Binnenschiff, Flaschenpost, Schimanski

Binnenschifffahrt

Ursprünglich war ich an diesem etwas trüben Samstag aufgebrochen, um mir die neue RuhrTopCard für 2016 zu besorgen und bei der Gelegenheit auch gleich die 2015’er Ausgabe nochmal im Binnenschifffahrtsmuseum einzusetzen. Dort läuft z.Zt. die Ausstellung „Tausend und eine Flaschenpost“ zum Thema Flaschenpost (ach was 😀 ). Bedauerlicherweise verkauft das Binnenschifffahrtsmuseum aber gar keine RuhrTopCards mehr. Na ja, halb so schlimm, bin ich eben anschließend noch kurz nach Rheinhausen in die „Bücherinsel“ einem kleinen Bücherladen kombiniert mit einem WAZ Leserladen. Dort gab’s dann auch die 2016’er Ausgabe, mit der ich in wenigen Tagen ins neue Ausflugsjahr starten kann.

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Aber zurück zum Binnenschifffahrtsmuseum. Der letzte Besuch dort liegt, ich habe nachgesehen, auch schon wieder 4 Jahre zurück. Mitten in Duisburg Ruhrort, in Sichtweite zum Rhein, hat dort eine Landratte wie ich, die Gelegenheit sich mit der Schifffahrt auseinanderzusetzen. Ich zitiere mal von der Webseite „Schifffahrtsgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart als multimediales Erlebnis auf drei Etagen mit detailgetreuen Modellen und zahlreichen Exponaten zum Anfassen.“ Man kann die Ausstellung in rd. 1 Stunde durchquert haben, man kann aber auch gut die doppelte Zeit einplanen.

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Wem das Gebäude beim Betreten etwas komisch vorkommt, der hat Recht, denn das Gebäude war früher mal eine Badeanstalt (heute würde man wohl Schwimmbad sagen). Vor dem Krieg waren die Becken für Männer und Frauen getrennt, später konnten sie dann gemeinsam genutzt werden. Nach der Schließung 1986 erfolgte 1998 die Neueröffnung als Museum. Die ehemaligen Schwimmbecken sind noch gut zu erkennen, wurden seitlich aufgetrennt, und können an der tiefsten Stelle durchlaufen werden. Im Becken der Eingangshalle, nicht zu übersehen, „schwimmt“ dann auch gleich ein großes Segelschiff, die Tjalk “Goede Verwachting”, ein Lastensegler aus dem Jahre 1913.

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Ob ihr euch den Bau eines Schiffes früher und heute anseht, einem Schiffdiesel mal ganz nahe rückt oder die Schiffsglocke läutet, das bleibt ganz euch überlassen. Ich gebe zu, ich lese auch nicht jede Erläuterung, sondern genieße eher den Gesamteindruck eines solchen Museums, aber ich weiß jetzt warum an manchen Flüssen der Leinpfad entlang läuft. Früher hatten Schiffe noch keinen Motor, sondern wurden von Menschen oder Pferden an langen Leinen stromaufwärts gezogen.

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Wer Lust und Zeit hat, kann sich unweit des Museums, im Seitenarm des Rheins, noch die zugehörigen echten Museumsschiffe angucken. In den Wintermonaten ist eine Besichtigung allerdings nicht möglich. Ich habe euch die Schiffe im Blogbeitrag zum Ruhrorter Hafenfest vorgestellt. Nebenbei läuft z.Zt. die bereits erwähnte Sonderausstellung „Tausend und eine Flaschenpost“ zum Thema … genau ihr wißt schon. Der Kölner Künstler Joachim Römer fischte dazu Flaschenposten (ist das die Mehrzahl von Flaschenpost?) aus dem Rhein, entzifferte und registrierte die Textinhalte, reinigte die Flaschen und verschloß sie wieder. Seit 1998 sind so 1001 Flaschenposten zusammengekommen.

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Wie ich von anderen Besuchern hörte, gibt es wohl einen Katalog (zu kaufen oder zu leihen) in dem die einzelnen Flaschen beschrieben sind. Nun ja, ganz so tief einsteigen wollte ich dann doch nicht in das Thema, dennoch war ich erstaunt, was man alles so in den Rhein werfen kann. Vom Flachmann über das Marmeladenglas oder die Weinflasche ist bis zur Wasserflasche oder der bekannten PET-Einwegflasche alles dabei. Sogar der eine oder andere GeoCach ist in der Ausstellung dabei (hoffentlich vermißt den keiner). Einige Flaschen enthielten gleich Briefmarke oder Rückumschlag, andere nur einen Brief, eine Karte, Kleingeld, Sand oder was der Mensch sonst so gerade entbehren kann (Kondom, Strumpfhose usw.). Die Ausstellung läuft noch bis zum 16.05.2016. Vielleicht gönne ich mir nochmal einen zweiten etwas ruhigeren Durchgang im kommenden Jahr.

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Und noch etwas interessantes gab es zu sehen, nämlich Schimanskis Jacke. In der Zeit vom 19. Oktober bis 31. Januar 2016 wird die Schimmi Jacke aus der Folge „Loverboy“ im Binnenschifffahrtsmuseum ausgestellt. Wie ich gelesen habe, wollen Burkhard Eick und Frank Skrube, die das Kleidungsstück aus der Insolvenzmasse des Planet Hollywood bekommen haben, selbiges in Duisburg an wechselnden Orten ausstellen und den Zuschlag als ersten Ausstellungsort hat nun das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt bekommen. Wenn ich so darüber nachdenke, ist es schon verrückt, daß ich früher, zu Schimanskis Zeiten, niemals auf die Idee gekommen bin, mir die Drehorte mal in Duisburg anzugucken, von meinem Geburtsort Oberhausen wäre das doch ein Katzensprung gewesen. Aber das sagt sich heute im Zeitalter des Internets natürlich leicht. Ich wußte ehrlich gesagt auch nicht, daß es in Duisburg mal ein Planet Hollywood gab (ich war mal in Paris in einem), aber das wäre wieder eine ganz andere Geschichte.

Rheinkilometer 780

Homberg (Rheinkilometer 780)

Ich sollte Wetterbeobachter werden, denn als gestern Morgen die Sonne durch die Wolken guckte, tat sie das genau so lange, bis ich vor die Tür trat (also jetzt nicht wörtlich 😉 ). Wenn ich draußen bin geht die Sonne rein, so einfach ist das. Und weil sich daraus keine Geschichte ergibt, gibt’s heute nur die Bilder … „Gestern bei Rheinkilometer 780“ (Duisburg Homberg gegenüber Rheinorange).

Winterzeit – Tiger & Turtle

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Nun haben wir also wieder Winterzeit, es wird wieder früher dunkel und das nicht nur weil wir die Uhr zurück gestellt haben. Zeit mal wieder den Allerwertesten hoch zu bekommen und Fotos im Dunkeln zu machen (z.B. im Landschaftspark Duisburg, bei Tiger&Turtle oder an der Slinky Springs to Fame Brücke in Oberhausen). Ich hatte mir das bereits zu Jahresbeginn vorgenommen, war dann aber häufig doch zu faul, denn üblicherweise bricht man für solche Aufnahmen ja erst auf, wenn’s langsam dämmert und der Tag sich schon wieder dem Ende zuneigt.

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Der letzte Sonntag war warm wie lange nicht im November, aber nicht sonnig genug, um den Tag auf einer Halde zu verbringen, wie ich es erst geplant hatte. Also habe ich mich mit Wäsche bügeln, Wohnung saugen und ähnlich spannenden Dingen beschäftigt ;-). Schließlich habe ich noch mit der Familie telefoniert und am Jahresrückblick im Blog gebastelt, als überraschend die Sonne wieder hinter den Wolken hervorlugte. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet. Die Uhr zeigte 16.15 Uhr und Siri sagte Sonnenuntergang heute um 16.56 Uhr.

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Rechner aus, Schuhe an und los. Ab ins Auto, zu Tiger & Turtle sind’s von meiner Haustüre rund 20 Minuten, das müßte passen. Als ich vor einer kleinen Ewigkeit (Ende 2011) mal im Dunkeln dort war, war’s nur ein Abstecher, aber jetzt, die Halde bei Sonnenuntergang, das wäre was. Die Fototasche war bereits gepackt, denn ich wollte ja über Tag … na egal. Rein in die Berzeliusstraße, Auto abgestellt und rauf auf die Halde im Duisburger Angerpark. Und ich war nicht alleine, ganz im Gegenteil, es herrschte noch reger Betrieb.

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Ich flitze also wie ein kleiner schlanker Wiesel … was gibt’s denn da zu lachen? Wie ein großer … lassen wir das, ohne große Umschweife stürze ich die erstbeste Treppe von Tiger & Turtle hoch, gerade noch rechtzeitig, den die Sonne verschwand gerade am Horizont. Die besten Bilder gab’s wie ich später merkte, als die Sonne schon nicht mehr zu sehen war, denn der Himmel färbte sich wunderschön rötlich. Rund 170 Fotos in gut 1 1/2 Stunden heißt knapp 2 Fotos pro Minute, allerdings auch gut 40% Ausschuß. Fotoprofis holen da sicherlich mehr raus.

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Mittlerweile war es dunkel, noch ein paar Fotos von der hell erleuchteten Achterbahn und dann hieß es sich auf den Rückweg zu machen. Apropo, seit ich mich einmal auf dem Rückweg von der Halde Rheinpreußen in Moers im stockdunklen wiederfand, habe ich immer eine kleine Taschenlampe dabei, hier war sie allerdings nicht zwingend notwendig. Noch ein paar mehr Fotos gibt’s bei Flickr oder Google Photos.

Landschaftspark Duisburg im Herbst

LaPaDu (III)

Heute will ich euch gar nicht viel erzählen. Eigentlich war ich im Landschaftspark in Duisburg, weil an diesem Wochenende Heißluftballons von dort starten sollen. Vielleicht haben sie das ja auch noch getan, aber gesehen habe ich nichts. Dafür hat der Herbst Einzug gehalten im LaPaDu. Sogar die Blätter des Windrades liegen zur Zeit auf dem Boden. So langsam wird es Zeit wieder mal einen Rückblick auf 2015 vorzubereiten. Aber bis es soweit ist, zeige ich euch einfach den Herbst. Genießt die nächsten Tage, auch wenn es nach der Zeitumstellung ab Montag wieder früher dunkel ist.

Dampflok, Lovelyn, wo ist mein Auto

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Ich gehöre ja eher zu denen, die versuchen kostenfrei am Straßenrand zu parken. Irgendwo findet sich fast immer ein Plätzchen, selbst wenn man dann mal 10 Minuten bis in die Innenstadt laufen muß. Und wenn ich dann in der Innenstadt bin, kann ich, für manche unvorstellbar ;-), shoppen gehen ohne etwas zu kaufen. Doch am Samstag war ich in Duisburg, habe statt am Straßenrand lieber in einem preisgünstigen Parkhaus geparkt, bin eine Runde durch die Innenstadt geschlendert und habe sogar eine Kleinigkeit gekauft. Ein Sweatshirt für 15,- € habe ich mitgenommen, aber das heißt für euch vermutlich nicht unbedingt shoppen :-D.

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Apropos günstiges Parkhaus, es gibt noch Parkhäuser, mit Preisen von 70 bzw. 80 ct. für die ersten beiden Stunden und 1,50 € für jede weitere Stunde, aber irgendwie sind das Parkhäuser, die haben ihre beste Zeit auch schon hinter sich. In der 2. Etage sieht man noch sowas wie Fensterrahmen, aber keine Scheiben mehr darin, die Stellplätze so eng, daß man die Türen kaum mehr als eine Handbreit aufbekommt und in Höhe der Einfahrt weiße Kacheln die eher an ein Schwimmbad als an ein Parkhaus erinnern. Demnächst probiere ich mal das Parkhaus unter dem „Forum“, dem Shoppingcenter von Duisburg. Das kostet zwar 1,50 € die Stunde (von der ersten Stunde an), soll aber großzügiger und heller sein.

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Und da ich nun mal in der Stadt mit dem größten Binnenhafen Europas und dem Landschaftspark war, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen in letzterem noch einen Blick auf den Ruhrtriennale Film „In the Land of Drought“ zu werfen, in dem weiß gekleidete Personen durch Wüsten und Felsenlandschaften laufen oder wie es offiziell heißt „[…] in meditativen Kamerafahrten folgt der Berliner Filmkünstler den Fluchtlinien einer globalisierten Welt und dekonstruiert das Verhältnis von Mensch und Umwelt, von Kultur und Natur“. Mhmm … ja, im Land der Dürre eben. Nach 5-10 Min. hatte ich genug Dürre und habe lieber wieder die Sonne vor der Türe bewundert.

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Außerdem wollte ich auf die Einfahrt der nostalgischen Dampflok warten, die an diesem Samstag vom Eisenbahnmuseum Bochum bis in den Landschaftspark Duisburg Nord fuhr. Der Zug rollte dann auch mit einer knappen 3/4 Stunde Verspätung auf dem Bahnsteig des Landschaftsparks ein. Es ist ja nicht so, als ob ich noch nie eine Dampflok gesehen hätte (zumal der Zug am anderen Ende zusätzlich von einer Diesellok begleitet wurde), aber im Landschaftspark war es dann doch wieder etwas besonderes. Was dabei raus gekommen ist, könnt ihr den Bildern in diesem Beitrag entnehmen.

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Zum Tagesabschluß stand dann noch ein kurzer Abstecher ins CentrO nach Oberhausen auf dem Plan. Ich wollte nur kurz einen Blick in den neu renovierten Kaufhof werfen, was mir gleich eine Piccoloflasche Sekt einbrachte :-). Drinnen veranstaltete der Kaufhof gerade eine Modenschau, mit allem was man im Herbst / Winter so drüber und drunter trägt. Ehrlich ich vermisse etwas die bunten Farben, alles in dunkelgrün, braun, blau … :-(. Auf dem Weg zurück ins Parkhaus blieb ich dann noch an einer Modebühne im CentrO selbst hängen, auf der gerade Lovelyn aus GNTM herumturnte. Ehrlich gesagt, auch wenn ich GNTM ab und zu gucke, ich konnte mich an die Gewinnerin aus 2013 schon kaum mehr erinnern. Aber ich bin da wohl auch nicht das Zielpublikum ;-).

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Eigentlich wollte ich ja auf dem Rückweg auch mal wieder einen überteuerten Kaffee bei Starbucks trinken und dieses Mal per App bezahlen. Ihr wißt ja, ich mag diese neuen Spielereien. Aber leider funktioniert die App unter iOS 9.x nicht mehr und Starbucks scheint auch keine Eile zu haben selbige zu reparieren, jedenfalls erfolgte auf diverse Hinweise in den Sozialen Medien keine Reaktion. Also lieber keinen Starbucks Kaffee, Geld gespart. Stattdessen zurück ins Parkhaus und beinahe mein Auto nicht wiedergefunden. Das passiert mir auch relativ selten, aber ich hatte mir gemerkt, daß ich direkt an der Treppe geparkt hatte. Was ich jedoch vergessen hatte, nicht gegenüber der Treppe sondern mit 180 Grad Wende hinter der Treppe. Es hat gute 5 Minuten gedauert, bis ich das gerafft hatte. Puuuhh … :-D.

Der Sommer geht langsam zu Ende

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Die Bayern haben ja gerade erst zwei Wochen Sommerferien, während in NRW diese Woche schon wieder die Schule begonnen hat und nachdem auch mein Urlaub an der See wieder Geschichte ist, geht mein Blick irgendwie schon so Richtung Sommerende. Moment, wir haben doch gerade erst Mitte August, aber der Sommer ist mir dieses Jahr so als Achterbahnsommer im Gedächtnis geblieben. Entweder 18 oder 38 Grad, fast so wie das Pendeln des Benzinpreises an der Tankstelle. Apropo Achterbahn (Mörderüberleitung), da war ich vor ein paar Wochen auch wieder mal, so wie ich überhaupt des Öfteren mal hier und mal dort war, aber für einen Soloblogbeitrag hier im Blog hat’s nie gereicht.

_Tiger & Turtle

Was soll ich euch das X-te mal vom Haldenbesuch in A oder vom Zoobesuch in B erzählen. Darum zeige ich euch heute mal so eine kleine Sammlung verschiedener Ziele der letzten Monate und vielleicht ist ja was dabei, das ihr doch noch nicht kennt. Ihr dürft den Tipp dann gerne hier ausschneiden und in euren eigenen Veranstaltunsgkalender für den Spätsommer kleben. Die begehbare Achterbanhn namens Tiger & Turtle, für mich aus Krefeld in ca. 20 Min zu erreichen, ist immer wieder aufs neue wert fotografiert zu werden, denn je nachdem wie das Wetter ist und die Wolken ziehen, ergibt sich immer wieder ein neues Bild (Tiger & Turtle, Ehinger Str. 117, 47249 Duisburg, auch von der Berzeliusstraße/Kaiserswerther Str. zu begehen).

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Dann war ich auch mal wieder im Landschaftspark Duisburg Nord (landläufig LaPaDu von machen auch LaPaNo (für Nord) genannt). Ein altes Hüttenwerk, das zum spazieren, zum klettern aber auch zum Sport treiben einlädt. Und genau das passierte, als ich das letzte Mal ganz spontan dort war. Das 24 Stunden Mountenbiking stand vor der Türe, das Gelände war bereits zum Teil abgesperrt und überall standen Campingwagen und Zelte. Da soll noch einer sagen, man kann unter einem Hochofen nicht übernachten :-). Was man aber auf jeden Fall kann, ist den Hochofen besteigen und da solltet ihr, wenn ihr noch nie dort gewesen seid unbedingt mal hin, es sei denn ihr seid nun so gar nicht schwindelfrei (Landschaftspark Duisburg-Nord, Emscherstraße 71, 47137 Duisburg).

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Am Kilometerstand meines Autos habe ich bemerkt, daß ich in diesem Jahr erstmals keine 15.000 km gefahren bin (incl. der Fahren zur Arbeitsstelle und zurück versteht sich). Aber die Wochenenden waren 2015 etwas ruhiger … manche sagen ja dem Alter entsprechend ;-). Aber im Ernst, da dieses Jahr kein Oldtimertreffen auf Zollverein stattfand (ich schrieb darüber bereits hier), fielen einige Kilometer alleine dadurch weg. Aber auch Krefeld hat schöne Ecken und schöne Treffen und davon habe ich hier ein paar Bilder mitgebracht (Oldtimerfreunde Egelsberg, An der Rennbahn 4, 47800 Krefeld und Mo’s Bikertreff Niederrheinhalle, Kleinewefersstraße 160, 47803 Krefeld). Ihr denkt an den Saisonabschluß des Oldtimertreff Ruhr? Am 04. Oktober 2015 an der Zeche Ewald in Herten

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Na ja und wann immer es sich ergab habe ich meine Jahreskarte für den Krefelder Zoo natürlich weiterhin genutzt. Ich kenne die Tiere mittlerweile persönlich und sie mich auch ;-). Nein natürlich nicht, aber Krefeld hat wirklich einen schönen Zoo. Das neue Pinguingehege, das Regenwald- und das Schmetterlingshaus, der Gorillagarten und demnächst das neue Nashorngehege sind nur ein paar Stichworte, die es mit anderen Zoos aufnehmen können. Als ich an einem warem Sommertag dort war, hatten die Elefanten einen fest installierten Wasserschlauch in Betrieb und wenn Zuschauer kamen, hielt einer der Elefanten den Rüssel in den Strahl, so daß es überall hin spritzte. Ich könnte schwören er hat dabei gegrinst (Zoo Krefeld, Uerdinger Straße 377, 47800 Krefeld).

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Ach ja, dann war da noch die Geschichte mit dem Pfeil auf dem Rücken. Erinnert ihr euch, daß ich in Berlin das Aufsichtspersonal auf den Plan gerufen habe (Quader des Mahnmals betreten)? Und wer hat im Zoo die Fotohand über die Umrandung gestreckt, um der spiegelnden Scheibe zu entgehen? Na? Na? Und wer hat wieder mal das Aufsichtspersonal auf den Plan gerufen und wurde deshalb ermahnt? Na? Na? Auf meinem Shirt steht vermutlich „Hier ganz schlimmer Finger, möchte gerne angemeckert werden“. Ich hab’s schon nicht leicht …. 😦 (an dieser Stelle bitte bedauerndes Ooooh ausstoßen).

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Zum Abschluß noch eine Schnappschußcollage, die ich am Rhein bei Krefeld Uerdingen gemacht habe. Die neue Rheinufer- … nein Promenade kann man dazu wohl nicht sagen … der neu gemachte Rheindeich läd seit einiger Zeit immerhin zum sitzen und gucken ein und auch wenn die Ecke nicht die schönste des Rheins ist, bei Gewitterwetter gibt’s zumindest einen sehenswerten Himmel. Damit hätte ich alles abgearbeitet, wer mehr Bilder sehen will … ihr kennt das ja schon hier ein paar Links (evt. müßt ihr ein bischen scrollen, weil die Bilder nach Datum abgespeichert und z.T. ja schon was älter sind).

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Ruhr 2015 (Tiger&Turtle, LaPaDu) bei Flickr / GooglePhotos
Krefeld (Zoo, Rhein/Uerdingen) bei Flickr / GooglePhotos
Rhein und Ruhr (Oldtimer) bei Flickr / GooglePhotos

Mein heißer Tag im Zoo Duisburg

Wenn ihr mal fast alleine im Zoo sein wollt, dann müßt ihr entweder Tierpfleger werden und einfach ganz früh morgens in den Zoo kommen oder, was das wahrscheinlichere ist, ihr kommt an einem heißen Sonnentag, sagen wir mal Wochenende, bei 38 Grad. Genau so etwas Verrücktes habe ich gemacht. Verrückt? Sagen wir mal so, ich war auch schon bei 35 Grad auf der Halde Rheinelbe, warum also nicht in den Zoo (auch wenn mir der Brillenbär die Zunge rausstreckt 😀 )?

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Ob ich bei dem Wetter nicht schwitze? Doch klar, aber ich gehöre nicht gerne zu denen, die 3 Stunden im Stau stehen, um dann an einen See oder in einem Freibad zwischen Menschenmassen in der prallen Sonne zu liegen. Im Zoo gibt’s sonnige und schattige Stellen im Wechsel und an sich liebe ich warme Sommertage sowieso mehr als usselige Regentage. Also habe ich mir vorgenommen einen heißen Samstag im Duisburger Zoo zu verbringen und an manchen Gehegen war ich fast alleine 🙂 .

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Außer ein paar Fotofreaks mit dickem Teleobjektiv kamen später auch noch ein paar Kinderwagen (nebst Familie hinten dran), aber selbst als ich wieder nach Hause fuhr, standen auf dem rückwärtigen Parkplatz (Nebeneingang Carl-Benz-Str.) gerade mal 25 Autos. Der rückwärtige Parkplatz ist übrigens mein bevorzugter Parkplatz, denn er ist groß genug und gut erreichbar, unmittelbar am Autobahnkreuz Kaiserberg (Ausfahrt Kaiserberg) gelegen. Natürlich bereite ich so einen Tag etwas vor, d.h. zu einem Ausflug gehört bei dem Wetter eine Kleinigkeit zu essen und mindestens 2 Liter zu trinken und die waren nach den 4 Stunden auch retzeputz leer.

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Während die großen Raubtiere (Löwen) bei der Wärme auch eher im Schatten dösten und die Koalas beleidigt im Baum saßen, weil ihre geliebte Eukalyptusladung nicht rechtzeitig in Düsseldorf gelandet war, herrschte bei den Erdmännchen geschäftiges Treiben. Diesen kleinen Kerlchen (mit spitzen Zähnen) könnte ich den ganzen Tag zusehen. Ich freue mich daher schon auf die Anlage, die irgendwann auch im Krefelder Zoo entstehen soll.

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Ebenso badete der männliche Elefant in seiner Wasserkuhle, weil ihm wohl auch sichtlich zu warm war, schob aber anschließend einen Riesenfindling aus dem Wasser und durch die Gegend, daß jeder Baggerfahrer neidisch geworden wäre. Die Elefantendamen auf der anderen Seite ließen es hingegen etwas gemütlicher angehen. Eine Überraschung erlebte ich im Seelöwenbecken, denn dort schwammen, neben zwei Seelöwinnen, drei Taucher und winkten ihren Begleiterinnen zu, die im Gehege am Ufer standen. Mal sehen wie sich diese Tiergattung „Taucher“ dort weiterentwickelt. Habe ich ein oik oik gehört? Was fressen die eigentlich? Fisch?

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Ansonsten ist der Duisburger Zoo mal wieder im Umbruch, denn zurzeit wird das Tigergehege umgebaut. Nachdem der Zoo seit vielen Jahren keinen Wal und kein Walarium mehr hat, wird der etwas verlorene Platz dem Tigergehege zugeschlagen. Das neue Gehege soll, wie ich erst jetzt gelesen habe, im Sommer fertiggestellt werden und dem Zoo am (von mir bevorzugten) Nebeneingang ein neues Schmuckstück bescheren. Wo der Tiger unterdessen ist? Das habe ich mich auch gefragt und mußte etwas die Suchmaschinen belästigen. Für ein Jahr wurde er in eine „Ferienwohnung“ in Emmen in der niederländischen Provinz Drente ausquartiert, danach kommt er zurück nach Duisburg.

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Ein weiterer Grund, den Duisburger Zoo mal wieder zu besuchen, war das neu eröffnete Aquarium. Natürlich sind die Räumlichkeiten die gleichen geblieben, aber die Becken erschienen mir jetzt viel heller, mit bunten Fischen bestückt und vor allem die großen Fische und auch der Flußdelphin haben jetzt nebenan, durch eine Zwischentüre erreichbar, eigene Räumlichkeiten. Wenn ihr den zweiten Raum betretet, haltet mal Ausschau nach den Rothandtamarin. Evt. müßt ihr dazu die kleine Empore hochklettern.

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Die Rothandtamarin laufen frei herum und sind super putzig anzusehen. Aber Achtung, sie können beißen (sagt das Schild). Rothandtamarin sind eine Primatenart aus der Gattung der Tamarine, die zur Familie der Krallenaffen gezählt wird. So wißter dat auch. Vor allem schienen mir die Kleinen sehr neugierig, denn als ich mir an dem heißen Tag mit meinem Cap etwas Luft zufächelte ging das Köpfchen der Tiere in gleichem Rhythmus hin und her 🙂 . Getraut sie zu streicheln habe ich mich dann aber doch nicht.

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Mehr Bilder? Flickr Freunde bitte hier entlang und Google Foto Freunde bitte da entlang.

Kulturkanal Foto Caching

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Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 wird der Rhein-Herne-Kanal auch gerne als Kulturkanal bezeichnet und dieses Jahr gibt es ein kleines Gewinnspiel im Zusammenhang mit dem Kulturkanal. Leider habe ich auch erst vor ca. 1 Woche davon gelesen, daher muß ich diesen Beitrag mal kurz dazwischen schieben. Am nächsten Wochenende noch nichts vor und vielleicht noch Kinder, die man jetzt wo das Wetter besser wird, bespaßen möchte? Dann nichts wie los. Die Aktion heißt „Foto Caching“ und läuft noch bis zum 17. Mai 2015. Und was ist das jetzt? Von GeoCaching habt ihr vielleicht schon mal gehört, man sucht versteckte Kisten, Dosen etc., verewigt sich im beiliegenden Logbuch und tauscht evt. noch Gegenstände in der Dose gegen eigene aus. Nebenbei lernt man noch die Landschaft drumherum kennen.

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So ähnlich läuft das jetzt beim Foto Caching auch. Man bringt eine kleine Figur (Lego, Playmobil, Schlumpf, Ü-Ei was auch immer) mit, tauscht diese gegen die Figur in der Dose und macht mit der neu gefundenen Figur noch ein (oder mehrere) Foto(s). Das lädt man später auf die Internetseite des Kulturkanal Blogs und schon ist man im Lostopf für eine Reihe Ruhrgebietspreise. Ach ja, nicht vergessen die Figur mit einem Kulturkanalaufkleber zu versehen, als Zeichen, daß ihr die versteckte Dose überhaupt gefunden habt. Ach und noch was, wenn ihr den Foto-Cach in der Nähe des Schifffahrtsmuseums findet (N51 27.47123 E6 43.8174) gebt mir mal Bescheid, ich hab nichts gefunden (außer eine leere grüne Butterbrotdose, aber die war’s wohl nicht).

Wat iss? Nix verstanden? Dann guckt nochmal hier, da ist die Aktion genau erklärt. Was jetzt noch fehlt sind die Verstecke, die sind hier genauer beschrieben. Ihr müßt nicht alle Caches heben, es reicht aus 1, 2 oder 3 zu suchen, ganz nach Lust und Laune, nach Wetter und Geduld des Anhangs. Und wenn ihr euch ein bisschen vorbereitet z.B. mit Google Maps reicht auch ein Handy in das ihr z.B. so etwas eingeben könnt N51 27.47123 E6 43.8174 (diese Angaben findet ihr auf der o.g. Kulturkanal Webseite). Schreibt mal, ob ihr was gefunden habt, würde mich interessieren. Und obwohl es mir nicht hauptsächlich ums Gewinnspiel geht, wenn ihr eines der drei o.g. Fotos auf blog.kulturkanal.ruhr findet, verteilt doch mal ein paar Sternchen (1/2/3) 😉 .

P.S.: Für echte Geocacher könnte es u.U. etwas langweilig werden, denn die Dosen sind familienfreundlich versteckt. Laßt doch mal die „Kleinen“ ran.

Street-Food-Festival im LaPaDu

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Ich meine letztens im Radio gehört zu haben, daß das, was wir als „Aprilwetter“ bezeichnen in den Niederlanden „Märzwetter“ heißt. Ich hoffe das stimmt liebe Niederländer, denn kaum hatte ich mich heute auf den Weg zum Street-Food-Festival nach Duisburg gemacht, da fing es derart an zu schütten, daß ich den Landschaftspark schon als Land_unter_Park gesehen habe. Glücklicherweise hatte ich mich entschlossen den großen Schirm mitzunehmen. Es gab nämlich lecker was zu essen, beim Stree-Food-Festival. Ein Teil der Stände hatte sich unter dem Glasdach versammelt, daß im Sommer auch für das Open Air Kino im LaPaDu genutzt wird. Diejenigen, die ihr Zelt / ihren Wagen im nicht überdachten Bereich hatten taten mir zu dem Zeitpunkt ein bisschen leid.

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Und was gab’s leckeres zu essen? Das kann man kaum alles aufzählen, denn die Auswahl war schon riesig. Etwas abenteuerlich war es mit dem Schirm zu hantieren und sich gleichzeitig die Finger nach den Köstlichkeiten zu lecken. Großes Plus, dieser Markt kostete keinen Eintritt, (wie manch anderer Markt) sondern man konnte ganz unbefangen probieren was immer einem in die Hände fiel. Ich wollte mich nicht satt essen, aber ein 1/2 Pasty von „The Tasty Pasty Company“, ein vegetarischer Oreo-Cupcake von „SchnellVeg“ aus Düsseldorf und ein Hamburger aus dem „Snack’n Roll Food Truck“ waren lecker und durchaus zu empfehlen. Zugegeben so etwas süßes frittiertes hätte mich auch interessiert, aber da nehme ich ja schon beim hingucken zu 😉 .

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Und als dann die Sonne für eine halbe Stunde rauskam, habe ich die gerade gefutterten Kalorien dadurch abtrainiert (habe ich mir zumindest eingeredet 😀 ), daß ich noch einen Abstecher auf den Hochofen gemacht habe. Eigentlich dachte ich ja ich bekomme ein Foto von oben auf den Markt, war aber nicht wirklich so. Kaum wieder unten angekommen fielen auch schon wieder Tropfen aus den nächsten Märzwolken des ersten Frühlingswochenendes und für mich Zeit mich wieder auf den Rückweg zu machen.

Rockelsberghalde, 100 Schritte bis zum Rhein

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Es gibt ja diese Sonntage wo man unbedingt vor die Türe muß, weil einem die Decke auf den Kopf fällt, aber draußen ist’s usselig und dann gibt’s die Sonntage, da hat man eigentlich was zu tun, kann aber auf Grund des guten Wetters nicht drinnen bleiben. Letzten Sonntag stand ich vor diesem Dilemma, denn es war Frühling. Bloß nicht in übervolle Cafés oder auf überlaufene Promenaden. Stattdessen habe ich eine Halde besucht, ich war am Rhein und ich habe Modellflieger beobachtet. Ihr meint das wären ja gleich drei Dinge auf einmal? Jepp, und alle am gleichen Ort.

Rockelsberghalde

Mal eine ganz neue Halde, so ohne Landmarke, fast unbekannt und auch fast unscheinbar. Zum Glück gibt es im allwissenden Internet Seiten wie z.B. Halden.Ruhr. Rockelsberghalde, wo soll die liegen? Linksrheinisch, fast vor meiner Haustüre? Niemals von gehört. Aber 20 Min. mit dem Auto, ich mache mich auf den Weg. Kaum abgestellt, höre ich bereits von weitem Motorengeräusche. Baumfällarbeiten? Motoradtreff? Flugplatz? Ja tatsächlich, aber der für die ganz Kleinen, für Modellflieger. Geschäftiges Schrauben und Werkeln wenige Meter vom Rhein entfernt.

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Die Rockelsberghalde liegt unweit des Rheinparks und damit zwangsläufig unweit des Rheins, nur auf der anderen Rheinseite in Duisburg-Rheinhausen. Ein Teil der riesengroßen Rheinwiese, die bei Hochwasser als Überflutungsfläche dient, ist abgesperrt und ausgeschildert für Modellflugzeugpiloten. Ganz schön was los für einen Sonntagmittag, aber ist ja auch schönes Wetter. Zieht das Modell des Motorflugzeus da gerade einen Modellsegelflieger hoch? In der Tat, wie im echten Leben. Ich gehe ein paar Schritte weiter und nehme den ersten Abzweig der bergan führt. Ausgeschildert ist die Halde nicht, aber zu übersehen ist sie auch nicht.

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Gut die Halde ist jetzt nicht riesig und auch nicht besonders hübsch, aber man hat einen Rundumblick über Duisburg. Während auf dem Rheindeich Familien und Hunde spazieren gingen, war ich auf der Halde alleine. Also zumindest an dem Tag, daß andere bereits oben waren, ist an den Müllresten zu sehen, den andere Dreckspatzen da oben haben liegenlassen. Kein Aussichtsturm, keine Achterbahn, kein Leuchtturm, kein Kiosk, kein Kaffee nur Schotter und Rundumblick und am Wegesrand wuchsen diese Pieksedinger. Also zurück und ca. 100 Schritte bis zum Rhein, während über mir die Modellflieger ihre Runden drehen. Ob ich die Halde und das Umfeld empfehlen würde? Na ja, für Hundefreunde und Fahrradfahrer, die auf dem Rheindeich spazierengehen/-fahren wollen ja, die Halde selbst ist eher unspektakulär. Aber nach dem Rundumblick kann man ja noch Schiffe gucken und wer will fährt noch rüber in den Rheinpark. (Fotos: Flickr / Google+)