Ein Turm namens Florian

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Letzten Samstag bin ich mit der RuhrTopCard bereits am frühen Morgen nach Dortmund aufgebrochen, Ziel der Westfalenpark. Der Bundesligakalender zeigte mir, daß der BVB an diesem Samstag ein Heimspiel hatte und da der Westfalenpark nur wenige hundert Meter neben dem Stadion liegt, wollte ich vermeiden in den Stau der anreisenden Fußballfans zu geraten.

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Nach kurzer Parkplatzsuche außerhalb der bewachten Parkplätze (dort hätte man 4,- Euro für den Stellplatz zahlen sollen) ging es über den Eingang Ruhrallee in den Park. Ich kam mir zur frühen Stunde (kurz nach 10.00 Uhr) noch etwas verlassen vor, aber verlaufen kann man sich, trotz des weitläufigen Parks eigentlich nicht. Der Fernsehturm (Florianturm genannt) ist innerhalb des Parks unübersehbar und daher ein guter Orientierungspunkt.

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Der Westfalenpark wurde zur ersten der drei dortigen Bundesgartenschauen (1959, 1969, 1991) eröffnet und läd mit rd. 70 Hektar zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Da die Auffahrt auf den Fernsehturm erst ab 12.00 Uhr geöffnet war, habe ich in aller Ruhe eine große Runde durch den Park gedreht und auch nach 2 Stunden noch längst nicht alles gesehen. Besonders gut gefallen hat mir das üppig ausgestattete Dahlienbeet südlich des Florianturms.

Um 12.00 Uhr ging es dann via Aufzug auf den Turm und aus gut 140 Metern Höhe hat man einen weiten Blick. Ich meine die Hochhäuser von Essen erkannt zu haben, aber ansonsten fehlte mir etwas die Orientierung. So hatte ich nach der sonst weithin sichbaren Halde Hoheward Ausschau gehalten, konnte sie aber nicht entdecken. Vielleicht liegt Dortmund doch zu weit östlich.

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Zurück auf ebener Erde und wenige Minuten westlich über die Autobahn ging es dann zum LWL Industriemuseum der Zeche Zollern. Eine kleine, auf den ersten Blick beschauliche Zeche von der man ohne die Fördertürme (leider nicht mehr die Originale) annehmen könnte, es handele sich, wie Wikipedia schreibt, um den Eingang zu einer Schlossanlage im Stil der Jahrhundertwende. Leider war die Maschinenhalle, die mit ihrer Jugendstilfassade i.d.R. auf Prospekten etc. zu sehen ist, zur Zeit in Restauration begriffen. Also bin ich, während in der Lohnhalle noch eine Trauung stattfand auf den Förderturm geklettert, denn von dort gab es wieder mal den besten Ausblick über das Gelände.

Bilder im Ruhr2010 Album bei Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Studiofest WDR

Heute war ich wieder in Düsseldorf unterwegs. Der Grund, Hafenfest im Medienhafen und was noch viel wichtiger ist Studiofest beim WDR. Ein „Tag der offenen Türe“ sozusagen. Zugegeben ein bischen Geduld muß man schon mitbringen, wenn man warten muß, um in die Studios zu gelangen, aber der frühe Vogel … ihr kennt das Sprichwort 😀 . Bereits um kurz vor 10.00 Uhr stand die erste Schlange vor dem Eingang, aber die Wartezeit hielt sich mit ca. 15 Min. in Grenzen.

Also habe ich mir heute u.a. angesehen wo die Sendung „Daheim und unterwegs“ (Mo.-Fr. 16.00 Uhr) sowie die Nachrichtensendungen des WDR wie z.B. die „Aktuelle Stunde“ (Mo.-Sa. 18.50 Uhr / So. 19.10 Uhr) gemacht werden. Interessant alleine was an Technik unter der Decke hängt (Deckenkamera, Scheinwerfer). Außerdem wirken die Studios am Fernseher viel größer.

Neben den beiden Studios gab es Möglichkeiten, sich mit den Archiv- und Filmschnittmitarbeitern zu unterhalten, in verschiedene Radiostudios (in denen zu dem Zeitpunkt natürlich keine Sendungen stattfanden) zu schauen und sich mit Postern, Luftballons und Autogrammen der Moderatorinnen und Moderatoren einzudecken.

Ein paar schwarze Wolken zogen über das Gelände, weil der August sich eher wie ein April gab, aber das hat nur die wenigsten vom Besuch abgehalten. Vor dem Funkhaus wurde die Sendung „Hallo Ü-Wagen“ produziert und anschließend diente der Ü-Wagen als Showbühne für verschiedene kleine Programmpunkte. Das Studiofest (und das Hafenfest) finden auch noch morgen (Sonntag 29.08.2010) statt. Bilder werden noch in das Düsseldorf 2010 Album bei Flickr, Sevenload und Picasaweb gestellt.

Leihräder

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Mitlerweile gibt es eine ganze Reihe von Verleihsystemen für Fahrräder. Das erste Mal gehört habe ich von Call a Bike bei der Deutschen Bahn. Zunächst in Großstädten, später an allen ICE Bahnhöfen. Ausleihe und Rückgabe erfolgt in Berlin, Frankfurt/M., Karlsruhe, Köln und München irgendwo im Stadtgebiet, in den restlichen Städten an bestimmten Call a Bike-Stationen. Die Tochterunternehmen namens Stadtrad arbeiten in einigen Städten (z.B. Hamburg oder Berlin) nach dem gleichen Prinzip.

Vor ca. 1 1/2 Jahr habe ich dann erstmals von Nextbike gehört und, da die Anmeldung nichts kostet, mich dort mal angemeldet. Nextbike hat aus meiner Sicht den großen Vorteil, daß für die Ausleihe eine ganz normale Festnetznummer in Berlin angerufen werden muß, während Call a Bike leider eine teurere 0700’er Nummer benutzt.

Die Anmeldung für die genannten Systeme ist zwingend, weil man seine Konto-/Kreditkartendaten hinterlegen muß. Dafür ist man super flexibel. Findet man ein freies Rad, ruft man via Mobiltelefon an, wird an Hand der eigenen Rufnummer erkannt und schon ist das Rad ausgeliehen. Nebenbei, Nextbike ist auch Mitinitiator von Metroradruhr, so daß Kunden von Nextbike auch dort Räder ausleihen können.

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Ein anderes Konzept verfolgen Anbieter wie Revierrad (entlang des Ruhrgebiets) oder Niederrheinrad (westlicher Rand des Ruhrgebiets und Niederrhein). Hier reserviert man sich die Räder an einer Verleihstation und entscheidet vorher, wo man das Rad wieder abgeben möchte.

In der Regel gibt man die Räder an der selben Station zurück, an der man sie auch abgeholt hat. Das ist zwar nicht zwingend, kostet aber Aufpreis, wenn man seine Reise an einer anderen Station beendet. Vorteil dieser Art des Verleihs, man kann sicher sein, sein reserviertes Rad an der Verleihstation vorzufinden, während die o.g. Systeme dafür flexibler ausgelegt sind.

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Diese Woche war ich mal nicht im Ruhrgebiet sondern in Düsseldorf, um ein Fahrrad bei Nextbike auszuleihen. Vorteil in Düsseldorf, man kann sein Rad (im Innenstadtbereich) an jedem Punkt zurückrückgeben, der sich an Hand z.B. einer S-/U-Bahnstation, einer Straßenkreuzung o.ä. eindeutig beschreiben läßt. Ich habe das Rad am Luegplatz übernommen, war im Medienhafen, habe einen Abstecher in den Hofgarten gemacht und das Rad schließlich am Burgplatz stehen lassen.

Das Rad hatte „nur“ eine Dreigangnabenschaltung, was aber für eine Tour entlang des Rheins vollkommen ausgereicht hat. Die Ausleihe war nach Angabe der Nummer auf dem Fahrrad und der Mitteilung der Schloßkombination binnen Sekunden erledigt. Auch die Rückgabe, die ich ganz in Ruhe vorgenommen habe, war in einer Minute erledigt. Der Sattel ließ sich mittels Schnellspanner verstellen, für den Lenker hätte man Werkzeug benötigt. Die Ausleihe kostet 1,- Euro/Std., in Düsseldorf höchstes 5,- Euro/24 Std., in anderen Städten bis zu 8,- Euro/24 Std. Ich war mit dem Rad voll und ganz zu frieden und würde beim nächsten Mal wieder ein Rad nutzen, um kürzere Strecken zurückzulegen.

Rundgang durch Hattingen

Mein letzter Ausflug der vergangenen Woche ging nach Hattingen, also in den südöstlichen Teil des Ruhrgebiets. Ich habe mich entschieden die A52 bereits in Essen zu verlassen und entlang der Ruhr statt über die vielbefahrene A40 zu fahren. Ich wußte garnicht, daß es im Randgebiet zu Essen so bergig ist 😀 .

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Das erste Ziel war die Henrichshütte, genauer gesagt das LWL Industriemuseum. Dort läuft noch bis Ende Oktober die Ausstellung „Helden„. Eine große Spannweite vom antiken Heldenmythos bis zum TV-Helden in der Neuzeit, von den Anfängen europäischer Kultur bis zu den Helden des Ruhrgebietes.

Die Auswahl ist reichhaltig. Helden der Antike, Helden des Krieges, Helden der Arbeit (wobei Hattigen und der Kampf um Arbeitsplätze in der Stahlhütte vor 20 Jahren ein Thema ist), Helden des Sports aber auch Helden aus Comic und Film sind ein Thema. Was ich nicht verstehen kann, warum die Helden der Security (vor Ort) immer Angst haben, man könnte ihnen etwas wegfotografieren 😦 .

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Auf der Fläche hinter dem Museum bekommt der Besucher dann einen Eindruck vom Weg der Rohstoffe in den Hochofen der Henrichshütte. Auf ausgeschilderten Wegen (kind- oder erwachsenengerecht) wird man durch die verschiedenen Industrieteile geführt, darf über Treppen durch Erzbunker klettern und als Höhepunkt den Hochofen hinaufsteigen. Wer es bequemer mag nutzt den Glasaufzug in die dritte Etage 😀 .

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Etwa 15-20 Minuten zu Fuß sind es von der Henrichshütte zur Altstadt (Innenstadt) Hattingens. Ein Weg den man auch bequem zu Fuß schaffen kann. Wer sich vorher im Internet kundig gemacht hat, wird sich vor Ort sicher bei einem kleinen Stadtrundgang zurechtfinden. Die meisten historischen Häuser sind aber auch noch einmal mit entsprechenden Tafeln gekennzeichnet. Überall stehen Tische und Stühle draußen und bei schönem Wetter ergibt es alle paar Meter erneut die Frage in welchem der Straßencafés man sich niederlassen möchte.

Bochum, Bergbau und Bahnen

Ein weiterer Ruhrgebietstrip der abgelaufenen Woche ging nach Bochum. Dieses mal waren zwei Museen an der Reihe. Museum Nr. 1 war das Bergbaumuseum. Ganz ehrlich, ich hatte ein bischen was anderes erwartet, aber das Bergbaumuseum ist eben nicht nur für die Steinkohle da, sondern auch für alle anderen Arten von Bergbau und das auch außerhalb des Ruhrgebiets. Demenstrechend sieht man im Bergbaumuseum z.B. wie mühsam es war um 1600 Erz abzubauen. Mühsame Handarbeit und weit entfernt von Industriezeitalter. Außerdem Bergbautradition, Mineralien und vieles mehr.

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Aber auch Modelle eines Doppelbockfördergerüstes, eines Malakowturms und moderne Fördermaschinen sind Bestandteil des Museums. Wenn genügend Besucher im Haus sind geht es in das Anschauungsbergwerk ca. 12-15 Meter unter die Erde (Achtung dort wird es kühl). Unter Leitung eines Mitarbeiters des Museums geht es durch Stollen und Flöze und man bekommt einen Eindruck wie es beim Abbau von Kohle vor sich geht. Natürlich kann es nur einen kleinen Eindruck geben und nach ca. 45 Minuten geht es mit dem Aufzug zurück ins Museum oder auf Wunsch nach oben aufs Fördergerüst. Bochumer werden mir verzeihen, wenn ich beim Rundumblick vielleicht das wichtige Foto nicht gemacht habe 😀 .

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Danach ging es ans südwestliche Ende von Bochum (fast schon an der Stadtgrenze zu Essen) ins Eisenbahnmuseum nach Bochum Dahlhausen. Freunde von Dampfloks können sich hier im alten Bahnbetriebswer​k ausgiebig umschauen. Außerhalb der Bahnbetriebsfeste stehen die meisten Loks in der/den Halle(n), dafür ist mehr Platz für ungestörte Fotos 😉 . Aber Achtung, machmal gellt ein Pfiff über das Gelände, dann wird vielleicht gerade rangiert. Kleine und große Lokführer haben bei einer der größten Dampfloks die Möglichkeit auch mal im Führerstand zu stehen.

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Nicht qualmen! Lautet ein Schild vor der Türe. In dem Fall waren vermutlich früher die Dampfloks und ausnahmsweise mal nicht die Fahrgäste gemeint. In einer anderen Wagenhalle stehen ältere Wagons denen man die strenge Trennung von Rauchern, Nichtrauchern und Frauen(!) entnehmen kann 😉 . Last but not least findet man an einer Wand noch einmal eine Auswahl von Schildern, die früher die Fahrziele an jedem Wagon angezeigt haben. Das waren noch (Bahn-)Zeiten.

Sternstunden

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Bis Ende des Jahres läuft im Oberhausener Gasometer noch die Ausstellung „Sternstunden„. Dieser Ausflug ist es gleich doppelt wert gemacht zu werden. Erstens ist die Ausstellung „Sternstunden“ im Gasometer eine grandios gute Ausstellung. Die Macher haben sich neben vielen Informationstafeln etwas einfallen lassen was in Deutschland einmalig sein düfte. Während den Besucher in Parterre bereits eine strahlend helle Sonne mitten in der Ausstellungsfläche erwartet hängt im oberen etwas abgedunkelten Bereich ein riesengroßes Mondmodell. Schemenhaft beleuchtet läd es regelrecht dazu ein sich darunter zu legen und zu träumen. So nah seid ihr dem Mond noch nie gewesen.

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Für Fotografen eine echte Herausforderung in einem fast dunklen Raum (die Augen geöhnen sich nach einiger Zeit daran) einen 25 Meter großen Mond zu fotografieren. Die gigantische Skulptur des Erdtrabanten wurde auf Grundlage hochaufgelöster Satellitenbilder detailgetreu nachgebildet. Untermalt wird das ganze durch eigens komponierte Sphärenklänge. Ich habe die Digitalkamera mal mit allen mögl. Einstellungen ausgereizt.

Wußtet ihr beispielsweise, daß der Mond u.a. eigentlich aus Erdgestein besteht? Bei der Kollision der Erde mit einem andern Himmelkörper wurde viel Materie, vorwiegend aus der Erdkruste und dem Mantel des einschlagenden Himmelskörpers, in eine Erdumlaufbahn geschleudert, ballte sich dort zusammen und formte schließlich den Mond. Diese und andere Informationen könnt ihr dort ausführlich bebildert nachlesen.

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Wer sich sattgesehen hat an den Planeten unseres Sonnensystems, der steigt in den gläsernen Panoramaaufzug und fährt an der Innenseite des Gasometers in 100 Meter Höhe, klettert noch ein paar Teppenstufen bis ganz nach oben (117,5 Meter) und genießt den Rundumblick über Oberhausen und das Ruhrgebiet. Zurück geht es wieder mit dem Auszug oder über die Außentreppen. Die braune Treppe, die ihr auf einem der Bilder seht ist übrigens nicht die Treppe für Besucher 😀 . Die Ausstellung geht noch bis Ende des (Kulturhauptstadt-)Jahres 2010. Bilder im Ruhr2010 Album auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Insel Tour

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Und weiter geht’s … Dieses Mal habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen und bin über die Emscherinsel immer entlang des Rhein-Herne-Kanals bzw. entlang der Emscher gefahren. Das Fahrrad habe ich in Oberhausen bei Revierrad geliehen. Revierrad deßhalb, weil MetroradRuhr z.Zt. noch keine Räder in Oberhausen anbietet. Qualität des Rades … o.k. würde ich sagen, Narbenschaltung, gute Bremsen, lediglich das Schloß war nur ein einfaches Rahmenschloß und das noch etwas wackelig.

Entlang der Emscherinsel bin ich gefahren, weil dort im Kulturhauptstadtjahr auch die Ausstellung Emscherkunst zu finden ist. Emscherkunst? Ja, auch darüber habe ich vor gut 4 Wochen schon mal berichtet.

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Start war im Haus Ripshorst nur 100 Meter vom Rhein-Herne-Kanal entfernt. Von da aus immer Richtung Osten. Am BernePark geht es dann einmal quer über die Emscherinsel, die an dieser Stelle ihre breiteste Stelle hat. Im Rahmen der Emscherrenaturierung wird aus der ehemaligen Kläranlage der Bernepark mit begehbarerm Klärbecken. Statt Wasser wachsen jetzt Blumen in einem der Becken. Um eine Vorstellung von der Größe der Abwasserrohre zu bekommen, durch die zukünftig die Emscher fließen soll, sind 4 Rohrstücke zu „Hotelzimmern“ (mit Übernachtungsmöglichkeit) ausgebaut.

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Weiter geht es zunächst unter der A42 entlang und dann direkt daran vorbei. So müssen sich Anwohner an der A40 fühlen. Einige Zeit danach, man hat die Emscher mitlerweile zweimal gequert, trifft man auf das Emscherkunstprojekt „Between the waters“ einer Art biologischer Kläranlage mit zwei richtigen Toiletten die ausprobiert werden wollen (nein ich habe sie nicht benutzt 😀 ).

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Auf das Kunstprojekt „Obelisk“ (ein paar hundert Meter weiter) muß man etwas genauer achten, denn es liegt etwas abseits des unmittelbaren Fahrradweges. Der 14 Meter hohe Obelisk besteht aus Karbon was wiederum aus Kohlefaser besteht (daher der Bezug zum Ruhrgebiet). Anfassen erlaubt. Weniger zum Anfassen ist die Vergoldung des Abschlussgeländers am ehemaligen Kohlebunker der Schurenbachhalde. Die Goldauflage ist aus der Ferne nur schwer zu erkennen, soll aber das Wortspiel Steinkohle ist das „schwarze Gold“ des Ruhrgebiets wiederspiegeln.

Das Projekt „Warten auf den Fluss“ habe ich bereits beim letzten Mal ausführlich beschrieben, so daß ich gleich an mein Ziel die Zeche Nordstern weitergefahren bin. Eine kleine Stärkung, eine Abkühlung am Brunnen vor der Zeche, ein Schlenker zur Graffitiwand und vor dort aus wieder zurück nach Oberhausen.

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Falls ihr diese oder einen anderen Teil der Emscherinsel befahren möchtet besorgt euch die kostenlose Karte „Emscher InselTour“. Sie ist in den meisten „Ruhr.2010“ Besucherzentren oder bei Revierrad zu bekommen.

Nebenbei, recht amüsant sind die, auf den ersten Blick etwas sinnlosen, Tafeln am Wegesrand, welche aus der Kunstaktion „Bilder am Kanal“ entstanden sind, oder hätte euch „Frauenhandtasche, rotes Leder“ etwas gesagt 😀 ? Schaut mal ins Ruhr2010 Album auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Führung durch Zeche Zollverein

Über die Zeche Zollverein habe ich bereits im April berichtet, jetzt aber war endlich Zeit auch mal an einer 2-stündigen Führung teilzunehmen. Die Führung trug den Titel „Über Kohle und Kumpel“ und zeigte den früheren Arbeitsalltag sowie Übertageanlagen, die sonst nicht frei zugänglich sind.

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Man bekommt in der Führung einen kleinen Eindruck davon wie Kohle gefördert, transportiert, gewaschen und von Steinen und anderen Fremdstoffen getrennt wurde, bekommt alte Kohlenloren ebenso zu Gesicht wie auch das Arbeitsmaterial zum Kohleabbau. Außerdem lernt man das Mutterklötzchen kennen 😀 .

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Die langjährig sanierte Kohlenwäsche, ist Teil dieser Führung genauso wie der Panoramablick vom Dach der Kohlenwäsche. Ich habe mich für diese Führung entschieden, weil sie in der RuhrTopCard enthalten war, eine Reihe weitere Führungen stehen auf der Homepage der Zeche Zollverein zur Auswahl.

Die Wege und Hallen (zumindest dieser Führung) waren so, daß man ohne Angst vor gesundheitlichen Schäden (Kopfstoßen o.ä.) teilnehmen kann, aber man muß mit einer Menge Treppenstufen rechnen. Nicht umsonst steht auf der Homepage der Zeche Zollverein „Für alle Führungen sollten unserer Gäste mit strapazierfähiger Kleidung und festem Schuhwerk ausgestattet sein„.

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Im Anschluß habe ich dann noch einen Gang über das Gelände unternommen und wieder mal hier und da die Kamera drauf gehalten. Erstmals hat auch das Becken vor der Kokerei Zollverein wieder Wasser, vor der Kokerei stand eine riesige Dampflok und auch das Werksschwimmbad hatte geöffnet.

Der Imagefilm vom Welterbe Zollverein (hier zu sehen) macht Lust auf mehr.

Nochmal zum RuhrAtoll

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Wer schon etwas länger diesen Blog liest, hat bereits vor ein paar Wochen meinen (Reise-)Tipp zum Baldeneysee mit dem Titel RuhrAtoll gelesen. Am letzten Wochenende habe ich noch einmal einen Abstecher dorthin gemacht. Dieses Mal habe ich die Personenfähre hin- und zurück genommen, um noch einmal ganz nahe an die RuhrAtoll Inseln heran zu kommen.

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Die bepflanzte Insel ist mitlerweile bewachsen, der Eisberg noch nicht geschmolzen 😉 und außer Konkurrenz ist ein kleines Boot dazugekommen, daß uns die versteckten Umweltsünden aufzeigen soll und aktuell gegen die große Ölkatastrophe im Golf von Mexiko demonstriert. Titel: „Wir haben das Öl … und ihr die Pest“. Ein Bild das nachdenklich macht (sofern es nicht eh jedem klar ist, was das Öl im Golf von Mexiko anrichtet).

Link: Pest im Harkortsee

Freilichtmuseum Hagen

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Am Rande des Ruhrgebiets liegt das Freilichtmuseum Hagen. Dort war ich in der letzten Woche. Wer gerne alte Handwerke und schöne Fachwerkhäuser betrachtet, dem kann ich einen Besuch in diesem Freilichtmuseum empfehlen. Sehr schön in einem Taleinschnitt umsäumt von Bäumen liegt das Museum und will regelrecht erwandert werden. Leicht ansteigend aber immer gut zu Fuß zu erreichen.

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Zitat der Homepage: „Das LWL Freilichtmuseum Hagen erstreckt sich über eine Fläche von 40 Hektar. In insgesamt 51 Gebäuden sind historische Werkstätten, Ausstellungen oder Vorführungen zu sehen„.

Nicht in allen Gebäuden waren die Handwerker zu sehen, aber wenn 51 Handwerke in Aktion gezeigt worden wären, hätte man den Rundgang wohl kaum an einem Tag geschafft. Ein Restaurant mit westfälischen Speziallitäten, ein Brauhaus, eine Bäckerei, ein Kaufmann u.v.m. runden den Besuch ab.

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Noch ein paar Bilder mehr wie immer am Ende des Ruhr 2010 Albums auf Flickr, Sevenload oder Picasaweb.