einen Traum, daß euer Auto geklaut wurde und am Tag drauf könnt ihr auf dem Parkplatz eines großen Möbelhauses euer Auto nicht wiederfinden, weil ihr den falsch Gang genommen habt? Wieso? Ach nur so eine Frage …
Westlichster Bergwerksposten
Im Sommer 2013 war ich in Krefeld auf dem über alle Grenzen bekannten 😉 Aussichtsturm auf dem Hülser Berg und sah in einiger Entfernung einen alten Förderturm. Ein Bergwerk in Richtung Westen? Ich konnte den Förderturm nicht einordnen, denn die Blickrichtung war nicht Neukirchen Vlyn und erst recht nicht Moers. Megavergeßlich wie ich nun mal bin, habe ich den Förderturm, kaum daß ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, auch schon wieder vergessen.
Als ich dann vor ein paar Tagen die WDR Lokalzeit Düsseldorf gucke (im Kabel habe ich die Lokalzeit aus Düsseldorf, auch wenn ich ab und zu die Lokalzeit Ruhr zitiere), sehe ich dort einen Bericht über eine alte Zeche und höre was von Abriß des Förderturms. Kanninchengleich stelten sich sofort meine Lauscher senkrecht. Ein Zechenbericht in der Düsseldorfer Lokalzeit? Ja, in der Tat. Es ging um die Zeche Tönisberg in Tönisberg bei Kempen am Niederrhein. Huch … Tönisberg? Da war ich ja noch nie (sonst würde ich die Zeche vermutlich auch kennen). Also flugs eine bekannte Suchmaschine in Gang gesetzt und mir den Weg dorthin rausgesucht … „Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt“.
Zu meiner großen Freude sollte sich die Zeche Tönisberg (meines Wissens übrigens die westlichste Zeche in Deutschland und damit auch westliche Grenze des Steinkohlenbergbaus) in der Windmühlenstraße befinden und naheliegender Weise befindet sich dort auch noch eine restaurierte Kastenbockwindmühle am Wegesrand die auf Besichtigung wartet. Alles zusammen also der perfekte kleine Ausflug für einen Nachmittag. Donnerstag (Frühlingsanfang, schönstes Wetter) kurzerhand früher Feierabend gemacht und ab dafür.
Fairer Weise sollte ich noch erwähnen, daß das ehemalige Zechengelände von einem Kunststoffhersteller genutzt wird und die Tore an dem Nachmittag offen standen. Ich habe mich für ein paar Fotos „reingeschlichen“, denn von außen ist neben einigen alten Gebäuden vom Förderturm leider nur wenig zu sehen. Ich bin gespannt, was aus dem Förderturm wird und erzähl’s euch, wenn der WDR wieder berichtet. Gerne hätte ich noch ein bisschen Zeit an der Winmühle verbracht, aber dafür war der Nachmittag zu kurz und rund um die Windmühle gibt’s außer einer Bank auch nur wenig Möglichkeiten sich aufzuhalten (dafür gab’s schöne Fotos 😀 ).
P.S.: Ich habe noch ein paar Bilder hochgeladen bei Google+ und Flickr.
Ich bin ein Baby Boomer
Sollen Blogs nicht ab und zu persönliches enthalten? Wenn ja, ist heute so ein Tag, denn ich habe vor kurzem gelernt, daß ich ein Baby Boomer bin. Als Baby Boomer bezeichnet man die, die in Deutschland im Zeitraum von 1955 bis 1969 geborenen wurden, die sogenannten geburtenstarken Jahrgänge. Im Jahr 1964 erreichte die Geburtenrate ihren Höhepunkt mit 1.357.304 Babys und wer jetzt ein wenig rechnen kann wird feststellen, der geburtenstärkste Jahrgang Deutschlands wird in diesem Jahr 50. Warum ich das in meinem Blog schreibe? Na dreimal dürft ihr raten. Ich halte ja generell nicht viel von Geburtstagen, ich mußte in den letzten Jahren manchmal sogar einen Moment überlegen, wie alt ich gerade tatsächlich bin. Wenn man aber in sentimentalen Momenten zurückblickt, kommen eine Reihe Erinnerungen wieder hoch.
Früher hatten wir kein Handy, dafür konnten wir im Festnetz für 23 Pf. unendlich lange im Ort telefonieren. Wir hatten ein Fahrrad und eine Fahrt über die Stadtgrenze war schon eine kleine Weltreise. Ihr müßt wissen ich komme aus Oberhausen und bis zur Mülheimer Stadtgrenze waren es 600 Meter, bis zur Essener Stadtgrenze auch kaum mehr als 800 Meter. Wir waren außerhalb des Zugriffsbereichs unserer Eltern und machmal über Stunden nicht zu erreichen. Telefonate führte man aus der Telefonzelle und das Kinderprogramm lief im Fernsehen nur 1 Stunde täglich. An der Bude umme Ecke gab’s Bonbons für 1-2 Pf. und wenn Opa 50 Pf. springen lies, gab’s eine Tüte Gemischtes.
Im Radio hörte mal RTL (über Mittelwelle), weil der WDR, mit Ausnahme von Mal Sondock’s Hitparade, wenig poppiges spielte. Mal Sondock war Amerikaner und spielte „Die neuesten Hits aus aller Welt“ während wir mit dem Kassettenrekorder daneben saßen und mitgeschnitten haben. Ab und zu gab’s auch Musik im Fernsehen. Ich erinnere mich an Disco, Plattenküche, Ronnys Pop Show (eine Sendung mit einem Affen als Moderator) und später FormelEins. Als ich mit 18 1/2 den Führerschein machte, konnte ich mir garnicht vorstellen, welche Freiheiten ich damit erreicht habe. Plötzlich waren aus 600 Metern 60 Kilometer geworden, um eine „Weltreise“ zu unternehmen. In den 90’ern wurde das Internet „erfunden“ und als ich aus Langeweile mal nach meinem Bundeswehrstandort in Oldenburg googelte, mußte ich feststellen, daß der seit 1993/94 nicht mehr existiert.
Ich bin übrigens genauso alt wie Hape Kerkeling, Ilse Aigner, Sandra Bullock, Nutella 😀 und Jan Josef Liefers, letzter ist sogar wie ich vom Sternzeichen Löwe. Deutscher Fußballmeister wurde in meinem Geburtsjahr der 1. FC Köln (huch) 🙂 . Im gleichen Jahr erhielten Fußgänger (lt. Straßenverkehrsordnung) auf einem Zebrastreifen Vorrang vor motorisierten Verkehrsteilnehmern, der Bayerische Rundfunk startete als erste ARD-Anstalt ein drittes Fernsehprogramm und die Deutsche Bundesbank gibt die ersten Banknoten im Wert von 1000,- DM aus. Na erraten, wie alt ich dieses Jahr werde? Dann behaltet es bitte für euch 😉 .
Wie so häufig, werde ich auch dieses Jahr an meinem Geburtstag wieder in Urlaub sein, denn ich mag keine Bürofestivitäten. Wenn das Wetter schön ist werde ich bestimmt irgendwo auf Fotoreise in NRW unterwegs sein. Ist ein Geburtstag nicht irgendwie ein Tag wie jeder andere? Ihr werdet jetzt vehement wiedersprechen, weil ihr ausgiebig feiert und das möchte ich auch keinem absprechen, aber ich mag den Rummel einfach nicht. In der Familie, ja da vielleicht, aber da ich davon momentan auch wenig habe, fällt auch das unter den Tisch. Also lade ich Hape Kerkeling & Co. zu einem Ausflug auf die nächste Halde ein, lecke demonstartiv das Nutella Messer ab oder drehe eine neue Runde auf dem Riesenrad des Lebens. Dabei genieße ich hoffentlich einen entspannten und ruhigen Tag. Wann ich jetzt genau Geburtstag habe? Ich hab’s vergessen … (und eigentlich esse ich auch viel lieber Nuspli 😉 ).
Alsumer Berg, Kokerei und Mäuseturm
Ich gebe zu, das hübscheste Fleckchen Erde ist das nicht gerade, wenn man am Alsumer Berg aus dem Auto steigt, denn man steht praktisch mitten in einer aktiven Industriekulisse. Der Alsumer Berg, zu erreichen über einen kleinen Parkplatz am „Alsumer Steig“ und einem Fußweg von ca. 800 Meter ist eine alte Schuttdeponie in Duisburg, die unmittelbar am Rhein liegt. Wie ihr hier lesen könnt, war ich bereits vor drei Jahren einmal auf dieser begehbaren Deponie und schon damals dachte ich schön ist anders. Aber was nicht schön ist, kann trotzdem interessant sein, also bin ich letztens nochmal hin. Zum einen gibt es von oben einen schönen Blick über den Rhein und zum anderen kann man unmittelbar auf die Kokerei Schwelgern gucken.
Wer schon mal von der Halde Rheinpreußen in Moers auf den Rhein hinutergeguckt hat, hatte die Kokerei Schwelgern und den Nasslöschturm bestimmt schon mal im Fokus des Fotoapparates, denn die Wasserdampfwolke ist von dort und vielen weiteren Stellen im Ruhrgebiet gut zu sehen. Bei meinem ersten Besuch am Alsumer Berg habe ich mir nichts dabei gedacht, außer da wird was heißes mit viel Wasser „kalt gemacht“ und dabei qualmt’s halt 😉 . Erst mit der Führung „Durch Koksofen und Meistergang„, die ich 2012 auf der (stillgelegten) Kokerei Zollverein mitgemacht habe, habe ich den Kokereivorgang in der Theorie kennengelernt.
Die Kokerei Schwelgern bietet jetzt die Arbeitsschritte live und vom Aussichtspunkt auf dem Alsumer Berg kann man ein bisschen hineinsehen ins Arbeitsgeschehen. Das war mir beim letzten Besuch 2011 nicht wirklich klar. Dieses Mal hatte ich das große Glück, daß der südliche Nasslöschturm in Betrieb war, so konnte ich ganz gut sehen, wie alle 10 Minuten ein brennender Koksblock in den Kühlturm fuhr und dann mit Unmengen Wasser abgelöscht wurde. Die Kokerei Schwelgern besteht aus zwei Batterien mit jeweils 70 Koksöfen und benötigt (lt. einem Artikel der Rheinischen Post) alle zehn Minuten 28 Kubikmeter Wasser. Zurück am Parkplatz, habe ich mir das ganze sogar noch (durch den Zaun) aus der Nähe ansehen können.
*** Wolkenfantasie_on *** Manchmal kann man ganz tolle Sachen entdecken. Die Wolke da oben sieht doch aus wie ein Engel, oder 😉 ? *** Wolkenfantasie_off ***
Aber der Alsumer Berg und die Kokerei ist nicht das einzige was man an diesem Fleckchen Erde sehen kann. Man kann, wenn nicht gerade Hochwasser ist, vom Rheindeich runter an den Rhein und findet dort sogar sowas wie einen kleinen Strand vor. Dort wo sich die Wassergewinungsanlage von Tyssen Krupp befindet kann man unmittelbar am Wasser stehen und beobachten, wovor immer gewarnt wird. Das Wasser ist rund 2 Meter von mir weg, der Sand um mich herum ist feucht, ein großes Schiff mit entsprechendem Sog fährt rheinabwärts vorbei. Plötzlich geht das Wasser 2-3 Meter zurück bevor ich meinen Platz im Sand schleunigst räumen muß, weil das Wasser plötzlich meine Füße umspült.
Daß das Wasser solche Wellen verursacht hat mich daran erinnert, daß der Rhein kein Spielplatz ist. Was mich aber überhaupt vom Rheindeich runtergetrieben hat, ist ein etwas versteckt zwischen den Büschen liegendes Gebäude, das meine Neugierde geweckt hat. Was kann das sein? Ich kann keine Erläuterung finden und muß zu Hause danach googeln. Das Gebäude mit zwei schweren Stahltüren und einem kleinen turmartigen Ausguck soll sich Duisburger Mäuseturm nennen und eine ehemalige Zollstation am Rhein sein. Mit anderen Worten eine frühe Mautstelle (Maut = Maus) für Schiffe, welche den Rhein schon damals als Transportweg nutzten. Wißt ihr ob das stimmt? Ansonsten schreibt mir, wenn ihr eine andere Geschichte dazu kennt. Jetzt noch schnell was aus der Rubrik Kurriose Fundstücke.
1. Was ist das hier, kann man da den Stöpsel aus dem Rhein ziehen 😀 ?

2. Wie kommt Kohle (oder ist das Koks) an den Strand des Rheins?

3. Warum habe ich auf meiner Toilette keine so tolle Aussicht?

Frühling (Ohne Worte)
Sonniges Wochenende
Noch ist es hier am Niederrhein bewölkt, aber am Samstag und Sonntag soll der (Vor-)Frühling mit Sonne ins Wochenende starten und den Winter vertreiben. Zeit also die nächsten Wochen zu planen, Termine habe ich ja schon genug gesammelt (siehe rechts auf dieser Seite). Auch nach Hamburg und Berlin möchte ich mal wieder und dieses Mal nicht beruflich sondern privat. Unter dem Namen „Bahnhit Hamburg“ und „Bahnhit Berlin“ (rechts auf der jeweiligen Seite) habe ich zwei interessante Möglichkeiten entdeckt, für einen akzeptablen Preis eine Bahnanreise plus Hotel und Frühstück sowie im Fall von Hamburg eine ÖPNV Karte inclusive zu buchen. Vielleicht ist das ja auch was für euch.
[Update 26.03.2014] Die Onlinebuchung für Berlin macht z.Zt. Probleme, aber telefonisch geht’s auch.
Während ihr letzte Woche dem Karneval gefröhnt habt, habe ich bereits die ersten Sonnenstrahlen genossen. Es war noch ein wenig frisch, um sich irgendwo länger hinzusetzen, aber das soll ja an diesem Wochenende anders werden. Ich habe die Frühlingshaldensaison im Westen auf der Halde Pattberg (Moers) gestartet. Beim letzten Mal bin ich eine Autobahnausfahrt zu weit, dieses Mal eine zu früh abgefahren, dabei liegt die Halde praktisch am Fuß der A57/A42. Nächstes Mal klappt es bestimmt 🙂 . Außerdem war ich mal wieder im Rheinpark in Duisburg. Letzteren hatte ich euch vor 14 Tagen in diesem Blogbeitrag empfohlen. Hier liegen vergangene Industriekulisse und moderne Rheinpromenade unmittelbar nebeneinander. Wer es sich traut, stellt sich auf der (offiziell begehbaren) Hochfelder Eisenbahnbrücke mal knapp neben die Bahngleise (Fußweg). Man bekommt so ein gutes Gefühl für Geschwindigkeit.
Noch keine Ahnung wo es euch am Wochenende hintreibt? Ich bin ehrlich gesagt auch noch unentschlossen, vor allem weil ich am Sonntag vermutlich nicht alleine bin (aber das ist eine andere Geschichte). Schaut für Anregungen doch mal in die bekannten Fotoalben bei Flickr und Google+ (oder in die Gesamtübersicht für ältere Alben Flickr / Google+). Ich wünsche euch ein schönes und sonniges Wochenende.
Krefeld Rheinhafenbrücke
Vor knapp zwei Jahren habe ich euch schon mal mit in den Krefelder Hafen genommen, aber damals war es nur ein Abstecher. Berichte über die historische Drehbrücke in der Tageszeitung sorgten dafür, daß ich mich mal wieder mit der Kamera dort umschaue. Für die einen ist es nur eine Brücke in den Hafen, für die anderen ist es eine in Deutschland einmalige Brückenkonstruktion, die letzte ihrer Art.
Wer zw. Krefeld Linn und dem Rheinufer unterwegs ist, wird die Drehbrücke aus dem Jahr 1906 sicher schon mal gesehen haben. Original Drehtechnik sorgt ca. 150 mal im Jahr dafür, daß Schiffe in den Hafen fahren können und das, dank Baujahr 1908, nun schon seit 106 Jahren. Die Straße wird dann jeweils gesperrt und die Brücke wird um 90 Grad auf dem Mittelpfeiler gedreht. Leider habe ich den Drehvorgang auch noch nie miterleben dürfen, aber alleine die Optik (Jugendstil) und die hunderte von Nieten sind es schon wert gesehen zu werden.
Der Schwerlastverkehr hat zugenommen, hier wie überall anders auch und eine Brücke, die nur eine einspurige Befahrung zuläßt ist nicht mehr zeitgemäß. Trotzdem, die Brücke soll und muß erhalten bleiben. Zeigt mir mal etwas, was nach 106 Jahren noch so funktioniert wie am ersten Tag. Bevor ich lange rede lasse ich lieber Bilder sprechen. Eine Auswahl hier und mehr im Krefelder Album von Flickr und Google+.
Bist du ein Serienjunkie?
Eins vorweg, als Sereinjunkie würde ich mich nicht bezeichnen, denn ich habe keine DVD Boxen mit diversen Serien hier herumstehen (von der Uraltserie Magnum mal abgesehen und die habe ich mehr aus Nostalgiegründen), noch habe ich PayTV, so daß ich die ständig neuen Serien sehen könnte. Auch mag ich keine Serien im Originalton, weil ich der Sprache nicht dauerhaft folgen kann und ständig Untertitel zu lesen ist mir auch ein Graus. Bist du ein Serienjunkie? Was ist eigentlich ein Serienjunkie?
Ich gucke Serien, wenn ich rechtzeitig davon erfahre, meistens auf einem der Privatsender. Einzige Ausnahme ist Sherlock. Mit Freude durfte ich lesen, daß die 3. Staffel zu Pfingsten in der ARD startet. Die althergebrachte Story von Sherlock Holmes und Dr. Watson wurde hier genial aus dem London des 19. Jahrhunderts ins 21. Jahrhundert hehievt. Dank Gebührenfinanzierung (die hier übrigens excellent angelegt ist) braucht die ARD auch nicht ganz so stark nach den Quoten schielen. Und damit wären wir beim Problem der Privatsender.
Dort laufen manche Serien rund ums Jahr und wenn gerade eine Staffel durch ist, wird eben eine andere wiederholt. Meist ohne Vorwarnung und manchmal auch mitten in einer Staffel. Nicht erst einmal habe ich beinahe den Anschluß verpaßt. Früher was es Emergency Room, noch früher Ally McBeal, eins haben alle Serien auf Privatsendern gemeinsam. Sie brauchen gute Einschaltquoten.
Zuerst ein Beispiel wo die Quoten anscheinend gut sind, eine gelungene Mischung aus Krimi und Humor. Bei The Mentalist ermittelt ein Team des California Bureau of Investigation bei Mordfällen unter zur Hilfenahme des Beraters Patrick Jane. Der Mord an seiner Familie zieht sich wie einen roten Faden durch die Serie und endet in diesem Tagen mit spektakulärem Finale. Mit Start der neuen Staffel gibt es einen Zeitsprung von zwei Jahren, in dem das Team zunächst in alle Winde verstreut ist. Das klingt ein bisschen nach Neuanfang, ich bin gespannt.
Schwächeln die Quoten hingegen, geht’s mit der Serie ganz schnell in die Abstellkammer. Eine der besten Serien ever (wobei das meine ganz persönliche und subjektive Meinung wiederspiegelt) ist Homeland.
Während der zufällig aus irakischer Kriegsgefangenschaft befreite Sergeant Nicholas Brody (Damian Lewis) als Kriegsheld gefeiert wird, hat seine Frau Jessica (die tolle Morena Baccarin) eine Affäre mit dem besten Freund. In der langen Kriegsgefangenschaft soll Brody vom hochrangigen al-Qaida-Mitglied Abu Nazir einer Gehirnwäsche unterzogen worden und nun der zentrale Bestandteil eines Terrorplots gegen die USA sein. Die eigenwillige CIA-Agentin Carrie (Claire Danes) hat einen Tipp erhalten, demnach Brody ein Agend der „anderen Seite“ geworden ist. Daraus entwickelt sich eine Geschichte, bei welcher der Zuschauer von außen auf das Geschehen blickt und den handelnden Personen fast immer einen Schritt voraus ist. Brutale Szenen wechseln mit erotischen Momenten ab und häufig nimmt die Geschichte Wendungen, die man nicht erwartet. Die zweite Staffel endet mit einer Explosion, bei der eine ganze Trauergesellschaft getötet wird und wieder weiß man nicht ist Nicholas Brody der Schuldige.
Ich fand die ersten beiden Staffeln äußerst spannend, obwohl Amazon Kritiken ganz anderes sagen, und habe mich gefreut, als ich am Wochenende hörte, daß am 9. März die 3. Staffel bei SAT1 (zu später Stunde) startet. Also googlelte (sagt man eigentlich „bingen“, wenn ich mit Bing suche?) ich heute etwas dazu und las zu meinem größen Erschrecken, daß die Quoten der zweiten Staffel schlecht waren und die Serie nach ihrem Start bei SAT1 eine Woche später zu Kabel1 abgeschoben wird. Dort wird die Serie ab 15. März Samstags um 23.15 Uhr laufen. Immerhin läuft die dritte Staffel noch.
[Update:] Ich lese gerade, daß Homeland jetzt doch nicht zu Kabel1 verschoben werden soll, sondern weiterhin am späten Sonntagabend auf SAT1 läuft.
Ganz anders sieht es mit Elementary aus. Elementary ist eine moderne Fassung der Sherlock-Holmes-Geschichte. Ähnlich wie bei „Sherlock“ spielt hier ein moderner Sherlock Holmes einen ehemaligen Drogenabhängigen, der das Scotland Yard als Berater für das NYPD unterstützt. Um seine Bemühungen drogenfrei zu bleiben zu unterstützen, wird ihm die Ärztin Dr. Joan Watson (die hübsche Lucy Liu) als Betreuerin beigestellt. Die ehemalige Chirurgin verlor ihre Zulassung, nachdem einer ihrer Patienten auf dem OP-Tisch starb und unterstützt Sherlock bei seinen Ermittlungen. Vorletzte Woche wurde zunächst die zweite Staffel (welche im November einfach unterbrochen wurde) beendet, während diese Woche die dritte Staffel starten sollte. Doch urplötzlich sollte die Serie zu Sixx verschoben werden und als man dort auch keinen Sendeplatz hatte wurde sie für diese Woche ganz eingestellt 😦 .
Diese Informationen und eine Reihe von Links habe ich übrigens auf der Webseite Serienjunkies.de gefunden. Jetzt ihr, was ist eure Lieblingsserie? Was muß ich mir eurer Meinung nach unbedingt ansehen?
Von Tiger&Turtle an den Rhein
Ich liebe ja Halden und ich liebe Landmarken, ich liebe aber auch Wasser. Was also tun, um die drei Elemente zusammenzubringen? Halde ans Meer verfrachen? Landmarke an den Baldeneysee stellen (könnte ja auch mal jemand drauf kommen 😉 ) oder einfach einen Ausflug zu Tiger & Turtle an den Rhein ausweiten. Über die Landmarke im Süden Duisburgs habe ich euch ja schon des öfteren was erzählt, aber so langsam wird’s ein wenig eintönig. Wer schon mal auf der Achterbahn stand wird mit Sicherheit den Rhein gesehen haben. Wäre es da nicht toll, wenn man gleich mal rüberhüpfen könnte? Dachte ich mir auch und habe ein wenig im Netz gesucht. Und siehe da, man kann.
Über den Rheinpark berichtete ich ja bereits vor einem guten halben Jahr. Er ist rd. 10 Autominuten von Tiger & Turtle entfernt und liegt direkt am Rhein. Etwas näher liegt der Duisburger Ortsteil Wanheim. Keine 5 Autominuten entfernt findet man eine schöne, kleine aber feine Promenade, die es erlaubt einen Sonntagsspaziergang, einen Blick auf den Rhein und einem Besuch in den Rheinlust-Terrassen zu verbinden. Ein kleiner Parkplatz am Eingang der Kalkumer Straße wäre dazu ein guter Treffpunkt.
Ob die Rheinlust-Terrassen etwas taugen weiß ich noch nicht, werde ich aber mal testen, wenn wieder Terassenwetter ist. Vielleicht kann ich dann auch herausfinden, warum man die Kanus hier auf Stangen lagert 😉 ? Am erwarteten Hochwasser kann es nicht liegen, denn dann wäre der Papierkorb daneben überflüssig. 5 Autominuten sind euch zu weit? Dann hätte ich noch eine Idee. Gleich neben dem Angerpark (Heimat von Tiger & Turtle) befindet sich der Angerbachweg, der so heißt, weil er dem Angerbach folgt.
Und das könnt ihr auch tun, denn der befestigte Weg führt durch einen Tunnel unter der Straße und unter den Eisenbahnschienen hindurch in wenigen Minuten zur Mündung des Angerbachs in den Rhein. Dank ausreichender Beschilderung (gut versteckt unterhalb der Brücke) ist der Weg ja nicht zu verfehlen 🙂 . Gut ein Weltereignis erwartet einen hier nicht, aber der Aussichtsstieg neben dem historischen Haus Angerort bietet mehr, als ich in dem Industriefleckchen erwartet hätte. Und er ist Hochwassersicher, eher läuft der Angerbach über.
Das Haus Angerort liegt auf dem Firmengelände der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) und kann nicht betreten werden. Bliebe als Highlight noch die Entladung eines Containerschiffs zu beobachten, wenn denn mal eines vor dem „DuisPort“ ankert. Wie man hier und hier lesen kann, werden von diesen Terminals Audi Teile nach Südostasien verschifft. Daß der Aussichtsstieg dem Bug der Titanic ähnelt ist vermutlich reiner Zufall 😉 … Wenn also sonst nichts los ist an diesem Fleckchen Erde stellt euch ganz vorne hin und brüllt sowas wie „Ich bin der König der Welt“! 😀




































