Leihräder

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Mitlerweile gibt es eine ganze Reihe von Verleihsystemen für Fahrräder. Das erste Mal gehört habe ich von Call a Bike bei der Deutschen Bahn. Zunächst in Großstädten, später an allen ICE Bahnhöfen. Ausleihe und Rückgabe erfolgt in Berlin, Frankfurt/M., Karlsruhe, Köln und München irgendwo im Stadtgebiet, in den restlichen Städten an bestimmten Call a Bike-Stationen. Die Tochterunternehmen namens Stadtrad arbeiten in einigen Städten (z.B. Hamburg oder Berlin) nach dem gleichen Prinzip.

Vor ca. 1 1/2 Jahr habe ich dann erstmals von Nextbike gehört und, da die Anmeldung nichts kostet, mich dort mal angemeldet. Nextbike hat aus meiner Sicht den großen Vorteil, daß für die Ausleihe eine ganz normale Festnetznummer in Berlin angerufen werden muß, während Call a Bike leider eine teurere 0700’er Nummer benutzt.

Die Anmeldung für die genannten Systeme ist zwingend, weil man seine Konto-/Kreditkartendaten hinterlegen muß. Dafür ist man super flexibel. Findet man ein freies Rad, ruft man via Mobiltelefon an, wird an Hand der eigenen Rufnummer erkannt und schon ist das Rad ausgeliehen. Nebenbei, Nextbike ist auch Mitinitiator von Metroradruhr, so daß Kunden von Nextbike auch dort Räder ausleihen können.

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Ein anderes Konzept verfolgen Anbieter wie Revierrad (entlang des Ruhrgebiets) oder Niederrheinrad (westlicher Rand des Ruhrgebiets und Niederrhein). Hier reserviert man sich die Räder an einer Verleihstation und entscheidet vorher, wo man das Rad wieder abgeben möchte.

In der Regel gibt man die Räder an der selben Station zurück, an der man sie auch abgeholt hat. Das ist zwar nicht zwingend, kostet aber Aufpreis, wenn man seine Reise an einer anderen Station beendet. Vorteil dieser Art des Verleihs, man kann sicher sein, sein reserviertes Rad an der Verleihstation vorzufinden, während die o.g. Systeme dafür flexibler ausgelegt sind.

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Diese Woche war ich mal nicht im Ruhrgebiet sondern in Düsseldorf, um ein Fahrrad bei Nextbike auszuleihen. Vorteil in Düsseldorf, man kann sein Rad (im Innenstadtbereich) an jedem Punkt zurückrückgeben, der sich an Hand z.B. einer S-/U-Bahnstation, einer Straßenkreuzung o.ä. eindeutig beschreiben läßt. Ich habe das Rad am Luegplatz übernommen, war im Medienhafen, habe einen Abstecher in den Hofgarten gemacht und das Rad schließlich am Burgplatz stehen lassen.

Das Rad hatte „nur“ eine Dreigangnabenschaltung, was aber für eine Tour entlang des Rheins vollkommen ausgereicht hat. Die Ausleihe war nach Angabe der Nummer auf dem Fahrrad und der Mitteilung der Schloßkombination binnen Sekunden erledigt. Auch die Rückgabe, die ich ganz in Ruhe vorgenommen habe, war in einer Minute erledigt. Der Sattel ließ sich mittels Schnellspanner verstellen, für den Lenker hätte man Werkzeug benötigt. Die Ausleihe kostet 1,- Euro/Std., in Düsseldorf höchstes 5,- Euro/24 Std., in anderen Städten bis zu 8,- Euro/24 Std. Ich war mit dem Rad voll und ganz zu frieden und würde beim nächsten Mal wieder ein Rad nutzen, um kürzere Strecken zurückzulegen.

Nextbike & RuhrTopCard geordert

Wenn sich schon draußen kein Sommer (oder wenigstens Frühling) ankündigen will, so habe ich zumindest für die Ausflugssaison schon mal einige Vorbereitungen getroffen. Zunächst habe ich mir vorletzten Samstag die RuhrTopCard angeschafft, weil ich vorhabe ein paar Ausflüge quer durchs Ruhrgebiet zu unternehmen (ich habe ja schon davon berichtet) und dann habe ich mich endlich mal bei Nextbike angemeldet.

Nextbike ist eine Art Fahrradverleih, mit Rädern in vielen großen Städten. Die Deutsche Bahn hat das seit längerem vorgemacht, hat aber in einigen Städten nur Räder an den Bahnhöfen stehen. Während man dort (bis auf eine Hand voll Städte) die Räder auch wieder am Bahnhof zurückgeben muß, bietet Nextbike die Rückgabe an verschiedenen Sammelpunkten an. Desweiteren rufe ich bei Nextbike eine lokale Rufnummer in Berlin an, um den Verleih zu starten, während die Bahn nur eine 0700er Nummer anbietet (vom Handy sehr teuer). Weiterer Unterschied beim Verleih, die Bahn rechnet minutenweise ab und nimmt 8 ct. pro Minute, Nextbike stundenweise mit 1,- Euro pro angefangene Stunde.

Schon als ich 2009 in Düsseldorf war, sind mir die Leihräder dort begegnet und jetzt, wo die Kulturhauptstadt „Ruhr2010“ unter dem Titel „MetroRad“ eine Kooperation mit Nextbike eingehen will, mußte eine Anmeldung sein. Den letzten Anstoß gab mir dann die Nextbike/Facebook Aktion für eine (bis zu einem Tag dauernde) freie Fahrt 😀 . Wenn die Kooperation steht, habe ich vor einen Tag entlang der Emscherinsel zu verbringen.

Emscher? Ja das ist ein Fluß quer durchs Ruhrgebiet, parallel zum Rhein-Herne-Kanal. Und zwischen den beiden verläuft eine Art Insel rd. 40 km lang. Auf eben jener Insel findet ab Mai eine Kunstausstellung im Rahmen von Ruhr.2010 statt. Da die Wege gut ausgebaut und ebenerdig sein sollen, ist die Emscherinsel ideal für einen Tagesausflug mit dem (Leih-)Rad. Bin mal gespannt, ob ich auch eines erwische und nicht alle ausgeliehen sind.