70 Meter in die Höhe

Im Juni 2010 war ich das letzte Mal „Auf dem Hochofen“ in Duisburg, aber schönes Wetter zieht mich immer wieder mal hin. Dieses Mal hatte ich jemanden dabei, den ich nicht unendlich lange warten lassen konnte, daher war der Abstecher auf den Hochofen nur von kurzer Dauer. Aber die weichen Knie, die ich beim letzten Mal noch hatte waren nicht mehr da. Kann man die Angst vor der Höhe ausblenden? 70 Meter kann man immerhin hochsteigen, um von ganz oben auf das Gelände herab zu blicken.

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Warum laufen wir auf einem alten Industriegelände herum? Warum tun es andere? Es sind faszinierende Fotos, eine Mischung aus längst vergangener Technik und aus Natur, die sich das Terrain zurückerobert. Ein Gelände wo das Klettergerüst für Kinder gleich neben der Wand des Höhenkletterers liegt, ein Gelände wo zwischen Sinterplatz und Eisenlager liebevoll angelegte Gärten gleich neben dem Abenteuerspielplatz mit Röhrenrutsche liegen. Der Landschaftspark Duisburg Nord ist meines Wissens einzigartig.

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Was annähernd ran kommt ist natürlich die Zeche Zollverein oder aber auch die Henrichshütte in Hattingen. Aber hier ist das Gelände vollkommen offen, von allen Seiten begeh- und erlebbar. Was mir noch fehlt ist mal an einer Führung teilzunehmen, damit ich endlich auch mal weiß, was ich da alles zu sehen bekomme 😉 .

Binnenschiffer

Wenn Duisburg schon den größten Binnenhafen Europas hat, was liegt dann näher, als in Duisburg auch das Binnenschifffahrtsmuseum anzusiedeln. Nur ein Steinwurf vom Rhein entfernt befindet sich das ehemalige Hallenbad im Stadtteil Duisburg-Ruhrort. Dieses beheimatet seit 1998 das Binnenschifffahrtsmuseum.

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Blickfang gleich hinter Kasse ist in der ehemaligen Herrenschwimmhalle die Tjalk „Goede Verwachting“, ein Lastensegler aus dem Jahre 1913 unter vollen Segeln. Rund um diesen Segler erfährt der Besucher an Hand von Modellen und Originalfunden vieles zum Thema Schiffsbau und Binnenschifffahrt. Ein ausführlicher Plan weist den Weg durch das Museum, welches sich über 3 Etagen erstreckt. Im ehemaligen Damenschwimmbad befindet sich der Nachbau eines Binnenschiffs, welches bei Führungen und Kinderbastelnachmittagen genutzt wird. Auch spezielle Kinderführungen werden auf Wunsch angeboten.

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Wer dem vorgegebenen Weg folgt landet schließlich irgendwann auf seinem Rundweg auch „unter Wasser“. Während oben der Segler in vollen Segeln im Wind liegt, kann man unter der künstlichen Wasseroberfläche einen Taucher beobachten und sehen, was so alles unter Wasser „schlummert“, vom Innenleben einer Matratze bis zur Bombe aus dem letzten Weltkrieg. Je nachdem wie lange man sich an jedem Informationsstand aufhält, eine Stunde im Museum vergeht wie im Fluge.

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Anschließend kann man bei schönem Wetter entweder noch zu den Museumsschiffen (die aber gesondertern Eintritt kosten) oder über die kleine Brücke (Dammstraße) direkt hinunter an den Rhein. Tische, Bänke und eine Art Kiosk laden zu einer Erfrischung ein. Oder es geht ans Schiffe beobachten, mal sehen, welche Binnenschiffe gerade so vorbeikommen. Bei etwas Glück begegnet man sogar einem Polizeiboot oder der Feuerwehr bei einer Übung.

Mehr Bilder? Ratet mal wo 😀 … Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Bochum Woche und Ruhrgebiet Miniatur

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Vor lauter schönem Wetter komme ich garnicht dazu euch von meinen Touren dieser Woche zu berichten. Am Dienstag bin ich nochmal durch die MWO (Modellbahnwelt Oberhausen) geschlendert. Bereits im März 2010 habe ich euch über einen Besuch dort berichtet. Nachdem ich im letzten Jahr einiges im Ruhrgebiet „abgearbeitet“ habe, ist der Erkennungswert der Modellanlagen natürlich noch einmal höher, aber ich muß gestehen, wenn man zweimal da war hat man auch fast alles gesehen. Die Ausstellung entwickelt sich nicht wirklich weiter. Etwas schade wie ich finde.

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Am Mittwoch habe ich dann mal wieder einen Bochumtag eingelegt. Der Tag startete im Planetarium, in dem ich mir die Vorstellung „Faszinierendes Weltall“ reserviert hatte. Dank RuhrTopCard war eine Vorstellung in diesem Jahr im Kartenpreis inbegriffen. Schon erstaunlich, was die Technik dieser „Kamerakugel“ leisten kann. In bequemen (Kino-)Sesseln fliegt das Universum an einem vorbei und machmal hat man das Gefühl der ganze Saal würde sich um den Planeten drehen. Toll und sehenswert. Die 60 minütige Show war jedenfalls ruck zuck vorbei.

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Danach bin ich, sozusagen um wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren auf den Tippelsberg „getippelt“. Es ist keine Abraumhalde aus dem Bergbau sondern (ähnlich dem Alsumer Berg in Duisburg) eine ehemalige Bau- und Bodenschuttdeponie (u.a. aus dem U-Bahnbau). Die Sage erzählt noch etwas ganz anderes, ich sag nur der „Riese Tippulus“. Entlang des Aufstiegs finden sich rechts und links des Weges riesengroße Fußabdrücke (in Zement gegossen), die den Weg des Riesen Tippulus wiederspiegeln sollen.

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Oben angekommen gibt es einen Rundumblick über Bochum und das Ruhrgebiet. Acht Stelen aus Stahl erklären was man in einiger Entfernung sehen kann und bieten durch kleine Sehschlitze / Gucklöcher den direkten Blick auf das beschriebene Objekt. Wer übrigens ein Gipfelkreuz sucht, es ist liegend angebracht und dient als Sitz- oder Liegebank 😉 . Zum Tagesabschluß war ich am Dienstag noch auf der Zeche Hannover, einem Teil des LVL Industriemuseums.

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Dort hatte ich, da der Eintritt nichts kostet, außer dem Malakowturm eigentlich nichts erwartet, aber ich wurde positiv überrascht. Zuerst einmal war der Malakowturm bis in die erste Etage begehbar (leider nicht weiter, obwohl Treppen bis unter die Decke gehen) und nebenan gab es einen Einblick in den renovierten Maschinenraum mit der Dampfmaschine von 1893, die bei Führungen m.W. auch in Betrieb geht. Neben der Zeche Knirps, die der jungen Generation den Bergbau spielerisch näher bringt gab es vor der Zeche noch ein Feld mit rd. 350 Paar Schuhen, die mir zunächst ein Rätsel aufgegeben haben. Erst eine nachträgliche Recherche im Internet brachte mich auf den Künstler Marcus Kiel.

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Wenn ihr die Zeche Hannover besuchen wollt, achtet auf die etwas ungewöhnlichen Öffnungszeiten von April bis Oktober Mi-Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr. Ende Mai startet auf der Zeche Hannover das große Dampffestival Ruhr. Dann kostet es m.W. auch Eintritt.

Bilder im Ruhr 2011 Album … guckst du hier 😀 Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Frühling

Auch wenn mir die Frühblüher ein paar Probleme beim Atmen machen liebe ich den Frühling. Ich liebe es, wenn die Bäume nach einem langen Winter wieder grün werden, ich liebe es, wenn wie in diesem Jahr bereits im April erste Sommergefühle aufkommen und ich liebe es, wenn die Gärtner in den größeren Parks die Arbeit aufnehmen. Daher war ich letzte Woche auch mal kurz im Botanischen Garten in Krefeld und habe die Kamera umherscheifen lassen.

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Anfang dieser Woche habe ich meinen Urlaub dann genutzt, mich mal wieder im Gruga Park in Essen umzusehen. Dieses Mal allerdings nicht im dunkeln (Parkleuchten) sondern an einem super sonnigen Tag im hellen. Blühende Kirschbäume und immer aktuelle Mustergärten zeichnen die Gruga u.a. aus. Außerdem liebe ich diese Blumenbeete in denen aberhunderte Tulpen in allen möglichen Farben den Boden bedecken.

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Allerdings, und das fand ich etwas schade, waren sämtliche Springbrunnen und Wasserfälle noch außer Betrieb. Nur in der Freiflugvogelhalle plätscherte etwas das Wasser. Übrigens, falls ihr auch mal wieder hin wollt, Parkplätze am Haupteingang der Gruga können u.U. etwas kosten, wenn zeitgleich eine Messe läuft. Der Hintereingang an der Lührmannstarße (Mustergärten) hat hingegen kostenlose Parkplätze. Etwas erschrocken hat mich, daß die Messe Essen eine neue Messehale bauen will (siehe auch DerWesten), wodurch knapp 50 Bäume, der nördliche GrugaBahn Bahnhof und der Kiosk oberhalb der Kranichwiese wegfallen würde(n). Natur gegen Arbeitsplätze, mal sehen wer gewinnt.

P.S.: Bilder in den Alben „Rund um Krefeld“ bzw. „Rhein und Ruhr“ bei Flickr, Sevenload und Picasaweb (nur „Rhein und Ruhr“) folgen noch.

Frühling, Oldtimer und Zoo

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Ein wunderschön sonniges Wochenende liegt hinter uns, ungewöhnlich für Anfang April, aber nach dem langen Winter haben wir uns das bestimmt verdient 😀 . Also habe ich das Wochenende genutzt und mich zunächst im Meilenwerk in Düsseldorf umgesehen. Das Meilenwerk (früher mal ein Ringlokschuppen) ist der Treffpunkt für Oldtimer-Freunde. Private Unterstellplätze, verschiedenste Fachfirmen und regelmäßige Ausstellungen (übrigens auch in Berlin und Stuttgart) laden jedermann zum Besuch dort ein. An diesem Wochenende wurde die Sommersaison eröffnet, aber die Türen stehen auch außerhalb des Wochenendes allen Besuchern offen. Interesse? Harffstraße 110 a in Düsseldorf. Besonderheit dieses Wochenendes, die Ausstellung „MEILENSTEINE aus 125 Jahren Automobil“.

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Anschließend haben ich mich im Südpark in Düsseldorf umgesehen. Der Park, hervorgegangen aus der Bundesgartenschau 1987, ist zu fast allen Jahreszeiten sehenswert, im Frühling, wenn die Bäume anfangen zu blühen, aber ganz besonders. Bereits vor längerem habe ich den Park schon mal empfohlen und dank der ausreichend freien Parkplätze, direkt an der Phillipshalle, ist er auch nicht zu verfehlen. Blumen, Wiesen, Spielflächen und das bei freiem Eintritt versteht sich. Wenn man der Webseite glaubt ist der Südpark mit 70 Hektar der größte und dazu noch der meist besuchte Düsseldorfer Park. Mehr Infos incl. Parkplan gibt’s hier.

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Der Sonntag sollte dem Zoo in Dusiburg gewidmet sein und ich war erstaunt, wieviel dort zur Zeit gebaut wird. Allem Anschein nach versucht der Duisburger Zoo „nachzurüsten“, schließlich ist Gelsenkirchen (mit der Zoom Erlebiswelt) ein starker Konkurrent. Da ich 2010 nicht dort war, habe ich auch nicht mitbekommen, daß neben verschiedenen neuen Gehegen bereits im August 2010 auch der erste Spatenstich zum Erlebnispark mit Streichelzoo, Bauernhof und Entdeckerhaus getätigt wurde. Geplanter Zeitpunkt der Fertigstellung soll Frühjahr 2011 sein, allerdings sah es m.E. noch nicht fertig aus. Auch ein neues Bärengehege war in Arbeit. Ein paar schöne Schnappschüsse hat besonders die Giraffe ermöglicht. Ich war mir nicht sicher, ob sie etwas zwischen den Zähnen sitzen hatte oder sich als Pauenclown betätigte, aber ihre Grimassen waren einfach Gold wert.

Fotos sind verteilt in den Alben, Düsseldorf 2011 und Duisburg zu sehen. Klickt mal rein auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Auf der Halde Haniel

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Im letzten Jahr habe ich schon einmal über die Halde Haniel berichtet. Damals, zum ersten Mal dort, war ich fasziniert von der Umgebung. Also ein Grund nochmal hinzugehen und ich war am Sonntag nicht der einzige 😀 . Die Halde ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie und genau auf der Stadtgrenze zwischen Bottrop und Oberhausen mit 159 m Höhe eine der höchsten Halden des Ruhrgebiets. Oben bietet sich daher ein toller Rundumblick und außerdem ist die Installationen der bunten „Totems“ des baskischen Malers und Bildhauers Agustín Ibarrola nach wie vor ein einmaliges Motiv. Leider beginnt die Farbe langsam etwas zu bröckeln.

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Jogger, Fahrradfahrer, Modellflugfreunde oder einfach nur Wanderer, die Halde ist ein Ausflugsziel für jedermann. Vom großen Parkplatz am Fuß der Halde geht ein leicht ansteigender Weg in Serpentienen nach oben. Dort findet ihr am Wegesrand auch eine Auswahl von Bergbaumaschinen und Geräten. Wer mutig ist, nimmt die Abkürzungen quer durchs Gebüsch. Aber Achtung, da wo ihr mühsam die Abkürzung nach oben erklimmen wollt, sind die Radfahrer u.U. auf dem Weg nach unten 😮 .

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Informationen über die genaue Adresse, Anfahrt usw. findet ihr im Revier Magazin, mehr Bilder wie immer hier, „Ruhr 2011“ bei Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Zoom Erlebniswelt

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Daß ich dieses Jahr wieder mit der Ruhrtopcard duch die Gegend reise hatte ich geschrieben, oder? Also mußte (wollte) ich bis Ende März auch noch in die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen. Am letzten Samstag, das Wetter war ansprechend, bin ich also zeitig los und was soll ich euch sagen, 15 Min. nach Öffnung des Zoos war es an den Kassen noch erfreulich leer. Ich hatte garnicht damit gerechnet, aber die Wege gehörten uns noch fast alleine.

Natürlich kann es einem passieren, daß einige Tiere um diese Zeit auch noch schlafen, aber das Risiko war es mir wert, nachdem ich mir im letzten Jahr fast zu selben Zeit vorkam wie in einer überfüllten U-Bahn. Leider gab es bei den Orang Utans irgendwelche Baurbeiten im Gehege, so daß die Tiere nur in einer kleinen Ecke zu finden waren. Das war ein bischen schade.

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Warum wird man Zoos eigentlich immer von Fotografen überfallen, die einem unbedingt ein Gruppenfoto aufschwatzen wollen. Nein einen gratis Schlüsselanhänger benötige ich auch nicht. Wir wollten stattdessen nach dem Löwen Ausschau halten, den wir beim letzten Mal auch nicht angetroffen hatten. Leider hatte auch er noch seine Ruhepause, aber die dicken Pranken lagen dafür in unmittelbarer Fotoweite. Süß das „Kätzchen“ 🙂 .

Für den kleinen Durst und den kleinen Hunger hatte ich einen Rucksack mit ein paar Kleinigkeiten dabei, aber ausgerechnet während der Bootsfahrt durchs Afrikagehege war essen untersagt. Die Affen auf der gleichnamigen Insel könnten sonst dem Futterneid verfallen. Ja einverstanden, die Beißer mochte ich nicht spüren.

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Stattdessen etwas essen auf dem Weg zum Eisbären. Den wollte ich unbedingt nochmal wiedersehen. Der Eisbär schwimmt bis kurz vor eine Scheibe, erschreckt dabei Besucher, die das noch nicht kennen und dreht dann wieder ab. Dieses Mal war allerdings der Wasserstand im Becken niedriger, so daß das Fenster ganz über Wasser war. Beim letzten Mal habe ich den Eisbären noch tauchen sehen. Dafür hat er sich dieses Mal als Handballer versucht 😉 . Mehr von der Zoom Erlebniswelt auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Auf dem Alsumer Berg

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Nachdem ich vor ein paar Tagen auf der Halde Rheinpreussen war und mein Blick wieder mal Richtung Duisburg ging, habe ich den Entschluß gefaßt, endlich auch mal die andere Rheinseite zu besuchen. In Duisburg Bruckhausen befindet sich der Alsumer Berg, mal keine Halde mit Abraumgestein aus dem Bergbau, sondern eine Art Deponie für Schutt und Kriegstrümmer.

Internetseiten zum Alsumer Berg gibt es schon eine ganze Reihe (u.a. die der Metropole Ruhr), daher erspare ich mir hier noch einmal alles zu wiederholen. Vielleicht nur soviel, da wo heute ein kleiner Berg bestiegen werden kann, lag früher das Schiffer- und Fischerdörfchen Alsum. Alsum drohte, nachdem es im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört worden war, nun auch noch durch Bergsenkungen im Rhein zu versinken. Das bewegte den Rat der Stadt Duisburg 1954 dazu, den Bereich mit Schutt zu verfüllen und ihn zur Anlage einer Halde zu nutzen. Vom begrünten Gipfel bietet sich ein interessanter, langsam zuwachsender, Rundblick über das Ruhrgebiet.

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Wenn ich mal eine andere Internetseite zitieren darf, lässt sich nirgendwo im Ruhrgebiet so viel „Industrie pur“ erleben wie am Alsumer Berg und ich glaube die Aussage stimmt. Daher ist dieser Berg auch beliebter Fotostandort mit Blick auf das Stahlwerk und die Kokerei Schwelgern (Hamborner Ofengruppe), auf das Stahlwerk Bruckhausen (ThyssenKrupp), zum Kraftwerk Duisburg-Walsum sowie auf die Werksanlagen von Fritz Schupp. Interessant soll die Sicht auch sein, wenn es dunkel geworden und die Industriekulisse hell erleuchtet ist.

Unmittelbar vor dem Alsumer Berg fließt der Rhein vorbei, was die Stelle auch bei Hochwasser interessant machen dürfte. Bei Niedrigwasser (so wie im Augenblick) ist vor dem Rheindeich ganz viel Platz für Hund und Herrchen. Den Alsumer Berg erreicht man über die Straße „Alsumer Steig“ (früher die Zufahrt zur Fähre), dort befindet sich auch ein kleiner Parkplatz.

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Wenige 100 Meter entfernt verläuft die (alte) Matenastraße unter dem Industriegelände hindurch. Die, auf den ersten Blick unscheinbare, Straße wurde, um die Industriegeländeteile besser zu verbinden, in den 30’er Jahren des letzten Jahrhunderts überbaut und ist dadurch so eine Art in die Jahre gekommener Tunnel (Matenatunnel). Bekannt sein dürfte der Tunnel, weil er u.a. in Schimanskifilmen zum Dreh genutzt wurde.

Alles weitere kennt ihr, „Ruhr 2011“ bei Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Rheinpreussen und die Lampe

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Anfang 2010, das Kulturhauptstadtjahr hatte gerade begonnen und die Halde Rheinpreussen in Moers war noch winterlich eingefroren, da war ich das erste Mal auf der Halde an der Gutenbergstr. Eine überdimensionale Grubenlampe ziert dort die Halde. Eine 30 Meter hohe Sicherheitslampe aus Stahl (Geleucht genannt), die am Wochenende auch als Aussichtsturm genutzt werden kann. Trotz der geringen Höhe hat man vor dort einen guten Blick über den Niederrhein (z.B. nach Kamp Lintfort) bis über den Rhein und auf die Industriekulissen von Duisburg.

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Auch die A42 kann aus der Ferne beobachtet werden, ebenso wie der Schiffsverkehr auf dem Rhein. Wer keinen Fotoapparat mit Zoom sein Eigen nennt sollte ein Fernglas mitnehmen. Je nach Wetterlage geht der Blick bis weit ins Ruhrgebiet. So kann man z.B. die Müllverbrennungsanlage in Oberhausen entdecken. Eine Straße führt vom Kreisverkehr etwa 100 Meter die Halde hoch, dort kann entlang des Weges geparkt werden und dann gehts zu Fuß weiter.

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Der Weg ist leicht ansteigend und kann innerhalb von ca. 15 Minuten gemütlich „erwandert“ werden. Da der Haldenhügel allerdings ziemlich frei liegt ist es auf der Spitze immer etwas windig (zumindest immer wenn ich bisher da war 🙂 ), aber die Halde Rheinpreussen ist alles in allem ein schöner Ausflug für einen Sonntag(nach-)mittag. Noch ein paar Bilder? Passend zum lfd. Jahr die Alben „Ruhr 2011“ bei Flickr, Sevenload, Picasaweb.

Parkleuchten (Grugapark)

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Vielleicht ist es nicht jedermanns Sache durch dunkle Parks zu laufen, aber in diesem Fall kann ich ruhigen Gewissens dazu raten. Der Grugapark in Essen (oder sagt man die Gruga) läd erneut zum Parkleuchten ein oder wie die Gruga Seite sagt „Nächtliche Illuminationen – Fast wie im Märchen“.

Noch bis zum 20. März (täglich außer Rosenmontag 17 bis 21 Uhr, freitags und samstags bis 22 Uhr) ist ein großer Teil des Parks wieder bunt beleuchtet. Die Illuminationen sind weitestgehend über feste Wege zu erreichen (es sei denn ihr wollt mit der Digitalkamera näher ran 😉 ), festes Schuhwerk kann trotzdem nicht schaden.

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Diskokugeln mitten im Wald? Michael Jackson in eindeutiger Pose? Spiegel mitten auf dem Weg zeigen dich plötzlich in bunte Streifen gehüllt? Im Musikgarten sieht der Boden aus, als wäre er mit bunter Kreide bemalt und du stehst mitten drin. War die Hose nicht eben noch einfarbig? Jetzt ist sie so bunt als wärest du Teil des Ganzen.

Wohin führen die Himmelsleitern? Auf den Stühlen wird doch wohl keiner sitzen wollen. Nein die stehen ja kopfüber. Und wer den Türrahmen aufgestellt hat war bestimmt kein Zimmermann 😉 .

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Was rauscht denn da? Eine Wasserfontäne? Ja, und auch sie ist Leinwand für das bunte Spektakel. Bei den Bäumen hat es mir der „Wunschbaum“ angetan. Über und über ist der Baum mit Glasfaserlichtleitungen durchzogen. Und natürlich die Baumallee, die alle paar Minuten in neuem (bunten) Licht erscheint.

Mehr Fotos (so als Einstimmung)? Guckt ihr hier … Flickr, Sevenload oder Picasaweb. Aber am Besten ihr seht euch die Vorstellung vor Ort an, denn Fotos können nur einen kleinen Eindruck vermitteln.

Das schreibt übrigens „Der Westen“ zum Parkleuchten.