Red Dot Design Museum

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Ob ich schon mal im Red Dot Design Museum in Essen war? Ja, war ich und ich habe auch im Blog schon mal darüber berichtet, aber bisher meist so als Anhängsel z.B. zu einem Beitrag zum Oldtimertreffen auf Zollverein. Leider wird es dieses Jahr (zunächst) kein Oldtimertreffen auf Zollverein geben, weil auf dem Gelände der Kokerei gebaut wird 😦 . Also widme ich dem Red Dot Design Museum dieses Jahr einen eigenen Beitrag 😉 . Der Eintritt in das Museum, das übrigens im ehemaligen Kesselhaus auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen zu finden ist, kostet normalerweise 6,- €, Ermäßigungen und Familienkarten findet ihr auf der Homepage. Ebenso Tage, an denen evt. auf Grund von Sonderveranstaltungen geschlossen ist. Mit der RuhrTopCard genießt ihr freien Eintritt.

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Der Blickfang ist gleich die Aluminiumkarosse eines Autos, das im Eingangsbreich über einem von der Decke hängt. Dazu gibt es in unterschiedlichen Dauer- und Sonderausstellungen etwa 2.000 zum Teil wechselnde Exponate. Preisgekrönte Entwürfe sind aus nächster Nähe erlebbar und können zum Teil sogar angefaßt oder z.B. bei Sitzgelegenheiten auch mal ausprobiert werden. Blickfang im Moment z.B. ein von der Decke hängender Gyrokopter. Auf fünf Etagen und gut 4.000 Quadratmetern kann man sich dort gut und gerne 1-2 Stunden aufhalten. Alle Produkte wurden im weltweit größten Designwettbewerb mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet. Die fünf Etagen können über Treppen oder über einen Aufzug überbrückt werden (da es in der 1. Etage losgeht, Erdgeschoss nicht verpassen). Da der letzte Besuch schon mindestens wieder 2 Jahre her ist, gab es auch wieder eine Reihe neuer Exponate zu sehen. Auf dem Bild ganz oben sieht man übrigens eine Tee – Verpackung (erkannt?) und hier unten ein Kunstwerk aus (wer hätte es geahnt) Tupperschüsseln.

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Das Museum entwickelt seinen Charme dadurch, daß Teile des alten Kesselhauses mit aktuellen Designmodellen gekoppelt werden. Neben einem alten Absperrhahn hängen plötzlich moderne Lampen, neben einem alten Abluftrohr moderne Sporthandschuhe. Bad, Küche, Arbeitszimmer oder Garten, Arbeitskleidung oder ausgezeichnete Verpackungen, die Platin Kreditkarte oder der Sport BH, alles findet seinen Platz mal an der Wand, mal auf dem Boden, mal über und mal unter euch. Eine kleine Auswahl an Objekten zeige ich euch in den Bildern dieses Blogs. Beeindruckend fand ich dieses Jahr den Kommunikationsbaum, dem Nachbau eines aus 6.000 Transparantpapierblättern bestehenden Kunstwerks, das den Keislauf des Papiers (vom Baum zum Blatt) wiederspiegeln soll, nach einer Idee von Yao Yingjia.

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Natürlich könnte es sein, daß bei eurem Besuch zum Teil schon wieder ganz andere Exponate ihren Weg in die Industriehalle gefunden haben. Eine kleine Auswahl Bilder stelle ich nachher noch hierhin … Flickr / Google+.

Duisburg von Hamborn nach Duissern

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Die Sonne stand schon tief, im Radio lief irgendwas von den Toten Hosen und ich war unterwegs auf der A59 von Dinslaken in Richtung Düsseldorf. Kurz vorm Autobahnkreuz Duisburg Nord sehe ich aus dem Augenwinkel einen alten Förderturm, der gar nicht weit entfernt steht. Aber für diesen Tag war ich zu müde und habe mir kurzer Hand vorgenommen, mir die Stelle für einen anderen Termin zu merken. Aber wie das halt so ist, oh ein Eichhörnchen … ach ne … oh eine Wolke und zack hatte ich selbige Stelle kurz darauf gleich wieder vergessen. Dann blättere ich letztens in dem Buch „Auf Zeche“ und lese von der Zeche Friedrich Thyssen in Duisburg.

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In dem Moment kam mir die Begegnung von ein paar Wochen wieder in den Sinn. Wieder einmal bemühte ich Google Maps und durfte feststellen, daß der Turm das letzte Überbleibsel der Zeche ist. Daneben stehen heute ein Hallenbad und ein großer Supermarkt. Da sich die Stelle nur unweit des Botanischen Gartens in Duisburg befindet und ich mir den runderneuerten Garten sowieso mal wieder angucken wollte, bot es sich an, beide Orte zu verbinden. Duisburg hat übrigens noch einen weiteren Botanischen Garten in Duissern, aber dazu gleich mehr.

Botanischer Garten Hamborn

Also habe ich am Karfreitag eine kleine Duisbuger Runde gedreht. Zuerst zu Friedrich Thyssen seinem letzten Überbleibsel 🙂 . Der Turm steht etwas verlassen und eingezäunt zwischen Hallenbadparkplatz und Wohnbebauung und erzählt von vergangenen Tagen, als tief unter ihm die Kohle abgebaut wurde. Seit 1976, im Schacht 6 bereits seit 1927, dreht sich hier allerdings nichts mehr. Also bin ich ein paar 100 Meter weiter, zum Botanischen Garten Nr. 1 in Hamborn, in Sichtweite von Ikea und dem Landschaftspark Duisburg Nord. Ein gemütlicher kleiner Park mit Heidelandschaft, Rhododendron, Orangerie und Kakteen- und Sukkulentenpflanzung auf der Empore in der Orangerie (habe ich allerdings nicht selbst in Augenschein genommen). Sogar ein kleines Aquarium ist in den hinteren Räumen der Orangerie zu finden. Wenn’s ein bisschen wärmer gewesen wäre hätte ich mich hingesetzt und die Sonne genossen.

Botanischer Garten Duissern

Der zweite Botanische Garten Duisburgs liegt etwas weiter südlich, im Ortsteil Duissern, am Kaiserberg, unweit des Duisburger Zoos. Auch er ist runderneuert. Alle Gewächse an der Straße wurden heruntergeschnitten und wenn man die Bilder mit Google Street View vergleicht überhaupt nicht wieder zu erkennen. Hier wachsen mehr die Pflanzen, die ich z.T. auch im Garten meiner Eltern wiederfinde. Eine wunderschöne Grünfläche, um mal eine Runde spazieren zu gehen. Im hinteren Bereich wartet ein Froschteich, die Holzskulptur eines gewissen Roger Löcherbach und gleich vorne zur Straße ein angrenzendes Café. Besonders sehenswert die Narzissenwiese, die gerade blühte. Alles relativ übersichtlich, verlaufen kann man sich nicht 😉 . Also nicht daß ihr jetzt denkt, ich wäre ein Botaniker, ohne Schilder an den Pflanzen bin ich häufig aufgeschmissen, aber ich finde so kleine Gärten und Parks einfach entspannend und immer einen Besuch wert.

Street-Food-Market „Schöner Alfred“

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Man könnte fast meinen, daß es vor diesem Wochenende nichts zu essen gab im Ruhrgebiet ;-), denn während das Street-Food-Festival in Duisburg am Samstag, trotz schlechten Wetters, bereits gut besucht war, gab es am Sonntag beim Street-Food-Market in Essen („Schöner Alfred“) sogar Warteschlangen vor dem Eingang. Auf dem ehemaligen Thyssen-Krupp-Gelände an der Frohnhauser Straße 75, manchem dürfte vielleicht der Delta Musik Park bekannt sein (diese Info mußte ich mir aber auch erst einmal anlesen) bildete sich trotz Eintritt von 3,- € p.P. eine längere Schlange quer über den Parkplatz. Ob jetzt „Delta Musik Park“ und „Schöner Alfred“ gemeinsam dort beheimatet sind habe ich nicht so ganz verstanden, aber vielleicht kann mir das ein ortskundiger Essener mal via Kommentar unter diesem Beitrag erklären.

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Nach rd. 15 Minuten war man bis zur Kasse vorgerückt (am Nachmittag soll es auch schon mal etwas länger gedauert haben) und durfte nach kurzer Taschenkontrolle (keine eigenen Getränke) hinein zum „Schönen Alfred“. Für den Fall, daß es geregnet hätte, hätten dieses Mal die reinen „Zeltstände“ den Vorteil gehabt, daß sie überdacht z.T. sogar im beheizten Inneren stehen durften, während die Foodtrucks auf dem Hof Ihre Waren anboten. Ich hatte ja das Vergnügen bereits einen Tag vorher einige Leckereien im Landschaftspark in Duisburg probieren zu können und die Frische der Waren muß auf jeden Fall honoriert werden, aber dennoch sind ein paar Preise diskussionswürdig. Der Oreo Cupcake kostete nach wie vor 3,50 € (war aber auch äußerst lecker) und auch Burger gab’s wie Vortags zw. 5,- und 8,- €. Die Portion Hühnchen in sehr sehr leckerer Erdnußsoße mit einem Klatsch Salat war aber für 4,50 € ein bisschen übersichtlich geraten. Der Nachtisch bestand dieses Mal aus einem Frozen Joghurt (pssst … eigentlich habe ich den zwischendurch gegessen 🙂 ) und auch er war ohne Einschränkung zu empfehlen.

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Auf dem Hof gab es eine lange Tischreihe, die es einem ermöglichte das Essen zwischendurch auch mal abzustellen, schließlich wollen auch Fotos gemacht werden, und wer sich länger aufhalten wollte (ich war mit Begleitung nur knapp 1 1/2 Stunden dort), der sollte, zumindest am Mittag, auch im beheizten Inneren noch einen Sitzplatz gefunden haben. Am frühen Abend las ich allerdings via Facebook, daß das Essen zum Teil bereits ausgegangen war. Da war der Andrang wohl unterschätzt worden. Hatte ich die Nudeln aus der „Wohnküche“ erwähnt? Penne mit Zucchini, Zitronendingswassoße (genauen Namen leider vergessen), Hühnchen, Parmesan und Granatapfelkernen. Auch die waren super lecker 😀 .

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Das Gelände selbst ist übrigens etwas verwinkelt und z.T. mit altem Kopfsteinpflaster ausgelegt, so daß man schon ein bisschen auf seine Füße achten mußte. Als Ausgleich dafür gab’s ausgefallene WC Beschilderungen. Lieber auf den Donnerbalken oder zur Lululatrine, ihr habt die Wahl 😉 . Last but not least, der nebenliegende Parkplatz war knapp bemessen, so daß die umliegenden Straßen gut beparkt wurden. Dieser Umstand war aber bereits vorab auf der Facebookseite erklärt worden. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt. Der nächste Street-Food-Market soll am 10. Mai stattfinden, die weiteren Termine findet ihr hier (ohne Gewähr).

Street-Food-Festival im LaPaDu

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Ich meine letztens im Radio gehört zu haben, daß das, was wir als „Aprilwetter“ bezeichnen in den Niederlanden „Märzwetter“ heißt. Ich hoffe das stimmt liebe Niederländer, denn kaum hatte ich mich heute auf den Weg zum Street-Food-Festival nach Duisburg gemacht, da fing es derart an zu schütten, daß ich den Landschaftspark schon als Land_unter_Park gesehen habe. Glücklicherweise hatte ich mich entschlossen den großen Schirm mitzunehmen. Es gab nämlich lecker was zu essen, beim Stree-Food-Festival. Ein Teil der Stände hatte sich unter dem Glasdach versammelt, daß im Sommer auch für das Open Air Kino im LaPaDu genutzt wird. Diejenigen, die ihr Zelt / ihren Wagen im nicht überdachten Bereich hatten taten mir zu dem Zeitpunkt ein bisschen leid.

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Und was gab’s leckeres zu essen? Das kann man kaum alles aufzählen, denn die Auswahl war schon riesig. Etwas abenteuerlich war es mit dem Schirm zu hantieren und sich gleichzeitig die Finger nach den Köstlichkeiten zu lecken. Großes Plus, dieser Markt kostete keinen Eintritt, (wie manch anderer Markt) sondern man konnte ganz unbefangen probieren was immer einem in die Hände fiel. Ich wollte mich nicht satt essen, aber ein 1/2 Pasty von „The Tasty Pasty Company“, ein vegetarischer Oreo-Cupcake von „SchnellVeg“ aus Düsseldorf und ein Hamburger aus dem „Snack’n Roll Food Truck“ waren lecker und durchaus zu empfehlen. Zugegeben so etwas süßes frittiertes hätte mich auch interessiert, aber da nehme ich ja schon beim hingucken zu 😉 .

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Und als dann die Sonne für eine halbe Stunde rauskam, habe ich die gerade gefutterten Kalorien dadurch abtrainiert (habe ich mir zumindest eingeredet 😀 ), daß ich noch einen Abstecher auf den Hochofen gemacht habe. Eigentlich dachte ich ja ich bekomme ein Foto von oben auf den Markt, war aber nicht wirklich so. Kaum wieder unten angekommen fielen auch schon wieder Tropfen aus den nächsten Märzwolken des ersten Frühlingswochenendes und für mich Zeit mich wieder auf den Rückweg zu machen.

Rockelsberghalde, 100 Schritte bis zum Rhein

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Es gibt ja diese Sonntage wo man unbedingt vor die Türe muß, weil einem die Decke auf den Kopf fällt, aber draußen ist’s usselig und dann gibt’s die Sonntage, da hat man eigentlich was zu tun, kann aber auf Grund des guten Wetters nicht drinnen bleiben. Letzten Sonntag stand ich vor diesem Dilemma, denn es war Frühling. Bloß nicht in übervolle Cafés oder auf überlaufene Promenaden. Stattdessen habe ich eine Halde besucht, ich war am Rhein und ich habe Modellflieger beobachtet. Ihr meint das wären ja gleich drei Dinge auf einmal? Jepp, und alle am gleichen Ort.

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Mal eine ganz neue Halde, so ohne Landmarke, fast unbekannt und auch fast unscheinbar. Zum Glück gibt es im allwissenden Internet Seiten wie z.B. Halden.Ruhr. Rockelsberghalde, wo soll die liegen? Linksrheinisch, fast vor meiner Haustüre? Niemals von gehört. Aber 20 Min. mit dem Auto, ich mache mich auf den Weg. Kaum abgestellt, höre ich bereits von weitem Motorengeräusche. Baumfällarbeiten? Motoradtreff? Flugplatz? Ja tatsächlich, aber der für die ganz Kleinen, für Modellflieger. Geschäftiges Schrauben und Werkeln wenige Meter vom Rhein entfernt.

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Die Rockelsberghalde liegt unweit des Rheinparks und damit zwangsläufig unweit des Rheins, nur auf der anderen Rheinseite in Duisburg-Rheinhausen. Ein Teil der riesengroßen Rheinwiese, die bei Hochwasser als Überflutungsfläche dient, ist abgesperrt und ausgeschildert für Modellflugzeugpiloten. Ganz schön was los für einen Sonntagmittag, aber ist ja auch schönes Wetter. Zieht das Modell des Motorflugzeus da gerade einen Modellsegelflieger hoch? In der Tat, wie im echten Leben. Ich gehe ein paar Schritte weiter und nehme den ersten Abzweig der bergan führt. Ausgeschildert ist die Halde nicht, aber zu übersehen ist sie auch nicht.

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Gut die Halde ist jetzt nicht riesig und auch nicht besonders hübsch, aber man hat einen Rundumblick über Duisburg. Während auf dem Rheindeich Familien und Hunde spazieren gingen, war ich auf der Halde alleine. Also zumindest an dem Tag, daß andere bereits oben waren, ist an den Müllresten zu sehen, den andere Dreckspatzen da oben haben liegenlassen. Kein Aussichtsturm, keine Achterbahn, kein Leuchtturm, kein Kiosk, kein Kaffee nur Schotter und Rundumblick und am Wegesrand wuchsen diese Pieksedinger. Also zurück und ca. 100 Schritte bis zum Rhein, während über mir die Modellflieger ihre Runden drehen. Ob ich die Halde und das Umfeld empfehlen würde? Na ja, für Hundefreunde und Fahrradfahrer, die auf dem Rheindeich spazierengehen/-fahren wollen ja, die Halde selbst ist eher unspektakulär. Aber nach dem Rundumblick kann man ja noch Schiffe gucken und wer will fährt noch rüber in den Rheinpark. (Fotos: Flickr / Google+)

Ruine Neue Isenburg und der bunte Strommast

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Was kann es schöneres geben, wenn die Sonne vom Himmel lacht und der Frühling um die Ecke guckt, als sich auf den Weg zu seiner „Heimlichen Liebe“ zu begeben 😉 . Hi hi, getz abba ma im Ernst. Eigentlich wollte ich bereits im letzten Jahr zur Burgruine „Neue Isenburg“ nach Essen, aber das Strumtief Ela stürzte im Juni 2014 u.a. das Waldgebiet im Essener Süden derart ins Chaos, daß dort lange Zeit kein Durchkommen mehr war. Bereits einmal war ich vergeblich auf der Suche nach einem kleinen Parkplatz in der Nähe der Heisinger Straße. Ein unscheinbarer Abzweig führt in den Drosselanger, aber meine heimliche Liebe war nicht in Sicht 😦 . Dieses Mal wähle ich die Sackgasse namens Baldeney und erreiche tatsächlich den Parkplatz unweit des Cafés/Restaurants, das einige von euch unter dem Namen „Heimliche Liebe“ kennen 🙂 .

Wald in Essen

Allem Anschein nach heißt aber nur noch das Hotel „Heimliche Liebe“ und das Café/Restaurant heißt jetzt „Hüttenzauber„. Zitat der Webseite – „Wo, wenn nicht hier, erleben Sie die echte, unverfälschte Atmosphäre einer alpinen Almhütte“? – Öhm hüstel, eine Almhütte hoch oben im Ruhrgebiet, mitten in Essen? Aaaah ja?!? Egal, ich will ja nicht rein, sondern spazieren, immer schön entlang des Hangs mit Blick auf den Baldeneysee. Ihr könnt auch vom Haus Schellenberg (zwei Straßenecken weiter) starten oder vom Café/Restaurant Schwarze Lene (dazu gleich mehr). Ein schöner, leicht abschüssiger Waldweg, dem man die Folgen des Sturms noch immer ansieht, gibt immer wieder den Blick frei auf den tief unten liegenden See. Hier und da stehen noch ein paar Bäume schief oder stehen Wurzeln aus dem Boden. Ab und an knarzen die stehen gebliebenen Reste. Was der Wind für eine Kraft entfaltet haben muß.

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Nach ca. 15-20 Minuten komme ich an eine Weggabelung. Rechts Neue Isenburg 0,4 km, links auch Neue Isenburg 0,1 km. Ich wähle zunächst die 0,1 km stehe aber vor einem Wohnhaus und bin verwirrt. Gut dann eben die 0,4 km. Ich umwandere die komplette Burgruine. Öhm … jetzt möchte ich aber auch mal rein. Sollte ich den falschen Weg gewählt haben? Hinter einer Kurve taucht das Café/Restaurant „Schwarze Lene“ auf, bis zu dem man sogar mit dem Auto fahren kann. Von hier sind es abermals 0,1 km bis zur Neuen Isenburg. Jetzt aber, ich biege in den Weg ab und … vermutlich ist dies der einzige im Umkreis von 50 km, der noch nicht vom Sturm geräumt war. Also gings ans Klettern, rauf auf den Baumstamm, rüber, wieder runter, der Boden ist matschig. Ich sehe mich und die Kamera schon im Modder, schaffe es aber irgendwie doch wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Ich finde (irgendwann) überall hin, aber gib mir die 50/50 Chance, ich wähle instinktiv den komplizierteren Weg 😉 . Nach weiteren 100 Metern stand ich dieses Mal hinter o.g. Wohnhaus *grrmmff*.

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Guck einer an, nachdem ich den Ruine einmal umrundet habe komme ich zum Eingang, schreite über die renovierte Brücke und komme auf den Burghof. Rechts geht die Treppe in den großen Saal. Ich öffne erstmal das Fenster und laß die Sonne rein. In der Ferne der Sendemast des Senders Langenberg, ganz unten winzig kleine Segelboote. Ich rufe nach dem Buttler, aber keiner erscheint. Burgservice ist auch nicht mehr was er mal war 😉 . Auf dem Rückweg stolpert mir in der Kurve, in der ich erstmals die „Schwarze Lene“ erblicken konnte eine junge Dame mit Hund aus dem Unterholz entgegen *knister_knack_huch* und empfielt mir spontan, dort zwecks guter Fotos auch mal hinzustolpern. Man erreicht einen Felsvorsprung mit toller Aussicht aber auch ohne jegliche Sicherung. Also eher etwas für Lebensmüde ohne Höhenangst (wie mich) 😉 . Ich schieße ein paar Schnappschüsse und krabble auf den Hauptweg zurück. Nach weiteren 10-15 Minuten bin ich dann wieder am Ausgangspunkt.

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Ebenfalls vor längerem habe ich dem berühmten bunten Strommast an der Ruhr mal meine Aufwartung machen wollen. Einmal in der Gegend könnte ich also mal Ausschau danach halten. Nun mußte ich erstmal mein Navi davon überzeugen, daß die Straße „Wichteltal“ (welch hübscher Name), an welcher der Mast steht, nur ein Fuß-/Radweg ist und zweitens, daß ich im ersten Anlauf am falschen Ende des Weges stehe. Aber nachdem ich ein wenig rumgeeiert bin, treffe ich mit der Mönckhoffstraße Ecke Wichteltal eine gute Ausgangsposition. 10 Min. laufe ich bis hinunter an die Ruhr und habe noch ein paar hübsche Fotos gemacht. Gut zu wissen, von hier kommt also der bunte Strom 😉 . Die letztgenannten und weitere Fotos der Neuen Isenburg könnt ihr euch wieder bei Flickr und bei Google+ ansehen.

Neulich im Zoo Krefeld

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Tja, was soll ich sagen, Tierfotografie ist ein schwieriges Unterfangen, aber wie ich schon im Januar sagte, werde ich dieses Jahr mal häufiger den kleinen aber feinen Krefelder Zoo besuchen. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Auch wenn er nicht mit Duisburg oder Gelsenkirchen vergleichbar ist, man kann ihn gut für einen gemütlichen Spaziergang nutzen und zu sehen gibt’s fast immer was. Wer Geduld und Zeit für Tierbeobachtungen hat, verbringt auch schon mal schnell 4 Stunden dort ohne sich zu langweilen.

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Das Geld ist natürlich knapp und trotzdem hat der Zoo in den letzten Jahren einiges für seine Besucher getan. Neben dem Gorillagarten, der im Jahr 2012 eröffnet wurde, kam 2014 das neue Pinguingehege dazu. Hier führt ein Weg den Besucher mitten durch das Gehege bzw. die Freiflughalle, in der neben den Pinguinen auch noch Seeschwalben leben (Achtung Tiefflug 😉 ) und wer die Pinguine mal in ihrem Element erleben möchte, eine große Panoramascheibe gibt den Blick unter Wasser frei. Im Frühjahr (d.J. am 28. März) eröffnet dann auch der Schmetterlingsdschungel wieder seine Türen.

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Ab heute (1. März) ist der Zoo dann auch wieder bis 18.00 Uhr geöffnet und mit 10,50 € (Kinder 5,50 €) zählt der Zoo auch noch zu den günstigeren seiner Art. Einziges Handicap, der Zoo hat nur eine Kasse, so daß sich an sonnigen Tagen schon mal ein kleiner Stau ergibt. Aber nicht verzagen, es lohnt sich anzustehen und mit der Jahreskarte kann man sich i.d.R. auch an der Schlange vorbeimogeln, kurz vorzeigen reicht dank Lichtbild aus. Ach ja, wer (Achtung Wortspiel 😀 ) nur mal schnuppern möchte, ab einer Stunde vor Schließung der Tierhäuser (im Sommer also 16.30 Uhr) kostet der Eintritt nur noch 5,- € (2,50 €). Zeit für einen kleinen Feierabendspaziergang.

Eine Auswahl von weiteren Fotos gibt’s bei Flickr oder Google+.

Bergpark Lohberg (Dinslaken)

Da surfe ich letzte Woche durch die neuen Spielorte der Extraschicht 2015 und stolpere u.a. über den Bergpark Lohberg in Dinslaken. Öhm … Lohberg …? War das nicht die Zeche, auf der im letzten Jahr Abbrucharbeiten stattfanden und an der ich noch ein paar Fotos gemacht habe? Richtig, ein Blick in meine elektronische Bilderkiste brachte das hier zum Vorschein.

Zeche Lohberg 2014

Klar, das war der Ort, an dem u.a. ein Förderturm entfernt wurde. Und da findet ein Spielort der Extraschicht statt? Ein bisschen googeln brachte dann tatsächlich die Info, daß mittlerweile ein erster Teil des sogenannten Bergparks für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Gut es dauert halt etwas, bis die Information hier am Niederrhein ankommt ;-). Zugänglich ist auch nur die halbe Wahrheit, denn zum einen haben anscheinend bereits vor der Eröffnung Randalierer erste Schäden am Bergpark angerichtet (wie mich das anwiedert) und zweitens liegen hier und da noch zu pflanzende Bäume und warten auf Eintopfung 😉 und entlang der Wege entstehen z.Zt. noch weitere Möglichkeiten sich sportlich zu ertüchtigen. Daß es an der einen oder anderen Stelle etwas matschig ist, war mehr dem Wetter geschuldet. Bereits jetzt kann man erahnen, was hier einmal entstehen wird oder bereits entstanden ist.

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Erste Bänke säumen den Weg, ein paar Gerätschaften zur sportlichen Betätigung (auf der Bank sitzen und „Fahrradfahren“ ist geil oder am Rad drehen 😉 ) und ein kleiner See sind nicht zu verfehlen. Drei farblich gestaltete überdachte Stege ragen ins Wasser und Treppenstufen mit Sitzgelegenheiten führen bis hinunter ans Gewässer. Zur Zeit sind noch eine Reihe Bauzäune aufgestellt, einige davon geöffnet, wobei man nicht so genau erkennen kann, ob gewollt oder weil wieder jemand einen Teil von ihnen ins Wasser befördert hat.

Bergpark

Im hinteren Bereich finden sich verschiedene Spielmöglichkeiten sowie Spielplätze für Kinder und dazwischen künstliche Hügel, davon einer mit einem nachgestellten Bodenquerschnitt, der die Erdschichten bis hin zur Kohle symbolisieren soll. Ein paar Relikte aus der Zechenzeit findet man natürlich auch. Wenn ich mir das Bild auf der letzten Seite dieses Dokuments ansehe, dürfte auch der Zugang zur angrenzenden Halde irgendwann gegeben sein. Ich las sogar etwas von einem (Aussichts-?)Turm. Rund um den Hauptförderturm waren die Arbeiten noch in vollem Gange. Mal sehen, was sich hier bis zum Sommer bzw. bis zur Extraschicht noch so entwickelt. Falls ihr mal selber gucken möchtet, mit Dinslaken, Hünxer Str. 375 kommt man im Navigationsgerät ziemlich genau dorthin.

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Ach ja ganz vorne an der Straße entdeckte ich auf dem Rückweg zum Auto dann noch die Frontseite von einer Art Kiosk, der bei näherer Betrachtung mehr wie eine Kulisse aus einer Fernsehserie wirkt. Wie ich zufällig erfuhr, soll es sich wohl tatsächlich um die Originalfront eines kleinen Hauses/Kioskes handeln, die man an dieser Stelle erhalten wollte (Kunstprojekt?). Dank des Materials (100% Holz) erschien mir das Ergebnis allerdings etwas zweifelhaft und von hinten sah die Fassade auch tatsächlich mehr wie eine aufgestellte Filmkulisse aus. Da hätte es mir besser gefallen, wenn man das eine oder andere Gebäude oder ein paar Eisenbahnschienen auf dem Zechengelände zurückbehalten hätte. Fotos wie immer bei Flickr und bei Google+.

Nur mal gucken

Augenzwinkern

Nur mal gucken wie et früher im Pott so war? Nur mal ein kurzer Museumsbesuch? Und nur mal keinen Eintritt zahlen? Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal. Trotzdem kein Problem. Wenn ihr bis zum 3. Mai 2015 in Oberhausen entlang der Slinky Springs to Fame Brücke am Rhein-Herne-Kanal oder im Kaisergarten seid, schaut doch mal in das „Kleine Schloß“ der Ludwiggalerie. Das kleine Schloß ist gegenüber dem Haupteingang und beherbergt den Shop der Ludwiggalerie. Rechts und links davon findet zur Zeit die Ausstellung „Augenzwinkern“ von Rudolf Holtappel statt. Ein paar Bilder zeigen das Ruhrgebiet der 60’er Jahre, andere zeigen Einblicke in die Theaterwelt und wieder andere Ortsschilder der Ruhrgebietsstädte. Der Eintritt ist frei und man braucht, je nach dem wie intensiv ihr die Bilder betrachtet, ca. 15-30 Minuten.

StreetFood ist nicht FastFood

Heute muß ich mal ganz anders anfangen, denn sonst schreibe ich euch an dieser Stelle häufig etwas über Besuche von Halden, Museen und mehr, die ich bereits besucht habe. Heute schreibe ich euch etwas von dem ich selbst noch nicht weiß, was da auf mich zukommt. Zuerst habe ich in den Onlineausgaben von WAZ (DU/E) und Coolibri davon gelesen, dann habe ich einen Bericht in der Aktuellen Stunde gesehen und schließlich habe ich Google und Facebook bemüht.

StreetFoodDüsseldorf

Worum geht es? Es geht um’s Essen, aber eben nicht um fettiges FastFood Essen wie man es sonst kennt, sondern um eine Art FastFood Weltreise, die durch aller Herren Länder führt. Außerdem geht es meines Wissens um kleine Portionen, so daß man sich durch diverse auch unbekannte Leckereien futtern kann. Das ganze nennt sich Street Food. Gestartet ist die Street Food Welle (wie so häufig) in Berlin obwohl genau genommen kommt die Idee aus New York, San Francisco, London und Paris. Und jetzt läuft sie auch hier in NRW. Die ersten Veranstaltungen haben bereits in Köln stattgefunden (und finden z.B. auch am nächsten Wochenende 28. Februar & 01. März dort statt) und im März kommt die Idee in meine (und vielleicht auch eure) Umgebung nach Düsseldorf, Duisburg und Essen.

StreetFoodDuisburg

Die nächsten Termine des StreetFood Festivals wären am Samstag den 07. März 2015 12-22 Uhr & Sonntag den 08. März 2015 12-20 Uhr in Düsseldorf, allerdings kostet es hier 3,- € Eintritt. Am Freitag den 20. März (17-22 Uhr) & Samstag den 21. März 2015 (12-22 Uhr) folgt Duisburg (Landschaftspark „LaPaDu“) bei freiem Eintritt und am selben Wochenende startet in Essen (ehemaliges Thyssen-Krupp-Gelände, Fronhauser Str. 75) der StreetFood Market unter dem Namen „Schöner Alfred“ nämlich am 22. März 2015 von 12-22 Uhr.

StreetFoodMarket

Wie ich auf der Webseite Ruhr-Guide gelesen habe, gibt es für letztere Veranstaltung auch schon weitere Termine (ohne Gewähr) am 10. Mai, 05. Juli, 06. September und 08. November 2015. Vielleicht sieht man sich, ich werde in der Woche vorher schon mal hungern 😉 .