Weltkulturerbetag, Zollverein, Bergmannskluft und geistige Verwirrtheit

Ich glaube der kurzfristige Sonnenschein für einen Tag hat bei mir zu einer geistigen Verwirrtheit geführt. Ich kann daher keine Gewähr dafür übernehmen, daß nachfolgende Zeilen immer einen kausalen Zusammenhang ergeben. Irgendwie stand ich heute den ganzen Tag neben mir. Selbst nach 6 Stunden Büro hatte ich das Gefühl ich wäre gerade erst aufgestanden. Also ich stammel denn mal los …

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Kennt ihr dieses beknackte hübsche Spiel, aus beliebig zugerufenen Stichworten einen möglichst sinnvollen Satz zu erstellen? Gut. Ich versuche nämlich jetzt aus den Stichworten „Oldtimer, Bühne, UNESCO, Facebook, Bergmann, BenHur, Essen, Dingenskirchen, Weltkulturerbe, Zollverein, Hamster“ einen möglichst sinnvollen Blogbeitrag zu erstellen 🙂 .

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Lange vermißt aber dennoch wiedererkannt schien also am Sonntag mal wieder ausgiebig die Sonne in NRW. Ein Tag wie gemacht für einen Ausflug nach Essen zur Zeche Zollverein. Gründe dafür gab es, neben dem Wetter, gleich mehrere. Die UNESCO hatte aufgerufen zum 9. Weltkulturerbetag und da das Ensemble aus Zeche und Kokerei seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört sollte das mein Ziel sein.

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Der Vormittag startete mit dem monatlichen Oldtimertreffen auf der Kokerei, der für viele mittlerweile zu einem regelrechten Familienausflug geworden ist. Jung und alt aus Fleisch und Blut treffen auf jung und alt aus Blech und Chrom und versuchen sich die knappe Straßenfläche zu teilen. Dazwischen wuseln die Fotografen, die Hunde und die Hamster … äh Moment … nicht die Hamster die Käfer, Mantas, Mustangs na ihr wißt schon 🙂 . Sehen und gesehen werden ist die Devise. Auf dem Kokereigelände traf ich dann auch die ersten „Freunde“ aus der Facebook Timeline, die sich angekündigt hatten.

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Danach gings weiter oder besser zurück zur Zeche Zollverein. Die Parkplätze waren mittlerweile gut gefüllt, die Stühle vor der Bühne allerdings überraschend leer. Wird wohl noch dachte ich mir und erkundete erstmal weiter das Gelände. Entlang des Ehrenhofs waren mehrere Hallen geöffnet, die sonst nicht für Besucher offen sind. Danach bin ich von A nach B, von B nach C und von C .. genau zurück nach A (so heißen die Areale auf dem Zollvereinsgelände 😉 ). Nach einer großen Runde fragte ich mich, was ich bisher noch nie fotografiert habe. Viel bleibt da eigentlich nicht. Umso amüsierter war ich, als auf der für Besucher nur noch teilweise zugänglichen Bandbrücke (ich glaube die heißt so) drei Mädels vor einem Fotografen posierten als ginge es um GNTM (Germanys Next Top Modell). Solche Fotos habe ich bisher auch noch nicht gemacht. Freiwillige 😀 ?

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Zurück auf dem Platz vorm RuhrMuseum, der Andrang vor der Bühne war nach wie vor überschaubar, aber das Hubert Dingenskirchen Trio (Zitat: „Hubert Dingenskirchen der Erfinder des EmscherDeltaBlues & des abwaschbaren GrossStadtfolks“) war angekündigt. Der heißt wirklich Dingenskirchen, auch wenn Dingenskirchen im Ruhrpott eher sowas wie ein Platzhalter für alles Mögliche ist. Der heißt natürlich nicht im wahren Leben Dingenskirchen aber das wird jetzt zu kompliziert und ich kann heute nicht kompliziert. Während ich dort also der Musik lausche und mit einem Bein im Takt wippe kommen weitere „Facebook Freunde“ vorbei. Schon lustig, daß man sich bei der Gelegenheit trifft.

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Passend zum Thema Zeche hatte sich links neben der Bühne ein kleines Fotoatelier aufgebaut, genau genommen war es ein schlichtes Zelt mit Kamera und Computer, aber dank verschiedener Helme, Bergmannsjacken und Theaterschminke konnte man sich in einen Bergmann mit gleichnamiger Kluft verkleiden. Da die Sonne auf das schwarze Zelt prallte, war es drinnen auch annähernd so warm wie im Bergwerk (obwohl ich das ja garnicht beurteilen kann). Leider gab’s die Bergmannsjacken nur in zwei Größen … klein und noch kleiner, so daß ich mich spontan für Klein entschieden habe. Den Grubenhelm aufgesetzt, Kohlenstaub im Gesicht verteilt und o.g. Foto erstellt. Und ist euch etwas aufgefallen? Ben Hur. Nein nix mit Wagenrennen, aber ich trage (wie ich erst später sah) natürlich meine Armbanduhr, genauso wie es gerüchteweise in der Verfilmung von Ben Hur gewesen sein soll. Einziger Unterschied, damals gab es noch garkeine Armbanduhren, während der Bergmann sie heute nur nicht mit an den Arbeitsplatz nimmt. Aber was soll’s, das Bild ist trotzdem witzig wie ich finde.

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Während ich Bewerbungen für GNZM (Germanys Next Zollverein Model) entgegennehme könnt ihr euch noch ein paar Bilder ansehen und statt die Oldtimer wie sonst in ein separates Album zu packen, habe ich sie dieses Mal auch in die Ruhr.2013 Alben bei Flickr und Google+ geklebt.

Nachtrag I: Männer sind schwer von Begriff wenn Frauen etwas nur andeuten
Nachtrag II: Frauen müssen mit Zäunen winken, wenn Zaunpfähle nicht reichen
Nachtrag III: Sagte ich schon, daß ich geistig verwirrt bin … 😉

Botanischer Garten Bochum

Es gibt ja manchmal Autofahrer, da bleibt einem nur Kopfschütteln. Eine Ampel zwischen Krefeld und Duisburg, ich stehe auf der zweiten Geradeausspur. Die Ampel wird grün, wir fahren los. 70 km/h ist erlaubt und die sind auch bald erreicht. Rechts neben mir ein weiterer PKW, etwa gleich schnell. Von hinten nähert sich ein Lieferwagen. Nach einigen hundert Metern habe ich auf der zweiten Spur ein paar Meter Vorsprung und will auf die rechte Spur wechseln. Beim Blinker setzen sehe ich im Spiegel, daß der Lieferwagen auch gerade ansetzt, um mich rechts(!) zu überholen. Ich ziehe trotzdem rüber, erstens habe ich zeitgleich geblinkt, zweitens ist rechts überholen sowieso verboten. Der Lieferwagen zieht also nach einem halben Spurwechsel wieder nach links, beschleunigt geschätzt auf 90 km/h und zieht mit Dauerhupe an mir vorbei. Da bleibt einem echt nur Kopfschütteln. Aber das wollte ich euch auf dem Weg nach Bochum nur nebenbei erzählen.

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Da kommt man manchmal zu Ausflugszielen bei denen man sich fragt, warum war ich da nicht früher schon einmal? Der Botanische Garten in Bochum gehört dazu. Ich war ja schon in verschiedenen botanischen Gärten, aber im Botanischen Garten der Ruhr Universität in Bochum, der immerhin zu den zehn größten in Deutschland zählt, war ich bisher noch nie. Alleine der Chinesische Garten im Botanischen Garten Bochum ist es wert, selbigen zu besuchen. Ich zitiere mal von der Webseite der Ruhr Uni: „Insgesamt nimmt der umzäunte Bereich des Botanische Gartens eine Größe von 13 ha ein. Die Fläche der Gewächshäuser beträgt etwa 3500 qm“.

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Na da gibt’s doch was zu entdecken dachte ich so bei mir und habe nach meinem ersten Abstecher Anfang letzten Monats gestern mal einen etwas längeren Besuch eingeplant. Vielleicht ein Tipp vorweg, es gibt eine Menge Parkplätze an der Uni, aber am besten ist’s außerhalb der Unizeiten zu kommen, also Freitag Nachmittag oder am Wochenende. Die Unmenge von außergwöhnlichen Pflanzen läßt einen ganz schwindelig werden. Ich glaube das hier ist der Eingang zum Paradies … 😉 .

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Ich kann als Nichtbotaniker raumübergreifendes Großgrün = Baum vom Duftgemüse = Blume unterscheiden, aber von einem Taubenbaum habe ich z.B. noch nie gehört? Die Blätter dieses Baums sehen nicht nur aus wie ein Taschentuch, der Baum heißt sogar im Zweitnamen Taschentuchbaum. In meinem berauschten Zustand (s.o. Paradies) mußte ich mich gleich mit einem Blatt davon schmücken 😀 (zu Hause bin ich eher froh, wenn das Duftgemüse auf meinem Balkon den Sommer übersteht).

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Das Spannende an einem botanischen Garten ist ja nicht unbedingt, die 100’ste Eiche zu sehen, sondern außergewöhnliche Pflanzen. Schöne fotogene Blüten (insbesondere in den Gewächshäusern) oder die Mammutbäume, die in unserer Gegend ansonsten nicht so reichlich vorkommen. Um mich in dem großen Park nicht zu verlaufen, habe ich mir hier vorab noch den passenden Parkplan heruntergeladen. Der Park ist übrigens ohne Eintritt und damit jede Empfehlung wert.

Auf dem Rückweg aus Bochum bin ich zum ersten Mal über die neue Wattenscheider Str. am Westkreuz gefahren. Allen die sich in und um Bochum nicht so auskennen, die A40 wird seit anno Blumenkohl auf 6 Spuren erweitert und sämtliche Zufahrtsstraßen und Anbindungen an den CityRing werden dabei gleich mit umgebaut. Bisher war die (Baustellen-)Zufahrt von der Innenstadt auf die A40 ja schon abenteuerlich, weil sie einfach grob geteert mitten durch die Pampa führt.

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Nun ist die alte Brücke dorthin gesperrt und stattdessen fährt man über die neue Wattenscheider Str., die etwa 100 Meter von der alten Brücke entfernt liegt, wunderschön nagelneu, doch dann geht’s plötzlich links ab in eine Straße, bei der man sich fragt „Bin ich hier noch richtig“? Wer denkt schlimmer kann’s nicht kommen, muß dann wieder links auf die alte Wattenscheider Str. und wenn man bis hierher den Überblick nicht verloren hat über die rechte Spur wieder in die alte Auffahrt in der Pampa. Kein Wunder, daß da am ersten Tag nach der Umstellung über Stunden rund ums Westkreuz garnichts mehr lief. Gute Verkehrsführung sieht irgendwie anders aus.

Bilder vom botanischen Garten … das kennt ihr ja schon gibt’s bei Flickr und Google+.

Ein Tag im Düsseldorfer Nordpark

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Schon aus dem Fenster geguckt? Nicht überall ist heute Feiertag, aber in einigen Bundesländern ist langes Wochenende. Und was wünscht man sich dann? Bestimmt keinen Regen. Blenden wir doch einfach mal 3 Wochen zurück. Da war auch Feiertag und anders als erwartet ein schöner sonniger Tag. Also habe ich mal wieder einen kleinen Abstecher nach Düsseldorf in den Nordpark gemacht. Erstens ist der Park immer toll gepflegt und mit jahreszeitlich passenden Blumen bepflanzt und zum zweiten ist der Flughafen nur einen Steinwurf entfernt.

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Wie man der Seite www.dus.com/dus/flugrouten entnehmen kann starten und landen Flugzeuge i.d.R. gegen den Wind und da der hauptsächlich aus westlichen Richtungen kommt, werden ca. 80% aller Starts und Landungen in Richtung Westen durchgeführt. Mit anderen Worten: die meisten Landeanflüge finden über Ratingen statt, der Großteil der Starts über Düsseldorf-Lohausen (das spiegelt übrigens auch wieder, daß man relativ viele Landeanflüge über dem Baldeneysee in Essen und über Essen Kettwig beoachten kann). Um zum Punkt zu kommen, wenn man Glück hat, kann man aus dem Nordpark neben wunderschönen Pflanzen auch viele große Flieger beobachten ohne am Flughafen stehen zu müssen.

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Und wer dann bei sonnigem Wetter noch von der Ferne träumt muß aufpassen, daß er die Höchstparkzeit auf dem Parkplatz zum Nordpark nicht überschreitet. Da muß man nämlich leider bezahlen (Parkplatz am Aquazoo), während der Park natürlich keinen Eintritt o.ä. kostet. Solltet ihr auch mal im Nordpark zu Besuch sein nicht vergessen den japanischen Garten im hinteren Teil zu besuchen, aber ich glaube das erwähne ich auch jedes Mal wieder 😉 . Und wenn man genug Blumen gesehen hat (geht das eigentlich) und auch der letzte Flieger gestartet ist, kann man über eine kunstvoll geschwungene Brücke auch noch einen kurzen Abstecher bis an den Rhein machen.

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Noch ein paar weitere Bilder aus Düsseldorf 2013? Na klar, bitte sehr … klickt auf Flickr oder Google+.

Pottköppe, Extraschicht und Emscherkunst

Pottköppe Was macht ihr denn so am 6. Juli (wenn’s nicht schneit oder regnet) ;-)? Da war doch was? Und ob da was war, der 6. Juli ist die Nacht der Industriekultur, kurz Extraschicht genannt. Einer der vielen Programmpunkte werden die „Pottköppe“ sein. Drei Meter große Kunststoffköpfe werden in Essen auf der Kokerei Zollverein mit Gesichtern von echten Pottköppen bespielt. Bis dahin alles im grünen Bereich 🙂 . Dann aber berichtete Juli alias Heimatpottential über die Aktion und sprach mich auch an, ob ich nicht Lust hätte mitzumachen. Als fleißiger Ruhrpottbloger konnte ich da nicht nein sagen und heute war der Termin für die Aufnahmen.

Oh man, auf was habe ich mich da bloß eingelassen 😮 . Ich sach’et mal so, man darf sich da nicht peinlich sein, auch mal Verrücktes zu machen. Und wenn ich ehrlich bin, so verrückt bin ich eigentlich garnicht, aber wenn ich einmal zusage, dann bleibt es auch dabei. Heute war ich in Essen zu den Aufnahmen meines „Pottkopps“. Jetzt kann ich nur abwarten und bin auf das Ergebnis gespannt. Ich glaube ich habe mich da ziemlich deppert angestellt, vor allem bei der Erzeugung von Geräuschen mit denen die Köppe bespielt werden solange es noch hell ist. Laßt euch überraschen (ich bin selbst gespannt).

EmscherkunstUnd noch ein Termin. In gut 3 1/2 Wochen (genauer am 22. Juni 2013) startet die Emscherkunst (ich berichtete bereits im Januar davon) und fragte euch im März, ob Interesse an einer (Foto-)Radtour zur Emscherkunst 2013 besteht. Die Umfrage, die ich mühsam zusammengeklöppelt hatte, hat noch Antwortpotential. Jetzt wo sich die Kunstaktion nähert habt ihr nochmal die Möglichkeit eure Meinung kund zu tun. Keine Angst, ich sehe nicht wer dabei was anklickt, sondern nur das Endergebnis. Eure letzte Chance ;-), denn wenn das Wetter weiter so unentschlossen ist, muß man sonnentechnisch wohl kurzfristig handeln. Kaum scheint mal die Sonne ist’s auch schon wieder vorbei, aber ich bin zuversichtlich, die Emscherkunst läuft immerhin bis 06. Oktober 2013.

Schiffe heben und Türme besteigen

Wild wild east oder eine Geschichte über Schiffe heben und Türme besteigen

Ein wettertechnisch wunderschöner Pfingstsonntag liegt hinter uns, für mich die Gelegenheit mal wieder in den Osten des Ruhrgebiets zu fahren. Warum gerade an diesem Sonntag? Weil es der 3. Sonntag im Monat war und das heißt auf Zeche Zollern „Führung durch die Maschinenhalle“, aber dazu gleich mehr. Außerdem ist ein Sonntag i.d.R. gut geeignet die Autobahnen im Ruhrpott zu nutzen, ohne im Stau zu stehen.

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Zunächst führte mich der Weg noch einmal zum Schiffshebewerk nach Henrichenburg. Das liegt nur wenige Autominuten von der Autobahn 2 entfernt und wenn ich ehrlich bin, bis 2010 wußte ich nichtmal von dessen Existenz. Schon von der Straße, die unterhalb des Schiffshebewerks hindurchführt, hat man einen tollen Blick auf das Gebäude, daß seit 1979 zum LWL-Industriemuseum gehört. Zur Zeit ist das Oberwasser (also oberhalb des Hebewerks, daher der Name Oberwasser ;-)) in Renovierung, was auch der Grund dafür ist, daß die Museumsschiffe derzeit nicht besichtigt werden können. Dennoch ist das Gelände einen Besuch wert, insbesondere, wenn man die engen Treppen in den Türmen nach oben klettert und von der Kommandobrücke ganz oben auf den alten Trog blickt, in dem früher die Schiffe transportiert wurden. Einen Blick auf den naheliegenden Hornbach Baumarkt gibt’s übrigens auch, tut hier aber nichts zu Sache ;-).

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Schiffe fahren durch dieses Hebewerk natürlich nicht mehr, aber im alten Transporttrog kann man anscheinend speisen. Zumindest standen eine ganze Menge Teller dort auf dem Boden ;-). Nachdem ich also die Stiegen wieder runtergekrakselt war habe ich mir die Keramiken dort auf dem Boden näher betrachtet. Nein Essen gab’s doch nur am Gastrobus nebenan, die Keramiken auf dem Boden waren alle leer. Ihr meint das wäre Kunst? Was seid ihr nur für schlaue Köpfe, denn was habt ihr wieder mal? Genau Recht habt ihr. Es handelt sich um eine Installation namens „Vessels“ (nein nicht die Mehrzahl von Fessel, sondern in der Übersetzung doppeldeutig – gleichermaßen für Gefäße wie für Schiffe), der Künstlerin Young-Jae Lee. Sieht schon merkwürdig aus, wenn die Kunst auf dem Boden verteilt steht, aber bitte Kunst liegt ja im Auge des Betrachters. Bis 16.6.2013 habt ihr noch die Möglichkeit „Vessels“ zu besuchen, aber nur gucken, nicht anfassen.

Bilder fürs Internet26

Ich habe dann auch mal ein bisschen in Kunst gemacht und den Tellern meinen persönlichen Alien verpaßt. Ob das ’ne Marktlücke ist 😉 ? Im hinteren Bereich des Museumsgeländes wird’s übrigens gemütlich. Rattanstühle unter Hochspannungsmasten, ein Schwan im Wasser (wo auch sonst) und der Ankergebrauchtmarkt (die wollten mir keinen Anker als Geschenk verpacken 😮 ). Pffft, dann eben ab zum nächsten Ziel.

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Ca. 20 Kilometer weiter südlich gings zur Zeche Zollern. Die ehemalige Zeche im Jugendstil-Gewand ist nicht nur wunderschön anzusehen, man kann auch auf einen der beiden Fördertürme steigen klettern und im Besteigen Klettern bin ich gut 😀 . Dabei sind die beiden Türme garnicht die Originaltürme der Zeche Zollern, aber sie wurden zumindest baugleich ersetzt. Auch die Zeche Zollern ist ein Standort des LWL Industriemuseums und auch hier (wie in Henrichenburg) habe ich übrigens meine RuhrTopCard genutzt. Also zunächst ab nach oben und die Zeche von oben betrachten. Unten sieht’s ein bisschen aus, wie auf einer Modelleisenbahn, in der Ferne ist der Fernsehturm von Dortmund und dieses (angeblich) berühmte 😉 Stadion zu erkennen.

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Seit einiger Zeit sind die beiden Seilscheiben des Förderturms auch wieder mit Seilen bestückt und wenn die Maschinenhalle fertig renoviert ist, werden diese zu Schauzwecken auch wieder betrieben. Die Maschinenhalle ist seit 2007 (also schon bevor ich das erste Mal dort war) in Renovierung. Warum so lange? Weil ein Billiganbieter eine „agressive Plörre“ (O-Ton) draufgekippt hat, die mehr geschadet als genutzt hat. Also wird es wohl mindestens 2014 werden, bis die Halle wieder für alle zugänglich wird. Aber jeden 3. Sonntag im Monat gibt es eine ca. 1 stündige Führung durch die Halle und bei dem schönen Wetter fanden sich an diesem Sonntag über 60(!) Besucher zur Führung ein (darunter viele Fotografen). Die Halle selbst wird durch einen Nebeneingang betreten und gleicht von der Größe Höhe her einer kleinen Schiffswerft. Für die Zeche Zollern wurde seinerzeit die erste elektrische Fördermaschine der Welt in die Maschinenhalle eingebaut.

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Die Förderung von Mannschaften und Kohle erfolgte fortan mit durch Elektromotoren angetriebenen Treibscheiben. Auch die Schalttafeln an der Wand waren, für heutige Verhältnisse unvorstellbar, aus Marmor. Die Elektromotoren, die Schalttafeln, der Arbeitsplatz des Fördermaschinisten, alles das wird in der ca. 1 stündigen Führung vorgestellt (und ab irgendwann in 2014 auch sozusagen live). Bilderkes habe ich zu hunderten gemacht, eine Auswahl im sich mehr und mehr füllenden Album „Ruhr 2013“ bei Flickr und Google+.

Flachsmarkt 2013

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Unglaublich, daß schon wieder 12 Monate vergangen sind. Wenn man wie ich in den letzten Jahren regelmäßig auf dem Flachsmarkt ist, kommt einem der Besuch vor, als wäre man nur mal eben für ein paar Tage weg gewesen. Leider liegt das auch daran, daß die meisten Stände genau dort stehen, wo sie auch im letzten Jahr standen und im vorletzten Jahr und … da leidet meiner Meinung nach ein bisschen die Abwechslung.

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Schön war’s trotzdem wieder auf Burg Linn. Kerzenzieher, Filzer, Glasbläser, Hutmacher, Buchbinder, Steinmetz, Seifenmacher, Schmied, Weber, Töpfer, Papiermacher, Holzschumacher und viele mehr bevölkerten die Wiesen rund um die Burg. Dazwischen die üblichen Künstler, Gaukler und Musikanten. Dieses Jahr auch wieder mit dabei eine Falknerin mit ihren Tieren und natürlich der passenden Flugvorführung.

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Der Samstag begann allerdings kühl und bewölkt, was sich auch auf die Schlangen an den Kassen auswirkte. Es gab nämlich fast keine. Trotzdem blieb es zum Glück trocken, nur die Sonne kam erst am frühen Abend raus. Wer noch nie den Flachsmarkt besucht hat, dem sei der Besuch ausdrücklich empfohlen. An den unzähligen Ständen rund um die Burg Linn präsentieren Kunsthandwerker zum einen sich selbst, aber auch ihren Beruf und ihre Arbeiten. Vor allem Kinder können sich an diversen Ständen selbst versuchen. Zeichnen, Papier schöpfen, Kerzen ziehen, Glas blasen, Holzschnitte machen oder Drechseln sind nur einige der Möglichkeiten.

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Ja natürlich, vieles kannte ich bereits aus den Vorjahren, aber trotzdem merke ich mir schon mal 2014 vor, wiederum an Pfingsten, vom 07. bis zum 09. Juni. Meine diesjährigen Bilder spiegeln hoffentlich ein bisschen das Leben auf dem Handwerksmarkt wieder. Schaut mal rein auf Flickr oder Google+.

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Ganz in weiß

Vor ein paar Tagen las ich, daß Werbeannoncen auf Facebook häufiger angeklickt werden, wenn kein Bild also (fast) nur weißer Hintergrund zu sehen ist. Wenn das auch auf Blogbeiträge zutrifft, müßte dieser Beitrag ja alle Rekorde brechen 😉 . Ich wünsche euch ein schönes Pfingstwochenende. Nutzt die Stunden, an denen sich die Sonne sehen läßt, ich melde mich kommende Woche wieder mit neuen Blogbeiträgen.

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Nüvi 2595 bitte übernehmen Sie

straseNüvi 2595 bitte übernehmen Sie. Was sich anhört wie eine neue Fernsehserie ist die elektronische Fortsetzung meiner mitlerweile 10 Jahre alten Autoatlanten. Als ich 2010 angefangen habe mich quer durch’s Ruhrgebiet zu schlagen, habe ich mir bei ebay zwei Autoatlanten „Ruhrgebiet“ ersteigert, die für den Anfang vollkommen ausreichend waren. Auch wenn schon ein paar Jahre alt, waren alle großen Straßen vorhanden, die Autobahnen kannte ich auch und da ich in Oberhausen aufgewachsen bin, kannte ich auch so einige Schleichwege zwischen Mülheim/Essen auf der einen und Autobahnkreuz Kaiserberg, von manchen liebevoll Spaghettiknoten genannt, auf der anderen Seite. Aber nun sind die Karten doch etwas in die Jahre gekommen und gerade in den Städten ist eine Navigation mittels Straßenatlas doch etwas unhandlich. Jetzt weißt mir also eine elektronische Damenstimme, nennen wir sie Uschi, den Weg. Wer schon läger meinen Blog liest weiß, daß ich nicht nur im Ruhrgebiet unterwegs bin, aber meine bevorzugten Routen entlang von Rhein und Ruhr führen. Mein neuer Begleiter heißt Nüvi 2595 und ist ein Navi(gationsgerät) aus dem Hause Garmin.

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Gut, ich höre nicht auf alles, was mir Uschi flüstert 😉 (und als Mann fragt man ja auch nie nach dem Weg *hüstel*), aber die Stimme aus dem Kästchen ist allemal bequemer als die dicken Papierberge. Aber eines muß man den alten Autokarten zu Gute halten, Wege die ich einmal selber herausgesucht habe (auch wenn ich zwischendurch mal anhalten und blätten mußte), habe ich später auch fast zu 100% wiedererkannt und wiedergefunden, ohne erneut zu suchen. Das Gerät hat eine lebenslange Update Garantie, d.h. 4 x im Jahr könnte ich die Karten auf den neuesten Stand bringen. Bleibt nur die Frage, was lebenslang heißt, mein Leben oder das des Gerätes 😉 . Einen ersten Test in Richtung Bochum hat es vor kurzem fehlerfrei bestanden (auch dann, wenn ich bewußt mal einen Abzweig nicht genommen habe) und auch in Essen hat es bereits gute Dienste geleistet. In die Feinheiten des Geräte muß ich mich noch einlesen.

Besonders viel Freude macht die Spracheingabe. Ich kann über vorgegebene Befehle (z.B. „Adresse suchen“) eine Adresse (Straße, Hausnummer, Ort) per Sprache eingeben und wenn’s gut läuft beginnt die Navigation, ohne daß ich eine einzige „Taste“ auf dem Touchscreen berühre. Also Uschi du kannst bleiben und meistens höre ich dir auch zu ;-).

Rapsfelder und Tagesausklang am Baldeneysee (Duologie Teil II)

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Als ich dem Baldeneysee näher komme fällt mein Blick auf die Straßenränder. Ach du lieber Gott, hier stehen die geparkten Autos bereits in einem knappen Kilometer Entfernung zum Parkplatz am Regattaturm. Ich fahre erstmal vorbei, wende als sich eine Möglichkeit ergibt fahre wieder vorbei, wende als sich die Möglichkeit ergibt … und entdecke tatsächlich einen Stellplatz in fußläufiger Entfernung. Glück gehabt, kann den Heli wieder abbestellen. Jetzt habe ich mir erstmal ein Eis verdient (mhmm …. 😉 ).

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Danach mache ich es mir auf den Tribünen am Regattaturm gemütlich, esse mein Eis, beobachte die Leute die vorbeigehen, verspüre ein bisschen Traurigkeit, wenn ich all die Päärchen sehe und knipse ein paar Bilder von vorbeischippernden Segelschiffchen, von Flugzeugen, die im Anflug auf Düsseldorf über den Baldeneysee fliegen und studiere via Instagram, was der Rest der Republik bei dem schönen Wetter so macht. Die Tribüne ist voll, als wenn es gleich den Start zu einem Rennen gäbe, stattdessen legt nur eines des Ausflugsboote an. Und über uns, da fliegt doch tatsächlich ein Heli. Das muß Roooooobert sein 😉 .

Im Nacken wird’s langsam warm, gut daß ich mich mit Sonnencreme eingecremt habe (schöner Satz, was macht man eigentlich wenn man Sonnenmilch benutzt)? Ich nehme den Kopf etwas höher, denn ein weiteres Flugzeug nähert sich. Sieht bestimmt lustig aus, wie ich dieses anvisiere, zoome, Belichtung korrigiere, den Kopf noch weiter in den Nacken nehmne und schließlich einen Schuß frei habe um abzudrücken.

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Das wäre ja eigentlich auch Wetter gewesen, um sich an der Korte Klippe zu einem Picknick zu treffen. Liebe NRW Blogger wann sagtet ihr seid ihr das nächste Mal dort 😉 ? Gegen 17.15 Uhr, ich hatte mittlerweile auch eine kleine Runde am Ufer entlang gedreht und hätte noch Stunden sitzen bleiben können, mache ich mich langsam auf den Heimweg und halte noch einmal an einem Rapsfeld, daß mir die letzten Bilder des Tages liefert. Im Radio läuft Wax mit Rosanna … „Boom, boom, ay, she is untouchable, boom, boom, ay … der weitere Text kommt mir nicht so ganz sauber vor, ich drehe (trotzdem) lauter … Gegen 18.00 Uhr sitze ich wieder auf dem heimischen Sofa und war 8 1/2 Stunden unterwegs.

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Bilder zu diesem sinnfreien Blogbeitrag 😮 gibt’s dann wieder bei Flickr und Google+.