Das feuerrote Spielmobil

Dieser Blogbeitrag betrifft euch, die ihr Ü30 vielleicht sogar Ü40 seid. Ihr erinnert euch, vor ein paar Tagen hatte ich über meine Kindheitserinnerungen geschrieben. Mitlerweile hat sich meine DVD Sammlung noch etwas erweitert, wie auf dem Bild zu sehen ist. Nachdem die Sendung mit der Maus in diesen Tagen 40 Jahre alt wird wollte ich unbedingt mal die Peanuts und Das feuerrote Spielmobil wiedersehen. Erinnert ihr euch noch an Charlie Brown, Snoopy, Woodstock, Sally, Lucy, Linus, Schroeder, Peppermint Patty, Marcie und wie sie alle hießen? Und wer erinnert sich nich an diese Zeilen …

Kiri-Kra- Krokodil, wir fahren mit dem Spielmobil
Ri-R- Regenwurm, Spielmobil fährt auch bei Sturm
Pi-Pa- Pelikan, Spielmobil geht ran
Ki-Ka- Cowboyhut, Spielmobil macht Mut

Als Teil des Spielmobils lief „Das Haus mit der Nummer 30“ von 1977 bis 1979 mit 41 Folgen. In einem Mehrfamilienhaus (mit Wohnungen alle ohne Klingel oder Türknauf) wohnten das Ehepaar Koch (gespielt von Heidrun Polack und Jörg Hube), die Kinder Claudia (Claudia Kleiber) und Thomas (Clemens Kleiber), das Rentnerehepaar Griesbeck (Elisabeth Bertram und Erich Kleiber) und der beliebte Junggeselle Josch (Josef Schwarz).

Nachdem das Internet ja allwissend ist, habe ich mich via Suchmaschinen etwas auf Recherche begeben, um zu sehen, was die Schauspieler heute machen. Leider war das, was ich gefunden habe überraschend und zugleich betrüblich.

Also zunächst war Herr Griesbeck (Erich Kleiber) der echte Vater der beiden Kinder aus der Familie „Koch“. Der Schauspieler ist 1985 verstorben, den Rentner hat er allerdings nur gespielt, 1985 war er gerade mal 56 Jahre alt. Über seine (TV-)Frau Elisabeth Bertram habe ich genausowenig gefunden wie über Frau Koch (Heidrun Polack).

Der Junge Thomas (Clemens Kleiber) hat in einigen Hörspielproduktionen mitgespielt, ist aber bedauerlicherweise mit nur 31 Jahren 1998 früh verstorben. Über seine Schwester Claudia (Claudia Kleiber) habe ich wiederum nur wenig gefunden. Sie hat wohl in einigen unbekannten bayrischen Filmen mitgespielt.

Richtig überrascht war ich bei der Suche nach Jörg Hube (der den Herrn Koch gespielt hat). Als ich das Bild von ihm gesehen habe, wurde mir klar, daß ich diesen Schauspieler in diversen Filmen vorzugsweise Krimis gesehen habe. Leider ist auch er 2009 verstorben.

Einzig Josef Schwarz scheint heute noch als Theaterschauspieler mit „Theater im Bus“ tätig zu sein, umso netter ist es mit den alten Folgen des Spielmobils nochmal an seine eigene Kindheit zu erinnern.

Und die Peanuts? Die sprechen meines Erachtens für sich. Schließt die Augen und hört das „Peanuts-Theme“. Na, werden die Bilder wieder wach?

Überraschender Gewinn

Gegen Nachmittag klingelte es heute an der Haustüre. DHL Paketdienst. Ein Paket für mich? Die gehen doch i.d.R. an die Packstation? Der Absender die WAZ Mediengruppe. Frohe Weihnachten steht oben auf dem Paket. Wohlgemerkt heute ist der 3. Januar 2011, aber Postwege von Paketen sind ja manchmal unergründlich. Also mal die DHL Sendungsverfolgung aktiviert. Fairerweise muß man sagen, daß das Paket erst am 29.12.10 18:40 Uhr in Dorsten aufgegeben wurde. Nun wurde ich langsam neugierig.

Schnell das Anschreiben vom Paket gelöst und sieh an, es handelt sich um einen Tagesgewinn aus dem Adventskalender der Seite DerWesten. Die verspätete (Weihnachts-)Überraschung ist gelungen. Zwei Kaffeethermobecher mit einem verschließbaren Ausguß für den Kaffee Togo … ähm … „to go“ natürlich. Da kann ich nur vielen Dank sagen und einen freundlichen Gruß nach Essen schicken. Auf ein erfolgreiches neues starkes (Kaffee-)Jahr.

Das war Ruhr.2010

Das war sie also die „Ruhr.2010“. In meinem Blog und auf der Sonderseite habe ich euch das ganze Jahr 2010 von meinen Ausflügen berichtet und es hat zumindest mir viel Spaß gemacht. Auch 2011 werde ich weiterhin durch das Ruhrgebiet touren und euch von meinen Ausflügen berichten. Wenn ihr 2010 nochmal Revue passieren lassen wollt, die Alben auf Flickr, Sevenload und Picasaweb zeigen euch in weit über 600 Bildern nocheinmal die Kulturhauptstadt. Diese Alben sind abgeschlossen, denn auch das Jahr 2010 ist schließlich vorbei, aber auch 2011 kommen neue Fotos in neuen Alben dazu.

Lieber nur eine Auswahl der 600 Bilder? Auch das gibt’s. Schaut auf Alben wie Halden im Ruhrgebiet, Essen oder Zeche Zollverein. Und noch etwas, ich hatte vor ein paar Tagen so eine verrückte Idee. Vielleicht verkünde ich ja irgedwann in 2011 mal im Vorraus, auf welcher Halde o.ä. ich zu finden bin und wer mir dann auf Facebook oder Twitter folgt, darf mich gerne live auf der Halde (oder wo immer ich dann bin) zu eine Haldenpicknick treffen. Mal sehen was 2011 so bringt.

Jahresrückblick

Jahresrückblick – Ich bin dieses Jahr ganz schön rumgekommen, habe im Rahmen der Ruhr2010 diverse Orte entlang der Ruhr besucht und über viele interessante oder vielleicht auch nur belanglose Dinge geblogt. Mal waren es Freizeitaktivitäten oder Veranstaltungen in der näheren Umgebung, mal meine Dienstreisen nach Hamburg und Berlin. Fußball WM 2010 war ein Thema genauso wie mein Umzug oder der Kampf mit den Tücken meines Handys. Ich möchte mich auf diesem Weg für die Besuche meines Blog bedanken, ebenso bei allen die sich mit einem Kommentar verewigt haben.

Ausblick auf 2011 – Nun endet das Jahr in etwa so, wie es begonnen hat, nämlich frostig. Ich kann mich noch gut erinnern, daß wir in den 70’er und 80’er Jahren häufig schneereiche Winter hatten. Als Schüler war uns das vollkommen egal, schließlich mußte der Busfahrer mit dem Wetter kämpfen und wenn die Schule dann mal ausfiel umso besser :-). Dann allerdings haben wir uns in diesen Breitengraden an eher milde Winter gewöhnt und jetzt haben wir bereits Schnee im Dezember. Auch wenn der Winter noch lang wird, heute kam bereits die erste Werbung (siehe Bild) für den kommenden Frühling ins Haus. So kann man sich schon mal warme Gadanken machen.

Euch allen jetzt schon ein frohes und gesundes Weihnachtsfest. Ich würde mich freuen, wenn ich euch auch 2011 wieder hier begrüßen kann.

Kindheitserinnerungen

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Geht es euch auch manchmal so, daß ihr in Erinnerungen schwelgt? Wenn ihr wie ich aus einem 60’er Baujahr entstammt liegt die Kinderzeit nun doch schon ein wenig zurück und selbst selbst wenn ihr ein 70’er Baujahr seid, ist es auch schon eine kleine Ewigkeit her. Als ich letztens sah, daß gleich drei Sender einen ganzen Tag Spongebob im Fernsehprogramm hatten, mußte ich mal wieder zurückdenken, was bei uns eigentlich so über die Mattscheibe flimmerte. Es standen drei Programme zur Auswahl, ARD, ZDF und das lokale Dritte.

Bei meiner Internetsuche nach Kinderserien der 70’er bin ich auf die Seiten TV Kult und Retro TV gestoßen (die ich schon mal entdeckt, aber mitlerweile wieder ausgeblendet hatte). In den letzten 2-3 Jahren sind erstaunlich viele von den alten Serien und Filmen plötzlich (wieder) auf DVD erhältlich und darüber berichtet u.a. die letztgenannte Seite Retro TV. Wenn es schon Weihnachtsgeld gab dachte ich mir, könnte man ja mal einen kleinen Betrag abzweigen und so 2-3 DVD’s kaufen.

Wenn jetzt die besinnlichen Tage kommen werde ich mal wieder bei Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt reinschauen. Bei den Muppets (deren erste Staffel auf DVD erschienen ist) und auch bei Pippi Langstrumpf. Aber auch die Serien für die Jüngeren sind mitlerweile auf DVD erschienen (aber noch nicht auf meinem Tisch gelandet). Wer erinnert sich noch an die Rappelkiste, an den Kli Kla Klawitter Bus oder an das Feuerrote Spielmobil. Alles mitlerweile auf DVD erhältlich. Ganz abgesehen von den Aufführungen der Augsburger Puppenkiste.

Ihr meint das sei längst vergessen und das will keiner mehr sehen? Glaube ich nicht, denn die Kinder von heute könnt ihr nicht mehr mit den alten Trickfilmen hinterm Ofen hervorlocken, selbst die Sendung mit der Maus gucke ich zeitweise alleine. Aber die, die heute zwischen Mitte 30 und Mitte 40 sind kaufen sich diese DVD Boxen. Das einzige was ich im Programm des Kinderkanals manchmal entdecke ist Wickie, Biene Maja, Pinoccio u.ä., aber die muß ich nicht nochmal sehen. Was ich hingegen gerne mal wieder sehen würde, wäre Der rosarote (Paulchen) Panther, Bugs Bunny oder die Kleinen Strolche sowie Väter der Klamotte. So schön in schwarz/weiß. Auch Lemmi und die Schmöker (wovon ich die Momo Folge und zwei weitere auch bei YouTube entdeckt habe) wäre mal wieder schön.

Alphaville – I Die For You Today

Im Juli hatte ich euch als meinen neuen Lieblingshit „Yolanda Be Cool & DCUP“ vorgestellt und siehe da er wurde Nr. 1 (ja ich weiß über Musikgeschmack läßt sich vortrefflich streiten 🙂 ). Vor ein paar Tagen habe ich nun etwas Neues von Alphaville mit dem Titel „I Die For You Today“ gehört und bin der Meinung auch das könnte wieder etwas für die Top 10 werden. Viele mochten Alphaville in den 80’ern nicht, weil sie den Sänger Marian Gold nicht leiden konnten. Aber ich sage schaut ihn euch an, es sind 25 Jahre vergangen und ich hätte ihn so nicht wiedererkannt. Der aktuelle Titel greift die 80’er meiner Meinung nach voll wieder auf.

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Hier war der Link zum Originalvideo bei YouTube, aber anscheinend mußte man es aus rechtlichen Gründen löschen. Wieder eine Band, die es nicht versteht wie Hits gemacht werden. Dann eben keine Top10.
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Unwetter – Landunter auf dem Balkon

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Ist es eigentlich nur ein Gefühl, daß es früher zwar auch Gewitter gab, bei denen es geblitzt, gedonnert und mal etwas stärker geregnet hat, aber nicht immer gleich Land unter folgte? Heute kommen bei einem Sommergewitter Regenmengen von bis zu 30 Liter je Quadratmeter herunter. Mein Balkon mußte heute zusätzlich die über das Dach hinausschießenden Wassermassen aufnehmen und da der kleine Gulli in der Ecke vom Balkon mit nur zwei, drei Blättern verdeckt war, füllte sich der Balkon zu einem kleinen Aquarium.

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Was tun? Wo war der Schrubber? Ah klar, auch auf dem Balkon. Also Balkontüre auf, erster Schwupp Wasser in die Wohnung, Schrubber schnappen, Türe wieder zu. Handtuch hinwerfen, um das Wasser aufzusaugen, rüber in die Küche, Fenster auf (genau über dem besagten Gulli) und Blätter beiseite schieben. Ein Glück, das Wasser läuft ab. Eben noch 33 Grad, jetzt plötzlich nur noch 20 Grad. Vermutlich sind das jetzt unsere Sommergewitter. Morgen wird’s wieder heiß, als wäre nichts gewesen.

Umfrage oder doch nicht

Vielleicht erinnert ihr euch, daß ich gestern twitterte: „Telefon klingelt. Umfrage d. Max-Planck-Instituts. Wenn’s nicht so lange dauert. Wohnen Sie HausNr. 2-88? Ja. Dann kommen Sie nicht in Frage„.

Irgendwie kam mir das ja merkwürdig vor. Wollte da nur jemand mein „Ja“ am Telefon hören? Nennt es Paranoia, aber man weiß ja nie, wer einem da am Telefon wieder was aufschwatzen will.

Heute habe ich aber tatsächlich eine Seite im Netz gefunden, welche diese Umfrage belegt. Unter http://www.mmg.mpg.de/zusammenleben/index.html steht, daß die Umfrage in folgen Städten stattfindet: Bochum, Delmenhorst, Dormagen, Emden, Frankfurt am Main, Gießen, Hamburg, Herten, Ingolstadt, Konstanz, Krefeld, Leverkusen, Lübeck, Mannheim, Schweinfurt und Viersen.

Ich fürchte, ich hätte sowieso nicht viel zum Ergebnis beitragen können, denn gefragt wurde anscheinend wie Lebensumstände im Wohnviertel das soziale Leben beeinflussen, wie die Bevölkerung im Wohnviertel zusammengesetzt ist oder wie zufrieden ich in meinem Wohnviertel bin. Nun ja, 7 Wochen nach meinem Umzug und als berufstätiger Mensch kenne ich kaum meine Nachbarn, geschweige welche Menschen in dem Viertel wohnen.

Immerhin begann das Sprüchlein nicht mit „Schön daß ich Sie persönlich erreiche Herr …“, wie die meisten Werbeanrufe ja so anfangen. Was tut ihr, wenn euch so ein Anruf erreicht. Seid ihr bereit Auskunft zu geben oder legt ihr (dankend) wieder auf, weil ständig vor dubiosen Anrufen gewarnt wird. Ein falsches „Ja“ und das Topfset oder das Zeitungsabo kommen ins Haus 😉 .

Annoncen Avis (die 193’er)

Ich möchte den Blog nutzen einmal zurückzublicken, zurück in das Jahr 1989. Ich glaube zwar nicht, daß ich auf diesem Weg jemanden wiederfinde, aber versuchen muß man es ja.

1989 war das Internet für die meisten noch weit weg. Zu dieser Zeit gab es eine Annoncen Zeitung namens „Annoncen Avis“ (im Netz mitlerweile zusammengefaßt unter Quoka.de). Diese Zeitung bestand zu 100% nur aus Annoncen, so wie ihr sie aus der Samstagszeitung kennt. Suche, biete, kaufe, tausche … das übliche eben. Der Clou, die Zeitung selbst kostete 1,- DM, das Aufgeben einer Annonce war für Privatanzeigen kostenlos (bis auf die Briefmarke oder den Telefonanruf). Eine der vielen Rubriken hieß damals „Grüße“ und dort standen in den ersten Ausgaben so 2-3 Texte, mit Glückwünschen für die Oma u.ä. Doch plötzlich erschienen die ersten Annoncen mit Pseudonym, ähnlich einem Chat oder etwas moderner das, was heute z.B. Twitter ist.

Da die Texte in dieser Rubrik ebenso kostenlos waren, wie im Rest der Zeitung, fanden sich dort innerhalb kürzester Zeit zwei Spalten, dann eine Seite und nach 4-6 Wochen bereits 2 ganze Zeitungsseiten voll mit Anzeigen wie „Black Tiger grüßt Snoopy, wie war dein Wochenende …“ usw. Etwa 20-30 verschiedene Pseudonyme waren in ständigem Kontakt bis irgendwann jemand auf die Idee kam Freitags oder Samstags in einer bestimmten Kneipe aufzutauchen und andere dazu einzuladen.

Zunächst kamen 2-3 und berichteten in der Folgewoche, dann 5-8 und nach ca. 3 Wochen kamen bereits 15-20 Schreiber dieser Rubrik (übrigens es war, soweit ich mich erinnere, die Rubrik 193) vom ganzen Niederrhein in diese eine Kneipe. 70% kamen mit dem Auto und tranken demnach nur Limo und Wasser, was den Wirt zunächst verwunderte, aber aus dieser Idee kam für ca. ein 1 Jahr eine wunderbare Gruppe zusammen. Leider hat man sich dann schnell wieder aus den Augen verloren, weil eben doch nicht jeder mit jedem konnte.

Wohlgemerkt, wer sich nicht persönlich sah oder anderweitig kannte, mußte damals auf eine Antwort eine Woche warten, bis daß der Text in der Zeitung der Folgewoche zu lesen war. In der heutigen Internetgeneration ist es unvorstellbar, weil e-mails, Twitternachrichten u.ä. binnen Sekunden rund um den Globus laufen. Aber wenn sich jemand vom Niederrhein an die 193’er Zeit im „BIT77“ erinnert (1989 / 1990) möge er oder sie sich doch mal hier melden.