Zeche, Kunst und Regenbogen

Kalender 2014

Wie versprochen trage ich noch einen Beitrag nach, den ich letzte Woche nicht geschafft habe fertig zu stellen. Ende September habe ich mich nämlich so richtig festlich gekleidet, um endlich mal ein Zechenfest auf der Zeche Zollverein zu besuchen. Anzug, Krawatte, das weiße Hemd noch gebügelt, Schuhe geputzt und was ist, auf Zollverein geht’s garnicht so festlich zu wie ich dachte. Stattdessen Halli Galli auf vielen Bühnen, in vielen Hallen und draußen bei schönstem Wetter. Ein bischen Kirmes, ein bisschen Messe und die Einladung an Führungen u.ä. auf dem Gelände der Zeche Zollverein teilzunehmen. Wie stand ich jetzt da in meinem Anzug? Extra noch beim Friseur gewesen, so richtig in Schale geworfen. Da ich das Ruhrmuseum bereits beim letzten Besuch auswendig gelernt habe, habe ich auf eine Führung verzichtet und bin rund 2 Stunden mit der Rolltreppe in die Kohlenwäsche und wieder zurück gefahren.

Zechenfest

Das mit dem auswendig lernen ist übrigens ein Muß, denn am Museumsausgang gibt’s ’ne Prüfung aus 16 Fragen und wer alle Antworten weiß, gewinnt ’n 5 kg Sack Ruhrpottkohle to go oder eine zweistündige Fahrt auf der Rolltreppe. Na für was habe ich mich wohl entschieden :-D. Wat sachse? Ob ich ein auf’n Kopp gekricht hab‘? Ihr meint ich wär‘ wiedder am träumen gewesen? Ihr glaubt mir nicht, wa? Na gut, zugegeben, aber ein bisschen umgeguckt habe ich mich auf’n Zechenfest schon, lecker Bratwurst gegessen, der Band Ruhrschnellweg zugehört und bei die Gelegenheit, ’n lange gewünschte Ruhrpott Tasse und ’n ersten Kalender für 2014 (aus dem Klartextverlag) käuflich erworben. Warum Porto zahlen, wenn man allet gleich mitnehmen kann. Auf dem Vorplatz zum Ruhrmuseum stand bis gerade vorgestern übrigens noch der rAndom International Tower über den ich euch hier berichtet habe.

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Das besondere, an diesen Mittag schein.. schiente .. strahlte die Sonne so schön und der Wind verteilte ein wenig des Wassers als feinen Tröpfchennebel, so dat dat einen wunderschönen Regenbogen zu sehen gab. Unter vollem Einsatz habe ich mich in den Nebel gestellt und dies fotografische Highlight zusammengemeißelt. Isset nich‘ toll :-D? Danach bin ich dann auf dem Rückweg zum wiederholten Mal im Landschaftspark Duisburg Nord hängen geblieben. Is‘ aber auch zu schön dort.

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Es ging nochmal um die Ruhrtrienale, genauer um „Stifters Dinge – The Unguided Tour“. Was zum Teufel sollte mich dort erwarten. Ich hatte was von elektrischen Klavieren gelesen, aber sonst? In der alten Kraftzentrale war es wieder mal (fast) stockfinster, aber dieses mal nicht laut. Im Gegenteil in Mitte der Halle klimperte ein Klavier und drumherum war einiges eher wie zufällig aufgebaut. Erst als sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah ich, daß das Drumherum auf einer Art fahrbarem Gestell stand und verschiedene Geräusche machen konnte. Also blieb ich erstmal stehen. Das Non-Stop-Programm entwickelte sich langsam. Aus kleinen Lautsprechern erklangen Stimmen, die riesige Maschine setze sich plötzlich in Bewegung. Was eben noch wie ein „Drumherum“ aussah entwickelte sich zu einem dreidimensionalen Gebilde aus Steinen, Metall, Klavieren, Wassertanks, Regen, Nebel und Eis. Die Klaviere kamen einem entgegen gefahren und spielten wie von Geisterhand, immer noch Stimmen aus kleinen Lautsprechern, eine Art elektrische Gitarre die aber nur aus einer Seite bestand wurde angeschlagen, aus dem Boden, der eben noch mit einfarbigem Licht bespielt wurde quoll plötzlich Trockeneisnebel. Leinwände fuhren hinunter, Schattenspiele entstanden, Leinwände fuhren hinauf, eine überdimensionale Glühbirne pendelte über der Szene.

StiftersDinge

Unterdessen konnte man um die ganze Maschine herumlaufen, sie von allen Seiten betrachten. Die fahrbaren Klaviere stoppten, es wurde gleißend hell. Auf dem fahrbaren Gestell fuhr alles in die Ausgangsposition zurück. Wasser tropfte von oben in die Becken, das Licht ging wieder aus und das Trockeneis sah aus als würde es das Wasser zum Kochen bringen. Es war wie so häufig eine Mischung aus „was will uns der Künstler damit sagen“ und „was passiert wohl als nächstes“.

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Nach etwa 30-40 Minuten habe ich die Kraftzentrale wieder verlassen, weil ich das Gefühl hatte, das Programm beginnt wieder von vorne. Vielleicht ging es aber auch noch 30 Minuten so weiter. Eintritt hätte ich vermutlich nicht dafür bezahlt, aber da die Unguided Tour kostenlos war, gab’s nichts zu verlieren :-). Auf dem Weg nach draußen habe ich noch einen kurzen Blick auf ein Projekt der Emscherkunst geworfen, das ich bisher noch nicht gesehen hatte. Auch hier ging es um Licht- und Schattenspiele, aber da die Sonne bereits langsam unterging, war der Effekt nicht mehr so groß. Ich bin nach Hause, Anzug wieder in den Schrank, Schuhe in die Ecke :-D.

Menschen die im Dunkeln leuchten – a.k.a. „speed of light ruhr“

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Am letzten Wochenende war ich auf dem Zechenfest der Zeche Zollverein in Essen und habe außerdem eine weitere Ruhrtrienale Vorstellung besucht. Und weil das alles so toll war, berichte ich euch das nächste Mal davon, denn heute habe ich noch was ganz viel tolleres ;-). Gestern war ich bei sonnigem Oktoberwetter mal wieder an der Zeche Ewald in Herten und anschließend auf der Halde Hoheward. Dieses Mal habe ich die Halde von der Zeche Ewald aus erklommen und mich prompt irgendwie ein bisschen verzettelt. Na ja nicht wirklich, verlaufen kann man sich kaum, schließlich ist die Halde nicht zu übersehen, aber bestimmt hätte es einen kürzeren Weg gegeben. Also ab dafür, querfeldein, irgendwie gibt’s immer nur eine Haldenrichtung … aufwärts :-D.

Zeche Ewald

Einige hundert Haldenhelden starteten gestern auf die Halde, und warum? Dort startete gestern das Projekt „Speed of light Ruhr“, das heute und morgen noch weiter durchs Ruhrgebiet zieht. Und was ist „Speed of light„? Eine Aktion, bei der 120 Läufer in bunten Lichtanzügen durchs Ruhrgebiet laufen. Ja und? Natürlich laufen die da nicht nur so rum, sondern erstens sind die Lichtanzüge (wie der Name vermuten läßt) mit diversen LED Lichtern versehen, welche ferngesteuert werden können und demnach schon mal eine tolle Lichtshow bieten.

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Außerdem wird jeden Abend am Start- und Zielort eine etwa 20 Minuten lange Show geboten. Gleich nach Sonnenuntergang beginnen die Läufer in einer genau festgelegten Choreografie zu laufen, das kann man in Worten kaum beschreiben. Bei entsprechender Belichtung und mit etwas Geschick (ich bin da auch kein Profifotograf) ergeben sich dann Bewegtbilder, die man sonst allenfalls hinbekommt, wenn man versucht hat die Auto Rückleuchten an der Autobahn zu fotografieren. Aber das ist nur ein sehr vager Vergleich.

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Trotz des sonnigen Tages, war man gestern als Zuschauer gut beraten, neben einer Jacke noch einen Schal mitzunehmen, denn der Ostwind blies über die Halde Hoheward. Aber die Show hat für alles entschädigt. Um Punkt 19.35 startet die Musik, die Läufer kommen den Hang hinunter auf die Fläche rund um den Obelisken und wie ein großes Ballett beginnt die Show. Leider sind die 20 Minuten rum, als wären es nur fünf gewesen, ich hätte noch locker eine weitere halbe Stunde dort verbringen können. Wenn die Show am Startpunkt vorbei ist geht es auf die Strecke. Alle Teilnehmer sind Freiwillige, keine professionellen Läufer o.ä., aber fit genug müssen sie sein, denn anschließend geht es zwischen 9 km und 18 km vom Start- zum Zielort.

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Mein Rückweg war durch große Akkuscheinwerfer gut ausgeleuchtet, denn Straßenlaternen gibt es auf der Halde natürlich nicht :-D. Leider wurde die erste Lampe etwas zu früh eingeschaltet, so daß weitere Fotos mit den Läufern etwas vereitelt wurden. Nach dem Abstieg von der Halde stand ich am Auto und wollte erst nach Hause, sah dann aber via Facebook und Instagram, daß einige Facebook „Freunde“ sich auf den Weg nach Bochum machen. Also habe auch mich entschlossen auch noch an den Zielort zu fahren und mir das Spektakel im Bochumer Westpark anzusehen, lag ja fast auf dem (Nachhause-)Weg. Also Navi (a.k.a. „Uschi“) zeig mir den Weg :-D.

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Gut, daß ich den Westpark schon mal im Hellen gesehen habe, denn dort war es doch etwas finster, so daß es zunächst etwas schwierig wurde, die Zuschauerstelle zu finden. Aber ich hatte ja noch Zeit bis die Läufer in den Westpark einliefen. Handys sind in so einem Fall wirklich eine tolle Hilfe. Ich bin sicher im Laufe des Wochenendes werdet ihr noch weitere auch bewegte Bilder sehen, so daß ich mich auf eine Auswahl beschränke. Ach ja, heute Abend (Fr.) startet die Show in Gelsenkrchen und morgen (Sa.) in Oberhausen.

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Mittlerweile habe ich auch Bilder zu Flickr und Google+ hochgeladen und pssstt … ja ich habe die Bilder z.T. leicht mit Picasa nachgearbeitet oder Ausschnitte rauskopiert, weil wieder mal jemand vor meiner Kamera stand, aber es soll ja auch gut aussehen ;-).

[Nachtrag] Hier noch ein paar Eindrücke aus Gelsenkirchen, wo die Startchoreografie im Nordsternpark stattfand (mehr auch hier unter Flickr/Google+). Speedoflight_2

Herbststimmung und viele Facts about me

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Am Sonntag geht die zuletzt beschriebene #halloherbst13 Aktion zu Ende und das sind meine Bilder der letzten 3 Wochen (incl. derer von heute). Außerdem habe ich noch ein paar Bilder, die ich euch gerne in voller Größe und Schönheit zeigen will, weil sie meine persönlichen Favoriten sind (Bilderflut!). Wenn ich ganz ehrlich bin, bis auf ein paar bedeckte Tage ist der Herbst hierzulande doch bis jetzt ganz schön.

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Mal ’ne Frage, geht’s euch auch so, daß ihr das Gefühl habt, die Zeit vergeht viel schneller, je älter man wird? Was sind wir früher durch die Büsche gerobbt, haben im Sand gespielt, sind auf Hinterhöfen rumgekrabbelt und waren mit dem Fahrrad schon bei 2 km meilenweit von zu Hause entfernt. Dabei waren wir manchmal 1-2 Stunden von zu Hause weg und keiner hatte ein Handy oder war sonstwie zu erreichen. Ich fand das so klasse, daß ich das ganze mit 20 nochmal wiederholt habe (durch Büsche gerobbt und so), aber da hatte ich auch so eine komische Uniform an und einen grünen Kochpott auf dem Kopf :-).

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Heute ist die Woche manchmal rum wie nix und ein halbes Jahr kommt mir vor wie ein halber Monat. Da paßt mein aktueller (Herbst-)Ohrwurm von den Toten Hosen. Ich bin kein Fan der Toten Hosen, aber den Refrain kann man so schön im Auto mitgröhlen „Das unser Tag, das ist unsere Zeit und sie fliegen nicht mehr an uns vorbei, denn das ist der Moment, an dem du einmal hängst wenn du irgendwann zurückdenkst„. Jetzt aber zurück zum Thema Herbst. Anfang der Woche war ich noch mal im hiesigen Stadtwald unterwegs und muß sagen, früher bin ich dort einfach nur durchmarschiert, Bäume, Wege, ein Kinderspielplatz nichts besonderes möchte man meinen.

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Nun muß man wissen, daß der Stadtwald durchzogen ist von Wegen und vesteckten Wiesen, wovon einige gerne, eine offiziell, als Hundewiese genutzt werden und man schon gucken muß wo man hintritt. Also habe ich, auf der Suche nach neuen Fotomotiven, dieses Mal einen anderen Weg eingeschlagen als sonst. Aber der neue Weg war dunkel, kaum frisches Herbstlaub, teilweise Nadelbäume. Also unbrauchbar für ausgefallene Herbstfotos. Ich wollte doch rötlich verfärbte Blätter haben. Also mal rüber in den Biergaren, denn dort sehe ich Bäume mit rötlichen Blattverfärbungen.

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Also ab unter die Bierbänke, ‚tschuldigung darf ich mal, auf der Suche nach den richtigen Blättern. Mal dieses Blatt aufgebhoben, mal jenes wieder fallen gelassen bis ich zufrieden war. Dann 100 Meter weiter, die Reste eines Kinderfestes vom Wochenende. Einige Heureste von der Wiese mitgenommen und am nächsten Baumstumpf zur Fotosession häuslich eingerichtet. Unweigerlich dreht sich der eine oder andere um oder beobachtet das Handeln von der nächstgelegenen Bank. Foto von links mit der Sonne von vorne, Foto von der Seite, mal stehend mal hockend, mal mit oder vielleicht doch ohne Ast so verfliegt wieder mal die Zeit.

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Warum erzähle ich euch das? Als ich einen Tag später, nur wenige Schritte von meiner Haustüre entfernt, auf den Boden gucke, liegen dort die schönsten, rotgefärbten Blätter direkt vor meinen Füßen. Ich konnte nicht anders und habe gleich eine Hand voll davon aufgehoben (schließlich muß der Bürgersteig ja ordentlich aussehen ;-)). Einen Häuserblock entfernt habe ich mich dann noch unter den Kastanien umgesehen und eine Hand voll frisch gefallener Kastanien aufgelesen. Was daraus geworden ist habt ihr vielleicht schon gesehen. Manchmal liegt der Herbst so nahe, man muß nur die Augen offen halten 😀 Noch mehr Bilder gibt’s bei Flickr oder Google+.

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Ich könnte unendlich weitere Herbstbilder machen … Hilfe!! Ich leide unter eine Herbsthysterie :-D. Jetzt aber genug lamentiert, wenn du bis hierher durchgehalten hast, verbinde ich den Post noch mit neuen 30Facts, die vermutlich wieder keine Socke interessiert (darum soweit hinten) :-), aber wenn doch, dann kommen sie hier ;-). Vorab vielleicht noch der Hinweis, daß die ersten 20 Facts auf Instagram erschienen sind. Damit hätte ich dann alle meine Marotten offenbart (den Rest behalte ich besser für mich :-D).

30Facts

1. Ich habe meine Heimat den Ruhrpott erst kennengelernt nachdem ich schon viele Jahre nicht mehr dort wohne
2. Als ich mal gucken wollte, was neben meinem Elternhaus gebaut wird, bin ich in die Baugrube gefallen. Ich war damals ca. 10 Jahre alt, es ist nichts passiert außer ein paar Hautabschürfungen
3. Wenn im TV nichts sinnvolles läuft, höre ich auch gerne Radio, im Auto fast immer
4. Telefonieren ist Mittel zum Zweck, Telefonflatrates sind für mich nicht nötig (Internetflatrates schon ;-))
5. Ich bin bis heute niemals vor Publikum aufgetreten

6. Ich habe in jedem Zimmer mindestens einen Papierkorb
7. Ich muß 2 x pro Woche saugen, denn ich mag kein Knirschen unter meinen Füßen
8. Ich fahre zügig Auto, bin aber kein Raser, d.h. wenn ich Zeit habe fahre ich auf der rechten Spur der Autobahn auch mal nur 100 km/h (nur einmal habe ich auf rd. 25 km bei 170 km/h ganze 4 Minuten rausgeholt, weil ich nach Hause wollte)
9. Ich tanke auch wenn der Tank noch 1/2 voll ist, wenn der Preis günstig ist
10. Ich war bis zur mittl. Reife auf einer reinen Jungenschule

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11. Ich interessiere mich nicht ernsthaft für Fußball (Ausnahme Fußball WM)
12. Ich trinke gerne mal ein Bier, Weißwein nur halbtrocken, Rotwein garnicht (im Herbst Federweißer (lecker))
13. Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, versuche ich das auch durchzuziehen und kann nur schwer Pläne wieder über den Haufen werfen
14. Ich habe manchmal das Gefühl, ich hätte etwas in meinem Leben verpaßt
15. Manchmal wünschte ich, ich wäre total ausgeflippt

16. Meine Zähne treiben mich irgendwann in den Ruin
17. Ich habe noch nie Muscheln gegessen, denn die sind mir irgendwie suspekt
18. Ich wohne seit ca. 4 jahren alleine
19. Ich bin bisher 4 x umgezogen
20. Ich hatte bis vor einem 3/4 Jahr kein Navi

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21. Ich rede manchmal mit mir selbst und bin peinlich berührt, wenn mich jemand dabei erwischt
22. Ich glaubte früher, daß gesammelte Tannenzapfen das Wetter vorhersagen (Offen = Sonne, Geschlossen = Regen)
23. Ich habe noch ca. 100 Videokassetten, aber keinen Videorekorder mehr
24. Ich bin nicht kniepig (geizig), haue aber auch nicht alles raus, nur weil ich mir gerade etwas wünsche
25. Geraucht habe ich in meinem ganzen Leben vielleicht 4 Packungen, heute hasse ich Zigarettenrauch, verqualmte Klamotten müssen umgehend in die Wäsche

26. Ich habe Angst nicht genug Getränke im Haus zu haben und horte schon mal Sonderangebote
27. Ich probiere gerne verschiedene Eau de Toilette, leider gibt es häufig nur 30 ml oder 50 ml als kleinste Packungsgröße
28. Ich suche schon Ende September nach Kalendern für’s Folgejahr
29. Ich kaufe kaum noch Zeitschriften, weil ich die eh nicht lese
30. Ich schreibe 30 Fakten über mich und frage mich zum Schluß warum 🙂

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Ruhrtriennale 2013

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Da toure ich jetzt seit 2010 durchs Ruhrgebiet und die Ruhrtriennale ist mir durchaus ein Begriff, aber ich habe noch nie irgendeine Vorstellung o.ä. besucht. Der Grund könnte sein, daß die Karten i.d.Regel schnell vergriffen sind, zum anderen aber auch, daß das mit der Kunst immer so eine Sache ist. Aktuell läuft die vierte Triennale (von 2012 – 2014) und gestern habe ich mich in einer Karftzentrale von Maschinen- und technoähnlichen Geräuschen kombiniert mit gleißend hellem Licht maltretieren lassen, in einer Kohlenmischanlage in künstlichem Nebel gestanden und von wummernden Bässen durchrütteln lassen und beinahe unter einer Dusche mit 800 Litern Wasser … pro Sekunde gestanden. Alle diese Erlebnisse sind Teil der Ruhrtriennale 2013 und kostenfrei zugänglich.

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Start war an der Zeche Zollverein. Dort findet ihr bis zum 6. Oktober (täglich außer bei zu starkem Wind) den rAndom International: Tower. Aus 19 Metern Höhe schießt aus 520 Düsen 800 Liter Wasser pro Sekunde(!) herunter. Bewaffnet mit einem Regenmantel (hängt vor Ort aus) kann man sich in die Mitte des Rechtecks (6 x 8 Meter) stellen, aber auch mitten in den Wasserstrom. Nein, ich habe es nicht ausprobiert, weil ich noch was vor hatte an dem Tag und befürchtet habe, völlig durchnäßt den Resttag verbringen zu müssen. Aber es muß wohl eine tolle Erfahrung sein, wenn ich mir betrachte, wieviele Menschen den Versuch gewagt haben.

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Der Weg ging weiter entlang des Zollvereingeländes zur Kokerei. Am Bahnhof Zollverein stand ein Schienenbus und wartete auf Fahrgäste, das „Werksschwimmbad“ der Kokerei Zollverein hatte auch geöffnet aber ich wollte in die Mischanlage. Mischanlage? Der Name erinnert vielleicht an sowas wie Betonmischanlage ;-). Nein, hier wurden früher die verschiedenen Kohlesorten gemischt, Fettkohle, Magerkohle (die esse ich immer ;-)) … na und so weiter. In die Mischanlage kommt man an normalen Tagen nicht rein, höchstens bei einer Führung. Also nix wie los, mit dem Aufzug in die 3. Etage, kurze Erklärung von dem armen Menschen abgeholt, der da den ganzen Tag im Dunkeln stehen muß und dann zu Douglas Gordon: Silence, Exile, Deceit.

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Bereits beim Zutritt über die Treppe hinunter in die 2. Etage wirft selbige einen gruseligen Treppenschatten an die Wand. Nebel kommt einem entgegen, rechts sitzt eine Krähe (auf einem Bildschirm), links ist auf einer locker 2 Meter großen Leinwand das Umfeld zu sehen in dem man gerade steht. Auf der Leinwand wird in Stößen Feuer entfacht, während um einen herum die Bässe derart wummern, das es im Bauch kribbelt. In der Mitte des Kohletrichters gespenstige Beleuchtung, andere Besucher huschen an den Fenstern gegenüber vorbei. Man kann die Runde wieder und wieder drehen, Fotomöglichkeiten auskundschaften, in Nebelwolken verschwinden. Tolle Installation.

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Schon mal überlegt euer Radio und TV Gerät nach Sendeschluß (ach ne gibt’s ja nicht mehr), dann eben auf einen Kanal einzustellen, bei dem der Empfang schlecht ist und dann die Kiste volles Rohr aufzudrehen? Dazu die Stereoanlage auf Rückkopplung zu programmieren und einen Basketballstar in einer leeren, wiederhallenden Sprothalle dribbeln zu lassen? Wie jetzt … nein ;-)? So ähnlich ergeht es einem in der Kraftzentrale des Landschaftsparks Duisburg Nord (LaPaDu). Dort läuft nämlich eine Videoinstallation mit dem Titel „Ryoji Ikeda: test pattern [100 m version]“.

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Es quietscht und pfeift, kurz leise, dann wieder ohrenbetäubend laut. Gut, daß ich eh schon halb taub auf einem Ohr bin. Zuerst auf die Empore rauf und das ganze Spektakel von oben betrachten. Auf dem Boden liegt 100 m heller Belag, eine Art Leinwand auf dem Fußboden. An der Decke der Kraftzenztrale Projektoren die Strichcodeähnliche Bilder auf den Boden spielen. Erst langsam, dann schneller werdend. Dann große weiße Vierecke, gefolgt von großen schwarzen Vierecken. Dazwischen Besucher als Teil der Installation. Die Treppe wieder runter, Schuhe aus und die „Leinwand“ betreten. Jetzt bin ich Teil der Kunst und merke, mir donnern die Bässe in den Bauch und pfeifen die hohen Töne in den Ohren. Mir ziehen die Streifen den Boden unter den Füßen weg :-o.

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Um euch mal einen Eindruck zu vermitteln, habe ich die DigiCam (die Videokamera hatte ich leider nicht dabei) mal auf Aufnahme gestellt und euch anschließend einen 1:30’er Filmchen auf YouTube hochgeladen. Eins vorweg, die DigiCam war mit dem Ton leicht überfordert, aber schaut selbst.

Achtung – Die Präsentation in Duisburg lief an diesem Wochenende (23.-25.08.2013) und dann wieder vom 04.-15.09.2013. Geht nicht hin, wenn ihr Probleme mit lauten Geräuschen oder mit flackernden Bildern oder Bildschirmen habt. Die WAZ berichtete von der Eröffnung und hier findet sich auch noch eine weitere (nicht von mir) erstelle Vorstellung des Projekts.

Haldenfetisch (II)

Samstags, halb Zehn in Deutschland, zunächst einmal Zeit für ein Frühstückchen. Nachdem ich die Bedienung beim Bäcker meines Vertrauens mit 2 für 1 Gutscheinen verwirrt habe und der erste Kaffee hinter mir liegt, mache ich mich auf nach Oberhausen. Ich habe mir vorgenommen noch einen kleinen Abstecher ins Centro zu machen, bevor es dann zu den Außerirdischen geht. Vor kurzem habe ich Produkte von „Rituals“ kennengelernt und im Centro gibt’s den passenden Laden.

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Danach geht’s einen Steinwurf weiter nach Bottrop zur Halde Beckstraße. Dort sollen z.Zt. die Außerirdischen wohnen. Wie wir letzte Woche lernen durften, ist selbst die berühmte Area51 nicht mehr als ein schnöder Testflughafen für Drohnen und andere geheime Flugapparate im kalten Krieg. Also schaun wir mal, was der Künstler Fred Fischer für fremde Lebensformen präsentiert. Er bespielt seit 2009 die Halde am Tetraeder. Nach anfänglichen Wiederständen, schließlich ist auch der Tetraeder und das Drumherum ein Kunstwerk, wird seine temporäre Installation mittlerweile geduldet. Und nicht nur das, man einigte sich mit dem Tetraeder Künstler auf ein temporäres Nutzungsrecht.

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Die Medien gaben sich letzte Woche die Klinke in die Hand, zuerst die Zeitung, später sogar die Lokalzeit des WDR und diesen Samstag auch ich ;-). Aus Recyclingmaterial zusammengebaut stehen die Aliens lebensgroß, aufrecht stehend und gut verzurrt wie gerade gelandet in Mitten des Steinemeers. Davon abgesehen glaube ich ja, daß Aliens ganz anders aussehen, als wir denken, z.B. so wie der Haldenbewohner unterhalb des Treppenaufgangs (auf dem Bild oben) :-D.

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Da das Wetter war an diesem Morgen noch etwas zaghaft war, war der Antrieb nicht so groß, die Halde gleich wieder zu verlassen. Also habe ich mich auf die zweite Etage des Tetraeders gestellt, ein paar „#Fromwhereistand“ Fotos gemacht und die todesmutigen Besucher beobachtet, die der wackeligen und nur duch Lichtgitter gesicherten Konstruktion „Tetraeder“ nicht wirklich trauten :-D. Irgendwann entschloß ich mich dann aber doch weiterzureisen, um auch noch meine Lieblingshalde in Herten/Recklinghausen zu besuchen. Auf nach Hoheward.

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Bitte? Nein ich sagte Hoheward nicht Mullewapp. Wollt ihr etwa behaupten ihr wäret Johnny Mauser oder Franz von Hahn und ich der dicke Waldemar :-)? Die Entscheidung weiter zur Halde Hoheward zu fahren war goldrichtig, denn unterwegs riss der Himmel auf und die Sonne kam hervor. Die Drachenbrücke in Sichtweite, Auto geparkt und ab aufe zweite Halde. Die Schüttung scheint beendet, die letzen Berge mit Material, die beim letzten Besuch noch da lagen waren verteilt. Man konnte bis an den Rand gehen und fast direkt auf die Zeche Ewald hinunterblicken.

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An der Westflanke war’s dafür mächtig windig, so sehr, daß ich mein Cap festgehalten habe (sicher ist sicher) und auch der Kragen des Poloshirts flatterte lustig im Wind. Vor meinen Füßen entdeckte ich ein Stückchen Kohle. Das ist doch Kohle, oder? Vielleicht auch nur ein Stein mit Kohleschicht drumherum, ich hab’s mal mitgenommen, man weiß ja nie was noch kommt.

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Das Hironzontobservatorium ist nach wie vor gesperrt, soll jetzt aber an den Schweißnäten untersucht werden, der Oeblisk zeigt nach wie vor die Jahreszeit und das Sternzeichen an und der Ausblick von der Halde ist wie immer grandios, insbesondere wenn dann auch noch fast blauer Himmel und tolle Wolkenformationen zu sehen sind. Während ihr diese Zeilen lest, dürften die Vorbereitungen für das Sunset Picknick am kommenden Samstag (24.08.2013) in vollem Gange sein, letzten Samstag war es hingegen ausgesprochen ruhig dort oben.

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Hab ich schon mal erwähnt, daß ich stundenlang dort sitzen könnte ;-)? Für’s nächste Mal habe ich dann auch so ein Akkuzusatzladegerät dabei, damit das Handy noch länger durchhält. Und wenn ihr noch nie dort gewesen seid, nehmt euch Zeit mit. Das mit den zusätzlichen Bildern kennt ihr ja. Klickt auf Flickr oder Google+.

Freilichtmuseum oder warum Hagen nicht Dortmund ist

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Ich bin euch noch einen Blogbeitrag aus Hagen schuldig. Vor 3 Wochen (oder so) war ich seit längerem mal wieder im Freilichtmuseum in Hagen. Also eigentlich wollte ich ja ganz was anderes, nämlich einen Abstecher in den Westfalenpark machen. So mit Aufzugsfahrt auf den Florianturm und anschließendem Blumen gucken und so. Ihr meint das wäre nur bedingt die gleiche Richtung? Tja, paßt auf zunächst mal kommt es darauf an, von wo man kommt, dann ist der Weg ja bekanntlich das Ziel und last but not least kommt es darauf an, was so im Westfalenpark stattfindet. Aber der Reihe nach.

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Ich packe also meinen Koffer und nehme mit einen Hammer, ein paar Schuhe und ein Kaugummi … ach ne das war das Kofferspiel :-). Ich wollte sagen ich packe meine Schakkeline Tasche, klicke auf die Homepage des Westfalenparks um nach den Öffnungszeiten zu sehen und entdecke, daß morgen (also das „Morgen“ vor 3 Wochen) die JuicyBeats im Park toben. War ja auch nur das Titelbild des Colibri Magazins vom Juli. Also nix mit Florian, nix mit Blumen, stattdessen kurzfristige Umorientierung Richtung Hagen, um den dortigen Handwerkern auf 40 Hektar in 51 Gebäude zu folgen und mir deren historische Werkstätten und Vorführungen anzusehen. Z.B. warum Zeitungsleute stehen mußten, wärend die Schrift der Zeitung gesetzt wurde.

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Dank meiner Autobahnstimme, nennen wir sie wieder „Uschi“ (besser bekannt als Garmin Navi), bin ich über ganz neue Autobahnwege (A46) glücklich in Hagen gelandet, während in der Gegenrichtung ein Stau den nächsten jagte und ich mich daher auf dem Rückweg auch für einen anderen Weg entschieden habe. Mit der RuhrTopCard war der Eintritt ins Freilichtmuseum frei und das Wetter zufriedenstellend, aber drückend. Vermutlich mit ein Grund, daß das Museum relativ leer war. Irgendwie hatte ich trotzdem das Gefühl beobachtet zu werden. Gut ich war alleine unterwegs, hatte die Schakkeline Tasche umhängen und ständig die Kamera vor der Nase, aber macht einen das schon verdächtig :-D? Wer gerne alte Handwerke und schöne Fachwerkhäuser betrachtet und keine Angst hat ein bisschen zu Fuß zu laufen, dem kann ich einen Besuch in diesem Freilichtmuseum empfehlen.

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Gemäß Murphys Gesetz war ich auch kaum in der hintersten Ecke des Museums angekommen, als es plötzlich anfing zu regnen. Erst fisselig, dann stärker und als es dann so richtig dolle schiffte überfiel mich am Ausgang auch noch das Museumspersonal, ich sollte doch bitte an einer kurzen Umfrage teilnehmen, ob es mir gefallen hat. Gut nun war auch alles egal, also flott ein paar Kreuzchen auf dem Fragebogen gemacht und dann ab zurück ins Auto. Ihr seht, es gibt erfolgreichere Ausflüge ;-), aber wenn ihr trotzdem noch ein paar Bilder sehen wollt, dann wie immer bei Flickr oder Google+.

Haldenfetisch

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Nach einem etwas nachdenklichen letzten Blogbeitrag heute wieder was aus der Rubrik Haldenfetisch. Vom linken Niederrhein aus habe ich in den letzten knapp 4 Jahren einiges an Haldenkilometern abgelaufen und wie ich letzte Woche festellen durfte immer noch nicht alle gesehen. Einige habe ich im Sommer wie im Winter besucht, andere nur im Sommer, manche wenige Male andere schon häufiger. Darum möchte ich heute mal drei grundlegende Fragen klären.

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1. Wird es nicht langweilig, immer wieder auf die gleichen Halden zu laufen? Die Antwort lautet eindeutig „Nein“, denn die Aussicht ist je nach Wetter immer wieder ein bischen anders. Außerdem kann ich einmal oben angekommen durchaus eine halbe Stunde einfach nur da sitzen und in die Ferne schauen.

2. Gibt es eine Lieblingshalde? Eine bestimmte eigentlich nicht. Vom Niederrhein kommend liegen die Halde Norddeutschland (in Neukirchen-Vluyn), Rheinpreußen (in Moers) und der Angerpark, eigentlich ja keine echte Halde, (in Duisburg) am nächsten, aber die Halde Haniel (Oberhausen/Bottrop) oder die Halde Hoheward (Recklinghausen/Herten), auf der ich dieses Jahr noch nicht war, bieten die schönsten Aussichten, weil sie zu den höchsten gehören.

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3. Was macht man eigentlich oben auf einer Halde? Dumm rumstehen und dazu ein intelligentes Gesicht ;-). Nein mal im Ernst, wer zum ersten Mal über das Ruhrgebiet guckt braucht schon mal etwas Hilfe bei der Orientierung. Viel Grün, eine Hand voll Kamine oder Kraftwerke, mal ein Fußballstadion, dat Ruhrgebiet halt. Wenn man zum zweiten oder dritten Mal kommt hat man schon einen ganz anderen Blick, denn man erkennt vielleicht die Halde wieder, auf der man letztens war, man erkennt, jetzt die eine oder andere Landmarke (Schalke Arena, Gasometer Oberhausen, die Stadtsilhouette von Essen, Zeche Nordstern mit seiner Herkulesfigur, den Tetraeder) oder was auch immer. Und machmal entdeckt man sogar „Wolke an Haldengewächs“ :-D.

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Warum ich das erzähle? Weil ich euch zum Ende meines Urlaubs nochmal ein paar Bilder von der Halde Rheinpreußen (Moers) zeigen wollte und weil ich letztens zum ersten Mal auf der Halde Prosperstarße in Bottrop war. Das ist die Halde mit der Skihalle darauf gleich gegenüber der Halde Beckstraße, dat ist die mitt’n Tetraeder. Luftlinie sind letztgenannte keine paar 100 Meter entfernt und trotzdem ergibt sich eine ganz andere Sicht. Hinzu kommt, daß das Bild des Ruhrgebiets auch noch wächst. Ich habe nachfolgend mal ein Bild der Mottbruchhalde (Gladbeck) aus 2011 und 2013 gegenübergestellt. Das untere ist vom Tertraeder, das obere auf der Halde Prosperstarße entstanden. Ja die Perspektive ist eine etwas andere, aber 2011 konnte man die Halde noch fast übersehen, heute fällt sie direkt auf und noch bis Ende 2013 sieht man LKW’s dort hochfahren und ihre „Bodenschätze“ abschütten. Ab 2014 soll die Halde (als eine der höchsten Erhebungen im nordwestlichen Ruhrgebiet) renaturiert werden. Wir können uns also freuen, in absehbarer Zeit ein weiteres Ziel zu haben.

Halde Mottbruch

Die Halde Prosperstraße hat übrigens einen unschlagbaren Vorteil für Fußfaule, denn man kann (ich weiß nicht wie das Abends, an Wochenenden oder Ruhetagen (Mo.+Di.) aussieht) mit dem Auto bis vor die Skihalle fahren, auch wenn man nicht Skifahren will (ich übernehme dafür aber keine Gewähr :-)). Die Straße geht ganz schön steil bergan und oben angekommen bietet sich ein Blick gleich auf die Kokerei, auf das umliegende Ruhrgebiet, insbesondere in nordöstlicher, östlicher und südöstlicher Richtung. Unten gibt’s aber auch einen Parkplatz und dann muß man eben seine Füße benutzen. Wer etwas Action mag, kann sich zusätzlich noch im Hochseilklettern oder auf der Sommerrodelbahn versuchen.

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Dank Ruhrtopcard habe ich die Sommerrodelbahn natürlich ausprobiert und darf sagen, mir hat’s gefallen, auch wenn ich am nächsten Tag sowas wie einen blauen Fleck am Rücken gespürt habe. Eigentlich wollte ich unterwegs auch ein paar Fotos machen, bin aber an den AUS Knopf der Kamera gekommen und habe es erst unten gemerkt, so beschäftigt war ich mit Bremsen und Beschleunigen. Mittels eines Hebels am Schlitten kann man die Geschwindigkeit weitestgehend selbst bestimmen. Also habe ich beim Wiederhochziehen des Schlittens ein paar Mal auf den Auslöser gedrückt, das passiert dann nämlich automatisch (also das Hochziehen zum Start meine ich).

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Last but not least gibt es neben den bereits oben erwähnten „Wolken an Haldengewächs“ noch „Wolken an Klettergerüst“ und „Wolken zum Selbsteinfangen“. Fragt mich jetzt bitte nicht, was man damit macht, ich bin schließlich nicht der Wolkenfachmann, dafür gibt es den Beruf mit 3 „o“ im Namen … Meteorologe.

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Ihr wollt nochmehr Bilder? Dann wie immer bei Flickr oder Google+.

Emscherkunst (Teil 6)

Mich würde ja interessieren, ob ihr das eine oder andere Emscherkunstwerk in den letzten Wochen besucht habt, insbesondere nachdem ich darüber berichtet habe. Wer unterwegs war hebt die rechte Hand, wer nicht unterwegs war hebt die linke Hand, wem das alles driet egal ist der scrollt gleich mal einen Absatz vor ;-).

Emscherkunst

Dies ist der sechste und gleichzeitig der vorerst letzte Teil meiner Kunsteindrücke, sagen wir mal eine Art Best of the Rest. Zunächst war ich nochmal unter der A42, weil es mir dort so gut gefallen hat 😉 … nein natürlich nicht, sondern deßhalb, weil gleich neben dem umgedrehten Haus das alte Pumpwerk der Emschergenossenschaft zu finden ist und wer am Wochenende kommt, darf einen Blick hineinwerfen. Im großen Rund des Gebäudes stehen neben den Originalmaschinen eine Reihe kleiner Kunstwerke, ich glaube von Kunststudenten oder sowas und da waren ein paar „Leckerbissen“ dabei.

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Von da aus ging’s weiter immer entlang des Rheins an die Stadtgrenze zwischen Duisburg und Dinslaken. Dort steht auf dem Rheindeich eine Tonne, die aus der Ferne aussieht, als wäre beim letzten Hochwasser ein U-Boot auf dem Deich gestrandet. Gegenüber des neu erbauten Kraftwerks in Walsum steht ein Gastank, der zu einer begehbaren „Forschungsstation“ für Amateur-Ornithologen im Stile von Jules Verne’s Nautilus-U-Boot umgebaut wurde. Von daher ist der Vergleich mit dem U-Boot garnicht mal so falsch. Gut, wer jetzt gekommen ist, um wirklich Vögel zu beobachten, der ist vielleicht enttäuscht, aber die Einrichtung läd zum verweilen ein.

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Sofa, Sessel, Schreibtisch, Teleskope, ein Regal mit Büchern sowie natürlich ein guter Tropfen (gut verschlossen ;-)) simulieren mehr eine Vogelbeobachtungsstation (im Sinne des Künstlers). Aber als ich im Frühling mal dort war, gab es in der Tat eine ganze Reihe Zugvögel in Form von Gänsen, die man hätte beobachten können. Im Zweifel bringt einfach euren Piepmatz von zu Hause mit. Da kommt mir die Idee, man hätte ja einen Vogel in Form eines Stofftiers mitbringen können, wenn ich denn eines hätte. Im Übrigen der Hinweis, parken kann man auf dem Parkplatz nördlich der Hubbrücke Walsum, wer mit der Fähre aus Orsoy übersetzt kommt jedoch südlich der Brücke an und muß einen kleinen Umweg fahren, weil die Brücke nur für den Personenverkehr geöffnet ist.

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Schnipp – Kleiner Zeitsprung, wir schreiben 4 Tage später. Ich habe mich mal wieder in den Nordsternpark nach Gelsenkirchen aufgemacht. Im Rahmen der Emscherkunst sollte auf dem alten Kohlebunker eine Art Drachen (die Skulptur Ring Bell- the solar orchestra and the wind structures) in die Lüfte steigen, allerdings hatte der ein bisschen Flugangst ;-). Im Ernst, wenn es Windstärke 4 oder mehr gibt darf er nicht mal in halb acht Stellung gebracht werden. Also habe ich den Kohlebunker nur wegen der Aussicht bestiegen. Immerhin mal ein für mich neuer Aussichtspunkt auf dem Gelände. Nebenbei, wenn der Kohlebunker gerade mal nicht offen ist, empfehle ich die Aussichtsterasse der Zeche Nordstern. Hier habt ihr für 2,- € einen traumhaften Blick aus der 18. Etage (ca. 83 Metern Höhe). Trotz lahmer Flügel des Drachen war der Besuch nicht umsonst, denn auf dem Gelände des Nordsternparks sind auch wieder zwei gelbe Fernrohre „versteckt“, in denen man, ihr erinnert euch, alles sieht nur nicht das erwartete.

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Achtung nicht weiterlesen, wenn ihr es selbst herausfinden wollt!
Fernrohr Nr. 1 befindet sich am blauen Pumpwerk, gleichzeitig Besucherzentrum der Emscherkunst. Hier ist die Überraschung besonders groß, denn bei einem Blick ins Fernrohr sieht man sich selbst und zwar von hinten vor dem Fernrohr stehend. Zaubertrick? Nein eine Live Kamera am Pumpwerk projeziert das Bild auf einen kleinen Monitor im Fernrohr. Das zweite Emscherkunst Fernrohr steht auf dem Hügel, eigentlich eine kleine Halde, gegenüber. Dieses Fernrohr versteckt ein Prisma, welches viele von euch vielleicht noch aus den Prisma- oder Zauberfernrohren kennen (ich glaube die heißen so). Hier allerdings ohne die bunten Plättchen, Kügelchen oder was sonst so in den Kinderfernrohren raschelt.

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Übrigens zum „Monument for a Forgotten Future“, dem singenden Felsen sind es vom Nordsternpark nur wenige Minuten, aber ich war bereits 2011 an der Stelle, so daß ich mir dieses Jahr den Weg dorthin gesparrt habe. Hier habe ich noch ein passendes Foto aus dem Archiv. Aus dem künstlichen Felsen ertönt leise Musik der Band Band Mogwai. Wenn man sich dem Felsen nähert und sich an ihn lehnt, ist die Musik deutlich zu hören. Wer wollte nicht immer schon mal mit einem Felsen schmusen ;-). Soviel zum Thema Emscherkunst, noch ein paar Bilder? Klickt rein bei Flickr oder Google+.

Auf dem Wolfsberg am Wolfssee

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Manche Ausflüge plant man ein paar Tage vorher andere unternimmt man ganz spontan. Nach einem kurzen Blick in meine Flyersammlung entschloß ich mich zum Besuch eines Aussichtsturms auf einem Hügel, nein keine Halde, nur ein Hügel 😉 und zwar in Duisburg. Ziel sollte der Wolfsberg am Wolfssee sein, wer auch immer den so benamst hat (das Wort „benamsen“ gibt es tatsächlich, nicht jedoch „Benamsung“, aber das nur nebenbei). Der Wolfssee ist Teil der Sechs-Seen-Platte und an der war ich zuletzt vor drölfenachzig Jahren. Um noch ein bisschen Schlaubi Info dazuzugeben, der Wolfssee bietet ein Freibad, welches angeblich eines der schönsten und beliebtesten Naturschwimmbäder im Ruhrgebiet sein soll. Also das Navi programmiert (Strohweg 7, 47269 Duisburg) und los.

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Die Straße war schnell gefunden, der Plan der Umgebung (am Parkplatz) war schnell studiert, an der ersten Weggabelung war hatte ich mich schnell verlaufen :-). Man hätte ja auch mal ein Schild „Aussichtsturm“ aufstellen können. Nachdem ich zweimal vor und wieder zurück durchs Unterholz gestolpert bin habe ich das Schild „Ausssichtshügel“ entdeckt. Genauso das Willkommensgeheiß für Waldgnome und -kobolde … öhm … ja. Tach auch. Also rauf, immer dem steilsten Weg nach, schließlich muß der Turm ja oben stehen. Um so näher ich dem Gipfel kam, um so näher kamen aber auch die Geräusche verschiedener Baumaschinen. Störte mich aber nicht, ich bin dran vorbei, bis mich einer der Bauleute anhielt. Es entwickelte sich etwa 50 Meter vom Aussichtsturm entfernt ein etwas abstruses Gespräch.

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Bauleut: „Was machen Sie denn hier“?
Ich: „Öhm … ich möchte auf den Aussichtsturm“.
Bauleut: „Das geht nicht, hier wird gebaut, die Straße ist gesperrt“.
Ich: „Ja, aber die Straße war offen“.
Bauleut: „Dann hat sie jemand geöffnet“.
Ich: „Aber wo ich doch jetzt schon mal hier bin …“.
Bauleut: „Ja gut … aber bitte sein Sie vorsichtig“.

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Irgendwie habe ich ein Näschen für sowas. Seit 20 Jahren steht der Aussichtsturm da oben und kaum will ich mal hin, wird da gebaut. Also Augen zu und durch … ach ne Augen zu ist schlecht, also Augen auf und ab auf’n Turm. Die Sicht ist einfach toll, denn der Turm ist mit 22 Metern der höchste Punkt in Duisburg (sagt man). Der Blick geht von den Grenzen Mülheims natürlich über die Sechs-Seen-Platte in Richtung Innenhafen, vorbei an Tiger&Turtle zum Kraftwerk Walsum und weiter bis zum Düsseldorfer Fernsehturm. Ab und zu sieht man Flugzeuge im Landeanflug auf den Flughafen im Düsseldorfer Norden und der Flyer sagt, bei guter Sicht ginge der Blick sogar bis nach Köln.

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Da auf dem Turmboden 3 leer Bierflaschen dümpelten wird der Turm vermutlich auch gerne in den Abendstunden besucht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich im Dunkeln alleine in den Wald begeben würde, aber wenn sich ein paar Kobolde oder Gnome zu einem gesellen, vielleicht ein Tipp für Duisburg zur Abenddämmerung (natürlich nur, wenn da nicht mehr gebaut wird).

Emscherkunst (Teil 5)

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Während Teil 1-4 der Pott’schen Emscherkünste mehr Kunstwerke zeigten, die man betreten, anfassen oder irgendwie erleben konnte, ist die Tour im südwestlichen Teil von Duisburg dieses Mal etwas anders verlaufen. Während entlang des Rhein-Herne-Kanals und an der Emschermündung viel Natur rund um die Kunst ist, stand ich dieses Mal eher da, um mich zu fragen „Was will mir der Künstler damit sagen“? Aber Kunst ist eben Kunst, wenn der Künstler sagt es sei Kunst. Basta?!? Die Ziele waren dieses Mal ein altes Klärwerk (mit Wasserproben aus allen Ecken der Welt), eine Videoinstallation mit 4 verschiedenen Filmen aber den gleichen Textdialogen und einem umgekippten Haus gemütlich gelegen genau unter der Autobahn. Da startete meine Runde dieses Mal auch.

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Man könnte meinen, jemand hätte den Bauplan verkehrt herum gehalten, denn warum sonst sollte das Dach unten und die Treppen oben sein. Neben dem Alten Pumpwerk der Emschergenossenschaft, das am Wochenende auch geöffnet hat und sehenswert ist, betritt man das Haus durch eines der Fenster und sieht eine zwei-Kanal-Videoprojektion einer überfluteten Landschaft. Treibende Autos, überflutete Straßenzüge und zwei Synchronschwimmerinnen. Ehrlich gesagt, ich fühlte mich auch ein bisschen überflutet und leicht feucht von dem Eindruck und … nun ja …, schön isset unter der A42 auch nicht gerade, aber wat is schon schön?

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Weiter geht’s in den Landschaftspark Duisburg Nord (LaPaDu). Auch dort befinden sich zwei (die dritte ist gerade geschlossen) Emscherkünste. Eine Traube Sicherheitshelme hängt an der Decke und wartet dort … ja auf was eigentlich. Vielleicht, daß sich der Betrachter fragt, warum hängt da eigentlich eine Traube Sicherheitshelme an der Decke. Schön bunt isset, aber sonst?!? Eine Ecke weiter, dann die „Schlagenden Wetter“, ebenfalls eine Videoinstallation bestehend aus 4 Filmen, in denen Schauspieler verschiedene Lebenssituationen zeigen aber anscheinend alle den gleichen Text sprechen. Klingt jetzt nicht so spannend, oder? Tja …. aber schön sitzen kannse im Schalthaus, glaub‘ ich, gesehen habe ich ja nix, war nämlich zappenduster in dem Raum. Zitat: „Die Kamera bohrt sich in den Szenen senkrecht durch die Landschaft“. Au weia, dann warten wir mal, bisse anderswo wieder rauskommt.

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Das dritte Ziel war das alte Klärwerk an der kleinen Emscher, die ist kleiner als die große Emscher, weil … ach wat weiß ich denn ;-). Im alten Klärwerk läuft zunächst mal eine Trommelfellmassage, weil aus einer 4-Kanal Tonanlage Maschinengeräusche dröhnen, wie et wohl früher mal war. Dazu gibt’s als Video, Bilder von der anderen alten Kläranlage in Bottrop (Berne Park und so). Rundherum stehen dann noch Flaschen mit Wasser von überall auf’e Welt, das sogenannte „Wassergedächnis“. Öhm … Wassergedächnis? Ah kenn‘ ich, hab‘ ich auch, kaum ist ein Gedanke da, ist er auch schon wieder verschwommen.

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Draußen im alten Klärbecken wachsen unterdessen die Bäume, weshalb die Künstler ihre zweite Geräuschinstallation auch daneben aufgebaut haben. In einer Art übergroßer Sandburg (ihr wißt schon so’n Ring, den man am Strand um seinen Strandkorb gräbt, um die Mutter nebenan mitte Zirette von sich fern zu halten) stehen ein paar Bäume, genaugenommen acht, während aus den Lautsprechern ein Geräuschwirrwar eine Collage aus sphärischen Computerklängen ertönt und zwischendurch einer auf deutsch, englisch und türkisch zählt … ihr ahnt es wieder bis acht. Die Emscherkunstbegleitung hat sich übrigens sehr viel Mühe gegeben mir die Umstände dieses Kunstwerks zu erklären, ich habe euch hier ein paar bewegte Bilder mitgebracht. Mehr superspannende Fotos *hüstel*? Hier geht’s zu Flickr oder Google+.