Urlaub in Zeeland (Niederlande)

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Der Wind wehte uns gehörig ins Gesicht, als wir dem Browersdam näher kamen. Obwohl 25 Grad angesagt waren kam ich mir mit der Regenjacke als Windschutz vor, wie die Kiteschirme, die den Himmel über der Nordsee bevölkerten. Wir waren zu Fuß über die Dünen geklettert und schon aus großer Entfernung konnten wir die Kitesurfer sehen. Diese Stelle des Strandes schien wie gemacht für die Sportler, was wir auf Grund des starken Windes am eigenen Körper spüren konnten. Dazwischen fuhren die Strandsegler mit ihren dreirädrigen Gefährten und welche Kraft der Wind hat, stellte sich ganz schnell heraus, als ein Kiteschirm in einen Strandsegler krachte. Der Kiteschirm hat den Unfall nicht überlebt.

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Schön anzusehen waren sie ja schon, aber da uns die vielen Kites Respekt einflösten, machten wir es uns in den Dünen bequem und beobachteten das Geschehen am Strand von dort. Ehrlich gesagt war ich überrascht, daß überhaupt Wasser da war. Ihr meint das wäre wohl so üblich an der Nordsee? Ich meine die Gezeiten. Anders als an der deutschen Nordseeküste verschwindet das Wasser hier nicht gänzlich, sondern zieht sich nur etwas zurück. Zumindest vermute ich, daß das so ist. Nach ein bisschen Suche im Internet habe ich erfahren, daß der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wasserstand bei 2,5 bis 4,5 Meter liegen kann, das Wasser aber nie ganz verschwindet. Vielleicht kann mir jemand von euch den Umstand mal genauer erklären.

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Es dürfte jetzt so 8-9 Jahre her sein, da suchten wir ein Urlaubsziel, daß Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht. Seinerzeit lebten meiner Kinder noch mit mir zusammen und wir kamen nach ein wenig Recherche auf die Firma Centerparcs. Centerparcs ist, für alle die es nicht kennen, eine Art Ferienpark mit diversen Wohnmöglichkeiten vom Bungalow bis zum zweistöckigen Haus, mit Spielmöglichkeiten, mit einem Spaßbad, Restaurants und einer Art überdachten Ladenstraße, so daß auch bei schlechtem Wetter keine Langeweile aufkommt. Im Laufe der Jahre probierten wir, trotz stolzer Preise, nach und nach die Parks in der Eifel, im Sauerland und in der Lüneburger Heide aus.

Urlaub 2015 (Zeeland)

In den Jahren danach verlief das Leben nicht immer so, wie man sich das vorstellt und die gemeinsamen Urlaube verliefen ganz anders, nämlich im Sand. Nun habe ich in einigen eurer Blogs immer wieder von interessanten Kurztrips an die holländische Küste gelesen und mußte feststellen, daß ich bis auf einen Tagesausflug noch nie an der Nordsee, geschweige denn an der holländischen Nordseeküste war. Bisher gingen meine weitesten Abstecher ins Nachbarland bis nach Arcen und zur Floriade nach Venlo. Vermutlich wäre es auch fast so geblieben, wenn nicht meine Kinder den Vorschlag gemacht hätten, mit ihnen für 5 Tage (4 Nächte) Centerparcs in Port Zéelande kennenzulernen. So verlief das Leben diesmal gewollt in Richtung Sand 😉

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Nun spreche ich kein holländisch, hatte null Plan wo der Park lag und was man sonst so in Zeeland machen kann. Mir war nicht einmal klar, daß Zeeland eine Provinz der Niederlande ist, zwischen Nord- und Südholland gelegen. Der Centerparcs liegt auf so einem kleinen Schnipsel Land zwischen Nordsee und Grevelingenmeer, einem großen mit Salzwasser gespeisten See. Die Gegend ist wunderschön und soll die saubersten Strände in den ganzen Niederlanden haben. Einziges Manko, der Park ist in den Ferien nicht gerade günstig. Eine sogenannte Wochenmitte (Mo.-Fr.) kostet in den Sommerferien im günstigsten Haus und mit Frühbucher-/Sommerrabatt schon um die 700,- Euro. Da man bequem ist, bucht man Handtücher, Bettwäsche (9,95 € p.P.), die WLAN Karte für 4 Geräte 25,- € und in unserem Fall noch den Frühstückslieferdienst (10,- € p.P/Tag) mit hinzu. Die Frühstückslieferung ist zwar teuer, aber so reichhaltig, daß sich ein Einkauf, im ansonsten teuren Centerparcs Supermarkt auf den ersten Tag beschränkte.

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An unserem ersten Tag ging es wie jeden Morgen erst einmal ins Aqua Mundo. Das Spaßbad hat kein Schwimmerbecken, stattdessen ein Wellenbad, ein Strömungsbecken in dem man schwimmen aber auch stehen kann, eine Reifen- und zwei andere Rutschen, ein Außenbecken und ein Wildwasserkanal, durch den man sich treiben lassen kann. Man darf nur nicht hoffen alleine im Schwimmbad zu sein. Es kann schon mal voll werden, aber bevor es gegen Mittag richtig voll wird, sind wir bereits wieder raus und auf dem Weg, die Landschaft rund um den Park zu entdecken. Den eingangs erwähnten Strand erreicht man zu Fuß in rd. 10 – 15 Minuten.

Da die Buchung bereits früh im Jahr erfolgte, startete die Vorbereitung auf diesen unentdeckten Teil der Welt zunächst mit einer alten Folge der Reisesendung „Wunderschön“, die ich aus der WDR Mediathek fischen konnte. Die letztens ausgestrahlte Wiederholung gibt’s u.U. noch eine Zeitlang hier. Danach ging es in die Bücherei, um in ein paar Reiseführern zu stöbern, bevor ich mich dann entschieden habe, einen davon „Holland – Die Westküste“ (ISBN-13: 978-3831725083) käuflich zu erwerben.

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Einigermaßen vorbereitet leitete uns das Navi schließlich in den Park. Bei der Buchung hatten wir auf Google Maps eine Dachterrasse ausgemacht, die sich bei Ankunft aber als Terasse des (6-Personen) Nachbarhauses entpuppte. Tja unser Pech. Ein echtes Manko, daß wir an der Rezeption reklamieren mußten, war, daß das WLAN am Anreisetag im Haus nicht funktionierte. Katastrophe 😮 . Es funktionierte nur in und vor der Rezeption, also stellt euch drei mehr oder weniger erwachsene Menschen vor, die um 22.30 Uhr auf der einzigen, durch den Lichtschein der Laterne beleuchteten Bank sitzen, um die Onlineausgabe der Tageszeitung herunterzuladen oder sonstigen Unfug am Smartphone zu treiben und gleichzeitig mit den Mücken kämpfen 😉 . Über Nacht wurde das WLAN dann aber repariert, so daß es ab dem 2. Tag auch eine Netzverbindung im Haus gab. Wer möchte kann bei Centerparcs natürlich die Rundumversorgung buchen. Von der Fahrradmiete bis zum abendlichen Buffet sind dem kaum Grenzen gesetzt, meine preisliche Grenze war jedoch mit dem Gebuchten erreicht.

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An den Folgetagen haben wir uns die Orte Zierkzee und Renesse näher angesehen. Zierkzee ist das schöne alte Städtchen, mit Hafen und Restaurants am Wasser (empfehlen könnte ich z.B. das Grand Café De Werf), mit einem zentralen Marktplatz (auf dem bei unserem Besuch eine Kirmes stattfand), sehenswerten alten Hebebrücken und einem hervorragenden Eiscafe (Capri, Am Damm 22), welches köstliche (Geburtstags-)Eisbecher zaubern kann 😉 . Nebenbei hat mich sehr positiv überrascht, daß viele Bedienungen gut deutsch sprachen oder eine schöne Mischung aus deutsch und holländisch, so daß man sich problemlos verständigen konnte.

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Renesse hingegen ist mehr der Badeort, zu dem ich sicherlich nicht viel erzählen muß. Im Ort eine Aufreihung von Andenkenläden, Boutiquen und Restaurants rund um die Kirche und 1 km außerhalb ein großer Strand, den man mit einem Bus oder einfach zu Fuß erreichen kann. Wer ein Fernglas dabei hat, kann auf der Sandbank in einigen hundert Metern Entfernung, die Seehunde beobachten. Wenn man nicht gerade mitten im Ort parken will, haben wir sowohl in Zierkzee (Parplatz Eerste Weegje / Laan van Sint Hilaire) als auch in Renesse (Roelandsweg) kostenlos geparkt. Auch am Strand vorm Brouwersdam (Ring Oost / Kabbelaarsbank) waren Parkuhren oder ähnliche deutsche Unarten Fehlanzeige.

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Ich will ja nicht generell für die Niederlande sprechen, aber daß man in einem Urlaubsort oder (am Brouwersdam) 100 Meter von einem Strand entfernt kostenlos parken kann ist in Deutschland meines Wissens undenkbar. Hochachtung liebe Niederländer. Ich habe so das Gefühl, daß das nicht mein letzter Besuch im Nachbarland war, wobei wir natürlich 1a Wetter hatten, aber ich würde gerne irgendwann weitere Orte, etwas weiter südlich kennenlernen. Außerdem weiß ich nach nur einem Besuch wie angenehm Autofahren ist, wenn alle mit 80 km/h über die Nationalstraßen fahren, keiner drängelt und die Ampelschaltungen häufig so geregelt sind, daß binnen kürzester Zeit da grün ist, wo es gebraucht wird. Ach ja, gewöhnungsbedürftig war für mich nur der zweispurige Kreisverkehr (mit zweispuriger Einfahrt und diesen Fahrspurtrennern), den ich anfangs nicht verstanden und mich prompt verfahren habe 🙂 .

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Eine Auswahl an Bildern bekommt ihr bei Flickr oder Google Photos zu sehen und bevor ihr fragt, dieser Beitrag wurde weder gesponsert noch unterstützt (weil Centerparcs mir diesbezüglich eine Absage erteilt hat) und spiegelt daher mein ganz persönliches Empfinden wieder. Wenn ihr bei einem Besuch anders empfindet, dann laßt es mich via Kommentar unter diesem Beitrag wissen. In diesem Sinne tot ziens!

P.S.: Mehr Infos über Holland Zeeland gibts hier Holland.com oder hier Zeeland.nl. Und sogar kostenloses WLAN soll es geben (die Seite habe ich aber erst jetzt gefunden).

Sommerrodeln in Bottrop

Wenn ihr mir per Instagram, Facebook oder Google+ folgt, erinnert ihr euch vielleicht noch an dieses Bild von Anfang Juni dieses Jahres.

Ich hatte bei der Aktion „Kulturkanal Foto Caching“ (zum Blogbeitrag geht’s hier) u.a. eine Rodelpartie auf der ersten und m.W. einzigen Sommerrodelbahn im Ruhrgebiet gewonnen. Die Rodelbahn befindet sich, angegliedert an das Alpincenter, auf der Halde Prosperstraße in Bottrop. Während der Sommerferien habe ich die gewonnenen 5 Durchgänge weggerodelt :-D. Auch wenn es ruck zuck geht, macht jeder Durchgang enorm viel Spaß. Die schienengeführte Bahn sorgt bei einer Gesamtlänge von 1.000 Metern mit einem kleinen Tunnel, Kurven und einem 360° Panoramakreisel für genügend Adrenalin.

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Zu den fünf gewonnenen Durchgängen kam noch ein weiterer (kostenfreier) Durchgang per RuhrTopCard und drei bezahlte Durchgänge (3,50 €/p.P). Da wir zu dritt unterwegs waren, macht das drei Durchgänge pro Person :-). Die Warteschlangen waren an diesem Samstag Vormittag nur kurz und so dauerte die ganze Sause keine Stunde, machte aber Spaß für drei. Die Bahn startet oben auf der Halde Prosperstraße, aber ihr könnt mit dem Auto bis oben auf die Halde hinauffahren. Dort befindet sich ein großer Parkplatz, der nebenbei auch noch einen tollen Ausblick über das Ruhrgebiet gewährt.

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Der Blick geht, je nach Wetterlage, vom Tetraeder (gleich gegenüber) bis zur Halde Hoheward in Herten. Zum Abschluß haben wir im angeschlossenen und höchsten Biergarten des Ruhrgebiets, trotz Wespen, noch einen Cappuccino bzw. eine Cola getrunken und uns dann wieder auf den Weg gemacht, denn wir waren anschließend in Oberhausen noch zum Mittagessen verabredet :-). (Flickr / Google Photos)

Wood Art Gallery (Krefeld)

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Bevor ich euch von meinem Zeeland Urlaub erzähle schiebe ich kurz etwas aktuelles dazwischen. Vielleicht erinnert ihr euch, daß ich vor ein paar Wochen am Krefelder Gipfelstürmertag die Stadt von oben betrachtet habe. Das ganze war Teil des „Krefelder Perspektivwechsels„. Nun gibt es ein weiteres sehenswertes Projekt mit dem Namen „Wood Art Gallery„.

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17 Künstler aus neun Ländern habe in den letzten Tagen Betonartefakte, die rund um das Krefelder Umweltzentrum im Wald verstreut liegen, farblich gestaltet. Die Betonrohre, Platten und Wege sind Überbleibsel der Firma „Duisburger Cementwarenfabrik Carstanjen“ und dienen jetzt der Kunst. Das Umweltzentrum wird regelmäßig von Schulklassen besucht, während ich zugeben darf, selbst noch nie dort gewesen zu sein. Startpunkt ist am Umweltzentrum, Talring 45 in Krefeld. Insgesamt 17 offizelle Kunstwerke, einige Zeichnungen entlang des Weges und der Turm und die Wände auf der gegenüberliegenden Straßenseite gehören zum Kunstprojekt. Da der Weg z.T. mitten durch ein kleines Waldstück führt und je nach Wetterlage dementsprechend matschig daher kommt, ist es ratsam nicht die besten Schuhe anzuziehen.

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Das Projekt lief in dieser Woche (04. – 08.08.2015), die Kunstwerke sind aber auch danach noch weiterhin vorhanden, zumindest so lange, bis entweder die Natur oder irgendwelche Schmierfinken ihnen zusetzen. Ja nach dem, wie lange man sich an jedem Kunstwerk aufhält ist der Weg in unter 1 Stunde abzulaufen (Blogger und Fotografen benötigen eher 2 Stunden 😉 ). Gerne hätte ich euch noch einen Link für den Lageplan genannt, aber ich habe ihn leider nicht online gefunden. Vielleicht hilft die Facebookseite. Wenn ihr also in den nächsten Tagen in Krefeld oder Umgebung unterwegs seid, schaut ruhig mal rein. Start wie gesagt auf dem Gelände des Umweltzentrums und dann immer rechts halten, als Orientierung dienen u.a. einige Infotafeln des Umweltzentrums (die nichts mit der Aktion zu tun haben). Schräg links halten geht auch, dann lauft ihr den Weg von hinten herum ab.

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Besonders gut gefallen und damit mein Favorit ist übrigens die Beatles Adaption von „Yellow Submarine“, die ihr hier auf dem obigen Bild seht. Außerdem die Welle in der Röhre, der Braunbär beim Bad … Weitere Bilder aus Platzgründen wie immer bei Flickr und GooglePhotos. Am besten ihr geht selbst mal vorbei, der Eintritt ist natürlich frei.

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[Update 15.08.2015:] Ich war heute (also eine Woche später) nochmal vor Ort und darf verkünden, daß die Kunst noch vorhanden ist. Ihr habt also noch die Chance die Kunstwerke zu sehen. Ich habe auch noch 2-3 weitere Bilder zu Flickr und GooglePhotos hochgeladen. Mittlerweile gibt es auf der o.g Facebookseite auch einen Lageplan. Ausdrucken oder abmalen und los. Es lohnt sich wirklich.

Von Ärzten, Luft und Seifenblasen

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Es soll ja Tage geben, da wäre man besser gar nicht erst aufgestanden. Der Wecker klingelt um 7.00 Uhr und das obwohl ich Urlaub habe :-(. Schon beim Aufstehen merke ich, daß der Wecker bis zum Anschlag röchelt, ich aber nix höre, weil ich auf dem linken Ohr wieder dieses Taubheitsgefühl habe. Der HNO meinte ich sollte die Nase zuhalten und Luft durchpressen, so wie man es macht, wenn man im Aufzug steht und einen Druck auf dem Ohr verspürt :-/. Der Grund, daß ich so früh aufstehe, ist aber ein anderer Arzttermin. Das begann vor 14 Tagen. Es war sehr warm und ich lief seit langem mal wieder barfuß rum, sogar auf dem Balkon. Während ich so da sitze, denke ich, warum ist dein linker Fuß dicker als der rechte. Da fragste doch mal lieber Herrn Hausarzt. 2 Tage später guckt Herr Hausarzt sich den Fuß an, macht sich aber keine großen Sorgen, sondern möchte gerne eine Blutabnahme, 24 Std. Blutdruck und so Sachen.

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Nun bin ich in der letzten Woche ja bekanntlich erstmal in Hamburg gewesen und gestern also sitze ich um 8.00 Uhr nüchtern im Wartezimmer. Nüchtern! Im Urlaub, ohne Kaffee! Ich prangere das an. Der Fuß ist mittlerweile wieder besser, aber der Rest kann ja nicht schaden. Picks, Blutabnahme. Dann dieses Blutdruckmessgerät. Ich bekomme so ein kleines Kästchen umgehängt, und eine Manschette an den Arm. Die bläst sich alle 15 Min. auf und mißt. Meistens dann, wenn man es gar nicht brauchen kann. Machste gerade was zu essen … bbrrrrrrrmmmmmm … Arm ruhig halten, sonst geht die Messung in die Hose und nach 1 Minute noch einmal neu los. Ich schreibe gerade diese Zeilen … bbrrrrrrrmmmmmm … und das bis morgens früh, dann muß ich nochmal hin.

Ich gönne mir nach dem Arztbesuch in der nahen Bäckerei erstmal ein Urlaubsfrühstück mit Kaffee und zwei Brötchen. Das wollte ich schon länger machen, mal direkt in der Bäckerei frühstücken und mit 3,75 € auch bezahlbar. Ich soll zu dem Blutdruckmeßgerät einen Zettel ausfüllen, was ich so gemacht habe. Ich denke Urlaub, 8 Std. Sofa macht sich auf dem Zettel nicht so gut. Also, gehste trotz bescheidenen Wetters ’ne Runde aufe Halde, hat das Gerät auch was zu messen. Ab nach Moers, rein ins Auto, kaum drei Ecken weiter … bbrrrrrrrmmmmmm … :-D.

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Oben auf der Halde angekommen nehme ich den Fotoapparat aus dem Rucksack, stelle letzteren neben mich und kann auch gleich hinterher rennen, denn der Wind ist schon recht heftig. Fegt den Rucksack samt Papiere und 1/2 Liter Wasser mal kurz bei Seite. Ich bin anscheinend ganz alleine oben auf der Halde. Also packe ich mein länger gehortetes Pustefix (Seifenblasen) aus und will ein paar Fotos machen. Zwei, drei schaffe ich auch, der Wind nimmt mir das Blasen ab, dann wieder … bbrrrrrrrmmmmmm … :-).

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So jetzt aber, ich klammere mich an den Rucksack, oder er sich an mich, während es plötzlich an meiner Wade kribbelt und das obwohl ich eine recht enge Jeans an habe. Während ich die Hose berühre weiß ich was da kribbelt, es war eine Wespe und zack hat sie mich in die Wade gestochen. Es soll ja Tage geben, da wäre man besser gar nicht erst aufgestanden. Ich fluche, jongliere mit Fotoapparat und Pustefix, ziehe die Hose hoch, die Wespe fällt raus, ich fluche abermals. Ne Zwiebel wäre jetzt gut, hatte ich aber gerade nicht dabei. Die Wade ziept, ich schmiere Pustefix drauf. War das gut? Ich habe keine Ahnung, wenn ich jetzt hier umkippe hilft nur noch die 112.

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Ich ziehe beleidigt ein Stückchen weiter, die Wespe, etwas drömelig anscheinend auch. Es bildet sich so ein kleines Bluttröpfchen an der Wade, ich wende mich wieder den Seifenblasen zu, finde es aber bei dem Wind irgendwie ungemütlich. Nach gut 1 Std. verschwinde ich wieder, soll das Blutdruckmeßgerät doch messen was es will. Ist vermutlich eh alles in Ordnung. Auf dem Weg zum Auto halte ich mir wieder die Nase zu und presse Luft. Pressen … jaaaa gut … ach ne das war ne andere Geschichte.

Museen, Fisch und ganz viel Sonne – Hamburg 2015 (Teil 2)

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Willkommen zum zweiten Teil des Hamburg Blogbeitrags 2015. Wenn ihr jetzt fragt „Zweiter Teil?“, weil ihr den ersten Teil verpaßt habt, dann klickt doch mal hier. Und jetzt los … Frisch gestärkt ging es mit der U-Bahn U4 in die Hafencity. Wer Lust hat sollte sich die U-Bahn Station Hafencity Universität (z.Zt. Endstation) mal ansehen. Große Lichtcontainer an der Decke werden wechselweise in verschiedenen Farben beleuchtet.

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Von der U-Bahn Station ging es für mich zu Fuß ins Automuseum „Prototyp„. Das Museum präsentiert euch auf drei Ebenen eine Automobile Zeitreise durch die Geschichte des Autos von den 1930’er Jahren bis zum modernen Rennwagen aus Schumacher und Vettel’s Zeiten. Dabei geht es weniger um Quantität als um Qualität. Ausgefallene Fahrzeuge, teilweise Einzelstücke, werden dem Besucher gezeigt, Bodendisplays erklären was man sieht. Eine gläserne Werkstatt, eine elektronische Bibliothek, Preise und Originalzubehör befinden sich in Glaskästen. In einem Fahrsimulator könnt ihr schließlich selbst ein Rennen fahren. Auch hier gilt, man kann in 1 bis 1,5 Stunden durch dieses Museum gehen, man kann aber auch locker die doppelte Zeit dort verbringen. Ich setze mir i.d.R. vor einem Museumbesuch ein Limit, sonst ist der Tag rum, bevor ich es realisiert habe. Eines der für mich bekanntesten Stücke war der restaurierte VW Käfer „Herbie“ aus den gleichnamigen Disneyfilmen.

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Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich noch ein paar Fotos in der Hafencity gemacht, vorzugsweise neue Gebäude, die ich bisher noch nicht abgelichtet habe und den Sonnenuntergang habe ich schließlich an der Binnenalster genossen. Eigentlich wollte ich sogar noch eine Runde um die Binnenalaster drehen, aber die Lombardsbrücke war auf Grund von Bauarbeiten gesperrt und so gab es nur lange (Um-)Wege, um über die Wasserverbindung von der Binnen- zur Außenalster zu kommen. Na ja, man kann nicht alles haben :-/.

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Der nächste Tag startet im Maritimen Museum in der Speicherstadt (genauer im Kaiserspeicher). Der Besuch dieses Museums wurde mir duch Hamburg Tourismus ermöglicht. Auf sage uns schreibe 9 Etagen, pardon 9 Decks erfahrt ihr alles über das Thema Schifffahrt. Deck 1 erklärt uns alles zum Thema Kommunikation und Navigation, also Funkgeräte, Radar oder Echolot. Auf den Decks 2 und 3 geht es um die Fortschritte bei der Segeltechnik, um Piraterie und die Geschichte des Schiffsbaus. Wie lebt man so an Bord, welche Rituale und Uniformen gibt es erklärt uns Deck 4, während Deck 5 in die Kriegsgeschichte der Marine einsteigt. Moderne Handels- und Passagierschiffahrt (mit Blick in eine Kabine und auf das Geschirr der Queen Mary 2) sowie Expedition und Wissenschaft füllen die Decks 6 und 7. Schließlich geht es zum Schluß um Malerei und Modellbau auf den Decks 8 und 9.

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Ich hatte mir 2-3 Stunden als Zeitlimit gesetzt und habe verschiedene Exponate nur im Vorbeilaufen sehen können. Wer sich für Schifffahrt interessiert kann hier locker einen ganzen Regentag verbringen. Ob es auch Schiffsmodelle zu sehen gibt? Moment laßt mich mal überlegen …. ähm ja, ich würde sagen zwöfendreißigtausend Stück und auf dem Modellbaudeck gleich ganze Wände voll 🙂 . Das eindrucksvollste Modell war allerdings die Queen Mary 2, die auf einer der Zwischendecks stand. Sie wurde aus insgesamt 780.000 Legosteinen nachgebaut. Da müssen gaaaaanz lange Winterabende hergehalten haben :-o.

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Nach soviel Theorie brauchte ich wieder ein bisschen Entspannung. Dieses Mal im Meßmer Momentum, einem gemütlichen Geschäftslokal des Teeherstellers Meßmer. Auf der einen Seite des Lokals gibt es eine kleine Geschichte des Tees zum nachlesen und ausprobieren und auf der anderen Seite gemütliche Sitzgelegenheiten und die Möglichkeit Tee zu trinken und etwas zu essen. Im Vorfeld hatte ich in der Speisekarte von Scones gelesen, hatte aber keine Ahnung was Scones sind. Also mußte ich diese probieren.

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Während ich mich mit meinem Tablet bewaffnet in einer gemütlichen Lesersofaecke niederließ und meine vorher geladene Tageszeitung las, tat sich erstmal eine zeitlang nichts. Ich hatte mich anscheinend so unscheinbar in die Ecke verzogen, daß ich garnicht mehr wahrgenommen wurde. Ich stand also nach ca. 15 Minuten wieder auf, um mich zwecks Bestellung bemerkbar zu machen 😮 und wählte 2 Mini Scones mit Clotted Cream & Strawberry Jam zusammen mit einer Tasse Himbeer/Waldmeistertee (Tee des Jahres 2015), den ich in hiesigen Geschäften noch nicht gefunden habe. Himmlisch diese Scones, machen vielleicht nicht schlank aber glücklich ;-). Last but not least gab es zum Abschluß für jeden Kunden ein leeres Päckchen, in das man sich seine drei Lieblingsteebeutel nach Wahl aussuchen konnte.

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Der Rückweg ging wie am Montag nochmal durch die Speicherstadt, mit der Hafenfähre an die Landungsbrücken und an Brücke 10 gab’s nochmal ein Fischbrötchen :-D. Ich saß eine ganze Zeit oberhalb von Brücke 10 und konnte dort auf die Elbe blicken. Ich war es gewöhnt, daß an der Elbe sonst immer ein gewisser Wind weht, aber an dem Abend schien mir die Sonne auf’s Haupt und von Wind war kaum etwas zu spüren. Am liebsten wäre ich noch Stunden dort sitzengeblieben. Aber zum Glück hatte ich mich im Vorfeld via Internet darüber informiert, welche Busse in Richtung meines Hotels fahren. Mit dem Bus 112 ging’s ein paar Stationen bis zur Handelskammer und dort zu Fuß weiter durch Planten un Bloomen zurück ins Hotel.

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Ich bin da vielleicht etwas übergenau, aber da die U-Bahn in der Nähe meines Hotels (U1) umgebaut wurde, wollte ich gerne wissen, welche Busse stattdessen von den Landungsbrücken, der Speicherstadt oder aus der Innenstadt meinen Füßen etwas Entspannung bieten ;-). Es ist schwer zu schätzen, trotz der Hamburg Card war ich täglich bestimmt noch 8-10 km zu Fuß unterwegs.

Der letzte Tag begann mit grauem Himmel und war auch wesentlich windiger, als die beiden Tage zuvor. Ich wollte Richtung Chilehaus (welches neben der Speicherstadt auch zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde) und das Glück sollte mir hold bleiben, denn genau als ich vor dem Sprinkenhof und damit gegenüber dem Chilehaus stand riß der Himmel für einen Moment auf und blauer Himmel sorgte für ein 1a Fotomotiv.

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Bis zur Rückreise waren es noch rund 3 Stunden, Zeit genug noch einen Abstecher zur Kaffeerösterei in der Speicherstadt zu machen. Das verrückte, ich bin bestimmt schon 3-4 mal bei Besuchen in Hamburg an der Rösterei vorbeigelaufen, wußte aber nicht, daß man sie betreten kann, sogar betreten sollte, denn neben der Schaurösterei, bei der man zusehen kann, gibt es eine Caféhaus mit rd. 100 Plätzen und einen Fabrikladen. Erst bei Recherchen im Vorfeld zu dieser Hamburg Reise habe ich davon gelesen. Trotz der etwas längeren Warteschlange habe ich mich für einen Cappuccino eingereiht. Zum guten Schluß gab’s dann noch ein Päckchen Orang Utan Coffee für die Zeit nach dem Hamburgbesuch (6,95 €/250g). Während der Rückreise roch es in meiner Tasche die ganze Zeit nach frisch gemahlenen Kaffee ;-). Nebenbei fördert das Orang Utan Coffee Project Bauern, die ihre Kaffeeplantagen ökologisch bewirtschaften und auf Rodungen des Regenwaldes verzichten.

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Damit enden die 3 Tage in Hamburg, gerne hätte ich noch Dinge wie den Besuch in Blankenese wiederholt oder vielleicht erinnert sich noch jemand an das NDR-Walroß Antje, das früher die Pausen zwischen zwei NDR Sendungen überbrückte. Sie wird im Zoologischen Museum der Uni Hamburg (Eintritt frei) ausgestellt. Damit startet dann der Wunschzettel für’s nächste Mal ;-).

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Ach ja eines noch, ich habe auch am Jungfernstieg nochmal das WLAN der Telekom (1 Std. kostemlos) getestet. Hier lief es zunächst etwas schleppender, denn ich stand nicht direkt neben dem Hotspot (hier in so einer Säule mit einem öffentlichen Telefon gekoppelt) sondern saß erst auf der anderen Straßenseite. Neben dem Hotspot lief’s dann ohne Probleme, mit dem Nachteil, daß man stehen mußte. Wenn ihr selbst mal in Hamburg seid, probiert es einfach mal aus. Viel mehr Bilder gibt’s in den Hamburg 2015 Alben bei Flickr oder Google Fotos.

Museen, Fisch und ganz viel Sonne – Hamburg 2015 (Teil 1)

Da sitze ich also und überlege, wie ich am besten in den Beitrag einsteige und wie ausführlich ich euch von meinem Hamburg Trip erzähle. Andererseits würde ich euch gerne so viele Tipps wie möglich weiterreichen. Also verzeiht mir vorab, wenn’s mal wieder länger wird :-).

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Der Wecker klingelte an meinem ersten Urlaubstag nicht ganz so früh, die Bahn streikte nicht mehr, die Reiseunterlagen sind trotz Poststreik noch eingetroffen, also stand der Reise nach Hamburg nichts mehr im Weg. Wer die letzten Reiseberichte gelesen hat, wird wissen, daß ich mich i.d.R. nicht langweile, Speicherstadt und Hafencity, Miniatur Wunderland oder Alster wurden genauso besucht wie auf den Michel geklettert oder Blankenese erforscht. Ob’s bei all den hübschen Fotos auch schon mal Ziele gab, die nicht so eingeschlagen sind? Na klar, z.B. der Besuch der Kirche St. Nikolai, die zwar einen schönen Ausblick bieten soll, aber auf Grund von Renovierungen komplett eingerüstet ist, so daß der Ausblick fast gleich Null war. Oder dieses Jahr mein Abstecher ins Schanzenviertel. Bestimmt eine tolle Location, wenn man abends mit Freunden draußen sitzen, essen, klönen und sich ein Bierchen trinken will. Morgens um kurz vor 10.00 ist es allerdings auch nur ein Viertel wie jedes andere. Warum ich trotzdem da war? Weil ich beim Umstieg von S-Bahn in U-Bahn einfach mal um die Ecke gucken wollte.

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Schließlich ist da noch das Wetter, das einem einen Strich durch die Rechnung machen kann, daher hatte ich mich für dieses Jahr entschlossen, der Hansestadt im Sommer einen Besuch abzustatten. Und wenn alle Stricke reißen gibt es ja Museen. So hatte ich für dieses Jahr auch wieder einen ganzen Zettel voller Ziele, die ich besuchen wollte und da ich nach ausgiebigem Hotelfrühstück nicht auch noch ein ausgiebiges Mittagessen einnehme, standen stattdessen ein paar Cafe’s auf dem Wunschzettel. Kaum zu zu glauben, dieses Jahr hatte ich Sonne pur. Selbst an der Elbe (rund um die Landungsbrücken) war es trotz leichten Windes warm. Die Anreise, die mittels DB dieses mal in der 1. Klasse erfolgte, startete mit der Regionalbahn und setzte sich dann ab Dortmund mit dem ICE fort. Die 1. Klasse bietet einen kostenlosen WLAN Zugang, den ich umgehend getestet habe. Ich darf verkünden, bis auf einen Hakler kurz vor Harburg, konnte ich durchgängig mit dem Tablet online gehen. App Updates, RadioStream (nur kurz angetestet), Social Networks, alles lief super. Wenn das jetzt noch kostenlos in die 2. Klasse kommt wäre das wirklich ein Grund mehr die Bahn zu nehmen.

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Dieses Mal hatte ich mir vorgenommen Planten und Bloomen mal wieder zu besuchen, schließlich war das Hotel (Baseler Hof, Esplanade 11) gleich um die Ecke und die Speicherstadt genauer unter die Lupe zu nehmen. D.h. dieses Mal kein Besuch des Miniatur Wunderlandes, denn dort war ich schon so oft, daß ich jetzt erstmal die Neueröffnung des Italienabschnitts dort abwarte. Die Speicherstadt ist so voll schöner Museen, daß 3 Tage kaum ausreichen, alle zu besuchen. Ob ich auch eine Hafenrundfahrt gemacht habe? Mhmm … ich bin ja nicht so seefest und bin daher immer davor zurückgeschreckt. Lediglich die Hafenfähren nutze ich gerne, denn die kann man ja praktisch wie einen offenen Bus ansehen.

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Nun müßt ihr wissen, daß ich zwar einen Zettel voll mit Stichworten, Adressen etc. mitführe, aber keinen festen Tagesablauf. Also Hotel bezogen, kurz das kostenlose Hotel WLAN gestestet und dann auf den Weg in den ersten Nachmittag begeben. Erst ein paar Tage vorher habe ich gelesen, daß die Elbphilharmonie (Eröffnung bekanntlich 2017) endlich ohne störende Kräne dasteht. Also los zu einem Spaziergang durch die Hafencity. Mitlerweile ist es etwas grüner dort geworden, überall kleine Treppen, Grünflächen auf denen die Menschen den Nachmittag genießen. Das Eiscafe hat ein paar Liegestühle rausgestellt, auf dem Wasser fahren Ausflugsschiffe vorbei. Dahinten ist die Elbphilharmonie zu sehen. Sie macht schon was her. Während ich noch versuche die ersten Bilder zu schießen kommt die Hafenfähre, die Philharmonie und Landungsbrücken verbindet. Dank Hamburg Card kann man die Fähre genauso nutzen wie Bus, S- oder U-Bahn. Also rauf, denn das ist die 1a Gelegenheit, die Elbphilharmonie von der Wasserseite abzulichten und zu den Landungsbrücken wollte ich sowieso.

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Ich hatte mittlerweile etwas Hunger und mehrfach wurden die Fischbrötchen auf Brücke 10 empfohlen. Die Hafenfähre braucht nach einem kurzen Abstecher ans gegenüberliegende Elbufer (für eine weitere Haltestelle) rd. 10 Minuten bis an die Landungsbrücken. Da die Brücke 10 am hintersten Ende liegt geht’s zu Fuß weiter. Von rechts schallt einem der Werberuf der Hafenrundfahrer entgegen „Jetzt einsteigen, letzte Hafenrundfahrt, danach ist Sommerpause“ … :-), ja ne is klar, dann läuft einem ein Clown über den Weg und puschelt einem mit dem Staubwedel hinterher (verrückte Hamburger eben 😉 ). Irgendwann erreiche ich Brücke 10 und entscheide mich spontan für ein Bismarckbrötchen auf die Hand. Eine Bank eine Etage höher ist Ruheplatz. Ich weiß nicht wie die Brötchen an den anderen Brücken schmecken, aber das von Brücke 10 ist in der Tat zu empfehlen.

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Die Sonne scheint weiterhin, Zeit also durch den alten Elbtunnel (gleich an den Landungsbrücken) auf die gegenüberliegende Elbseite nach Steinwerder zu laufen. Von hier gibt’s bekanntlich den schönsten Blick auf die Skyline Hamburgs. Für Autos ist der Tunnel nur zu bestimmten Zeiten, für Radfahrer und Fußgänger aber jederzeit geöffnet (Personenaufzug benutzen). Der Elbtunnel ist ein einmaliges Erlebnis, auch wenn man wie ich jetzt bereits zum wiederholten Mal da unten ist. Man läuft knapp 500 Meter, 21 Meter unter der Elbe lang und kann gerade am Abend die einfallende Sonne auf Landungsbrücken, Michel und Elbphilharmonie ablichten.

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Seit Jahren wollte ich schon zu den Wasserlichtspielen im Park Planten un Bloomen, doch da diese nur in den Sommermonaten stattfinden war ich bisher entweder zu früh im Jahr oder zu spät und als ich einmal in den Sommermonaten in Hamburg weilte wurde die Anlage renoviert :-(. Dieses Jahr sollte es endlich mal passen. Jeden Abend startet um Punkt 22.00 Uhr eine rd. 30 minütige Show zu klassischer Musik (alle paar Wochen wechselndes Programm). Na gut dachte ich so bei mir, wenn du um 21.40 Uhr da bist, wird das wohl ausreichen und da mein Hotel nicht weit von Planten un Bloomen entfernt lag, bin ich gegen 21.20 Uhr losmarschiert. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, daß das Wasserlichtkonzert ein kleines Happening zu sein schien. Die Wiesen rund um den See waren bevölkert mit Menschen auf Picknickdecken, Wolldecken, Sitzkissen und die Bänke und Umrandungen von Blumenrabatten bis zum letzen Platz belegt.

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Ich habe daraufhin die Seeseite gewechselt, auch wenn ich dann nicht mehr direkt in Richtung der Lautsprecher stand und habe von dort zugesehen. Wirklich eine tolle Veranstaltung und vollkommen kostenfrei. Ach ja ich stand natürlich ein, zwei Fußbreiten abseits des Wegs unter einem Baum und wer wurde daraufhin vom Parkpersonal angemeckert? Sagt nichts, ich ziehe sowas an. Egal, ich hatte ein paar Fotos bereits gemacht. Zwei Tage später habe ich mir die Show ein zweites Mal angesehen, dieses Mal war ich bereits gegen 21.20 Uhr vor Ort und durfte sogar sitzen :-). Wenn ihr auch mal hinwollt, hier gibt’s den Parkplan, die Wasserlichtorgel ist da, wo die orange -2- ist.

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Der nächste Tag startete mit einem Dufterlebnis, denn das erste Museum dieses Kurzurlaubs sollte das Gewürzmuseum „Spicy’s“ sein. Bereits beim Betreten des Speicherstadt Gebäudes strömte einem eine undefinierbare Mischung aus Pfeffer, Nelken und Curry entgegen. Das Museum befindet sich im 2. Boden eines altes Speicherstadtgebäudes und beherbergt eine Sammlung verschiedenster historischer Gerätschaften, Verpackungen, Werbeartikel und die Geschichte verschiedener Gewürze. Schautafeln erklären, daß einige der Geräte noch bis vor kurzem in Betrieb waren. Natürlich gibt’s auch gefüllte Jutesäcke, so als wären sie gerade angeliefert worden, prall gefüllt mit verschiedensten Gewürzen. An allen kann man mal riechen und die Gewürze in den Schälchen auch mal anfassen. Insgesamt braucht mal rd. 1 Stunde und als Andenken gibt’s ein Päckchen schwarzen Pfeffer, das als „Eintrittskarte“ dient.

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Wo ich oben die Kirche St. Nikolai erwähnte, es gibt Leute, die besuchen gerne Kirchen, kann man machen, muß man aber nicht. Es gibt Leute die besuchen gerne Aussichtspunkte in großer Höhe, muß man nicht machen, kann man aber. Und wenn jetzt beides zusammenfällt (Kirche + Aussichtspunkt), dann sollte man das machen und da hochklettern. St. Michaelis (oder kurz der Michel )? Ja, da auch, aber den Turm meine ich nicht. Nein, St. Petri in der Nähe des Rathausmarktes bietet den Fitnesskurs par excellence. Leute ich sag’s euch, ich bin ja gewohnt Treppen zu laufen (Büro 4. Etage, Wohnung 3. Etage), aber das sprengt alles bisher erlebte. Ey man, ich bin alt und überhaupt nicht sportlich, aber ich hab’s in Angriff genommen und geschafft. Bis ganz nach oben und es hat sich gelohnt, der Ausblick aus 123 Metern Höhe ist klasse, toll, aber auch anstrengend. Stellen Sie Ihre Tasche in das Schließfach, oben ist es warm hat die Dame an der Kasse noch gesagt. Ich wollte es nicht glauben, aber außer dem Fotoapparat brauchte ich ja nichts. Also Tasche ins Fach, gute Idee (I).

St.Petri Hamburg

Nach 330 Stufen kommen die ersten Bullaugen für zum Rausgucken und ein paar Stühle davor, bei gefühltem Puls von 180 die gute Idee (II). Bis in die Spitze sind es schließlich 544 Stufen. Den Anfang macht eine steinerene, das Ende eine offene Wendeltreppe (dazwischen Holztreppenstufen). Kurz vor Drehwurm erreicht man den obersten Boden, der gerade noch Platz für drei Stühle bietet. Jetzt will ich bei eurem nächsten Hamburg Besuch eure Fotos von da oben sehen. Eintritt übrigens 3,- €, geöffnet ab 11.00 Uhr morgens.

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Nach soviel Treppen brauchte ich erstmal eine kleine Erfrischung. Obwohl es draußen gar nicht so warm war, fühlte ich mich durchgeschwitzt wie nach einem 1000 Meter Lauf. Also Zwischenstation im Hotel, frisch machen, umziehen und dann auf den Weg zu einer kleinen Stärkung machen. Gleich um die Ecke von Hamburgs Einkaufsstraße (Mönkebergstraße) befindet sich das Haferland. Haferland? Kennt ihr nicht? Aber ihr kennt Kölln, die Firma für Haferflocken und Müsliartikel. In Hamburg hat Kölln 🙂 einen eigenen Laden und der bietet Kaffee, Cappuccino, Müsli und an dem Tag leckere Müslijoghurtthaler. Hier gibt’s alle Artikel zum Kauf oder ihr stellt euch eine selbst zusammengestellte Müsliration zusammen. Dazu gibt’s ein paar bequeme Plätze zum ausruhen. Außerdem hat der Laden ein Telekomhotspot, womit wir beim nächsten Thema wären.

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Hamburg ist eine der ersten Städte, die jedem mit Handy, Tablet etc. die Möglichkeit bietet 1 Std. am Tag kostenlos ins Internet zu gehen. Man wählt dazu an verschiedenen touristischen Highlights (oder eben im Haferland) lediglich „Telekom“ als WLAN Einstellung, öffnet eine beliebige Webseite, gibt dort seine Mobilfunknummer an (egal welches Netz man selber hat) und erhält umgehend eine SMS mit einem Freischaltcode. Einzige Bedingung, die Stunde läuft am Stück, nach 60 Min. ist Schluß.

Hier endet auch der erste Teil, aber Teil zwei ist coming soon … ich erzähle euch morgen vom Meßmer Momentum, vom Internationalen Maritimen Museum, vom Automuseum Prototyp, von der Kaffeerösterei in der Speicherstadt und vieles mehr. Viel mehr Bilder gibt’s auch noch und zwar in den Hamburg 2015 Alben bei Flickr oder Google Fotos (Teil 1 der Fotos, Teil 2 folgt kurzfristig).

Auf dem Weg nach Hamburg

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Und was packt ihr so ein, wenn ihr auf Reisen seid? Drei paar Socken, euer Schmusetier, ’n Pfund Butter … ach ne, aber auf jeden Fall das Smartphone. Dann habt ihr sicher auch einen Flatratetarif fürs Internet. Mit 500 MB oder 1 GB? Aber wie schnell sind die verbraucht, wenn man ein paar Bilder, Reiseberichte u.ä. hochläd. Ich habe mittlerweile 3 GB und damit komme ich i.d.R. auch aus. Erste Bedingung auf Reisen ist aber ein Hotel mit WLAN, ohne nur noch in Ausnahmefällen. Bis hierher alles gut.

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Dieses Jahr werde ich auf meinem Trip nach Hamburg aber noch zwei weitere WLAN Netze ausprobieren. 1. Meine Anreise mit der Bahn findet dieses Mal (ab Dortmund) in der 1. Klasse statt, denn in den Sommermonaten ist die Buchung mit Bahnhit Hamburg in der 1. Klasse gleich teuer wie die 2. Klasse bzw. war dank meiner frühen Buchung im Januar sogar noch knapp günstiger. Warum erzähle ich euch das, weil man in der 1. Klasse kostenlos im Netz der Telekom surfen kann (wenn der Hotspot denn funktioniert).

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2. Hamburg gehört zu den ersten Städten in Deutschland, die zur HotSpotCity ausgebaut wurde. D.h. die Telekom öffnet ihre (WLAN)HotSpots dahingehend, daß man pro Tag 1 Stunde (leider nur am Stück) kostenlos surfen kann. Landungsbrücken, Hafencity, Jungfernstieg, ich bin gespannt wie weit das Netz ausgebaut ist. Nach Anmeldung (Handynummer angeben, SMS mit PIN entgegennehmen) soll der Zugriff für eine Stunde freigeschaltet sein. Ich werde euch ab 20. Juli über Twitter/Facebook/Google+ (und später im Blog) erzählen wie’s funktioniert.

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Ich packe jetzt mal langsam den Koffer, mit dabei eine Hand voll Ladekabel, drei paar Socken … was man halt so braucht 🙂 . Drückt mal die Daumen, daß der Regen dieses Mal ein bisschen wärmer ist, denn ich werde Hamburg schließlich mal im Sommer besuchen. Mein Spickzettel enthält das Maritime Museum, Gewürzmuseum, Meßmer Momentum, Haferland, Automuseum Prototyp, Speicherstadt, Hafencity und mehr …

Baldeneysee – Essen im Grünen

Es war Samstag und draußen zogen noch ein paar Wolken über den Himmel. Ich konnte das Samstagsfrühstück mit frischen Brötchen, einem Kaffee und der Zeitung also in aller Ruhe genießen. Was könnte ich denn heute mal unternehmen?

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Habt ihr auch so einen Ort, an den ihr immer wieder gerne zurückkehrt? Trotz diverser Ausflüge auf Halden, zu Zechen oder in Parks zieht es mich in gewissen Abständen immer wieder ans Wasser. Während ich bis vor einigen Jahren wiederholt Urlaub an der Ostsee gemacht habe, ist selbige für einen Kurztrip vom Niederrhein doch ein paar Stunden zu weit entfernt. Aber einen anderen See kann ich in gut einer ½ Stunde von Krefeld aus erreichen, den Baldeneysee in Essen. Manchmal vergeht mehr als ein ½ Jahr, bis ich wieder mal dort bin, aber sobald ich aus dem Auto steige, vorausgesetzt man bekommt an schönen Tagen einen Parkplatz, fühle ich mich irgendwie wie zu Hause. Fehlt nur noch die passende Unterkunft in Seenähe 🙂 .

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Der Baldeneyseee, eigentlich ja ein Stückchen aufgestaute Ruhr, ist mit 2,64 km² der größte Ruhrstausee und wurde ursprünglich mal als Absetzbecken für Schwebstoffe eingerichtet. Heute ist er Trinkwasserspeicher und produziert mit zwei Turbinen durchschnittlich 28 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Das war mir garnicht so bewußt. Es hat schon Besuche meinerseits gegeben, da habe ich nur auf der Zuschauertribüne an der Regattabahn gesessen (oder gelegen) und auf den See hinaus geblickt oder die Flugzeuge im Anflug auf Düsseldorf am Himmel beobachtet.

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Diesen Samstag habe ich mal etwas für die Figur getan 😀 und bin in Richtung Stauwehr, über selbiges hinweg und dann am gegenüberliegenden Ufer in östliche Richtung gelaufen. Wenn man den Fahrplan der Weißen Flotte Essen im Kopf hat, wäre z.B. ein Fußmarsch Spaziergang bis zum Haus Scheppen möglich (vom Regattaturm lt. Google Maps rd. 4,5 km) und von dort eine Fahrt zurück mit dem Schiff. Ich hatte mir jedoch vorgenommen einfach nur zu laufen, solange ich Lust habe und sich Fotomotive ergeben und anschließend kehrt zu machen.

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Am Ufer gegenüber thront gut sichtbar die Villa Hügel und als ich gerade fototechnisch ungünstig unter einem Baum entlanglaufe höre ich relativ laut ein weiteres Flugzeug über mich hinwegfliegen. Erst in letzter Sekunde erspähe ich die A380 der Emirat Airlines (auf dem Flugzeugbild unten links). Wenn ich meinen ungefähren Wendepunkt auf Google Maps einkreise, würde ich sagen ich bin ca. 3 km hin und (Überraschung 😉 ) genauso viel zurück gelaufen. Eine schöne Strecke für einen Samstagnachmittag. Begleitet wurde ich dabei von einer Entenfamilie mit zwei größeren und vier ganz jungen Enten(küken) sowie einer Blesshuhnfamilie, eine Hand voll Windsurfern, zwei Ruderbooten, verschiedenen Segelbooten und einer Hand voll Standup Paddlern 😀 .

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Na gut, die waren nicht ausschließlich wegen mir dort, im Gegenteil Blesshuhn und Ente hatten ein sehr wachsames Auge darauf, daß ich ihrem Nachwuchs nicht zu nahe kam, aber irgendwie gibt es an so einem See immer was zu sehen. Wenn ich so mal wieder am Baldeneysee entlang schlendere, kann ich mich nur schwer wieder lösen. Am liebsten wäre ich dort unendlich lange sitzengeblieben, um den Sonnenuntergang zu genießen, aber meine 1,5 Liter Wasser gingen langsam zur Neige und ein bisschen Müdigkeit überkam mich. Also riß mich doch wieder los und übergab meinen PKW Parkplatz an den nächsten, der schon wartete. Wenn ich mal im Lotto gewinne miete ich mir für ein Wochenende die Villa Hügel, kann doch nicht die Welt kosten 😉 . Mehr Fotos bei Flickr oder Google Fotos

Mein heißer Tag im Zoo Duisburg

Wenn ihr mal fast alleine im Zoo sein wollt, dann müßt ihr entweder Tierpfleger werden und einfach ganz früh morgens in den Zoo kommen oder, was das wahrscheinlichere ist, ihr kommt an einem heißen Sonnentag, sagen wir mal Wochenende, bei 38 Grad. Genau so etwas Verrücktes habe ich gemacht. Verrückt? Sagen wir mal so, ich war auch schon bei 35 Grad auf der Halde Rheinelbe, warum also nicht in den Zoo (auch wenn mir der Brillenbär die Zunge rausstreckt 😀 )?

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Ob ich bei dem Wetter nicht schwitze? Doch klar, aber ich gehöre nicht gerne zu denen, die 3 Stunden im Stau stehen, um dann an einen See oder in einem Freibad zwischen Menschenmassen in der prallen Sonne zu liegen. Im Zoo gibt’s sonnige und schattige Stellen im Wechsel und an sich liebe ich warme Sommertage sowieso mehr als usselige Regentage. Also habe ich mir vorgenommen einen heißen Samstag im Duisburger Zoo zu verbringen und an manchen Gehegen war ich fast alleine 🙂 .

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Außer ein paar Fotofreaks mit dickem Teleobjektiv kamen später auch noch ein paar Kinderwagen (nebst Familie hinten dran), aber selbst als ich wieder nach Hause fuhr, standen auf dem rückwärtigen Parkplatz (Nebeneingang Carl-Benz-Str.) gerade mal 25 Autos. Der rückwärtige Parkplatz ist übrigens mein bevorzugter Parkplatz, denn er ist groß genug und gut erreichbar, unmittelbar am Autobahnkreuz Kaiserberg (Ausfahrt Kaiserberg) gelegen. Natürlich bereite ich so einen Tag etwas vor, d.h. zu einem Ausflug gehört bei dem Wetter eine Kleinigkeit zu essen und mindestens 2 Liter zu trinken und die waren nach den 4 Stunden auch retzeputz leer.

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Während die großen Raubtiere (Löwen) bei der Wärme auch eher im Schatten dösten und die Koalas beleidigt im Baum saßen, weil ihre geliebte Eukalyptusladung nicht rechtzeitig in Düsseldorf gelandet war, herrschte bei den Erdmännchen geschäftiges Treiben. Diesen kleinen Kerlchen (mit spitzen Zähnen) könnte ich den ganzen Tag zusehen. Ich freue mich daher schon auf die Anlage, die irgendwann auch im Krefelder Zoo entstehen soll.

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Ebenso badete der männliche Elefant in seiner Wasserkuhle, weil ihm wohl auch sichtlich zu warm war, schob aber anschließend einen Riesenfindling aus dem Wasser und durch die Gegend, daß jeder Baggerfahrer neidisch geworden wäre. Die Elefantendamen auf der anderen Seite ließen es hingegen etwas gemütlicher angehen. Eine Überraschung erlebte ich im Seelöwenbecken, denn dort schwammen, neben zwei Seelöwinnen, drei Taucher und winkten ihren Begleiterinnen zu, die im Gehege am Ufer standen. Mal sehen wie sich diese Tiergattung „Taucher“ dort weiterentwickelt. Habe ich ein oik oik gehört? Was fressen die eigentlich? Fisch?

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Ansonsten ist der Duisburger Zoo mal wieder im Umbruch, denn zurzeit wird das Tigergehege umgebaut. Nachdem der Zoo seit vielen Jahren keinen Wal und kein Walarium mehr hat, wird der etwas verlorene Platz dem Tigergehege zugeschlagen. Das neue Gehege soll, wie ich erst jetzt gelesen habe, im Sommer fertiggestellt werden und dem Zoo am (von mir bevorzugten) Nebeneingang ein neues Schmuckstück bescheren. Wo der Tiger unterdessen ist? Das habe ich mich auch gefragt und mußte etwas die Suchmaschinen belästigen. Für ein Jahr wurde er in eine „Ferienwohnung“ in Emmen in der niederländischen Provinz Drente ausquartiert, danach kommt er zurück nach Duisburg.

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Ein weiterer Grund, den Duisburger Zoo mal wieder zu besuchen, war das neu eröffnete Aquarium. Natürlich sind die Räumlichkeiten die gleichen geblieben, aber die Becken erschienen mir jetzt viel heller, mit bunten Fischen bestückt und vor allem die großen Fische und auch der Flußdelphin haben jetzt nebenan, durch eine Zwischentüre erreichbar, eigene Räumlichkeiten. Wenn ihr den zweiten Raum betretet, haltet mal Ausschau nach den Rothandtamarin. Evt. müßt ihr dazu die kleine Empore hochklettern.

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Die Rothandtamarin laufen frei herum und sind super putzig anzusehen. Aber Achtung, sie können beißen (sagt das Schild). Rothandtamarin sind eine Primatenart aus der Gattung der Tamarine, die zur Familie der Krallenaffen gezählt wird. So wißter dat auch. Vor allem schienen mir die Kleinen sehr neugierig, denn als ich mir an dem heißen Tag mit meinem Cap etwas Luft zufächelte ging das Köpfchen der Tiere in gleichem Rhythmus hin und her 🙂 . Getraut sie zu streicheln habe ich mich dann aber doch nicht.

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Mehr Bilder? Flickr Freunde bitte hier entlang und Google Foto Freunde bitte da entlang.

Oldtimertreffen

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Na ist euch heiß 😉 ? Vor 14 Tagen war’s im Büro noch kalt, jetzt haben wir Sommer. Von 16 auf 36 Grad innerhalb von 10 Tagen ist schon heftig und im Büro (keine Klimaanlage) könnte es jetzt auch gerne etwas kühler sein, aber ich mag den Sommer. Gestern gab’s für jeden eine persönliche Glasflasche für den dienstlichen Wassersprudler in der Kaffeeküche, so daß das Trinkwasser nicht knapp werden dürfte. Erzählen wollte ich euch aber eigentlich noch etwas anderes.

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Ist euch aufgefallen, daß ich dieses Jahr an der Stelle noch kaum etwas über Oldtimertreffen erzählt habe? Das von mir so häufig besuchte Treffen an der Kokerei Zollverein in Essen findet dieses Jahr leider nicht statt. Grund sind Bauarbeiten auf dem Gelände der Kokerei und eine Ersatzlocation war kurzfristig nicht verfügbar. Gerade letzte Woche haben die Veranstalter aber bekanntgegeben, daß man zumindest für den Saisonabschluß am 04. Oktober 2015 nochmal einen passenden Ort gefunden hat. Treffen wird dann an der Zeche Ewald in Herten sein. Vielleicht sieht man sich ja dort.

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Für mich gibt’s hier in Krefeld noch das Treffen im Stadtwald (an der Pferderennbahn), daß aber immer erst im Mai zum ersten Mal stattfindet und neu entdeckt habe ich ein Treffen, daß ich bisher unter dem Namen Mo’s Bikertreff kannte. An den Viehauktionshallen (Kleinewefersstr. 160) findet an jedem 4. Sonntag im Monat ein offenes Treffen von Oldtimern, Youngtimern, Bikes und US-Cars statt. Eine bunte etwas andere Mischung. Diesen Sonntag war ich zum ersten Mal dort und mußte mich erstmal etwas umgucken. Der vordere Parkplatz war als ich kam noch leer, denn das eigentliche Treffen ist weiter hinten auf dem Gelände zu finden (an den Bikern vorbei). Erst als ich ging, standen auch auf dem vorderen Parkplatz ein paar (ausgefallene) Fahrzeuge.

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Wenn ihr zu letzterem Treffen kommt, parkt auf dem Gelände links (Besucherparkplatz) oder auf den reichlich vorhandenen Parkplätzen entlang der Kleinewefersstraße. Gleich nebenan befindet sich der Königspalast (Veranstaltungshalle und Eishockeystadion), vielleicht seid ihr da ja schon mal da gewesen. Eine Auswahl der zwischen Mai und Juli gesammelten Bilder findet ihr bei Flickr und Google Fotos und für den 4. Oktober hoffe ich mal auf gutes Wetter, denn die Zeche Ewald ist mal wieder eine ganz neue Foto Location (für mich und die Oldtimer). Das nächste Treffen in Krefelder Stadtwald ist übrigens am 19. Juli (nicht, daß ich nichts gesagt hätte 😉 ).